Hemslingen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hemslingen
Hemslingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hemslingen hervorgehoben

Koordinaten: 53° 5′ N, 9° 36′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Rotenburg (Wümme)
Samtgemeinde: Bothel
Höhe: 39 m ü. NHN
Fläche: 27,47 km2
Einwohner: 1429 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 52 Einwohner je km2
Postleitzahl: 27386
Vorwahl: 04266
Kfz-Kennzeichen: ROW, BRV
Gemeindeschlüssel: 03 3 57 025
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Horstweg 17
27386 Bothel
Website: www.botel.de
Bürgermeister: Henry Gerken (SPD)
Lage der Gemeinde Hemslingen im Landkreis Rotenburg (Wümme)
BremenHamburgSchleswig-HolsteinLandkreis CuxhavenLandkreis DiepholzLandkreis HarburgLandkreis OsterholzLandkreis StadeLandkreis HeidekreisLandkreis VerdenAhausenAlfstedtAnderlingenBasdahlRotenburg (Wümme)BötersenBothel (Niedersachsen)BreddorfBremervördeBrockelBülstedtDeinstedtEbersdorf (Niedersachsen)Elsdorf (Niedersachsen)FarvenFintelGnarrenburgGroß MeckelsenGyhumHamersenHamersenHassendorfHeeslingenHellwegeHelvesiekHemsbündeHemslingenHepstedtHipstedtHorstedt (Niedersachsen)Horstedt (Niedersachsen)Kalbe (Niedersachsen)KirchtimkeKirchwalsedeKlein MeckelsenLauenbrückSittensenLengenbostelOerelOstereistedtReeßumRhadeRotenburg (Wümme)SandbostelScheeßelSeedorf (bei Zeven)SelsingenSittensenSittensenSottrumStemmen (Landkreis Rotenburg)TarmstedtTisteTisteVahldeVahldeVierdenVisselhövedeVorwerk (Niedersachsen)WestertimkeWesterwalsedeWilstedtWohnsteZevenKarte
Über dieses Bild
Friedhofskapelle

Hemslingen ist eine Gemeinde im niedersächsischen Landkreis Rotenburg (Wümme). Hemslingen ist Teil der Samtgemeinde Bothel – mit 27,47 km² die zweitgrößte Flächengemeinde innerhalb der Samtgemeinde.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hemslingen liegt etwa 14 km südöstlich von Rotenburg (Wümme), 8 km nordwestlich von Neuenkirchen, 6 km östlich von Bothel und 10 km westlich von Schneverdingen. Der Bruchwiesenbach verläuft zwischen den beiden Ortsteilen. Höchste Erhebung ist der Hollerberg mit 52,8 m ü. NHN.

Gemeindegliederung (Ortsteile)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hemslingen (Hauptort)
  • Söhlingen

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scheeßel
Brockel Nachbargemeinden Neuenkirchen (Landkreis Heidekreis)
Visselhövede

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Bodenschätzen gehört Erdgas. Im Gebiet um Hemslingen befindet sich eines der größten Erdgasvorkommen Deutschlands.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft des Ortsnamens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alte Bezeichnungen des Ortes sind um 1320 Hemslinge, 1540 Heymsling und 1692 Hembsel.

Der Ortsname ist abgeleitet von den männlichen Personennamen-Kurzformen „Hemmi“ oder „Hemiso“. Also etwa: „Die Siedlung der Leute des Hemmi oder Hemiso“. Beim Personennamen ist von einer Ableitung von dem alten Namenstamm „Ham“ auszugehen. Der Name geht auf das gotische „hamôn“ zurück, das „bedecken, bekleiden“ bedeutet. Altnordisch steht es für „Hülle, Haut, äußere Gestalt“.[2]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Niedersachsen wurde die zuvor selbständige Nachbargemeinde Söhlingen am 1. März 1974 in die Gemeinde Hemslingen eingemeindet.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner Quelle
1910 516 [4]
1925 564 [5]
1933 486 [5]
1939 497 [5]
1950 854 [6]
1956 682 [6]
1973 747 [7]
1975 1175 ¹ [8]
1980 1288 ¹ [8]
Jahr Einwohner Quelle
1985 1377 ¹ [8]
1990 1272 ¹ [8]
1995 1381 ¹ [8]
2000 1598 ¹ [8]
2005 1566 ¹ [8]
2010 1530 ¹ [8]
2015 1405 ¹ [8]
2018 1442 ¹ [8]
0 0 0

¹ jeweils zum 31. Dezember

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Hemslingen besteht aus zehn Ratsfrauen und -herren.[9] Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 1001 und 2000 Einwohnern.[10] Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Stimm- und sitzberechtigt im Gemeinderat ist außerdem der ehrenamtliche Bürgermeister.

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[9][11]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze
CDU 43,49 % 5
SPD 41,79 % 4
GRÜNE 14,70 % 2

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2016 lag mit 66,58 %[11] über dem niedersächsischen Durchschnitt von 55,5 %.[12]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat wählte das Gemeinderatsmitglied Henry Gerken (SPD) zum ehrenamtlichen Bürgermeister für die aktuelle Wahlperiode.[9]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Hemslingen
Blasonierung: „Von einem silbernen schrägrechten Wellenbalken geteilter Wappenschild, links ein grünes Feld mit einem schwarz-weißen reetgedeckten Zweiständer-Fachwerkhallenhaus mit Walmdach und großer Dielentür, rechts ein rotes Feld mit einem schwarz-weißen Vierständer-Fachwerkhallenhaus mit Krüppelwalm und einer senkrecht übereinander angeordneten Lukenreihe.“[9]
Wappenbegründung: Die Samtgemeinde Bothel schreibt hierzu auf ihrer Webseite:[9]

„Zwei markante Fachwerkhäuser aus den Altgemeinden Hemslingen und Söhlingen prägen die Ansicht der beiden Orte mit. Der zwischen den Orten verlaufende Bruchwiesenbach wird durch den silbernen Wellenbalken symbolisiert. Das grüne Feld gibt den Hinweis auf die überwiegend landwirtschaftliche Struktur. Das rote Feld symbolisiert die Heide, die ursprünglich stärker vorhanden war.“

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde befindet sich eine der größten Erdgaslagerstätten in Deutschland mit zahlreichen Bohrstellen. Das BTEX-haltige Lagerstättenwasser wird in ca. 1000 m Tiefe verpresst. Söhlingen ist Standort eines Stahlbauunternehmens.

Gesundheit und Soziales[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Bothel, Brockel und Neuenkirchen befinden sich die nächstgelegenen Praxen für Allgemeinmedizin. Als einzige Gemeinde der Samtgemeinde Bothel gehört Hemslingen zum kassenärztlichen Bereitschaftsdienstbezirk Soltau. Eine Häufung von Krebsfällen vor allem bei Männern gab Anlass zu einer Sonderauswertung des Epidemiologischen Krebsregisters Niedersachsen im Jahr 2014 für die Samtgemeinde Bothel.[13]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hemslingen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2019 (Hilfe dazu).
  2. Jürgen Udolph (Recherche): Der „Ortsnamenforscher“. In: Webseite NDR 1 Niedersachsen. Archiviert vom Original am 27. November 2015; abgerufen am 4. August 2019.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 245.
  4. Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Rotenburg in Hannover. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: gemeindeverzeichnis.de. 5. Januar 2020, abgerufen am 7. Juni 2020.
  5. a b c Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Rotenburg (Siehe unter: Nr. 22). (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  6. a b Statistisches Bundesamt Wiesbaden (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland – Ausgabe 1957 (Bevölkerungs- und Gebietsstand 25. September 1956, für das Saarland 31. Dezember 1956). W. Kohlhammer, Stuttgart 1958, S. 189 (Digitalisat).
  7. Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für Niedersachsen. Gemeinden und Gemeindefreie Gebiete. Eigenverlag, Hannover 1. Januar 1973, S. 45, Landkreis Wesermünde (Digitalisat (Memento vom 7. August 2019 im Internet Archive) [PDF; 21,3 MB; abgerufen am 7. Juni 2020]).
  8. a b c d e f g h i j Gemeindeverzeichnis – Archiv – Regionale Gliederung – Jahresausgaben – Niedersachsen. (Alle politisch selbständigen Gemeinden im EXCEL-Format). In: Webseite Destatis. Statistisches Bundesamt, abgerufen am 7. Juni 2020.
  9. a b c d e Gemeinderat Hemslingen. In: Webseite Samtgemeinde Bothel. Abgerufen am 7. Juni 2020.
  10. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG); § 46 – Zahl der Abgeordneten. In: Niedersächsisches Vorschrifteninformationssystem (NI-VORIS). 17. Dezember 2010, abgerufen am 7. Juni 2020.
  11. a b Gemeinde Hemslingen – Gesamtergebnis Gemeinderatswahl 2016. In: Webseite Zweckverband Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg (KDO). 11. September 2016, abgerufen am 7. Juni 2020.
  12. Die CDU holt landesweit die meisten Stimmen. In: Webseite Norddeutscher Rundfunk. 12. September 2016, abgerufen am 7. Juni 2020.
  13. Auswertung des EKN zur Häufigkeit von Krebsneuerkrankungen in der Samtgemeinde Bothel. (PDF; 306 kB) In: Webseite Epidemiologisches Krebsregister Niedersachsen – Oldenburg. September 2014, abgerufen am 7. Juni 2020.
  14. AG Rathjen Entwicklungsneurobiologie. In: Webseite Max-Delbrück-Centrum. Abgerufen am 7. Juni 2020.