Barbora Strýcová

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Barbora Strýcová Tennisspieler
Barbora Strýcová
Barbora Strýcová 2016 in Wimbledon
Nation: TschechienTschechien Tschechien
Geburtstag: 28. März 1986
Größe: 164 cm
Gewicht: 60 kg
1. Profisaison: 2003
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: David Kotyza
Preisgeld: 7.684.135 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 522:363
Karrieretitel: 2 WTA, 9 ITF
Höchste Platzierung: 16 (16. Januar 2017)
Aktuelle Platzierung: 26
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 415:233
Karrieretitel: 21 WTA, 10 ITF
Höchste Platzierung: 10 (20. März 2017)
Aktuelle Platzierung: 14
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Olympische Spiele
Letzte Aktualisierung der Infobox:
2. April 2018
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Barbora Strýcová (* 28. März 1986 in Pilsen, Tschechoslowakei) ist eine tschechische Tennisspielerin. Zwischen 2009 und 2015 ging sie unter dem Namen Záhlavová-Strýcová an den Start.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strýcová, die Rasen- und Hartplätze bevorzugt, begann im Alter von fünf Jahren mit dem Tennissport. Daneben hat sie zunächst auch Eiskunstlauf betrieben.

Im Alter von achtzehn Jahren nahm sie an den Olympischen Spielen in Athen teil, schied aber sowohl in Einzel als auch im Doppel schon in der ersten Runde aus. 2005 gewann sie bei den Turnieren in Warschau und in Rabat ihre ersten Doppeltitel auf der WTA Tour. Weitere Turniersiege folgten 2008 in Stockholm, 2009 in Québec und Luxemburg sowie 2010 in Paris, Acapulco, Monterrey, Tokio und Linz.

Ins Jahr 2011 startete Strýcová mit einem Turniersieg. Mit ihrer (bis zu deren Heirat ständigen) Doppelpartnerin Iveta Benešová gewann sie das Endspiel von Sydney gegen die Paarung Květa Peschke und Katarina Srebotnik im Match-Tie-Break. Mit Benešová hatte sie bereits 2010 drei ihrer insgesamt fünf Doppeltitel feiern können. An deren Seite kamen 2011 drei weitere (Monterrey, Barcelona und Luxemburg) hinzu. Außerdem gewann Strýcová zusammen mit Klára Zakopalová einen Doppeltitel auf Rasen (’s-Hertogenbosch). Im September 2011 konnte Strýcová ihren bislang einzigen WTA-Titel im Einzel verbuchen, nachdem sie im Endspiel von Québec Marina Eraković in drei Sätzen besiegt hatte. Am 29. April 2012 konnte sie mit Benešová ein kleines Jubiläum feiern; die Paarung gewann mit dem Endspielsieg von Stuttgart gegen Julia Görges und Anna-Lena Grönefeld bereits den zehnten gemeinsamen Titel auf der Tour.

Am 16. Oktober 2012 wurde bei Strýcová während der BGL BNP Paribas Luxembourg Open ein routinemäßiger Dopingtest durchgeführt, der positiv ausfiel; in ihrem Blut wurde die Substanz Sibutramin nachgewiesen. Am 14. Februar 2013 wurde sie rückwirkend ab dem 16. Oktober 2012 für sechs Monate gesperrt.[1]

Nach ihrer Sperre gewann Strýcová 2013 das ITF-Turnier Empire Slovak Open in Trnava. Bei den French Open verlor sie nach erfolgreicher Qualifikation in Runde eins gegen Bojana Jovanovski. Auch in Wimbledon spielte sie sich durch die Qualifikation und erreichte durch einen Sieg über Magdaléna Rybáriková die zweite Runde.

