Peter Nottmeier

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Peter Nottmeier (2018)

Peter Nottmeier (* 22. Juli 1958 in Wanne-Eickel) ist ein deutscher Schauspieler. Er wurde bekannt unter anderem als Parodist in den Fernsehreihen Switch und Switch reloaded.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peter Nottmeier besuchte von 1972 bis 1978 das Internat Pädagogium Otto-Kühne-Schule in Bonn (Bad Godesberg) und machte dort sein Abitur.

Von 1980 bis 1984 absolvierte er seine Ausbildung an der Westfälischen Schauspielschule Bochum. Gleichzeitig spielte er ab 1983 in 26 Folgen der Sitcom 6 Richtige den Sohn der Familie (WDR/Radio Bremen). Dann folgten über mehrere Jahre Theaterengagements an verschiedenen Stadt- und Staatstheatern.

Von 1989 bis 1991 drehte er parallel das Fernsehformat Die große Klappe. In 26 Folgen berichtete er als Reporter Harry Hackmann über die verschiedenen Vorabendproduktionen der ARD. In Sendungen wie WWF Club hatte er viele internationale Interviewpartner, so u. a. Gilbert Becaud, Elton John, Joe Cocker oder Zsa Zsa Gabor. Danach übernahm er für 13 Folgen den Juryplatz in der Kultsendung Die Gong-Show beim Sender RTL. Immer wieder wechselten sich fortan Theater-, Fernseh- und Filmproduktionen ab (siehe Filmografie). 1997 schrieb er für den WDR das Hörspiel Lutz Darwinsky – mich mangeln die Wörter, in dem er auch die Hauptrolle sprach.

Peter Nottmeier mit dem Switch reloaded-Team (Wien, 2009)

Von Beginn an war Peter Nottmeier Mitglied des Switch-Ensembles. Von 1997 bis 2000 entstanden in vier Staffeln 65 Folgen dieser Comedyserie für ProSieben. Hier wurde er bekannt mit seinen Parodien von Louis de Funès, Alfred Biolek, Dieter Thomas Heck, Marcel Reich-Ranicki und vielen anderen. Nach dem erneuten Start der Serie im Jahr 2006, unter dem Titel Switch reloaded wurden sechs weitere Staffeln gedreht. Peter Nottmeier verkörperte dort u. a. Rollen wie Günter Netzer, Johannes B. Kerner, Peter Zwegat, Monk oder die Kunstfigur „Hebbät Schwackowiak“ (Peter Nottmeier ist bekennender Schalke-Fan). Für das Format Switch reloaded erhielt das Ensemble u. a. den Deutschen Fernsehpreis, den österreichischen Fernsehpreis Romy und den Adolf-Grimme-Preis.

Nottmeier hatte Theaterengagements am Stadttheater Hildesheim, dem Theater Krefeld und Mönchengladbach, dem Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, dem Theater Bonn, dem Staatstheater Braunschweig, Fritz Rémond Theater Frankfurt, Grenzlandtheater Aachen, Theater an der Kö Düsseldorf, Theater am Dom Köln, Komödie am Altstadtmarkt, Komödie Winterhuder Fährhaus und dem Contra-Kreis-Theater Bonn.

2016 erlebte Peter Nottmeier diverse Abenteuer als Lord Castlepool in der Inszenierung Der Schatz im Silbersee bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg. Er absolvierte später eine Tournee durch Deutschland, Österreich und der Schweiz mit dem Unternehmen Thespiskarren.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kino[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1994: Nich’ mit Leo
  • 1997: Das 1. Semester
  • 1997: Helden und andere Feiglinge
  • 1999: Jimmy the Kid
  • 2006: Kalte Karibik
  • 2006: BloodBound
  • 2007: Gero, Gerd und die Großartige
  • 2009: Henri IV
  • 2010: Der Blender
  • 2016: Antonio, ihm schmeckt´s nicht!
  • 2016: Radio Heimat
  • 2017: Sky Sharks
  • 2018: Split Pot

TV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016: „Der Schatz im Silbersee“, Rolle: Lord Castlepool, Karl-May-Spiele Bad Segeberg
  • 2017/2018: „Funny Money“, Rolle: Heiner B. Liebig, Theater am Dom
  • 2018/2019 „Die Wahrheit über Dinner for One“, Rolle: Freddie Frinton, Komödie am Altstadtmarkt, Braunschweig
  • 2019: „Funny Money“, Rolle: Heiner B. Liebig, Komödie Winterhuder Fährhaus
  • 2019: „Funny Money“, Rolle: Heiner B. Liebig, Tourneetheater Thepiskarten
  • 2019/2020: „Die Wahrheit über Dinner for One“, Rolle: Freddie Frinton, Contra-Kreis-Theater Bonn

Show[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Hörbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2008: Achtung, Gutmenschen!
  • 2008: Lexikon des Unwissens
  • 2016: Cungerlan

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2005: Lutz Darwinsky – mich mangeln die Wörter, WDR
  • 2005: Karlheinz Koinegg: Ritter Artus und die Ritter der Tafelrunde (Sir Kay) – Regie: Angeli Backhausen (Kinderhörspiel (6 Teile) – WDR)
  • 2014: Tom Peukert: Paradise – Regie: Annette Kurth (Hörspiel – WDR)
  • 2014: Glaube, Liebe, Mafia, WDR
  • 2015: Sommernachtstraum – Puck, WDR
  • 2016: Goebbels, Netzer, Moers und ich, WDR
  • 2016: Der Literaturmarathon, WDR
  • 2016: Der Strudel der flüsternden Sachen, WDR
  • 2016: Jetzt nicht, später!, WDR
  • 2017: Aldartenrahl, WDR
  • 2017: Hau` die Kohle aus dem Flöz, WDR
  • 2018: Der Literaturmarathon, WDR
  • 2018: ARD Radio Tatort – Deutschland hat keine Pferde mehr, Regie: Claudia Leist, WDR
  • 2019: Der Literaturmarathon, WDR
  • 2020: Der stumme Tod (nach Babylon Berlin), WDR

Synchronarbeiten (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen der Filme in Deutschland aus dem Buch von Leo Moser „Eastern Lexikon“, 2001.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2008
    • Deutscher Fernsehpreis für Switch reloaded
    • Deutscher Comedypreis für Switch reloaded

Nominierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1999: Nominierung Rose von Montreux für Switch
  • 2008: Nominierung Adolf-Grimme-Preis für Switch reloaded
  • 2009: Nominierung Adolf-Grimme-Preis für Switch reloaded
  • 2009: Nominierung Deutscher Comedypreis für Switch reloaded
  • 2010: Nominierung Deutscher Comedypreis für Switch reloaded – Der Jahresrückblick
  • 2011: Nominierung Grimme-Preis für Switch reloaded – Das Dschungel-Special
  • 2011: Nominierung Deutscher Comedypreis für Switch reloaded
  • 2012: Nominierung Montreux Comedy Award für Switch reloaded
  • 2013: Nominierung Deutscher Comedypreis für Switch reloaded – ‚Wetten dass…?‘-Spezial

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Peter Nottmeier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien