Wilstedt

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Wilstedt in Niedersachsen, siehe auch: Wilstedt (Tangstedt), Schleswig-Holstein bzw. Willstätt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wilstedt
Wilstedt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wilstedt hervorgehoben
Koordinaten: 53° 12′ N, 9° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Rotenburg (Wümme)
Samtgemeinde: Tarmstedt
Höhe: 15 m ü. NHN
Fläche: 18,26 km2
Einwohner: 1738 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 95 Einwohner je km2
Postleitzahl: 27412
Vorwahl: 04283
Kfz-Kennzeichen: ROW, BRV
Gemeindeschlüssel: 03 3 57 055
Adresse der Verbandsverwaltung: Hepstedter Straße 9
27412 Tarmstedt
Webpräsenz: www.wilstedt.de
Bürgermeister: Traugott Riedesel
Lage der Gemeinde Wilstedt im Landkreis Rotenburg (Wümme)
Bremen Hamburg Schleswig-Holstein Landkreis Cuxhaven Landkreis Diepholz Landkreis Harburg Landkreis Osterholz Landkreis Stade Landkreis Heidekreis Landkreis Verden Ahausen Alfstedt Anderlingen Basdahl Rotenburg (Wümme) Bötersen Bothel (Niedersachsen) Breddorf Bremervörde Brockel Bülstedt Deinstedt Ebersdorf (Niedersachsen) Elsdorf (Niedersachsen) Farven Fintel Gnarrenburg Groß Meckelsen Gyhum Hamersen Hamersen Hassendorf Heeslingen Hellwege Helvesiek Hemsbünde Hemslingen Hepstedt Hipstedt Horstedt (Niedersachsen) Horstedt (Niedersachsen) Kalbe (Niedersachsen) Kirchtimke Kirchwalsede Klein Meckelsen Lauenbrück Sittensen Lengenbostel Oerel Ostereistedt Reeßum Rhade Rotenburg (Wümme) Sandbostel Scheeßel Seedorf (bei Zeven) Selsingen Sittensen Sittensen Sottrum Stemmen (Landkreis Rotenburg) Tarmstedt Tiste Tiste Vahlde Vahlde Vierden Visselhövede Vorwerk (Niedersachsen) Westertimke Westerwalsede Wilstedt Wohnste ZevenKarte
Über dieses Bild

Wilstedt ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Tarmstedt und gehört zum Landkreis Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilstedt wurde erstmals in der Schrift "Die Wunderheilungen am Grab Willehads" erwähnt, die der Bremer Erzbischof Ansgar im Jahre 860 verfasst hat. Eine weitere verlässliche urkundliche Erwähnung fand 1124 statt, als Papst Calixt II. den Hof in Willenstede dem Kloster Rastede zusprach.

Ausgliederungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1976 wurde ein Gebiet mit damals knapp 50 Einwohnern (Wilstedter Moor) an die Nachbargemeinde Grasberg abgetreten.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Wilstedt besteht aus elf Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 1001 und 2000 Einwohnern.[3] Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2016 ergab das folgende Ergebnis:[4]

Partei Anteilige Stimmen Anzahl Sitze
SPD 54,41 % 6
CDU 19,30 % 2
Wählergemeinschaft Natürlich Wilstedt (NW) 17,10 % 2
Einzelbewerber 5,93 % 1
FDP 3,24 % 0

Die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2016 lag mit 73,65 %[4] über dem niedersächsischen Durchschnitt von 55,5 %.[5]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat wählte das Gemeinderatsmitglied Traugott Riedesel (SPD) zum ehrenamtlichen Bürgermeister für die aktuelle Wahlperiode.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen zeigt vorn auf silbernem Grund ein schwarzes Verdener Nagelkreuz, das an die Zugehörigkeit zum Bistum Verden erinnert. Hinten wird auf blauem Grund eine goldene Figur des Bremer Erzbischofs Ansgar dargestellt, der in der Rechten einen Bischofsstab hält und in der Linken eine Kirche. Dies erinnert an die Erstnennung des Ortes durch Ansgar.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Möglichkeiten sportlicher Aktivitäten sorgen der Verein MTV Wilstedt mit seinen zahlreichen Sparten, wie auch der Tennisverein, der 1971 gegründet wurde und der Schützenverein. Außerdem existiert ein öffentliches Schwimmbad sowie eine Sporthalle und ein Fußballfeld mit Kunstrasen an der Schule.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frühlings- und Herbstmarkt in Wilstedt
  • Osterfeuer der Freiwilligen Feuerwehr Wilstedt
  • Wilstedter Olivenöl-Abholtage, jeweils erstes Maiwochenende
  • Schützenfest (Pfingsten)
  • Wilstedt bei Nacht – Wilstedter Abendvolkslauf

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilstedt weist eine gesunde, langsam wachsende Wirtschaft auf, die von der verkehrsgünstigen Lage zwischen Bremen und Hamburg profitiert. Generell weist der Flächennutzungsplan Mischgebiete aus, so dass eine einfache Gewerbeansiedlung jederzeit möglich ist. Ebenfalls existieren zwei Gewerbegebiete.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilstedt liegt an der Bahnstrecke Wilstedt–Tostedt. Diese ist von Wilstedt bis kurz vor Zeven stillgelegt. Ab Bahnhof Wilstedt findet dort in der Saison Draisinenverkehr statt. Aufgrund des ungenügenden öffentlichen Personennahverkehrs wird in Wilstedt ein ländliches Carsharing-Modell zum Erhalt der Mobilität der Bewohner betrieben.


Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zentral im Dorf gelegen sind der Kindergarten und die Grundschule. Zur weiterführenden Schule (Haupt-, Realschule und gymnasiale Oberstufe) im vier Kilometer entfernten Nachbarort besteht eine gute Schulbusanbindung.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans-Werner Behrens: Wilstedt – Kirchdorf an der Wörpe. Mit einem Beitrag von Heinrich Schmidt-Barrien. In: Schriftenreihe des Landschaftsverbandes der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden, Band 26. Stade 2006, 200 S., ISBN 978-3-931879-22-8.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 243.
  3. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 9. März 2017.
  4. a b Gemeinde Wilstedt – Gesamtergebnis Gemeinderatswahl 2016, abgerufen am 9. März 2017.
  5. Die CDU holt landesweit die meisten Stimmen. 12. September 2016, abgerufen am 9. März 2017.
  6. Mitglieder des Gemeinderates Wilstedt, abgerufen am 9. März 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wilstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien