Pfeffelbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Pfeffelbach
Pfeffelbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Pfeffelbach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 32′ N, 7° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kusel
Verbandsgemeinde: Kusel-Altenglan
Höhe: 310 m ü. NHN
Fläche: 11,28 km2
Einwohner: 861 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 76 Einwohner je km2
Postleitzahl: 66871
Vorwahl: 06384
Kfz-Kennzeichen: KUS
Gemeindeschlüssel: 07 3 36 077
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 1
66869 Kusel
Webpräsenz: www.pfeffelbach.de
Ortsbürgermeister: Frank Aulenbacher (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Pfeffelbach im Landkreis Kusel
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Über dieses Bild

Pfeffelbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfeffelbach ist ein kleiner Ort in der Westpfalz. Auf der Gemarkung Pfeffelbach findet sich die mit 585 Metern höchste Erhebung im Kreis Kusel, der Herzerberg. Dort befindet sich sowohl eine kleine Aussichtsplattform, von der man bei gutem Wetter bis nach Kaiserslautern blicken kann, als auch eine Absprungschanze für Drachenflieger.

Namensgebend für den Ort ist der gleichnamige Bach, der unterhalb von Schwarzerden (Saarland) entspringt und nach knapp sechs Kilometern im Kuseler Ortsteil Diedelkopf in den Kuselbach mündet.

Zu Pfeffelbach gehören auch die Wohnplätze Altmühle, Bremmenmühle, Schwarzbornermühle und Wasserwerk.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Ort zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. Innerhalb des Oberamtes Lichtenberg war er namensgebender Hauptort einer Schultheißerei, zu der 19 Ortschaften gehörten. Nach der Einnahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen (1794) gehörte Pfeffelbach von 1798 bis 1814 zum Saardepartement. 1816 kam Pfeffelbach zum Fürstentum Lichtenberg, einer neugeschaffenen Exklave des Herzogtums Sachsen-Coburg-Saalfeld beziehungsweise ab 1826 des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha. Mit diesem fiel es 1834 an Preußen, das aus diesem Gebiet den Kreis St. Wendel schuf. Nach der Abtrennung des Hauptteils an das neugeschaffene Saargebiet entstand 1920 der Restkreis Sankt Wendel-Baumholder, zu dem der Ort bis 1937 gehörte, als er in den Kreis Birkenfeld eingegliedert wurde. 1969 wurde er in den Landkreis Kusel umgegliedert.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1945 war das KPD-Mitglied Elias Diehl Bürgermeister von Pfeffelbach. Von 1964 bis 1979 amtierte Edmund Müller als Bürgermeister. Müller war bei seiner Wahl Mitglied der illegalen KPD; 1969 trat er der DKP bei.[3]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Pfeffelbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Bis 2014 gehörten dem Gemeinderat 16 Ratsmitglieder an.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl SPD WGR Gesamt
2014 7 5 12 Sitze
2009 9 7 16 Sitze
2004 9 7 16 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Pfeffelbach
Blasonierung: „Von Silber und Silber geteilt, oben ein wachsender, rotbewehrter und -bezungter, blauer Löwe, unten ein bewurzelter, brauner Baum mit grünen Blättern.“

Landtagswahl 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Wahl zum Rheinland-Pfälzischen Landtag 2016 wählten 165 der 746 Wahlberechtigten in der Gemeinde Pfeffelbach mit ihrer Landesstimme die Partei Alternative für Deutschland.[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zweimal jährlich findet in einem Steinbruchgelände ein Autocrossrennen statt. Kirmes ist immer am vierten Sonntag im September. Des Weiteren findet jedes Jahr das Rockfestival Pfeffelbach Open Air (POA) am ersten Juli-Wochenende statt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Pfeffelbach gibt es einen Kindergarten, eine Grundschule, eine Bäckerei und eine Mehrzweckhalle. Im Ort findet man außerdem einen Heizungsbauer, einen Schlosser, ein Küchenstudio, ein Stuckateurgeschäft, eine Schreinerei, einen Arzt, mehrere Massagepraxen, sowie Fußpflege und Kosmetikstudios.

Im Südwesten verläuft die A 62. Von 1936 bis 1970 besaß Pfeffelbach einen Bahnhof an der Bahnstrecke Türkismühle–Kusel. In Kusel ist ein Bahnhof der Bahnstrecke Landstuhl–Kusel.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pfeffelbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2017[Version 2018 liegt vor.], S. 98 (PDF; 1,9 MB).
  3. Klaus J. Becker: Die KPD in Rheinland-Pfalz 1946–1956. V. Hase & Koehler, Mainz 2001, ISBN 3-7758-1393-4, S. 429, 473.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Landtagswahl 2016