Renk AG

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RENK Aktiengesellschaft
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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE0007850000
Gründung 1873
Sitz Augsburg, Deutschland
Leitung Florian Hofbauer (Vorstandssprecher)

Christian Hammel (Verwaltung und Produktion)

Mitarbeiter 2.205 (31. Dezember 2016)[1]
Umsatz 496 Mio. Euro (2016)[1]
Branche Maschinenbau
Website www.renk.de

Die Renk AG mit Hauptsitz in Augsburg ist ein börsennotiertes Tochterunternehmen der MAN SE, welche dabei 76 % Kapital der Gesellschaft hält. Das Unternehmen ist ein wesentlicher Anbieter hochwertiger Getriebe und Antriebstechnik für unterschiedlichste Anwendungsbereiche mit weltweiter Ausrichtung.[2] Große Produktionsstandorte befinden sich in Augsburg, Rheine, Hannover und in Winterthur (Schweiz).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name des Unternehmens geht auf Johann Julius Renk (* 4. Januar 1848; † 3. November 1896) zurück. Er gründete 1873 in Augsburg eine Werkstatt zur Herstellung von Zahnrädern. Nach seinem Tod wurde der Betrieb 1897 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. 1923 kam das Unternehmen als neues Mitglied zum GHH-Konzern, aus dem der heutige MAN-Konzern hervorging. Seit 1987 lautet der Firmenname Renk Aktiengesellschaft. Durch die mehrheitliche Übernahme der MAN SE durch die Volkswagen AG ist die Renk AG seit 2011 auch Mitglied der Volkswagen-Gruppe.

Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johann Renk dachte als junger Schlosser- und Dreher-Lehrling bei der Maschinenfabrik Augsburg und ab 1866 als Dreher bei der Maschinenfabrik L.A. Riedinger über eine Maschine nach, mit der man Verzahnungen komplett mechanisch herstellen konnte. Üblich war damals maschinelles Vorarbeiten und dann mühsames Fertigfeilen der Zähne nach Schablonen. Am 1. Mai 1873 gründete Johann Renk im Augsburger Lechviertel eine kleine mechanische Werkstatt zur maschinellen Herstellung von Zahnrädern.[3] Zunächst gelang ihm der Bau einer halbautomatischen Stirnrad-Hobelmaschine, die nach Schablonen arbeitete. Johann Renk konstruierte 1877 eine Bearbeitungsmaschine, mit der man konische Zahnräder für Kegelradgetriebe komplett herstellen konnte. 1879 erhielt er für dieses Verfahren das Patent DRP 8000/79,[3] das damals in der Fachwelt großes Aufsehen erregte. Im selben Jahr zog der Betrieb in größere Räume an der Gögginger Straße um. Noch heute befindet sich dort der Stammsitz des Unternehmens.

Die kleine Firma wuchs schnell. Sie arbeitete in den folgenden Jahren stets in zwei Schichten, um die Aufträge termingerecht ausliefern zu können. 1888 besaß Renk neben anderen Werkzeugmaschinen 15 selbstgebaute Räderhobelmaschinen.[3] Seine Belegschaft betrug 37 Mitarbeiter.[3] Mit der Gründung einer Fabrikkrankenkasse 1890 bekannte sich Johann Renk zur sozialen Verantwortung für seine Belegschaft.

Als Johann Renk im November 1896 im Alter von nur 48 Jahren starb, hinterließ er einen Betrieb mit über 100 Mitarbeitern, die jährlich etwa 12.000 Zahnräder aller Art herstellten. Der Umsatz betrug 500.000 Mark.[3]

Gründung der Aktiengesellschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Tod des Gründers Johann Renk wurde sein Unternehmen am 11. März 1897 in eine Aktiengesellschaft mit dem Namen Zahnräderfabrik Augsburg, vorm. Joh. Renk (Act.-Ges.) umgewandelt. Die neu gegründete Gesellschaft erwarb von den Erben Johann Renks das Unternehmen einschließlich Grundbesitz, Einrichtungen und Maschinen zu einem Preis von 666.391,51 Mark.[4]

Im ersten Geschäftsjahr bestand die Belegschaft aus 130 Mitarbeitern. Die normale Arbeitszeit betrug 60 Stunden pro Woche: werktäglich von 6.00 Uhr bis 18.00 Uhr mit einer Mittagspause von 1 Stunde und 20 Minuten; Brotzeit vormittags und nachmittags je 15 Min. Mit den Überstunden wurde von 5.00 früh bis 8.30 Uhr abends gearbeitet, bei einem Stundenlohn von durchschnittlich 40 Pfennig. Im Geschäftsjahr 1913/14 waren bereits 842 Mitarbeiter beschäftigt, die Wochenarbeitszeit betrug 58 Stunden.[5]

Meilensteine und wichtige Ereignisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle, wenn nicht anders angegeben: Unternehmensbroschüre 2017[6]

1916 Bau der mit 7 Meter Durchmesser größten Zahnradhobelmaschine.
1923 Eingliederung des Unternehmens in den GHH-Konzern, heute MAN SE.
1926 Erstmals Zahnräder mit geschliffenen Zahnflanken.
1939 Mit 36.000 Umdrehungen pro Minute „schnellstes“ Getriebe der Welt für die Luftfahrt-Industrie.
1943 Entwicklung des Prinzips der hydrostatischen Überlagerungslenkung für Kettenfahrzeuge.
1956 Erstes Turbinengetriebe mit einer Wälzkreisgeschwindigkeit von 185 Metern pro Sekunde.
1961 Weltweit erste elektronische Steuerung für automatische Fahrzeuggetriebe.
1964 Renk-Maag liefert die erste Synchronkupplung aus (20.000 kW).
1965 Entwicklung eines hydrostatisch-hydrodynamischen Lenkantriebes für Kettenfahrzeuge.
1971 Erstes in einem Fahrzeuggetriebe integriertes Bremssystem mit Reibungsbremse und Strömungsbremse.
1975 Übernahme der Produktbereiche Gleitlager und Kupplungen der Eisenwerke Wülfel in Hannover.
1976 Renk härtet und schleift als erstes Unternehmen Zahnräder mit über 3.000 Millimeter Durchmesser.
1982 Fertigung eines der größten Schiffsgetriebe für eisgehende Schiffe im Dieselmotor-Antrieb. Auslegungsleistung 40.000 kW.
1986 Ausgliederung der Produktbereiche „Industrie- und Schiffsgetriebe“ der Renk AG in Augsburg und Einbringung in die Renk Tacke GmbH. Gründung des Produktbereiches „Regel- und Prüfsysteme“.
1987 Änderung des Firmennamens in Renk Aktiengesellschaft. Produktbereiche: Automatische Fahrzeuggetriebe, Antriebselemente, Prüfsysteme.
1989 Mit 75.000 kW liefert Renk ein Turbogetriebe mit der höchsten je in einem Zahneingriff übertragenen Leistung.
1992 Bau des mit 20.600 kW leistungsstärksten Planetengetriebes für einen Schiffsantrieb mit gegenläufigen Propellern.
1994 Erstausführung des weltweit leistungsstärksten Turbogetriebes; Gasturbinenleistung von 90 MW.
1995 Verschmelzung der Renk Tacke GmbH auf die Renk AG.[7]
1997 Erstausführung des weltweit leistungsstärksten Turbogetriebes mit einer Gasturbinenleistung von 100 MW.
1998 Kegelrad-Planetengetriebe für eine der größten vertikalen Rohmehlmühlen mit einer Leistung von 4.800 kW und einer Drehzahl von 21 min–1. Im Werk Rheine wird die 1.000.000ste Bogenzahnkupplung hergestellt und geliefert.
1999 Erstausführung des weltweit leistungsstärksten Turbogetriebes mit einer Gasturbinenleistung von 140 MW. Auslieferung eines 110 Tonnen schweren Kegelrad-Planetengetriebes, ausgelegt für eine Leistung von 5.400 kW, eingesetzt als Antrieb der größten leistungsstärksten Rollenmühle in einem argentinischen Zementwerk.
