Montferland

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Gemeinde Montferland
Flagge der Gemeinde Montferland
Flagge
Wappen der Gemeinde Montferland
Wappen
Provinz Gelderland Gelderland
Bürgermeister Peter de Baat (VVD)
Sitz der Gemeinde Didam
Fläche
 – Land
 – Wasser
106,65 km2
105,7 km2
0,92 km2
CBS-Code 1955
Einwohner 35.532 (31. Aug. 2017[1])
Bevölkerungsdichte 333 Einwohner/km2
Koordinaten 51° 56′ N, 6° 9′ OKoordinaten: 51° 56′ N, 6° 9′ O
Bedeutender Verkehrsweg A12 A18 N316 N335
Vorwahl 0314, 0316
Postleitzahlen 6940–6942, 7035–7041, 7044–7048
Website www.montferland.info
LocatieMontferland.png
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte

Montferland (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i) ist eine Gemeinde der niederländischen Provinz Gelderland und liegt in der Region Liemers. Sie hat eine Gesamtfläche von 106,65 km² und zählte am 31. August 2017 nach Angaben des CBS 35.532 Einwohner. Die Einwohner der Gemeinde sind überwiegend römisch-katholisch.

Orte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Ortschaften gehören zum Gemeindegebiet (Einwohnerzahl in Klammern; Stand 2012[2]):

Ortschaft Einwohner Anmerkung
Didam 13.555 Hauptsitz der Gemeindeverwaltung
’s-Heerenberg 8.060 Nebenstelle der Gemeindeverwaltung
Azewijn 795
Beek 2.050
Braamt 1.320
Kilder 1.470
Lengel 245
Loil 1.555 Aussprache wie: Lool
Loerbeek 675
Nieuw-Dijk 1.620
Stokkum 1.145
Zeddam 2.525

Lage und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen der ehemaligen Gemeinde Didam

Montferland liegt südwestlich von Doetinchem und östlich von Zevenaar, unmittelbar an der Grenze zum deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen. ’s-Heerenberg, Stokkum und Beek liegen am Waldgebiet Montferland, an der deutschen Grenze, unweit von Elten und Emmerich am Rhein. Didam, Nieuw-Dijk und vor allem das Bauerndorf Azewijn liegen etwas weiter nördlich im Gebiet De Liemers.

Die Autobahn A12, die in Beek die deutsche Grenze überschreitet und in die deutsche A 3 Arnheim - Oberhausen übergeht, hat mehrere Ausfahrten in die Gemeinde, darunter zwei deutsche (u.a. Ausfahrt 3 nach ’s-Heerenberg). Bei Oud-Dijk spaltet sich die Autobahn A 18 nach Doetinchem von der A12 ab.

Didam hat einen Bahnhof an der Nahverkehrslinie Arnheim - Doetinchem - Winterswijk.

Haupterwerbsquellen der Gemeinde sind der Tourismus, das Kleingewerbe (in Didam gibt es ein größeres Gewerbegebiet) und die Landwirtschaft. Auch pendeln viele Einwohner täglich zur Arbeit nach Arnheim oder Doetinchem.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde entstand im Rahmen einer Gemeindereform am 1. Januar 2005 durch Zusammenlegung der Gemeinden Didam und Bergh.

Der Ort ’s-Heerenberg ist eine Kleinstadt, die im Mittelalter um Huis Bergh, dem Stammsitz der Herren von Bergh, entstand. Im Jahr 1379 erhielt es das Stadtrecht, und später sogar ein Münzrecht. Das Haus, wo die Münzen geprägt wurden, besteht immer noch. ’s-Heerenberg war lange Zeit ummauert und hatte nur zwei Stadttore. Die Burg, Huis Bergh genannt, geriet 1912 in die Hände des reichen Textilmagnaten J. H. van Heek, der dort seine Privatkunstsammlung unterbrachte.

In Didam wurden bei archäologischen Grabungen mehrere römische Münzen gefunden. Zur Zeit Christi hatten die germanischen Chamaven dort eine Siedlung.

Die Dörfer Azewijn, Zeddam und Braamt bestehen ebenfalls bereits seit dem Mittelalter.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Huis Bergh in ’s-Heerenberg ist jetzt ein Museum mit bedeutender Kunstsammlung: viele Handschriften, Gemälde und Münzen aus dem späten Mittelalter. Um die Burg ein schöner Schlossgarten
  • das hügelige (bis 93 Meter über NN) Waldgebiet Montferland, das sich jenseits der Grenze in Elten fortsetzt, bietet viele Möglichkeiten zum Radfahren und Wandern
  • die 1441 erbaute Mühle von Zeddam
  • in Braamt ist ein kleiner Vergnügungspark für kleine Kinder (Land van Jan Klaassen)
  • in Azewijn wird jedes Jahr, zum Auftakt der Kirmes, eine Fronleichnamsprozession gehalten

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Montferland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand August 2017Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
  2. Kerncijfers wijken en buurten 2012, Montferland, CBS StatLine, Centraal Bureau voor de Statistiek, Den Haag/Heerlen