Gender-Doppelpunkt

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jede:r
Der Doppelpunkt als Genderzeichen
zur inkludierenden Abkürzung
der Beidnennung „jede / jeder“

Gender-Doppelpunkt (von englisch gender [ˈdʒɛndɐ] „soziales Geschlecht“) bezeichnet den Einsatz eines Doppelpunkts (Kolon) im Wortinneren als Mittel der geschlechtergerechten Schreibung im Deutschen, um in Personenbezeichnungen neben männlichen und weiblichen auch weitere Geschlechter und Geschlechtsidentitäten typografisch sichtbar zu machen und einzubeziehen (vergleiche Divers, Drittes Geschlecht). Das traditionell nur als Satzmittezeichen verwendete Schriftzeichen wird hierbei genutzt zur Vermeidung von generischen Maskulinformen (Mitarbeiter), um in der verkürzten Paarform (Mitarbeiter/-innen) den Schrägstrich zu ersetzen und die Bedeutung zu erweitern: Mitarbeiter:innen. Im Singular kann auch eine Person bezeichnet werden, die nicht männlich oder weiblich ist (nichtbinär): Alex ist ein:e Mitarbeiter:in. Unpassend ist der Doppelpunkt, wenn sich nicht zwei einzeln lesbare Ausdrücke ergeben, beispielsweise bei „Kolleg:in“ (Kollege fehlt), bei Umlautungen wie „Ärzt:in“ (Arzt fehlt) oder bei nicht übereinstimmenden grammatischen Bezügen: „ein:e Abgeordnete:r“ (siehe Problemfälle bei Kurzformen).

Die Schreibweise mit Doppelpunkt ist eine Variation des 2003 vorgeschlagenen Gender-Gap (Mitarbeiter_innen) und des 2009 vorgeschlagenen Gendersternchens (Mitarbeiter*innen). Beim Vortragen kann der Doppelpunkt mit einer kurzen „Gender-Pause“ zwischen der männlichen Personenbezeichnung und der weiblichen Endung zum Ausdruck gebracht werden: Mitarbeiter-innen; Screenreader lesen ihn mit einer kleinen Sprechpause vor. Der Gebrauch des Doppelpunkts im Wortinneren ist allerdings nicht Bestandteil der amtlichen Rechtschreibung. Die Stadt Lübeck und einige Medien verwenden den Gender-Doppelpunkt seit 2019. Befürworter geben als Hauptargument eine gute Lesbarkeit an – demgegenüber erkennt die Gesellschaft für deutsche Sprache den Doppelpunkt, andere Genderzeichen oder Gender-Pausen nicht als geeignetes Mittel an, um diskriminierungsfreie Sprache umzusetzen. Der Rechtschreibduden führt den Doppelpunkt als Möglichkeit des „geschlechtergerechten Sprachgebrauchs“ auf.

Screenreader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Wortinneren oder zwischen zwei Artikeln (der:die) bewirkt der Doppelpunkt eine kleine Pause beim Vorlesen durch Screenreader (Mitarbeiter: in); dies entspricht dem Effekt eines Glottisschlags (siehe Aussprache von Genderzeichen und Kritiken). Weil er problemlos vorlesbar ist, erfüllt der Gender-Doppelpunkt die Barrierefreiheit für sehbehinderte oder blinde Menschen; Brailleschrift-Displays verarbeiten meist nur die Ausgabe eines Screenreaders.[1] In Lübeck wurde die Entscheidung für den Doppelpunkt getroffen, weil er beim Vorlesenlassen der städtischen Website nicht gesprochen werde, im Unterschied zu anderen Genderzeichen.[2] Neben der HRM-Redaktion weist auch das Kommunikationsportal pressesprecher.com ausdrücklich auf die Barrierefreiheit für Sehbehinderte hin: „Heute ist der Doppelpunkt im Gegensatz zum Genderstern barrierefrei auch für Sehbehinderte und – verglichen mit anderen Möglichkeiten inkludierender Sprache – minimalinvasiv.“[3][4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Möglichkeit, den Doppelpunkt zum Gendern in der deutschen Schriftsprache zu verwenden, kam erstmals Ende 2015 in Umlauf, als die Organisatoren des Fusion Festivals bei einer Ticketlotterie die „glücklichen Gewinner:innen“ benachrichtigten.[5] 2016 wurde dann auf den Festivalseiten von „Fusionist:innen“ gesprochen.[6] Diesen Ursprung der Verwendung des Gender-Doppelpunkts recherchierte 2016 ein Beitrag im feministischen Blog kleinerdrei. Dazu befragt, kannte Lann Hornscheidt (geschlechtsneutraler Titel: Profex Drex für Prof. Dr.[7]) die Schreibweise noch nicht und befürwortete sie als eine Möglichkeit. Zur Frage, wer sie erfunden habe, konnte nur in Erfahrung gebracht werden, dass die Gewinnbenachrichtigung seinerzeit „halt eine:r geschrieben hatte“.[5]

Der Doppelpunkt, früher Kolon genannt, gehört neben dem Punkt zu den ältesten Satzzeichen der deutschen Sprache. Er wird seit über 1000 Jahren verwendet, zunächst nur, um eine Sprechpause zu markieren oder als Lesehilfe zur Worttrennung; ab dem 17. Jahrhundert steht er vor Aufzählungen, Zitaten und direkter Rede.[8] Gewöhnlich dient der Doppelpunkt als Übergangs- und Ankündigungszeichen.[9]

Ende 2018 erwähnte ein Beitrag im Deutschlandfunk zum Gendersternchen: „neuerdings sieht man auch manchmal einen Doppelpunkt an dieser Stelle.“[10] Im April 2019 meinte das Onlinemagazin jetzt.de, der Gender-Doppelpunkt sei eine Variante des Gender-Schrägstrichs („Schüler/in“).[11] Einige Monate später erklärte der Sprachwissenschaftler Karsten Rinas auf die Frage, was er von dem Genderzeichen halte: „definitiv wäre der Doppelpunkt besser zu lesen als der Stern, aber die Frage, wie man dann in der Sprachkultur damit umgeht, die ist sicherlich noch nicht definitiv beantwortet.“[12]

Rechtschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verwendung eines Doppelpunkts im Inneren eines Worts ist nicht Bestandteil der offiziellen Rechtschreibregeln.

Rat für deutsche Rechtschreibung

Im November 2018 analysierte der Rat für deutsche Rechtschreibung (RdR) die Vorkommen von Genderstern, Gender-Gap und Binnen-I in verschiedenen Textsorten und dazu bestehende Leitlinien, berücksichtigte aber den Doppelpunkt noch nicht. Zur weiteren Entwicklung schrieb der Rat:

„Dabei wird es wie bisher auch in Zukunft in unterschiedlichen Gruppen und Gemeinschaften unterschiedliche Schreibweisen zur Darstellung der unterschiedlichen Geschlechter geben. Diese müssen zur Kenntnis genommen und geprüft werden, sie können aber nicht jeweils für sich Allgemeingültigkeit und Verbindlichkeit für die geschriebene Sprache beanspruchen. […]
Der Rat wird auch weiterhin hierzu Analysen zum Schreibgebrauch in verschiedenen Medien und Gruppen von Schreibenden vornehmen.“[13]

Duden

Das Duden Handbuch geschlechtergerechte Sprache erklärte im April 2020 zur Normierung:

„Aktuell, im Frühjahr 2020, sind diese Möglichkeiten, d. h. Binnen-I, Genderstern, Gendergap, Doppelpunkt und Mediopunkt zwar noch nicht Bestandteil der amtlichen Rechtschreibung, doch sind die drei zuerst genannten als weitverbreitete und legitime Mittel des Strebens nach geschlechtergerechtem schriftlichen Ausdruck durchaus anerkannt und werden auch in den Sitzungen des Rats für deutsche Rechtschreibung zumindest diskutiert […].“

Im August 2020 erschien die 28. Auflage des Rechtschreibdudens mit einer dreiseitigen Übersicht Geschlechtergerechter Sprachgebrauch, in der keine Regeln oder Normen vorgegeben, sondern nur Möglichkeiten aufgezeigt werden, die aktuell im Deutschen zur geschlechtergerechten Formulierung zu finden sind. Zum Doppelpunkt wird erklärt: „Vom amtlichen Regelwerk nicht abgedeckt sind Schreibweisen wie die folgenden: […] mit Gender-Gap (Unterstrich; Doppelpunkt): Schüler_innen; Schüler:innen“.[15]

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Verfassungsurteilen zur dritten rechtlichen Geschlechtsoption „divers“ 2017 in Deutschland und 2018 in Österreich erschienen zahlreiche angepasste Leitfäden zur geschlechtergerechten Sprache; einige Behörden und Verwaltungen entschieden sich nach internen Abstimmungsprozessen offiziell dafür, auf zweigeschlechtliche Paarformen zu verzichten und zur Inklusion aller Geschlechter und Geschlechtsidentitäten den Doppelpunkt als Genderzeichen bei abkürzenden Schreibweisen zu verwenden.

Stadtverwaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lübeck

In der Hansestadt Lübeck wurde zunächst im Juni 2019 auf einer Bürgerversammlung mehrheitlich für eine geschlechtergerechte Sprache gestimmt; im September beschloss dann die Mehrheit im Hauptausschuss der Bürgerschaft, dass alle politischen Anträge gendergerecht formuliert werden sollten.[16] Zum Jahreswechsel 2020 veröffentlichte die Stadtverwaltung einen Sprachleitfaden mit Geschäftsanweisung, der in erster Linie geschlechtsneutrale Formulierungen empfiehlt. „Falls dies nicht möglich ist, darf der Gender:Doppelpunkt verwendet werden, wie zum Beispiel Bewohner:innen oder Kolleg:innen. Der Doppelpunkt zwischen der maskulinen und femininen Endung soll in der Schriftsprache als Darstellungsmittel aller sozialen Geschlechter und Geschlechtsidentitäten dienen. Ziel ist es, den Geschlechterdualismus aufzuheben.“ Die neue Sprachregelung sei im gesamten Schriftverkehr in allen Bereichen der Stadtverwaltung anzuwenden, auch in den Eigenbetrieben.[17][18]

Die örtlichen Lübecker Nachrichten würden sich der gegenderten Schreibweise nicht anschließen, erklärte ihr Chefredakteur; nur hin und wieder werde in Artikeln die Beidnennung genutzt.[19] Der konservative Verein Deutsche Sprache nannte den Gender-Doppelpunkt eine regelwidrige „grässliche Monstrosität“.[20] Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) erwiderte auf Bedenken: „Wir wollen als Verwaltung diskriminierungsfrei kommunizieren“ (vergleiche Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz). Mitglieder der Verwaltung hätten keine Sanktionen zu befürchten, wenn sie den Doppelpunkt oder andere Empfehlungen zur Gendersprache nicht benutzten.[21]

Hochschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Januar 2020 verwendet die Technische Universität Dresden neben geschlechtsneutralen Formulierungen den Gender-Doppelpunkt für die interne und externe Kommunikation – Paarformeln oder Binnen-I werden als zweigeschlechtlich abgelehnt.[22]

Ab April 2020 benutzt die Bauhaus-Universität Weimar den Doppelpunkt, neben Sternchen und Unterstrich und geschlechtsneutralen Formulierungen; auch hier werden zweigeschlechtliche Ausdrucksweisen abgelehnt.[23]

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im November 2019 erklärte die Internetplattform abgeordnetenwatch.de, auf ihren Seiten als gendergerechte Sprache grundsätzlich den Doppelpunkt zu verwenden: „Nutzer:innen, Bürger:innenbeteiligung“; als Hintergrund wurde die kleinerdrei-Recherche[5] von 2016 verlinkt.[24]

Im Januar 2020 begründete die Nachrichten-Website netzpolitik.org, sie verwende „Schreibweisen mit Gendersternchen, Doppelpunkt oder Nennung beider Geschlechter […,] um die Vielfalt der Geschlechter sichtbar zu machen […] Geschlecht kam noch nie in nur zwei Varianten daher, es ist ein Spektrum der Möglichkeiten.“[25]

Im März 2020 vor dem Weltfrauentag erklärte das Verbandsorgan des Bundesverbands der Kommunikatoren pressesprecher.com, nur noch den Gender-Doppelpunkt zu verwenden: „Politiker:innen“.[3] Das Schwestermagazin HRM Online hatte die Verwendung des Doppelpunkts bereits im Januar begründet: „sprechen wir damit neben Männern explizit auch Frauen an und Menschen, die sich weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuordnen können“.[4]

Im Oktober 2020 gab die Redaktion der Frankfurter Rundschau bekannt, gendergerechte Schreibung zu verwenden; sechs Wochen zuvor hatten Redaktionsmitglieder mit eigenen Artikeln Stellung bezogen zur Frage „Wie gendern?“ und die Leserschaft zur Diskussion aufgerufen: „Wir haben uns entschieden: Das generische Maskulinum wird in der FR kein Standard mehr sein. Es lässt sich leicht ersetzen: durch geschlechtsneutrale Begriffe oder Partizipialformen. Sehr oft, aber nicht immer. Deshalb werden wir auch den Doppelpunkt nutzen (der das dritte Geschlecht mit umfasst). Nicht inflationär, denn wir nehmen die Sorge um die Lesbarkeit von Texten ernst. Aber genau diese Sorge spricht für den Doppelpunkt – mehr als für andere Sonderzeichen: Er schmiegt sich unauffällig ins Schriftbild ein.“[26]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Befürwortung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Vorteilen des Doppelpunkts als Mittel gendergerechter Schreibung wird neben der Barrierefreiheit für Screenreader vor allem der günstige Lesefluss angeführt:

  • Die Stadt Lübeck erklärte Ende 2019 in ihrem Leitfaden für gendersensible Sprache zur Begründung: „Der Doppelpunkt zieht das Wort nicht auseinander wie der Unterstrich oder das Sternchen und bezieht trotzdem alle Personen mit ein (anders als z. B. die bisherige Variante mit dem Binnen-I).“[18] Mit ähnlichem Wortlaut hatte dies bereits die kleinerdrei-Recherche 2016 angemerkt.[5] Die städtische Gleichstellungsbeauftragten Elke Sasse erläuterte, dass der Doppelpunkt „gut verständlich“ sei und den Lesefluss nicht störe.[16]
  • Die Internetplattform abgeordnetenwatch.de entschied sich im November 2019 für den Gender-Doppelpunkt: „Er soll alle Geschlechter ansprechen und gilt als gut lesbare und gendergerechte Schreibweise.“[24]
  • Das Kommunikationsportal pressesprecher.com erklärte im März 2020, der Doppelpunkt sei „– verglichen mit anderen Möglichkeiten inkludierender Sprache – minimalinvasiv.“[3]
  • Peter Weissenburger, taz-Redakteur, erwähnte im August 2020: „Mittlerweile ist auch der Doppelpunkt ‚:‘ häufiger zu sehen, meistens mit dem Argument, dass er von allen Schreibweisen am wenigsten das Schriftbild stört.“[27]
  • Der Chefredakteur der Frankfurter Rundschau Thomas Kaspar sprach sich im September 2020 für den „Doppelpunkt im Wort“ aus: „Mein Diskussionsvorschlag für die Schreibung in der Frankfurter Rundschau ist der Doppelpunkt im Wort. Also ‚Leser:innen‘ und ‚Hörer:innen‘. Nicht nur, dass Vorleseprogramme diese Form problemlos bewältigen, schon bald gewöhnt sich das Auge beim Lesen und Schreiben daran.“[28]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Missy-Redakteurin Marie Hecht kritisierte Mitte 2020 am Gender-Doppelpunkt, dass er für die gewollte Dekonstruktion einer zweigeschlechtlich gedachten Sprache nicht geeignet sei, „denn man kann ihn schnell überlesen [… er] kann den inklusiven Charakter des Gendersternchens bisher nicht ersetzen.“[29]

Gesellschaft für deutsche Sprache

Die Gesellschaft für deutsche Sprache veröffentlichte Mitte 2020 ihre Leitlinien der GfdS zu den Möglichkeiten des Genderings, in denen auch auf Probleme des Gender-Doppelpunkts eingegangen wird:[9]

„Der Doppelpunkt wird von der Gesellschaft für deutsche Sprache nicht empfohlen. Gewöhnlich dient er als Übergangs- und Ankündigungszeichen und verursacht nicht wenige grammatische Probleme:
Dies ist der Fall bei Umlautungen – nicht: Ärzt:in, Bauer:in.
[…] bei flektierten Formen – nicht: Kolleg:in, Ärzt:innen, den Schüler:innen.
[…] besser nicht: die:der Schüler:in und ihre:seine Eltern, ein:e gute:r Schüler:in. […] besser nicht: die Schüler:in und ihre Eltern. […]
Werden Personenbezeichnungen mit Doppelpunkt vorgelesen, erwecken sie den Anschein, nur das weibliche Geschlecht sei gemeint.“

Im August 2020 gab die GfdS in einer Pressemitteilung bekannt, dass neben Gender-Doppelpunkt auch „Gendersternchen und Co. mit deutscher Rechtschreibung nicht konform“ und keine geeignete Mittel zur Umsetzung einer diskriminierungsfreien Sprache seien (siehe GfdS-Kritik am Genderstern).[30]

Duden-Redaktion

Im September erklärte Kathrin Kunkel-Razum, Leiterin der Duden-Redaktion, auf die Frage, wie sie den Gender-Doppelpunkt fände:[31]

„Wir finden den Doppelpunkt nicht günstig gewählt, weil der in der Sprache, im Satzbau beispielsweise, so klar mit bestimmten Funktionen belegt ist. Natürlich steht das Sternchen als Zeichen auch für andere Funktionen, aber die sind nicht so nah an Grammatik oder Satzgliederung wie der Doppelpunkt. Von daher raten wir eher von ihm ab.“

