Ashleigh Barty

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Ashleigh Barty Tennisspieler
Ashleigh Barty
Ashleigh Barty (2019)
Spitzname: Ash
Nation: AustralienAustralien Australien
Geburtstag: 24. April 1996 (23 Jahre)
Größe: 166 cm
Gewicht: 62 kg
Rücktritt: 1) 2015
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Craig Tyzzer
Jason Stoltenberg
Preisgeld: 16.706.617 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 245:92
Karrieretitel: 8 WTA, 4 ITF
Höchste Platzierung: 1 (24. Juni 2019)
Aktuelle Platzierung: 1
Wochen als Nr. 1: 26
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 185:58
Karrieretitel: 8 WTA, 9 ITF
Höchste Platzierung: 5 (21. Mai 2018)
Aktuelle Platzierung: 17
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
19. Januar 2020
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Ashleigh „Ash“ Barty (* 24. April 1996 in Ipswich, Queensland) ist eine australische Tennis- und Cricketspielerin. Ihr größter Erfolg ist bislang der Gewinn der French Open im Einzel 2019 und der US Open 2018 im Doppel an der Seite von Coco Vandeweghe. Barty ist die aktuelle Nummer 1 der Weltrangliste im Einzel.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ashleigh Barty 2013 in Wimbledon

Barty, die ethnisch durch ihren Vater zu den Ngarigo-Indigenen gehört und die Aufgabe einer Indigenen-Botschafterin erfüllt,[1] begann bereits im Jugendalter mit dem Tennissport. Bei ihrem erst zweiten ITF-Turnier in Mount Gambier im Oktober 2010 gelang Barty der Einzug ins Halbfinale. 2011 gewann sie den Juniorinnen-Wettbewerb in Wimbledon. Im selben Jahr erreichte sie bei den US Open das Halbfinale der Juniorinnen. Im Dezember erspielte sie sich eine Wildcard für die folgenden Australian Open.

Anfang 2012 scheiterte Barty beim WTA-Turnier in Brisbane in der Qualifikation klar mit 1:6, 2:6 an Vania King. Auch in Hobart schied sie in der Qualifikation aus – 2:6, 2:6 gegen Bethanie Mattek-Sands. Bei den Australian Open verlor sie ihr Auftaktmatch gegen Anna Tatischwili. Im Februar und März gewann sie zwei ITF-Turniere in Serie, zunächst in Sydney, anschließend ohne Satzverlust in Mildura. Mitte März stand sie im Endspiel des Sandplatzturniers von Ipswich. Bei den French Open verlor sie, ausgestattet mit einer Wildcard, in Runde eins gegen die an Nummer vier gesetzte spätere Halbfinalistin Petra Kvitová.

Beim WTA-Turnier in Brisbane stieß sie 2012 an der Seite ihrer Landsfrau Casey Dellacqua bis ins Halbfinale vor. Bei den Australian Open standen die beiden 2013 dann erstmals im Endspiel eines Grand-Slam-Turniers, in dem sie sich jedoch der topgesetzten Paarung Sara Errani/Roberta Vinci in drei Sätzen geschlagen geben mussten. Beim Rasenturnier in Birmingham gewannen sie ihren ersten gemeinsamen WTA-Titel, für Barty war es der erste Titel auf der WTA Tour überhaupt. In Wimbledon erreichten Barty und Dellacqua ebenfalls das Finale, sie unterlagen dort nach umkämpftem ersten Satz (Tiebreak) Hsieh Su-wei und Peng Shuai in zwei Sätzen.

Nach den US Open im September 2014 nahm sich Ashleigh Barty eine Auszeit,[2] eine weitere folgte im Oktober 2015.[3] Sie ließ damals offen, wie lange die Auszeit andauern würden. In dieser Zeit widmete sie sich professionell dem Cricket, einem Sport, den sie in ihrer Kindheit nicht ausübte und erst später erlernte. Sie trat für Brisbane Heat in der australischen Women’s Big Bash League an.[4]

Einige Wochen nach dem Ende ihrer ersten Cricket-Saison gab Barty ihre Rückkehr in den Tennissport bekannt.[5] Sie gewann im Februar 2016 an der Seite ihrer Landsfrau Jessica Moore einen weiteren ITF-Titel. Danach, und vor allem in der Saison 2017, wurde sie immer erfolgreicher. So gewann sie in Kuala Lumpur sowohl im Einzel als auch im Doppel den Titel. Ferner kam sie in Wuhan ins Finale. Sie besiegte mit Venus Williams in Cincinnati zum ersten Mal in ihrer Karriere eine Spielerin, die in den Top Ten der Weltrangliste stand. Aufgrund ihres Erfolges beendete sie die Saison unter den zwanzig besten Spielerinnen.

Im September 2018 holte Barty bei den US Open im Doppel mit Coco Vandeweghe ihren ersten Grand-Slam-Titel. Im März 2019 gewann sie das Einzel der Miami Open. Damit konnte sie erstmals in ihrer Karriere ein Turnier der Wertung „Premier Mandatory“ gewinnen. Gleichzeitig zog Barty zum ersten Mal in die Top Ten der Einzel-Weltrangliste ein.[6] Im Jahr zuvor hatte sie das Turnier noch im Doppel zusammen mit Coco Vandeweghe gewonnen. Drei Monate darauf erreichte Barty bei den French Open ihr erstes Endspiel bei einem Grand-Slam-Turnier, welches sie in zwei Sätzen gegen Markéta Vondroušová gewann. Sie wurde zur ersten Australierin seit 2011, als Samantha Stosur die US-Open gewinnen konnte, die bei einem Grand-Slam-Turnier triumphierte. Mit Bartys Turniersieg bei den Nature Valley Classic in Birmingham im Juni 2019 über Julia Görges übernahm sie zum ersten Mal in ihrer Karriere die Führung in der Weltrangliste. Sie ist die zweite Australierin überhaupt (nach Evonne Goolagong Cawley 1976), der dies gelang. Im Doppel-Ranking hielt sie zeitgleich die Position fünf in der Weltrangliste. Am Ende der Saison gewann Barty zum ersten Mal die WTA Championships in Shenzhen. Nach einem Zweisatzsieg im Finale gegen die Titelverteidigerin Elina Switolina beendete Barty die Spielzeit an der Spitze der Weltrangliste. Das Turnier brachte ihr beinahe vier Millionen Euro an Preisgeld ein, was der höchsten jemals ausgezahlten Prämie im Tennissport entsprach.[7]

Im Fed Cup absolvierte Barty 19 Partien für Australien. Dabei gewann sie sieben ihrer acht Doppelpartien sowie zehn ihrer elf Einzel (Stand: 8. Juni 2019).

Turniersiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 19. Februar 2012 AustralienAustralien Sydney ITF $25.000 Hartplatz AustralienAustralien Olivia Rogowska 6:1, 6:3
2. 26. Februar 2012 AustralienAustralien Mildura ITF $25.000 Rasen AustralienAustralien Viktorija Rajicic 6:1, 7:68
3. 17. Juni 2012 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Nottingham ITF $50.000 Rasen DeutschlandDeutschland Tatjana Malek 6:1, 6:1
4. 28. Oktober 2012 AustralienAustralien Traralgon ITF $25.000 Hartplatz RusslandRussland Arina Rodionowa 6:2, 6:3
5. 5. März 2017 MalaysiaMalaysia Kuala Lumpur WTA International Hartplatz JapanJapan Nao Hibino 6:3, 6:2
6. 17. Juni 2018 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Nottingham WTA International Rasen Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Johanna Konta 6:3, 3:6, 6:4
7. 4. November 2018 China VolksrepublikVolksrepublik China Zhuhai WTA Elite Trophy Hartplatz (Halle) China VolksrepublikVolksrepublik China Wang Qiang 6:3, 6:4
8. 30. März 2019 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Miami WTA Premier Mandatory Hartplatz TschechienTschechien Karolína Plíšková 7:61, 6:3
9. 8. Juni 2019 FrankreichFrankreich French Open Grand Slam Sand TschechienTschechien Markéta Vondroušová 6:1, 6:3
10. 23. Juni 2019 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Birmingham WTA Premier Rasen DeutschlandDeutschland Julia Görges 6:3, 7:5
11. 3. November 2019 China VolksrepublikVolksrepublik China Shenzhen WTA Tour Championships Hartplatz (Halle) UkraineUkraine Elina Switolina 6:4, 6:3
12. 19. Januar 2020 AustralienAustralien Adelaide WTA Premier Hartplatz UkraineUkraine Dajana Jastremska 6:2, 7:5

Doppel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 16. Juni 2013 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Birmingham WTA International Rasen AustralienAustralien Casey Dellacqua SimbabweSimbabwe Cara Black
NeuseelandNeuseeland Marina Eraković
7:5, 6:4
2. 24. Mai 2014 FrankreichFrankreich Straßburg WTA International Sand AustralienAustralien Casey Dellacqua ArgentinienArgentinien Tatiana Búa
ChileChile Daniela Seguel
4:6, 7:5, [10:4]
3. 5. März 2017 MalaysiaMalaysia Kuala Lumpur WTA International Hartplatz AustralienAustralien Casey Dellacqua Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Nicole Melichar
JapanJapan Makoto Ninomiya
7:65, 6:3
4. 27. Mai 2017 FrankreichFrankreich Straßburg WTA International Sand AustralienAustralien Casey Dellacqua Chinesisch TaipehChinesisch Taipeh Chan Hao-ching
Chinesisch TaipehChinesisch Taipeh Chan Yung-jan
6:4, 6:2
5. 25. Juni 2017 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Birmingham WTA Premier Rasen AustralienAustralien Casey Dellacqua Chinesisch TaipehChinesisch Taipeh Chan Hao-ching
China VolksrepublikVolksrepublik China Zhang Shuai
6:1, 2:6, [10:8]
6. 1. April 2018 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Miami WTA Premier Mandatory Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Coco Vandeweghe TschechienTschechien Barbora Krejčíková
TschechienTschechien Kateřina Siniaková
6:2, 6:1
7. 20. Mai 2018 ItalienItalien Rom WTA Premier 5 Sand NiederlandeNiederlande Demi Schuurs TschechienTschechien Andrea Sestini Hlaváčková
TschechienTschechien Barbora Strýcová
6:3, 6:4
8. 12. August 2018 KanadaKanada Montreal WTA Premier 5 Hartplatz NiederlandeNiederlande Demi Schuurs Chinesisch TaipehChinesisch Taipeh Latisha Chan
RusslandRussland Jekaterina Makarowa
4:6, 6:3, [10:8]
9. 9. September 2018 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Open Grand Slam Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Coco Vandeweghe UngarnUngarn Tímea Babos
FrankreichFrankreich Kristina Mladenovic
3:6, 7:62, 7:66
10. 19. Mai 2019 ItalienItalien Rom WTA Premier 5 Sand WeissrusslandWeißrussland Wiktoryja Asaranka DeutschlandDeutschland Anna-Lena Grönefeld
NiederlandeNiederlande Demi. Schuurs
4:6, 6:0, [10:3]

Turnierbilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turnier

2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Gesamt
Australian Open

1 1 1 3 3 VF   0
French Open

1 2 1 1 2 S   1
Wimbledon

1 1 3 AF   0
US Open

2 1 3 AF AF   0
Tour Championships

S   1
Doha

a. K. a. K. a. K.   0
Dubai

n. a. bzw. a. K. a. K. a. K. a. K. 0
Indian Wells

2 AF   0
Miami

2 AF S   1
Rom

1 AF   0
Madrid

2 VF   0
Cincinnati

AF AF HF   0
Montreal/Toronto

AF HF 2   0
Wuhan n. a. F HF HF   0
Peking

2 F   0
Olympische Spiele

nicht ausgetragen

nicht ausgetragen   0
Fed Cup

1 HF 1 1 (F)   0

Zeichenerklärung: S = Turniersieg; F, HF, VF, AF = Einzug ins Finale / Halbfinale / Viertelfinale / Achtelfinale; 1, 2, 3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Hauptrunde; RR = Round Robin (Gruppenphase); n. a. = nicht ausgetragen; a. K. = andere Kategorie; PO (Playoff) = Auf- und Abstiegsrunde im Fed Cup; K1, K2, K3 = Teilnahme in der Kontinentalgruppe I, II, III im Fed Cup.

Anmerkung: Dargestellt sind nur WTA-Turniere der Kategorien Premier Mandatory und Premier 5.

Doppel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turnier 2012 2013 2014 2016 2017 2018 2019 Bilanz Karriere
Australian Open 1 F 2 VF 2 2 10:5 F
French Open 1 VF F 1 AF 10:5 F
Wimbledon F VF 1 VF AF 13:5 F
US Open F 1 2 S F 17:4 S

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ashleigh Barty – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Barty named Indigenous Ambassador Barty zur Indigenen-Botschafterin ernannt. In: Tennis Life am 16. April 2018. Zuletzt abgerufen am 23. Juni 2019.
  2. Ashleigh Barty nimmt sich eine (unbefristete) Auszeit, tennisnet.com vom 21. September 2014, abgerufen am 15. Oktober 2015.
  3. Cricket statt Tennis – Australien verliert sein größtes Damen-Talent, tennisnet.com vom 14. Oktober 2015, abgerufen am 15. Oktober 2015.
  4. Ash Barty: from Wimbledon junior champ to Women’s National Cricket League in just four months Ash Barty: Als Wimbledon Juionr Champion zur Frauen Cricket Liga in nur vier Monaten. In: Herald Sun vom 19. November 2015. Zuletzt abgerufen am 23. Juni 2019.
  5. Barty Announces Return To Tennis Barty kündigt ihre Rückkehr zum Tennis an. In: wta.com im Februar 2016. Zuletzt abgerufen am 23. Juni 2019.
  6. Barty triumphiert in Miami. Auf kicker.de, abgerufen am 31. März 2019.
  7. Fast vier Millionen Euro für Barty: Dickstes Preisgeld der Historie. 3. November 2019, abgerufen am 3. November 2019.
  8. 2019 WTA Player of the Year: Ashleigh Barty. In: wtatennis.com. 11. Dezember 2019, abgerufen am 11. Dezember 2019 (englisch).