Gendersternchen

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Lehrer*in
Das Sternchen als Genderzeichen zur
Abkürzung der Paarform „Lehrer / Lehrerin“
und zur Inklusion nichtbinärer Personen

Gendersternchen oder Genderstern, auch Gender-Star (von englisch gender [ˈdʒɛndɐ] „soziales Geschlecht“), bezeichnet die Verwendung des Sternchens (Asterisk) als Mittel der gendersensiblen Schreibung im Deutschen, um als Platzhalter in Personenbezeichnungen zwischen männlichen und weiblichen auch nichtbinäre, diversgeschlechtliche Personen typografisch sichtbar zu machen und einzubeziehen (vergleiche Soziale Inklusion, Diversity Management). Das Schriftzeichen * wird hierbei genutzt zur Vermeidung von generischen Maskulinformen (Künstler), um in der verkürzten Paarform (Künstler/-innen) den Schrägstrich zu ersetzen und die Bedeutung zu erweitern: Künstler*innen. Im Singular kann auch eine Person bezeichnet werden, die nicht männlich oder weiblich ist: Alex ist ein*e Künstler*in. Unpassend kann das Sternchen sein, wenn sich nicht zwei einzeln lesbare Ausdrücke ergeben, beispielsweise bei „Kolleg*in“ (Kollege fehlt), bei Umlautungen wie „Ärzt*in“ (Arzt fehlt) oder bei nicht übereinstimmenden grammatischen Bezügen beider Formen: „ein*e Abgeordnete*r“ (siehe Problemfälle bei Kurzformen).

Nachdem in den 1990er-Jahren die Schreibweise trans* aufgekommen war, um mit dem Sternchen Transgeschlechtlichkeit zu symbolisieren, wurde das Zeichen 2009 als Genderstern vorgeschlagen, als Weiterentwicklung der 2003 vorgeschlagenen Schreibweise mit Gender-Gap (Künstler_innen). Das Wort „Gendersternchen“ wurde 2018 zum Anglizismus des Jahres gewählt. Beim Vortragen können Genderzeichen zu einer Beidnennung aufgelöst (Künstler und Künstlerinnen) oder mit einer kurzen Sprechpause zum Ausdruck gebracht werden: [ˈkʏnstlɐʔɪnən] Künstler-innen, was einem Glottisschlag entspricht und „Gender-Pause“ genannt wird. Der Gebrauch eines Sternchens im Wortinneren ist allerdings nicht Bestandteil der amtlichen Rechtschreibung. 2020 führt der Rechtschreibduden das Sternchen als „vom amtlichen Regelwerk nicht abgedeckte“ Möglichkeit des „geschlechtergerechten Sprachgebrauchs“ auf. 2021 empfiehlt der Rat für deutsche Rechtschreibung zwar nicht die Aufnahme des Gendersterns ins offizielle Regelwerk, beobachtet ihn und andere mehrgeschlechtliche Schreibweisen jedoch weiterhin. Die Gesellschaft für deutsche Sprache erkennt das Sternchen, andere Genderzeichen oder Gender-Pausen nicht als geeignete Mittel an, um diskriminierungsfreie Sprache umzusetzen. Neben dem ZDF nutzen auch andere Medien das Sternchen zum Gendern; einige Behörden und Verwaltungen im deutschsprachigen Raum empfehlen in ihren Sprachleitfäden seine Verwendung für die interne und externe Kommunikation, etwa die Stadtverwaltung Hannover und die Universität Wien. Anstelle des Sternchens verwenden die Stadt Lübeck und einige Medien seit 2019 den Gender-Doppelpunkt (Mitarbeiter:innen).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühe Vorkommen von Doppelnennungen finden sich beispielsweise im Jahr 1478 in einer Nürnberger Polizeiverordnung, die verfügt, „dass kein Bürger oder Bürgerin, Gast oder Gästin in dieser Stadt Nürnberg […] betteln soll“.[1] Im 19. Jahrhundert entwickelte sich für paarige Personenbezeichnungen eine verkürzende Schreibweise mit Klammern, bei der die weibliche Wortendung eingeklammert an die männliche Bezeichnung angehängt wird: Lehrer(innen). Ab den 1940ern verbreitete sich die Schreibweise mit Schrägstrich plus Bindestrich: Lehrer/-innen. Im Rahmen der zweiten Frauenbewegung ab den 1960ern wurde der Schrägstrich verstärkt eingesetzt, um Frauen sichtbar zu machen, während allgemein noch der Gebrauch von rein männlichen Personenbezeichnungen zur geschlechtlichen Verallgemeinerung üblich war (generisches Maskulinum: alle Lehrer).

Ab den späten 1970er-Jahren entwickelte die Feministische Linguistik das Konzept der „geschlechtergerechten Sprache“ und passende Formulierungsmöglichkeiten, um Frauen auch sprachlich gleich zu behandeln. Befördert wurde diese Entwicklung durch die UN-Konvention zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau im Jahr 1979 und den von den Vereinten Nationen 1987 veröffentlichten Guide to Non-Sexist Language (Leitfaden für einen nicht-sexistischen Sprachgebrauch).[2]

1981 war der Vorschlag aufgekommen, den Schrägstrich mit dem nachfolgenden kleinen „i“ zum Großbuchstaben „I“ zusammenzuziehen, als „Binnen-I“ bezeichnet: LehrerInnen. Daran kritisierte in der Folge die Queer-Theorie, dass mit dem Binnen-I nur die Zweigeschlechtlichkeit betont werde, aber nichtbinäre Geschlechtsidentitäten und intergeschlechtliche Personen sprachlich ausgeschlossen blieben (vergleiche Gender).[3][4]

Im Jahr 2003 wurde vorgeschlagen, die zweigeschlechtlichen Kurzformen mit Schrägstrich oder Binnen-I durch einen Unterstrich zwischen der männlichen Wortform beziehungsweise dem Wortstamm und der weiblichen Endung zu erweitern, um „einen anderen Ort von Geschlechtlichkeit“ zu öffnen: Lehrer_innen.[5] Diese genderinkludierende Schreibweise wurde im Anschluss als Gender-Gap oder Gendergap bezeichnet („Geschlechter-Lücke“).

Trans-Sternchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schriftzeichen Sternchen (Asterisk *) wird seit über 50 Jahren auf Computersystemen unter anderem als Platzhalter (Wildcard) für eine beliebige Zeichenkette verwendet; beispielsweise zeigt eine Windows-Suche nach *.txt alle vorhandenen Textdateien an, wobei der hochgestellte Stern beliebige Dateinamen repräsentiert. In Suchfeldern würde die Eingabe A* alle Ergebnisse anzeigen, die mit dem Buchstaben „A“ beginnen.

Die früheste Nutzung des Sternchens (englisch asterisk oder star) als Bestandteil eines Wortes findet sich in den 1990er-Jahren in der Bezeichnung trans* in englischsprachigen LGBT-Communities, benannt als trans asterisk oder trans star. Das erklärte der britische Lexikograf Jonathan Dent 2018 zur Aufnahme des Worts in das Oxford English Dictionary; die Bedeutung lautet:[6]

trans*: ursprünglich gebraucht, um ausdrücklich sowohl transsexuelle als auch transgender oder (heute normalerweise) daneben auch genderfluide, agender und weitere Geschlechtsidentitäten einzuschließen“

trans*: originally used to include explicitly both transsexual and transgender, or (now usually) to indicate the inclusion of gender identities such as gender-fluid, agender, etc., alongside transsexual and transgender“

Oxford English Dictionary (2018)

2002 schrieb Alexander Regh in seinem Buchbeitrag Transgender in Deutschland zwischen Transsexuellen-Selbsthilfe und Kritik an der Zweigeschlechterordnung: Quo vadis, Trans(wasauchimmer)?, dass sich die Bezeichnungen trans* und Trans*-Mensch in selbstbestimmten Trans-Communities in Deutschland seit Mitte der 1990er-Jahre zu etablieren begannen.[7][8] Der von Regh und anderen im Mai 1999 in Köln gegründete Selbsthilfeverein TransMann e. V. nutzt die beiden Schreibweisen Trans* und adjektivisch trans* seit dem Jahr 2000 auf seiner Website.[9]

2012 verdeutlichte der US-amerikanische Autor und Aktivist Sam Killermann in einer online verbreiteten Grafik, welche Bedeutungen das Sternchen am Wort trans habe: Es stehe für ein Spektrum von Transgender-Geschlechtsidentitäten im Unterschied zu Cisgender-Frauen und -Männern (die sich mit ihrem Geburtsgeschlecht identifizieren). Killermann nennt nichtbinär, genderqueer („quer zu den Geschlechtern“), bigender („beidgeschlechtlich“), Two-Spirit („Zweigeist“), androgyn („zwitterhaft“), drittes Geschlecht und neun weitere Varianten.[10][11] 2014 stellte ein US-amerikanischer Artikel unter dem Titel Asterisk fest, dass die Schreibweise trans* ab 2010 in Online-Gender-Communities gebräuchlich geworden sei, nachdem sie in den Jahren zuvor nur gelegentlich online oder in Druckwerken aufgetaucht war.[12][11]

Genderstern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufkleber auf einem Hinweis­schild in Kiel an der Hörnbrücke (2015)
„Gottesdienstbesucher*innen“ in einem Hinweis zu Gottesdiensten der Dreieinig­keitskirche in Hof (2020)
Schild für ein Bürger-Begegnungs-Zentrum mit „*innen“-Aufkleber in Berlin-Wedding (2021)

2009 findet sich der Asterisk als Genderstern im Leitfaden zum geschlechtergerechten Sprachgebrauch von Beatrice Fischer und Michaela Wolf am Zentrum für Translationswissenschaft der Universität Wien, gedacht zur Verwendung in Lehrveranstaltungen und wissenschaftlichen Arbeiten: „Das Gender Gap kann auch mit einem Sternchen * zum Ausdruck gebracht werden.“ Hierbei wird der Unterstrich (Akademiker_innen) ersetzt durch den Stern: Akademiker*innen.[13]

2010 erwähnt ein Gutachten der deutschen Antidiskriminierungsstelle des Bundes die Schreibweise mit Sternchen in Zusammenhang mit intergeschlechtlichen und Transgender-Personen: „Trans* ist ein recht junger, im deutschsprachigen Raum inzwischen verbreiteter, weit gefasster Oberbegriff für eine Vielfalt von Identitäten und Lebensweisen. Dabei dient der Stern * als Platzhalter für diverse Komposita“ (Wortzusammensetzungen).[14]

Zunächst war das Sternchen nur im hochschulischen Umfeld gebräuchlich, ab 2015 trat es zunehmend auch in anderen Bereichen auf,[15] etwa in öffentlichen Verwaltungen und Institutionen.[16] In Dokumenten der deutschen Partei Bündnis 90/Die Grünen ist der Genderstern seit einem Parteitagsbeschluss von 2015 der „Regelfall“, um inter- und transgeschlechtliche Personen nicht zu diskriminieren.[17][18][15]

Für offizielle Schriftstücke des Berliner Senats wurde er 2017 eingeführt;[19][20] bereits in der Berliner Koalitionsvereinbarung war er 2016 verwendet worden.[21][22] Auch in einigen Organisationsnamen findet sich der Stern: Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen (ab 2013), Berufsverband Bildender Künstler*innen Berlin (ab 2017) oder Internationale Konföderation der Arbeiter*innen (ab 2018). Im Jahr 2017 gab es kurzzeitig das Online-Lexikon Agent*In. Im März 2021 nahm ein bundesweiter Zusammenschluss von Medienschaffenden den Genderstern in seinen Namen auf: Neue deutsche Medienmacher*innen.

Das Aktuelle Lexikon der Süddeutschen Zeitung vermerkt im Januar 2021 zum Gendersternchen: „Trotz reichlich Kritik: Das Sonderzeichen ist auch in Deutschland mitten in der Gesellschaft angekommen. Es dient einer geschlechtersensiblen und diskriminierungsfreien Sprache.“[23] Im Mai des Jahres werden im Wahlprogramm von Bündnis 90/Die Grünen insgesamt 348 Sternchen gezählt und 157 im Programm der SPD.[24]

Die deutsche Katholische Studierende Jugend (KSJ) hatte bereits 2020 die Sternchen-Schreibweise Gott* vorgeschlagen,[25] einige christliche Organisationen wie das ZdK oder die EKD verwenden das Sternchen zur Einbeziehung von Personen mit nichtbinärer Geschlechtsidentität; eine Ausstellung im Frankfurter Bibelhaus Erlebnismuseum trägt den Titel G*tt w/m/d – Geschlechtervielfalt seit biblischen Zeiten (Details).

Wortherkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Gendersternchen“ ist ein neugeprägtes Wort (Neologismus),[26] das sich erst Ende der 2010er-Jahre aus den ursprünglichen deutschen Bezeichnungen „Genderstar“ und „Gender-Star“ entwickelte. Diese Bezeichnung für das SchriftzeichenSternchen“ war eine Pseudo-Lehnwortbildung aus dem Englischen: gender meint das soziale Geschlecht und star einen Himmelsstern. „Sternchen“ (statt „Stern“) ist die in Typografie und Schriftwesen übliche Bezeichnung für das Schriftzeichen und eine Eindeutschung der auch gängigen Bezeichnung Asterisk (von lateinisch asteriscus „Sternchen“, zu aster und altgriechisch astēr „Stern“). Das Wort „Gendersternchen“ ist kein tatsächliches Lehnwort, weil das Zeichen in der englischen Schriftsprache nicht allgemein verwendet wird – im Englischen haben Personenbezeichnungen kein grammatisches Geschlecht und sind geschlechtsneutral (siehe Genderneutrale englische Sprache).[27]

Anglizismus des Jahres 2018

Das Wort „Gendersternchen“ wurde zum „Anglizismus des Jahres 2018“ gekürt. Damit war nicht seine Bedeutung als Genderzeichen gemeint, sondern nur die Wortbildung; der Juryvorsitzende Anatol Stefanowitsch fasste zusammen: „ob das Gendersternchen eine Bereicherung für die deutsche Sprache ist, bleibt abzuwarten – das Wort Gendersternchen ist es auf jeden Fall.“[28][27]

Rechtschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rat für deutsche Rechtschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Umgang mit dem Genderstern ist nicht Bestandteil der offiziellen Rechtschreibregeln.

2018 analysierte der Rat für deutsche Rechtschreibung (RdR) auch die Vorkommen des Gendersternchens in Textsorten und dazu bestehende Leitlinien und stellte zunächst im Vergleich zum Binnen-I fest: „die Frequenz dieser Form ist immer noch um den Faktor 15 größer als die des Asterisks. […] Mit der Frequenzsteigerung des Asterisks geht im Gegenzug die geschlechtergerechte Schreibung mit Paarformen zurück.“[16] In seinem Bericht wollte der Rat noch keine Empfehlung für die Aufnahme in die amtliche Rechtschreibung aussprechen, erklärte aber, dass „der gesellschaftliche Diskurs über die Frage, wie neben männlich und weiblich ein drittes Geschlecht oder weitere Geschlechter angemessen bezeichnet werden können, sehr kontrovers verläuft. Dennoch ist das Recht der Menschen, die sich weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zugehörig fühlen, auf angemessene sprachliche Bezeichnung ein Anliegen, das sich auch in der geschriebenen Sprache abbilden soll.“[29] Zum Genderstern sagte der Rat:

„Der in den letzten Jahren offenbar zunehmend zu beobachtende Ansatz, den Asterisk als verkürzte Schreibung für die Bezeichnung beider Geschlechter männlich – weiblich und eines dritten Geschlechts ‚divers‘ in bestimmten Textsorten (Stellenanzeigen, Aufstellungen in Listen, Überschriften u. Ä.) aufzunehmen, muss berücksichtigen, dass das Zeichen bereits in verschiedenen anderen Bereichen und Sachzusammenhängen genutzt wird: so etwa * = geboren, in der Computersprache als Platzhalter für eine beliebige Anzahl und Kombination von Buchstaben oder wie in der internationalen Linguistik auch in der Sprachwissenschaft des deutschen Sprachraums zur Bezeichnung ungrammatischer Formen. Auch in der schulischen Schreibkorrektur zeigt ein Stern * an, dass es sich um eine falsche Form handelt: (du) *gießst. Verschiedene Bedeutungen und Bedeutungsebenen eines Lemmas oder auch eines typografischen Zeichens sind allerdings nicht ungewöhnlich innerhalb semantischer Strukturen und bei gängigen linguistischen und lexikografischen Konventionen. Auch steht in den vorgenannten Fällen der Asterisk nicht im Wortinneren, daher besteht keine Verwechslungsgefahr.
[…] Zugleich ist die Einheitlichkeit der Schreibung in den verschiedenen Bereichen des gesamten deutschsprachigen Raums im Blick zu behalten. Auch ist der Asterisk nicht als einheitliche typografische Konvention allgemein anerkannt. Allerdings scheint angesichts der Entwicklung der letzten Jahre beim Asterisk anders als beim Gender-Gap und bei der x-Form im Bereich der Hochschulen und der öffentlichen Verwaltung (zumindest in Deutschland) Verständlichkeit und vermutlich auch Lesbarkeit gewährleistet zu sein. Die Frage der Rechtssicherheit und Eindeutigkeit und auch der Vorlesbarkeit bleibt offen.“

Im März 2021 bekräftigt der Rat „seine Auffassung, dass allen Menschen mit geschlechtergerechter Sprache begegnet werden soll und sie sensibel angesprochen werden sollen. Dies ist allerdings eine gesellschaftliche und gesellschaftspolitische Aufgabe, die nicht allein mit orthografischen Regeln und Änderungen der Rechtschreibung gelöst werden kann.“ Der Rat erklärte, „die Aufnahme von Asterisk (‚Gender-Stern‘), Unterstrich (Gender-Gap‘), Doppelpunkt oder anderen verkürzten Formen zur Kennzeichnung mehrgeschlechtlicher Bezeichnungen im Wortinnern in das Amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung [werden] zu diesem Zeitpunkt nicht empfohlen. […] Der Rat für deutsche Rechtschreibung wird die weitere Schreibentwicklung beobachten.“[30] Zu den Genderzeichen merkte der Rat an:

„Diese Zeichen haben zudem in der geschriebenen Sprache auch andere Bedeutungen, z. B. als Satzzeichen oder typografische Zeichen oder informatik- und kommunikationstechnische Zeichen. Ihre Nutzung innerhalb von Wörtern beeinträchtigt daher die Verständlichkeit, Vorlesbarkeit und automatische Übersetzbarkeit sowie vielfach auch die Eindeutigkeit und Rechtssicherheit von Begriffen und Texten. Deshalb können diese Zeichen zum jetzigen Zeitpunkt nicht in das Amtliche Regelwerk aufgenommen werden.“[31]

Duden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang 2020 nimmt der Online-Duden das Wort „Genderstern“ auf und nennt dazu zwei Beispiele: „der Genderstern bei ‚Lehrer*in‘; die Debatte um den Genderstern“. Die Bedeutung wird angegeben als:

„(bei Personenbezeichnungen) zwischen Wortstamm beziehungsweise maskuline Flexionsendung und feminine Flexionsendung gesetzter Asterisk, der der sprachlichen Gleichbehandlung aller Geschlechter dienen soll (z. B. Leiter*innen, Pilot*in)“

Duden online (Juli 2021)[32]

Der Eintrag Gendersternchen enthält nur „Verkleinerungsform zu Genderstern“.[32]

Das Handbuch geschlechtergerechte Sprache aus dem Dudenverlag erklärt zur Normierung:

„Aktuell, im Frühjahr 2020, sind diese Möglichkeiten, d. h. Binnen-I, Genderstern, Gendergap, Doppelpunkt und Mediopunkt zwar noch nicht Bestandteil der amtlichen Rechtschreibung, doch sind die drei zuerst genannten als weitverbreitete und legitime Mittel des Strebens nach geschlechtergerechtem schriftlichen Ausdruck durchaus anerkannt und werden auch in den Sitzungen des Rats für deutsche Rechtschreibung zumindest diskutiert – besonders der Gebrauch des Gendersterns wird von Rechtschreibrat intensiv beobachtet.“

Im August 2020 erscheint die 28. Auflage des Rechtschreibdudens mit einer dreiseitigen Übersicht Geschlechtergerechter Sprachgebrauch, in der keine Regeln oder Normen vorgegeben, sondern nur Möglichkeiten aufgezeigt werden, die aktuell im Deutschen zur geschlechtergerechten Formulierung zu finden sind.[34] Zur Schreibweise mit Sternchen erklärt der Duden:

„Vom amtlichen Regelwerk nicht abgedeckt sind Schreibweisen wie die folgenden: mit Genderstern (Asterisk): Schüler*innen […]
Es ist zu beobachten, dass sich die Variante mit Genderstern in der Schreibpraxis immer mehr durchsetzt. Zu finden ist sie besonders in Kontexten, in denen Geschlecht nicht mehr nur als weiblich oder männlich verstanden wird und die Möglichkeit weiterer Kategorien angezeigt werden soll.“

Rechtschreibduden (August 2020)[35]

DIN 5008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die im März 2020 erschienene Ausgabe der DIN 5008 Schreib- und Gestaltungsregeln für die Text- und Informationsverarbeitung listet unter den Beispielen zur Briefanrede eines mit Gendersternchen: „Sehr geehrter Regierender Bürgermeister, sehr geehrte Bezirksbürgermeister*innen“. Unter der Liste mit Beispielen erfolgt ein Hinweis: „Zunehmend ist zum Gendern auch die Verwendung von speziellen Zeichen, wie ‚*‘ oder ‚_‘ gängig. Es empfiehlt sich, die Entwicklung der deutschen Rechtschreibung zu beobachten.“[36] Weil DIN 5008 keine Rechtschreibungsfragen regelt,[37] widerspricht weder die Verwendung des Sternchens noch die eines anderen Zeichens an dieser Stelle den Regeln dieser Norm. In einem Informationsflyer nennt der herausgebende Westermann-Verlag das Sternchen unter anderem „Zeichen für gender-gerechte Sprache“ mit den Beispielen „Lehrer*innen, Kolleg*innen“ (die Beispiele sind nicht wörtlich der DIN 5008 entnommen).[38]

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab den 1980er-Jahren verpflichten zahlreiche Gesetze und amtliche Regelungen in den drei D-A-CH-Ländern, die Gleichstellung der Geschlechter durch ihre sprachliche Gleichbehandlung zum Ausdruck zu bringen (Chronologie). Nach der rechtlichen Anerkennung der dritten Geschlechtsoption „divers“ 2018 in Deutschland und 2019 in Österreich erscheinen zahlreiche angepasste Leitfäden und Richtlinien zur gendergerechten Sprache. Neben neutralen Formulierungen erlauben oder empfehlen nun viele Behörden und Verwaltungen offiziell auch den Genderstern (als typografisches Mittel), um in ihrer internen und externen Kommunikation neben Frauen und Männern auch nichtbinäre Personen anzusprechen und einzubeziehen. Im Personalwesen entwickelt sich der Umgang mit Personen dritten Geschlechts zu einer der Grundlagen von Diversity Management (siehe Diversität).

Vorkommen 1995–2019[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2020 führte das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache eine Analyse des Kern-Textkorpus des Rats für deutsche Rechtschreibung durch, um die Häufigkeiten der Varianten geschlechtergerechter Schreibung für den Ausdruck Bürger im Zeitraum von 1995 bis 2019 zu ermitteln – etwa 2 Mio. Treffern für die generische Maskulinform standen insgesamt nur 15.500 Treffer für „mehrere Geschlechter kennzeichnende Schreibungen“ gegenüber (weniger als 0,01 %, Häufigkeitsklasse 16, Frequenzklasse II), durchgehend angeführt vom Binnen-I:[39]

Varianten 1995 2000 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
BürgerIn 426 326 377 265 314 326 352 313 351 296 320 328 333
Bürger und
Bürgerin
41 225 270 229 282 247 235 246 175 188 166 205 268
Bürger*in 0 0 0 0 0 4 0 5 54 37 99 183 268
Bürger/in 18 53 46 37 31 39 40 35 27 42 41 37 40
Bürger/-in 1 4 13 19 33 40 31 13 19 17 16 13 21
Bürger_in 0 0 0 1 0 3 6 5 8 12 10 0 0

Ende 2020 berichtet Sabine Krome, Geschäftsführerin des Rechtschreibrats, dass bei den „Kurzformen des Genderns mit Satz- und Sonderzeichen […] der Stern mit rund 68 Prozent die am häufigsten belegte Form“ sei. „Danach folgen der Unterstrich, der Doppelpunkt und andere Zeichen.“[40] Laut einer empirischen Untersuchung von Duden-Redaktion und Leibniz-Institut, die das Nachrichtenmagazin Der Spiegel im März 2021 erwähnt, ist der Genderstern die am häufigsten verwendete „orthografische Variante“, vor Binnen-I, Unterstrich oder Doppelpunkt.[41]

LGBT-Zusammenhänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Bezug auf das LGBTQI*-Spektrum wird der Stern auch weiterhin wie selbstverständlich verwendet, um die geschlechtliche Vielfalt (Diversität) der Menschen zu verdeutlichen: inter* und trans* Personen, Trans*Personen.[42][43] Ende 2020 erscheint eine Studie der deutschen Antidiskriminierungsstelle des Bundes, die den Gebrauch des Gendersterns auch weiterhin als Grundlage empfiehlt: „Mit dem Gendersternchen oder Asterisk * möchten wir die Vielfalt inter- und transgeschlechtlicher Realitäten und Körperlichkeiten abbilden.“[44] Ende 2020 erscheint ein Leitfaden des Bundesverbandes der Kommunikatoren (BdKom), der auch die Verkürzung des Adjektivs transgender bekräftigt: „Die beiden Adjektive trans* und inter* können auch ohne Stern verwendet werden. Eine andere akzeptierte Bezeichnung ist trans- oder intergeschlechtliche Person.“[45] Die Website RTL.de erklärt im Juni 2021: „LSBTIQ* ist eine Abkürzung für lesbisch, schwul, bisexuell, trans, inter, queer, *. […] Das Sternchen soll zeigen, dass es noch weitaus mehr als die genannten Buchstaben gibt. Darüber hinaus wird es auch in der geschlechtersensiblen Sprache genutzt, um alle Geschlechter einzuschließen.“[46]

Genderstern beiFrauen*

In einer erweiterten Bedeutung verwendet beispielsweise die Alice Salomon Hochschule Berlin (Fachhochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik) den Asterisk seit 2017: „Das Gendersternchen (*) hinter einem Wort dient als Verweis auf den Konstruktionscharakter von ‚Geschlecht‘. ‚Frauen*‘ beispielsweise bezieht sich auf alle Personen, die sich unter der Bezeichnung ‚Frau‘ definieren, definiert werden und/oder sich sichtbar gemacht sehen.“[47] Das Frauenreferat der Stadt Frankfurt am Main erklärt im November 2020 zur Einführung des Sternchens: „Dazu gehört auch, Frauen* und Mädchen* in der Sprache, in Wort und Schrift sichtbarer zu machen.“[48] In einer Handreichung wird erläutert: „Hierbei ist auf die Zielgruppe zu achten: Wenn nicht nur cis-geschlechtliche, sondern auch queere/trans* Personen angesprochen werden sollen, empfiehlt sich die Nutzung des Gendersterns.“[49]

Der Autor und Geschlechterforscher Till Randolf Amelung argumentierte Mitte 2020 gegen eine solche Nutzung des Sterns: „Frau* oder Mann* sollen signalisieren, dass Geschlecht für eine sozial konstruierte Angelegenheit gehalten wird und Trans inkludiert werden soll. Bei Transpersonen kann jedoch der Eindruck entstehen, sie würden nicht selbstverständlich für Männer oder Frauen gehalten und dies führt dann zu ihrer Verärgerung.“[50] Bereits 2018 hatte Hengameh Yaghoobifarah am „Gebrauch des Sternchens hinter gegenderten Begriffen als universale Lösung für alle“ kritisiert: „der lange Rattenschwanz dieses nett gemeinten Sonderzeichens wird gerne ignoriert: Es impliziert, dass trans Frauen keine Frauen, sondern Frauen* sind. Also nur uneigentlich Frauen.“[51]

Behörden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2018:

  • Mai: Die deutsche Justizministerin Katarina Barley (SPD) empfiehlt die Aufnahme des Sternchens in den Duden; sie freue sich „über jede Veränderung, die dazu beiträgt, unseren Blick auf andere Formen von Identität und Lebensweisen zu entspannen […] Die Politik muss die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen berücksichtigen, die sich keinem der beiden Geschlechter zuordnen.“[52]

2019:

  • Feb.: Hannover (Niedersachsen) führt zur internen und externen Kommunikation das Sternchen ein für Fälle, in denen „geschlechtsumfassende Formulierungen“ nicht möglich seien; seit 2003 wurde dafür das Binnen-I verwendet. Der Genderstern solle in der Schriftsprache als Darstellungsmittel aller Geschlechter und Geschlechtsidentitäten dienen; Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) erklärt: „Vielfalt ist unsere Stärke – diesen Grundgedanken des städtischen Leitbilds auch in unsere Verwaltungssprache zu implementieren, ist ein wichtiges Signal und ein weiterer Schritt, alle Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht anzusprechen.“[53][54][55][56][57] Die Regelungen lösen die aus dem Jahr 2003 stammende Empfehlung für eine zeitgemäße, Frauen und Männer angemessen berücksichtigende Verwaltungssprache ab und wurden erarbeitet unter Beteiligung des Gesamtpersonalrates, der Personalentwicklung, des Referates für Frauen und Gleichstellung, der Beauftragten für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt, des Bereiches Kommunikation sowie mit Unterstützung der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Flensburg. Der Oberbürgermeister und die „Dezernent*innenkonferenz“ stimmten der Einführung zu.[53]
  • Juni: Flensburg (Schleswig-Holstein), neben genderneutralen Formulierungen[58]
  • Okt.: Kreis Segeberg (Schleswig-Holstein)[59]

2020:

  • Jan.: Filderstadt (Baden-Württemberg)[60][61]
  • April: Wolfsburg (Niedersachsen), neben genderneutralen Formulierungen[62][63]
  • April: Stuttgart (Baden-Württemberg), zuvor Binnen-I, Schrägstrich und Unterstrich;[64][65] die Universität Stuttgart nutzt Sternchen und Unterstrich seit März 2020.
  • Mai: Dortmund (Nordrhein-Westfalen), neben genderneutralen Formulierungen[66]
  • Juli: Dresden (Sachsen), neben genderneutralen Formulierungen.[67] Die TU Dresden nutzt seit 2020 den Doppelpunkt.
  • Juli: Kiel (Schleswig-Holstein) empfiehlt den Genderstern, neben genderneutralen Formulierungen.[68][69] Bereits seit zwei Jahren wurden auf der städtischen Website gelegentlich Sternchen verwendet, ebenso lange dauerte die Vorbereitungszeit und der interne Abstimmungsprozess bis zur offiziellen Einführung als Mittel der gendergerechten Sprache.[70] Die Universität Kiel nutzt das Sternchen seit 2017, die FH Kiel seit 2019.[71]
  • Okt.: Karlsruhe (Baden-Württemberg)[72]
  • Nov.: Frankfurt am Main (Hessen), neben Unterstrich oder Doppelpunkt sowie neutralen Formulierungen und Beidnennung; bereits 1990 gab es einen Beschluss der Stadtverordneten zur Gleichberechtigung in der Sprache.[73][74] Die Universität Frankfurt nutzt das Sternchen seit 2016.

