Hinterschmiding

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hinterschmiding
Hinterschmiding
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hinterschmiding hervorgehoben
Koordinaten: 48° 49′ N, 13° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Freyung-Grafenau
Verwaltungs­gemeinschaft: Hinterschmiding
Höhe: 737 m ü. NHN
Fläche: 21,04 km²
Einwohner: 2425 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 115 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94146
Vorwahlen: 08551 (Hinterschmiding), 08550 (Herzogsreut)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: FRG, GRA, WOS
Gemeindeschlüssel: 09 2 72 126
Gemeindegliederung: 11 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfplatz 23
94146 Hinterschmiding
Webpräsenz: www.hinterschmiding.de
Bürgermeister: Fritz Raab (ÜWG)
Lage der Gemeinde Hinterschmiding im Landkreis Freyung-Grafenau
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Über dieses Bild
Das Rathaus von Hinterschmiding

Hinterschmiding ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau, Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Hinterschmiding und staatlich anerkannter Erholungsort.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Region Donau-Wald im Bayerischen Wald westlich des 1167 Meter hohen Haidel. Die Ortschaft Hinterschmiding liegt vier Kilometer östlich von Freyung, zwölf Kilometer von der Grenze zu Tschechien, 28 km von der Grenze zu Österreich, 15 km nördlich von Waldkirchen und 38 km von Passau.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt elf Ortsteile[2]:

Die Gemeinde besteht aus den Gemarkungen Herzogsreut und Hinterschmiding.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf im ehemaligen Hochstift Passau wurde um 1400 erstmals erwähnt. Es lag am sogenannten Goldenen Steig, auf dem Salz vom Donauhafen in Passau in Richtung Böhmen transportiert wurde. Dies fand Eingang in das Gemeindewappen, auf dem ein weißes Pferd, beladen mit einem goldenen Salzsack zu sehen ist. 1803 wurde es mit dem größten Teil des hochstiftlichen Gebietes zugunsten Ferdinands von Toskana säkularisiert; es fiel erst 1805 mit den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg an Bayern. 1818 wurde Hinterschmiding eine politische Gemeinde, erhielt durch freie Wahl Bürgermeister und Gemeindevertreter. 1936 wurde der Ort zur Kirchengemeinde erhoben. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand in der Gemeinde ein amerikanisches Kriegsgefangenenlager, das sogenannte Camp Sonndorf. Nach 1945 kamen viele Heimatvertriebene nach Hinterschmiding. 1969 bis 1970 entstand die heutige Pfarrkirche, die alte Kirche aus dem Jahr 1927 wurde abgerissen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1978 wurde im Rahmen der Gebietsreform die Gemeinde Herzogsreut nach Hinterschmiding eingemeindet.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 1937 Einwohner
  • 1987: 2107 Einwohner
  • 2000: 2513 Einwohner
  • 2014: 2449 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl am 16. März 2014 wie folgt zusammen:

  • ÜWG: 5 Sitze (34,83 % der Stimmen)
  • CSU: 5 Sitze (34,62 % der Stimmen)
  • FWG: 4 Sitze (30,55 % der Stimmen)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

seit 2014 Fritz Raab (ÜWG).

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 23, im produzierenden Gewerbe 1806 und im Bereich Handel und Verkehr 935 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 479 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 4056. Im verarbeitenden Gewerbe gab es drei Betriebe, im Bauhauptgewerbe zehn Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 99 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1753 ha, davon waren 1370 ha Ackerfläche und 378 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2007 gab es folgende Einrichtungen:

  • einen Kindergarten
  • eine Volksgrundschule mit 14 Lehrern und 300 Schülern

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Hinterschmiding wird das kulturelle Leben in vielerlei Form gepflegt, ob Bildende Kunst, Literatur oder Musik, es ist für jeden etwas dabei, speziell die Partnerschaft mit dem Chor der Universität Ostrava bringt immer wieder Höhepunkte im musikalischen Bereich.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Dorn: Herzogsreut, Philippsreut: Zwei Seelsorgsstellen im Hinteren Bayerischen Wald.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111213/102039&attr=OBJ&val=653
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 628.
  4. Siehe private Website über die frühere deutsche Gemeinde Bölten : http://members.aon.at/boelten

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hinterschmiding – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien