Petershagen/Eggersdorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Petershagen/Eggersdorf
Petershagen/Eggersdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Petershagen/Eggersdorf hervorgehoben
Koordinaten: 52° 32′ N, 13° 48′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Märkisch-Oderland
Höhe: 57 m ü. NHN
Fläche: 17,63 km2
Einwohner: 14.520 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 824 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 15345 (Eggersdorf),
15370 (Petershagen)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 033439 und 03341Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: MOL, FRW, SEE, SRB
Gemeindeschlüssel: 12 0 64 380
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Markt 8
15345 Petershagen/Eggersdorf
Webpräsenz: www.doppeldorf.de
Bürgermeister: Olaf Borchardt (parteilos)
Lage der Gemeinde Petershagen/Eggersdorf im Landkreis Märkisch-Oderland
Altlandsberg Alt Tucheband Bad Freienwalde Beiersdorf-Freudenberg Bleyen-Genschmar Bliesdorf Buckow Falkenberg Falkenhagen Fichtenhöhe Fredersdorf-Vogelsdorf Garzau-Garzin Golzow Gusow-Platkow Heckelberg-Brunow Höhenland Hoppegarten Küstriner Vorland Lebus Letschin Lietzen Lindendorf Märkische Höhe Müncheberg Neuenhagen bei Berlin Neuhardenberg Neulewin Neutrebbin Oberbarnim Oderaue Petershagen/Eggersdorf Podelzig Prötzel Rehfelde Reichenow-Möglin Reitwein Rüdersdorf bei Berlin Seelow Strausberg Treplin Vierlinden Waldsieversdorf Wriezen Zechin Zeschdorf BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Petershagen/Eggersdorf ist eine Gemeinde im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg (Deutschland) östlich von Berlin.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Büdnerhaus in Petershagen
Kolonistenwohnhaus in Eggersdorf
Gedenkstein für Opfer des Faschismus in Petershagen

Im Ortsteil Eggersdorf befindet sich der ca. 4 Kilometer lange und 400 Meter breite Bötzsee, der höchstwahrscheinlich beim Abschmelzen des Eises in der Weichsel-Kaltzeit entstanden ist. Er liegt zusammen mit dem Fängersee und dem Gamensee in einem glazialen Rinnental. Zu- und Abfluss des Bötzsees bildet das Fredersdorfer Mühlenfließ.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Gemeinde Petershagen/Eggersdorf sind zwei Ortsteile nach § 45 der Brandenburger Kommunalverfassung ausgewiesen.

  • Eggersdorf
  • Petershagen

Hinzu kommt der Wohnplatz Pohrtsche Siedlung.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Petershagen/Eggersdorf entstand im Jahr 1993 im Zuge der Gebietsreform aus den damals selbstständigen Gemeinden Petershagen und Eggersdorf.

Zu DDR-Zeiten errichtete und unterhielt der VEB Fotochemische Werke Köpenick (ORWO) das FerienlagerHelmut Just“ zwischen Strausberg und Eggersdorf für die Kinder seiner Betriebsangehörigen. Nach 1990 wurde es dem Verfall preisgegeben.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1993 8 285
1994 8 681
1995 8 974
1996 9 502
1997 10 040
1998 10 615
1999 11 089
2000 11 614
Jahr Einwohner
2001 11 904
2002 12 197
2003 12 563
2004 12 846
2005 13 171
2006 13 356
2007 13 589
2008 13 749
Jahr Einwohner
2009 13 823
2010 13 875
2011 13 971
2012 14 079
2013 14 204
2014 14 364
2015 14 520

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[3][4] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung besteht aus 22 Gemeindevertretern und dem hauptamtlichen Bürgermeister und setzt sich seit der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 wie folgt zusammen[5] :

  • CDU: 19,7 % = 4 Sitze
  • Die Linke: 18,8 % = 4 Sitze
  • SPD: 13,9 % = 3 Sitze
  • Team für Petershagen/Eggersdorf (TfPE): 10,8 % = 2 Sitze
  • Petershagen-Eggersdorfer BürgerBündnis (PEBB): 7,5 % = 2 Sitze
  • Unabhängige Bürger Petershagen/Eggersdorf (UBPE): 6,9 % = 2 Sitze
  • FDP: 6,7 % = 2 Sitze
  • Alternative für Deutschland: 5,7 % = 1 Sitz
  • Bündnis 90/Die Grünen: 5,6 % = 1 Sitz
  • Freie Wähler-Vereinigung Petershagen/Eggersdorf (FWPE): 4,4 % = 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olaf Borchardt (parteilos) wurde in der Bürgermeisterwahl am 28. Februar 2010 mit 65,9 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 16. Januar 1996 genehmigt.

Blasonierung: „Geteilt durch einen silbernen Göpel; vorne in Rot ein goldener Schlüssel, hinten in Blau ein halber, golden-bewehrter silberner Steinbock, unten in Grün ein silberner Stern.“[7]

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkirche Petershagen
Dorfkirche Eggersdorf

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Petershagen/Eggersdorf stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmale.

  • Die evangelische Petruskirche Petershagen[8] in der Dorfstraße wurde 1910 als neogotischer Ziegelbau fertiggestellt. Sie hatte in den Jahrhunderten zuvor zwei Vorläufer: Bereits mit der frühesten Erwähnung des Dorfes Petershagen im Landbuch Kaiser Karls IV. im Jahr 1375 wird ein mittelalterlicher Feldsteinbau auf dem so genannten Kirchberg genannt. 1702 folgte ein barocker Fachwerkwerkbau. Wegen Baufälligkeit wurde der Kirchraum 1909 abgerissen. Ihren heutigen Namen erhielt die Kirche im September 2010.
    Die Bemalung des Innenraums orientiert sich an Dekorationsformen des Jugendstils. Der hochbarocke Kanzelaltar war ein Geschenk der Kirchengemeinde der Dorfkirche in Berlin-Friedrichsfelde. Die Orgel stammt von der Berliner Orgelbaufirma Gebrüder Dinse. An der Wand im nördlichen Seitenschiff unter der Empore befindet sich seit 2006 ein zeitgenössisches Kreuz aus El Salvador. Die Kirche wurde bereits 1982 aufgrund ihrer baugeschichtlichen und künstlerischen Bedeutung in die Kreisdenkmalliste Strausberg aufgenommen.
  • Die evangelische Dorfkirche Eggersdorf[9] an der Ecke Wilhelmstraße/Mühlenstraße stammt aus dem Jahre 1870 und fällt neben den typisch neugotischen Stilelementen vor allem durch ihre gelben Backsteinziegel auf. Seit dem Abschluss jahrelanger Sanierungsarbeiten im Jahr 2000 wird die Kirche von der Gemeinde großflächig beleuchtet.[10]
  • Die katholische Kirche St. Hubertus[11] in der Petershagener Elbestraße wurde 1933 vom Kirchenbaumeister Josef Bachem in einem eher schlichten, modernen Stil errichtet. Zur katholischen Gemeinde gehört die Blaskapelle St. Hubertus, gegründet im Jahr 1961. Neben der musikalischen Gestaltung von Gottesdiensten wird auch Unterhaltungsmusik zu weltlichen Anlässen aller Art in Berlin und im Umland geboten.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konzert der Dorfmusikanten
  • Der Verein Bauernvolk Eggersdorf e. V. wurde am 20. März 1999 gegründet. Sein vorrangiger Zweck ist „die Förderung und kulturhistorische Pflege des bäuerlichen Brauchtums, insbesondere deshalb, um in Eggersdorf ein jährlich wiederkehrendes Marktfest ins Leben zu rufen.“ Dementsprechend findet in Eggersdorf seitdem alljährlich zum Himmelfahrtstag ein großes Dorffest statt, in dessen Zentrum vor allem die Vorstellung und Wiederbelebung mittelalterlicher Bräuche und Kultur steht.
  • Der Verein Die Dorfmusikanten e. V., gegründet im November 2002 durch Laienmusiker aus Eggersdorf und Umgebung, spielt neben Blasmusik auch Dixieland, was 2008 zur Gründung der Gruppe DOMU DIXIE JAZZ führte.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Petershagen/Eggersdorf liegt an den Landesstraßen L 234 zwischen Bruchmühle und Strausberg sowie L 303 zwischen Rüdersdorf und Strausberg. Etwa vier Kilometer südlich des Ortszentrums von Petershagen verläuft die Bundesstraße B 1 / 5. Die nächstgelegene Autobahnanschlussstelle ist Berlin-Hellersdorf an der A 10 (östlicher Berliner Ring).

S-Bahn-Station Petershagen Nord mit nur einem Bahnsteig

Im Ortsteil Petershagen befindet sich der Bahnhof Petershagen Nord der Linie S 5 der S-Bahn Berlin. Der Bahnhof Strausberg der Bahnstrecke Berlin–Küstrin befindet sich wenige hundert Meter östlich des Ortszentrums von Eggersdorf.

Der Haltepunkt Petershagen (b Berlin) lag an der Bahnstrecke Fredersdorf–Rüdersdorf, auf der heute ausschließlich Güterverkehr stattfindet.

Motorisierung 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Zugelassene PKW (zum 1.1.)[12] 7 078 7 222 7 387 7 593 7 818 7 981 8 086
PKW je 1.000 Einwohner (31.12. des Vorjahres) 521 525 534 547 560 567 569

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grundschule Eggersdorf
  • Grundschule Petershagen
  • Katholische Grundschule St. Hedwig
  • Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe der Fürstenwalder Aus- und Weiterbildungszentrum (FAW) gGmbH

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Petershagen/Eggersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Petershagen/Eggersdorf
  3. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Märkisch-Oderland. S. 30-33
  4. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  5. Ergebnisse der Wahl in der Gemeinde Petershagen/Eggersdorf, Landeswahlleiter Brandenburg, abgerufen 26. August 2014
  6. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 28. Februar 2010
  7. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  8. Petruskirche Petershagen
  9. Chronik Kirche Eggersdorf
  10. Offizielle Homepage der Gemeinde Petershagen-Eggersdorf (Memento vom 31. März 2013 im Internet Archive) und Über das beste Licht entscheidet die Gemeinde. In: Berliner Zeitung, 21. Januar 2000
  11. Offizielle Homepage der Gemeinde Petershagen-Eggersdorf (Memento vom 31. März 2013 im Internet Archive) abgerufen am 6. November 2009
  12. Kraftfahrt-Bundesamt Statistik Fz3