Schwepnitz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schwepnitz
Schwepnitz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schwepnitz hervorgehoben
51.32972222222213.960277777778147Koordinaten: 51° 20′ N, 13° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Bautzen
Höhe: 147 m ü. NHN
Fläche: 55,5 km²
Einwohner: 2518 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 45 Einwohner je km²
Postleitzahl: 01936
Vorwahl: 035797
Kfz-Kennzeichen: BZ, BIW, HY, KM
Gemeindeschlüssel: 14 6 25 550
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dresdner Str. 4
01936 Schwepnitz
Webpräsenz: www.schwepnitz.de
Bürgermeister: Elke Röthig (parteilos)
Lage der Gemeinde Schwepnitz im Landkreis Bautzen
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Über dieses Bild

Schwepnitz (obersorbisch Sepicy) ist eine Gemeinde in der Westlausitz im Norden von Sachsen, ca. 12 Kilometer nordwestlich von der Stadt Kamenz und ca. 35 Kilometer nordöstlich von Dresden entfernt. Sie liegt zwischen Königsbrück und Bernsdorf. Westlich von Schwepnitz befindet sich die Königsbrücker Heide mit dem ehemaligen Truppenübungsplatz Königsbrück.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Schwepnitz besteht aus folgenden Ortsteilen:

  • Bulleritz (Bólericy), 308 Einwohner
  • Cosel (Kózły), 159 Einwohner
  • Grüngräbchen (Zelena Hrabowka), 382 Einwohner
  • Schwepnitz (Sepicy), 1596 Einwohner
  • Zeisholz (Ćisow), 137 Einwohner[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Schon um 100 v. Chr. lässt sich eine germanische Besiedlung des Gebietes um Schwepnitz nachweisen. Der Ortsname leitet sich vom altsorbischen Svepeťnica (von altsorbisch: svepet „Bienenstock“) für einen Bach, der durch einen Wald mit Bienenstöcken fließt[3] ab und stammt vermutlich aus der zweiten Besiedlungsperiode durch die Slawen. Der erste schriftliche Nachweis stammt jedoch erst von 1343.

Das abgeschiedene Heidedorf, das zunächst zur Herrschaft Kamenz und seit der Mitte des 16. Jahrhunderts zur Standesherrschaft Königsbrück gehörte, entwickelte sich seit der Gründung einer Glashütte durch die Bernsdorfer Glasmacherfamilie Klahn im Jahre 1865 zu einer Industriegemeinde. Mit der Klosterhütte entstand 1932 eine zweite Glasfabrik. Im Zweiten Weltkrieg erlitt Schwepnitz starke Zerstörungen. Die Glasfabriken wurden in der DDR enteignet und 1972 im VEB Glaswerk Schwepnitz zusammengeführt.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[4]
Wahlbeteiligung: 62,0 %
 %
80
70
60
50
40
30
20
10
0
70,8 %
8,7 %
9,3 %
11,2 %

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 12 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • Erste Freie Wählervereinigung Schwepnitz (EFWV): 9 Sitze
  • Seniorenclub Grüngräbchen (SCG): 1 Sitz
  • Freunde des DRK (DRK): 1 Sitz
  • SPD: 1 Sitz

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche
  • Im Ortsteil Grüngräbchen, gibt es eine öffentlich zugängliche mehrere Hektar große Rhododendron-Gärtnerei. Zur Blütezeit ist sie wegen ihrer Größe (mehrere tausend Rhododendronsträucher verschiedensten Alters) und Vielfalt der Blütenfarben ein Besuchermagnet.
  • Schwepnitz hält einen für die Region nordöstlich von Dresden bedeutenden Weihnachtsmarkt ab.

Bildung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Schwepnitz verfügt über eine Grundschule und seit 2007 eine Freie Mittel- bzw. Oberschule, nachdem die staatliche Mittelschule Schwepnitz geschlossen wurde.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Im westlichen Bereich der Gemeinde ist ein Industriegebiet mit einer Fläche von 35 ha ausgewiesen, in denen zahlreiche Firmen ihren Sitz haben.

Verkehr

Schwepnitz befindet sich an der Bundesstraße 97 und ca. 20 km von den Autobahnanschlussstellen der A13 (Ruhland, Thiendorf) und der A4 (Ottendorf-Okrilla) entfernt. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind Dresden, Hoyerswerda und Kamenz gut zu erreichen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Cornelius Gurlitt: Schwepnitz. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 35. Heft: Amtshauptmannschaft Kamenz (Land). C. C. Meinhold, Dresden 1912, S. 321.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2013 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Stand: 15.Dezember 2012; Angaben des Einwohnermeldeamtes Königsbrück
  3. Ernst Eichler (Hrsg.): Historisches Ortsnamenbuch von Sachsen. Band II: M–Z. Akademie-Verlag, Berlin 2001, S. 396
  4. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schwepnitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien