Katharina Matz

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Katharina Matz (* 11. Juni 1930 in Haindorf, Tschechoslowakei; † 3. März 2021 in Berlin[1]) war eine deutsche Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katharina Matz erhielt ihre Schauspielausbildung in Magdeburg. Ihr erstes Engagement bekam sie in Greifswald. 1954 holte sie Wolfgang Langhoff, der Intendant des Deutschen Theaters Berlin, an sein Haus. 1958 wurde sie von Ida Ehre, der Leiterin der Hamburger Kammerspiele, für zuerst zwei Inszenierungen eingeladen. Matz blieb dann für gleich vier Jahre an den Kammerspielen. 1962 wechselte sie an das Thalia Theater in Hamburg unter dem damaligen Intendanten Willy Maertens. Katharina Matz gehörte danach insgesamt 49 Jahre zum Ensemble des Thalia Theaters. 2011 kehrte sie nach Berlin zurück und war seitdem immer wieder als Gast am Deutschen Theater zu sehen.

1954 gab sie ihr Filmdebüt bei der DEFA in dem Zirkusfilm Carola Lamberti – Eine vom Zirkus und spielte bereits 1957 in dem Filmdrama Hotelboy Ed Martin ihre erste große Filmhauptrolle. Ihr erster Film in der Bundesrepublik Deutschland war 1959 Josef von Bákys Kriminalfilm Der Mann, der sich verkaufte, in dem sie an der Seite von Hildegard Knef, Hansjörg Felmy und Antje Weisgerber zu sehen war. Im darauffolgenden Jahr stand sie auf der Besetzungsliste für das von John Olden fürs Fernsehen inszenierte Drama Die Zeit und die Conways, in dem auch Oldens Frau Inge Meysel mitwirkte. Für Peter Zadeks abenteuerliche Kriminalfernsehserie Intercontinental Express stand Matz 1966 an der Seite von Rolf Schimpf in der zweiten Folge der Serie Die Puppe mit dem Porzellankopf vor der Kamera. In Günter Gräwerts zweiteiligen Historien-Klassiker Maximilian von Mexiko (1970), der von Michael Heltau verkörpert wurde, war die Schauspielerin als Kaiserin Eugénie, die Frau des von Siegfried Wischnewski verkörperten Kaiser Napoleon III., besetzt. Katharina Matz war auch in der Folgezeit immer wieder in verschiedenen Fernsehfilmen und -serien zu sehen.

In dem deutschen Thriller Who Am I – Kein System ist sicher mit Tom Schilling, Elyas M’Barek und Wotan Wilke Möhring in den Hauptrollen, in dem eine Hackergruppe global auf sich aufmerksam machen will, war Matz 2014 als Hilde Engel, Mutter des von Tom Schilling verkörperten Benjamin Engel besetzt.

2019 drehte die Schauspielerin für den SWR eine sechsteilige Serie mit dem Titel Der letzte Wille, die im Herbst 2020 im SWR Fernsehen ausgestrahlt wurde. Ihre letzte Rolle fürs Fernsehen spielte sie in der Anfang Oktober 2020 ausgestrahlten Tatortfolge Ein paar Worte nach Mitternacht, dem zwölften Fall des Berliner Ermittlerduos Rubin und Karow. Vor dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 probte Katharina Matz noch für die Uraufführung des Bühnenstücks Das Herz der Krake von Nis-Momme Stockmann am Deutschen Theater Berlin.[2]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2008: Rolf-Mares-Preis für ihre Darstellung in Das letzte Feuer im Thalia Theater, Hamburg

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen • Georg Müller Verlag GmbH, München • Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 644.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Startseite. Deutsches Theater Berlin, abgerufen am 3. März 2021.
  2. Schauspielerin Katharina Matz verstorben, nachtkritik.de, erschienen und abgerufen 4. März 2021
  3. Originalhörspiel Zeit und Kartoffeln in der ARD-Hörspieldatenbank, abgerufen 4. März 2021
  4. WDR-Originalhörspiel Lenin in der ARD-Hörspieldatenbank, abgerufen 4. März 2021