Elsdorf (Niedersachsen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Elsdorf
Elsdorf (Niedersachsen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Elsdorf hervorgehoben
Koordinaten: 53° 15′ N, 9° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Rotenburg (Wümme)
Samtgemeinde: Zeven
Höhe: 19 m ü. NHN
Fläche: 49,01 km2
Einwohner: 2046 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 42 Einwohner je km2
Postleitzahl: 27404
Vorwahlen: 04281, 04282, 04286
Kfz-Kennzeichen: ROW, BRV
Gemeindeschlüssel: 03 3 57 013
Gemeindegliederung: 10 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Markt 4
27404 Zeven
Webpräsenz: www.zeven.de
Bürgermeister: Heinrich Willenbrock (CDU)
Lage der Gemeinde Elsdorf im Landkreis Rotenburg (Wümme)
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Elsdorf ist eine Gemeinde im Landkreis Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen. Neben dem Hauptort Elsdorf gehören auch die Orte Badenhorst, Bockhorst, Ehestorf, Frankenbostel, Hatzte, Nindorf, Poitzendorf, Rüspel und Volkensen zur Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elsdorf wurde 1024/1028 erstmals als Alliestorpe in einer Urkunde des Verdener Bischofs Wigger erwähnt.

Wohl nicht in Elsdorf selbst, sondern im benachbarten Burg Elsdorf, lebte um 1050 eine Dame höchsten Adels namens Ida. Sie war nach dem zweihundert Jahre später schreibenden Chronisten Albert von Stade väterlicherseits eine Nichte Kaisers Heinrichs III. und mütterlicherseits eine Nichte des Papstes Leo IX.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Ehestorf, Frankenbostel, Hatzte, Rüspel und Volkensen eingegliedert.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl am 10. September 2006 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:

  • CDU: 8 Ratsmitglieder
  • SPD: 3 Ratsmitglieder
  • WFB 2 Ratsmitglieder

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen von Elsdorf ist geteilt und oben gespalten. Es zeigt vorn oben auf blauem Grund einen silbernen Ritter mit rotem Schild, das wiederum ein silbernes Kreuz zeigt. Hinten oben sind ein silbernes Kreuz sowie ein silberner Kelch auf goldenem Grund abgebildet. Unten ist eine rote Burgmauer mit silbernem Durchgang dargestellt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde Elsdorf liegt die Autobahn A 1 (Hamburg–Bremen) mit der Anschlussstelle Elsdorf. Die 2012 fertiggestellte 2,35 km lange Umgehungsstraße verbindet die ebenfalls 2012 vollendete Anschlussstelle mit Elsdorf.

Elsdorf liegt an der heute nur noch im Güterverkehr betriebenen Eisenbahnstrecke Bremervörde−Rotenburg (Wümme).

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wichtigste Betriebe in der Gemeinde sind die „Heideblume“-Molkerei Elsdorf-Rotenburg AG und die Elsdorfer Feinkost AG.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der TuS Elsdorf ist der Sportverein im Ort mit fast 1000 Mitgliedern und mehreren Sparten in verschiedenen Sportarten.

Des Weiteren ist im Ort die Freiwillige Feuerwehr Elsdorf ansässig.

Außerdem gibt es einen Schützenverein, der 2014 sein 100-jähriges Vereinsjubiläum beging.

Weiteres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit September 2016 wird in Elsdorf die Webserie Kliemannsland mit Fynn Kliemann für das Medienangebot Funk produziert.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Dörfler/Luise Knoop/Bernd Ulrich Hucker (Hrsg.): Das Jahr 1112, Ida von Elsdorf und ihre Zeitgenossen, in: Rotenburger Schriften 92. 2012, u. a. mit Beiträgen.
  • Dieter Riemer: Sächsisches Erbrecht und das "Iden-Gut". S. 17–44.
  • Armin Wolf: Wer war Ida von Elsdorf?. S. 45–68.
  • Bernd Ulrich Hucker: Zur Lage der acht Haupthöfe des Leibgutes der Ida von Elsdorf. S. 69–80.
  • Wolfgang Dörfler: Idas von Elsdorf Wohnort auf der hochmittelalterlichen Grenze zwischen Bremen und Verden. S. 237–264.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Elsdorf (Lower Saxony) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 241.
  3. Mitteilung vom Norddeutschen Rundfunk über das Kliemannsland http://www.ndr.de/der_ndr/presse/mitteilungen/Kliemannsland-und-Wumms-Mit-diesen-Formaten-startet-der-NDR-bei-funk,pressemeldungndr17712.html