Zum Jahreswechsel 2020/2021 berichtet das Zeitmagazin, dass 26 der 81 deutschen Großstädte neben geschlechtergerechten Neutralisierungen auch das Sternchen erlauben; einige der Sprachleitfäden empfehlen mehrere gendergerechte Schreibweisen.[75] Nicht erfasst in der Summe sind die beiden Städte Frankfurt am Main und Stuttgart, die den Stern seit 2020 nutzen.

2021:

  • Jan.: Mülheim an der Ruhr (Nordrhein-Westfalen) nutzt das Sternchen, „um das gesamte Spektrum der Geschlechter sprachlich abzubilden […]. Wir bitten deshalb um dessen Verwendung in möglichst vielen Korrespondenzen, Formularen, Vordrucken, Anträgen und Berichten.“ Oberbürgermeister Marc Buchholz (CDU) begründet die Verwendung gendergerechter Sprache: „Solange Frauen und LSBTIQ*-Menschen unerwähnt bleiben, sind sie es auch in der Vorstellung der Lesenden und Zuhörenden.“[76]
  • März: Im deutschen Bundestag sind Schreibweisen mit Genderstern, Doppelpunkt und andere geschlechtergerechte Formen in Anträgen, Entschließungsanträgen und Begründungen von Gesetzentwürfen erlaubt; bis dahin wurden sie herauskorrigiert und durch das generische Maskulinum ersetzt.[77]
  • März: Köln (Nordrhein-Westfalen) nutzt das Sternchen, neben genderneutralen Formulierungen;[78] die Universität Köln verwendet es seit 2014.[79]
  • April: Der Kanton Basel-Stadt empfiehlt neben dem Sternchen auch den Unterstrich;[80] zur technischen Unterstützung von geschlechtergerechter Sprache dient das Portal gleichgestellt.ch und das Gender-Wörterbuch Gender app.[81][82]
  • Mai: Die Landesregierung des österreichischen Bundeslandes Tirol empfiehlt in der 6. Auflage ihres Leitfadens für eine geschlechtergerechte Sprache in Bild und Schrift Gender-Schreibweisen mit Sternchen, Unterstrich, einfachem Schrägstrich oder Binnen-I: „Geschlechtergerechte Sprache gibt die Wirklichkeit genauer wieder“.[83]
  • Juni: Hamburg erlaubt gendergerechte Sprache, auch Schreibweisen mit Sternchen oder Doppelpunkt; die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) erklärt: „Damit schaffen wir die Möglichkeit, alle Menschen diskriminierungsfrei zu adressieren“. Der aktuelle Leitfaden würde einen Senatsbeschluss von 1995 erweitern, in dem bereits die Gleichbehandlung von weiblichen und männlichen Formen in der Verwaltungssprache vorgeschrieben wurde.[84]
    Die Universität Hamburg nutzt neben Doppelpunkt auch Sternchen seit 2020.
  • Juni: Bonn (Nordrhein-Westfalen) erklärt: „Geschlechtergerechte Sprache ist eine Form von Wertschätzung gegenüber allen Menschen. Die Stadt Bonn setzt sich für eine gerechte, respektvolle und diskriminierungsfreie Sprache ein. […] Alternativ und in Fällen, in denen eine Umformulierung nicht möglich ist, kann der Gender-Stern (*) Anwendung finden. Mit Blick auf Menschen, die Schwierigkeiten haben, die Alltagssprache zu lesen und zu verstehen, soll die Anwendung des Gender-Sterns (*) so zurückhaltend wie möglich erfolgen. Im Bereich ‚Leichte Sprache‘ wird auf den Gender-Stern (*) verzichtet.“[85] Oberbürgermeisterin Katja Dörner (Grüne): „Manche Menschen ordnen sich dem weiblichen oder männlichen Geschlecht zu, manche nicht. Eine Kommune wie die Bundesstadt Bonn, die für sich in Anspruch nimmt, für alle ihre Menschen da zu sein, muss dies aktiv aufgreifen und in ihrer Kommunikation umsetzen. Daher darf die Sprache der Stadtverwaltung nicht Teile der Bevölkerung ausschließen.“[86] Die Universität Bonn verwendet das Sternchen seit 2019.
  • Juni: Die schweizerische Bundeskanzlei lehnt Schreibweisen mit Sternchen, Gender-Doppelpunkt, Gender-Gap und Mediopunkt für deutschsprachige Texte der Bundesverwaltung ab (siehe unten).

Hochschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die TU9 als Verband von neun deutschen technischen Hochschulen (German Universities of Technology) empfiehlt seit September 2019 den Genderstern zur Sichtbarmachung aller Geschlechter, wenn keine neutrale Formulierung möglich ist.[87]

Baden-Württemberg:

  • Seit 1988 gelten auf Länderebene behördliche Vorschriften zur Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der Verwaltungssprache (Details).
  • Seit Januar 2020 gilt an der Universität Konstanz: „Im Ausnahmefall, wenn keine Genderumschreibung möglich ist, kann alternativ der Asterisk – das sogenannte Gendersternchen * – verwendet werden: Beispielsweise Referent*innen.“[88]
  • Seit März 2020 erlaubt die Universität Stuttgart neben Unterstrich: „Wenn Beidnennung und Neutralisierung als Optionen entfallen, kann die Kurzform des ‚Sternchens *‘ Verwendung finden. […] Die Kurzformen Schrägstrich, Klammern oder Binnen-I werden nicht empfohlen, weil sie nicht mehr als zeitgemäß erachtet werden.“[89] Die Stadt Stuttgart nutzt das Sternchen seit April 2020.

Bayern:

  • Seit 1992 gelten auf Länderebene behördliche Vorschriften zur Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der Verwaltungssprache (Details).
  • Im Juli 2019 beschließt die Universität Erlangen-Nürnberg: „Angesichts der zunehmenden Verbreitung des Gender-Sterns (z. B. Professor*innen) im Sinne eines geschlechterumfassenden Sprachgebrauchs auch in der Hochschul- und Wissenschaftskommunikation wird er neben den hier vorliegenden rechtschreibkonformen Empfehlungen zur Abbildung geschlechtlicher Vielfalt angeraten, sofern keine Alternativen vorhanden sind. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Gender-Stern-Schreibweise nicht alle grammatisch erforderlichen Kategorien (Flexionsformen) abbilden kann, so dass grammatische Konformität nicht durchgängig gegeben ist. Allerdings transportiert der Gender-Stern einen zukunftsweisenden Geschlechterbegriff.“[90]

Berlin:

  • Seit 1987 gelten auf Länderebene behördliche Vorschriften zur Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der Verwaltungssprache (Details).
  • Seit 2017 nutzt die Alice Salomon Hochschule Berlin (Fachhochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik) neben dem Unterstrich auch das Sternchen: „Am 24.01.2017 wurde im Akademischen Senat der ASH Berlin beschlossen, in allen neuen Satzungen und Ordnungen den Gendergap und das Gendersternchen (*) zu verwenden.“ Zusätzlich gibt es eine erweiterte Verwendung: „Das Gendersternchen (*) hinter einem Wort dient als Verweis auf den Konstruktionscharakter von ‚Geschlecht‘. ‚Frauen*‘ beispielsweise bezieht sich auf alle Personen, die sich unter der Bezeichnung ‚Frau‘ definieren, definiert werden und/oder sich sichtbar gemacht sehen.“[47]
  • Seit 2018 empfiehlt die Technische Universität Berlin den Genderstern zur „geschlechterumfassenden Benennung.“[91]
  • Im April 2020 empfiehlt die Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf möglichst neutrale Formulierungen, andernfalls das Sternchen: „Dadurch wird Raum symbolisiert für Personen, die sich in einem zweigeschlechtlichen System nicht wiederfinden. […] Vielmehr werden diese durch das symbolische Sternchen als Bindeglied dargestellt, das in alle Richtungen ‚strahlt‘“.[92]
  • Im Juni 2020 erscheint der neue Sprachleitfaden der Humboldt-Universität zu Berlin und empfiehlt das Sternchen, von der Zentralen Frauenbeauftragten abgestimmt mit Angehörigen aller Statusgruppen der HU und den dezentralen Frauenbeauftragten.[93]

Brandenburg:

  • Seit 1993 gelten auf Länderebene behördliche Vorschriften zur Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der Verwaltungssprache (Details).
  • Seit Mai 2020 empfiehlt die Universität Potsdam neben den Optionen Unterstrich, Schrägstrich und „(m/w/d)“ auch das Sternchen; nicht empfohlen werden Generalklauseln, mit denen männliche Formen als geschlechterübergreifend erklärt werden.[94] Seit 2013 stehen in der „Geschäftsordnung des Senats“ der Universität alle offiziellen Funktionsbezeichnungen im generischen Femininum (Professorinnen).

Hamburg:

Hessen:

  • Seit 1984 gelten auf Länderebene behördliche Vorschriften zur Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der Verwaltungssprache (Details).
  • Seit September 2016 verwendet die Frankfurter Universität das Sternchen; zuvor wurde im Rahmen eines Projekts Vielfalt? Ja, bitte! vom Gleichstellungsbüro ein umfangreiches Bildkonzept erarbeitet, „das die Heterogenität der Studierenden und aller Angehörigen der Universität widerspiegelt und stereotype Darstellungen und Diskriminierungen vermeidet. Die Broschüre gibt Anwender*innen, die an der Gestaltung von Websites, Flyern, Broschüren etc. an der Universität mitwirken, vielfältige praxisnahe und diversitätssensible Hinweise und Ideen.“[96] Die Stadt Frankfurt nutzt das Sternchen seit Ende 2020.
  • Seit März 2017 empfiehlt die TU Darmstadt Sternchen und Unterstrich und seit März 2021 auch den Doppelpunkt.[97]
  • Seit Januar 2018 nutzt die Universität Marburg das Sternchen neben Unterstrich, Schrägstrich und Binnen-I.[98]

Mecklenburg-Vorpommern:

  • Seit 2009 gelten auf Länderebene behördliche Vorschriften zur Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der Verwaltungssprache (Details).
  • Im April 2019 beschließt der Senat der Universität Greifswald, neben geschlechtsneutralen Formulierungen den Genderstern zu empfehlen.[99]

Niedersachsen:

  • Seit 1989 gelten auf Länderebene behördliche Vorschriften zur Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der Verwaltungssprache (Details).
  • Seit März 2018 empfiehlt die Universität Vechta das Sternchen „für offizielle Dokumente“.[100]
  • Seit April 2020 nutzt die Leuphana Universität Lüneburg neben neutralen Formulierungen das Sternchen, „um alle Geschlechter miteinzubeziehen und geschlechtliche Kategorisierungszwänge zu vermeiden.“[101]
  • Im Januar 2021 führt die Universität Osnabrück den Genderstern zusätzlich zu den seit 2013 genutzten Mitteln Unterstrich und Binnen-I ein. Auf einer Webseite des Gleichstellungsbüros werden die Hintergründe ausführlich dargestellt; zusätzlich entwickelte das Sprachenzentrum der Universität einen Leitfaden zu gender-inclusive language im Englischen.[102] Die Stadt Osnabrück nutzt seit Juli 2021 den Doppelpunkt.

Nordrhein-Westfalen:

  • Seit 1993 gelten auf Länderebene behördliche Vorschriften zur Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der Verwaltungssprache (Details).
  • Seit 2014 nutzt die Universität Köln sowohl Genderstern als auch Unterstrich – im Februar 2020 empfiehlt das Gleichstellungsbüro in der 6. Auflage des Leitfadens ÜberzeuGENDERe Sprache das Sternchen: „Denn wir verfolgen das Ziel, alle geschlechtlichen Identitäten in unserer Sprache abzubilden.“[79] Die Stadt Köln nutzt das Sternchen seit März 2021.
  • Seit März 2017 nutzt die Universität Düsseldorf neben Unterstrich auch Sternchen; der Leitfaden erklärt dazu: „Da es aber eine Vielzahl von Geschlechtern, Geschlechtsidentitäten und -konstruktionen gibt, verfolgen die erstmals […] vorgestellten Sprachformen den Zweck, althergebrachte sprachliche Grenzen von Geschlecht zu überschreiten. Sie können zur Betonung und Sichtbarmachung einer Vielfalt der Geschlechter genutzt werden, damit Zweigeschlechtlichkeit – als starres Konzept mit gesellschaftlichen Rollenerwartungen – nicht als Norm gesetzt wird.“[103]
  • Seit September 2017 nutzt die RWTH Aachen den Genderstern und aktualisiert im Januar 2021 ihren Sprachleitfaden: „Zur Adressierung aller Geschlechter soll einheitlich das Gendersternchen genutzt werden (statt Gender Gap oder Doppelpunkt)“; für Webseiten wird aus Gründen der Barrierefreiheit die Verwendung von neutralen Formulierungen und Paarformen empfohlen.[104]
    Die FH Aachen nutzt seit März 2021 den Doppelpunkt.
  • Seit Februar 2019 empfiehlt die Universität Bonn das Sternchen: „Wenn eine neutrale Formulierung nicht möglich ist, gilt es den Gender-Star zu nutzen“.[105] Die Stadt Bonn nutzt das Sternchen seit Juni 2021.
  • Seit Mitte 2019 nutzt die Universität Bielefeld den Genderstern, nachdem er „anlässlich der Änderung im Personenstandsgesetz von 2018 durch das Hinzufügen der Geschlechtsbezeichnung ‚divers‘ im Sommer 2019 von Universitätsentwicklungskommission und Senat ausdrücklich empfohlen“ wurde.[106]
  • Seit Oktober 2019 nutzt die Bergische Universität Wuppertal das Sternchen: „Die Bergische Uni lebt von ihrer Vielfalt an Fächern und Menschen. Damit sich diese Vielfalt auch in der Sprache zeigt, hat das Rektorat im Oktober 2019 die Einführung des Gendersterns* beschlossen.“[107]

Schleswig-Holstein:

  • Seit 1990 gelten auf Länderebene behördliche Vorschriften zur Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der Verwaltungssprache (Details).
  • Seit Januar 2017 verwendet die Universität Kiel Sternchen und Unterstrich und ermutigt „zu einem selbstbewussten und kreativen Einsatz der genannten Strategien“;[108] die FH Kiel empfiehlt das Sternchen seit 2019,[71] die Stadt Kiel seit Mitte 2020.

Thüringen:

  • Seit 2013 gelten auf Länderebene behördliche Vorschriften zur Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der Verwaltungssprache (Details).
  • Seit April 2020 nutzt die Bauhaus-Universität Weimar den Genderstern, neben Unterstrich und Doppelpunkt; abgelehnt werden zweigeschlechtliche Formulierungen: „Varianten wie die Doppelnennung, das Binnen-I oder der Schrägstrich basieren auf der Vorstellung binärer Geschlechterkategorien und schließen somit nicht-binäre Menschen aus.“[109]

Österreich:

  • Seit 1990 gelten auf Länderebene behördliche Vorschriften zur Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der Verwaltungssprache (Details).
  • Seit Ende 2019 empfiehlt die Universität Wien, Dienstleistungseinrichtung Personalwesen und Frauenförderung: „Um die Realität geschlechtlicher Vielfalt sprachlich sichtbar zu machen, sollte mit Sternchen * gegendert werden.“ Hingewiesen wird dabei aber auf die Probleme mit Vorleseprogrammen.[110][111]
  • Seit Ende 2020 empfiehlt die Medizinische Universität Graz das Sternchen: „Diese Schreibweise hat sich zunehmend durchgesetzt um die Vielfalt der Geschlechter abzubilden. Die anderen angeführten Schreib- und Sprechweisen sind ebenfalls weiterhin zulässig, achten Sie aber darauf in einem Schriftstück nach Möglichkeit nicht mehrere unterschiedliche Schreibweisen zu verwenden.“[112]

Schweiz:

  • Seit 1993 gelten auf Länderebene behördliche Vorschriften zur Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der Verwaltungssprache (Details).
  • Seit Mai 2018 nutzt die Universität Zürich das Sternchen: „Gender_Gap und Gender-Sternchen können Paarformen ersetzen.“[113]

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2016:

  • Nov.: Das Onlinemagazin ze.tt beschließt, den Genderstern zu verwenden: „Liebe Nutzer*innen! […] Damit Frauen, Männer, Transsexuelle und Andersgeschlechtliche gleichberechtigt auch in Worten zum Ausdruck kommen, haben wir uns in unserer Berichterstattung bewusst für das * entschieden.“[114][115]

2019:

  • Feb.: Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) empfiehlt den Genderstern in seiner internen und externen Kommunikation („der*die Musiker*in“), neben geschlechtsneutralen oder verallgemeinernden Formulierungen: „Anzuwenden auf Texte von Regelwerken, die dienstliche Kommunikation sowie bei Bedarf auf das redaktionelle Texten.“[116][117]
  • Juni: Die deutsche Frauenzeitschrift Brigitte führt in ihrer Ausgabe zum 65-Jahr-Jubiläum das Sternchen zum Gendern ein, neben inkludierenden Formulierungen. Die Entscheidung sei bereits im Frühjahr 2019 getroffen worden, erklärte Claudia Münster, stellvertretende Chefredakteurin: „Gendern ist wichtig als Symbol, Botschaft und Beweis für den Gebrauch einer fairen Sprache, die alle Geschlechter gleich einbezieht“. Die Leserinnenreaktionen seien nach wie vor gemischt. Stellenweise werde auch das generische Femininum verwendet.[118]

2020:

  • Jan.: Der schwedische Streamingdienst Spotify führt kommentarlos den Genderstern ein: „Künstler*innen“.[119]
  • Feb.: Das Medienunternehmen news aktuell macht eine Online-Umfrage bei deutschen Pressestellen und PR-Agenturen: 14 % der 415 befragten Kommunikatoren nutzen Gendersternchen. In der Schweiz werden 92 Kommunikatoren befragt: 13 % gebrauchen es (siehe Auswertungstabelle).[120][121]
  • März: Die Redakteurinnen von dieStandard.at erklären zum Weltfrauentag am 8. März, nach 20 Jahren Binnen-I nun den Genderstern zu verwenden, „um mehr als zwei Geschlechter sichtbar zu machen.“[122]
  • Aug.: Der Jugendsender Radio Fritz des RBB kündigt an, als erster ARD-Sender eine gendergerechte Sprechweise in seinen Nachrichten zu verwenden und auf Wunsch der Redaktion den Genderstern als Zeichen der Vielfalt zu nutzen; es werde mit einer kleinen Gender-Pause zum Ausdruck gebracht. Außerhalb der Nachrichtenredaktion sei es den Moderierenden freigestellt, wie und ob sie Geschlechtergerechtigkeit in ihrer eigenen Sprechweise umsetzten.[123]
  • Sept.: Das öffentlich-rechtliche Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF und weitere Programme) nutzt den Genderstern im Schriftverkehr durchgängig, nachdem er in den Monaten zuvor bereits verschiedentlich im Fernsehen zu sehen und stellenweise auch zu hören war (mit Glottisschlag gesprochen). Intendant Thomas Bellut erklärte dazu: „Für die Kommunikation in journalistischen Beiträgen, das heißt vor allem bei der gesprochenen Sprache, gibt es keine Vorgaben der Geschäftsleitung. Den Redaktionen des Hauses wurde jedoch empfohlen zu diskutieren, wie eine Ansprache aller Zuschauer*innen gelingen kann und die Ansprache dabei mit Blick auf die jeweilige Zielgruppe zu wählen.“[124]

2021:

  • Jan.: Der Saarländische Rundfunk (SR) erlaubt in seiner internen Handreichung Sprache schafft Bewusstsein die Verwendung des Gendersterns und seiner Aussprache mit Glottisschlag, außer in Nachrichtenmeldungen.[125]
  • März: Das Videospieleportal PlayCentral.de erklärt: „Am Ende ist es keine einfache Thematik. Aber wir haben uns für eine grundlegende Mischform des Genderns entschieden und etablieren deshalb einen Verbund aus ‚Neutraler Schreibweise‘, ‚Doppelform‘ und ‚Sternchenform‘ auf PlayCentral.de, die jeweils von den Autoren und Autorinnen entsprechend und passend zum Kontext angewandt wird.“[126]
  • Juni: Acht der größten deutschsprachigen Nachrichtenagenturen „haben ein gemeinsames Vorgehen vereinbart, um diskriminierungssensibler zu schreiben und zu sprechen“, wollen aber keine Genderzeichen nutzen (siehe unten).

Organisationen und Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2019:

  • Juli: Der Deutsche Frauenrat (DF), Vereinigung von rund 60 bundesweit aktiven Frauenorganisationen mit fast 12 Millionen Mitgliedern, nutzt den Stern als Hauptschreibweise („Bürger*innen“).[127][128]
  • Juli: Boehringer Ingelheim, deutscher Pharmahersteller, verwendet den Stern als Mittel der gendergerechten Sprache zum „Sichtbarmachen von Geschlechtervielfalt und Miteinbezug von sowohl Männern und Frauen, als auch Inter*, Trans* Personen und Menschen verschiedenster Geschlechtsidentitäten.“[129] Der ebenfalls in Ingelheim ansässige Autobauer Audi nutzt seit März 2021 den Gender-Gap (Audianer_innen).
  • Okt.: Der Europäische Sozialfonds (ESF), angesiedelt beim deutschen Bundesministerium für Arbeit und Soziales, verwendet und empfiehlt den Stern: „Zur Berücksichtigung des 3. Geschlechts (‚Divers‘) und aus Gründen der Barrierefreiheit bevorzugen wir den Gender-Stern.“ In Bezug auf Vorleseprogramme wird erklärt: „Blinde Menschen können außerdem die Ansage von Sonderzeichen wie dem Gender-Stern durch die Software abschalten.“[130] Auf die Empfehlung des Sternchens seitens des ESF bezieht sich auch die Stadt Kiel im Juni 2020.[131]

2020:

2021:

  • Jan.: Das Bistum Hildesheim empfiehlt in seiner Handreichung Geschlechtersensible Sprache als „inklusive Form“ das Sternchen und den Doppelpunkt; veranschaulicht wird die Aussprache von Lehrer*innen oder Lehrer:innen mit einem Vergleichssatz: „Die Kinder stehen außen, die Lehrer innen“.[136]
  • März: Otto, deutsches Handels- und Dienstleistungsunternehmen (früher Otto Versand), empfiehlt die Verwendung des Sterns, nachdem bereits 2020 eine Werbung erschienen war, in der allen „Paketbot*innen“ gedankt wurde.[137]
  • April: Das Präsidium des Deutschen Alpenvereins (DAV) beschließt „eine verbindliche gendersensible Sprache in allen Medien des DAV-Bundesverbands“ unter Verwendung des Gendersterns: „Der Stern signalisiert bereits durch seine Form eine 360°-Offenheit, der Doppelpunkt hingegen erinnert an eine binäre Zuteilung. Der Stern ist optisch auffälliger als der Doppelpunkt und lenkt damit mehr Aufmerksamkeit auf eine gendersensible Ausdrucksweise.“ Die Jugend des Deutschen Alpenvereins (JDAV) nutzt den Stern seit 2016.[138]
  • April: Die öffentlich-rechtliche Bundessteuerberaterkammer (BStBK) verwendet das Sternchen und meldet dazu: „Erstmals über 100.000 Steuerberater*innen in Deutschland“.[139]
  • April: Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) entscheidet sich, neben neutralen Formulierungen und Beidnennungen zur Ansprache aller Geschlechter den Genderstern einzusetzen.[140] Die Katholische Studierende Jugend (KSJ) hatte bereits im September 2020 die Sternchen-Schreibweise Gott* vorgeschlagen.[25] Das Frankfurter Bibelhaus Erlebnismuseum zeigt bis Ende 2021 die Ausstellung G*tt w/m/d – Geschlechtervielfalt seit biblischen Zeiten (Details).

Literaturbetrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Literaturbereich verwenden viele Verlage den Genderstern auf ihren Websites,[141] aber kaum in der verlegten Gegenwartsliteratur (siehe Gendern im Literaturbetrieb). 2019 nutzt es Eno Robin Liedtke in seinem geschlechtsneutralen Kinderbuch Sterne im Kopf, beispielsweise bei „Freund*innen“; die Hauptfigur kommt ganz ohne Pronomen aus. Liedtke erklärt: „Ich möchte, dass sich alle Menschen – auch jenseits von Mann und Frau – angesprochen fühlen. Die Wertschätzung verschiedener Geschlechtsidentitäten wird über Literatur gesteuert“.[142]

Sachbücher

Die Managerin Janina Kugel nutzt das Sternchen 2021 in ihrem Ratgeber It’s now – Leben, Führen, Arbeiten,[143] ebenso die österreichische Kulturwissenschaftlerin Judith Kohlenberger in ihrem Buch Wir: „Immerhin geht es darin um ein größeres ‚Wir‘, aus dem ich schon allein sprachlich nicht die Hälfte der Weltbevölkerung ausschließen wollte.“[144] Bereits 2018 hatte die Wiener Soziologin Laura Wiesböck in ihrem Sachbuch In besserer Gesellschaft – Der selbstgerechte Blick auf die Anderen den Genderstern genutzt.[145]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Befürwortung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitte 2019 wurde Christiane Hohenstein (Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften) gefragt: „Zurzeit läuft eine angeregte Diskussion über eine Sprache, die nicht nur männlich und weiblich, sondern auch divers einschliesst. Ist der Genderstern dafür eine gute Lösung?“ Die Professorin für Interkulturalität und Sprachdiversität antwortete: „Der Genderstern ist in meinen Augen eine ganz sympathische Lösung und eine, die schlüssig und zeitgemäss ist. Denn der Stern ist das Symbol, das bei der Datenbankabfrage verwendet wird, um zu kennzeichnen, dass alle Wortformen mit beliebigen anschliessenden Buchstaben und Zeichenketten bei der Suche mit berücksichtigt werden – also sozusagen Diversität auf Wortebene ermöglicht. […] Einerseits ermöglicht der Genderstern also, eine sprachliche Inklusivität auszudrücken, indem potenzielle Varianten eingeschlossen werden; andererseits entspricht er auch unserem zunehmend von Datensammeln und Grossdatenbankabfragen geprägten Denken.“[146]

Landesarbeitsgericht zu Stellenanzeigen

Im Juni 2021 beschloss das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein, dass die Verwendung von Gendersternchen in Stellenausschreibungen keine Diskriminierung von Personen mit nichtbinärer Geschlechtsidentität darstellt;[147][148] das LAG erklärt:

„Das Gendersternchen ist momentan eine der am weitesten verbreiteten Methoden, um gendergerecht zu schreiben und die Vielfalt der Geschlechter deutlich zu machen. Es sollen Menschen angesprochen werden, die sich weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zugehörig fühlen. Ebenso sollen Menschen angesprochen werden, die sich nicht dauerhaft oder ausschließlich dem männlichen oder dem weiblichen Geschlecht zuordnen lassen. Sein Ziel ist es, niemanden zu diskriminieren, mithin auch inter-, trans- und zweigeschlechtliche Personen nicht. Das Sternchen soll dabei nicht nur Frauen und Männer in der Sprache gleich sichtbar machen, sondern auch alle anderen Geschlechter symbolisieren und der sprachlichen Gleichbehandlung aller Geschlechter dienen.
Ob das Gendersternchen den offiziellen deutschen Rechtschreibregeln entspricht, kann hier dahingestellt bleiben.“[149]

Der Beschluss nimmt unter anderem Bezug auf die deutsche Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS),[147][148] die seit 2019 für Stellenanzeigen neben dem Klammerzusatz „(m/w/d)“ und geschlechtsneutralen Formulierungen auch Schreibweisen mit Genderstern oder Unterstrich empfiehlt.[150] Zahlen der Jobbörse Indeed zeigen 2021, dass Gendersterne nur in rund 15 % der Stellenanzeigen genutzt werden, 75 % aller Ausschreibungen verwenden den Zusatz m/w/d (männlich/weiblich/divers).[151]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch unten: Debatten Pro und Kontra (Weblinks)

Der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch – ein Verfechter geschlechtergerechter Sprache – kritisierte 2015 den Beschluss von Bündnis 90/Die Grünen, den Genderstern einzuführen: Seine allgeschlechtliche Bedeutung sei nur äußerlich zugewiesen und werde nicht getragen von einem allgemein verbreiteten Verständnis des Symbolgehalts; die Verbindlichkeit seiner Verwendung schließe andere Genderformen aus, so auch die seit Jahrzehnten bekannten Schrägstrichformen und das Binnen-I.[18]

Die feministische Sprachwissenschaftlerin Luise F. Pusch – eine der ersten Unterstützerinnen des Binnen-I als geschlechtergerechte Lösung – kritisierte 2019 den Genderstern: „es zerstört eine gewachsene feministische Lösung dieses Problems: das große I […] Die sprachliche Diskriminierung von Frauen betrifft 52 Prozent der Bevölkerung, die Transgender-Community macht weit weniger als ein Prozent aus. Natürlich hat sie auch sprachliche Rechte, und es ist richtig, dass sie in die Debatte um Männer und Frauen eingreift, weil es auch bei ihr um das Geschlecht geht – aber das Gendersternchen ist nicht die richtige Lösung.“[152] Es schaffe die „sprachliche Unsichtbarkeit der Frau“ nicht ab. Genau wie die Schreibung mit Schrägstrich oder Klammern: Lehrer/innen, Lehrer(innen), symbolisiere das Sternchen mit angehängter weiblicher Wortendung, dass Frauen „die zweite Wahl“ seien.[153] Pusch erklärt: „Es zerreißt die Wörter in drei Teile: Maskulinum – Genderstern – weibliche Endung. […] Männer bekommen den Wortstamm und somit den ersten Platz, Transgender-Personen bekommen den zweiten Platz, Frauen wird mit der Wortendung der letzte Platz zugewiesen. Das ist für Frauen nicht akzeptabel.“ Um den „femininen Gesamteindruck“ zu erhalten, schlägt Pusch „das ‚i‘ mit Sternchen bisher nur handschriftlich“ vor: Dabei würde der Stern über dem „i“ der generischen Femininform stehen (etwa: Lehrerîn, Lehrerînnen).[154] Pusch vertritt seit 1984 die alleinige generische Verwendung femininer Bezeichnungsformen, 2018 erklärt sie: „Das Femininum enthält ja auch sichtbar das Maskulinum: Lehrer ist in Lehrerin deutlich enthalten. Das Femininum ist die Grundform, das Maskulinum die Schwundform“ (siehe auch Puschs Kritik am Unterstrich).[155]

Ablehnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 2020 wechselt die Businesskontakt-Plattform LinkedIn nach 15 Monaten mit Sternchen zum Gender-Doppelpunkt: Das „Sternchen wird mit vorgelesen – beim Doppelpunkt wird hingegen kurz pausiert. Er entspricht damit der gesprochenen Realität.“[156]

Im März 2021 schafft der Mediendienst turi2 die Schreibweise mit Genderstern nach 15 Monaten wieder ab: „Viele empfinden das Sternchen in den Texten auch nach mehr als einem Jahr als störend“; die Chefredaktion und der Gründer Peter Turi entscheiden, ein Jahr lang das generische Femininum zu verwenden (feminine Bezeichnungsformen in geschlechterübergreifender Bedeutung): „Wir drehen das jahrtausendealte Mitgemeintsein der Frauen um“.[157]

Im Juni wechselt das Boulevardmedium Hinz&Kunzt nach 12 Monaten mit Sternchen aus Gründen der leichteren Lesbarkeit zum Doppelpunkt, nach einer publizierten Debatte mit Leserbeteiligung.[158]

Im Juli erklärt die Redaktion der Süddeutschen Zeitung (SZ), keinerlei Genderzeichen zu verwenden: „Eine gendersensible Sprache ist für die SZ keine Frage von Sonderzeichen. Diese sind umstritten, weil sie nach Ansicht sehr vieler Leserinnen und Leser den Blick auf die Sprache über die Dinge statt auf die Dinge selbst lenken. Die SZ verzichtet deshalb auf Schreibweisen mit Gendersternchen (Mitarbeiter*innen), Binnen-I (MitarbeiterInnen), Unterstrich (Mitarbeiter_innen) oder Doppelpunkt (Mitarbeiter:innen).“[159]

Gesellschaft für deutsche Sprache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) gab im August 2020 in einer Pressemitteilung bekannt, dass „Gendersternchen und Co. mit deutscher Rechtschreibung nicht konform“ seien: „Die GfdS befürwortet zwar grundsätzlich eine diskriminierungsfreie Sprache, das sogenannte Gendersternchen (z. B. Leser*in) stellt aber aus sprachlicher Sicht kein geeignetes Mittel dar, um dieses Anliegen umzusetzen.“ Bei der Verwendung entstünden auch teilweise grammatisch falsche Formen, beispielsweise bei der singularen Personenbezeichnung Arzt*in oder Ärzt*in. Die Kritik und Ablehnung beträfe auch vergleichbare Ausdrucksmittel wie Gender-Gap (Unterstrich), Gender-Doppelpunkt oder Mediopunkt. Außerdem würde die Verwendung solch unterschiedlicher genderneutraler Formen zu einer uneinheitlichen Rechtschreibung führen. Ungeklärt bliebe auch, wie Personenbezeichnungen mit einem Gendersternchen ausgesprochen werden sollten – selbst durch das Einlegen einer Sprechpause zwischen maskuliner Wortform und femininer Endung blieben Unsicherheiten im Verständnis (siehe GfdS-Kritik an „Gender-Pausen“). Die GfdS fasste zusammen:[160]

„Die orthografische und grammatische Richtigkeit und Einheitlichkeit, die (Vor-)Lesbarkeit und die Verständlichkeit eines Textes stehen jedoch an erster Stelle und müssen auch in einer diskriminierungsfreien Sprache gewährleistet sein. Die GfdS rät daher ausdrücklich davon ab, das Gendersternchen und ähnlich problematische Formen zu verwenden.“

Auch die Leitlinien der GfdS zu den Möglichkeiten des Genderings vom August 2020 gehen auf Probleme der Schreibung mit Sternchen ein; diese Schwierigkeiten stellen sich in ähnlicher Weise auch für andere Gender-Schreibweisen:[161]

„Das Gendersternchen wird von der Gesellschaft für deutsche Sprache nicht empfohlen. Auch der Rechtschreibrat konnte sich bislang nicht darauf einigen, das Gendersternchen in das amtliche Regelwerk aufzunehmen. Wie Gendergap und Binnenmajuskel ist es kein Bestandteil der aktuellen Rechtschreibung und verursacht darüber hinaus nicht wenige grammatische Probleme, wenn das Sternchen oder gar die ganze Endung weggelassen wird:
Dies ist der Fall bei Umlautungen – nicht: Ärzt*in, Bauer*in.
[…] bei flektierten Formen – nicht: Kolleg*in, Ärzt*innen, den Schüler*innen.
[…] besser nicht: die*der Schüler*in und ihre*seine Eltern, ein*e gute*r Schüler*in. […] besser nicht: die Schüler*in und ihre Eltern.
[…] Wird die weibliche Endung weggelassen und bleibt nur das Sternchen stehen, bleibt nur das nicht geschlechtergerechte generische Maskulinum. […] besser nicht: Kollegen*, Maler*

GfdS (August 2020)[162]

Ihre Haltung zum geschlechtergerechten Formulieren fasst die GfdS im Mai 2021 zusammen: „‚Ja zum Gendern‘ – wenn es verständlich, lesbar und regelkonform ist. […] Zwar stehen wir dem Gendersternchen kritisch gegenüber, nicht aber dem Gendern an sich.“[163]

Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) erklärt im März 2021 in seinen aktualisierten Richtlinien: „Gendern durch Sonderzeichen und Typografie […] ist nicht zu empfehlen.“ Von allen Genderzeichen gibt der Verband allerdings dem Genderstern den Vorrang: „Falls jedoch mit Kurzformen gegendert werden soll, empfiehlt der DBSV, das Sternchen zu verwenden, weil es laut Veröffentlichungen des Deutschen Rechtschreibrates die am häufigsten verwendete Kurzform ist und so dem Wunsch nach einem Konsenszeichen am nächsten kommt“ (siehe auch DBSV-Kritik an Gender-Pausen).[164]

Schweizerische Bundeskanzlei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2021 erlässt die schweizerische Bundeskanzlei eine Weisung, in der sie Sternchen, Doppelpunkt, Unterstrich und Mediopunkt für deutschsprachige Texte der Bundesverwaltung ablehnt:

„Die Bundeskanzlei ist sich bewusst, dass Menschen, die vom herkömmlichen binären Geschlechtermodell nicht erfasst werden, auch in einer Sprache, die ebenfalls nur zwei Geschlechter kennt, nicht gleich repräsentiert sind wie Frauen und Männer. Die Bundeskanzlei anerkennt deshalb auch das Anliegen, das hinter dem Genderstern und ähnlichen neueren Schreibweisen zur Gendermarkierung steht: eine Sprache zu verwenden, die möglichst alle Menschen einbezieht und niemanden ausschliesst. Aus Sicht der Bundeskanzlei sind typografische Mittel wie der Genderstern, Genderdoppelpunkt, der Gender-Gap und Gender-Mediopunkt aber nicht geeignet, diesem Anliegen gerecht zu werden: Zum einen leisten sie nicht, was sie leisten sollten, und zum andern verursachen sie eine ganze Reihe von sprachlichen Problemen. Ausserdem sprechen auch sprachpolitische und rechtliche Gründe gegen die Verwendung dieser Mittel.
In den Texten des Bundes werden der Genderstern und ähnliche Schreibweisen deshalb nicht verwendet. Stattdessen kommen je nach Situation Paarformen (Bürgerinnen und Bürger), geschlechtsabstrakte Formen (versicherte Person), geschlechtsneutrale Formen (Versicherte) oder Umschreibungen ohne Personenbezug zum Einsatz. Das generische Maskulin (Bürger) ist nicht zulässig. Für die Bundeskanzlei steht dabei ausser Frage, dass auch dort, wo in Texten des Bundes Paarformen (Bürgerinnen und Bürger) verwendet werden, alle Geschlechtsidentitäten gemeint sind. Die deutsche Sprache hat bislang keine Mittel herausgebildet, die es erlauben würden, auch Geschlechtsidentitäten ausserhalb des binären Modells in solchen Formulierungen ausdrücklich zu erwähnen. Dennoch versteht die Bundeskanzlei Paarformen als sprachliche Klammern, die Diversität markieren und alle miteinschliessen sollen.“[165]

Deutschsprachige Nachrichtenagenturen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2021 haben acht der größten deutschsprachigen Nachrichtenagenturen (dpa, epd, KNA, Reuters, APA, AFP, SDA, SID) „ein gemeinsames Vorgehen vereinbart, um diskriminierungssensibler zu schreiben und zu sprechen“; sie wollen die Verwendung des generischen Maskulinums „zurückdrängen“, aber keine Genderzeichen nutzen,[166] wie dpa erklärt:

„Noch ist unklar, ob und welches der Sonderzeichen (Genderstern, Unterstrich, Doppelpunkt etc.), die auch nicht-binäre Geschlechtsidentitäten abbilden sollen, sich im allgemeinen Sprachgebrauch durchsetzen wird. Bis auf weiteres verzichten die Nachrichtenagenturen daher auf die Verwendung dieser Zeichen. Bislang entsprechen sie auch weder dem amtlichen Regelwerk der deutschen Rechtschreibung noch dem allgemeinen Sprachverständnis beziehungsweise der allgemeinen Sprachpraxis. Aber viele andere Möglichkeiten zur Vermeidung diskriminierender Sprache und zur Sichtbarmachung von Diversität sind konsequent zu nutzen.“[167]

APA-Chefredakteur Johannes Bruckenberger erläutert: „Die sprachliche Sichtbarkeit von Frauen in unseren Texten ist erklärtes Ziel. Nicht nur aus gesellschaftlicher Verantwortung, sondern auch auf Basis des journalistischen Grundsatzes, Mehrdeutigkeit zu vermeiden. In einer oftmals emotional geführten Debatte bemühen wir uns um einen ausgewogenen Weg zwischen Anforderungen an Lesbarkeit und Textlänge sowie an gendergerechte Standards und werden unsere Handhabung laufend weiter evaluieren.“[168]

dpa-Kommunikationschef Jens Petersen erklärt zum gemeinsamen Vorgehen: „Nach der Rechtschreibreform hat sich die Arbeitsgemeinschaft der deutschsprachigen Nachrichtenagenturen als gemeinsames Diskussionsforum und Netzwerk etabliert, das zu gemeinsamen Positionen findet. Die Idee für ein gemeinsames Vorgehen im Hinblick auf eine diskriminierungssensible Berichterstattung ist über einen längeren Zeitraum im kontinuierlichen Austausch untereinander entstanden. Die Agenturen stimmen sich auch in anderen Fragen immer wieder ab, wie beispielsweise bei Transkriptionen. Die gemeinsamen Kunden sollen nach Möglichkeit ein Angebot erhalten, das in den wichtigen Standards einheitlich ist. […] Wir bei dpa beschäftigen uns schon seit längerer Zeit mit diskriminierungssensibler Berichterstattung. […] Unsere Kunden entscheiden selbstverständlich komplett selbst, wie sie mit unseren Inhalten arbeiten. […] Viele Redaktionen führen ähnliche Diskussionen wie wir. Die bisher sichtbaren Ausprägungen in den Blättern, Portalen und Sendungen sind daher sehr unterschiedlich. Deshalb wollen wir mit Hilfe der kommenden Umfrage zunächst valide Daten sammeln und dann die möglichen Schritte besprechen.“[166]

dpa-Nachrichtenchef Froben Homburger hatte die Ablehnung von Genderzeichen bereits Mitte 2019 geäußert: „Wir wollen jenen Spielraum für Gendergerechtigkeit nutzen, den uns die Sprache auch ohne solche besonderen Schreibweisen schon jetzt lässt.“[169]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuelle Materialsammlung Portal Frauen: Gendergerechte Sprache – Leitfäden, Presse, Studien, Videos

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2021:

2020:

2019:

  • Vít Kolek: Discourse of Non-Heteronormative Labelling in German-Language Press: The Case of Gendersternchen. In: Slovenščina 2.0: Empirical, Applied and Interdisciplinary Research. Band 7, Nr. 2: Language and Gender, 31. Dezember 2019, S. 118–140 (englisch; doi:10.4312/slo2.0.2019.2.118-140; Volltext: PDF: 270 kB, 23 Seiten auf uni-lj.si).
  • Gabriele Diewald, Anja Steinhauer: Duden: Gendern – ganz einfach! Herausgegeben von der Duden-Redaktion. Dudenverlag, Berlin März 2019, ISBN 978-3-411-74335-3, S. 29: Schüler*innen: Sternchen (kompakter Ratgeber).

2018:

2017:

  • Anja Steinhauer, Gabriele Diewald: Richtig gendern: Wie Sie angemessen und verständlich schreiben. Herausgegeben von der Duden-Redaktion. Dudenverlag, Berlin Oktober 2017, ISBN 978-3-411-74357-5, S. 46: Sternchen (Seitenvorschau in der Google-Buchsuche).

2016:

  • Duden-Redaktion: geschlechtergerechter Sprachgebrauch. In: Duden – Das Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle: Richtiges und gutes Deutsch (= Duden. Band 9). 8., vollständig überarbeitete Auflage. Dudenverlag, Berlin Dezember 2016, ISBN 978-3-411-04098-8, S. 387–395, hier S. 390–391: Großes I, Asterisk und Unterstrich (Seitenvorschauen in der Google-Buchsuche).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiktionary: Gendersternchen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Debatten Pro und Kontra:

  1. Audio: Friederike Sittler vs. Sabine Krome (Geschäftsführerin Rechtschreibrat): Notwendig oder nervig – wie viel Gendern brauchen wir? In: hr-info. 12. Februar 2021 (30:44 Minuten; Zitate).
  2. Benjamin Laufer (CvD Digitales) vs. Annette Bruhns (Chefredakteurin): Lasst uns den Genderstern umarmen!Verständlich schreiben – ohne Sternchen! In: Hinz&Kunzt. 10.–11. Februar 2021.
  3. Audio: Nils Pickert (Redakteur Pinkstinks) vs. Nele Pollatschek: Gendern oder nicht? Helfen * bei der Gleichstellung? In: Deutschlandfunk Kultur. 6. Februar 2021 (84 Minuten).
  4. Audio: Anatol Stefanowitsch, Erich Spiekermann (Typograf) vs. Friedrich Forssman: Debatte um das Gendern in der Sprache: Ein kleiner Stern gegen Jahrhunderte der UngleichheitGenderstern: „Das grenzt an eine Verschwörungstheorie“. In: Deutschlandfunk Kultur. 2. Februar ↔ 26. Januar 2021 (11:02 ↔ 8:56 Minuten).
  5. 350 Mitglieder der DGPuK vs. Rudolf Stöber (Universität Bamberg): Offener Brief an den Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. 31. Januar 2021 ↔ Genderstern und Binnen-I: Zu falscher Symbolpolitik in Zeiten eines zunehmenden Illiberalismus. In Publizistik. 16. Dezember 2020.
  6. Anne Wizorek vs. Rainer Moritz: Brauchen wir den Gender-Stern im Duden? In: Deutschlandfunk. 10. November 2018 (mit Audio: 24:50 Minuten).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Gästin, gastin (f.) In: Deutsches Wörterbuch. Band 4. 1878, Spalte 1482; Zitat: „das kein burger oder burgerin, gast oder gestin in diser stat Nuremberg .. peteln sol“.
  2. UNESCO, Unit for the Promotion of the Status of Women and Gender Equality: Guidelines on Gender-Neutral Language. 3. Ausgabe. Paris 1999, S. 1 (englisch; PDF: 2,8 MB, 58 Seiten auf uni-graz.at); Zitat: „[…] the first edition of the “Guide to Non-Sexist Language” in 1987.“
  3. Persson Perry Baumgartinger: Lieb[schtean] Les[schtean], [schtean] du das gerade liest… Von Emanzipation und Pathologisierung, Ermächtigung und Sprachveränderungen. In: Liminalis – Zeitschrift für geschlechtliche Emanzipation. Nr. 2, 26. Juni 2008, S. 24–39, hier S. 24 und 35 (PDF: 183 kB, 16 Seiten auf liminalis.de (Memento vom 31. Dezember 2013 im Internet Archive)).
  4. Beate Hausbichler: Gender/Sprache: Raum für _! In: dieStandard.at. 26. Oktober 2008, abgerufen am 26. März 2020.
  5. Steffen „Kitty“ Herrmann (alias S_he): Performing the Gap – Queere Gestalten und geschlechtliche Aneignung. In: Arranca! Nr. 28, November 2003, S. 22–26 (online auf arranca.org).
  6. Katy Steinmetz: The Oxford English Dictionary Added “Trans*.” Here’s What the Label Means. In: Time.com. 3. April 2018, abgerufen am 17. März 2021 (englisch).
  7. Alexander Regh: Transgender in Deutschland zwischen Transsexuellen-Selbsthilfe und Kritik an der Zweigeschlechterordnung. Quo Vadis, Trans(wasauchimmer)? In: polymorph (Hrsg.): (K)ein Geschlecht oder viele? Transgender in politischer Perspektive. Querverlag, Berlin 2002, ISBN 978-3-89656-084-1, S. 185–203, hier S. 191–192.
  8. Persson Perry Baumgartinger: Die staatliche Regulierung von Trans: Der Transsexuellen-Erlass in Österreich (1980–2010). Eine Dispositivgeschichte. Transcript, Bielefeld 2019, ISBN 978-3-8376-4854-6, S. 56; Zitat: „Der Begriff trans* bzw. ‚Trans*-Mensch‘ beginnt sich nach [Alexander] Regh (2002: 191–192) in den selbstbestimmten Trans-Kontexten Deutschlands seit Mitte der 1990er-Jahre zu etablieren (vgl. auch Schirmer 2010). Für Österreich vermute ich ein späteres Aufkommen des Begriffs, er wird auch heute noch in Österreich weniger oft verwendet als in Deutschland, am häufigsten in trans*queeren Kontexten.“
  9. Alexander Regh, Henrik Haas, Tim Klein: Trans* – FAQ v. 3.02. (Memento vom 16. Dezember 2001 im Internet Archive). In: transmann.de. Köln, Juli 2000, abgerufen am 17. März 2021 (Website von TransMann e. V.): „Änderung / […] / 2.1 – Erweiterung Bezeichnungen und kleine Ergänzungen – Februar 2000 / 3 – vollständige Überarbeitung – Juli 2000 / […]“.
  10. Sam Killermann: What does the asterisk in “trans*” stand for? In: ItsPronouncedMetrosexual.com. Erschienen Mai 2012, aktualisiert September 2018, abgerufen am 17. März 2021 (englisch); Zitat: “Trans* is an umbrella term that refers to a bunch of the identities within the gender identity spectrum.
  11. a b Persson Perry Baumgartinger: Die staatliche Regulierung von Trans: Der Transsexuellen-Erlass in Österreich (1980–2010). Eine Dispositivgeschichte. Transcript, Bielefeld 2019, ISBN 978-3-8376-4854-6, S. 55.
  12. Avery Tompkins: Asterisk. In: TSQ: Transgender Studies Quarterly. Jahrgang 1, Heft 1–2, 1. Mai 2014, S. 26–27 (englisch; Volltext: doi:10.1215/23289252-2399497).
  13. Beatrice Fischer, Michaela Wolf: Leitfaden zum geschlechtergerechten Sprachgebrauch: Zur Verwendung in Lehrveranstaltungen und in wissenschaftlichen Arbeiten. Institut für theoretische und angewandte Translationswissenschaft, Universität Graz, März 2009, S. 5 (PDF: 64 kB, 11 Seiten auf univie.ac.at).
  14. Jannik Franzen, Arn Sauer: Benachteiligung von Trans*Personen, insbesondere im Arbeitsleben. Herausgegeben von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS). Berlin Dezember 2010, S. 7 (PDF: 900 kB, 118 Seiten auf antidiskriminierungsstelle.de).
  15. a b Anja Steinhauer, Gabriele Diewald: Richtig gendern: Wie Sie angemessen und verständlich schreiben. Dudenverlag, Berlin 2017, ISBN 978-3-411-74357-5, S. 46.
  16. a b c Rat für deutsche Rechtschreibung (RdR): Bericht und Vorschläge der AG „Geschlechtergerechte Schreibung“ zur Sitzung des Rats für deutsche Rechtschreibung am 16.11.2018 – Revidierte Fassung… Mannheim, 28. November 2018, S. 11 (PDF: 455 kB, 11 Seiten auf rechtschreibrat.com).
  17. Matthias Kohlmaier: Kommentar: Gendern in der Sprache – Ein Sternchen für alle. In: Süddeutsche.de. 22. November 2015, abgerufen am 10. Februar 2020.
  18. a b Anatol Stefanowitsch: Revolutionär*innen, die auf Sternchen starren. In: Sprachlog.de. 24. November 2015, abgerufen am 10. Februar 2020.
  19. Wolfgang Schultheiß: Umgangsformen. Lit, Berlin 2019, ISBN 978-3-643-14132-3, S. 14.
  20. Gunnar Schupelius: Der Senat führt heimlich, still und leise das Gendersternchen ein. In: BZ-Berlin.de. 19. Juni 2019, abgerufen am 10. Februar 2020.
  21. Melanie Berger: So wird das Gendersternchen bisher gesetzlich und politisch gehandhabt. In: Tagesspiegel.de. 17. Mai 2018, abgerufen am 10. Februar 2020.
  22. Patricia Hecht: Gendersternchen auf dem Prüfstand. In: taz.de. 7. Juni 2018, abgerufen am 10. Februar 2020.
  23. Sophie Aschenbrenner: Aktuelles Lexikon: Gendersternchen. In: Süddeutsche Zeitung. 29. Januar 2021, abgerufen am 3. Juni 2021.
  24. Peter Schlobinski im Interview: Sprachwissenschaftler zieht Parallele zu Orwells 1984: „Soll da wegen einer Gesinnung gegendert werden?“ In: Der Tagesspiegel. 26. Mai 2021, abgerufen am 3. Juni 2021.
  25. a b Anna-Sophia Kleine im Gespräch: Katholische Kirche: „Gott* ist eben nicht nur Vater, sondern auch Mutter“. In: Die Zeit. 17. September 2020, abgerufen am 3. Juni 2021 (Referentin beim Verband Katholische Studierende Jugend, Mitglied der „Aktionsgruppe Gott*“).
  26. Worteintrag: Gendersternchen. In: Neologismenwörterbuch. 2019, abgerufen am 10. Februar 2020; Zitat: „Neologismus der Zehnerjahre“.
  27. a b Anatol Stefanowitsch: Laudatio zum Anglizismus des Jahres 2018: Gendersternchen. In: Sprachlog.de. 20. Januar 2019, abgerufen am 10. Februar 2020.
  28. Korpusanalysemethoden: Anglizismus des Jahres 2018. In: IDS-Mannheim.de. 2019, abgerufen am 10. Februar 2020.
  29. Rat für deutsche Rechtschreibung – Pressemeldung: Empfehlungen zur „geschlechtergerechten Schreibung“ – Beschluss des Rats für deutsche Rechtschreibung vom 16. November 2018. Mannheim, 16. November 2018 (PDF: 422 kB, 2 Seiten auf rechtschreibrat.com).
  30. Rat für deutsche Rechtschreibung (RdR): Geschlechtergerechte Schreibung: Empfehlungen vom 26.03.2021. In: Rechtschreibrat.com. 26. März 2021, abgerufen am 31. Mai 2021 (Kurzfassung, mit Downloadmöglichkeiten).
  31. Rat für deutsche Rechtschreibung (RdR), Pressemitteilung: Geschlechtergerechte Schreibung: Empfehlungen vom 26.03.2021. Mannheim, 26. März 2021 (PDF: 453 kB, 2 Seiten auf rechtschreibrat.com).
  32. a b Worteintrag: Genderstern, der. + Gendersternchen, das. In: Duden online. Abgerufen am 28. Juli 2021.
  33. Gabriele Diewald, Anja Steinhauer: Handbuch geschlechtergerechte Sprache: Wie Sie angemessen und verständlich gendern. Herausgegeben von der Duden-Redaktion. Dudenverlag, Berlin April 2020, ISBN 978-3-411-74517-3, S. 127: Anmerkung zur Normierung.
  34. Kathrin Kunkel-Razum (Leiterin der Duden-Redaktion), interviewt von Dieter Kassel: Der neue Duden ist da: Anglizismen, gendergerechte Sprache und Veraltetes. In: Deutschlandfunk Kultur. 12. August 2020, abgerufen am 15. August 2020.
  35. Duden-Redaktion (Hrsg.): Duden: Die deutsche Rechtschreibung (= Der Duden. Band 1/12). 28., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Berlin August 2020, ISBN 978-3-411-04018-6, S. 112–114: Geschlechtergerechter Sprachgebrauch, hier S. 112–113 (online auf duden.de).
  36. DIN 5008:2020-03: Schreib- und Gestaltungsregeln für die Text- und Informationsverarbeitung. Abschnitt 20: Nutzung von Briefvordrucken und -vorlagen. Teilabschnitt 20.9: Betreff und Teilbetreff. Unterabschnitt 20.9.4: Anrede.
  37. DIN 5008:2020-03: Abschnitt 1: Anwendungsbereich. Auszug: „Diese Norm legt nicht fest, ‚was‘ zu schreiben ist, sondern ‚wie‘ ein vorgegebener Inhalt dargestellt wird.“
  38. Westermann Informationsflyer: Neue Themen in der DIN 5008. 11. März 2020 (PDF: 860 kB, 2 Seiten auf schulbuchzentrum-online.de).
  39. Rat für deutsche Rechtschreibung (RdR): Die Entwicklung und Bewertung des Themas „Geschlechtergerechte Schreibung“ in der Beobachtung des Schreibgebrauchs 2018-2020 vom Rat für deutsche Rechtschreibung, gebilligt am 26.03.2021. Mannheim, 26. März 2021, S. 4, Tabelle („in einer (digitalen) Sitzung der Arbeitsgruppe am 15.12.2020 erarbeitet“; PDF: 916 kB, 5 Seiten auf rechtschreibrat.com; Infoseite).
  40. Sabine Krome (Geschäftsführerin RdR): Der Genderstern belegt den ersten Platz. In: Bundesverband der Kommunikatoren (BdKom): Kompendium Gendersensible Sprache: Strategien zum fairen Formulieren. Berlin November 2020, S. 44–45 (PDF: 2,5 MB, 56 Seiten auf bdkom.de).
  41. Dietmar Pieper, Silke Fokken u. a.: Diskriminiert die deutsche Sprache Frauen und soziale Minderheiten? Über die Debatte um das Gendersternchen. In: Der Spiegel. Nr. 10, 6. März 2021, S. 11 (spiegel.de hinter Bezahlschranke).
  42. Jens Martin Scherpe: Die Rechtsstellung von Trans*personen im internationalen Vergleich. Bundeszentrale für politische Bildung, 8. August 2018, abgerufen am 12. Juni 2020.
  43. Persson Perry Baumgartinger: Die staatliche Regulierung von Trans: Der Transsexuellen-Erlass in Österreich (1980–2010). Eine Dispositivgeschichte. Transcript, Bielefeld 2019, ISBN 978-3-8376-4854-6, S. 31 und 55–56.
  44. Tamás Jules Fütty, Marek Sancho Höhne, Eric Llaveria Caselles: Geschlechterdiversität in Beschäftigung und Beruf: Bedarfe und Umsetzungsmöglichkeiten von Antidiskriminierung für Arbeitgeber_innen. Herausgegeben von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Berlin, November 2020, S. 15–17: Begriffe zu geschlechtlicher Vielfalt, und S. 85–96: Geschlechterinklusive Sprache (Studie zu Geschlechterdiversen; Downloadseite).
  45. a b Bundesverband der Kommunikatoren (BdKom): Kompendium Gendersensible Sprache: Strategien zum fairen Formulieren. Berlin November 2020, S. 3, 29 und 32–37 (PDF: 2,5 MB, 56 Seiten auf bdkom.de; Infoseite).
  46. Ines Fuchs: „Princess Charming“ feiert Vielfalt! Was heißt eigentlich cis, nichtbinär oder trans? Wir erklären queere Begriffe. In: RTL.de. 10. Juni 2021, abgerufen am 15. Juni 2021.
  47. a b Alice Salomon Hochschule Berlin, Frauen*beauftragte: Geschlechtergerechte Sprache. Abgerufen am 4. Juli 2021 (Leitfaden: PDF: 162 kB, 2 Seiten auf ash-berlin.eu).
  48. Stadt Frankfurt, Frauenreferat: Geschlechtergerechtigkeit in Wort und Tat. In: Frankfurt.de. Abgerufen am 5. Juni 2021.
  49. Frauenreferat der Stadt Frankfurt am Main (Hrsg.): Hilfreiche Tipps und gute Argumente für eine geschlechtergerechte Sprache. 12. November 2020, S. 7 (PDF: 1,3 MB, 12 Seiten auf frankfurt.de).
  50. Till Randolf Amelung: Trans – wieviel Sternchen soll es sein? In: Genderleicht.de. 20. August 2020, abgerufen am 5. Juni 2021.
  51. Hengameh Yaghoobifarah: Stars und Sternchen: Einfach an jedes gegenderte Wort ein * klatschen und alle sind mitgedacht? So einfach ist es leider nicht. In: Missy Magazine. 11. Mai 2018, abgerufen am 5. Juni 2021.
  52. Hans Monath: Geschlechtergerechte Sprache: Justizministerin Barley unterstützt Genderstern im Duden. In: Tagesspiegel.de. 19. Mai 2018, abgerufen am 5. November 2020.
  53. a b Stadtverwaltung Hannover: Neue Regelung für geschlechtergerechte Sprache. In: Hannover.de. 18. Januar 2019, abgerufen am 8. Juli 2021.
  54. Meldung: „Lehrende“ statt „Lehrer“: Hannover führt gendergerechte Sprache ein. In: Der Spiegel. 22. Januar 2019, abgerufen am 8. Juli 2021.
  55. Hartmut El Kurdi: Die Wahrheit: Genderkrieg in Hannover*in. In: taz.de. 27. Februar 2019, abgerufen am 22. März 2020.
  56. Meldung (dpa): Kommunen – Hannover: Wirbel um gendergerechte Sprache hat sich gelegt. In: Süddeutsche.de. 11. September 2019, abgerufen am 22. März 2020.
  57. Frederike Kämpfe, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Hannover, interviewt von Johannes Döbbelt: Kommunikation – Gender und Sprache: Was Hannover seit 2019 macht. In: Deutschlandfunk Nova. 23. März 2020, abgerufen am 25. März 2020.
  58. Flensburg, Gleichstellungsbüro und Oberbürgermeisterin: Leitfaden Gendergerechte Sprache. 17. Juni 2019 (PDF: 2,8 MB, 6 Seiten auf gleichstellung-sh.de; Infoseite).
  59. Irene Burow: Mitarbeiter*innen: Kreis Segeberg nutzt jetzt offiziell das Gendersternchen. In: LN-online.de. 21. Oktober 2019, abgerufen am 22. März 2020.
  60. Filderstadt, Pressemitteilung: Filderstadt führt den Genderstern ein: Sprache als Wertschätzung aller Bürger*innen. In: Filderstadt.de. 21. Februar 2020, abgerufen am 31. Juli 2020.
  61. Rebecca Anna Fritzsche: Genderdebatte: Filderstadt ist bei diesem Thema Vorreiter*in. In: Stuttgarter Zeitung. 30. Januar 2020, abgerufen am 22. März 2020.
  62. Pressemitteilung: Verwaltungssprache soll geschlechtergerecht sein: Stadt Wolfsburg nimmt die geschlechtergerechte Sprache in die Allgemeinen Geschäftsanweisungen auf. In: Wolfsburg.de. 2. Juni 2020, abgerufen am 5. Juni 2020 (Unterabschnitt auf der langen Seite).
  63. Meldung: Sprache in Wolfsburg soll geschlechtergerecht sein. In: Wolfsburger-Nachrichten.de. 2. Juni 2020, abgerufen am 5. Juni 2020.
  64. Stuttgart, Abteilung für Chancengleichheit und Diversity: Hinweise zur Umsetzung der geschlechtersensiblen Sprache für die Verwaltung der Landeshauptstadt Stuttgart. 28. April 2020 (PDF: 1,1 MB, 10 Seiten auf stuttgart.de; Infoseite).
  65. Südwestrundfunk: Gendersternchen und geschlechtsneutrale Formulierungen: Genderleitfaden im Stuttgarter Rathaus polarisiert. In: SWR.de. 4. August 2020, abgerufen am 12. August 2020.
  66. Stadt Dortmund, Pressemitteilung: Vielfalt: Stadt Dortmund veröffentlicht Leitfaden für gendersensible Sprache. Dortmund, 26. Mai 2020, abgerufen am 30. März 2021 (mit Downloadangebot).
  67. Landeshauptstadt Dresden, Gleichstellungsbeauftragte: Geschlechtergerechte Sprache in der Verwaltung. Juli 2020 (PDF: 437 kB, 14 Seiten auf dresden.de).
  68. Kiel, Pressereferat: Leitfaden für Mitarbeiter*innen der Landeshauptstadt Kiel zu gendergerechter Kommunikation. Mai 2020 (PDF: 265 kB, 29 Seiten auf gleichstellung-sh.de).
    Ebenda: Nachhaltiges Kiel: Menschenrecht ist weiblich. 2020, Abschnitt Fair Language – jetzt in der Kieler Stadtverwaltung (Infoseite).
    Ebenda, Konzept: Gendergerechte Kommunikation in der Landeshauptstadt Kiel. Mai 2020 (PDF: 429 kB, 24 Seiten auf gleichstellung-sh.de).
  69. Michael Kluth: Gendergerechte Sprache: Kiel führt Geschlechter-Sternchen ein. In: Kieler Nachrichten. 5. Juni 2020, abgerufen am 8. Juni 2020 (hinter einer Paywall).
  70. Christine Olderdissen: Kiel gendert: Wie die Verwaltung behutsam zum Sternchen kam. In: Genderleicht.de. 4. März 2021, abgerufen am 20. Juni 2021.
  71. a b Fachhochschule Kiel, Gleichstellungsbeauftragte: Kurzinformation zur geschlechtergerechten Ansprache anlässlich des Beschlusses vom Bundesverfassungsgericht zur dritten Option eines positiven Geschlechtseintrags. 5. September 2019 (PDF: 221 kB, 1 Seite auf fh-kiel.de; Infoseite).
  72. Wolfgang Voigt: Thema in der Karlsruher Stadtverwaltung: Mehr Gerechtigkeit mit Gender-Sternchen und Doppelpunkt? In: BNN.de. 10. Oktober 2020, abgerufen am 18. Oktober 2020.
  73. Stadt Frankfurt am Main, Frauenreferat (Rosemarie Heilig, Gabriele Wenner): Hilfreiche Tipps und gute Argumente für eine geschlechtergerechte Sprache. 12. November 2020 (PDF: 1,3 MB, 12 Seiten auf frankfurt.de; Infoseite).
  74. Sandra Busch, Georg Leppert: Römerbriefe: Keine Zeit. In: Frankfurter Rundschau. 18. November 2020, abgerufen am 22. November 2020.
  75. Matthias Stolz, Julia Reinl (Recherche): Deutschlandkarte: Wie Städte gendern. In: Zeitmagazin. 1. Januar 2021, abgerufen am 3. Juni 2021;
    ebenda: Deutschlandkarte: Grafik (archiviert).
  76. Stadt Mülheim an der Ruhr, Gleichstellungsstelle: Leitlinien Gendergerechte Sprache. Januar 2021, S. 8 und S. 4 (PDF: 150 kB, 9 Seiten auf muelheim-ruhr.de; Infoseite).
  77. Fatma Aydemir: das detail: Gendern im Bundestag. In: taz.de. 3. März 2021, abgerufen am 8. März 2021.
  78. Stadt Köln, die Oberbürgermeisterin: Leitfaden für eine wertschätzende Kommunikation bei der Stadt Köln. 11. Februar 2021 (PDF; 1,2 MB, 56 Seitenauf stadt-koeln.de; Infoseite); Zitat S. 50: „Die Umsetzung erfolgt für das gesprochene Wort und im Schrift- und Bildverkehr sukzessive ab dem 01.03.2021.“ Zitat S. 58: „Wir danken der Stadt Dortmund, dass wir uns an deren Veröffentlichung ‚Leitfaden für gendersensible Sprache bei der Stadt Dortmund Stand: Mai 2020‘ orientieren durften.“
  79. a b Universität zu Köln, Gleichstellungsbüro: ÜberzeuGENDERe Sprache: Leitfaden für eine geschlechtersensible Sprache. 6., überarbeitete und erweiterte Auflage. 19. Februar 2020, S. 19 (PDF: 1,1 MB, 32 Seiten auf uni-koeln.de; Infoseite); Zitat: „Der Gender-Gap ‚_‘ und das Gender-Sternchen ‚*‘ können verwendet werden. […] Das Gleichstellungsbüro der Universität zu Köln bevorzugt aus diesen Gründen das Gender-Sternchen. Denn wir verfolgen das Ziel, alle geschlechtlichen Identitäten in unserer Sprache abzubilden.“
  80. Kanton Basel-Stadt, Präsidialdepartement: Paarformen. In: Gleichgestellt.ch. April 2021, abgerufen am 3. Juni 2021 (Portalseite).
  81. Kanton Basel-Stadt: Sprache beeinflusst unser Denken. In: gleichgestellt.ch. 2021, abgerufen am 3. Juni 2021.
  82. Gender app: Über gender app. 2021, abgerufen am 3. Juni 2021 (Genderwörterbuch).
  83. Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung Gesellschaft und Arbeit: Leitfaden für eine geschlechtergerechte Sprache in Bild und Schrift. 6. Auflage. Innsbruck, Mai 2021, S. 6 und 8–9 (PDF: 2,8 MB, 21 Seiten auf tirol.gv.at; Infoseite).
  84. Meldung: Hamburger Behörden dürfen jetzt gendern. In: NDR.de. 15. Juni 2021, abgerufen am 20. Juni 2021.
  85. Stadt Bonn, Oberbürgermeisterin, Gleichstellungsstelle: Leitfaden „Geschlechtergerechte Sprache in der Stadtverwaltung Bonn“ Bonn, Juni 2021, S. 2 (PDF: 4,1 MB, 4 Seiten auf bonn.de).
  86. Stadt Bonn, Gleichstellungsstelle: Leitfaden „Geschlechtergerechte Sprache“ der Stadt Bonn. In: Bonn.de. 2021, abgerufen am 10. Juni 2021.
  87. TU9-Expertinnenrunde Gleichstellung: TU9-Handreichung: Empfehlungen zur geschlechter-sensiblen Verwendung von Sprache. Berlin, September 2019 (PDF: 151 kB, 3 Seiten auf tu-darmstadt.de; Infoseite).
  88. Universität Konstanz: Leitlinie zu inklusiver Sprache. 22. Januar 2020 (PDF: 84 kB, 1 Seiten auf uni-konstanz.de).
    Ebenda, Gleichstellungsreferat: Fair sprechen – gendergerecht und inklusiv.
  89. Universität Stuttgart, Gleichstellungsreferat: Leitfaden der Universität Stuttgart zur geschlechtersensiblen Verwendung von Sprache. 24. März 2020, S. 3 (PDF: 563 kB, 9 Seiten auf uni-stuttgart.de; Infoseite; in Anlehnung an die TU9-Handreichung Empfehlungen zur geschlechtersensiblen Verwendung von Sprache).
  90. Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Büro für Gender und Diversity: Erfolgreich kommunizieren: Empfehlungen für einen geschlechtersensiblen Sprachgebrauch Erlangen, 31. Juli 2019, S. 5 (PDF: 218 kB, 12 Seiten auf gender-und-diversity.fau.de; Infoseite).
  91. Technische Universität Berlin, Koordinationsbüro für Frauenförderung und Gleichstellung: Geschlechtersensible Sprache – Ein Leitfaden. 2., aktualisierte Auflage. 5. Februar 2020, S. 9 (PDF: 946 kB, 28 Seiten auf tu-berlin.de; Infoseite).
  92. Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf: Empfehlung für die Verwendung gendersensibler Sprache an der Filmuniversität. Berlin, 14. April 2020, S. 2 (PDF: 248 kB, 3 Seiten auf filmuniversitaet.de); Zitat: „Die Empfehlung für die Angehörigen der Filmuniversität (Mitarbeiter*innen, Student*innen, etc.) lautet, möglichst neutrale Formulierungen zu finden und andernfalls das ‚Gender-Sternchen‘ zu verwenden.“
  93. Uta Deffke: Über gesprochene Pausen und den Respekt: Wie geschlechtergerechte Sprache uns prägt. In: Adlershof Journal. 25. Juni 2020, abgerufen am 3. Juni 2021.
  94. Universität Potsdam, Koordinationsbüro für Chancengleichheit: Gendergerechte Sprache an der Hochschule. In: Uni-Potsdam.de. 11. Mai 2020, abgerufen am 29. Juli 2021.
  95. Universität Hamburg, Stabsstelle Gleichstellung: Geschlechtergerechte Sprache an der Universität Hamburg. Erarbeitet von einer Expert:innenkommission aus Mitgliedern verschiedener Fachrichtungen der Universität Hamburg. 6. Juli 2020, S. 7–8 und 11–12 (PDF: 240 kB, 17 Seiten auf uni-hamburg.de; Infoseite).
  96. Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Gleichstellungsbüro: Handlungsempfehlungen für eine diversitätssensible Mediensprache. Redaktionsschluss: 20. September 2016. Frankfurt am Main, 9. März 2017 (PDF: 3,5 MB, 96 Seiten auf uni-frankfurt.de; Infoseite).
  97. Technische Universität Darmstadt, Gleichstellungsbeauftragte: Empfehlungen für geschlechtergerechtes Formulieren an der TU Darmstadt. In: TU-Darmstadt.de. 2021, abgerufen am 27. Juli 2021.
  98. Philipps-Universität Marburg, Frauenbeauftragte: Empfehlung der Gleichstellungskommission der Philipps-Universität für die Verwendung einer gendergerechten Sprache. Marburg, Januar 2018 (PDF: 84 kB, 2 Seiten auf uni-marburg.de; Erstversion: Oktober 2016; Infoseite).
  99. Universität Greifswald, Zentrale Gleichstellungsbeauftragte: Handreichung zur geschlechtergerechten Sprache. September 2019, S. 2 (PDF: 323 kB, 6 Doppelseiten auf uni-greifswald.de); Zitat: „Der Senat der Universität Greifswald hat in seiner Sitzung vom 17. April 2019 die Umsetzung der geschlechtergerechten Sprache beschlossen. […] ‚Dabei sind bevorzugt geschlechtsneutrale Formulierungen zu verwenden. Sofern das nicht möglich ist, soll der Genderstern* gegenderte und ungegenderte Personenbezeichnungen ersetzen.‘“
  100. Universität Vechta, Stabsstelle für Gleichstellung und Vielfalt: Empfehlungen zur Anwendung geschlechtergerechter Sprache an der Universität Vechta. In: Uni-Vechta.de. Stand: 28. März 2018, abgerufen am 29. Juli 2021.
  101. Leuphana Universität Lüneburg, Gleichstellungsbüro: Geschlechtergerechte Sprache. In: Leuphana.de. 21. Juli 2021, abgerufen am 29. Juli 2020 (seit April 2020; Arbeitshilfe).
  102. Universität Osnabrück, Gleichstellungsbüro: Sprache und Geschlecht. In: Uni-Osnabrueck.de. 25. Juni 2021, abgerufen am 9. Juli 2021.
  103. Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Zentrale Gleichstellungsbeauftragte: Geschlechtergerechte Sprache: Leitfaden für eine gerechte und diskriminierungsfreie Sprache. Düsseldorf März 2017, aktualisierte Version: 2020, S. 5 (PDF: 200 kB, 20 Seiten auf uni-duesseldorf.de; Infoseite).
  104. RWTH Aachen, Gleichstellungsbüro: Geschlechtergerechte Sprache – Handreichung. Aachen, 3. Februar 2021 (PDF: 1,3 MB, 20 Seiten auf rwth-aachen.de; Infoseite).
  105. Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Gleichstellungsbüro: Empfehlungen für eine geschlechtergerechte Sprache. Bonn, 11. Februar 2019 (PDF: 965 kB, 2 Seiten auf uni-bonn.de; Infoseite).
  106. Universität Bielefeld, Abteilung Medien & News: Gendersternchen: Was ist das? In: Uni-Bielefeld.de/Verwaltung. 11. Februar 2020, abgerufen am 26. März 2020.
  107. Bergische Universität Wuppertal, Stabsstelle für Gleichstellung und Vielfalt: Geschlechtergerechte Sprache. In: Uni-Wuppertal.de. Abgerufen am 9. Juli 2021 (Genderstern ab Oktober 2019).
  108. Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Gleichstellungsbeauftragte: Leitfaden der Philosophischen Fakultät für eine gendergerechtere Sprache. Kiel, 11. Januar 2017 (PDF: 77 kB, 2 Seiten auf uni-kiel.de; Infoseite).
  109. Bauhaus-Universität Weimar, Gleichstellungsbüro: Sprache gemeinsam verändern: Anregungen zum gendersensiblen Formulieren. 2021, abgerufen am 29. Juli 2021 (Sternchen seit April 2020).
  110. Universität Wien, Personalwesen und Frauenförderung: Geschlechterinklusiver Sprachgebrauch in der Administration der Universität Wien: Leitlinie und Empfehlungen zur Umsetzung. Wien, 3. Dezember 2019, S. 3 (PDF: 150 kB, 3 Seiten auf univie.ac.at); Zitat: „Um die Realität geschlechtlicher Vielfalt sprachlich sichtbar zu machen, sollte mit Sternchen * gegendert werden. Der sogenannte Genderstern * wird in der mündlichen Kommunikation als kurze Pause gesprochen.“ Im Anschluss wird auf die Probleme von Vorleseprogrammen (Screenreadern) hingewiesen.
    Portalseite der Frauenförderung: Geschlechterinklusive Sprache.
  111. Hans Rauscher: Der Genderstern: Die Universität Wien versucht eine „geschlechtergerechte und inklusive Sprache“ in ihrer Kommunikation umzusetzen. In: DerStandard.de. 6. Dezember 2019, abgerufen am 10. Februar 2020.
  112. Medizinische Universität Graz, Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen, Gender:Unit: Gender : Diversität Sprache: Was ist inklusive Sprache? Graz, 11. November 2020, S. 4 (PDF: 3,4 MB, 8 Seiten auf medunigraz.at; Infoseite).
  113. Universität Zürich, Abteilung Gleichstellung und Diversität: Geschlechtergerechte Sprache an der UZH. In: UZH.ch. 24. Juni 2021, abgerufen am 1. Juli 2021.
  114. ze.tt-Redaktion: Netiquette und Gendern: Warum gendern wir? 2020, abgerufen am 5. April 2020.
    Ebenda: archivierte Version vom 13. November 2016 (Memento vom 13. November 2016 im Internet Archive).
  115. Meike Dülffer: Warum wir nicht gendern. In: Blog.Zeit.de/Glashaus. 7. Februar 2018, abgerufen am 30. April 2020 (Textchefin von Zeit Online).
  116. Norddeutscher Rundfunk, Gleichstellung und Diversity: Sprache schafft Bewusstsein: Anregungen für einen geschlechtergerechten Sprachgebrauch. Hamburg, Februar 2019 (ndr.de [PDF; 107 kB, 8 S.]; Infoseite).
  117. Nicole Schmutte (Leiterin Gleichstellung und Diversity), interviewt von Christine Olderdissen: „Beim NDR gendern wir seit zwei Jahren.“ In: Genderleicht.de. 27. Juni 2019, abgerufen am 1. Juni 2020.
  118. Daniel Kalt: Fragen Sie Ihre Ärztin oder Apothekerin. In: DiePresse.com. 25. Februar 2020, abgerufen am 5. September 2020 (aus der Print-Ausgabe vom 23. Februar 2020).
  119. Meldung: Gender-Sternchen: Bei Spotify gibt es jetzt Künstler*innen. In: RedaktionsNetzwerk Deutschland. 21. Januar 2020, abgerufen am 10. Februar 2020; Ansichtsbeispiel auf Twitter.
  120. news aktuell, Pressemeldung: Keine einheitliche Regelung: Wie die PR mit gendergerechter Sprache umgeht. In: Presseportal.de 7. Mai 2020, abgerufen am 8. Mai 2020.
  121. Redaktioneller Text: Wie die PR mit gendergerechter Sprache umgeht. In: Werbewoche.ch 7. Mai 2020, abgerufen am 8. Mai 2020.
  122. Noura Maan (Redakteurin): Geschlechtergerechte Sprache: Revolution ohne Benimmregeln. In: dieStandard.at. 8. März 2020, abgerufen am 8. März 2020.
  123. Meldung (epd): Jugendsender des RBB: Bald gibt es das Gendersternchen auch gesprochen im Radio. In: Die Welt. 19. August 2020, abgerufen am 21. August 2020.
  124. Anne Fromm (Medienredakteurin der taz): Dokumentation: Der „missbräuchliche Knacklaut“ und die gendergerechte Sprache im ZDF und im WDR. In: Übermedien.de. 15. September 2020, abgerufen am 22. Januar 2021.
  125. Sebastian Geisler: „Liebe Zuschauer*innen“: Was ist denn bei den Öffentlich-Rechtlichen los? In: Bild.de. 10. Januar 2021, abgerufen am 3. Juni 2021.
  126. Ben Brüninghaus (Redakteur): Gendern auf PlayCentral.de – was, warum und wie? In: PlayCentral.de. 15. März 2021, abgerufen am 16. März 2021.
  127. Deutscher Frauenrat: Gleichstellungspolitik: Gender-Stern(*) für alle. In: Frauenrat.de. 23. Juli 2019, abgerufen am 1. Juni 2020.
  128. Christine Olderdissen: Luise F. Pusch – Die feministische Linguistik hat ihr Leben bestimmt. In: Genderleicht.de. 21. Juni 2019, abgerufen am 1. Juni 2020.
  129. Boehringer Ingelheim Pharma: Empfehlungen für wertschätzende Kommunikation bei Boehringer Ingelheim Deutschland. 2., überarbeitete Auflage (nach 2015). Ingelheim, Juli 2019, S. 12 (PDF: 5 MB, 40 Seiten auf boehringer-ingelheim.de; Infoseite).
  130. Europäischer Sozialfonds (ESF), Meldung: Warum Sie den Gender-Stern nutzen sollten … In: ESF.de. 1. Oktober 2019, abgerufen am 10. Juli 2020 (Bundesministerium für Arbeit und Soziales).
  131. Stadtverwaltung Kiel: Nachhaltiges Kiel: Menschenrecht ist weiblich. In: Kiel.de. Juni 2020, abgerufen am 8. Juni 2020.
  132. Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e. V.: „Sie ist unser bester Mann!“ Wirklich? Tipps für eine geschlechtergerechte Sprache. Hannover/Berlin April 2020 (PDF: 206 kB, 12 Seiten auf ekd.de; Infoseite).
  133. Meldung (epd): EKD will künftig in geschlechtergerechter Sprache kommunizieren. In: Evangelisch.de. 23. Juni 2020, abgerufen am 25. Juni 2020.
  134. Gesellschaft für deutsche Sprache, Pressemitteilung: GfdS wählt „Corona-Pandemie“ zum Wort des Jahres 2020. In: GfdS.de. 30. November 2020, abgerufen am 2. Dezember 2020.
  135. Paula Auksutat (Projektleiterin Microsoft): So gendert Microsoft: Inklusion mit Sternchen. In: KOM.com. 27. November 2020, abgerufen am 13. Dezember 2020.
  136. Bistum Hildesheim, Bischöfliches Generalvikariat, Stabsreferat Gleichstellung: Geschlechtersensible Sprache: Handreichung für das Bistum Hildesheim. Januar 2021, S. 7 (PDF: 810 kB, 17 Seiten auf bistum-hildesheim.de; Infoseite).
  137. Julia Wittenhagen: Gendersprache bei Otto: „Wir empfehlen, ohne vorzugeben“. In: Lebensmittel Zeitung. 8. März 2021, abgerufen am 3. Juni 2021.
  138. Deutscher Alpenverein e. V. (DAV): Gendersensible Sprache im DAV. In: Alpenverein.de. April 2021, abgerufen am 20. Juli 2021.
  139. Bundessteuerberaterkammer (BStBK): Berufsstatistik 2020: Erstmals über 100.000 Steuerberater*innen in Deutschland. In: BStBK.de. 1. April 2021, abgerufen am 3. Juni 2021.
  140. Meldung (KNA): Katholikenkomitee will geschlechtersensible Sprache benutzen: „Wertschätzende Ansprache“. In: Domradio.de. 24. April 2021, abgerufen am 3. Juni 2021.
  141. Gabriele Diewald, Rainer Moritz: Gendern und Sprache: Sternchen leuchten da nur wenig. In: Chrismon.evangelisch.de. 27. Januar 2021, abgerufen am 3. Juni 2021 (Debatte).
  142. Antonia Troschke: Gendersternchen und Co.: Warum junge hessische Autoren und Autorinnen gendern. In: Hessenschau.de. 12. April 2021, abgerufen am 3. Juni 2021 (zum Kinderbuch ISBN 978-3-945644-16-4).
  143. Janina Kugel im Gespräch: Ex-Siemens-Managerin Kugel: „Frauen sind auch nicht besser als Männer“. In: Augsburger Allgemeine. 21. März 2021, abgerufen am 3. Juni 2021 (zum Ratgeber ISBN 978-3-424-20251-9).
  144. Katharina Pirker: Klares Nein: Immer mehr gegen Binnen-I und Gender-Stern. In: Kronen Zeitung. 5. Juni 2021, abgerufen am 6. Juni 2021 (zum Sachbuch ISBN 978-3-218-01255-3).
  145. Armin Wolf (ZiB 2): Krieg der Sternchen: Ist Gendern der „Tod der Sprache“? (Spoiler: Nein). In: ArminWolf.at. Blog, 11. März 2021, abgerufen am 3. Juni 2021 (zum Sachbuch ISBN 978-3-218-01133-4).
  146. Christiane Hohenstein im Interview: Geschlechtergerechte Sprache: „Der Genderstern ermöglicht Diversität auf Wortebene“. In: Persönlich.com. 18. Mai 2019, abgerufen am 8. Juli 2021.
  147. a b Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein: Gendersternchen als Diskriminierung? In: Schleswig-Holstein.de. 6. Juni 2021, abgerufen am 7. Juni 2021
  148. a b Redaktion: LAG Schleswig-Holstein: Gendersternchen ist keine Diskriminierung. In: LTO.de. 6. Juni 2021, abgerufen am 7. Juni 2021.
  149. LAG Schleswig-Holstein, B. v. 22.06.2021 - 3 Sa 37 öD/21. In: juris.de. 22. Juni 2021, abgerufen am 13. Juli 2021.
  150. Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS): Frau – Mann – Divers: Die „Dritte Option“ und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). In: Antidiskriminierungsstelle.de. Juli 2021, abgerufen am 14. Juli 2021, Zitat: „Eine weitere Möglichkeit geschlechtsneutral auszuschreiben, ist der sogenannte Gender-Gap oder Gender-Star: z. B. ‚Industriemechaniker*in‘, ‚Finanzbuchalter*innen‘ oder ‚Verkäufer*in‘, ‚Jurist*innen‘“.
    Ebenda: Version 8. Juni 2021 (Memento vom 8. Juni 2021 im Internet Archive),Zitat: „Gender-Gap oder Gender-Star: z. B. ‚Industriemechaniker_in‘, ‚Finanzbuchalter_innen‘ oder ‚Verkäufer*in‘, ‚Jurist*innen‘.“.
  151. Christine Haas, Philipp Vetter: Kolleg*innen & Co.: Jede dritte deutsche Firma gendert – aber viele nur nach außen. In: Die Welt. 5. Juli 2021, abgerufen am 7. Juli 2021.
  152. Luise F. Pusch, interviewt von Nadja Schlüter: Gendern: „Das Gendersternchen ist nicht die richtige Lösung“. In: Jetzt.de. 22. April 2019, abgerufen am 11. Juli 2020.
  153. Luise F. Pusch: Debatte Geschlechtergerechte Sprache: Eine für alle. In: taz.de. 8. März 2019, abgerufen am 10. Februar 2020.
  154. Luise F. Pusch: Gendern – gerne, aber wie? Ein Ritt durch die feministische Sprachgeschichte und praktische Tipps von der Linguistin Luise F. Pusch. In: Neues-Deutschland.de. 23. Oktober 2019, abgerufen am 10. Februar 2020.
  155. Luise F. Pusch: Fühlen Sie sich mitgemeint! In: Emma.de. 12. Dezember 2018, abgerufen am 10. Februar 2020; Zitat: „Die feministische Linguistin Luise F. Pusch plädiert für eine ganz andere Lösung. Nämlich für das ‚generische Femininum‘.“
  156. Sara Weber: Liebe Leser*innen: Warum wir ab sofort das Gendersternchen benutzen. In: de.LinkedIn.com. 11. Juni 2019, Update: 28. September 2020, abgerufen am 14. Juni 2021.
  157. Meldung: Branchendienst: Turi2 schafft Gendersternchen wieder ab. In: Süddeutsche Zeitung. 9. März 2021, abgerufen am 23. April 2021.
    Peter Turi: turi2 schafft das Gendersternchen wieder ab – und setzt aufs generische Femininum. In: turi2.de. 8. März 2021, abgerufen am 1. Mai 2021.
  158. Benjamin Laufer (CvD Digitales): Gendern bei Hinz&Kunzt: Mit Kreativität und Doppelpunkt. In: Hinz&Kunzt. 1. Juni 2021, abgerufen am 3. Juni 2021.
    Ebenda Annette Bruhns (Chefredakteurin): Verständlich schreiben – ohne Sternchen! 11. Februar 2021;
    ebenda Benjamin Laufer: Lasst uns den Genderstern umarmen! 10. Februar 2021.
  159. Judith Wittwer (Chefredakteurin): Transparenz-Blog: Warum verzichtet die SZ auf das Sternchen? In: Süddeutsche Zeitung. 27. Juli 2021, abgerufen am 30. Juli 2021.
  160. Gesellschaft für deutsche Sprache: Pressemitteilung GfdS: Gendersternchen und Co. mit deutscher Rechtschreibung nicht konform. In: GfdS.de. 13. August 2020, abgerufen am 15. August 2020.
  161. Meldung: Geschlechtergerechtigkeit: Gesellschaft für deutsche Sprache rät vom Gendersternchen ab. In: Queer.de. 14. August 2020, abgerufen am 2. Dezember 2020.
  162. Gesellschaft für deutsche Sprache: Leitlinien der GfdS zu den Möglichkeiten des Genderings – Abschnitt 2. Sparschreibungen/Kurzformen: e) Gendersternchen. In: GfdS.de. August 2020, abgerufen am 2. Dezember 2020 („Veröffentlicht: 20. November 2019, Stand: August 2020“).
  163. Gesellschaft für deutsche Sprache, Pressemitteilung: Klarstellung: Ja zum Gendern! In: GfdS.de. 26. Mai 2021, abgerufen am 27. Mai 2021.
  164. Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV): Gendern. In: DBSV.org. Stand: März 2021, abgerufen am 3. Juni 2021.
  165. Bundeskanzlei BK, Zentrale Sprachdienste Sektion Deutsch: Umgang mit dem Genderstern und ähnlichen Schreibweisen in deutschsprachigen Texten des Bundes. Weisung und Erläuterungen der Bundeskanzlei vom 15. Juni 2021. Bern, S. 1–2 (PDF: 340 kB, 6 Seiten auf bk.admin.ch; Infoseite).
  166. a b Jens Petersen (dpa) im Gespräch: dpa-Kommunikationschef zur genderneutralen Sprache: «Nachrichtensprache muss kurz und kompakt sein». In: KleinReport.ch. 29. Juni 2021, abgerufen am 16. Juli 2021.
  167. Deutsche Presse-Agentur (dpa), Pressemitteilung: Nachrichtenagenturen wollen diskriminierungssensibler berichten. In: Presseportal.de. 21. Juni 2021, abgerufen am 25. Juni 2021.
  168. Meldung: Nachrichtenagenturen wollen geschlechtsneutral(er) formulieren. In: Die Presse. 21. Juni 2021, abgerufen am 16. Juli 2021.
  169. Christine Olderdissen: Agenturen wie dpa texten jetzt sensibler. In: Genderleicht.de. 24. Juni 2021, abgerufen am 16. Juli 2021.