Hinterschmiding

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hinterschmiding
Hinterschmiding
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hinterschmiding hervorgehoben

Koordinaten: 48° 49′ N, 13° 36′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Freyung-Grafenau
Verwaltungs­gemeinschaft: Hinterschmiding
Höhe: 737 m ü. NHN
Fläche: 21,04 km2
Einwohner: 2425 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 115 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94146
Vorwahlen: 08551, 08550Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: FRG, GRA, WOS
Gemeindeschlüssel: 09 2 72 126
Gemeindegliederung: 11 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfplatz 23
94146 Hinterschmiding
Website: www.hinterschmiding.de
Bürgermeister: Fritz Raab[2] (ÜWG)
Lage der Gemeinde Hinterschmiding im Landkreis Freyung-Grafenau
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Über dieses Bild
Hinterschmiding von Osten
Kirche in Hinterschmiding
Herzogsreut von Süden
Das Rathaus von Hinterschmiding

Hinterschmiding ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Hinterschmiding. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung und ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Region Donau-Wald im Bayerischen Wald westlich des 1167 Meter hohen Haidel. Die Ortschaft Hinterschmiding liegt vier Kilometer östlich von Freyung, zwölf Kilometer von der Grenze zu Tschechien, 28 km von der Grenze zu Österreich, 15 km nördlich von Waldkirchen und 38 km von Passau.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt elf Ortsteile[3]:

Es gibt die Gemarkungen Herzogsreut und Hinterschmiding.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf im ehemaligen Hochstift Passau wurde um 1400 erstmals erwähnt. Es lag am sogenannten Goldenen Steig, auf dem Salz vom Donauhafen in Passau in Richtung Böhmen transportiert wurde. Dies fand Eingang in das Gemeindewappen, auf dem ein weißes Pferd, beladen mit einem goldenen Salzsack zu sehen ist. 1803 wurde es mit dem größten Teil des hochstiftlichen Gebietes zugunsten Ferdinands von Toskana säkularisiert; es fiel erst 1805 mit den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg an Bayern. 1818 wurde Hinterschmiding eine politische Gemeinde, erhielt durch freie Wahl Bürgermeister und Gemeindevertreter.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1936 wurde der Ort zur Kirchengemeinde erhoben. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand in der Gemeinde ein amerikanisches Kriegsgefangenenlager, das sogenannte Camp Sonndorf. Nach 1945 kamen viele Heimatvertriebene nach Hinterschmiding. 1969 bis 1970 entstand die heutige Pfarrkirche, die alte Kirche aus dem Jahr 1927 wurde abgerissen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1978 wurde im Rahmen der Gebietsreform die Gemeinde Herzogsreut nach Hinterschmiding eingemeindet.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 2.174 auf 2.443 um 269 Einwohner bzw. um 12,4 %.

  • 1961: 1669 Einwohner
  • 1970: 1937 Einwohner
  • 1987: 2107 Einwohner
  • 1991: 2314 Einwohner
  • 1995: 2432 Einwohner
  • 2000: 2513 Einwohner
  • 2005: 2552 Einwohner
  • 2010: 2534 Einwohner
  • 2015: 2425 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl am 16. März 2014 wie folgt zusammen:

  • ÜWG: 5 Sitze (34,83 % der Stimmen)
  • CSU: 5 Sitze (34,62 % der Stimmen)
  • FWG: 4 Sitze (30,55 % der Stimmen)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berufsmäßiger erster Bürgermeister ist Fritz Raab (Überparteiliche Wählergemeinschaft).[2] Sein Amtsantritt war am 1. Mai 2014.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Hinterschmiding
Blasonierung: „In Rot ein schreitendes, mit goldenem Salzsack bepacktes silbernes Pferd, darunter in gestürztem goldenen Hufeisen ein gestürzter goldener Schmiedehammer.“[5]

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 23, im produzierenden Gewerbe 1806 und im Bereich Handel und Verkehr 935 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 479 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 4056. Im verarbeitenden Gewerbe gab es drei Betriebe, im Bauhauptgewerbe zehn Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 99 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1753 ha, davon waren 1370 ha Ackerfläche und 378 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2007 gab es folgende Einrichtungen:

  • einen Kindergarten
  • eine Volksgrundschule mit 14 Lehrern und 300 Schülern

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Hinterschmiding wird das kulturelle Leben in vielerlei Form gepflegt, ob Bildende Kunst, Literatur oder Musik, es ist für jeden etwas dabei, speziell die Partnerschaft mit dem Chor der Universität Ostrava bringt immer wieder Höhepunkte im musikalischen Bereich.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Dorn: Herzogsreut, Philippsreut: Zwei Seelsorgsstellen im Hinteren Bayerischen Wald.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hinterschmiding – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Bürgermeister/Oberbürgermeister in kreisangehörigen Gemeinden (Stand: 01.05.2020). (xlsx) Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen am 12. Juni 2020.
  3. Gemeinde Hinterschmiding in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 9. September 2017.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 628.
  5. Eintrag zum Wappen von Hinterschmiding in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  6. Siehe private Website über die frühere deutsche Gemeinde Bölten : http://members.aon.at/boelten