Putten (Gelderland)

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Gemeinde Putten
Flagge der Gemeinde Putten
Flagge
Wappen der Gemeinde Putten
Wappen
Provinz Gelderland Gelderland
Bürgermeister Henk Lambooij (SGP)
Sitz der Gemeinde Putten
Fläche
 – Land
 – Wasser
87,5 km2
85,21 km2
2,29 km2
CBS-Code 0273
Einwohner 24.362 (31. Aug. 2017[1])
Bevölkerungsdichte 278 Einwohner/km2
Koordinaten 52° 15′ N, 5° 36′ OKoordinaten: 52° 15′ N, 5° 36′ O
Höhe 11 m NAP
Bedeutender Verkehrsweg A28 E232 N301 N303 N797 N798
Vorwahl 0341
Postleitzahlen 3853, 3881–3882
Website Homepage von Putten
LocatiePutten.png
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte
Nieuwe Kerk
Nieuwe KerkVorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Bild1

Putten (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i) ist ein Dorf und eine Gemeinde in der Provinz Gelderland (Niederlande). Sie hat 24.362 Einwohner (Stand: 31. August 2017).

Lage und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Putten liegt westlich der Landschaft Veluwe. Im Westen wird es durch Nijkerk, im Süden durch Voorthuizen (Gem. Barneveld) und im Norden durch Ermelo begrenzt. Der nächste Autobahnanschluss befindet sich auf der A28 (Strand Nulde) vier Kilometer westlich des Dorfes. Putten hat einen Kleinbahnhof an der Eisenbahnlinie AmersfoortHarderwijk, die weiter nach Zwolle führt. Der Bahnhof liegt zwei Kilometer westlich des Dorfes.

Beim Bahnhof befindet sich ein größeres Gewerbegebiet, wo sich allerhand Kleingewerbe- und Handelsunternehmen angesiedelt haben. Westlich des Dorfes gibt es viele Bauernhöfe. Bedeutendster Wirtschaftszweig ist aber der Tourismus.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung im Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahlen 2018[2]
 %
30
20
10
0
27,3
20,4
20,2
16,9
15,3
keine
WP
GB
Sonst.f
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+1,3
-0,9
+1,4
+5,2
+2,5
-9,4
WP
GB
Sonst.f
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
f VVD 0,0 % (–6,3 %), D66 0,0 % (–2,7 %), Groep Hop 0,0 % (–0,4 %)

Der Gemeinderat wird seit 1982 folgendermaßen gebildet:

Partei Sitze[3]
1982 1986 1990 1994 1998 2002 2006 2010 2014 2018
Wij Puttena 4 5 5
ChristenUnie 4 4 5 4 4
CDA 6 7 7 5 5 5 4 4 4 4
Gemeentebelangenb 2 3 3 5 4 4 5 3 2 3
SGP 3 1 1 1 1 2c 2 2 3 3
VVD 3 3 3 2 3 2 2 1 1
Groep Hop 0
PvdA 1 2 2 1 1 1 2 a
GroenLinks 1 1 a
D66 1 0 0
BEN Putten 0
GPV 4 3
RPF 1 3 3
Gereformeerde Gezindte Putten 1 c
Progressief Putten 1
Gesamt 17 19 19 19 19 19 19 19 19 19
a Das Bündnis der Parteien PvdA und GroenLinks aus dem Jahre 2006 ging bei den nachfolgenden Wahlen in die neue Partei „Wij Putten“ auf.
b Bis einschließlich 1982 nahm die Partei Gemeentebelangen unter dem Namen „Binding Rechts“ an den Wahlen teil.
c Die Partei Gereformeerde Gezindte Putten löste sich 2002 in die SGP auf.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 15. Juni 2011 ist Henk Lambooij (SGP) amtierender Bürgermeister der Gemeinde.[4] Zu seinem Kollegium zählen die Beigeordneten Nico Gerritsen (SGP), Gerbert Priem (ChristenUnie), Roelof Koekkoek (Wij Putten) sowie der Gemeindesekretär Ferdinand Contant.[5]

Touristisches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Westlich von Putten befindet sich Strand Nulde, ein Erholungsgebiet mit Jachthafen und vielen Wassersportmöglichkeiten. Es liegt am Nuldernauw, einer Randsee zwischen Gelderland und der Provinz Flevoland. Dieses Gewässer ist ein Überbleibsel der Zuiderzee.
  • Östlich des Dorfes liegen die schönen Wälder der Veluwe. Das Dorf hat mehrere Campingplätze und Pensionen. Der Landsitz Schovenhorst ist besonders sehenswert. Schloss Vanenburg ist ein Neubau aus dem Ende des 19. Jahrhunderts und dient als Konferenzzentrum.
  • Am 2. Mittwoch im Oktober findet ein Jahrmarkt (Ossenmarkt = Deutsch: Ochsenmarkt) mit vielen Festlichkeiten statt.
  • Seit 1992 gibt es eine Gedenkstätte (mit Ausstellung) über die schrecklichen Ereignisse vom Oktober 1944 (sonntags geschlossen).
  • Im Zentrum steht die Oude Kerk (Alte Kirche), 15.–16. Jahrhundert, um 1900 stark restauriert; in den Sommermonaten ab und zu (mittwochs) zu besichtigen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Briefmarke der DDR, 1965

Putten wurde in einer Schenkungsurkunde des Werdener Klosters aus dem Jahre 855 erstmals erwähnt. Es war lange Zeit ein einfaches Bauerndorf. Zum Kirchspiel Putten gehörten bis 1416 auch Nijkerk und Voorthuizen. In den Kriegen des 15., 16. und 17. Jahrhunderts wurde Putten mehrmals zerstört. Als das Dorf 1863 einen Eisenbahnanschluss erhalten hatte, kam der Tourismus auf, eine Entwicklung, die sich bis nach dem Zweiten Weltkrieg fortsetzte. Auch siedelten sich im 20. Jahrhundert Pendler im Dorf an, die einen Job in den umliegenden Städten haben.

Im Oktober 1944 kam es hier zum Fall Putten, einem Kriegsverbrechen der Wehrmacht, bei dem 661 Menschen in KZs verschleppt wurden, und das Dorf anschließend niedergebrannt wurde. Davon kamen 552 Menschen ums Leben. Anlass war ein Attentat einer Widerstandsgruppe auf ein Auto mit deutschen Offizieren. Zum Gedenken der Opfer wurde 1947 ein Denkmal errichtet, das 1949 von Königin Juliana feierlich enthüllt wurde.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Putten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand August 2017Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
  2. Ergebnis der Kommunalwahlen: 2014 2018, abgerufen am 20. Juli 2018 (niederländisch)
  3. Sitzverteilung im Gemeinderat: 1982–2002 2006 2010 2014 2018, abgerufen am 20. Juli 2018 (niederländisch)
  4. Ruud van Gijzel: Lambooij nieuwe burgemeester Putten. In: Omroep Gelderland. 30. Mai 2011, abgerufen am 20. Juli 2018 (niederländisch).
  5. Samenstelling Gemeente Putten, abgerufen am 20. Juli 2018 (niederländisch)