Aalten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Gemeinde Aalten
Flagge der Gemeinde Aalten
Flagge
Wappen der Gemeinde Aalten
Wappen
Provinz Gelderland Gelderland
Bürgermeister Anton Stapelkamp (ChristenUnie)[1]
Sitz der Gemeinde Aalten
Fläche
 – Land
 – Wasser
97,05 km2
96,53 km2
0,52 km2
CBS-Code 0197
Einwohner 27.063 (31. Aug. 2017[2])
Bevölkerungsdichte 279 Einwohner/km2
Koordinaten 51° 55′ N, 6° 35′ OKoordinaten: 51° 55′ N, 6° 35′ O
Bedeutender Verkehrsweg N313 N317 N318 N819
Vorwahl 0315, 0543
Postleitzahlen 7091, 7095, 7121–7123, 7126
Website Homepage von Aalten
LocatieAalten.png
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte
Straße in Aalten
Straße in AaltenVorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Bild1

Aalten (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i) ist eine im Osten der Niederlande gelegene Gemeinde. Sie befindet sich im Achterhoek in der Provinz Gelderland unmittelbar an der Grenze zum deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Aalten lebt vor allem von der Landwirtschaft, dem Kleingewerbe und dem Tourismus. Es hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Winterswijk–Zevenaar–Arnheim, betrieben von Arriva.

Aalten ist Nachbarort der deutschen Stadt Bocholt und lag auch an der Bahnstrecke Lichtenvoorde–Bocholt.

Mit der Gemeindereform vom 1. Januar 2005 wurde die benachbarte Gemeinde Dinxperlo (ca. 8.600 Einwohner) aufgelöst und Teil der Gemeinde Aalten, die vorher etwa 18.900 Einwohner hatte.

Ein bekannter Einwohner von Aalten ist Angus Young, Gitarrist der australischen Band AC/DC

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Aalten wurden während des Zweiten Weltkrieges besonders viele untergetauchte Personen wie Juden, politisch und rassisch Verfolgte, Widerständler und vor der Zwangsarbeit geflüchtete vor den deutschen Besatzern und der Polizei versteckt. In Aalten kamen auf eine Einwohnerzahl von 13.000 etwa 2.500 Untertaucher. Das Gebäude Markt 12, Wohnhaus der Familie Kempink, war Sitz der deutschen Ortskommandantur, Zufluchtsort bei Bombenangriffen für die Menschen aus der Nachbarschaft und Versteck für jene, die vor den Nationalsozialisten hatten untertauchen müssen. Heute ist darin das Nationales Untertauchermuseum[3] untergebracht.[4]

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aalten (12.785 Einwohner; Sitz der Gemeindeverwaltung)
  • Bredevoort, bekannt als „Bücherstadt“ (1.635 Einwohner)
  • Dale (630 Einwohner)
  • Dinxperlo: Der Ort weist die Besonderheit auf, dass seit dem Ersten Weltkrieg die Grenze zu Deutschland mitten durch den 7.230 Einwohner zählenden Ort geht. Die Staatsgrenze verläuft zum Teil durch Grundstücke, so dass einzelne Häuser nur über das Nachbarland erreicht werden können. Auch eine Straße wurde geteilt. Heute ist die Grenze zum deutschen Bocholt-Suderwick nur noch an den unterschiedlichen Kfz-Kennzeichen und Verkehrsschildern erkennbar. Dinxperlo hat auch die einzige deutsch-niederländische Polizeistation. Sie liegt auf niederländischem Gebiet, direkt am Rathaus. Die kleinste Kirche der Niederlande steht in Dinxperlo.
  • Haart (660 Einwohner)
  • De Heurne (955 Einwohner) und Heurne (370 Einwohner)
  • IJzerlo (620 Einwohner)
  • 't Klooster
  • Lintelo (790 Einwohner)

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche St. Helena in Aalten

Sitzverteilung im Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahlen 2018[5]
 %
30
20
10
0
28,1
24,3
13,2
12,2
9,4
7,5
5,4
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-0,4
+5,5
-3,0
+1,3
+9,4
-0,8
-4,3
-7,6

Der Gemeinderat wird seit 2004 folgendermaßen gebildet:

Partei Sitze[6]
2004a 2010 2014 2018
CDA 10 7 7 6
GemeenteBelangen 2 4 4 5
Progressieve Partij 3 3 3 3
VVD 2 3 2 3
D66 2
ChristenUnie 1 1 2 1
Henk Meerdink Volksvertegenwoordiging 2 1
PvdA 3 3 1
Change 0
Lokaal Belang 0
Gesamt 21 21 21 21
a Aufgrund der Eingemeindung von Dinxperlo nach Aalten zum 1. Januar 2005 fanden die Gemeinderatswahlen bereits im Jahr 2004 statt.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 22. Dezember 2017 ist Anton Stapelkamp (ChristenUnie) amtierender Bürgermeister der Gemeinde.[1] Zu seinem Kollegium zählen die Beigeordneten Henk Rijks (GemeenteBelangen), Ted Kok (CDA), Henk Wiltink (ChristenUnie), Gerard Nijland (CDA) sowie der Gemeindesekretär Jan Nobel.[7]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aalten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Nieuwe burgemeester van Aalten geïnstalleerd. In: Omroep Gelderland. 22. Dezember 2017, abgerufen am 30. Juni 2018 (niederländisch).
  2. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand August 2017Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
  3. Nationales Untertauchermuseum
  4. Anne Avenarius: Markt 12 Museum und Nationales Befreiungsmuseum, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Oktober 2009, abgerufen 4. April 2016
  5. Ergebnis der Kommunalwahlen: 2014 2018, abgerufen am 30. Juni 2018 (niederländisch)
  6. Sitzverteilung im Gemeinderat: 2004 2010 2014 2018, abgerufen am 30. Juni 2018 (niederländisch)
  7. Samenstelling college Gemeente Aalten, abgerufen am 30. Juni 2018 (niederländisch)