Reimlingen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Reimlingen
Reimlingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Reimlingen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 49′ N, 10° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Verwaltungs­gemeinschaft: Ries
Höhe: 438 m ü. NHN
Fläche: 9,54 km2
Einwohner: 1350 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 142 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86756
Vorwahl: 09081
Kfz-Kennzeichen: DON, NÖ
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 203
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schloßstr.1
86756 Reimlingen
Webpräsenz: reimlingen.de
Bürgermeister: Jürgen Leberle
Lage der Gemeinde Reimlingen im Landkreis Donau-Ries
Dornstadt-Linkersbaindt Dornstadt-Linkersbaindt Esterholz (gemeindefreies Gebiet) Rain (Lech) Münster (Lech) Holzheim (Landkreis Donau-Ries) Oberndorf am Lech Mertingen Donauwörth Asbach-Bäumenheim Genderkingen Niederschönenfeld Marxheim Tagmersheim Rögling Monheim (Schwaben) Kaisheim Buchdorf Daiting Fremdingen Auhausen Oettingen in Bayern Hainsfarth Ehingen am Ries Tapfheim Marktoffingen Maihingen Megesheim Munningen Wolferstadt Wallerstein Nördlingen Reimlingen Ederheim Forheim Amerdingen Wemding Wechingen Harburg (Schwaben) Hohenaltheim Deiningen Alerheim Otting Fünfstetten Huisheim Mönchsdeggingen Möttingen Baden-Württemberg Landkreis Ansbach Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Eichstätt Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Augsburg Landkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild

Reimlingen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Ries mit Sitz in Nördlingen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reimlingen liegt in der Planungsregion Augsburg.

Es existiert nur die Gemarkung Reimlingen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Deutsche Orden war seit einer Schenkung 1283 Grundherr, Patron der Ortskirche sowie Inhaber des Dorfgerichts in Reimlingen. Im 17. Jahrhundert wurde es Obervogtamt der Landkommende Ellingen des Deutschen Ordens. Als ein Ort, der zur Deutschordensballei Franken gehörte, lag Reimlingen im Fränkischen Reichskreis. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern. Die Besitzungen des Ordens waren 1805/06 durch Bayern sequestriert worden, obwohl der Orden de jure noch bis 1809 weiterbestand.

Geschichte der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. 1824 erwarb Fürst Ludwig zu Oettingen-Wallerstein das Reimlinger Schloss, wo er bis zum Tod seiner Frau 1853 auch wohnte. Die Ansiedlung der Mariannhiller Missionare erfolgte 1922/23. Sie erbauten das Seminargebäude (heute Bildungshaus St. Albert) und nutzten auch das Schloss Reimlingen. Nach dem Zweiten Weltkrieg führte Bevölkerungszuwachs u.a. durch Flüchtlinge zu einer Änderung des Ortsbildes. Der Erwerb des Schlosses durch die Gemeinde erfolgte 1997.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 0920 Einwohner
  • 1970: 1100 Einwohner
  • 1987: 1069 Einwohner
  • 1991: 1140 Einwohner
  • 1995: 1174 Einwohner
  • 2000: 1261 Einwohner
  • 2005: 1339 Einwohner
  • 2010: 1338 Einwohner
  • 2015: 1350 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Jürgen Leberle.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • FrankreichFrankreichBourgueil, in Frankreich, seit 1975

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorderfront des Schlosses
Die Kapelle im Bildungshaus St. Albert
Maria-Hilf-Kapelle
Pfarrkirche St. Georg
  • Das Schloss Reimlingen wurde 1595 erbaut. 1634 war es Sitz und Hauptquartier der Kaiserlichen bei der Schlacht bei Nördlingen. Von 1733 bis 1736 wurde es um ein Geschoss erhöht und von 1745 bis 1748 erhielt es neue Mauern und Tore. 1806 wurde das Schloss säkularisiert. Seit 1997 ist es im Besitz der Gemeinde Reimlingen. Im Jahr 2006 wurde die Fassade des Hauptgebäudes saniert und erneuert.
  • Die Pfarrkirche St. Georg wurde 1147 erstmals erwähnt. 1729/30 wurde das Hauptschiff und der Turm größtenteils neu aufgebaut.
  • Die Filialkirche St. Stephan wurde 1372 erstmals erwähnt. Ihre heutige Form und Gestalt erhielt sie um 1700.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 535.000 €, davon waren 71.000 € (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 17, im produzierenden Gewerbe 74 und im Bereich Handel und Verkehr sechs sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 38 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 425. Im verarbeitenden Gewerbe gab es neun, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 24 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 631 ha, davon waren 540 ha Ackerfläche und 81 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2007 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 72 Kindern
  • Grundschule mit 5 Lehrkräften und ca. 105 Schülern
  • Bildungshaus St. Albert

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Reimlingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien