Patrick Küng

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Patrick Küng Ski Alpin
Nation SchweizSchweiz Schweiz
Geburtstag 11. Januar 1984
Größe 181 cm
Gewicht 83 kg
Karriere
Disziplin Abfahrt, Super-G, Kombination
Verein SC Mürtschen Kerenzerberg
Status aktiv
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
FIS Alpine Skiweltmeisterschaften
0Gold0 Vail/Beaver Creek 2015 Abfahrt
Platzierungen im alpinen Skiweltcup
 Debüt im Weltcup 16. Januar 2009
 Weltcupsiege 2
 Gesamtweltcup 10. (2013/14)
 Abfahrtsweltcup 5. (2013/14)
 Super-G-Weltcup 3. (2013/14)
 Kombinationsweltcup 36. (2008/09)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Abfahrt 1 1 1
 Super-G 1 1 0
letzte Änderung: 21. März 2016

Patrick Küng (* 11. Januar 1984) ist ein Schweizer Skirennfahrer. Er ist auf die Disziplinen Abfahrt und Super-G spezialisiert. Seinen bisher grössten Erfolg erzielte er 2015 mit dem Weltmeistertitel in der Abfahrt.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Küng bestritt seine ersten FIS-Rennen im Dezember 1999 und wurde 2001 in den Junioren-Kader des Schweizer Skiverbandes aufgenommen. Einen ersten internationalen Erfolg erzielte er mit dem Sieg im Slalom beim European Youth Olympic Festival 2001. Im Februar 2002 nahm er erstmals an einem Europacuprennen teil, ging aber erst ab der Saison 2004/05 regelmässig an den Start. Im Februar 2004 nahm Küng an der Juniorenweltmeisterschaft in Maribor teil und belegte als bestes Ergebnis den vierten Platz im Riesenslalom. Sechs Wochen danach wurde er bei den Schweizermeisterschaften 2004 Dritter in der Kombinationswertung. Am 24. November 2004 erreichte Küng mit Platz acht im KO-Slalom in der Skihalle von Landgraaf erstmals eine Top-10-Platzierung im Europacup. Die zweite gelang ihm am 2. Februar 2006 mit Platz sechs in der Super-Kombination von Veysonnaz.

Wenig später erlitt Küngs Karriere jedoch einen schweren Rückschlag: Am 8. März 2006 zog er sich im Riesenslalomtraining schwere Beinverletzungen zu und konnte deshalb in der gesamten Saison 2006/07 keine Rennen bestreiten. Nach seiner Verletzung ist der Schweizer vor allem in den schnellen Disziplinen Abfahrt und Super-G erfolgreich. In seiner Comebacksaison 2007/08 erreichte er im Europacup zwei Top-10-Platzierungen. Den ersten Europacupsieg feierte er am 17. Dezember 2008 in der Abfahrt am Patscherkofel und einen Monat später konnte er beide Abfahrten in Les Orres gewinnen. Mit diesen Erfolgen sicherte er sich den Gewinn der Abfahrtswertung in der Saison 2008/09 und den Aufstieg in den Schweizer A-Kader.

Seinen ersten Start im Weltcup hatte Küng am 16. Januar 2009 in der Super-Kombination von Wengen, wo er den 19. Platz belegte und auf Anhieb die ersten Weltcuppunkte holte. Nach drei punktelosen Rennen fuhr er am 7. März in der zweiten Abfahrt von Kvitfjell auf Rang 22. Kurz darauf wurde er hinter Tobias Grünenfelder Schweizer Vizemeister in der Abfahrt. Zu Beginn der Europacupsaison 2009/10 erreichte Küng die Plätze eins und zwei in den beiden Super-Gs auf der Reiteralm und am Saisonende den dritten Platz in der Disziplinenwertung. Am 10. März 2010 fuhr er in einem Weltcuprennen erstmals aufs Podest, als er beim Weltcupfinale in Garmisch-Partenkirchen zeitgleich mit Erik Guay Dritter wurde. Seine besten Weltcupergebnisse waren zuvor zwei elfte Plätze in der Saison 2009/10 gewesen. Neun Tage später wurde er erstmals Schweizer Abfahrtsmeister.

In der Saison 2010/11 fuhr Küng in sieben Weltcuprennen (fünf Abfahrten und zwei Super-G) unter die schnellsten Zehn. Bestes Ergebnis war der vierte Platz in der Abfahrt von Bormio am 29. Dezember 2010. Eine Woche später stürzte er beim Super-G-Training in Saalbach-Hinterglemm, worauf er die Rennen in Wengen versäumte.[1] An der mannschaftsinternen Qualifikation für die WM-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen konnte er krankheitsbedingt nicht teilnehmen, weshalb er bei der Weltmeisterschaft 2011 zu keinem Einsatz kam.[2] Drei Top-10-Plätze erzielte Küng im Winter 2011/12, wobei er als Zweiter der Abfahrt von Bormio zum zweiten Mal auf dem Podest stand und sein bisher bestes Weltcupergebnis erreichte. Die Saison war für ihn Ende Februar jedoch vorzeitig zu Ende, nachdem er bei einem Sturz im Super-G von Crans-Montana einen Kreuzbandriss im linken Knie erlitten hatte.[3]

In der Saison 2013/14 siegte Patrick Küng am 7. Dezember 2013 im Super-G von Beaver Creek zum ersten Mal bei einem Weltcuprennen. Am 18. Januar 2014 gewann er seine erste Abfahrt, am Lauberhorn in Wengen. Wegen des starken Windes im oberen Streckenteil war diese in verkürzter Variante gefahren worden.[4] Zu Beginn der Saison Saison 2014/15 gelang es Küng zunächst nicht, an die Leistungen des Vorwinters anzuknüpfen. Nachdem er in drei Rennen ausgeschieden war, fuhr er am Lauberhorn auf den vierten Platz (gleichbedeutend mit dem besten Weltcupergebnis in diesem Jahr). Im ersten Rennen der Weltmeisterschaft 2015 in Vail/Beaver Creek, dem Super-G, fuhr er lediglich auf den 16. Platz. Unter diesen Umständen eher unerwartet gewann er zwei Tage später, am 7. Februar 2015, die Abfahrts-Goldmedaille vor Travis Ganong und Beat Feuz.

Im Sommer 2015 erlitt Küng eine Verletzung an der Patellasehne des linken Knies und konnte mehrere Monate lang nicht trainieren. Zwar klassierte er sich am 4. Dezember als Neunter der Abfahrt von Beaver Creek, danach waren seine Ergebnisse jedoch bedeutend schlechter. Schliesslich erklärte er am 8. Januar 2016 den vorzeitigen Abbruch der Saison.[5]

Küng konnte wieder in die Saison 2016/17 starten, wobei ihm schon in der Abfahrt am 3. Dezember in Val-d'Isère ein siebter Platz gelang. Danach waren die Resultate aber grösstenteils nicht zufriedenstellend. Auch im Super-G bei der Weltmeisterschaft in St. Moritz konnte er lediglich Rang 22 erreichen, so dass Rang 4 in der Abfahrt eine Überraschung bedeutete, wobei er (zeitgleich mit Kjetil Jansrud) die Bronzemedaille um zwei Hundertstelsekunden verpasste.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Saison 2013/14: 10. Gesamtwertung, 3. Super-G-Weltcup, 5. Abfahrtsweltcup
  • Saison 2014/15: 8. Abfahrtsweltcup
  • 5 Podestplätze, davon zwei Siege:
Datum Ort Land Disziplin
7. Dezember 2013 Beaver Creek USA Super-G
18. Januar 2014 Wengen Schweiz Abfahrt

Europacup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Land Disziplin
17. Dezember 2008 Patscherkofel Österreich Abfahrt
28. Januar 2009 Les Orres Frankreich Abfahrt
28. Januar 2009 Les Orres Frankreich Abfahrt
9. November 2009 Reiteralm Österreich Super-G

Juniorenweltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Patrick Küng gestürzt - Lauberhorn-Start fraglich. skionline.ch, 6. Januar 2011, abgerufen am 7. Oktober 2011.
  2. Carlo Janka gibt Forfait! - Patrick Küng wirft das Handtuch. skionline.ch, 10. Februar 2011, abgerufen am 7. Oktober 2011.
  3. Auch Patrick Küngs Kreuzband ist futsch. blick.ch, 28. Februar 2012, abgerufen am 5. Oktober 2012.
  4. Küng siegt auf verkürzter Lauberhorn Abfahrt, abgerufen am 18. Januar 2014, blick.ch
  5. Benjamin Steffen: Der Weltmeister erklärt Forfait. Neue Zürcher Zeitung, 8. Januar 2016, abgerufen am 21. März 2016.