2000 Präsentation des neu entwickelten etaX-Getriebes für höheren Wirkungsgrad. Renk übernimmt für die Geschäftseinheit „Prüfsysteme“ die Prüfstandsaktivitäten der US-amerikanischen Firma Labeco. Für das Werk Hannover übernimmt die Renk AG die Produktsparte „Gleitlager“ der A. Friedr. Flender AG.
2001 Erste Codag-Anlage weltweit für den Hauptantrieb einer Fregatte, 38 MW Gesamtleistung.
2002 Entwicklung eines 5-MW-AeroGear für Windkraftanlagen.
2004 Erstausführung des weltweit spezifisch leichtesten Hochleistungs-Marinegetriebes (3,6 Tonnen) in Codag-Anordnung, 6.300 kW Gesamtleistung. Umfirmierung Bereich Prüfsysteme zu Renk Test System GmbH.
2007 Gründung der Renk-Maag GmbH. Übernahme der Maag-Turbo-Baureihe sowie des weltweiten Service der Turbo- und Schiffsgetriebe. Die Renk-Maag integriert die Geschäftstätigkeiten Turbo-Getriebe und Ersatzteile (auch für maritime Anwendungen) sowie Synchron-, Schalt- und Zahnkupplungen aus der Maag Gear AG.
Schmiergeldaffäre: Im März 2007 bestätigte ein Berufungsgericht in Paris Bewährungsstrafen gegen Renk-Vorstandssprecher Hirt und seinen früheren Stellvertreter Schulze, die zu 18 Monaten Haft auf Bewährung und Geldstrafen von 100.000 Euro verurteilt wurden. Der Hauptangeklagte, der frühere Europaabgeordnete Jean-Charles Marchiani, wurde zu drei Jahren Haft verurteilt. Er soll 2,6 Millionen Euro Schmiergelder von Renk erhalten haben und im Gegenzug Renk im Jahr 1993 zu einem 100 Millionen Euro schweren Auftrag über Getriebe für 436 Leclerc-Panzer verholfen haben.[8] Manfred Hirt gab zum 31. August 2007 die Funktion des Vorstandssprechers an Florian Hofbauer ab und schied am 31. Dezember 2007 aus dem Vorstand aus.[9]
2010 Entwicklung eines Mehrfachverzweigungsgetriebes – Multiflow für ein Abtriebs-Drehmoment von 15.000.000 Nm, etwa dreimal höher als die bisherigen Drehmomente, etwa für die Renk Test System GmbH.
2011 Abnahme des weltweit erstmals gebauten Getriebesystems für den Hybridantrieb einer Fregatte Codelag mit 30.000 kW Leistung. Lieferung einer 65-MW-Getriebeanlage für die weltweit größte Megayacht (185 m).
2012 Lieferung der Elektro-Hybridgetriebe für die weltweit größte Segelyacht (142 m). Gründung der Renk Shanghai Service and Commercial Ltd. Co und damit Eröffnung des Renk-Servicestützpunktes in Shanghai.
2013 Bau des weltweit größten Planetengetriebes für einen Windkraftgondel-Prüfstand mit 15.000.000 Nm Drehmoment.
2015 Bau des bislang leistungsstärksten Zementmühlengetriebes Cope mit 8-Motoren-Antrieb und einer Leistung von 10 MW. Bau des ersten Elektro-Antriebsmoduls AED für leise Schiffsantriebe. Konstruktion des weltweit größten Stirnradgetriebes (290 Tonnen) für den Antrieb des Schneidkopfes eines Schneidkopfsaugbaggers mit 2.500.000 Nm Drehmoment. Inbetriebnahme des bislang größten WEA-Prüfstandes für komplette Windkraftgondeln. Erster voll elektrischer Hubschraubergetriebe-Prüfstand für Doppel-Rotor-Anwendungen.
2016 Lieferung des größten Prüfstandes für Propeller (100 MW). Lieferung des größten Lager-Prüfstandes für Windenergieanlagen. Bau des bislang weltweit größten Lager-Prüfstandes für Wälzlager. Renk-Maag fertigt das größte, schnellstlaufende gradverzahnte Turbogetriebe der Welt (Verzahnungsgeschwindigkeit 156 m/s, Achsabstand 1,73 m).

Unternehmensstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschäftsbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Renk ist in vier selbstständige strategische Geschäftseinheiten eingeteilt: Spezialgetriebe (Industrie- und Schiffsgetriebe), Fahrzeuggetriebe, Standardgetriebe und Gleitlager.[10] Darüber hinaus werden seit 1960 Prüfsysteme hergestellt; für diesen Produktbereich wurde im Jahr 2004 die Tochtergesellschaft Renk Test System GmbH gegründet.

Geschäftsführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vorstand ist das Leitungsorgan der Renk AG und besteht zum 31. Dezember 2016 aus zwei Mitgliedern. Die Mitglieder des Vorstandes führen alle Geschäfte des Unternehmens in gemeinschaftlicher Verantwortung. Bestellt wird der Vorstand durch den Aufsichtsrat. Grundlage der Vorstandsarbeit bildet eine Geschäftsordnung. Den Vorstand bilden Florian Hofbauer (Sprecher des Vorstands, seit 2007) und Christian Hammel (Verwaltung und Produktion, seit 2015).[11]

Aufsichtsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Aufsichtsrat der Renk AG setzt sich aus folgenden Personen zusammen: Dr. Ingrun-Ulla Bartölke (Vorsitzende des Aufsichtsrats), Roberto Armellini (Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats), Michael Behrendt, Hardy Brennecke, Joachim Drees, Rainer Handschuh (Arbeitnehmervertretung), Christiane Hesse, Frank Hoffmann (Arbeitnehmervertretung), Thorsten Jablonski, Herbert Surmann (Arbeitnehmervertretung), Walter Vogt und Ingo Weidner (Arbeitnehmervertretung).[12]

Arbeitnehmervertretung/Betriebsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Betriebsrat der Renk AG und der Renk Test System GmbH besteht insgesamt aus 15 Mitgliedern, wovon drei freigestellte Betriebsräte sind. Die Aufgaben des Betriebsrates sind:

  • Renk im Konzern vertreten (MAN/VW)
  • im Wirtschaftsausschuss einen Vertreter für den Aufsichtsrat stellen
  • sich um personelle und soziale Angelegenheiten kümmern
  • Gesamtbetriebsrat der Standorte Hannover und Rheine

Standorte und Niederlassungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Renk hat Fertigungswerke in Augsburg (Fahrzeug-, Industrie- und Schiffsgetriebe, Prüfsysteme), Rheine (Industrie- und Schiffsgetriebe, Kupplungen), Hannover (Gleitlager, Kupplungen) und in Winterthur, sowie weitere Niederlassungen in Frankreich, USA, Brasilien, Türkei, Vereinigte Arabische Emirate, Shanghai und Indien. Weltweit ist die Renk AG in über 100 Ländern über Vertretungen vorzufinden.

Tochtergesellschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Renk France S.A.S., Saint-Ouen-l'Aumône, Frankreich
  • Renk Corporation, Duncan, Vereinigte Staaten
  • Renk Test System GmbH, Augsburg, Deutschland
  • Renk-Maag GmbH, Winterthur, Schweiz
  • Renk Systems Corporation, Camby, Vereinigte Staaten
  • Renk Shanghai Services Commercial Co. Ltd, Shanghai, Volksrepublik China
  • Renk Transmisyon Sanayi A.S., Istanbul, Türkei
  • Renk UAE LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate
  • Cofical Renk Mancais do Brasil LTDA, Guaramirim, Brasilien

Produktbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Renk AG lassen sich sechs Produktbereiche abgrenzen: Automatgetriebe für Kettenfahrzeuge, Industriegetriebe, Schiffsgetriebe, Kupplungen, Gleitlager und Prüfsysteme. Diese Produktbereiche sind nicht deckungsgleich mit den vier Geschäftsbereichen des Unternehmens, bei denen zwischen Fahrzeugggetrieben, Standardgetrieben und Spezialgetrieben unterschieden wird.

Automatgetriebe für Kettenfahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Automatgetriebe für Kettenfahrzeuge werden in Augsburg hergestellt. Sie sind für Dieselmotoren- und Gasturbinenantrieb geeignet, je nach Typ für Leistungen von 300 bis 1200 kW, und werden als sogenannte „T“-, „L“- oder „U“-Konfigurationen für Heck- oder Fronteinbau angeboten. Die Getriebe sind elektronisch gesteuert und beinhalten neben den lastschaltbaren Fahrgängen auch das komplette Lenk- und Bremssystem. Zusätzlich zu den Grundfunktionen eines Kettenfahrzeuggetriebes können auch andere Komponenten des Antriebsstrangs geliefert werden.[13]

Industriegetriebe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Industriegetriebe werden in Augsburg und Rheine sowie bei der Tochtergesellschaft Renk-Maag in Winterthur für viele Anwendungen entwickelt und gebaut: unter anderem Turbo-Stirnradgetriebe in Schweiß- und Gussgehäusen, verschiedene Planetengetriebe, Getriebe für Wasserkraft- und Windkraftanlagen sowie für Rollenpressen und Förderbänder. Spezialgetriebe werden auch in Einzelfertigung hergestellt, zum Beispiel für Kraftwerke, Zementfabriken, die Gummi- und Kunststoffindustrie, die Tagebau-Industrie oder für Transport- und Förderanlagen.[14]

Schiffsgetriebe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schiffsgetriebe werden in Augsburg und Rheine gebaut. Das Spektrum umfasst Wendegetriebe ab 1.000 kW bis zu komplexen Getriebeanlagen für Marineschiffe mit 100.000 kW und mehr Übertragungsleistung, mit allen erforderlichen Steuerungs- und Überwachungssystemen. Hinzu kommen Sonderbauformen sowie Anlagen für Antriebe mit E-Motoren und Gasturbinen. Die Schiffsgetriebe kommen sowohl bei der Marine zum Einsatz als auch in Behördenschiffen, Yachten, Forschungsschiffen, Baggerschiffen und anderen Spezialschiffen.[15]

Kupplungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Renk-Kupplungen werden in Rheine, Hannover und Winterthur für alle Industriebereiche produziert. Zum Bauprogramm gehören unterschiedlichste Kupplungsformen, die für Drehmomente von 21 bis 1.500 kNm angeboten werden.[16]

Gleitlager[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gleitlager werden sowohl in Standard- als auch in Spezialausführungen im Renk-Werk in Hannover hergestellt. Mithilfe von teils bei Renk weiterentwickelten Berechnungsprogrammen werden die Gleitlager kalkuliert und Betriebsparameter überprüft. 3D-CAD-Programme machen es möglich, auch auf besondere Anforderungen einzugehen.[17]

Prüfsysteme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tochtergesellschaft Renk Test System GmbH liefert Prüfsysteme für die Bereiche Forschung/Entwicklung, Produktion und Qualitätssicherung. Zum Leistungsspektrum gehören auch Service und Wartung, die Modernisierung bestehender Anlagen, Prüfstandskomponenten und eine Automatisierungssoftware für Prüfsysteme.[18]

Geschäftszahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angaben aus dem Lagebericht des Renk-Konzerns für das Geschäftsjahr 2016:[19]

  • Auftragseingang: 486 Mio. Euro (Vorjahr: 483 Mio. Euro)
  • Umsatz: 496 Mio. Euro (Vorjahr: 487 Mio. Euro)
  • Operatives Ergebnis: 67 Mio. Euro (Vorjahr: 68 Mio. Euro)
  • Operative Rendite: 13,5 % (Vorjahr: 14,0 %)
  • Ergebnis je Aktie: 6,50 Euro (Vorjahr: 6,14 Euro)
  • Netto-Cashflow: 32 Mio. Euro (Vorjahr: 60 Mio. Euro)
  • Dividendenvorschlag: Ausschüttung je Aktie 2,20 Euro (Vorjahr: 2,20 Euro)

Ausblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Renk plant für Anfang 2019 ein Wareneingangs- und Prüfzentrum im neu entstehenden Gewerbegebiet Oberottmarshausen. Die Grundstücksgröße beträgt dafür 6,7 ha und beinhaltet bereits Platz für Erweiterungsmöglichkeiten. Die Verkehrsanbindung nach Augsburg erfolgt über einen direkten Anschluss an der B 17 und liegt in einer Entfernung von 17 km zum Firmensitz an der Gögginger Straße in Augsburg.

Ziel des geplanten Wareneingangs- und Prüfungszentrums ist zum einen die Konsolidierung der heute angemieteten Außenlager (ca. 20.000 m² Lagerfläche verteilt auf sechs Lager) in ein eigenes Außenlager, zum anderen eine flächenmäßige Entlastung des Werksgeländes. Hinzu kommt der Aspekt der Ermöglichung von Wachstum im Stammwerk.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Günther Grünsteudel u. a. (Hrsg.): Augsburger Stadtlexikon. 2. Auflage. Perlach-Verlag, 1998, ISBN 3-922769-28-4, S. 749.
  • Victor-Georg Hohmann: Augsburger Wirtschaftsalmanach. Archiv Verlag, 1952.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b RENK Aktiengesellschaft Geschäftsbericht 2016. Abgerufen am 26. Juni 2017.
  2. Bundesanzeiger: Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016
  3. a b c d e RENK Aktiengesellschaft, Geschäftsbericht 2002 (PDF), S. 75 f.
  4. RENK Aktiengesellschaft, Geschäftsbericht 2002 (PDF), S. 77 f.
  5. RENK Aktiengesellschaft, Geschäftsbericht 2002 (PDF), S. 79.
  6. Unternehmensbroschüre „Daten, Fakten und Produkte 2017“ (Download hier), S. 6–7.
  7. Renk-Standorte: Rheine
  8. Bewährungsstrafen für Renk-Manager in Korruptionsaffäre bestätigt. Archiviert vom Original am 19. Juli 2012, abgerufen am 14. Juni 2017.
  9. Renk AG, Geschäftsbericht 2007, S. 9.
  10. Bundesanzeiger: Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016.
  11. Der Vorstand – RENK AG. Abgerufen am 14. Juni 2017.
  12. Der Aufsichtsrat – RENK AG. Abgerufen am 14. Juni 2017.
  13. Unternehmensbroschüre „Daten, Fakten und Produkte 2017“ (Download hier), S. 10.
  14. Unternehmensbroschüre „Daten, Fakten und Produkte 2017“ (Download hier), S. 11–16.
  15. Unternehmensbroschüre „Daten, Fakten und Produkte 2017“ (Download hier), S. 17–19.
  16. Unternehmensbroschüre „Daten, Fakten und Produkte 2017“ (Download hier), S. 20–23.
  17. Unternehmensbroschüre „Daten, Fakten und Produkte 2017“ (Download hier), S. 24.
  18. Unternehmensbroschüre „Daten, Fakten und Produkte 2017“ (Download hier), S. 25.
  19. Geschäftsbericht 2016 – Finanzberichte – RENK AG. Abgerufen am 14. Juni 2017.

Koordinaten: 48° 21′ 10″ N, 10° 53′ 3″ O