Renkum

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Gemeinde Renkum
Flagge der Gemeinde Renkum
Flagge
Wappen der Gemeinde Renkum
Wappen
Provinz Gelderland Gelderland
Bürgermeister Agnes Schaap (PvdA)
Sitz der Gemeinde Oosterbeek
Fläche
 – Land
 – Wasser
47,23 km2
45,95 km2
1,28 km2
CBS-Code 0274
Einwohner 31.308 (31. Jan. 2019[1])
Bevölkerungsdichte 663 Einwohner/km2
Koordinaten 51° 58′ N, 5° 44′ OKoordinaten: 51° 58′ N, 5° 44′ O
Bedeutender Verkehrsweg A12 E35 A50 N224 N225 N782 N783
Vorwahl 026, 0317
Postleitzahlen 6861–6862, 6865–6866, 6869, 6871, 6874
Website Homepage von Renkum
LocatieRenkum.png
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte
Straße in Renkum
Straße in RenkumVorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Bild1

Renkum (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i) ist eine niederländische Gemeinde der Provinz Gelderland und hatte am 31. Januar 2019 nach Angaben des CBS 31.308 Einwohner.

Orte der Gemeinde Renkum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen Klammern die Einwohnerzahl (Stand: 1. Jan. 2018)[2].

  • Oosterbeek, am Ostrand der Gemeinde, ein Vorort von Arnhem, Sitz der Gemeindeverwaltung (11.386);
  • Renkum (9.174), am Westrand der Gemeinde, in Richtung Wageningen;
  • Heelsum (3.391), inzwischen mit Renkum zusammengewachsen;
  • Doorwerth (4.935);
  • Wolfheze, im äußersten Nordwesten der Gemeinde (1.741);
  • Heveadorp (717).

Lage und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Süden des Waldgebietes Veluwe, direkt westlich von Arnhem. Der Rhein bildet die Südgrenze der Gemeinde. Durch Oosterbeek und Wolfheze verläuft die Eisenbahnlinie ArnhemUtrecht. Beide Dörfer haben einen Kleinbahnhof, wo einmal in der Stunde ein Zug hält. Zwischen Oosterbeek und Arnhem fährt ein Trolleybus. Die Autobahn A50 Arnhem - ’s-Hertogenbosch und die A12 Arnhem - Utrecht kreuzen sich bei Grijsoord, nahe Wolfheze. Eine Ausfahrt der A50 befindet sich zwischen Renkum und Doorwerth. Oosterbeek hat einen kleinen Jachthafen am Rhein.

Wichtigster Wirtschaftsfaktor ist der Tourismus (Natur; Gedenken am Zweiten Weltkrieg). Es gibt aber auch einige bedeutende Fabriken (Reifenwerk Vredestein in Renkum; Papier- und Backsteinfabriken). In Wolfheze gibt es eine der größten Anstalten für geistig Kranke der Niederlande; das ganze Dorf ist wirtschaftlich davon abhängig. Die schöne Lage hat viele wohlhabende Arnhemmers schon seit mehr als hundert Jahren in die Gemeinde Renkum gelockt. Auch weniger Begüterte leben hier und pendeln täglich zur Arbeit in Arnhem oder Wageningen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung im Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahlen 2018[3]
 %
20
10
0
18,9
18,1
16,1
15,1
12,1
10,8
9,0
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+7,3
+3,6
-5,7
-0,4
+5,0
-1,7
-1,6
-6,4

Der Gemeinderat wird seit 2006 folgendermaßen gebildet:

Partei Sitze[4]
2006 2010 2014 2018
GroenLinks 4 4 3 4
GemeenteBelangen 2 2 3 4
D66 1 4 5 4
VVD 5 5 4 4
Partij Renkumse Dorpen 1 3
CDA 5 4 3 2
PvdA 6 4 3 2
Renkum Zelfstandig en Sociaal 1 a
Gesamt 23 23 23 23
a Die Partei Renkum Zelfstandig en Sociaal ging 2018 in die Partij Renkumse Dorpen auf.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 12. Mai 2017 ist Agnes Schaap (PvdA) amtierende Bürgermeisterin der Gemeinde.[5] Zu ihrem Kollegium zählen die Beigeordneten Joa Maouche (GroenLinks), Jasper Verstand (D66), Leonie Rolink (VVD), Marinka Mulder (PvdA) sowie der Gemeindesekretär Jeroen Steverink.[6]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon in der Vorgeschichte lebten am Südrand der Veluwe, am Rhein, viele Stämme. Wolfheze und Oosterbeek waren auch zur Zeit Karls des Großen besiedelt. Renkum wurde 970 erstmals urkundlich erwähnt. Das Schloss Doorwerth entstand um 1280 an der Stelle eines um 1260 zerstörten Baus. Es lag auf einer Insel im Rhein, und der Besitzer kassierte eine Maut von den Kapitänen vorbeifahrender Schiffe. Um 1392 wurde in Oosterbeek das sehr bedeutende, jetzt nicht mehr existierende Kloster Mariënwaard gegründet. Im Achtzigjährigen Krieg wurde Wolfheze von den Spaniern zerstört; ein neues Dorf entstand erst 1846 als für die Forstwirtschaft ein Bahnhof an der Eisenbahn Arnhem–Ede gebaut wurde. 1906 kam eine große, christliche Psychiatrische Klinik dazu. Im 17. und 18. Jahrhundert blühte hier die Papierherstellung, da es klare, saubere Bäche und Wassermühlen gab. Im Jahr 1916 ließ die Gummifabrik Hevea, jetzt Teil der Vredestein-Werke, eigens für ihre Belegschaft das Dorf Heveadorp bauen. Viele der alten Häuschen mit ihren Reetdächern stehen immer noch; sie wurden nach einer Verfallsperiode um 1980 restauriert.

Die einschneidendste Epoche der Renkumer Geschichte war aber der Zweite Weltkrieg, und namentlich die Operation Market Garden oder „Schlacht um Arnhem“. Am 17. September 1944 landeten alliierte Fallschirmjäger auf der Renkumer Heide und nördlich von Wolfheze, rückten nach Oosterbeek vor, wo ihr Anführer, General Urquhart, das Herrenhaus Hartenstein als Hauptquartier einnahm. Die blutige Schlacht, die mit der Wiedereroberung des Brückenkopfes durch die Deutschen endete, führte zur fast vollständigen Zerstörung von Oosterbeek. Auch die anderen Orte der Gemeinde erlitten schwerste Kriegsschäden. Immer noch muss bei Bau- und Straßenarbeiten mit Sprengsätzen aus dem Zweiten Weltkrieg Rechnung getragen werden. Nach 1945 fing eine rasche Restaurierung und ein erfolgreicher Wiederaufbau an. Die Förderung von Industrie und Tourismus brachte viel wirtschaftliches Wachstum.

Oosterbeek war 1954 erster Veranstaltungsort einer Bilderberg-Konferenz.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • alljährlicher Airborne-Marsch (Airborne-Wandeltocht), Anfang September ist ein eintägiger Fußmarsch um Oosterbeek, der im Zeichen des Gedenkens an die dort gelandeten alliierten Fallschirmjäger (Airborne) steht und heute die größte, eintägige Marschveranstaltung der Welt ist;
  • Sonstige Gedenkfeier der Operation Market Garden; bis 2005 sind jedes Jahr am 17. September noch Überlebende dieser Schlacht erneut per Fallschirm dort gelandet, um danach an der Militärparade teilzunehmen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Renkum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek (niederländisch)
  2. Aantal inwoners op 1 januari 2018 (PDF, 65 KB) Gemeente Renkum, abgerufen am 21. Juli 2018 (niederländisch)
  3. Ergebnis der Kommunalwahlen: 2014 2018, abgerufen am 21. Juli 2018 (niederländisch)
  4. Sitzverteilung im Gemeinderat: 2006 2010 2014 2018, abgerufen am 21. Juli 2018 (niederländisch)
  5. Agnes Schaap volgt Gebben op als burgemeester van Renkum. In: de Gelderlander. Wegener, 9. Februar 2017, abgerufen am 21. Juli 2018 (niederländisch).
  6. Burgemeester en wethouders Gemeente Renkum, abgerufen am 21. Juli 2018 (niederländisch)