Helmut Zierl

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Helmut Zierl (2012)

Helmut Zierl (* 6. Oktober 1954 in Meldorf) ist ein deutscher Schauspieler, Buchautor und Synchronsprecher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Helmut Zierl wurde 1954 in Meldorf geboren, seit seinem elften Lebensjahr wohnte die Familie in Lütjensee, wo sein Vater Polizist war. Mit 16 Jahren musste er die Schule verlassen. Er fuhr im Sommer 1971 per Anhalter über Brüssel nach Amsterdam und kehrte drei Monate später nach Hause zurück. Dabei lernte er zufällig Regieassistenten aus Rom und Hollywood kennen und fand Interesse am Schauspielerberuf. Zierl verarbeitete die Erlebnisse in seinem 2020 im Bastei Lübbe Verlag erschienenen Buch Follow the Sun – Der Sommer meines Lebens. Er besuchte die Schauspielschule Freese, anschließend spielte er Theater. Seit 1982 ist er in mehr als 100 Filmen zu sehen.

Zierl war 14 Jahre lang bis 2001 mit der Schauspielerin Christine Zierl verheiratet und hat mit ihr zwei gemeinsame Söhne. Aus einer anderen Beziehung hat er einen weiteren Sohn.[1] Er lebt in Lütjensee (Schleswig-Holstein).[2]

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zierl war festes Ensemblemitglied an der Landesbühne Hannover (1975–1978) und dem Thalia Theater Hamburg (1978–1982). In den darauffolgenden Jahren hatte er Stückverträge bei Hamburger Kammerspiele, Zwingerfestspiele Dresden, Komödie Winterhuder Fährhaus in Hamburg, Komödie am Kurfürstendamm in Berlin, Komödie im Marquardt und Altes Schauspielhaus Stuttgart. Zwischen 2012 und 2020 war er für die Konzertdirektion Landgraf mit den Stücken Die Wahrheit von Florian Zeller, Wir lieben und wissen nichts von Moritz Rinke und Tod eines Handlungsreisenden von Arthur Miller auf Tournee. Für die Rolle des „Willy Loman“ in Tod eines Handlungsreisenden erhielt er 2018 den Inthega-Preis, 2019 den Sonderpreis des Inthega-Vorstands und den Finstral-Publikumspreis.

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1982 wirkte er hauptsächlich als Fernsehschauspieler. Er spielte Hauptrollen in über 70 Fernsehspielen, darunter auch Literaturverfilmungen von Siegfried Lenz, Eduard von Keyserling und Walter Kempowski. Er war Hauptdarsteller der Serien Flug in die Hölle, Max Wolkenstein, Rotlicht, Tisch und Bett, Zoff und Zärtlichkeit, Florida Lady, Ein Mann steht seine Frau, Nesthocker – Familie zu verschenken und Familie Sonnenfeld. Hinzu kamen etliche Episodenhauptrollen in Serien und Reihen wie Tatort, Der Alte, Siska, Ein Fall für zwei, Das Traumschiff, Die Insel, Schwarz Rot Gold, Medicopter 117 – Jedes Leben zählt, Sylter Geschichten, Meine liebe Familie, Die Inselärztin etc.

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Synchronsprecher lieh Zierl unter anderem Patrick Duffy (Der Mann aus Atlantis), Jeff Goldblum (Eine Probe für den Mörder), Steve Martin (Pennies from Heaven), Anthony Perkins (Theaterfieber), Dennis Quaid (The Big Easy) und Christopher Walken (Heaven’s Gate) seine Stimme. Zudem sprach er den Schlaubi-Schlumpf in der Serie Die Schlümpfe nach eigener Aussage in 256 Folgen.[3]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zierl ist regelmäßig Teil fiktiver Fernsehfilme in der Titanic-Kolumne Intimschatulle des Schriftstellers Heinz Strunk, die 2019 im Buch Nach Notat zu Bett gesammelt erschien.[4][5][6]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kino[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Helmut Zierl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]