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuelle Materialsammlung Portal Frauen: Gendersprache – aktuelle Materialien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiktionary: Doppelpunkt – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christine Ivanov: „Mitarbeiter:innen“ – Gendern mit Doppelpunkt. In: sprachbewusst.de. 11. Februar 2020, abgerufen am 29. April 2020.
  2. VG: Lübeck – Gender-Sprache: Doppelpunkt aus technischen Gründen. In: hl-live.de. 29. Januar 2020, abgerufen am 18. März 2020 (Projekt von freien Journalisten).
  3. a b c Redaktion: Gendergerechte Sprache: Zwei Punkte für ein Halleluja. In: Pressesprecher.com. 6. März 2020, abgerufen am 18. März 2020; Zitat: „Ab sofort gendert pressesprecher online […] verwenden wir Kommunikator:innen, manchmal vielleicht auch Kommunizierende, wenn wir alle meinen, die professionell kommunizieren. Wenn es Sinn ergibt, schreiben wir zukünftig Sprecher:in statt nur Sprecher, Journalist:in statt nur Journalist. Wir berichten über Manager:innen und Politiker:innen, freuen uns über jede:n Gastautor:in statt nur über jeden Gastautor.“
  4. a b HRM-Redaktion: Warum wir ab jetzt doppelpunkten. In: HRM Online. 20. Januar 2020, abgerufen am 18. März 2020.
  5. a b c d Katharina Meyer zu Eppendorf: „Alles Handeln ist politisch“ – ein Plädoyer für das Gendern mit Doppelpunkt und ein Gespräch mit Lann Hornscheidt. In: kleinerdrei.org. 26. September 2016, abgerufen am 16. März 2020 (Meyer zu Eppendorf war 2014 Gründerin des Studentenmagazins Philipp und bis 2017 Chefredakteurin).
  6. Programmankündigung: No ticket – no entry. In: Fusion-Festival.de. 2016, abgerufen am 16. März 2020.
  7. Selbstdarstellung: Lann Hornscheidt. Eigene Website, Dezember 2019, abgerufen am 19. Juli 2020 (Foto von 2013).
  8. Marie Beschorner: Geschichte der deutschen Sprache: Die Entwicklung der Interpunktion. In: Uni-Bielefeld.de. 9. Mai 2009, abgerufen am 18. März 2020 (Ausarbeitung an der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft); Zitat: „Bis ins 9. Jahrhundert hinein sind Punkt (er ist das älteste Satzeichen) und Doppelpunkt gebräuchliche Zeichen […] Der Doppelpunkt, der zunächst meist eine ähnliche Funktion wie der Punkt […] erfüllte (also Sprechpausen markierte), […] steht vor Aufzählungen und vor direkter Rede […]“.
  9. a b Gesellschaft für deutsche Sprache: Leitlinien der GfdS zu den Möglichkeiten des Genderings. In: Der Sprachdienst. Nr. 1–2, 2020, Abschnitt 4. d) Doppelpunkt (online auf gfds.de).
  10. Monika Dittrich (Redakteurin): Er, sie, * : Die Genderfrage im Rechtschreibrat. In: Deutschlandfunk. 15. November 2018, abgerufen am 18. März 2020.
  11. Berit Dießelkämper: Hauptsache: Gendern – Welche Formen der gendersensiblen Sprache gibt es? In: Jetzt.de. 20. April 2019, abgerufen am 18. März 2020.
  12. Karsten Rinas, interviewt von Florian Felix Weyh: Zeichensetzung: Linguist über Kommaregeln, Rufzeichen und Gendersternchen. In: Deutschlandfunk. 11. August 2019, abgerufen am 18. März 2020 (Abschnitt Gendersprache: „Kann es sein, dass der Doppelpunkt eine neue Funktion kriegt?“).
  13. Rat für deutsche Rechtschreibung – Pressemeldung: Empfehlungen zur „geschlechtergerechten Schreibung“ – Beschluss des Rats für deutsche Rechtschreibung vom 16. November 2018. Mannheim, 16. November 2018 (PDF: 422 kB, 2 Seiten auf rechtschreibrat.com).
  14. Gabriele Diewald, Anja Steinhauer: Duden Handbuch geschlechtergerechte Sprache: Wie Sie angemessen und verständlich gendern. Herausgegeben von der Duden-Redaktion. Dudenverlag, Berlin April 2020, ISBN 978-3-411-74517-3, S. 127: Anmerkung zur Normierung.
  15. Duden-Redaktion (Hrsg.): Duden: Die deutsche Rechtschreibung (= Der Duden. Band 1/12). 28., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Berlin August 2020, ISBN 978-3-411-04018-6, S. 112–114: Geschlechtergerechter Sprachgebrauch, hier S. 112 (online auf duden.de).
  16. a b Kai Dordowsky, Jan Wulf: Gender-Doppelpunkt: Lübecks neue Regeln lösen Debatte aus. In: Lübecker Nachrichten. 2. Januar 2020, abgerufen am 18. März 2020 (im September 2020 hinter einer Paywall).
  17. Hansestadt Lübeck, Pressemeldung: Lübeck führt einheitliche geschlechtergerechte Sprache ein: Gender:Doppelpunkt als Darstellungsmittel aller sozialen Geschlechter und -identitäten. In: Luebeck.de. 30. Dezember 2019, abgerufen am 18. März 2020
  18. a b Hansestadt Lübeck, Frauenbüro: Leitfaden für gendersensible Sprache bei der Hansestadt Lübeck. 2. Dezember 2019, S. 4 (PDF: 704 kB, 12 Seiten auf luebeck.de).
  19. Katalin Valeš: Der Lübecker Doppelpunkt und die lokale Presse. In: genderleicht.de. 22. Januar 2020, abgerufen am 18. März 2020.
  20. Göran Schattauer: „Grässlich, monströs, regelwidrig“ – „Lübecker:innen“: Sprachhüter rufen zur Rebellion gegen Gender-Schreibe auf. In: Focus Online. 3. Januar 2020, abgerufen am 18. März 2020.
  21. Luisa Houben: Gendersensible Sprache – Nervig oder notwendig? In: ZDF. 13. Januar 2020, abgerufen am 18. März 2020 (Pro und Kontra: Bürgermeister Jan Lindenau vs. Sabine Mertens, VDS).
  22. Technische Universität Dresden, Gleichstellungsbeauftragte: AG Sprache: Stand und Ausblick. Dresden, 15. Januar 2020, S. 8 (PDF: 208 kB, 12 Seiten auf tu-dresden.de; Infoseite).
  23. Bauhaus-Universität Weimar, Gleichstellungsbüro: Sprache gemeinsam verändern: Anregungen zum gendersensiblen Formulieren. Weimar, 27. April 2020 (PDF: 484 kB, 3 Seiten auf uni-weimar.de; Infoseite).
  24. a b Redaktion: Über uns: Gleichberechtigung, Umweltschutz und soziales Engagement. In: abgeordnetenwatch.de. 2. November 2019, abgerufen am 18. März 2020 (siehe dort auch den letzten Abschnitt Gendergerechte Sprache).
  25. Redaktion: Warum wir geschlechtergerechte Sprache verwenden. In: netzpolitik.org. 13. Januar 2020, abgerufen am 18. März 2020.
  26. Karin Dalka (stellvertretende Chefredakteurin): Editorial: Liebe Leserinnen und Leser, die FR wird in ihren Texten die Vielfalt der Gesellschaft noch genauer abbilden. In: Frankfurter Rundschau. 16. Oktober 2020, abgerufen am 17. Oktober 2020. Ebenda:
    Thomas Kaspar (Chefredakteur): Editorial: Wie gendern? 4. September 2020.
    Karin Dalka: Gender: Der schwangere Patient. 4. September 2020.
    Michael Bayer (stellvertretender Chefredakteur): Gendern: Von Eckrentnern und Demonstranten. 4. September 2020.
  27. Peter Weissenburger (taz-Redakteur): Sprache, Sex und Gender: Hey, was ist dein Geschlecht? In: taz.de. 30. August 2020, abgerufen am 5. September 2020.
  28. Thomas Kaspar: Editorial: Wie gendern? In: Frankfurter Rundschau. 4. September 2020, abgerufen am 5. September 2020
  29. Marie Hecht: Gendersensible Sprache: Wo bleibt der Freiraum? In: Neues Deutschland. 9. Mai 2020, abgerufen am 25. August 2020.
  30. Gesellschaft für deutsche Sprache: Pressemitteilung GfdS: Gendersternchen und Co. mit deutscher Rechtschreibung nicht konform. In: GfdS.de. 13. August 2020, abgerufen am 25. August 2020.
  31. Kathrin Kunkel-Razum, interviewt von Sabine Hamacher: Duden-Chefin im Interview: „Am Ende verstehen die Leute, warum Gendern wichtig ist“. In: Frankfurter Rundschau. 4. September 2020, abgerufen am 5. September 2020