Florian von Brunn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Florian von Brunn, 2013

Florian von Brunn (* 23. Januar 1969 in München) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er ist Abgeordneter im Bayerischen Landtag.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Besuch der Grundschule des Katholischen Familienwerks Pullach bis 1979 machte Florian von Brunn im Jahr 1989 sein Abitur am Gymnasium Icking. Danach leistete er zunächst seinen Zivildienst ab. Ab dem Jahr 1990 studierte er Philosophie und später Neuere und Neueste Geschichte, mit den Nebenfächern Wirtschafts- und Sozialgeschichte und Volkswirtschaft, an den Hochschulen in München und als Visiting Student am St. Hugh's College der University of Oxford. Letzteres mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes. Von 1994 bis 1998 war er Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung. Er beendete sein Studium mit einem Abschluss als M.A.

Von 1997 bis 2002 war er freier Mitarbeiter der Stiftung Wissenschaft und Politik in Ebenhausen. 1998 bis 1999 arbeitete er freiberuflich für die Bundeszentrale für politische Bildung im Rahmen der Ausstellung „50 Jahre Grundgesetz“. Zudem arbeitete er für den Bundestagsabgeordneten Klaus Barthel von 1998 bis 2006 als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Von 2000 bis 2013 war Florian von Brunn als selbständiger IT-Berater tätig und ehrenamtlicher Dozent für das Bayerische Seminar für Politik e. V.

Von 2005 bis 2008 war Florian von Brunn ehrenamtlicher Vorstand einer Elterninitiative (Kinderkrippe und Kindergarten) in München-Sendling.

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Florian von Brunn ist Mitglied folgender Organisationen: NaturFreunde, Bund Naturschutz, Deutscher Alpenverein, Fahrgastverband Pro Bahn e.V., Landesbund für Vogelschutz, Mountain Wilderness e. V., Gewerkschaft ver.di, Arbeiterwohlfahrt, Maibaumverein Untergiesing, Perlacher Forstverein, Green City e.V.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1990 ist Florian von Brunn Mitglied der SPD. Er ist derzeit stellvertretender Vorsitzender der Münchner SPD und Beisitzer im Landesvorstand der Bayern-SPD. Bei der Landtagswahl in Bayern 2013 errang er ein Mandat und ist seitdem Abgeordneter im Bayerischen Landtag für die SPD. Ber der Landtagswahl in Bayern 2018 konnte er erneut ein Mandat gewinnen. Sein politisches Fachgebiet ist die Umwelt- und Naturschutzpolitik sowie der Verbraucherschutz.

Im Bayerischen Landtag ist er Mitglied im Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz und Sprecher der SPD-Landtagsfraktion für Umwelt und Verbraucherschutz.

Im Rahmen des Untersuchungsausschusses zu dem Lebensmittelskandal "Bayern Ei" hat er sich um die vollständige Aufklärung und Veröffentlichung der Missstände bemüht. Für mehr Rechte und einen besseren Schutz für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie der Umwelt hat er sich auch im Zusammenhang mit der Trinwasserverunreinigung in Bayern durch Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) eingesetzt. Zuletzt hat sich außerdem mit einer Kampagne für Unterstützerinnen und Unterstützer gegen eine Skischaukel am Riedberger Horn eingesetzt und damit wesentlich zu der Verhinderung beigetragen. Weiterhin kämpft er für einen dritten Nationalpark in Bayern und gegen die dritte Startbahn am Flughafen München.

Bei der Mitgliederbefragung zur Wahl des Landesvorsitzenden der BayernSPD im Frühjahr 2017, die zugunsten von Natascha Kohnen entschieden wurde, war er der Kandidat mit der zweithöchsten Stimmenzahl.[1]

Politische Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Florian von Brunn fordert, dass Vermögen besser verteilt werden muss und mehr Geld für Rente, Pflege und Bildung eingesetzt wird.

Mieterschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Florian von Brunn war ehrenamtliches Mitglied im Mieterbeirat und bietet eine kostenfreie Mietersprechstunde an. Bezahlbare Wohnungen und besserer Mieterschutz sind zwei seiner politische Ziele.

Umweltschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er setzt sich ein für mehr Natur und Bäume in der Stadt und mehr Bahnen, Busse und Fahrräder anstatt Auto-Individualverkehr. Außerdem fordert er eine nachhaltige Landwirtschaft, die die Natur und Tiere schützt und sich für die Landwirte rentiert.

Verbraucherschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Florian von Brunn fordert mehr Transparenz und Verbraucherschutz, zum Beispiel bei Lebensmittelskandalen oder im Dieselskandal.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Florian von Brunn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pressemitteilung: „Landesvorsitz: Wir sind die Mitmachpartei“. BayernSPD, abgerufen am 4. März 2017.