Kubschütz

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Kubschütz führt kein Wappen
Kubschütz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kubschütz hervorgehoben
51.16861111111114.506388888889205Koordinaten: 51° 10′ N, 14° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Bautzen
Höhe: 205 m ü. NHN
Fläche: 43,53 km²
Einwohner: 2585 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 02627,
02733 (Czorneboh)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 03591, 035939 (Rachlau, Scheckwitz, Soritz, Waditz)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: BZ, BIW, HY, KM
Gemeindeschlüssel: 14 6 25 290
Gemeindegliederung: 25 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Mittelweg 3
02627 Kubschütz
Webpräsenz: www.gemeinde-kubschuetz.de
Bürgermeister: Olaf Reichert (parteilos)
Lage der Gemeinde Kubschütz im Landkreis Bautzen
Tschechien Dresden Landkreis Görlitz Landkreis Meißen Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Arnsdorf Bautzen Bernsdorf Bischofswerda Bretnig-Hauswalde Burkau Crostwitz Cunewalde Demitz-Thumitz Doberschau-Gaußig Elsterheide Elstra Frankenthal (Sachsen) Göda Großdubrau Großharthau Großnaundorf Großpostwitz Großröhrsdorf Malschwitz Haselbachtal Hochkirch Hoyerswerda Kamenz Königsbrück Königswartha Kubschütz Laußnitz Lauta Lichtenberg (Lausitz) Lohsa Malschwitz Nebelschütz Neschwitz Neukirch (bei Königsbrück) Neukirch/Lausitz Obergurig Ohorn Oßling Ottendorf-Okrilla Panschwitz-Kuckau Pulsnitz Puschwitz Radeberg Radibor Räckelwitz Ralbitz-Rosenthal Rammenau Schirgiswalde-Kirschau Schmölln-Putzkau Schönteichen Schwepnitz Sohland an der Spree Spreetal Steina (Sachsen) Steinigtwolmsdorf Wachau (Sachsen) Weißenberg Wilthen Wittichenau Brandenburg PolenKarte
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Kubschütz, sorbisch Kubšicy, ist ein Ort und die zugehörige Gemeinde im sächsischen Landkreis Bautzen. Die Gemeinde entstand 1994 aus den ehemaligen Gemeinden Jenkwitz, Kubschütz und Purschwitz. Der Ort selbst liegt an der Kreuzung zwischen der Bundesstraße 6 und der Bahnstrecke Görlitz–Dresden und hat 505 Einwohner.[2]

Geografie[Bearbeiten]

Die Große Kreisstadt Bautzen liegt etwa 5 Kilometer westlich. Im Süden befindet sich das Oberlausitzer Bergland mit dem Czorneboh als zweithöchstem und dem Valtenberg als höchstem Berg. Die Landesgrenzen zu Tschechien liegen etwa 25 Kilometer südlich, zu Polen etwa 40 Kilometer östlich.

Die Gemeinde wird begrenzt von Malschwitz im Norden, Weißenberg und Hochkirch im Osten, Cunewalde und Großpostwitz im Süden sowie Bautzen im Westen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zum Kubschützer Gemeindegebiet zählen neben Kubschütz selbst folgende Ortsteile (Einwohnerzahlen vom 31. Dezember 2010):

Baschütz[Bearbeiten]

Das Dorf Baschütz liegt etwa 2 km nördlich vom Kubschützer Ortskern entfernt. An der Ortskreuzung mit Denkmal ist der ehemalige Vierseitenhof mit Herrenhaus (Schlossgut Schkade) gelegen.

Baschützer Blasmusikanten[Bearbeiten]

Die Baschützer Blasmusikanten unter musikalischer Leitung von Jan Chlebniček begingen 2014 ihr neunzigjähriges Bestehen. Als Gäste spielte am 5. Oktober 2014 die mährische Blaskapelle "Mistrinanka".

Geschichte[Bearbeiten]

Die älteste bekannte Erwähnung des Ortes als Cupcici stammt von 1088. Bis ins 19. Jahrhundert hinein bildete Kubschütz eine Enklave des Amtes Stolpen innerhalb des von Bautzen aus verwalteten Gebietes.

Für seine Statistik über die sorbische Bevölkerung in der Oberlausitz ermittelte Arnošt Muka in den 1880er Jahren eine Bevölkerungszahl von 245 Einwohnern; davon waren 228 Sorben (93 %) und 17 Deutsche.[4]

Im Jahre 1950 wurde die Gemeinde durch die Nachbarorte Blösa, Scheckwitz und Soritz erweitert. Weitere Gebietsreformen gliederten 1973 Canitz-Christina und 1974 Rachlau ein. Im Zuge der Gemeindegebietsreform von 1994 wurden die Gemeinden Jenkwitz, Kubschütz und Purschwitz zur neuen Gemeinde Kubschütz zusammengelegt.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[5]
Wahlbeteiligung: 61,5 %
 %
50
40
30
20
10
0
43,1 %
26,1 %
12,7 %
6,7 %
7,6 %
3,9 %
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Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 14 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • CDU: 6 Sitze
  • Wählervereinigung Kubschütz (WVK): 4 Sitze
  • Freunde des SV Kubschütz e.V. (SVK): 2 Sitze
  • LINKE: 1 Sitz
  • Wählervereinigung der Freunde des MSV Kreckwitz e.V. (WVM): 1 Sitz

Religion[Bearbeiten]

Die Orte der Gemeinde Kubschütz gehören je nach Lage zu unterschiedlichen evangelisch-lutherischen Gemeinden. Die zentralen Dörfer sind an Purschwitz angeschlossen, wo auch die einzige Kirche im Gemeindegebiet steht. Auch die Friedhofskapelle in Kubschütz wird regelmäßig für Gottesdienste genutzt. Die süd-östlichen Dörfer gehören zu Hochkirch, die westlichen zu St. Michael Bautzen und Pielitz zu Großpostwitz.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Die Gemeinde Kubschütz verfügt über eine Grundschule (in Baschütz) und zwei Kindertagesstätten.

Kultur[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Hauptartikel: Kreckwitz

In Kreckwitz befindet sich ein Herrenhaus inklusive Gutshof und ein Park, in dem jedes Frühjahr abertausende Krokusse blühen. Ein Dorfteich mit Insel dient der regionalen Fischzucht. Die einzige Kirche im Gemeindegebiet ist die 1222 erstmals urkundlich erwähnte Kirche in Purschwitz.

An den Kreckwitzer Höhen befindet sich ein Blücherdenkmal. Auf der dritten Anhöhe (von insgesamt vier, gezählt von West nach Ost) der Kreckwitzer Höhen befindet sich auf der Südseite eine große Felsengruppe mit einem Felsvorsprung, den eine historische Inschrift zum Gedenken der Schlacht bei Bautzen von 1813 ziert.

Sport[Bearbeiten]

  • SV Kubschütz e. V., größter Sportverein im Ort mit rund 300 Mitgliedern, im Jahr 1929 gegründet
  • MSV Blau-Weiß Kreckwitz e. V., Mehrsportverein

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kubschütz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2013 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Angabe der Gemeindeverwaltung Kubschütz; Stand: 31. Dezember 2008
  3. Angaben der Gemeinde Kubschütz; Stand: 31. Dezember 2010
  4.  Ernst Tschernik: Die Entwicklung der sorbischen Bevölkerung. Akademie-Verlag, Berlin 1954, S. 55.
  5. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014