Mark Spitz

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Dieser Artikel behandelt den Schwimmer Mark Spitz. Für den Schriftsteller siehe Marc Spitz.
Mark Spitz Schwimmen
Mark Spitz.jpg

Mark Spitz (2012)

Persönliche Informationen
Name: Mark Andrew Spitz
Spitzname(n): Mark The Shark
Nation: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA
Schwimmstil(e): Freistil, Schmetterling
Geburtstag: 10. Februar 1950
Geburtsort: Modesto
Größe: 1,83 m
Gewicht: 73 kg
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 9 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze

Mark Andrew Spitz (* 10. Februar 1950 in Modesto, Kalifornien) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Weltklasse-Schwimmer.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine ersten internationalen Erfolge feierte er als 15-Jähriger an der Makkabiade 1965 in Tel Aviv, wo er vier Goldmedaillen gewann.[1] Bei den Panamerikanischen Spielen 1967 in Winnipeg errang er fünf Goldmedaillen und stellte damit einen Rekord auf, der erst 40 Jahre später vom Brasilianer Thiago Pereira bei den Panamerikanischen Spielen 2007 mit sechs Goldmedaillen gebrochen wurde. Bei den Olympischen Sommerspielen 1968 in Mexiko-Stadt verfehlte Spitz sein Ziel, sechs Goldmedaillen zu gewinnen. Er gewann lediglich Silber über 100 m Schmetterling und Bronze über 100 m Freistil. Nur in der 4×100 m Freistilstaffel und in der 4×200 m Freistilstaffel gewann er jeweils die Goldmedaille.

Danach schrieb sich Spitz als Student an der Indiana University im Fach Zahnmedizin ein, um sich unter Trainer James Counsilman auf die Olympischen Sommerspiele in München vorzubereiten. Während seiner Studentenzeit gewann er acht NCAA-Titel.

Mark Spitz gewann bei den Olympischen Sommerspielen 1972 in München sieben Goldmedaillen und stellte dabei jeweils einen Weltrekord auf. Für diese Erfolge wurde Spitz mit der Sportler des Jahres-Auszeichnung von Associated Press geehrt.

Leistungen bei den Olympischen Spielen 1972[2][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tag Uhrzeit Wettkampf Ergebnis Rekord
Mo, 28. August 10:30 200 m Schmetterling, Vorlauf 1. (2:02,11) Olympischer Rekord
18:30 200 m Schmetterling Gold (2:00,70) Weltrekord
19:30 4 × 100 m Freistil Gold (3:26,42) Weltrekord
Di, 29. August 10:00 200 m Freistil, Vorlauf 1. (1:55,30)
19:30 200 m Freistil Gold (1:52,78) Weltrekord
Mi, 30. August 12:00 100 m Schmetterling, Vorlauf 1. (56,5 s)
17:30 100 m Schmetterling, Zwischenlauf 1. (56,0 s)
Do, 31. August 18:15 100 m Schmetterling Gold (54,27 s) Weltrekord
19:15 4 × 200 m Freistil Gold (7:35,78) Weltrekord
Sa, 2. September 10:00 100 m Freistil, Vorlauf 2. (52,5 s)
18:00 100 m Freistil, Zwischenlauf 2. (52,4 s) Olympischer Rekord
So, 3. September 19:00 100 m Freistil Gold (51,22 s) Weltrekord
Mo, 4. September 19:45 4 × 100 m Lagen Gold (3:48,16) Weltrekord
Mark Spitz (1972)

Danach trat er, im Alter von nur 22 Jahren, vom Sport zurück, um seine Popularität zu vermarkten. Er hatte allerdings auch bereits 16 Jahre intensives Training hinter sich, da er mit 3 Jahren auf Hawaii im Meer Schwimmen gelernt hatte und mit 6 Jahren im Verein mit systematischem Schwimmtraining begonnen hatte.[3] Insgesamt gehen neun Olympiasiege auf sein Konto, davon zwei bei den Olympischen Sommerspielen 1968 in Mexiko-Stadt. Mark Spitz stellte im Verlauf seiner Karriere 33 Weltrekorde auf, 26 in Einzeldisziplinen und sieben in Staffelwettbewerben.

Sein Versuch, sich im Alter von 41 Jahren noch für die Olympischen Sommerspiele 1992 in Barcelona zu qualifizieren, scheiterte.

Erst bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking wurde Mark Spitz’ legendäre Leistung von sieben Weltrekorden inkl. Goldmedaille bei derselben Veranstaltung Olympischer Spiele von seinem Landsmann Michael Phelps eingestellt. Da dieser insgesamt 8 Goldmedaillen gewann, wurde Mark Spitz nach 36 Jahren in dieser Hinsicht übertroffen.

Hall of Fame[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mark Spitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jewish Virtual Library, Eintrag Mark Spitz
  2. Hannes Vogel: Olympische Sommerspiele der Neuzeit – unter akzentuierter Betrachtung der beiden deutschen Ausrichterstädte. Leipzig 2014.
  3. Arnd Krüger: Wann sollen Kinder mit Sport beginnen? In: Peter Lösche (Hrsg.): Göttinger Sozialwissenschaften heute. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 1990, 278–308. ISBN 3-525-35838-5
  4. International Swimming Hall of Fame. Ishof.org. Abgerufen am 15. Februar 2015.
  5. Mark Spitz. Jewishsports.net. 10. Februar 1950. Abgerufen am 30. Januar 2011.
  6. Hof Polls, Team USA. U.S. Olympic Hall of Fame. 1. Juli 2009. Abgerufen am 30. Januar 2011.
  7. San Jose Sports Authority – [ Hall of Fame ]. Sjsa.org. Abgerufen am 30. Januar 2011.
  8. Mark Spitz Update. Santa Clara Swim Club. 14. November 2007. Abgerufen am 30. Januar 2011.
  9. Long Beach City College Athletics. Athletics.lbcc.edu. 11. Oktober 2007. Abgerufen am 30. Januar 2011.
  10. :Phi Kappa Psi:.:Indiana Beta:. Indiana.edu. Abgerufen am 30. Januar 2011.