2014 kam Strýcová bei den Australian Open nur bis Runde zwei, in der sie sich Wiktoryja Asaranka geschlagen geben musste. Beim Turnier in Birmingham stand sie im Finale und unterlag Ana Ivanović. In Wimbledon schlug sie in der dritten Runde die an Position 2 gesetzte Li Na in zwei Sätzen und im Achtelfinale die ehemalige Weltranglistenerste Caroline Wozniacki. Damit stand Strýcová bei einem Grand-Slam-Turnier zum ersten Mal im Viertelfinale, das sie gegen Petra Kvitová verlor. Zusammen mit Kimiko Date-Krumm erreichte sie bei den US Open erstmals das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers; sie unterlagen den späteren Siegerinnen Jelena Wesnina und Jekaterina Makarowa mit 5:7 und 3:6.

2016 gewann Strýcová bei den Olympischen Spielen in Rio mit Lucie Šafářová die Bronzemedaille im Doppelwettbewerb.

Für die tschechische Fed-Cup-Mannschaft hat sie seit 2002 insgesamt 29 Partien bestritten mit einer Bilanz von 19:10 Siegen. Mit dem TC Blau-Weiss Bocholt wurde sie 2012 und 2013 Deutsche Mannschaftsmeisterin.

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2006 bis 2015 war Barbora Strýcová mit dem in der Tschechoslowakei geborenen deutschen Tennistrainer Jakub Záhlava (jetzt: Herm-Záhlava) verheiratet; in dieser Zeit trat sie unter dem Doppelnamen Záhlavová-Strýcová an.[2]

Turniersiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 18. September 2011 KanadaKanada Québec WTA International Teppich (Halle) NeuseelandNeuseeland Marina Eraković 4:6, 6:1, 6:0
2. 15. Oktober 2017 OsterreichÖsterreich Linz WTA International Hartplatz (Halle) SlowakeiSlowakei Magdaléna Rybáriková 6:4, 6:1

Doppel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 1. Mai 2005 PolenPolen Warschau WTA Tier II Sand UkraineUkraine Tetjana Perebyjnis PolenPolen Klaudia Jans
PolenPolen Alicja Rosolska
6:1, 6:4
2. 8. Mai 2005 MarokkoMarokko Rabat WTA Tier IV Sand FrankreichFrankreich Émilie Loit Flag of Spain.svg Lourdes Domínguez
SpanienSpanien Nuria Llagostera Vives
3:6, 7:65, 7:5
3. 3. August 2008 SchwedenSchweden Stockholm WTA Tier IV Sand TschechienTschechien Iveta Benešová TschechienTschechien Petra Cetkovská
TschechienTschechien Lucie Šafářová
7:5, 6:4
4. 20. September 2009 KanadaKanada Québec WTA International Teppich (Halle) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vania King SchwedenSchweden Sofia Arvidsson
FrankreichFrankreich Séverine Brémond
6:1, 6:3
5. 25. Oktober 2009 LuxemburgLuxemburg Luxemburg WTA International Hartplatz (Halle) TschechienTschechien Iveta Benešová TschechienTschechien Vladimíra Uhlířová
TschechienTschechien Renata Voráčová
1:6, 6:0, [10:7]
6. 14. Februar 2010 FrankreichFrankreich Paris WTA Premier Hartplatz (Halle) TschechienTschechien Iveta Benešová SimbabweSimbabwe Cara Black
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Liezel Huber
kampflos
7. 28. Februar 2010 MexikoMexiko Acapulco WTA International Sand SlowenienSlowenien Polona Hercog ItalienItalien Sara Errani
ItalienItalien Roberta Vinci
2:6, 6:1, [10:2]
8. 7. März 2010 MexikoMexiko Monterrey WTA International Hartplatz TschechienTschechien Iveta Benešová DeutschlandDeutschland Anna-Lena Grönefeld
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vania King
3:6, 6:4, [10:8]
9. 2. Oktober 2010 JapanJapan Tokio WTA Premier 5 Hartplatz TschechienTschechien Iveta Benešová IsraelIsrael Shahar Peer
China VolksrepublikVolksrepublik China Peng Shuai
6:4, 4:6, [10:8]
10. 17. Oktober 2010 OsterreichÖsterreich Linz WTA International Hartplatz (Halle) TschechienTschechien Renata Voráčová TschechienTschechien Květa Peschke
SlowenienSlowenien Katarina Srebotnik
7:5, 7:66
11. 14. Januar 2011 AustralienAustralien Sydney WTA Premier Hartplatz TschechienTschechien Iveta Benešová TschechienTschechien Květa Peschke
SlowenienSlowenien Katarina Srebotnik
4:6, 6:4, [10:7]
12. 6. März 2011 MexikoMexiko Monterrey WTA International Hartplatz TschechienTschechien Iveta Benešová DeutschlandDeutschland Anna-Lena Grönefeld
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vania King
6:78, 6:2, [10:6]
13. 30. April 2011 SpanienSpanien Barcelona WTA International Sand TschechienTschechien Iveta Benešová SudafrikaSüdafrika Natalie Grandin
TschechienTschechien Vladimíra Uhlířová
5:7, 6:4, [11:9]
14. 18. Juni 2011 NiederlandeNiederlande ’s-Hertogenbosch WTA International Rasen TschechienTschechien Klára Zakopalová SlowakeiSlowakei Dominika Cibulková
ItalienItalien Flavia Pennetta
1:6, 6:4, [10:7]
15. 23. Oktober 2011 LuxemburgLuxemburg Luxemburg WTA International Hartplatz (Halle) TschechienTschechien Iveta Benešová TschechienTschechien Lucie Hradecká
RusslandRussland Jekaterina Makarowa
7:5, 6:3
16. 29. April 2012 DeutschlandDeutschland Stuttgart WTA Premier Sand (Halle) TschechienTschechien Iveta Benešová DeutschlandDeutschland Julia Görges
DeutschlandDeutschland Anna-Lena Grönefeld
6:4, 7:5
17. 15. Juli 2012 ItalienItalien Palermo WTA International Sand TschechienTschechien Renata Voráčová KroatienKroatien Darija Jurak
UngarnUngarn Katalin Marosi
7:65, 6:4
18. 19. Juni 2016 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Birmingham WTA Premier Rasen TschechienTschechien Karolína Plíšková Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vania King
RusslandRussland Alla Kudrjawzewa
6:3, 7:61
19. 21. August 2016 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Cincinnati WTA Premier 5 Hartplatz IndienIndien Sania Mirza SchweizSchweiz Martina Hingis
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Coco Vandeweghe
7:5, 6:4
20. 24. September 2016 JapanJapan Tokio WTA Premier Hartplatz IndienIndien Sania Mirza China VolksrepublikVolksrepublik China Liang Chen
China VolksrepublikVolksrepublik China Yang Zhaoxuan
6:1, 6:1
21. 17. März 2018 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Indian Wells WTA Premier Mandatory Hartplatz Chinese TaipeiChinese Taipei Hsieh Su-wei RusslandRussland Jekaterina Makarowa
RusslandRussland Jelena Wesnina
6:4, 6:4

Karrierestatistik und Abschneiden bei Grand-Slam-Turnieren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turnier

2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 Gesamt
Australian Open

2 1 1 2 2 2 3 AF AF AF 0
French Open

2 1 1 1 1 1 1 1 3 2 AF 0
Wimbledon

1 1 2 1 3 1 3 1 2 VF 1 3 2 3 0
US Open

1 1 1 2 1 1 3 3 1 2   0
Gewonnene Einzel-Titel

0 0 2 0 1 0 0 0 3 2 0 1 0 1 0 0 0 1   11
Gesamt-Siege/-Niederlagen

1:1 0:0 24:5 24:12 35:19 17:20 27:21 44:24 47:24 39:26 26:29 30:30 18:30 31:13 37:27 31:26 39:24 43:25   515:357
Jahresendposition

222 161 56 142 164 156 76 69 67 44 92 92 26 41 20 23   N/A

Zeichenerklärung: S = Turniersieg; F, HF, VF, AF = Einzug ins Finale / Halbfinale / Viertelfinale / Achtelfinale; 1, 2, 3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Hauptrunde; RR = Round Robin

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Barbora Strýcová – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 6 Monate Dopingsperre
  2. Fedcupové reprezentantce krachlo manželství: Tenistka Strýcová se rozvedla!, veröffentlicht am 8. April 2015 (tschechisch)