Odenbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Odenbach
Odenbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Odenbach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 41′ N, 7° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kusel
Verbandsgemeinde: Lauterecken-Wolfstein
Höhe: 160 m ü. NHN
Fläche: 7,94 km2
Einwohner: 828 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 104 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67748
Vorwahl: 06753
Kfz-Kennzeichen: KUS
Gemeindeschlüssel: 07 3 36 074
Adresse der Verbandsverwaltung: Schulstraße 6 a
67742 Lauterecken
Website: www.vg-lw.de
Ortsbürgermeisterin: Helga Becker (Freie Liste Becker)
Lage der Ortsgemeinde Odenbach im Landkreis Kusel
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Über dieses Bild

Odenbach ist eine Ortsgemeinde im rheinland-pfälzischen Landkreis Kusel. Sie gehört der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt an der Einmündung des gleichnamigen Odenbachs in den Glan im Nordpfälzer Bergland. Im Nordosten befindet sich Meisenheim (Landkreis Bad Kreuznach), im Süden Adenbach und südwestlich liegt Medard.

Zu Odenbach gehören auch die Wohnplätze Dämmerhof, Hottenbusch, Kaiserhof und das Bahnwärterhaus Viermorgen.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Gemarkung wurden keltische Gräber und römische Funde entdeckt. Am 20. Mai 841 wurde Odenbach selbst erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte zur Grafschaft Veldenz, ehe er 1444 zu Pfalz-Zweibrücken kam. Herzog Johann I. entließ 1579 die Einwohner von Odenbach und einigen umliegenden Dörfern aus der Leibeigenschaft.[3] Die Gemeinde Odenbach hieß im Mittelalter nachweislich Odinbach.

Seit 1971 gehörte Odenbach zur Verbandsgemeinde Lauterecken, seit dem 1. Juli 2014 zur Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Odenbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl ("Freie Liste Becker" und "SPD-Liste") gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzende.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Überreste des Weiherturms, Ruine einer Wasserburg aus dem 12. Jahrhundert, Burg Odenbach, gelten als Wahrzeichen von Odenbach.

Das Rathaus stammt von 1570 und wird bis heute in seiner ursprünglichen Funktion genutzt.

Die Steinbogenbrücke über den Odenbach wurde 1748 gebaut und im Jahr 2018 größtenteils neu aufgebaut. Wesentliche konstruktive (Bogen) und historische Elemente (Brückenstein) blieben hierbei erhalten.

Die denkmalgeschützte ehemalige Synagoge von 1752 ist mit spätbarocken Wandmalereien verziert, der jüdische Friedhof besteht seit 1850.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Odenbach

Entlang des nordwestlich von Odenbach anstehenden Höhenzuges führt der „Pfälzer Höhenweg“ (insgesamt 112 km Länge).

Jährlich am dritten Wochenende im August findet die fünftägige Kirmes (Kerwe) statt.

Am 11. November findet jedes Jahr ein St.-Martins-Umzug und am 1. Advent ein Weihnachtsmarkt in der Ortsmitte statt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Odenbach gibt es eine Kindertagesstätte (Kita) mit drei Gruppen und insgesamt 60 Plätzen (Kinder U3 und Ü3 sowie Ganztagsplätze). Einzugsgemeinden für die Kita, die sich in Trägerschaft der Ortsgemeinde befindet, sind Odenbach sowie die Nachbarorte Adenbach, Ginsweiler und Medard.

Durch den Ort verläuft die Bundesstraße 420. Odenbach erhielt 1896 durch Eröffnung eines Bahnhofs an der als unmittelbare Fortsetzung der Lautertalbahn gebauten Strecke LautereckenOdernheim Anschluss an das Eisenbahnnetz. Dieses Teilstück ging 1904 in der in dem Jahr vollständig eröffneten Glantalbahn auf, die jedoch inzwischen stillgelegt ist. Im nahen Lauterecken ist ein Bahnhof der Lautertalbahn.

Odenbach hat eine Freiwillige Feuerwehr (Schwerpunktwehr) in der Trägerschaft der VG Lauterecken-Wolfstein. Außerdem gibt es eine Jugendfeuerwehr sowie eine Alterskameradschaft.

Die belebte Fahrrad-Draisinenstrecke-Glantal führt auf über 40 km durch das untere Glantal und somit durch das Pfälzer Bergland. Die Tour führt auf der stillgelegten Bahnstrecke von Altenglan über Lauterecken – Odenbach – Meisenheim nach Staudernheim.

Es existieren im Juli 2019 insgesamt 16 Vereine und etliche verschiedene Kleingewerbe in der Gemeinde.

Die ehemalige Grundschule „Birkenhof“ befindet sich mittlerweile in Privatbesitz, die ehem. Schulturnhalle wird mittlerweile als Sport- und Veranstaltungshalle genutzt.

Es existieren zwei Gemeindehäuser, eines in Trägerschaft der ev. Kirche RLP und eines in der Trägerschaft der Orts-/Verbandsgemeinde.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Odenbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2018[Version 2019 liegt vor]. S. 98 (PDF; 2,2 MB).
  3. Johann Georg Lehmann: Vollständige Geschichte des Herzogtums Zweibrücken und seiner Fürsten, Kaiser, 1867, S. 383 (Online-Ausgabe bei Google Books)
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen