Jil Teichmann

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Jil Teichmann Tennisspieler
Jil Teichmann
Jil Teichmann 2019 in Limoges
Nation: Schweiz Schweiz
Geburtstag: 15. Juli 1997 (24 Jahre)
Größe: 170 cm
1. Profisaison: 2013
Spielhand: Links, beidhändige Rückhand
Trainer: Arantxa Parra Santonja
Preisgeld: 2'610'444 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 251:175
Karrieretitel: 2 WTA, 6 ITF
Höchste Platzierung: 22 (6. Juni 2022)
Aktuelle Platzierung: 23
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 101:65
Karrieretitel: 1 WTA, 1 WTA Challenger, 5 ITF
Höchste Platzierung: 73 (20. Juni 2022)
Aktuelle Platzierung: 73
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
20. Juni 2022
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA (siehe Weblinks)

Jil Belen Teichmann (* 15. Juli 1997 in Barcelona[1]) ist eine Schweizer Tennisspielerin.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teichmann machte bereits als Juniorin auf sich aufmerksam, als sie 2014 die renommierten Porto Alegre Junior Championships gewann und anschließend bei den US Open an der Seite von İpek Soylu bei der Doppelkonkurrenz der Juniorinnen triumphierte.[2] In der Junioren-Tennisweltrangliste kletterte sie daraufhin bis auf Platz drei nach oben. Bereits 2008 sammelte sie erste Erfahrungen auf der ITF Women’s World Tennis Tour, 2015 errang sie ihren ersten Profititel.

2016 gab Teichmann in der Qualifikation von Bogotá ihr Debüt auf der WTA-Tour und schied in der ersten Runde aus. Im selben Jahr gewann sie nacheinander zwei ITF-Titel der $25.000-Kategorie in Montpellier und Périgueux und gab dort in insgesamt zehn Partien nur einen Satz ab. Mit dem verbesserten Ranking konnte sie in New York zum ersten Mal in der Qualifikation eines Grand Slam-Turniers antreten, verlor dort aber schon zum Auftakt. 2017 stand sie dann in Bogotá erstmals im Hauptfeld eines WTA-Turniers, musste sich in der ersten Runde aber Kateřina Siniaková chancenlos geschlagen geben. Beim ITF-Turnier der $100.000-Kategorie in Cagnes-sur-Mer verlor sie gegen Beatriz Haddad Maia.

Ihren ersten Sieg im Hauptfeld eines WTA-Turniers errang Teichmann 2018 in Acapulco durch einen Zweisatzerfolg über Jana Fett. Bei den US Open überstand sie nach sechs verpassten Anläufen erstmals die Qualifikation für das Hauptfeld eines Grand Slam-Turniers und landete dort gegen Dalila Jakupović sogleich ihren ersten Sieg, bevor sie sich in der zweiten Runde Kaia Kanepi geschlagen geben musste. 2019 gelang Teichmann beim Turnier in Prag schließlich der internationale Durchbruch, als sie aus der Qualifikation kommend ihren ersten WTA-Titel gewinnen konnte. Nach Erfolgen über Swetlana Kusnezowa und Barbora Strýcová, setzte sie sich im Endspiel in drei Sätzen gegen Karolína Muchová durch. Durch den Erfolg rückte Teichmann erstmals in die Top 100 der Weltrangliste vor. Nur wenige Monate später folgte in Palermo, wo sie im Finale mit Kiki Bertens erstmals eine Top 10-Spielerin schlagen konnte, ihr zweiter Titelgewinn. Im Anschluss erreichte sie mit Rang 54 ihre bisher beste Weltranglistenplatzierung, konnte aber ihre gute Form auf Sandplatz bei der abschließenden Hartplatzsaison in Nordamerika und Asien nicht halten.

Im August 2021 gelang ihr mit der Finalqualifikation am WTA-1000-Turnier in Cincinnati ihr bislang grösster Erfolg. Sie schlug auf dem Weg ins Endspiel Naomi Ōsaka (Nr. 2 der Welt), Belinda Bencic (Nr. 12) und Karolína Plíšková (Nr. 4). Sie verlor das Endspiel gegen die Nr. 1 der Welt Ashleigh Barty in zwei Sätzen.

2018 wurde Teichmann für das Duell gegen Tschechien erstmals in die Schweizer Fed-Cup-Mannschaft einberufen. Seitdem hat sie für ihr Land vier Begegnungen im Einzel und vier im Doppel bestritten, von denen sie insgesamt sieben gewinnen konnte.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 30. August 2015 Deutschland Braunschweig ITF $15.000 Sand Russland Jekaterina Alexandrowa 6:3, 6:3
2. 19. Juni 2016 Frankreich Montpellier ITF $25.000+H Sand Paraguay Montserrat González 6:2, 7:66
3. 25. Juni 2016 Frankreich Perigueux ITF $25.000 Sand Spanien Olga Sáez Larra 6:3, 6:3
4. 6. November 2016 Tunesien Hammamet ITF $10.000 Sand Rumänien Diana Enache 6:4, 6:4
5. 23. April 2017 Schweiz Chiasso ITF $25.000 Sand Liechtenstein Kathinka von Deichmann 2:6, 6:3, 6:2
6. 31. März 2019 Italien Santa Margherita di Pula ITF W25 Sand Slowenien Kaja Juvan 7:63, 6:0
7. 4. Mai 2019 Tschechien Prag WTA International Sand Tschechien Karolína Muchová 7:65, 3:6, 6:4
8. 28. Juli 2019 Italien Palermo WTA International Sand Niederlande Kiki Bertens 7:63, 6:2

Finalteilnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Turniersiegerin Ergebnis
1. 16. August 2020 Vereinigte Staaten Lexington WTA International Hartplatz Vereinigte Staaten Jennifer Brady 3:6, 4:6
2. 22. August 2021 Vereinigte Staaten Cincinnati WTA 1000 Hartplatz Australien Ashleigh Barty 3:6, 1:6

Doppel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 30. August 2013 Schweiz Caslano ITF $10.000 Sand Schweiz Chiara Grimm Schweiz Sara Ottomano
Tschechien Barbora Štefková
6:4, 4:6, [10:4]
2. 26. April 2014 Schweiz Chiasso ITF $25.000 Sand Schweiz Chiara Grimm ItalienItalien Alice Matteucci
ItalienItalien Camilla Rosatello
7:5, 6:3
3. 22. August 2015 Deutschland Leipzig ITF $15.000 Sand Australien Priscilla Hon Osterreich Pia König
Schweiz Conny Perrin
6:1, 6:4
4. 7. Oktober 2016 Italien Pula ITF $25.000 Sand Slowenien Tamara Zidanšek Italien Claudia Giovine
Italien Camilla Rosatello
6:2, 6:4
5. 5. November 2016 Tunesien Hammamet ITF $10.000 Sand Argentinien Guadalupe Pérez Rojas Serbien Tamara Čurović
Slowakei Barbara Kötelesová
6:1, 4:6, [11:9]
6. 27. Januar 2018 Vereinigte Staaten Newport Beach WTA Challenger Hartplatz Japan Misaki Doi Vereinigte Staaten Jamie Loeb
Schweden Rebecca Peterson
7:64, 1:6, [10:8]
7. 11. Juli 2021 Deutschland Hamburg WTA 250 Sand Italien Jasmine Paolini Australien Astra Sharma
Niederlande Rosalie van der Hoek
6:0, 6:4

Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turnier 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 Karriere
Australian Open Q1 Q1 Q1 1 1 2 2
French Open Q3 Q1 Q1 1 AF AF
Wimbledon 1 n. a. 1 1
US Open Q1 Q1 2 1 1 2 2

Zeichenerklärung: S = Turniersieg; F, HF, VF, AF = Einzug ins Finale / Halbfinale / Viertelfinale / Achtelfinale; 1, 2, 3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Hauptrunde; Q1, Q2, Q3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Runde der Qualifikation; n. a. = nicht ausgetragen

Weltranglistenpositionen am Saisonende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Einzel 789 586 439 221 142 144 71 57 37
Doppel 1064 531 363 221 298 207 288 166 110

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teichmann wurde in Barcelona geboren und lebte 16 Jahre lang dort. Ihre Eltern sind beide Schweizer: Vater Jacques stammt aus Dübendorf, Mutter Regula aus Illnau-Effretikon.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Jil Teichmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Jil Teichmann wuchs in Spanien auf «Ich fühle mich als Schweizerin» (blick.ch vom 19. April 2018, abgerufen am 19 Juli 2019)
  2. Bielerin gewinnt Junioren-Doppel an den US Open 7. September 2014 (abgerufen am 24. Februar 2015)