Neureichenau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Neureichenau
Neureichenau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Neureichenau hervorgehoben
Koordinaten: 48° 45′ N, 13° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Freyung-Grafenau
Höhe: 669 m ü. NHN
Fläche: 46,39 km2
Einwohner: 4379 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 94 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94089
Vorwahl: 08583
Kfz-Kennzeichen: FRG, GRA, WOS
Gemeindeschlüssel: 09 2 72 136
Gemeindegliederung: 27 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dreisesselstraße 8
94089 Neureichenau
Webpräsenz: www.neureichenau.de
Bürgermeister: Walter Bermann (CWU / FW)
Lage der Gemeinde Neureichenau im Landkreis Freyung-Grafenau
Landkreis RegenLandkreis DeggendorfLandkreis PassauSchöfwegWaldhäuserwaldSchönbrunner WaldSchlichtenberger WaldSankt OswaldPleckensteiner WaldPhilippsreuter WaldMauther ForstSpiegelauGraineter WaldAnnathaler WaldZentingWaldkirchenThurmansbangSpiegelauSchönberg (Niederbayern)NeuschönauSankt Oswald-RiedlhütteSaldenburgRöhrnbachRingelaiPhilippsreutPerlesreutNeureichenauMauthJandelsbrunnInnernzellHohenau (Niederbayern)HinterschmidingGrainetGrafenau (Niederbayern)FürsteneckFreyungEppenschlagSchöfwegLeopoldsreuter WaldFrauenberger und Duschlberger WaldHaidmühleÖsterreichTschechienKarte
Über dieses Bild
Neureichenau
Katholische Pfarrkirche St. Leonhard

Neureichenau ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau und ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Region Donau-Wald im Dreiländereck Deutschland – Österreich – Tschechien bzw. Bayern – Böhmen – Mühlviertel am Fuß des Dreisesselberges im Unteren Bayerischen Wald. Neureichenau befindet sich 15 km östlich von Waldkirchen, 20 km südöstlich von Freyung, 26 km von der Grenze zu Tschechien (bei Philippsreut) und 7 km von der Grenze zu Österreich entfernt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 27 Ortsteile[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 1600 leitete eine wandernde Glashütte in der „Reichenau“ die Siedlungstätigkeit ein. Neureichenau (früher Unterreichenau) gehörte zu dem Teil des alten Hochstifts Passau, der durch Fürstbischof Leopold Ernst Graf von Firmian 1765 von der oberösterreichischen Herrschaft Rannariedl mit den sieben künischen Dörfern erwarb. Im Jahr 1806 kam das heutige Gemeindegebiet, nachdem es zuvor von 1803 bis 1806 zum Großherzogtum Salzburg gehört hatte, zu Bayern.

Umbenennung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 27. April 1951 wurde die Gemeinde Schimmelbach amtlich in Neureichenau umbenannt.[3]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1971 gab die bis dahin selbständige Gemeinde Gsenget ihre Selbständigkeit auf und entschloss sich zur Eingliederung in die Gemeinde Neureichenau. Am 1. April 1971 kam auch Klafferstraß freiwillig hinzu.[3] Am 1. Januar 1978 wurden Altreichenau und Lackenhäuser in die Gemeinde Neureichenau eingegliedert.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 17 Mitglieder einschließlich des Bürgermeisters.

  • UWG 6 Sitze (36,31 % der Stimmen)
  • CWU/Freie Wähler 6 Sitze (32,15 % der Stimmen)
  • CSU 4 Sitze (31,54 % der Stimmen)

(Stand: Kommunalwahl 2014)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1. Bürgermeister ist Walter Bermann (CWU/FW), der bei der Kommunalwahl 2014 mit 52,4 % der gültigen Stimmen gewählt wurde.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neureichenau

Die Wappenbeschreibung lautet: „Durch eine goldene Wellenleiste geteilt von Rot und Grün; oben ein silbernes Buch, aus dem drei goldene Siegel hängen; unten ein silberner Dreiberg, darauf eine blaue Kugel.“

Die goldene Wellenleiste und der Dreiberg bringen die geographische Lage der Gemeinde an der großen Michl und am Dreisessel im unteren Bayerischen Wald zum Ausdruck. Das Siegelbuch im oberen Feld stammt aus dem Wappen von Fürstbischof Leopold Ernst Graf von Firmian, der Neureichenau 1765 für das Hochstift Passau erworben hat. Die Kugel im Schildfuß ist eine sog. Paternosterkugel und verweist als Erzeugnis der Glasmacherei auf die örtliche Bedeutung dieses Wirtschaftszweigs.

Altreichenau

Altreichenau

Die Wappenbeschreibung lautet: „Geteilt in Silber und Rot; vorne auf einem aus drei grünen Quadern gebildeter Steinsockel ein roter Falke, hinten ein weiß/silbernes Kelchglas.“

Gegründet durch die Grafen von Salburg zeigt den Falken, die Landesherrschaft von Österreich (seit 1506) und die Fürstbischöfe von Passau (seit 1765) werden durch die Farben rot und silber dargestellt. Der Pokal erinnert an die Glasherstellung in Altreichenau. Die drei Steinquader sollen auch auf den Dreisesselberg verweisen, ein Wahrzeichen der Region.

Lackenhäuser

Lackenhäuser

Die Wappenbeschreibung lautet: Auf grünem Grund ein goldener Dreiberg, darüber in weiß/silber einen gemauerten Obelisken, rechts und links ein weiß/silberner Fichtenzweig.

Die Hügel und die Fichtenzweige verweisen auf die geografische Lage des Ortes (Ostbayern/Bayerischer Wald). Der Obelisk steht für das Adalbert-Stifter-Denkmal, das in der Gemarkung Lackenhäuser steht und an den Dichter erinnert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Museum „Adalbert Stifter und der Wald“, Lackenhäuser 146

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neureichenau ist Endpunkt der 150 km langen Bayerwaldloipe.

Neureichenau ist an den Iron Curtain Trail, den längsten offiziellen Radfernweg Europas, angeschlossen, welcher entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs verläuft.[5]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus dem Ortsteil Lackenhäuser stammt:

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111213/120334&attr=OBJ&val=658
  3. a b Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 596.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 628.
  5. Iron Curtain Trail - Am ehemaligen Eisernen Vorhang quer durch Europa. Abgerufen am 19. April 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Neureichenau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien