St. Ludwig (Saarlouis)

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Fassade von St. Ludwig zum Großen Markt mit Marienbrunnen

St. Ludwig und St. Peter und Paul ist eine katholische Kirche am Großen Markt in Saarlouis. Die Pfarrgemeinde wurde im Jahr 1685 im Zusammenhang mit der Anlage der Festung Saarlouis gegründet und umfasst heute ca. 4000 Katholiken. Sie bildet seit dem Jahr 2012 mit den Pfarreien St. Crispinus und Crispinianus (Lisdorf), St. Peter und Paul (Beaumarais), St. Medardus (Neuforweiler) sowie St. Marien in Picard die Pfarreiengemeinschaft „Saarlouis – Links der Saar“.[1] Die Kirche ist dem Bistum Trier zugeordnet. Haupt-Patroziniumstag ist der Gedenktag des heiligen Ludwig von Frankreich am 25. August. Der zweite Patroziniumstag der Kirche ist das Fest Peter und Paul am 29. Juni. Das zusätzliche Patrozinium der Apostelfürsten wurde von der im Jahr 1222 erstmals urkundlich erwähnten und im Jahr 1688 auf Befehl König Ludwigs XIV. zerstörten Wallerfanger Stadtpfarrkirche übernommen.[2] Der Bau der katholischen Kirche ist auch im Zusammenhang mit den Rekatholisierungsmaßnahmen Ludwigs XIV. im Gefolge der Reunionspolitik an der mittleren Saar in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts zu sehen.[3]

Inhaltsverzeichnis

Lage und Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einbindung in das urbane Umfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte der Festungsstadt Saarlouis mit den umliegenden Orten aus dem Jahr 1721, im Zentrum der Große Markt mit der Kirche St. Ludwig gegenüber der Kommandantur (Landesarchiv Saarbrücken)
Saarlouis, Kommandantur um das Jahr 1900
St. Ludwig (Saarlouis), Nr. 2, Plan de Sarrelouis aus dem Jahr 1777, in roter Farbe die Festungsbauten, in blauer Farbe die Artillerie-Gebäude, in gelber Farbe die Zivilgebäude; am Großen Markt die Kirche St. Ludwig (Stadtarchiv Saarlouis)

Das katholische Gotteshaus befindet sich am Großen Markt, dem Mittelpunkt der Stadt Saarlouis in der Innenstadt. Direkt gegenüber der Hauptfassade von St. Ludwig befand sich auf der anderen Seite des Großen Marktes das in den Jahren 1685–1686 errichtete königliche Kommandanturgebäude (heute als Rekonstruktion von 1973 bis 1979). Kircheneingang und Kommandantureingang entsprechen einander.[4] Sinnfälliger als durch die gegenseitige Bezogenheit von Kommandantur und Kirche kann man das „Bündnis von Thron und Altar“ des streng monarchistischen ausgerichteten Katholizismus im Absolutismus Ludwigs XIV. schwerlich ausdrücken. Der durch das Festungstor in die Stadt Saarlouis eintretende Untertan sah sich, über den Großen Markt schreitend, deutlich im architektonisch visualisierten Dialogfeld zwischen militärgestützter Monarchie und monarchistisch instrumentalisierter Kirche eingespannt.

Der baumalleeumstandene, quadratische Große Markt, dessen Eckpunkte durch Trinkwasserbrunnen im Abstand von etwa 100 m markiert sind, diente historisch sowohl als Handels- und Festplatz als auch als Exerzierplatz. Jedes Marktviertel misst für sich annähernd 47 × 47 m. Dies entspricht 24 × 24 Toisen. Vermutlich nahm man diese Zahl, da sie im Zusammenhang mit der Stundenzahl des Tages, also der Umlaufzeit der Erde um die Sonne, für die Vollkommenheit schlechthin steht und sich auf das Selbstverständnis Ludwigs XIV. als „Roi Soleil“ (Sonnenkönig) bezieht. Auch das Saarlouiser Stadtwappen mit dem lateinischen Wappenspruch „Dissipat atque fovet“ (dt. Übertragung: „Die Sonne zerteilt die Wolken und erwärmt“) bezieht sich auf das Sonnenmotiv.[5]

Ursprünglich gab es wohl auch ein größeres Brunnenbassin in der Mitte des Platzes. Der Saarlouiser Kürschnermeister und Lokalhistoriker Georg Baltzer (1835–1912) überliefert, dass dieses Bassin mit einer Allegorie Ludwigs XIV. geschmückt gewesen sei, die den Herrscher darstellte, wie er auf den Nacken gebeugter Sklaven trat, die durch ihre Attribute als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, als König von Spanien, als Kurfürst von Brandenburg und als Personifikation von Holland erkennbar gewesen wären.[6] Eine Wohn- und Geschäftsbebauung bildet bis heute die architektonische Begrenzung dieses städtischen Raumes.

Zum Gedenktag des heiligen Ludwig wird jedes Jahr Ende August auf dem Großen Markt eine Kirmes mit Krammarkt abgehalten.[7]

Ausrichtung der Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Apsis der am Großen Markt liegenden Kirche ist nahezu exakt in nordöstlicher Himmelsrichtung ausgerichtet. Die Eckpunkte des Großen Marktes, die durch Trinkwasserbrunnen gekennzeichnet sind, markieren die vier Himmelsrichtungen.

Flankierende Wohn- und Geschäftsbebauung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Ludwig (Saarlouis), rechte Flankenbebauung

Bis zum heutigen Tage wird die Fassade der Kirche durch zwei kleine angebaute Wohn- und Geschäftshäuser sowohl in der Petrusstraße als auch in der Paulusstraße flankiert. Die zweistöckigen Profangebäude bilden zusammen mit dem Sakralbau in der Silhouetten-Höhenlinie des Gesamtensembles einen pyramidialen Aufbau und scheinen die aufstrebende neogotische Architektur der Kirche zusammenzuhalten und zu stützen.

In der Zeit nach dem Frieden von Rijswijk des Jahres 1697, der den Pfälzischen Erbfolgekrieg beendete, mussten laut den Bestimmungen des Vertrages zwischen Frankreich und Kaiser Leopold I. und dem Heiligen Römischen Reich am 30. Oktober 1697 alle Reunionen und Eroberungen Frankreichs an das Reich zurückgegeben werden. Saarlouis wurde durch diese Bestimmung von seinem Umland isoliert und wirtschaftlich empfindlich geschwächt. Zur Aufbesserung der Finanzen der Kirchengemeinde, die auch die öffentliche Armenfürsorge schultern musste, verkaufte man am 8. Juni 1698 die Parzellen um das Sakralgebäude herum. Die Parzelle links neben der Fassade verkaufte man an den Schneidermeister Henry Fremerstroff. Als dieser die Parzelle bis zum 25. April 1701 nicht bebaut hatte, wurde sie am 26. April an den Perückenmacher Anton Vincent versteigert. Auch aktuell befindet sich im Erdgeschoss des Hauses ein Frisiersalon. Die rechte Parzelle ging am 8. Juni 1698 an den Bruder des Saarlouiser Bürgermeisters Ferdinand Heil, Valentin Heil.[8] Das rechte Haus neben der Kirche (Ecke Großer Markt-Petrusstraße) kaufte die Kirchenverwaltung im Jahr 1836 für 150 Taler. Der Haupt-Eigentümer Johann Lessel hatte sich dem preußischen Militärdienst durch Desertion entzogen. Daraufhin war sein gesamtes Vermögen vom preußischen Fiskus beschlagnahmt worden. Wegen früherer Raufereien im Haus und dadurch verursachte Störungen der Gottesdienste hatte man schon länger erwogen, die Immobilie zu erwerben, um dem Treiben ein Ende zu setzen. Nach der Klärung von schwierigen Besitzverhältnissen, konnte das Haus schließlich von der Pfarrgemeinde erworben werden. Die marode Immobilie wurde im Jahr 1838 vollständig abgerissen und anschließend für 500 Taler neu gebaut, um als Küster- und Glöcknerwohnung zu dienen. Im Anschluss an den Abbruch des barocken Kirchenbaues kam es zu Rechtsstreitigkeiten mit den Bewohnern bzw. Rechteinhabern der an die Kirche angebauten Eckhäuser. Beide Parteien mussten durch Geldzahlungen (1000 bzw. 85 Taler) entschädigt werden.[9]

Beide Häuser neben der Kirche wurden beim Brand der barocken Kirchenfassade im Jahr 1880 schwer beschädigt und im Zusammenhang mit dem Bau der neogotischen Fassade renoviert.[10]

Die übrigen Parzellen, die um die Kirche herum lagen, hatte man nach und nach von 1717 bis 1724 veräußert.[11]

Pfarrhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Ludwig (Saarlouis), aktuelles Pfarrhaus in der Kavalleriestraße gegenüber dem ursprünglichen barocken Pfarrhaus in der Friedensstraße (heute Dechant-Unkel-Platz)

Die ersten Rekollektenpatres, die am 13. November 1683 die Seelsorge in Saarlouis übernommen hatten, wohnten zunächst bis zum Jahr 1684 auf Einladung von Festungsgouverneur Thomas de Choisy in der Kommandantur. Nach einem Provisorium in der Grünebaumstraße in der Kavalleriekaserne[12] bezogen sie am 21. April 1686 das Pfarrhaus hinter der Kirche, dessen Grundstein am 16. April 1885 gelegt worden war. Bis zur Französischen Revolution hatte der Orden hier seine Niederlassung.[13] Das ursprüngliche Pfarrhaus mit Pfarrgarten befand sich bis in die 1960er Jahre auf dem heutigen Dechant-Unkel-Platz hinter der Kirche in der damals noch durchgängig befahrbaren Friedensstraße, die heute durch die Apsis der modernen Kirche eingeengt ist. Das aktuelle Pfarrhaus wurde in den 1950er Jahren wenige Meter davon entfernt in der Kavalleriestraße, ebenfalls in der Achse der Apsis, errichtet.

Geographische Lage der Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nivellierungspunkt an der Kirche St. Ludwig (Saarlouis) aus dem Jahr 1894, "TP" bedeutet Triangulationspunkt

Die Kirche liegt geographisch in einem Abschnitt des mittleren Saartales, in dem der Fluss durch Erosion des mürben Sandsteines und von Sanden des Mittleren Buntsandsteines an der Grenze des Saarländisch-Lothringischen Stufenlandes und des Saar-Nahe-Berglandes ein weiträumiges ovales Becken geschaffen hatte, das nach Osten in einer diluvialen Terrassentreppe ansteigt und im Westen von der markanten Schichtstufe des Oberen Buntsandsteines begrenzt wird. Die Nord-Süd-Ausdehnung des Saarlouiser Beckens beträgt rund 15 km, die West-Ost-Ausdehnung weist 9 km auf. Der Große Markt mit der Ludwigskirche bildet in etwa das Zentrum des Saarlouiser Beckens und liegt ganz auf der Niederterrasse der Saar in einer Höhe von ca. 181 m über Normalhöhennull. Der Nivellierungspunkt am Kirchenportal, der in preußischer Zeit im Jahr 1894 nach der Schleifung der Festungsanlagen angebracht wurde, markiert eine Höhe von 180,82 m über NN.

In dieses Ausraumbecken hatte sich die Saar um ca. 8–10 m tief eingeschnitten und später durch seitliche Ufererosion und Aufschüttung eine breite versumpfte Flussaue mit mehreren Flussarmen, Altwassern, Uferwällen und kleinen Becken geschaffen. Zur Zeit vor der Gründung der Stadt Saarlouis war das Gelände der heutigen Innenstadt von einem permanent nassen, zeitweilig auch überstauten, sumpfigen Bruchwald aus überwiegend Eichen und Erlen bewachsen. Diese natürliche Vegetation wurde durch künstlich angelegte Wiesen und Felder unterbrochen, die landwirtschaftlich genutzt wurden. Die Saar floss in mäandrierenden Schleifen durch das Tal. Bereits bei einer Wasserhöhe von 6,60 m über dem normalen Wasserstand standen die Gemarkungen der Lisdorfer Au und die der Fliesen unter Wasser.

Diese Geländekonstellation bot ausgezeichnete Bedingungen zum Bau einer Überschwemmungsfestung. Die ausgedehnte, leicht künstlich zu überschwemmende Talaue bot Schutz gegen unmittelbare Angriffe, während die umgebenden Höhenzüge so weit vom künftigen Stadtzentrum entfernt lagen, dass nach damaliger Militärtechnik kein Geschützfeuer von den Höhen in die Stadt hineingelenkt werden konnte. Durch das Gebiet führte entlang der Saar ein damals bedeutender Handelsweg, die Flandrisch-Lampartische Straße,[14] die man durch die Anlage der Festung kontrollieren konnte. Ebenso garantierte die Lage eine gute militärtechnische Verbindung ins französische Hinterland.[15]

Das Baugelände der Kirche und das Gebiet der Festung von Saarlouis war laut dem Lisdorfer Weistum von 1458 ursprünglich Besitz der Prämonstratenserabtei Wadgassen. Innerhalb des heutigen Innenstadtgebietes hatten zwar die Abtei Fraulautern und einige Bürger der damaligen Stadt Wallerfangen freie Güter, doch unterstanden diese der Oberherrlichkeit (nicht der Grundherrschaft) der Abtei Wadgassen. Wadgassen verfügte somit über die Hochgerichtsbarkeit, das Jagdrecht und andere Regalien. Mit dem Festungsbau musste Wadgassen das Gebiet an den französischen König abtreten.[16]

Die Saar sorgte im Laufe der Stadtgeschichte immer wieder zu verheerenden Überschwemmungen, die erst durch die Abtrennung des Flusses von der Innenstadt und seine Verlegung in Richtung des Ortes Roden verhindert werden konnten. Dadurch kam es allerdings im Gebiet des Stadtzentrums zu Grundwasserabsenkungen, die den Untergrund der Kirche aus Mergel, Ton und Sandmassen in seiner tragenden Struktur schwächten und das Gebäude schädigten.[17]

Marienbrunnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Ludwig (Saarlouis), Marienbrunnen vor der Kirche, Bronze, Stein, Durchmesser: 9,00 m, Höhe: 2,40 m

Aus Anlass des von Papst Pius XII. am 8. September 1953 durch die Enzyklika Fulgens corona[18] verkündeten Marianischen Jahres beschloss der Saarlouiser Stadtrat am 5. Februar 1954 die Errichtung des Marienbrunnens in der horizontalen Mittelachse des Großen Marktes vor der Ludwigskirche. Er erinnert an das Jahrhundert-Jubiläum der feierlichen Verkündigung des Dogmas der Unbefleckten Empfängnis (Immaculata) im Jahr 1854 durch Papst Pius IX.[19] sowie an das von Pius XII. im Jahr 1950 verkündete Dogma von der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel.[20]

Hauptartikel: Marienbrunnen (Saarlouis)

Bau- und Gemeindegeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wallerfanger Vorgängerkirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Plan von Wallerfangen/Vaudrevange aus dem Jahre 1679, sog. Plan von Monville. Das Gebäudegeviert am linken unteren Rand der Stadtmauer bezeichnet das Augustinerkloster (heute Standort der neogotischen Pfarrkirche St. Katharina); die ursprüngliche Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul befindet sich in der Nähe des Saartores (Weg nach Diedenhofen). Das linke Fließgewässer ist der Lumpenbach/Wallerfanger Bach, das rechte der Mühlenbach, die beide in die nahegelegene Saar münden. Rechts befindet sich das Neutor (Weg nach Saarbrücken), unten die Oberste Pforte (Weg nach Nancy), ganz rechts unten die Aufstauung des Mühlenbaches.
Hochgotisches Maßwerkfragment aus Sandstein eines Kirchenfensters der ehemaligen Wallerfanger Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul, aufgefunden bei Grabungen im Jahr 2011 anlässlich des Abrisses des "Gasthauses zum goldenen Schwanen" (Heimatmuseum Wallerfangen)
Wallerfangen, Archäologische Ausgrabungen am ehemaligen Friedhof der alten Wallerfanger Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul im Jahr 2011, im Hintergrund die Fundamentreste der Kirche

„Walderuinga“ gehörte zu den um das Jahr 950 zur Abtei Mettlach zum Grab des heiligen Lutwinus wallfahrenden Ortschaften. Die Kollatur hatten die Herren von Warsberg, später die Herren von Dillingen-Siersberg inne.[21] Die erste urkundliche Erwähnung der Wallerfanger Pfarrkirche, die sich auf einem flachen, hochwasserfreien Höhenrücken innerhalb der Ortslage befand, datiert aus dem Jahr 1222. Ein hochgotischer Neubau der Kirche fand im 14. Jahrhundert statt. Bei der Eroberung der Stadt[22] Wallerfangen während der Kampfhandlungen des Dreißigjährigen Krieges unter dem kaiserlichen Generalleutnant und Feldzeugmeister Matthias Gallas im September des Jahres 1635 brannte die Kirche mit den übrigen Wallerfanger Häusern nieder. Der Ort wurde von kroatischen, ungarischen und polnischen Söldnern Gallas’ geplündert. Vermutlich diente danach bis zum Wiederaufbau der Kirche die ebenfalls hochgotische Wallerfanger Augustinerklosterkirche (1861 zugunsten der heutigen neogotischen Wallerfanger Pfarrkirche St. Katharina und St. Barbara des Architekten Franz Georg Himpler abgetragen) als ersatzweiser Sakralbau der Stadtgemeinde. Nachdem im Jahr 1687 Wallerfangen zugunsten des Baues der Festungsstadt Saarlouis zerstört wurde, riss man im Folgejahr 1688 dann auch die Wallerfanger Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul nieder. Die beiden Kirchturmglocken wurden nach Saarlouis verbracht, um dort später im Kirchturm der neuen Saarlouiser Kirche eingebaut zu werden.[23] Kirchengeräte und Gebälk wurden in Beaumarais wiederverwendet.[24] Der letzte Stadtpfarrer Wallerfangens hielt sich die nächsten Jahre über weiterhin im zerstörten Ort auf und versah vermutlich Dienste in den beiden erhalten gebliebenen Wallerfanger Klöstern der Augustiner und Kapuziner.

Als man im Jahr 2011 das traditionsreiche Wallerfanger "Gasthaus zum goldenen Schwanen" (Hauptstraße 26 – Ecke Villeroystraße), das im Jahr 1897 im Stil der Neorenaissance in der Ortsmitte anstelle eines barocken Vorgängergasthauses unter Erhalt des barocken Kellergewölbes erbaut worden war, zu Gunsten eines puristischen Neubaues der Kreissparkasse Saarlouis abriss, wurden bei archäologischen Grabungen durch das Landesdenkmalamt des Saarlandes sowohl die Fundamentreste der Südostpartie der Wallerfanger Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul als auch weit über fünfzig Grablegen des ehemaligen Kirchhofes aus einem vermuteten Zeitraum von 1000 Jahren sowie zahlreiche weitere Fundgegenstände entdeckt. Der innere Bereich des früheren Wallerfanger Kirchengebäudes wurde einer stadtarchäologischen Untersuchung nicht unterzogen.

Die Spuren der Abbrucharbeiten des 17. Jahrhunderts lassen auf ein gründliches Vorgehen schließen. Die Ausbruchgrube fand man bei den archäologischen Arbeiten verfüllt mit Resten wie Steinsplittern, Verputz- und Mörtelresten, die bei der Reinigung der Steine zum Zwecke einer Wiederverwendung im entstehenden Saarlouis angefallen waren. Als besonders interessante Funde wurden Bruchstücke von hochgotischem Fenstermaßwerk vermutlich aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, Reste von Bleistegen zur Einfassung von Fensterverglasungen und Scherben von Fensterglas mit floraler Schwarzlotmalerei entdeckt. Die Funde lassen auf eine verhältnismäßig aufwändige Gestaltung des Wallerfanger Sakralbaues schließen. Das Areal des ehemaligen Kirchhofes wurde nur in einem kleinen Bereich systematisch untersucht. Die Grablegen wiesen zahlreiche Überlagerungen auf, sodass man vermuten kann, dass beim Ausschachten neuer Gräber ältere Bestattungen gestört worden waren. Die Arme der Toten waren oft in Gebetshaltung angewinkelt. Zahlreiche Grablegen wiesen Grabbeigaben wie Totenkronen, Reste der Totentracht, Schmuck sowie Rosenkränze und Medaillen auf. Eine Gewandspange konnte der Karolingerzeit zugeordnet werden. Keramikscherben datieren von der späten Bronzezeit über die römische Kaiserzeit und das Mittelalter bis in die Neuzeit hinein. Ein Model einer Ofenkachel mit einer Kampfszene datiert aus der Renaissance. Von den etwa 100 Münzfunde von der römischen Zeit bis in die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts ragt eine besonders gut erhaltene Silbermünze des Trierer Erzbischofs Balduin von Luxemburg aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts hervor. Ebenfalls gefunden wurde ein Kopfteil einer spätbronzezeitlichen Gewandnadel sowie ein Teil eines Tongefäßes, beide aus der Zeit um 1000 v. Chr.[25]

Bereits im Jahr 1937 hatte man im Areal eine Grablege aus dem Jahr 1629 entdeckt.

Die Stadtpfarrkirche unterstand dem Dekanat Perl und war damit dem Archidiakonat Tholey, einem der fünf Erzdiakonate des Erzbistums Trier, zugeordnet. Durch rigorose Maßnahmen des Herzogtums Lothringen fand die Reformation keinen Einzug in der Gemeinde. Filialkirche der Wallerfanger Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul war die Kirche zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit in Fraulautern-Kirchhofen, die heutige Apollonia-Kapelle.

Mit dem Beginn der Bauarbeiten an der Festung Saarlouis wurden in Wallerfangen und auf dem Limberg ab dem Jahr 1680 größere Truppenkontingente einquartiert. Der Wallerfanger Pfarrer Johann Manderfeld wurde deshalb durch die Wallerfanger Augustinerpatres und die französischen Regimentsgeistlichen in der Ausübung der Seelsorge unterstützt. Manderfeld versah bis zum 13. November 1683 auch die Seelsorge in Saarlouis, bis diese durch französische Rekollektenpatres übernommen wurde. Mit dem Befehl der Niederlegung der Stadt Wallerfangen und deren Stadtpfarrkirche erfolgte noch einmal eine Inventarisierung der Kirchengüter. Der Trier Erzbischof Johann VIII. Hugo von Orsbeck bedauert in einem Schreiben die Zerstörung und Verlegung der traditionsreichen Wallerfanger Pfarrei:

„Im Jahr 1687 wurde Walderfingen dem Erdboden gleichgemacht. Die Einwohner wurden durch Androhung äußersten militärischen Zwanges zur Auswanderung gezwungen. Im darauffolgenden Jahre wurde zum allgemeinen Bedauern sogar die Pfarrkirche in einen Steinhaufen verwandelt. Ihre besten Glocken kamen nach Saarlouis, die übrigen Kirchengeräte auf Geheiß der weltlichen Behörden nach Beaumarais, einem an den Grenzen der Stadt neuentstandenen Orte. Nach diesen Zerstörungen wurde hier und in mehreren anderen Kirchen ein Trauergottesdienst abgehalten.“

Die beiden Klöster der Augustinerchorherren und der Kapuziner blieben allerdings in Wallerfangen erhalten. Pfarrer Manderfeld übernahm dann am 29. Juni 1692 die neugegründete Pfarrei St. Peter und Paul in Beaumarais. Die Wallerfanger Pfarrstelle Manderfelds wurde vom Erzbistum Trier durch den aus St. Johann an der Saar kommenden Jakob Jaquemin besetzt. Als sich dieser im Jahr 1697 seines Postens entledigen wollte, soll er von Trier abgemahnt worden sein. Am 26. Februar 1698 installierte Trier in Beaumarais Michel François als neuen Pfarrer, der nach 32 Dienstjahren starb und im Jahr 1729 in der Pfarrkirche von Beaumarais bestattet wurde. Im Laufe der Zeit entstand der Ort Wallerfangen als Dorf wieder. Als Pfarrkirche diente die örtliche Augustinerklosterkirche.[26]

Barockes Kirchgebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Ludwig (Saarlouis), Gedenkstein-Inschrift mit Lilien-Kreuz aus dem Jahr 1685 im Eingangsbereich der Kirche, „CESTE ECLISE A ESTE FONDEE DU REGNE DE LOVIS 14 DU NOM ROY DE FRANCE ET DE NAVARRE LE 2 MAY 1685“, Maße: 60 × 60 cm

Provisorische Kirchenräume[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den ersten Jahren nach der Gründung der Festungsstadt Saarlouis (Grundsteinlegung am 5. August 1680) hatte der Gottesdienst für die Soldaten und ersten Einwohner provisorisch in einer einfachen Lagerkapelle oder in der ehemaligen Hauptwache am Großen Markt stattgefunden. Der letzte Pfarrer der zerstörten Stadt Wallerfangen, Johann Manderfeld, übernahm die Seelsorge der in die Festung zwangsumgesiedelten Einwohner von Wallerfangen. Das erste Kind, das in der neugegründeten Festungsstadt am 27. Januar 1681 getauft wurde, (Jean) Louis Dumas,[27] erhielt den Namen des Pfarrpatrons Ludwig IX. von Frankreich.

Die Prämonstratensermönche der nahe gelegenen Abtei St. Maria in Wadgassen bemühten sich um die Übernahme der Seelsorge in Saarlouis und hatten sogar eine Verlegung der Abtei in die Festung in Aussicht gestellt, doch im Jahr 1683 wurde die Pfarrseelsorge auf Befehl König Ludwigs XIV. nach Vorschlag seines Kriegsministers François Michel Le Tellier de Louvois französischen Augustiner-Rekollektenpatres aus Paris übertragen. Die Patres unter ihrem Provinzial Hyacinthe Léfebre versahen am Versailler Hof seelsorgliche Ämter und waren vom König bereits mit der Seelsorge in den französischen Festungsstädten Cambrai, Arras und Dünkirchen beauftragt worden. Vermutlich sollte durch den Einsatz französischsprachiger Patres auch die "Gallifizierung" des neueroberten Landstriches vorangetrieben werden.[28]

Am 13. November 1683 übernahmen die Patres Symphorien Gaillon und Vincent Gorgan die "Paroisse de Sarrelouis" vom letzten Wallerfanger Pfarrer Johann Manderfeld. Bald folgten ihnen weitere Patres zur Unterstützung. Die Rekollektenpatres stellten ab diesem Zeitpunkt bis zur Französischen Revolution 109 Jahre lang jeweils die Pfarrer in Saarlouis. Der jeweilige Superior war der Pfarrverwalter und trug den Titel "Directeur de la paroisse royale de Saarlouis".[29] Sie wohnten bis zum Bau eines eigenen Pfarrhauses in den Jahren 1685–1686 zunächst im Kommandanturgebäude am Großen Markt, später in der Kavallerie-Kaserne. Dieses Pfarrhaus tat seinen Dienst bis zum Jahr 1957, als das neue Pfarrhaus in der Kavalleriestraße hinter der Kirche bezogen wurde. Barockes Pfarrhaus und Pfarrkirche waren durch eine Galerie miteinander verbunden.[30] Aus verkehrstechnischen Gründen wurde diese Galerie um das Jahr 1765 beseitigt.[31]

Kirchenbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Ludwig (Saarlouis), Außenansicht der Barockkirche, (Archiv des Institutes für aktuelle Kunst im Saarland)
Fassade der Eglise Saint-Dagobert in Longwy von 1683 als architektonische Parallele der Barockfassade von St. Ludwig in Saarlouis
St. Ludwig (Saarlouis), Innenraum der Barockkirche, (Archiv des Institutes für aktuelle Kunst im Saarland)
St. Ludwig (Saarlouis), Maskenstein von der barocken Fassade der ersten Saarlouiser Kirche

Die erste barocke Pfarrkirche St. Ludwig wurde vermutlich von Festungsingenieuren in den Jahren 1685 bis 1687 mit einer flächigen, dreiteiligen Fassade in der Art römischer Tempel errichtet. Ein Grundrissplan aus dem Jahr 1847 hat sich im Trierer Bistumsarchiv erhalten, ebenso existiert eine Innenraumansicht aus dem Jahr 1834. Die Kirche hatte eine Länge von 146 Fuß, das Schiff hatte eine Breite von 42 Fuß und das Querschiff eine Breite von 72 Fuß (6 Pariser Fuß = 1,95 m).[32] Damit war St. Ludwig die größte Kirche in der Umgebung. Die Nalbacher Kirche zählte in der Länge 124 Fuß, die Beruser 110 Fuß, die Fraulauterner 107 Fuß und die Rodener 101 Fuß.[33]

Die barocke Kirche, deren Fassadengestaltung in Photographien überliefert ist, wies große Ähnlichkeiten mit der Kirchenfassade von Longwy auf, die etwa zur gleichen Zeit vom Saarlouiser Festungsbaumeister Sébastien Le Prestre de Vauban entworfen worden war, allerdings keine verschieferte Haube wie die ehemalige barocke Kirche in Saarlouis trägt. Aufgrund des sumpfigen Geländes musste man das Sakralgebäude auf einem umfangreichen Pfahlgitterrost aus großen Eichenstämmen gründen.

Die Kirche wurde analog zum Stadtnamen "Sarrelouis" und zum Stadtgründer "Louis XIV.", dessen Namenspatron, dem heiliggesprochenen Ludwig IX., König von Frankreich, geweiht. Ludwig XIV. verehrte seinen großen Ahnherren und Namenspatron Ludwig IX. so sehr, dass er auch die Schlosskapelle (Baudaten: 1699–1715) seines Residenzschlosses in Versailles dem Heiligen, der als Idealbild eines frommen mittelalterlichen Ritters gilt und die Macht Frankreichs auszuweiten suchte, weihen ließ, um dessen himmlische Fürsprache zu erflehen.

Das zweite Patrozinium der Apostelfürsten übernahm man von der niedergelegten Wallerfanger Stadtpfarrkirche. Dieses Patrozinium zeugt davon, dass sicherlich in der Bevölkerung noch großer Unmut hinsichtlich der brutalen Zwangsumsiedelung und radikalen Zerstörung der alten Stadt Wallerfangen zu überwinden waren. Mit der Übernahme des Titels hoffte man vermutlich, die erhitzten Gemüter etwas beruhigen zu können.

In großen Fassadennischen standen die Steinfiguren der beiden Apostelfürsten Petrus und Paulus gleichsam als Türwächter das Eingangsportal des Gotteshauses flankierend ganz im Geist einses barocken Theatrum sacrum. Die Skulpturen sind heute in der Vorhalle des Kircheninneren auf gemauerten Sockeln aufgestellt. Sie sind vermutlich einer Trierer Bildhauerwerkstatt vom Ende des 18. Jahrhunderts zuzuordnen. Beide Figuren orientieren sich in ihrer Pose an antiken Skulpturen und solchen der Renaissance. Sie sind in Kontrapost-Position, dem Nebeneinander von Stand- und Spielbein einer menschlichen Figur zum Ausgleich der Gewichtsverhältnisse, gestaltet. Das Becken tritt dabei aus der senkrechten Körperachse. Der durch die hieraus resultierende Gewichtsverlagerung einsetzende Hüftschwung mit der Schieflage des Beckens in der Balance ist ebenfalls symptomatisch für das Spiel mit Gegensätzen wie Ruhe – Bewegung, Spannung – Entspannung, Hebung – Senkung, die letzten Endes zu einem homogenen Ausgleich führen. Dadurch gelingt es, zugleich Last und Unbeschwertheit, Ruhe und Bewegung sowie Gebundenheit und Freiheit des menschlichen Körpers auszudrücken. Der Bewegungsaspekt wird durch den grandiosen Faltenwurf der Gewänder sowie der Haupt- und Barthaare der Apostel weitergeführt. Die Apostelfürsten stützten sich mit kraftvollen Armen auf die auf ihrer Hüfte ruhenden Bibeln und halten in der anderen Hand die ihnen zugehörigen ikonographischen Heiligenattribute: Petrus hält den Himmelsschlüssel und Paulus das Schwert seiner vermutlichen Hinrichtung in der Neronischen Christenverfolgung. Die Himmelsschlüssel beziehen sich auf das Christusbekenntnis Petri im Matthäusevangelium Mt 16,13-20 EU:

„Als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn? Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes! Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein. Dann befahl er den Jüngern, niemand zu sagen, dass er der Messias sei.“

In der bildhauerischen Darstellung in der Saarlouiser Ludwigskirche sind den beiden Aposteln die ikonographischen Attribute nicht nur als bloßes Erkennungszeichen beigegeben. Petrus packt mit kräftiger Faust seinen Schlüssel als Zeichen der universalen Machtfülle des päpstlichen Primates und hält ihn mit kräftigem Arm dem Betrachter entgegen. Beide Skulpturen atmen ganz den Geist der Gegenreformation. Für die römisch-katholische Kirche galt es, die Gläubigen festzuhalten oder zurückzugewinnen, ihre Augen durch die Entfaltung von Prunk und Pracht zu fesseln. Die Figur des Paulus ist wesentlich gelassener, das Richtschwert betrachtend, in sich gekehrt gestaltet. Er steht mit seinem Wort bis zum bitteren Ende, dem Märtyrertod, für die Botschaft Jesu Christi ein.

Über dem Giebeldreieck auf vier toskanischen Pilastern erhob sich über geschweiften Giebelbögen mit Vasenaufsätzen ein eingezogener Turm mit rückspringendem, ungegliedertem, verschiefertem Glockengeschoss mit Umgangsbrüstung, darüber eine glockenförmige Turmhaube mit kreuzbekrönter Laterne. Im mittleren Fassadenfeld zwischen den inneren Wandpilastern war der rundbogige Eingang mit einem darüber liegenden Rundfenster positioniert. Der architektonische Aufbau der Fassade von St. Ludwig mag die Vorlage für die Gestaltung der Fassade der katholischen Kirche St. Johann in St. Johann an der Saar (Vollendung 1763) gewesen sein.[34] Die Saarlouiser Kirche verfügte über ein ausladendes Querschiff und einen halbrunden Chorbereich. Große klarverglaste Rundbogenfenster ließen Licht in den stützenlosen Raum, der von einem stuckierten korbbogigen Tonnengewölbe überfangen wurde.[35]

Der erste Festungsgouverneur Thomas de Choisy legte in Stellvertretung König Ludwigs XIV. am 2. Juni 1685 mit der Erlaubnis des Trierer Erzbischofes Johann VIII. Hugo von Orsbeck den Grundstein für den Sakralbau. Als Vertreter des Erzbischofes fungierte Rekollekten-Superior Vincent Gargan. Das Verhältnis zwischen französischer Krone und dem Trierer Erzbistum war zu dieser Zeit gespannt, da Ludwig XIV. dem Kurfürstentum mittels der Metzer Reunionskammer neben zahlreichen Lehen des Erzstiftes auch St. Wendel, Merzig und den Saargau abgenommen hatte. Die Einverleibung des Saarlouiser Gebietes in das Bistum Metz war jedoch am Widerspruch des Heiligen Stuhles gescheitert.[36]

St. Ludwig (Saarlouis), Grundstein aus dem Jahr 1685, beim Abbruch der neogotischen Kirche beschädigt

Die Inschrift des Grundsteins lautete:

„16 + 85 AU NOM DE LOVIS LE GRAND CETTE PREMIERE PIERRE DE L’EGLISE DE SAARLOVIS A ÉTÉ MISE PAR MESSIRE THOMAS DE CHOISY GOVVERNEUR DE LA PLACE“

(Dt. Übersetzung: "1685, Im Namen Ludwigs des Großen wurde dieser Grundstein zur Kirche von Saarlouis von Herrn Thomas de Choisy, Gouverneur des Ortes, gelegt.")

Der Grundstein (98 cm x 68 cm x 16 cm) lag bis zum Jahr 1864 unter dem Hochaltar und wurde beim Neubau des Kirchenschiffes im Jahr 1866 wieder unter den Stufen des Hochaltares eingemauert.[37] Er ist aufgrund einer Beschädigung durch Baggerarbeiten beim Abriss der neogotischen Kirche nur bruchstückhaft erhalten und befindet sich heute im städtischen Museum.

Auf dem Sandstein, der im rechten Windfang der heutigen Kirche ins Mauerwerk eingefügt ist, wird auf die Gründung der Kirche hingewiesen:

„CESTE ESGLISE A ESTE FONDEE DU REGNE DE LOVIS 14 DU NOM ROY DE FRANCE ET DE NAVARRE LE 2 MAY 1685.“

(Dt. Übersetzung: "Diese Kirche ist gegründet worden unter der Regierung Ludwig 14., König von Frankreich und Navarra am 2. Mai 1685.)

Es ist unklar, warum die in der Inschrift angegebene Herrscherzählung mit arabischen und nicht mit römischen Ziffern geschieht und das Datum nicht mit der eigentlichen Grundsteinlegung übereinstimmt. Darüber hinaus bleibt rätselhaft, welche Funktion ein zweiter Grundstein gehabt haben soll. Der Stein, dessen Machart bildhauertechnisch unbeholfen wirkt, wurde erst nach dem Turmbrand des Jahres 1880 gefunden.[38]

Der erste Tote, der in der noch unfertigen Kirche am 24. November 1685 bestattet wurde, war Chevalier de Plessy des Regimentes de Fouquière.[39] Die Vollendung des Sakralbaues geschah Anfang des Jahres 1687.[40] Die feierliche Konsekration erfolgte am 6. April 1687 durch Johann Philipp Burckhardt, Weihbischof von Speyer und Titularbischof von Tripolis. Im Vorfeld der Weihe hatte es zwischen der französischen Krone und Trier aufgrund der Aggressionspolitik Ludwigs XIV. schwierige Verhandlungen gegeben, die letztendlich scheiterten. Als Ausweg hatte man den Weihbischof von Speyer mit der Kirchweihe in Saarlouis beauftragt.[41]

Beim Abbruch der drei Altäre im Jahr 1864 wurde unten ihnen jeweils in Messingkapseln die Konsekrationsurkunde gefunden. Der lateinische Text lautete:[42]

„Anno MDCLXXXVII die sexta Mensis Aprilis quae erat Dominica in albis Ego Joannes Philippus Burckhardt Episcopus Tripolensis, Suffraganeus Spirensis consecravi ecclesiam et altare hoc ad nomen et memoriam Beatae Mariae Virginis et reliquias de S. Modesto Mart., S. Clodio M., S. Basilide M., S. Catharina Virg. et Mart. S. Dorothea V. et M., S. Lioba V. et M. ex societate S. Ursulae et de SS. Martyribus Treverensibus ex legione Thebaea in eo inclusi et singulis Christi fidelibus hodie unum annum et in die anniversario consecrationis huius modi ipsam visitantibus quadraginta dies de vera indulgentia in forma ecclesiae consueta cocessi. Sig. Joannes Philippus Burckhardt, Eps. Tripol. Suffr. Spirensis.“

(Dt. Übersetzung: Im Jahre 1687 am sechsten Tag des Monats April, der der weiße Sonntag war, habe ich, Johannes Philippus Burckhard, Bischof von Tripolis und Weihbischof von Speyer, diese Kirche und diesen Altar auf den Namen und zur Erinnerung der seligen Jungfrau Maria konsekriert und ich habe in ihm Reliquien des heiligen Märtyrers Modestus, des heiligen Märtyrers Clodius, des heiligen Märtyrers Basilidus, der heiligen Jungfrau und Märtyrerin Katharina, der heiligen Jungfrau und Märtyrerin Dorothea, der heiligen Jungfrau und Märtyrerin Lioba aus der Gefolgschaft der heiligen Ursula und der heiligen Trierischen Märtyrer aus der Thebäische Legion eingeschlossen und jedem Christgläubigen erteile ich heute ein Jahr wahrhaften Ablass und den Besuchern der Kirche am Jahrestag der Weihe erteile ich vierzig Tage wahrhaften Ablass auf die gewöhnliche Art der Kirche. Gezeichnet: Johannes Philippus Burckhardt, Bischof von Tripolis, Weihbischof von Speyer.)

Im Jahr 1698 dachte man bereits über eine Neugestaltung der Kirche nach. Man wollte den Bau großzügig erweitern und mit Gewölben versehen. Die Einschiffigkeit sollte einem dreischiffigen Aufbau weichen. Den Innenraum hätte man durch Kreuzgewölbe abgeschlossen. Durch die Folgen des Friedens von Rijswijk verlor Saarlouis aber weitgehend seine militärische Bedeutung und der Plan eines glanzvollen Ausbaues musste aufgegeben werden.[43]

An Ausstattungsstücken der barocken Kirche sind heute noch zwei großformatige Ölgemälde als Geschenk Ludwigs XVI. erhalten. Sie stellen die "Heilige Familie" sowie die "Apotheose des heiligen Ludwig" dar. Ebenso erhalten blieb eine vergoldete Altarpredella mit der Darstellung des Letzten Abendmahles. Das Gemälde mit dem heiligen Ludwig und das Antependium waren sicherlich Teile des ehemaligen Hochaltares von St. Ludwig, dessen Gestaltung Ähnlichkeiten mit den Altären in Saargemünd (St. Nicolas), Sierck (Nativité-de-la-Bienheureuse-Vierge-Marie), Beaumarais (St. Peter und Paul, seit 1924 in der Kirche St. Antonius in Werbeln) sowie mit dem Altar der ehemaligen Klosterkirche der Abtei Fraulautern besaß.

Die Kirchturmuhr wurde im Jahr 1704 von Johann Weber aus Trier geliefert, die erste Orgel baute die Orgelmanufaktur Bramer aus Kornelimünster. Zwei Glocken übernahm man im Jahr 1688 aus der Stadtpfarrkirche in Wallerfangen, zwei weitere wurden im Jahr 1720 im Auftrag der Saarlouiser Stadtverwaltung neu gegossen. Eine zusätzliche Glocke aus dem Jahr 1576 kam man aus der benachbarten Abtei Heiligste Dreifaltigkeit in Fraulautern.[44]

Kirchenschöffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten vier Kirchen- oder Sendschöffen wurden am 16. Februar 1687 in Anwesenheit von Superior Vincent Gargan und des Generalleutnants des Präsidialgerichtes de Koeller feierlich in ihr Amt eingesetzt. Die Schöffen bildeten in Verbindung mit der bischöflichen Visitation ein Rügegericht, das öffentliche oder geheime Vergehen von Pfarreiangehörigen in Sachen der Sitte und der Religion aburteilen sollte. Darüber hinaus überwachten sie die Verwaltung des kirchlichen Vermögens. Die Schöffen kooptierten ihre Nachfolger. Termin dieser Hinzuwahl war gewöhnlich der Sonntag nach dem Ludwigsfest. Die Amtszeit war zunächst lebenslang und wurde durch Beschluss des Metzer Gerichtes im Jahr 1731, 1766 sowie 1767 nach internen Saarlouiser Streitigkeiten auf zwei Jahre festgesetzt. Die Schöffen verfügten in der Kirche über ein eigenes abschließbares Gestühl. Im Jahr 1769 wurde die Vermögensverwaltung der Pfarrei in Folge eines Gesetzes des Metzer Parlamentes vom 6. Juli reformiert. Dabei mussten die Kirchenschöffen bei Ausgaben über 500 Livres vorher die Zustimmung der Notabelnversammlung einholen. Das nächsthöhere Gremium war die Generalversammlung, die sich aus Beamten des Gerichtes und der Stadtverwaltung, der Gruppe der amtierenden und ehemaligen Kirchenschöffen und den Abgeordneten der städtischen Zünfte zusammensetzte.[45]

Suizid in der Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Abend des Antoniustages (17. Januar) des Jahres 1722 läuteten ohne erkennbaren Anlass die Kirchenglocken von St. Ludwig. Als Passanten herbeikamen, die verschlossenen Kirchentüren öffneten und eintraten, sahen sie, dass auf den Altären alle Kerzen brannten, ohne dass ein Amt angesetzt gewesen wäre. Bei einer genauen Durchsuchung der Kirche fand man im Glockengerüst die erhängte Leiche eines Mannes namens Vincent. Der Selbstmörder hatte sich zur Inszenierung seiner letzten Tat in der Kirche einschließen lassen, die Kerzen entzündet, die Glocken geläutet und sich anschließend selbst entleibt.[46]

Tod Ludwigs XIV.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anlässlich des Todes des französischen Königs und Stadtgründers von Saarlouis, Ludwig XIV., am 1. September 1715 in Versailles, veranstaltete man in der Saarlouiser Pfarrkirche St. Ludwig am 1. Dezember des gleichen Jahres ein feierliches Seelenamt und ein vierzigtägiges Gebet für die Erlösung der Seele des verstorbenen Königs aus dem Fegefeuer.[47]

Restaurierungen im 18. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Ludwig (Saarlouis), erhaltenes Wandpaneel der barocken Chorvertäfelung der ursprünglichen Ludwigskirche

Der Dachstuhl der barocken Kirche musste im Jahr 1731 ausgebessert und neu eingedeckt werden. Im Jahr 1734 wurde der Hochaltar neu gestaltet. Der Eingang der Kirche und die Orgelgalerie wurden im Jahr 1740 repariert.

In den Jahren 1760–1766 wurde der Sakralbau einer durchgreifenden Innenrestaurierung unterzogen. Die Stuckdecke wurde in den Jahren 1765/1766 vollständig erneuert. Auch die beiden Seitenaltäre gestaltete man neu. Die Fenster wurden neu verglast und der Chorraum holzvertäfelt. Die Holzvertäfelung gelangte später in das ehemalige Café Budenz am Großen Markt[48] Ein einzelnes Wandpaneel der früheren Vertäfelung ist heute wieder in der kleinen Ausstellung im Statzschen Kirchenfassadenbau aufgestellt. Die bisherige Verbindungsgalerie zwischen Pfarrhaus und Kirche wurde bei der Baumaßnahme der 1760er Jahre abgetragen.[49] Die verschieferte Glockenstube und der Turmhelm wurden in den Jahren 1770 und 1787 erneuert. Ein verheerendes Hochwasser der Saar verursachte im Jahr 1784 große Schäden. Das Wasser floss in die Grüfte unter dem Fußboden und es kam zu Bodenabsenkungen, was umfangreiche Reparaturen nach sich zog.[50]

Zentenarfeier der Stadtgründung und Geburtsfeier des französischen Dauphin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anlässlich der Feier zum hundertjährigen Bestehen der Stadt Saarlouis und der Geburt des französischen Dauphin Louis Joseph Xavier François de Bourbon (* 22. Oktober 1781 in Versailles; † 4. Juni 1789 auf Schloss Meudon) wurde am 11. November 1781 mit großem Pomp ein Hochamt mit feierlichem Te Deum in St. Ludwig gefeiert. Die Stadt veranstaltete im Rathaus eine Feier und das Militär in der Kommandantur. Ein Freudenfeuer beschloss den Festtag. Besondere religiöse und zivile Feiern fanden in St. Ludwig anlässlich der Geburt aller königlichen Prinzen des Hauses Bourbon statt.[51]

Erste Jahre der Französischen Revolution[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Ludwig (Saarlouis), barockes Relief (Altarpredella/Altarantependium) mit der Darstellung des Abendmahles, vergoldete Holzschnitzerei vom Anfang des 18. Jahrhunderts[52]

In Saarlouis und den umliegenden Orten war es bereits in den Jahren vor 1789 zu Protesten gegen das drückende Feudalsystem gekommen. Ab dem Frühling des Jahres 1789 verstärkten sich die Protestmaßnahmen der Bürger und Bauern und erreichten im Juli einen ersten Höhepunkt.

Die französische Nationalversammlung beschloss am 2. November 1789 in einem Dekret (Décret des biens du clergé mis à la disposition de la Nation), das auf eine Antragsvorlage des Abgeordneten der Nationalversammlung und späteren Außenministers Napoleons, Bischof Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord, zurückging, die Verstaatlichung der Kirchengüter und damit die faktische Enteignung der katholischen Kirche. Hintergrund waren Bemühungen, der Finanzkrise des französischen Staates, die vor allem durch die Beteiligung Frankreichs am Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg bedingt war, entgegenzuwirken. Die Priester bekamen, wie die Staatsbeamten, von nun an einen staatlichen Sold und banden sich eidlich an die neue Staatsverfassung. Somit wurde durch die Abschaffung der alten Ständeordnung die Vormachtstellung des Klerus beendet. Mit der Enteignung des kirchlichen Besitzes wurde die wirtschaftliche und politische Macht der Kirche gebrochen. Ausgenommen von der Verstaatlichung waren die Pfarrkirchen, Pfarrhäuser und Pfarrgärten sowie die protestantischen Kirchen.[53]

Am Beginn der Französischen Revolution wurde die Pfarrei St. Ludwig von den Ordensgeistlichen Jean Capistran Kremer als Superior, Christophe Justin Bichelberger, Jean Baptiste Rommeveaux und Mathieu-Nicolas Baudouin seelsorglich betreut.

Am 1. April 1790 hatte die Saarlouiser Stadtverwaltung noch ein feierliches Te Deum in Anwesenheit der örtlichen Militär- und Zivilbehörden in St. Ludwig, ein dreifaches Salutschießen, Freudenfeuer und nächtliche Festbeleuchtung der Häuser anlässlich der Wiedergenesung König Ludwigs XVI. angeordnet. Am 14. Juli desselben Jahres wurde in Saarlouis mit großem Pomp das neue Nationalfest zum ersten Jahrestag der Erstürmung der Pariser Bastille begangen. Das Fest wurde in der Morgenfrühe mit Glockengeläut vom Turm von St. Ludwig und Kanonendonner eingeleitet. Es folgte ein Hochamt in der Kirche und die Vertreter der zivilen Behörden und des Saarlouiser Klerus vollzogen auf dem Großen Markt eine zeremonielle Verbrüderung. Es folgten politische Reden und die Ableistung des Bürger- und Verbrüderungseides (Serment civique et de confédération), bevor zur Mittagsstunde in der Kirche ein feierliches Te Deum gesungen wurde. Ein Freudenfeuerwerk und eine Illumination der Gebäude beschloss den Jahrestag.[54]

Lage von Saarlouis in der Drei-Bistümer-Provinz

Die französische Nationalversammlung hatte bereits am 13. Februar 1790 die katholischen Orden aufgehoben. Seit dem 22. Mai debattierte die Versammlung über die Weltgeistlichen. Am 12. Juli 1790 wurde die Zivilverfassung verabschiedet und am 24. August verkündet. Die Zuständigkeitsgebiete der Diözesen wurden den neuen staatlichen Einheiten der Départements angepasst. In jedem der 83 Departement wurde ein eigenes Bistum errichtet. Damit wurde die Zahl der Bischofssitze von 139 auf 83 reduziert.[55] Die Bischöfe und Pfarrer wurden gewählt. Saarlouis gehörte von 1680/85 bis 1697 verwaltungsmäßig zur "Province de la Sarre", anschließend bis 1789 zur "Province des Trois-Évêchés". Die Provinz sollte zusammen mit Lothringen dann in sieben Départements aufgeteilt werden und Saarlouis sollte Hauptstadt eines dieser Départements werden. Mit der Zivilverfassung des Klerus vom Juli 1790 bestand die Möglichkeit, dass Saarlouis auch Bischofssitz hätte werden können. Letztendlich wurden statt der sieben aber nur vier Départements gegründet und Saarlouis kam mit dem Arrondissement Diedenhofen zum Moseldépartement mit der Hauptstadt Metz. Somit wurde die Pfarrei St. Ludwig aus dem angestammten Erzbistum Trier ausgegliedert und kam zum Bistum Metz. Der noch aus dem Mittelalter stammende Metropolitanverband der lothringischen Bistümer Metz, Toul und Verdun mit dem Erzbistum und Kurfürstentum Trier wurde damit endgültig beendet.[56]

Der Klerus unterstand durch die Zivilkonstitution nunmehr staatlicher Besoldung, die allerdings im Jahr 1795 eingestellt wurde.[57] Die Zivilkonstitution vollendete die Entwicklung der französischen Kirche zu einer Nationalkirche. Die Bindung an den Papst wurde geschwächt, indem Dekrete aus dem Vatikan zunächst von der französischen Regierung kontrolliert, Abgaben nach Rom eingestellt, und dem Heiligen Stuhl jegliche kirchliche Jurisdiktion entzogen wurde. Bischofs- und Pfarrerwahlen wurden ebenso dem Einfluss der Kurie entzogen. Der Papst wurde lediglich als symbolisches Kirchenoberhaupt anerkannt. Darüber hinaus hatten alle Kleriker einen Eid auf die Verfassung der Republik abzulegen. Die Führung des Zivilstandsregisters ging auf die Gemeindeverwaltung über.

Superior Kremer ließ noch am 20. Juni 1790 auf Befehl der städtischen Verwaltung ein Verzeichnis der pfarrlichen Besitztümer anlegen. An Vasa sacra sind in dieser Liste u. a. vier vergoldete Kelche, mehrere Leuchter, zwei Ziborien, eine edelsteinbesetzte Strahlenmonstranz sowie ein diamantenbesetztes Kreuz verzeichnet. Darüber hinaus beinhaltet die 102 Objekte umfassende Liste zahlreiche Paramente, Messbücher und Prozessionsfahnen sowie Pfarrhausmobiliar.[58] Ziel der Inventaraufstellung war die Auflösung der Klerikergemeinschaft. So wurden folgerichtig auch die vier Geistlichen befragt, ob sie in der klosterähnlichen Gemeinschaft verbleiben oder sie verlassen wollten.[59]

Pater Kremer, der im Jahr 1741 im lothringischen Rossbrücken geboren worden war und im Jahr 1761 in Paris die Profess abgelegt hatte, gab der Saarlouiser Stadtverwaltung am 19. Januar 1791 an, er wolle die staatliche Kleriker-Pension annehmen und sich zu seiner Familie nach Rossbrücken zurückziehen. Kremer war allerdings noch am 5. Oktober 1790 von der Stadtversammlung als lebenslanger und unabsetzbarer Seelsorger bestätigt worden. Alle übrigen Pater von St. Ludwig erklärten ihren Austritt aus der Gemeinschaft ihres Ordens. Somit wurde am 27. Januar 1791 die Klerikergemeinschaft von St. Ludwig aufgelöst und das Inventar sowie das Archiv der Stadt überstellt.[60]

Nach der Einziehung der Kirche Ende Mai 1791 leitete die Stadtverwaltung über das Distriktsdirektorium die Überlassung der Augustinerkapelle als Hilfskirche für St. Ludwig ein, da die Pfarrkirche zu klein sei. Der aufgehobene Saarlouiser Augustinerkonvent wurde hinsichtlich seiner Gebäude zur Unterbringung des Collège bestimmt. Am Sonntag, den 29. Mai 1791, wurde in der Kirche durch die Gemeindewähler als neuer Pfarrer von St. Ludwig Jakob Senzy (Senzig) mit übergroßer Mehrheit gewählt. Senzy schlug allerdings die Wahl aus, da er eine Stellung beim konstitutionellen Bischof von Metz, Nicolas Francin (Amtszeit 1792 bis 1802), bevorzugte. So blieben die bisherigen Rekollektenpatres weiterhin als Pfarrverwalter in St. Ludwig.[61]

Im Jahr 1791 lehnte Papst Pius VI. die französische Zivilkonstitution ab. Er suspendierte alle Priester, die sich der neuen Verfassung unterstellt hatten, mit dem Vorwurf des kirchlichen Schisma. Dennoch unterstellten sich im Distrikt Saarlouis 24 Priester der neuen kirchlichen Ordnung. Dreißig Priester stimmten dem bürgerlichen Eid mit Vorbehalt zu, was von staatlichen Stellen als Nichtzustimmung gedeutet wurde, und 26 Priester verweigerten die Eidesleistung. In der Folgezeit widerriefen drei der 24 geschworenen Priester ihre Zustimmung und stellten sich damit gegen die radikal-jakobinisch orientierte Saarlouiser Verwaltung.[62]

In ländlichen Gemeinden Frankreichs hatten zu dieser Zeit bereits etwa 55 % der Priester den verlangten Eid geleistet, zwischen 25 % und 48 % in den städtischen Gemeinden. Innerhalb der Kirche Frankreichs kam es nach der päpstlichen Positionierung zu einer Spaltung zwischen verfassungstreuen und papsttreuen Priestern, mit schwerwiegenden Auswirkungen auf die Gläubigen. Die Eidverweigerer waren schweren staatlichen Sanktionen bis hin zur Todesstrafe ausgesetzt. Wie der Papst in Rom hatte der Trierer Erzbischof Clemens Wenzeslaus von Sachsen als Metropolit von Lothringen bereits in einem Hirtenbrief vom 26. November 1790 gegen die Bestimmungen der Zivilkonstitution protestiert. Dieser Protest wurde nochmals in seiner Beschwerdeschrift an den Immerwährenden Reichstag in Regensburg am 10. Dezember 1790 und in einem Hirtenbrief vom Beginn des Jahres 1791 formuliert.

Als am 26. August 1792 ein Gesetz erlassen wurde, das die Priester, die nicht auf die Verfassung schwören wollten (Prêtres insermentés), mit Deportation bedrohte, protestierten die Rekollektenpatres in Saarlouis nochmals öffentlich am 28. August gegen diese Entwicklung und flohen am 30. August 1792 aus der Stadt.

An ihrer Stelle setzte man am 10. September 1792 den ehemaligen Busendorfer Pfarrer Johann/Jean Guitienne als Pfarrverwalter (Administrator) an St. Ludwig ein, der sich schon am 12. September 1791 der Distriktsverwaltung als provisorischer Pfarrer angeboten hatte. Anlässlich des Nationalfeiertages hatte Guitienne bereits am 14. Juli 1792 auf dem Großen Markt vor der Kirche auf einem sogenannten "Altar des Vaterlandes" zusammen mit dem Filstroffer Pfarrer Pijot ein national-sakrales Hochamt abgehalten. Der Altar war mit einem gekrönten Löwen geschmückt, der die Konstitution und die französische Trikolore in seinen Pranken trug. Die Altarinschrift lautete: "Die Konstitution oder der Tod." Darüber hinaus zierten den Altar aufklärerische Zitate von Gottfried Wilhelm Leibniz, John Locke und Jean-Jacques Rousseau. Während der Feier leisteten die Beamten und höheren Offiziere den Treueeid auf die Konstitution, ein Freiheitsbaum wurde gepflanzt und zwei Kinder wurden getauft. Nach dem Absingen des "Te Deums" folgte vor dem "Altar des Vaterlandes" eine Truppenparade und die Stadtbeamten gaben sich einen Verbrüderungskuss. Abends wurde der Vaterlandsaltar festlich illuminiert. Ähnlich liefen die Feierlichkeiten zum Nationaltag auch in den Folgejahren ab, wobei allerdings katholische Ritualreste getilgt wurden. Die Schulkinder mussten mit kleinen Trikoloren und Eichenzweigen in den Händen zum "Altar des Vaterlandes" treten und die Menge stimmte statt des früheren "Te Deums" vaterländische Gesänge an. Sportwettspiele in der Kapuzineraue (Lisdorfer Aue) ergänzten nachmittags das profanierte Fest.[63]

Als Hilfsgeistlicher sollte Guitienne durch den geschworenen Priester François Viart unterstützt werden, der am 16. September 1792 in St. Ludwig seinen Eid leistete. Der ehemalige Augustiner Peter Bayer wurde am 1. Dezember 1792 zum zweiten Vikar an St. Ludwig ernannt, nachdem er am 2. Oktober 1792 seinen Eid geschworen hatte. Nach einer Wahl am 28. November 1792 wurde Guitienne durch Erlass des Bischofes von Metz, Nicolas Francin, am 1. Dezember 1792 zum Pfarrer von St. Ludwig ernannt, nachdem der frühere Bischof Louis-Joseph de Montmorency-Laval nach Deutschland geflohen war. Guitienne versah sein Amt in Saarlouis bis zur Unterdrückung des katholischen Kultus im Jahr 1794. In seinem Testament begründete er eine Stiftung, aus deren Zinzerträgen jährlich dem besten Schüler des Saarlouiser Gymnasiums eine Prämie auszuzahlen sei. Das Stiftungskapital ging allerdings in den 1920er Jahren während des Währungsruins verloren.[64][65] Am 8. Oktober 1792 wurden die Hinterlassenschaften der Rekollektenpatres auf Anordnung des Distriktsdirektoriums vom 28. September 1792 öffentlich versteigert.[66]

Terrorherrschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Kanonade von Valmy am 20. September 1792 konnte das revolutionäre Frankreich im Ersten Koalitionskrieg ein deutliches Machtsignal an die antifranzösische Koalition senden, indem der Feldzug der Interventen nach Paris zum Stehen und anschließend zum Rückzug gezwungen wurde. Der Erfolg der Revolutionsarmee beeindruckte die Zeitgenossen tief und wurde zum revolutionären Mythos verklärt. Die militärische Bedrohung Frankreichs führte in Paris zur ideologischen Radikalisierung. Die traditionsreiche Monarchie wurde abgeschafft, eine Republik gegründet und eine neue Zeitrechnung eingeführt: Der 22. September 1792 war der erste Tag des Jahres I der Republik. Damit sollte die christliche Struktur des Jahreslaufes durch Abschaffung des Gregorianischen Kalenders mit seinen traditionellen Heiligen- und Hochfesten zerschlagen werden. (Der alte Kalender wurde erst wieder durch Napoleon am 1. Januar 1806 eingeführt.) Auch die Sieben-Tage-Woche der biblischen Schöpfungsordnung wurde durch die Dekade ersetzt. Dekadenfeste mit pseudoreligiösem Zeremoniell traten an die Stelle der bisherigen Kirchenfeste.[67] Am 21. Januar 1793 köpfte man in Paris Ludwig XVI., der bisher als der "Gesalbte Gottes" eine sakrosankte bzw. eine quasi sakrale Stellung innegehabt hatte. Seine Gemahlin Marie Antoinette folgte ihm am 16. Oktober 1793 auf die Guillotine.

Am 23. August 1793 musste St. Ludwig bereits drei Glocken und das Saarlouiser Augustinerkloster eine Glocke zu militärischen Zwecken abgeben. Nur die Hauptglocke und eine kleinere Glocke beließ man zum Stunden- und Viertelstundenschlag sowie als Alarmsignal im Kirchturm. In Saarlouis hatte sich ein revolutionärer Klub als "Klub der Freunde der Konstitution" bereits am 20. November 1791 konstituiert und das ehemalige Augustinerkloster als Vereinslokal besetzt:[68]

„Den guten Patrioten wird zur Kenntnis gebracht, dass heute nach der Vesper die Bürger dieser Stadt im Refektorium des ehemaligen Augustinerklosters ihre erste Sitzung abhalten werden. Das Gesetz erlaubt die friedliche Versammlung der Bürger. Die Feinde des öffentlichen Wohles werden mit Schrecken die gleichfalls konstitutionelle Institution sehen. Gerne möchten sie dem einfachen Manne den Geschmack an dieser Unterrichtsanstalt verderben. Bürger! Versammelt euch! Es ist höchste Zeit, euch eure wahren Interessen erkennen zulassen und euch die Menschenrechte zu erklären. Die Sitzungen werden erstmalig mit vorläufiger Genehmigung des Distriktsdirektoriums im Speisesaaal der Augustiner stattfinden. Alle Sitzungen werden regelmäßig sonntags gegen 3 Uhr nachmittags abgehalten...“

Am 22. Juli 1793 wurde der bisherige Name der Stadt Sarrelouis aus antiroyalistischen Gründen vom französischen Nationalkonvent in "Sarre-Libre" umgewandelt.[69] Während der Schreckensherrschaft zur Zeit der Französischen Revolution und der allgemeinen Unterdrückung des Katholizismus Ende 1793, Anfang 1794 wurde die St. Ludwigskirche in einen sogenannten Tempel der Vernunft umgewandelt. Darüber hinaus nutzte man die profaniert Kirche als politischen Versammlungssaal für die revolutionären Klubs, was allerdings schon vor dem Jahr 1794 geschehen war. Es fanden Volksversammlungen und Abstimmungen sowie Verlesungen von Gesetzen und Beschlüssen des Nationalkonventes statt. Vorher hatte man das Innere nahezu vollständig verwüstet und das Turmkreuz heruntergerissen. Es wurde erst im Jahr 1803 wieder aufgesetzt.[70] Die Gegenstände des religiösen Kultus verbrannte man auf dem Großen Markt auf einem Scheiterhaufen oder verschleuderte sie. Der im Jahr 1751 in Saarlouis geborene Lazaristen-Missionspriester und Theologieprofessor Louis Hayer wurde im Jahr 1793 in Niort guillotiniert.[71][72]

Heimliche Gottesdienste wurden von Pater Pierre Lorrain, der sich als Gemüsehändler oder Holzhauer tarnte, in einsamen Waldstücken und anderen geheimen Orten in der Umgebung von Saarlouis unter Lebensgefahr weiterhin abgehalten. Pater Lorrain war vorher auch Lehrer am Saarlouiser Augustinerkolleg gewesen, wo er unter anderen die späteren Militärs Michel Ney, Jean François Toussaint[73] (1772–1827), Jean Georges Grenier[74] (1771–1835) sowie Paul Grenier[75] (1768–1827) unterrichtet hatte.[76] Lorrain stammte aus Gauweisdorf, wo er im Jahr 1755 geboren worden war. Er musste nach 1790 in die Schweiz flüchten, kam erst im Jahr 1802 an die Saar zurück und war dann von 1814 bis 1820 Pfarrer von St. Martin in Berus und zuletzt von 1823 bis 1841 Pfarrer von St. Maximin in Pachten.[77] Ebenso werden von Georg Baltzer[78] die ehemaligen Mönche Jean Hein (Augustinerpater), Constantin Bechel (Kapuzinerpater) und ein Pater Heimbach als geheim agierende Priester genannt.

Die beiden von Ludwig XIV. geschenkten großformatigen Ölgemälde Die Apotheose des heiligen Ludwig sowie Die Heilige Familie überstanden allerdings das ikonoklastische Wüten, da sie ein Kirchenschöffe mit Kalk überschüttet haben soll.[79] Ebenso hat sich die barocke Altarpredella/Altarantependium erhalten.[80] Auf den Hochaltar setzte man in einer kultischen Feier eine junge Frau als Personifikation der Göttin der Vernunft und legte ihr das zertrümmerte Altarkreuz zu Füßen. Auch auf den Friedhöfen mussten die Grabkreuze verschwinden.

Parallel zum Kult der Göttin der Vernunft feierte man eine Ceres-Prozession vor dem Französischen Tor, bei der landwirtschaftliche Gerätschaften und Festwagen mit Agrarprodukten unter dem Klang von Musik und Gesang umhergetragen wurden und symbolisch der Ackerboden gepflügt und eingesät wurde, um die Fruchtbarkeit der Landschaft rituell zu befördern.[81]

In der Zeit des Belagerungszustandes der Stadt im Jahr 1794 nutzte man den entwidmeten Sakralraum auch als Scheune. Aufgrund mangelnder Unterhaltung des Gebäudes verschlechterte sich der Zustand stetig.[82]

Mit dem Sturz und der Hinrichtung Maximilien de Robespierres wurde die Abhaltung von Gottesdiensten wieder zunehmend erlaubt und das Ausweisungsgesetz gegen den Klerus wurde aufgehoben. Allerdings fielen die staatlichen Gehälter für Geistliche ab dem 21. Februar 1795 weg, den Gemeinden war die Unterhaltung religiöser Gebäude untersagt worden und weiterhin wurden eidverweigernde Priester eingekerkert. Mit der Machtübernahme durch das Direktorium im Jahr 1795 wurde der Priestereid[83] wieder verschärft, da man in den katholischen Klerikern eingefleischte Monarchisten sah. In Sorge um ihr Leben schworen nun die Saarlouiser Kleriker Nicolas Fourmann (Augustiner), Christoph Heil (Rekollekt), Jean Poue/Porer (Rekollekt), Johannes Broich (Weltpriester), Matthias Leistenschneider (Bernhardiner), Nikolaus Krantz (Augustiner), Jean Reneault (Rekollekt), der Augustinermönch Dupreux sowie die Nonne Maria Gusenburger den geforderten Eid vor der Saarlouiser Stadtverwaltung.

Mit dem Sturz des Direktoriums im Jahr 1799 wurden die eingekerkerten Kleriker wieder freigelassen und die Emigrierten durften wieder zurückkehren. Der verschärfte Eid des Direktoriums wurde nicht mehr gefordert. Auf Befehl Napoleons durften die Kirchen ab Januar 1800 wieder geöffnet werden. Allerdings erging noch am 13. August 1801 durch den Metzer Präfekten Jean-Victor Colchen (1751–1830) eine Anordnung an alle Bürgermeister des Moseldepartements, ausgewiesene Priester, die heimlich in Privathäusern Gottesdienste abhielten, und deren Helfer sofort anzuzeigen.[84] Offiziell blieb St. Ludwig bis zum Jahr 1802 seelsorgerisch verwaist.

Saarlouiser Klerikerschicksale der Französischen Revolution[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Religionsverfolgungen in der Französischen Revolution war die durch den französischen König Ludwigs XIV. gegründete katholische Saarlouiser Stadtpfarrgemeinde St. Ludwig starken staatlichen Repressionsmaßnahmen ausgesetzt. Von diesen Maßnahmen waren auch insbesondere zahlreiche Saarlouiser Kleriker betroffen.

Konkordat von 1801 und Wiener Kongress[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erst nach dem Abschluss des Konkordates von 1801 zwischen Napoleon und Papst Pius VII. in Paris konnte Saarlouis offiziell wieder seelsorglich betreut werden. Am 28. Messidor X (17. Juli 1802) mussten alle katholischen Geistlichen der Region, die dem Konkordat zugestimmt hatten, zur feierlichen Einsetzung des neuen Metzer Bischofs Pierre-François Bienaymé im Metzer Stephansdom erscheinen. Sarrelibre/Saarlouis blieb auch weiterhin (bis 1817) bei der Diözese Metz, der es im Jahr 1790 nach der Loslösung von der Erzdiözese Trier zugeschlagen worden war. Zusammen mit St. Ludwig waren im Kanton Sarrelibre/Saarlouis noch die Hilfspfarreien Berus, Differten, Hülzweiler, Fraulautern, Schaffhausen, Lisdorf, Neuforweiler (Bourg-Dauphin), Roden und Püttlingen betroffen.[85] Die erste heilige Messe in der Ludwigskirche nach den Wirren der Französischen Revolution wurde am 13. Mai 1803 begangen. Dabei leisteten 45 Pfarrer der vier Kantone Sarrelibre/Saarlouis, Tholey, Rehlingen und Bouzonville in die Hände des Unterpräfekten von Thionville (Diedenhofen) den staatlichen Eid, der im Konkordat vorgeschrieben war. Am 5. September 1803 wurde in St. Ludwig nach 20 Jahren wieder die erste Firmung durch den Metzer Bischof Pierre-François Bienaymé gespendet. Die Wiedereinführung des katholischen Kultus feierte man in Saarlouis zusammen mit dem Geburtstagsfest Napoleons am 15./16. April 1804 mit Festgeläut und einer feierlichen Prozession nach Lisdorf und zurück, an der auch die Priester der Umgebung teilnahmen. Die Feierlichkeiten, in deren Rahmen der Revolutionskalender außer Kraft gesetzt und der alte Kalender wieder eingeführt wurde, zogen sich über einen ganzen Monat hin.[86]

Turm und Dach der Kirche wurden im Jahr 1805 durch den Tholeyer Bauunternehmer Nikolaus Schmit ausgebessert.[87]

Anlässlich der Krönungsfeierlichkeiten Napoleons am 2. Dezember 1804 in der Kathedrale Notre Dame de Paris zum „Kaiser der Franzosen“ beging man in Saarlouis am 6. Januar 1805 ein eigenes Fest mit Freudenfeuern auf den umgebenden Höhenlagen, Illumination der Stadt und einem feierlichen Te Deum in St. Ludwig. An den folgenden Jahrestagen des Geburtstages Napoleons (15. August) sowie an den Jahrestagen der (Selbst-)Krönung des neuen Kaisers finanzierte die Stadtgemeinde Saarlouis jeweils einem jungen Saarlouiser Mädchen, das sich mit einem Frontsoldaten verehelichte, eine Barschaft als Heiratsgut. Die diesbezüglichen kirchlichen Trauungen wurden dann in St. Ludwig vollzogen. Am Hochzeitsfest Napoleons mit Marie-Louise von Österreich im Jahr 1810 wurde sogar zwei Saarlouiser Brautpaaren die Mitgift geschenkt.

Zusätzlich mit dem Napoleonsfest des Jahres 1811 beging man in St. Ludwig ein feierliches Te Deum anlässlich der Geburt des Thronfolgers Napoleon Franz Bonaparte, der am 20. März 1811 in Paris das Licht der Welt erblickt hatte. Auch hier wurde die Saarlouiser Kirche außen prächtig illuminiert und über dem Eingang prangte die Inschrift "Iam nova progenies coelo demittitur alto. Pacatumque reget patriis virtutibus orbem." (dt. Übersetzung: Schon wird ein neuer Spross hoch vom Himmel herabgesandt. Er wird über eine Erde, befriedet von den hohen Kräften seines Vaters, herrschen.)[88] Die Verse, die sich auf die Orakelsprüche der Sibyllinischen Bücher beziehen, waren der vierten Ekloge Vergils entnommen. Die Ekloge, geschrieben um 40 v. Chr., prophezeit die Geburt des Weltenheilands und ein neues goldenes Zeitalter. Von Vergil gemeint war damit vermutlich der Aufstieg Octavians (Augustus) zum Princeps. Bereits in der Spätantike setzte jedoch eine christliche Umdeutung des Textes ein, da man den vom Himmel herabgesandten Knaben mit Jesus Christus gleichsetzte. Mit der Saarlouiser Feierlichkeit bezog man sich nun auf den neugeborenen sogenannten "König von Rom" und dessen Vater Napoleon, der die Weltenwende eingeleitet habe.

Mit dem Sturz Napoleons und der Wiedereinsetzung der Bourbonen wurde in Saarlouis am 25. August 1814 wieder feierlich der Ludwigstag begangen. Während des Hochamtes in der Pfarrkirche betete man nun um die Herabsendung des göttlichen Segens auf den ins Königsamt eingesetzten Bruder des in der Revolution öffentlich geköpften Königs Ludwig XVI., Ludwig XVIII. Glockengeläut und Salutschüsse aus den Kanonenrohren der Festungsstadt flankierten die kirchliche Feier.[89]

Mit dem Wiener Kongress und dem Zweiten Pariser Frieden vom 20. November 1815 kam Saarlouis an das Königreich Preußen. Während eines Aufenthaltes in Saarbrücken erteilte der preußische Staatskanzler Karl August von Hardenberg am 27. November 1815 dem in preußischen Diensten stehenden Oberappellationsrat Mathias Simon, der bisher in Trier als Richter fungiert hatte, die Vollmacht, das neue Gebiet unter dem Titel "Großherzogtum Niederrhein" dem Königreich Preußen anzugliedern.[90] Die französische Garnison verließ am 1. Dezember 1815 die Stadt und das weiße Lilienbanner der Bourbonen wurde vom Kirchturm von St. Ludwig herabgelassen. Die Festung Saarlouis und ihr Umland wurden von Simon am 2. Dezember 1815 im Rahmen einer Feier in St. Ludwig mit dem Absingen des Gebetes "Salvum fac regem"[91], diesmal bezogen auf den Herrscher Preußens, in Besitz des Königs Friedrich Wilhelm III. genommen:[92][93]

Besitzergreifungspatent der Stadt und Festung Saarlouis und der übrigen von Frankreich durch den Friedens-Traktat vom 20. November abgetrennten Gebiete, Oerter und Plätze des Moseldepartements vom 2. Dezember 1815 (Kreisarchiv Saarlouis)

„Ich Endes Unterschriebener, Königlich-Preußischer Oberappelations-Rath im Grosherzogthum Niederrhein, Kraft vorstehender Vollmacht, Königlich Preußischer Kommissarius, zur Besitz-Ergreifung der von Frankreich an Preußen abgetretenen Gebiete, Oerter und Plätze, und bis zur definitiven Organisation mit der Oberverwaltung dieser Gebiete, Oerter und Plätze, beauftraget.

Nachdem heute den 2 Dezember, Morgens sieben Uhr, die Feyerlichkeiten der Besitznahme, durch das Läuten der Glocken verkündet worden, habe (ich) mich um 10 Uhr, in die Hauptkirche begeben, woselbst der Herr Oberbürgermeister der Stadt Saarlouis, nebst seinen Beigeordneten, und alle Glieder des Magistrats, sodann alle übrigen öffentlichen Beamten, sich versammelt hatten.

Des Herrn Königlich Preußischen General-Majors von Steinmetz, kommandierenden Generals, in den durch den Friedenstraktat vom 20 November abgetretenen Gebieten, Oertern und Plätzen, Hochwohlgebornen, waren ebenfalls, nebst ihrem Generalstabe, gegenwärtig.

Das in Saarlouis anwesende Königlich Preußische Militär, war unter Gewehr getreten, und der feierliche Aufzug von der Bürgerwache und ihrer Musik begleitet.

Ich Unterschriebener Königlicher-Kommissarius, im Einverständnis mit des Herrn General-Majors von Steinmetz, Hochwohlgebornen, verlas die vorstehende Vollmacht des Herrn Staatskanzlers Fürsten von Hardenberg Durchlaucht, und theilte der Versammlung meine Sendung mit.

Sofort wurden der Herr Oberbürgermeister und sämtliche Mitglieder des Magistrats, in eigenem Namen und als Stellvertreter der Einwohner, dem neuen Landesherrn Sr. Majestät dem König Friedrich Wilhelm von Preußen und seinen Nachfolgern, verpflichtet.

Ein eigener schriftlicher Akt wurde in dieser Hinsicht aufgesetzt, und von allen Magistratsmitgliedern unterzeichnet.

Die ganze Versammlung ertönte ein dreimaliges Lebe-Hoch dem neuen Landesherrn.

Ich habe demnach, in meiner Eigenschaft als Königlicher Kommissarius, und in Hinsicht der Besitznahme der Festung Saarlouis im Einverständniß mit dem Herrn General-Major von Steinmetz und dessen Gegenwart, erklärt, daß die reelle Besitznahme der Stadt und Festung Saarlouis, und aller übrigen Oerter der Kantone von Saarlouis und Rehlingen, und Sirck des Moseldepartements, welche durch den Friedens-Traktat vom 20 November, von Frankreich abgetreten, und nach der, zwischen Preußen und den übrigen verbündeten Mächten getroffenen besondern Uebereinkunft, den Staaten Sr. Majestät des Königs von Preußen, meines allergnädigsten Herrn, einverleibt sind, im Namen Seiner Majestät des Königs von Preußen, vollbracht seye; verordnet, daß das königl. Preußische Wappen an allen Rath- und Gemeinde-Häusern aufgestellt werde; und die Einwohner der Stadt und Festung Saarlouis, und der übrigen abgetretenen Gebiete, Oerter und Plätze, zur Unterthanen Treue und Pflicht, gegen den neuen Landesherrn, verwiesen.

Ein Te Deum von der katholischen Geistlichkeit gesungen, und das Gebät Salvum fac regem für die Erhaltung Seiner Majestät des Königs von Preußen, des neuen Landesherrn, beschloß diese feyerliche Handlung.

Gegenwärtige Besitz-Ergreifungs Protokoll soll gedruckt, und statt des Besitz-Ergreifungs Patents, in der Stadt und Festung Saarlouis, und in allen abgetretenen Gemeinden, Oertern und Plätzen angeschlagen werden.

So geschehen Preußisch-Saarlouis, den 2 Dezember 1815. Der Königliche Kommissarius Mathias Simon“

Die Vereidigung der Stadtverordneten fand am 2. Januar 1816 in der Saarlouiser Stadtpfarrkirche St. Ludwig statt. Am 18. Januar 1816, dem Jahrestag der Selbstkrönung des brandenburgischen Kurfürsten Friedrich in Königsberg zum „König in Preußen“ (18. Januar 1701), wurde unter Glockengeläut und dem Absingen des Te Deums der preußische Adler an der Kommandantur angebracht.[94]

Wiedereingliederung der Pfarrei in das Bistum Trier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der päpstlichen Bulle De salute animarum (lat.: Zum Heil der Seelen), vom 16. Juli 1821, legte Papst Pius VII. im Rahmen der Neuumschreibung der katholischen Diözesen in Deutschland nach dem Wiener Kongress die Neuordnung der Diözesen und Kirchenprovinzen in Preußen fest. Da der Wiener Kongress (1814–1815) keine Klärung der kirchlichen Angelegenheiten brachte und die Kirchenprovinzen an die innerpreußischen Grenzen angeglichen werden sollten, wurden mit der Zirkumskriptionsbulle die Verhältnisse der katholischen Kirche in Preußen neu geregelt. Saarlouis wurde dabei wieder dem Bistum Trier zugewiesen. Im Jahr 1828 wurde Saarlouis durch den Trierer Bischof Joseph von Hommer Sitz eines Dekanates mit 35 Pfarreien. Das Dekanat Saarlouis wurde im Jahr 1865 in die beiden Dekanate Saarlouis und Lebach geteilt.[95] Die Kirche St. Ludwig diente auch den katholischen Angehörigen der preußischen Garnison als Garnisonskirche.[96]

Im Jahr 1829 wurde in der Kirche ein neuer marmorner Hochaltar errichtet, der vom Metzer Bildhauer Auguste Pioche für 3200 Franken gefertigt worden war. Vermutlich entfernte man bei dieser Maßnahme das barocke vergoldete Abendmahlsrelief. Es wurde erst im Jahr 1934 durch den Kunsthistoriker Walter Zimmermann auf dem Pfarrhausdachboden wiederentdeckt.[97] Der im Jahr 1734 zuletzt durch Franz Gannal vergoldete alte Hochaltar, der der allerheiligsten Dreifaltigkeit geweiht war, war bereits im Jahr 1829 für 280 Franken an die Pfarrei in Niedaltdorf verkauft worden.[98]

Im Jahr 1832 restaurierte man die Seitenaltäre (Heilig-Kreuz-Altar, Muttergottesaltar) und das barocke Ölgemälde "Die Heilige Familie" von Dupuy.[99]

Aus dem Jahr 1847 liegt noch ein ausführliches Inventarverzeichnis vor.[100] Demnach war der marmorne Hochaltar mit Tabernakel und Expositorium dem heiligen Petrus, der rechte Seitenaltar der Jungfrau und Gottesmutter Maria und der linke dem heiligen Antonius von Padua geweiht. Die Kirche besaß eine reiche Ausstattung an Ölgemälden auf Leinwand. Insgesamt werden 13 Gemälde genannt. Während das Gemälde "Apotheose des heiligen Ludwig" den Hochaltar schmückte, waren die Gemälde "Die heilige Familie" und "Der heilige Antonius" seitlich angebracht. Das Antoniusbild hat sich nicht erhalten. An Skulpturen hatte man im Jahr 1830 neun Heiligenstatuen angeschafft. Das vergoldete Abendmahlsrelief ist im Inventarverzeichnis nicht aufgeführt.

Garnisonsgemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der preußischen Zeit oblag den Pfarrgeistlichen von St. Ludwig die Seelsorge der katholischen Militärangehörigen (Taufe, Begräbnis, Eheschließungen, Lazarettbesuche, Letzte Ölung, religiöse Vorträge bei der Strafsektion, Erteilung von Religionsunterricht für die Kinder der Soldaten). Seit der königlich-preußischen Militär- und Kirchenordnung vom 12. Februar 1832 wurden die Zivilgeistlichen für ihre Militärseelsorge mit den üblichen Stolgebühren vergütet. Für die Mitbenutzung der Pfarrkirche St. Ludwig als Garnisonskirche der Festung Saarlouis wurde eine jährliche Miete von der katholischen Garnisonsgemeinde entrichtet. Zur Abhaltung der Oster- und Herbstbeichte kam eigens der Divisionspfarrer aus Trier. Die katholischen Regimentsteile wurden jeden Sonntag zur Pfarrkirche geführt, um dort an der Hl. Messe teilzunehmen.

Nach der preußischen Militär-Kirchenordnung von 1832 mussten Kinder von evangelischen Militärangehörigen auch im Falle einer katholischen Mutter, was in Saarlouis häufig der Fall war, evangelisch getauft werden. Anderenfalls musste der evangelische Militäroberpfarrer in Koblenz sein Plazet geben. Meistens wurde dabei jedoch das Dimissoriale verweigert. Dieses Recht wurde der katholischen Kirche jedoch nicht zugestanden. Darüber hinaus wurden evangelische Militärangehörige von ihren Vorgesetzten unter Druck gesetzt, bei gemischtkonfessionellen Ehen Seelsorgehandlungen nur von den evangelischen Geistlichen durchführen zu lassen. Um Kinder gemischtkonfessioneller oder auch rein katholischer Ehen der katholischen Kirche zu entfremden, wurde ihnen beim Besuch der evangelischen Konfessionsschule das Schulgeld erlassen und vom preußischen Staat bezahlt, während die katholische Schule zwangsweise entgeltpflichtig war.

Bei der Rekrutenvereidiung waren die jeweiligen Garnisonspfarrer verpflichtet, in der Kirche auf die Heiligkeit des gegenüber dem preußischen König geleisteten Treueeides in der sogenannten Eidespredigt hinweisen. Alle katholischen Militärangehörigen mussten im Falle ihres Ablebens im Dienst auf dem evangelischen Garnisonsfriedhof beerdigt werden. In den ersten Jahrzehnten unmittelbar nach der preußischen Besitzergreifung der Festung Saarlouis wurde das katholische Seelsorgeangebot kaum angenommen. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verbesserten sich die Gottesdienstteilnahmen der Soldaten. Allerdings verweigerte der weitaus größte Teil der Offiziere sowohl die Beichte als auch die Teilnahme an der Kommunion.[101]

Hinrichtungen im Zusammenhang mit dem Prümer Zeughaussturm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Prümer Zeughaussturm vom 18. Mai 1849 hatten sich demokratisch gesinnte Anhänger der Revolution von 1848 bewaffnet, um die Reichsverfassungskampagne militärisch zu unterstützen. Die Aktion in dem Eifelstädtchen Prüm war - wie der Iserlohner Aufstand und die weiteren Maiaufstände in der Rheinprovinz und anderen Teilen Preußens - eine Folge der Politik König Friedrich Wilhelms IV. von Preußen, der im April 1848 die Kaiserwürde und die Frankfurter Paulskirchenverfassung abgelehnt und den Preußischen Landtag aufgelöst hatte.

Der Aktion vorausgegangen war eine große Volksversammlung mit über 5.000 Teilnehmern, die am 13. Mai 1849 auf der Marienburg an der Mosel stattfand. Die Entscheidung, sich zu bewaffnen, war wesentlich beeinflusst von Karl Grün, einem linksdemokratischen Journalisten und Abgeordneten des Preußischen Landtags. Angeführt von dem Advokaten Victor Schily stürmten fünf Tage später etwa 100 Revolutionäre aus Prüm, Trier, Wittlich, Bitburg und anderen Orten der Region die Waffenkammer der preußischen Landwehr in Prüm. Sie gaben einige Schüsse ab, und einige Landwehrleute, die das Waffendepot bewachen sollten, verbrüderten sich mit ihnen. Trotz dieses Erfolgs kam es nicht zu einer revolutionären Erhebung in der Moselgegend. Karl Marx berichtete später, dass die Anführer - Victor Schily und Peter Imandt - mit den Waffen und einigen Männern in die Pfalz gezogen seien, wo sie sich der Reichsverfassungskampagne angeschlossen hätten. Nach der endgültigen Niederschlagung der Revolution im Juli 1849, seien sie in die Schweiz und anschließend 1852 nach London ins Exil gegangen.[102]

Von den 43 Personen, die 1850 angeklagt wurden, verurteilte das Landgericht Trier sechs zu fünf Jahren Zwangsarbeit. Das Militärgericht in Saarlouis verurteilte drei Landsturmsoldaten zum Tode: Johann Manstein aus Laufeld bei Manderscheid, Anton Seilen und Nikolaus Alken aus Prüm hatten sich geweigert, auf die Revolutionäre zu schießen, weil diese ihnen bekannt waren. Am Sonntag, dem 14. Oktober 1849, wurden sie im Fort Rauch der Festung Saarlouis erschossen.[103] Zwei der Anführer Ludwig Simon und Victor Schily, die nach der Niederschlagung der Reichsverfassungskampagne in die Schweiz geflohen waren, wurden 1851 in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Karl Grün, der selbst nicht am Sturm teilgenommen hatte, wurde wegen intellektueller Beteiligung festgenommen und angeklagt, nach acht Monaten Haft aber freigesprochen.[104]

Für die in Saarlouis füsilierten Männer wurde in der Stadtpfarrkirche St. Ludwig ein Seelenamt abgehalten. Die zahlreiche Beteiligung der Bevölkerung an der Messe kann als eine deutliche Solidaritätsbekundung mit den Hingerichteten und den Zielen der Revolution von 1848 gedeutet werden:[105]

„Gestern Vormittag fand das für die am vorigen Sonntage füsilierten Prümer Landwehrleute veranstaltete feierliche Seelenamt in unserer Pfarrkirche Statt (sic). Man darf wohl sagen, daß (sic) seit langen Jahren keinem Gottesdienst so zahlreich beigewohnt wurde als diesem, da für die Tausende (sic) von frommen Gläubigen aus allen Ständen das Gotteshaus kaum Raum genug darbot. Die Rührung war allgemein und ergreifend; für die Wittwe (sic) und die Waisen wurde reichlich geopfert, und die Thränen (sic) befeuchteten Blicke der frommen Theilnehmer (sic) zeigten mehr als zur Genüge, wie nahe das traurige Loos (sic) der Verblichenen dem Herzen ging. Nachmittags wallte fast die ganze Einwohnerschaft zu den mit Blumen geschmückten Gräbern der Erschossenen, wo mit Erlaubniß (sic) unseres Herrn Festungs-Commandanten auch die noch hier befindlichen Prümer Landwehrleute sich betend einfanden, um daselbst für die Ruhe der Gefallenen die inbrünstigsten Gebete zum Himmel hinauf zu schicken.“

Eigentumsverhältnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche und Pfarrhaus befanden sich im Eigentum der Stadt Saarlouis, die auch für den Gebäudeunterhalt, die Kirchensänger und den Organisten aufkam. Erst am 14. März 1880 gingen die Gebäude in das Eigentum der Pfarrgemeinde über.[106] Einnahmen konnte die Gemeinde durch Kollekten, Stiftungen, Vermächtnisse, freiwillige Zuwendungen und durch den Kirchenzehnt verbuchen.

In den Jahren 1703 bis 1706 hatte man den sogenannten Bürgerwald auf dem neuen Bann von Beaumarais abgeholzt und das neugewonnene Land an die Stadtbürger von Saarlouis verteilt. Die Bürger mussten pro erhaltenem Morgen einen Scheffel Hafer abliefern. Der auf diesem Gebiet liegende Zehnt gehörte zur einen Hälfte der Stadt, zur anderen Hälfte dem Pfarrer von Beaumarais. Am 26. August 1698 überließ die Stadt ihren Anteil der Pfarrkirche zur Finanzierung des religiösen Kultus. Im Jahr 1761 versuchte die Zivilgemeindeverwaltung die Zehnteinnahmen wieder zurückzuerhalten, da sie sich, so ihre Erklärung an den Intendanten in Metz, in einer prekären Finanzlage befände. Der Antrag der Stadt wurde jedoch in Metz zurückgewiesen. Ein zweiter Versuch zur Rückübertragung des Zehntrechtes wurde von der Stadt im Jahr 1765 unternommen und scheiterte ebenfalls. So wurde weiterhin jedes Jahr der Kirchenzehnte zugunsten der Kirchenkasse von St. Ludwig versteigert. Diese Zehntversteigerung fand üblicherweise im Juni oder Juli jedes Jahres statt. Der Zeitpunkt wurde an einem Termin festgesetzt, an dem man in etwa abschätzen konnte, in welcher Qualität die Ernteerträge ausfallen würden. Dem Zehntpächter wurde je nach Ertrag der abzuliefernde Teil der Erntemenge reduziert. Die letzte Zehntversteigerung zugunsten der Pfarrkirche fand am 4. Juli 1790 statt, obwohl das kirchliche Zehntrecht in Frankreich durch die Nachtsitzung der Nationalversammlung vom 4./5. August 1789 prinzipiell aufgehoben worden war. Aufgrund der revolutionären Verhältnisse gelangten aber am Martinitag 1790, dem traditionellen Abgabetermin, die Erträge nicht an den Kirchenrechner, sondern an das Saarlouiser Hospital. Zwar hatte die Nationalversammlung einen Ersatz für den weggefallenen Kirchenzehnt hinsichtlich der Kultuskosten, des Unterhalts der kirchlichen Arbeitskräfte, des sakralen und seelsorglichen Gebäudeunterhaltes sowie der Armenfürsorge angemahnt, allerdings keine konkreten Vorschläge zur Bestreitung der Kosten unterbreitet.[107]

Pfarrerbesoldung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da die Pfarrerbesoldung bescheiden dotiert war, bewilligte Ludwig XIV. jährlich 800 Silberfranken. Eine kirchliche Inventariumsliste aus dem Jahr 1790 nennt als Unterstützungsbetrag König Ludwigs XVI. 720 Livres für den Pfarrerunterhalt. Darüber hinaus erhielten die drei Patres, einer als Pfarrei-Direktor, die beiden anderen als Vikare, Kasualiengebühren für geistliche Amtshandlungen sowie Vergütungen aus der Kirchenkasse für die Erledigung der Stiftungen. Offiziell waren die Geistlichen des Ancien Régime von der Steuer befreit. Dafür mussten sie dem französischen König mehr oder weniger freiwillig Geldgeschenke (Don gratuit) leisten.[108]

Dienstämter an St. Ludwig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Ludwig (Saarlouis), Uniform des letzten Kirchenschweizers, der Zweispitzhut und die Hellebarde sind verlustig

Die Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis beschäftigte vor der Französischen Revolution folgende Kirchendienstämter:

Die Kirchenschöffen verwalteten das Pfarrvermögen, die sogenannte "Fabrik". Sie wählten die übrigen Kirchendiener und kontrollierten die Durchführung kirchlicher Bestimmungen. Der Glöckner versah kirchliche, städtische und militärische Dienste. In kirchlichen Angelegenheiten waren die Hauptglocke und die kleine Glocke zu läuten. Die Bürger- oder Gemeindeglocke läutete er auf Anordnung des Bürgermeisters. Auf Veranlassung des Festungskommandanten wurde morgens und abends beim Öffnen und Schließen der Festungstore geläutet.[109]

Religiöse Bruderschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor der Französischen Revolution bestanden in Saarlouis drei religiöse Bruderschaften. Die Bruderschaft vom Heiligsten Sakrament wurde durch eine Bulle des Papstes Innozenz XII. am 30. Juni 1692 bestätigt. Die Saarlouiser Skapulierbruderschaft wurde im Jahr 1718 gegründet und veranstaltete Sakramentsprozessionen an zwei Sonntagen im Monat. Die Ersterwähnung einer Saarlouiser Bruderschaft des Dritten Ordens datiert auf das Jahr 1703. Darüber hinaus gab es noch eine Sebastiansbruderschaft. Bis zur Französischen Revolution waren auch die acht handwerklichen Zünfte der Festungsstadt Saarlouis durch ihre Satzungen eng an die Pfarrgemeinde angebunden.[110]

Pfarrfriedhöfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zunächst diente das Kircheninnere auch als Begräbnisstätte der Bürger von Saarlouis. Ein erster Friedhof wurde am 17. Juli 1685 durch Pater Gargan in den äußeren Werken des Brückenkopfes vor dem Deutschen Tor eingerichtet.[111] Später diente dieser Friedhof nur noch als Grablege für Militärangehörige. So wollte man im Jahr 1691 einen neuen Friedhof rings um die Kirche anlegen, gab dieses Vorhaben aber aus Platzgründen bald wieder auf. Für Mönche und Bürger wurde auch ein Friedhof hinter dem in den Jahren zwischen 1693 und 1696 erbauten Augustinerkloster (heute Gelände des Saarlouiser Canisianums) angelegt. Hier musste man als Bürger allerdings für Grabstätten bezahlen. Für alle übrigen Bürger gab es seit dem Jahr 1714 einen Friedhof mit Kapelle und Totenhaus an der Stelle der früheren Reitbahn (Kaserne 2 und 4). Aus Gründen der Hygiene wurde dieser Friedhof im Jahr 1773 durch Verordnung der städtischen Behörden aufgegeben und der jetzige "Alte Friedhof" (Neubelegung im Jahr 1997 beendet) vor dem Französischen Tor angelegt.[112] Auf Anweisung des Trierer Weihbischofes Johann Nikolaus von Hontheim wurden alle für die ehemalige Friedhofskapelle getätigten Stiftung auf den Hauptaltar der Ludwigskirche übertragen.

Stadtbewohner evangelischer Konfession, die mit dem Übergang der Festung an das Königreich Preußen zuzogen, wurden anfangs auf dem Garnisonskirchhof bestattet. Dieser Friedhof war auch für die Beerdigung von katholischen Militärangehörigen geweiht worden. Im Jahr 1850 kam es wegen der Besitzrechte des Friedhofes zum Streit zwischen der Stadt und der Pfarrei. Eine Einigung konnte nicht erreicht werden. Durch eine Stiftung des Prälaten de Bervanger und dessen Bruder im Jahr 1837 in Höhe von 321 Talern konnte auf dem Friedhof eine Leichenhalle gebaut werden, die im Eigentum der Kirche bleiben sollte. Auch Andersgläubige konnten hier aufgebahrt werden. Die Halle diente darüber hinaus dem Totengräber und dessen Familie als Wohnung.[113]

Der "Neue Friedhof" am Soutyhof wurde am 29. Mai 1921 eingeweiht.[114]

Kirchenbankberechtigungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Bauherr der Kirche hatte der französische König die Kirchenbänke in St. Ludwig die Platzrechte an einzelne Familien, an Stadtverwaltungsmitglieder sowie militärische und jurisdiktionelle Würdenträger der Festungsstadt vergeben. Bankberechtigungen für Auswärtige oder gar Nichtkatholische waren nicht vorgesehen. Die Platzrechte wurden bis zur Französischen Revolution nach jeweiliger Einholung der Erlaubnis des Kirchenvorstandes von Generation zu Generation weitergegeben. Beim Tod eines Platzbesitzers musste der Nachkomme seit einem Gerichtsurteil aus dem Jahr 1730 eine Anerkennungsgebühr (Droit de mutation) zu Gunsten der Kirchenkasse bezahlen. Darüber hinaus waren Verkauf, Tausch oder Vermietung von Kirchenplätzen ohne Zustimmung des Kirchenvorstandes streng untersagt.

Die beiden vorderen Bänke rechts und links des Hochaltares waren dem Klerus und den Kirchenschöffen reserviert. Immer wieder entbrannten erbitterte Feindseligkeiten um die Vergabe der Kirchenbänke, die sogar vor Gericht ausgetragen wurden, wie etwa die Kirchenbankprozesse der Jahre 1765 und 1788.

Im Jahr 1783 war es zwischen der Saarlouiser Militärbehörde und der Stadtverwaltung bezüglich der Besetzung der Kirchenbänke zum Streit gekommen. Das Militär untersagte den Stadtverordneten die Mitbenutzung der Militärbänke und unterstrich diese Anordnung durch die Aufstellung einer Schildwache in der Kirche. Die Stadtverordneten widersprachen dem, indem sie darauf pochten, dass sich die drei vom Militär genutzten Chorbänke im Eigentum der Stadt befänden. Die letzte Verpachtung der Kirchenbänke fand im Jahr 1791 statt, als in der Kirche 19 Bänke vergeben wurden. Davon befanden sich fünf in der Muttergotteskapelle und eine in der Antoniuskapelle, die dem Generalproviantmeister der französischen Armee de Lasalle zugestanden wurde. Nach einer bischöflichen Ordonnanz vom 25. Nivôse des Jahres XII (16. Januar 1804) sollten alle bisherigen Bankberechtigungen erlöschen und nur mit der expliziten Genehmigung des Kirchenrates weiterbestehen. Daraufhin beschloss der Kirchenrat am 4. Pluviôse des Jahres XIII (24. Januar 1805) bei einer Platzneuvergabe drei Franken Gebühr zu erheben. Erst nach Gebührentrichtung hatte man das Recht, den Sitzplatz durch Schenkung oder Verkauf einem Dritten zu übereignen. Bei Wegzug eines Sitzplatzberechtigten fiel der Platz wieder an die Kirchengemeinde zurück.

Im Jahr 1854 kam es zwischen der Kirchen- und der Stadtverwaltung zu einer Auseinandersetzung hinsichtlich der städtischen Ehrenbänke zu beiden Seiten des Hochaltares. Nach der französischen Revolution hatten die Mitglieder des Stadtrates die vormals von den Mitgliedern des Amtsgerichtes genutzten Kirchenbänke stillschweigend eingenommen. Als nun die Kirchengemeinde diese Sitzplätze neu verpachten wollte und die Bankzugänge für die Stadtratsmitglieder verschloss, protestierte der Stadtrat energisch und verlangte die Freigabe der Plätze. Um dem amtlichen Begehren Nachdruck zu verleihen, postierte die Stadt einen Stadtboten an die Ehrenbänke, der nur die Räte in das Gestühl lassen sollte und jeder anderen Person den Zutritt verweigerte. Unter dem Hinweis auf das Recht des Code civil durch die Kommunalverwaltung lenkte die Kirchengemeinde schließlich ein und stand den Räten ihren Ehrenplatz zu.

Während die von der Kirchenverwaltung verpachteten Plätze in ihrem Preis moderat blieben, erhöhten die privaten Bankbesitzer seit den 1830er Jahren ihre Sitzplatzgebühre gegenüber Dritten zunehmend, sodass private Bänke doppelt soviel kosteten, wie diejenigen, die von der Kirchengemeinde vergeben wurden. Deshalb versteigerte man ab dem Jahr 1860 jeweils in der Woche vor dem Fest Peter und Paul (29. Juni) nun die Sitzplätze öffentlich an den Meistbietenden.

Zu einer Neuregelung der Bankberechtigungen kam es im Jahr 1892. Anlass war, dass eine bankberechtigte Dame gestorben war und der Kirchenfabrik der Sitzplatz zur Stiftung einer Seelenmesse angeboten worden war. Dazu hatte man auch um die bischöfliche Genehmigung gebeten. Das Trierer Generalvikariat traf am 29. November 1892 folgende Entscheidung:[115]

„Wir wollen sämtliche Bankberechtigungen, die gegenwärtig noch als bestehend gelten, soweit sie wirklichen Mitgliedern der Pfarrei zustehen, als rechtsbeständig anerkennen. Dagegen müssen die Berechtigungen der Personen, die nicht der Pfarrei angehören, als erloschen angesehen werden. Um indessen Rücksicht auf diejenigen Personen zu nehmen, welche in gutem Glauben die Stühle von den Auswärtigen gemietet haben, soll ihnen bis zum Ablauf der Zeit, für welche sie die Miete gezahlt haben, die Benützung der Stühle bleiben. Für die Zukunft darf keine neue Veräußerung der Bankberechtigungen, die durch Testament, Schenkung, Kauf, Tausch oder Miete oder durch ein anderes Rechtsgeschäft unter Lebenden erfolgt, anerkannt oder genehmigt werden. Dagegen geht die Berechtigung über auf die Witwe des Berechtigten und auf seine der Pfarrgemeinde angehörigen Kinder oder Intestaterben,[116] sobald die übliche Recognitionsgebühr gezahlt ist und der Kirchenvorstand sich mit dem Uebergang (sic!) einverstanden erklärt hat.“

Die bischöfliche Entscheidung trat aufgrund von Verzögerungsversuchen des Saarlouiser Kirchenvorstandes erst am 1. Juli 1894 in Kraft. So sollten Bankinhabern noch die Möglichkeit gegeben werden, ihre alten Berechtigungen zu veräußern. Die traditionellen Versteigerungen der Sitzplätze fanden auf Beschluss des Kirchenvorstands und der kirchlichen Gemeindevertretung am 1. Juli 1930 ihr Ende. Die alten Bankberechtigungen blieben dennoch weiter erhalten. Rechtskräftig waren sie allerdings nur, wenn die Berechtigten bis zum Beginn des Gottesdienstes ihren Platz eingenommen hatten. War dies nicht der Fall, verfiel die Berechtigung für die Dauer des Gottesdienstes.[117]

Klöster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kapuzinerkloster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Rekonstruktion der Stadt Wallerfangen vor der Zerstörung, ganz rechts das Kapuzinerkloster, jetzt Standort des Schlosses Villeroy
Lage des neuen Kapuzinerklosters am Saarkanal nach der Umsiedelung), Carte des environs de Sarrelouis, 1765 (Städtisches Museum und Stadtarchiv Saarlouis); das Klostergelände ist heute eine unbebaute Acker- und Baumfläche am Rande der Lisdorfer Aue (Kapuzineraue)
Wallerfangen, Schloss Villeroy, errichtet auf den Grundmauern des ehemaligen Kapuzinerklosters

Auf Befehl des französischen Königs Ludwigs XIV. wurde im Jahr 1691 das Wallerfanger Kapuzinerkloster (heute Standort des Schlosses Villeroy) in die Lisdorfer Au (Kapzinerschanze an einer Saarfurt) umgesiedelt. Das Kloster in Wallerfangen war während des Dreißigjährigen Krieges im Jahr 1628 mit der wirtschaftlichen Förderung des lothringischen Herzogs Karl IV. gegründet worden. Die Mönche waren hauptsächlich in der Krankenpflege tätig. Bereits im Jahr 1635 wurde die noch junge Klostergründung während der Eroberung Wallerfangens durch den kaiserlichen Generalleutnant und Feldzeugmeister Matthias Gallas erheblich zerstört. Der Wiederaufbau lief nur schleppend voran, sodass die finanziell geförderte Umsiedelung nach Saarlouis eine Chance bot. Auf den Ruinen des Wallerfanger Klosters errichtete Albert de Lasalle, Herr von Dillingen, ab 1741 einen Herrschaftssitz, der sich heute im Besitz der Familie Villeroy befindet.[118] In das neue Klostergebäude in der Lisdorfer Aue (Kapuzineraue) zogen 25 Patres aus der Champagne ein. Das Klostergebäude mit Mauern und Bastionen konnte im Angriffsfall auch als Zitadelle zum Schutz der Saarfurt genutzt werden. Die Klosterkeller waren als Kasematten ausgebaut, in denen im Bedarfsfall Soldaten untergebracht werden konnten. Die Klosterkirche wurde im Jahr 1718 geweiht. Im August 1790 teilte der Munizipalrat der Stadt Saarlouis der Klosterleitung sowie den übrigen Klöstern der Umgebung – der Abtei Wadgassen, der Abtei Fraulautern sowie dem Saarlouiser Augustinerkloster – mit, dass sie eine Inventarliste ihrer Liegenschaften erstellen sollten. Darüber hinaus sei der Munizipalrat befugt, alle Ordensmitglieder, die das Kloster verlassen wollten, von ihrem Gelübde zu entbinden. In einer darauf von der Klosterleitung an den Munizipalrat gerichteten Bittschrift wiesen die Kapuziner auf die Notwendigkeit der von ihnen an der Bevölkerung ausgeübten Seelsorge hin und hofften damit, das Kloster noch erhalten zu können. Die letzte Kapitelversammlung der Kapuziner fand am 7. Januar 1791 statt. Im Juni 1791 wurden auf Beschluss der Departementsverwaltung die Karmeliter des Klosters auf dem Limberg und Kapuziner aus Saargemünd im Klostergebäude einquartiert. Im Juli 1791 ordnete die Departementsverwaltung den Verkauf des Klosterinventars an. Als die Klosterleitung sich dagegen mit dem Hinweis, dass das Kloster noch nicht aufgelöst sei, wehrte, warf man den Mönchen vor, antirevolutionäre Sympathisanten und Feinde der Zivilkonstitution zu sein, die unter dem Deckmantel der Religionsausübung gegen den Staat hetzerische Wühlarbeit leisteten. Das Kapuzinerkloster, das an der äußersten Landesgrenze Frankreichs gelegen sei, wo der prorevolutionäre Geist sich noch ausreichend festgesetzt hätte, bedeute eine Gefahr für die Sicherheit der französischen Nation. Nach einer Verleumdungskampagne gegen das Kloster wurde zunächst die Klosterkirche geschlossen. Im Juni 1792 wurde die Klosterglocke zum Einschmelzen requiriert. Das Kloster wurde Ende August, Anfang September 1792 endgültig geräumt. Das Klosterinventar wurde versteigert und die Klostergebäude gelangten in den Besitz der Militärverwaltung, die sie als Kaserne und Hospital nutzten. Im Jahr 1795 sollten die Gebäude öffentlich versteigert werden, was allerdings dann doch unterblieb. Das Klosterareal erhielt während der preußischen Zeit im Jahr 1821 die Bezeichnung "Fort Rauch". Im Jahr 1889 wurde das gesamte Gelände eingeebnet.[119]

Augustinerkloster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Augustinerkloster Wallerfangen (Conventus Walderfingensis Ord. Erem. S. Augustini Provinciae Coloniensis), Stich von Johann Matthias Steidlin (auch Steudlin), 1731, Am Standort der Klosterkirche befindet sich heute die Wallerfanger Pfarrkirche St. Katharina
Wallerfangen, Kirche St. Katharina, Standort der ehemaligen Augustinerklosterkirche
Früheres Augustinerkloster Saarlouis um 1720, späteres Collège, dann Gelände des Canisianums; der dargestellte Weg vor dem Kloster ist die heutige Augustinerstraße, die linke seitliche Begrenzung des Klosterareals neben der Klosterkirche ist die heutige Stiftsstraße, im Bereich der Apsis der Klosterkirche befindet sich heute die Canisianumskapelle
Wilhelm Peter Schmitz: Saarlouis, St. Petrus Canisius, Innenraum

Das im Jahr 1306[120] gegründete Wallerfanger Augustinerkloster wurde im Jahr 1691 mit der Hälfte der Patres nach Saarlouis verlegt, während das Ursprungskloster weiterhin bestand.[121] Die Mönche bewohnten in Saarlouis zunächst einige Räume des Pavillons. Die Erlaubnis zur Übersiedelung hatte die Trierer Bistumsverwaltung in einem Schreiben vom 29. November 1687 erteilt. Das Kloster gehörte verwaltungsmäßig zur Kölner Ordensprovinz. Die deutschen Mönche waren ein Zugeständnis an den überwiegend aus Wallerfangen stammenden deutschsprachigen Bevölkerungsteil der neuen Festungsstadt, der im Hinblick auf die französischsprachige Seelsorge durch die Rekollektenpatres in St. Ludwig auf Sprachbarrieren stieß. Darüber hinaus war St. Ludwig aufgrund seiner geringen Gebäudekapazität bei der damaligen hohen Zahl von Gottesdienstbesuchern auch auf eine Ausweichkirche angewiesen. Die Augustiner errichteten in Saarlouis eine vierflügelige Klosteranlage, die sich um einen gärtnerisch gestalteten Innenhof legte. Kirche und Konventsgebäude wurden in den Jahren von 1691 bis 1695 errichtet. Die Ausbauarbeiten gingen allerdings über das Jahr 1695 hinaus. Der französische König Ludwig XIV. hatte diesbezüglich dem Konvent eine Spende von 600 Livres zukommen lassen. Dazu kamen zahlreiche Spenden der Bevölkerung. Das Aussehen der neuerrichteten Anlage ist in einem Stich aus dem Jahr 1720 überliefert. Die Klosterkirche, die von der Länge her etwas kürzer als die St. Ludwigskirche angelegt worden war, wurde dem heiligen Nikolaus von Myra geweiht. Mit der Beerdigung des erst fünfjährigen Cornelius Mathieu am 1. August 1696 vollzog man die erste Bestattung innerhalb der Klosterkirche. König Ludwig XIV. bestätigte die neue Niederlassung in Saarlouis im Jahr 1705 in einem Schreiben und lobte dabei die Qualität der Seelsorge und des Lateinunterrichtes für die Jugend von Saarlouis ("Car tel est notre Plaisir").

Auf Befehl König Ludwigs XV. mussten allerdings die Wallerfanger und Saarlouiser Augustinermönche im Jahr 1751 ihre beiden Klöster verlassen und wurden durch französischsprachige Mönche ersetzt. Ebenfalls durch königliche Anordnung, diesmal durch Ludwig XVI., wurde der Wallerfanger und Saarlouiser Konvent mit Wirkung vom 22. Juli 1777 miteinander verschmolzen. Folge war, dass die letzten Wallerfanger Mönche nun nach Saarlouis umsiedelten. Der Wunsch zur Zusammenlegung war von den Mönchen selbst ausgegangen. Die Seelsorge in Wallerfangen versahen sie allerdings weiter und die Wallerfanger Klosterkirche blieb ebenfalls weiter bestehen, während die übrigen Wallerfanger Konventsgebäude sämtlich abgerissen wurden. Die Klosterbibliothek verbrachte man nach Saarlouis. Der wertvolle Bücherbestand ging in den Wirren der Französischen Revolution vollständig verloren.

Im Gefolge der Französischen Revolution wurden im Jahr 1790 alle Orden aufgehoben. Die austrittswilligen Kleriker erhielten mit zeitlicher Unterbrechung in der Terreurphase eine staatliche Pension, während sich diejenigen Mönche, die weiterhin in klösterlicher Gemeinschaft leben wollten, in sogenannte "maisons de réunion" ziehen mussten. Nonnen wurde bis zum Jahr 1792 gestattet, in ihren Klöstern zu leben. Ordensgewänder durften nicht mehr getragen werden. Bereits am 5. Oktober 1790 beabsichtigte die Saarlouiser Distriktsverwaltung im Klostergebäude Verwaltungsbüros einzurichten. Der Stadtrat plante seit dem 18. Februar 1791 in den Räumen ein städtisches Unterrichtskolleg einzurichten. Der Konvent wurde Ende des Jahres 1790 aufgehoben. Am 20. November 1791 machte der Saarlouisr Jakobinerklub die Klostergebäude zu seinem Sitzungslokal. Die Distriktsverwaltung beabsichtige das Klosterareal zu veräußern. Als sich kein geeigneter Käufer fand, versuchte man, die Räume ab Januar 1792 zu vermieten. Nach einer kurzen Renovierung geschah dies am 13. März 1792 mit der Unterzeichnung eines Mietvertrages durch einen Saarlouiser Bürger, worauf die noch im Gebäude verbliebenen restlichen Mönche zwangsausgesiedelt wurden. Schon im Jahr 1793 wurde der Mietvertrag gekündigt und das Kloster in ein Gefängnis umgewandelt.

Die Klosterkirche wurde im Jahr 1806 abgerissen. Die sonstigen Klosterräume nutzte man zur Zeit Napoleons als kaiserliches Collège, bis im Jahr 1816 ein königlich-preußisches Progymnasium eingerichtet wurde. Allerdings reduziertes man diese pädagogische Einrichtung schon im Folgejahr auf eine einklassige Mittelschule. Auf dem übrigen Klostergelände errichtete man ein Hospital (heutiges Canisianum (Saarlouis)). Die letzten barocken Gebäudeteile beseitigte man im Jahr 1840, um dort durch den Koblenzer Architekten Johann Claudius von Lassaulx das neue Hospitienhaus zu errichten.

Die zugehörige Krankenhauskapelle erbaute im Jahr 1901 der Trierer Dombaumeister Wilhelm Peter Schmitz im Stil der rheinischen Neospätromanik.[122]

Ursprünglich besaß die Apsis der Kapelle ein Rippengewölbe, das im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde und beim Wiederaufbau durch einen flachen Deckenabschluss ersetzt wurde. Dabei konstruierte man die Dachneigung der Apis wesentlich niedriger als sie ursprünglich gewesen war. Die Neuverglasung der Chorfenster geschah im Jahr 1951. Bei dieser Maßnahme wurden die Kleeblattfenster des Schiffes alle zugemauert.

Nach der Verlegung des städtischen Krankenhauses kaufte im Jahr 1929 der Jesuitenorden das Anwesen. Der Orden richtete hier ein Schülerheim ein, das allerdings im Jahr 1931 bereits wieder seine Pforten schließen musste.[123]

In den Jahren 1979 bis 1980 erfolgte eine umfassende Restaurierung der Anlage. Ein Teil der Räumlichkeiten diente den dort lebenden Jesuitenpatres als Wohn- und Arbeitsbereich, der Rest wurde als Büro- und Praxisräume vermietet. Im Jahr 2007 gaben die Jesuiten ihre bisherige Niederlassung in Saarlouis auf und die Kirche wurde profaniert. Die Gebäude gingen wieder in das Eigentum der Stadt Saarlouis über, die die Kirche und das Klostergebäude drei Jahre später im Jahr 2010 an einen Architekten verkaufte. Dieser veräußerte das entwidmete Sakralgebäude im selben Jahr an ein Bestattungsunternehmen weiter, das es als Urnenbegräbnisstätte (Kolumbarium) nutzen wollte. Träger sollte die Altkatholische Kirche werden, da dem saarländischen Bestattungsgesetz zufolge nur Religionsgemeinschaften, die Körperschaften des öffentlichen Rechts (KdöR) sind, Friedhöfe einrichten dürfen.[124] Die Pläne sahen auch die gleichzeitige Nutzung der Kirche durch die altkatholische Gemeinde in Saarbrücken vor.[125] Da die Stadt Saarlouis dies jedoch nicht genehmigte, zerschlug sich das Unterfangen.[126]

Im Jahr 2012 erwarb unter Vermittlung des damaligen Pfarrers von St. Ludwig, Ralf Hiebert, sowie des Oberbürgermeisters von Saarlouis, Roland Henz, die Priesterbruderschaft St. Petrus das leerstehende Kirchengebäude zum Preis von 150.000 €, um dort täglich die Heilige Messe nach traditionellem tridentinischem Ritus zu zelebrieren. Die Wiedereröffnung und Benediktion der Kirche erfolgte am 10. Juni 2012.[127] Noch im gleichen Jahr konnte die Petrusbruderschaft auch das an die Kirche angrenzende frühere Wohnhaus der Jesuiten kaufen, und richtete dort eine Priesterwohnung und Gemeinderäume ein.[128]

Im Jahr 2014 wurde die Kirche des Canisianums innen gereinigt und vereinzelt fehlende Teile der historistischen Ausmalung ersetzt. Im Jahr 2016 erfolgt, unterstützt von einem eigens gegründeten Förderverein (Förderverein Canisianum Saarlouis e. V., gegründet 2014) und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die Renovierung des Dachgebälks sowie der Fassade. In einem zweiten Bauabschnitt soll die Rekonstruktion der Apsis und die Öffnung der zugemauerten Blindfenster geschehen.[129]

Niederlassung der Borromäerinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Johann Claudius von Lassaulx: Ehemaliges Hospitalgebäude auf dem Gelände des früheren Augustinerstiftes in der Saarlouiser Stiftstraße

Im Jahr 1687 fusionierten die Güter und Erträge des Wallerfanger St. Anna-Stiftes mit der Saarlouiser Kasse des Armenhospitals (Hospice de charité). Bereits im Jahr 1698 wurde die städtische Armenpflege ganz an die Pfarrei St. Ludwig übertragen. Im Jahre 1783 begründete die Pfarrei in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung von Saarlouis die Einrichtung des Krankenhauses in der Bierstraße Nr. 7 als selbständiges Armen- und Krankeninstitut im Auftrag König Ludwigs XVI.[130] Das Hospital wurde während der Französischen Revolution im Jahr 1792 verstaatlicht. Die ersten Borromäerinnen kamen am 30. Juli 1810 nach Saarlouis und übernahmen im städtischen Hospital in der Bierstraße die Krankenpflege. Der Orden war im Jahr 1652 im lothringischen Nancy als Schwestern der Liebe vom hl. Karl Borromäus gegründet worden. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse in der Bierstraße wurde ein neues Hospital im Jahr 1841 auf dem Eckgrundstück Augustinerstraße/Stiftstraße eingerichtet, auf dem zuvor das alte Augustinerkloster gestanden hatte. Den Entwurf des "Hospitienhauses" erstellte der Koblenzer Architekt Johann Claudius von Lassaulx, der mit Karl Friedrich Schinkel eng zusammenarbeitete. Das Gebäude ist zweigeschossig und verfügt über ein hohes Satteldach. Der Wechsel von einem Fries aus weit gespannten Dreiecken und engeren Rundbögen teilt den Bau optisch in zwei Bereiche.[131] Die Hospizkapelle wurde im Folgejahr 1842 geweiht. Zur Förderung der Mädchenbildung eröffneten die Borromäerinnen im Jahr 1859 eine dreiklassige höhere Töchterschule. In den Jahren 1865 bis 1867 wurden die Gebäude der Schwesternniederlassung erweitert. Infolge des Kulturkampfes wurde fünf Schwestern, die als Volksschullehrerinnen tätig waren, die pädagogische Tätigkeit durch den Staat verboten. Zwei Jahre später, im Jahr 1878 übertrug man die Verwaltung des Hospitals der Armenkommission. Auf Anregung des katholischen Frauenvereins von St. Ludwig riefen die Borromäerinnen im Jahr 1883 eine Kinderbewahranstalt ins Leben. Auf Initiative des Vaterländischen Frauenvereins Saarlouis wurden die Borromäerinnen im Folgejahr 1884 zur Leitung einer zusätzlichen Kinderbewahranstalt berufen. Im Jahr 1887 eröffneten die Schwestern eine Handarbeitsschule für junge Mädchen. Für den Neubau einer Krankenhauskirche beauftragten die Borromäerinnen den Metzer und Trierer Dombaumeister Wilhelm Schmitz, der das neoromanische Sakralbauwerk, die heutige Canisianumskapelle, in den Jahren 1900/1901 errichtete. Das übrige Hospitalgebäude wurde in den Jahren 1904 bis 1906 umgebaut. Die Armen- und Hospitalverwaltung trennte man im Jahr 1908 rechtlich voneinander.

Als die Kaibelkaserne in der Vaubanstraße in den Jahren 1926 bis 1928 durch Stadtbaurat Kleefisch, Stadtbaumeister Schmitt sowie Architekt Winz zu einem modernen Krankenhaus der Stadt Saarlouis umgebaut wurde, siedelten die Borromäerinnen dorthin über. Nach andauernden Schikanen durch das NS-Regime verließ der Orden im Jahr 1939 die Stadt.[132]

Das im Jahr 1942 nach Luftangriffen schwer beschädigte Krankenhaus in der Vaubanstraße wurde ab 1945 in mehreren Etappen wieder aufgebaut. Im Juli 1984 übernahm die gemeinnützige Krankenhaus GmbH der Schwesternschaften Saarbrücken/Rheinpfalz vom Deutschen Roten Kreuz, heute „DRK Krankenhaus GmbH Saarland“, die Trägerschaft. Das Krankenhaus besitzt heute Hauptfachabteilungen für Chirurgie, Innere Medizin, Geburtshilfe und Gynäkologie, Anästhesie und Intensivmedizin sowie Belegabteilungen für Urologie, Neurochirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe.[133]

Niederlassung der Franziskanerinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Rosa Flesch, Gemälde um 1866 von Octavie de Lasalle
St. Elisabeth-Klinik, Saarlouis, Gebäude der Franziskanerinnen-Niederlassung, aktueller Zustand nach Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und verändertem Wiederaufbau

Im Jahr 1875 gründete die im Jahr 2008 seliggesprochene Rosa Flesch auf Vermittlung der Saarlouiser Bürgerin Delphine Motte (eigentlich Gertrud Bernhardine Delphine Motte, 11. Juli 1816 in Fremersdorf bis 5. Februar 1898 in Metz) die Saarlouiser Niederlassung der Franziskanerinnen von der allerseligsten Jungfrau Maria von den Engeln (Waldbreitbacher Franziskanerinnen) zunächst in der Augustinerstraße, dann in der Herrenstraße. Die Franziskanerinnen sollten in der Krankenpflege in Saarlouis tätig werden. Die Eröffnung des ersten Gebäudes erfolgte am 11. Mai 1875. Delphine Motte, Tochter und nach dem Tod ihrer drei Schwestern Alleinerbin des im Jahr 1863 verstorbenen Saarlouiser Notars Louis Henri Motte (1781–1863, seit 1817 Notar in Saarlouis) und dessen Ehefrau Elisabeth (geb. Valette, 1783–1883), hatte in ihrem Haus in der Augustinerstraße drei Franziskanerinnen zu karitativen Zwecken eine eingerichtete Wohnung überlassen und die kleine Ordensniederlassung in der Folgezeit mit zahlreichen Spenden und Grundstücksüberlassungen bedacht. Delphine Motte wohnte ab dem Jahr 1870 auf dem von ihrem Vater erworbenen Landgut in Ancy-sur-Moselle bei Metz, besuchte allerdings mehrmals im Jahr ihre Saarlouiser Stiftung. Auch für den neogotischen Neubau des abgebrannten Kirchturmes von St. Ludwig und den Guss der Turmglocken stiftete Delphine Motte reichlich. Delphine Mottes Onkel war der Saarlouiser Heimatforscher Nikolaus Bernhard Motte (1777–1860), der Autor des grundlegenden Werkes "Manuscrit tiré des archives même de Sarrelouis et de ses environs".[134]

Weitere Saarlouiser Bürger kamen für die Versorgung der jungen Ordensniederlassung mit Nahrungsmitteln auf. Durch den engen Kontakt mit infizierten Kranken starben in der Anfangszeit der Gründung mehrere Schwestern und drei der Oberinnen an Tuberkulose. Während des Kulturkampfes war es dem sozial-karitativem Orden bis zum Jahr 1882 verboten, junge Frauen ins Noviziat zu übernehmen. Delphine Motte erwarb im Oktober 1888 von Johann Baptist Steffen aus Nancy in der Herrenstraße 33 ein Wohnhaus, in dem zuvor der Saarlouiser Landrat Heinrich Friedrich von Selasinsky gewohnt hatte, und schenkte es den Franziskanerinnen. Die Wohnung im Haus von Delphine Motte in der Augustinerstraße ging wieder in deren Besitz über. Delphine Motte schenkte nun ihr ganzes Haus in der Augustinerstraße der Pfarrei St. Ludwig, die es als Mägdehaus den Borromäerinnen überließ. Auf Anregung von Pfarrer Alexander Subtil sollten hier stellenlose Dienstmädchen eine vorübergehende Unterkunft finden. Gegen Kost und Logis arbeiteten diese dann in der Hauswirtschaft der Borromäerinnen. Im August 1890 eröffnete die Pfarrei in diesem Mägdeheim auch eine Handarbeitsschule und eine Bewahranstalt. An das Haus der Waldbreitbacher Franziskanerinnen in der Herrenstraße wurde bald eine neogotische Kapelle angebaut. Der Einzug in die "Marienhaus" genannte Niederlassung erfolgte im Sommer 1889. Bereits im Vorjahr 1888 hatte der Trierer Bischof Michael Felix Korum den Zuständigkeitsbereich der Saarlouiser Schwestern gegeneinander abgegrenzt: Die ambulante Krankenpflege sollten die Franziskanerinnen übernehmen, während die stationäre den Borromäerinnen oblag.

Durch das finanzielle Vermächtnis der im Jahr 1898 verstorbenen Delphine Motte konnten die Franziskanerinnen ab dem Herbst 1899 ein großes Gebäude im neogotischen Stil errichten und am Osterfest des Jahres 1902 (30. März 1902) eröffnen. Prälat Alexander Subtil weihte den Neubau mit Kapelle ein. Den 22 Ar großen Baugrund hatte der Saarlouiser Stadtrat den Schwestern zum Selbstkostenpreis überlassen. Weitere Saarlouiser Bürger spendeten große Summen zum Neubau der Schwesternniederlassung. Das Haus in der Herrenstraße wurde nun veräußert. Der Dillinger Arzt Dr. Poller, der bisher in der Saarlouiser Nachbargemeinde in seinem Elternhaus eine Privatklinik betrieben hatte, bezog in den Räumen des Saarlouiser Schwesternhauses seinen stationären medizinischen Dienst. Das Haus musste bereits im Jahr 1907 erweitert werden und wurde im Jahr 1942 offiziell nach der heiligen Elisabeth von Thüringen "St. Elisabeth Klinik" benannt. Bereits im Jahr 1920 hatte die Pfarrei St. Ludwig ihren gesamten Teilbesitz an der Unternehmung mit Haus und Gärten den Schwestern übertragen. Ab dem Jahr 1951 erweiterte man den neogotischen Klinikbau. Ein neues Bettenhaus wurde am 11. Juni 1971 bezogen und in den Jahren 2004 bis 2008 renoviert. Im Januar 2007 fusionierten die Verwaltungen der Saarlouiser Klinik und des Völklinger St. Michael-Krankenhauses. Am 1. Juni 2012 schlossen sich die St. Elisabeth-Klinik Saarlouis und das Caritas-Krankenhaus Dillingen zum Marienhaus Klinikum Saarlouis-Dillingen zusammen.[135]

Gertrudenstift[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Standort des ehemaligen Gertrudenstiftes, heute Gymnasium am Stadtgarten, errichtet 1958–1960 anstelle des im Jahr 1957 abgerissenen Militärhospitals von 1680–1685; die barocke Subkonstruktion besteht noch
Saarlouis, Lazarettgebäude, abgerissen 1957, heute Standort des Saarlouiser Gymnasiums am Stadtgarten (Aufnahme um 1900, Archiv des Museums Wallerfangen)

Das in den Jahren 1680 bis 1685 errichtete Militärhospital, heute Standort des Saarlouiser Gymnasiums am Stadtgarten hatte bis zum Jahr 1920 dem preußischen Militärfiskus unterstanden, ging dann in die Verwaltung der Regierungskommission des Saargebietes über und wurde von dieser an den Caritas-Verband Saarbrücken vermietet. Der Verband stellte das Gebäude der „Kongregation der Schwestern vom heiligen Josef“ (Trier) zur Verfügung. Das Gebäude diente nun unter dem Namen „Gertrudenstift“ als Kloster (benannt nach der Ordensgründerin Mutter Gertrud, Josephine Gräfin Schaffgotsch, 1850–1922).[136] Der Orden betrieb im Gebäude eine Bildungsstätte für junge, schutzbedürftige Mädchen, die hier in Hauswirtschaft und dem Schneiderhandwerk unterrichtet wurden.[137] Die im Gertrudenstift tätige, jüdischstämmige Schwester Mirjam (Else Michaelis, 1889–1942) wurde von der Ordensleitung nach der Angliederung des Saargebietes an das nationalsozialistische Deutsche Reich von Saarlouis aus in die Niederlande gebracht, um sie der Verfolgung durch das Regime zu entziehen. Sie wurde aber am 2. August 1942 aufgegriffen und am 9. August 1942 in Auschwitz ermordet.[138]

Das Gertrudenstift wurde im Jahr 1936 geschlossen, da das Haus als ehemaliges Militärgebäude von der Wehrmacht zurückverlangt wurde. Während die Mädchen im „Kloster zum Guten Hirten“ in Trier untergebracht wurden, zogen die Schwestern nach Gersweiler, wo die Pfarrei ihnen das Angebot machte, das dortige „St. Josefshaus“ zu übernehmen.[139]

Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg betrieb die Polstermöbelfabrik Flasche im Gebäude eine Fabrikationsstätte.[140]

Im Jahr 1957 riss man das barocke Lazarettgebäude auf dem Hornwerk im Stadtgarten ab und errichtete von 1958 bis 1960 nach Plänen von Heinrich Latz den Neubau des Gymnasiums am Stadtgarten, der im November 1960 bezogen werden konnte. Nur die Substruktionsmauern des traditionsreichen Barockgebäudes aus der Zeit Ludwigs XIV. blieben erhalten.[141]

Kulturkampf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gefolge der gescheiterten Revolution von 1848/1849 kam es überall im katholischen Milieu des Rheinlandes zu einer intensivierten Kirchlichkeit, respektive des Ordens- und Vereinslebens, mit ausgeprägt antipreußischer Stoßrichtung. Direkten Erfahrungen mit dem rigorosen Vorgehen des preußischen Staates machten die Saarlouiser mit den Reaktionen der königlichen Regierungen auf den Prümer Zeughaussturm vom 18. Mai 1849, der seinerseits ein Protest gegen die Niederschlagung der Revolution in Preußen durch König Friedrich Wilhelms IV. von Preußen gewesen war.

Von den 43 Personen, die im Jahr 1850 als Beteiligte des Zeughaussturmes angeklagt wurden, verurteilte das Landgericht Trier sechs zu fünf Jahren Zwangsarbeit. Weitere Angeklagte konnten sich durch Flucht ins Ausland einer Verfolgung entziehen. Das Militärgericht in Saarlouis verurteilte drei Landsturmsoldaten zum Tode: Johann Manstein aus Laufeld bei Manderscheid sowie Anton Seilen und Nikolaus Alken aus Prüm. Alle drei hatten sich geweigert, auf die Revolutionäre in Prüm zu schießen, weil diese ihnen persönlich bekannt waren. Dechant Franz Hecking, der Pfarrer von St. Ludwig in Saarlouis, betreute die zum Tode Verurteilten täglich im Gefängnis und verbrachte mit ihnen auch die letzte Nacht vor ihrer Hinrichtung im intensiven gemeinsamen Gebet. Am Sonntag, dem 14. Oktober 1849, wurden Manstein, Seilen und Alken im Fort Rauch der Festung Saarlouis nacheinander erschossen, obwohl die Öffentlichkeit des Rheinlandes gehofft hatte, dass sie der preußische König an seinem Geburtstag (15. Oktober) vielleicht noch begnadigen würde. Hecking begleitete die Verurteilten auf ihrem letzten Gang und veranstaltete daraufhin auf Wunsch mehrerer Saarlouiser Bürger am 18. Oktober 1849 ein Seelenamt in St. Ludwig. Die Beteiligung der Saarlouiser Bevölkerung an dem Amt war so groß, dass das Gotteshaus die Menschenmenge nicht fassen konnte und die Gottesdienstbesucher vor der Kirchentür bis weit auf den Großen Markt hin standen. Auch dem Saarlouiser Landratsamt blieb die erregte, antipreußische Haltung der Saarlouiser Bevölkerung im Gefolge der Erschießungen nicht verborgen.[142] An den staatlicherseits organisierten Feierlichkeiten zum Geburtstag des preußischen Königs nahm die Saarlouiser Bevölkerung in diesem Jahr demonstrativ nicht teil und organisierte statt dessen einen Demonstrationszug zu den Gräbern der Hingerichteten. Für die Hinterbliebenen der Erschossenen wurde eine Spendenaktion eingeleitet, die mit Zeitungsannoncen beworben wurde.[143]

Die Einführung des undemokratischen Dreiklassenwahlrechtes im Königreich Preußen (über 80 % der Bevölkerung des Landkreises Saarlouis befanden sich in der III. Klasse) goutierten der gemäßigt liberale Saarlouiser Pfarrer und Dechant Franz Hecking sowie die übrigen Pfarrer des Landkreises Saarlouis mit demonstrativen eigenen Wahlenthaltungen und einem mehr oder weniger verdeckten Aufruf zum Wahlboykott an die Bevölkerung. Die Wahlbeteiligung im katholisch geprägten Landkreis Saarlouis marginalisierte sich daraufhin im Jahr 1849 auf 7,6 %. Insgesamt vermutete das Saarlouiser Landratsamt in einem internen Gutachten vom 6. Dezember 1849 hinsichtlich der politischen Einstellung der Kleriker, dass die Geistlichkeit des Kreises hinsichtlich einer zukünftigen deutschen Reichseinigung dem katholischen Haus Habsburg-Lothringen in Wien den Vorzug gegenüber der Hohenzollerndynastie in Berlin geben würden.[144] Infolge des Einflusses der Pfarrer würde, so die Befürchtung des Trierer Regierungspräsidenten Wilhelm Sebaldt auf dem Lande ein systematischer Preußenhaß (sic!) erzeugt werden.[145]

Die wachsenden Auseinandersetzungen zwischen katholischer Kirche und protestantisch orientiertem preußischen Staatswesen erreichten ihren Höhepunkt im sogenannten Kulturkampf. Die Regierung in Trier entzog am 26. November 1872 den fünf Ordensfrauen von der Kongregation der barmherzigen Schwestern, die bisher Elementarunterricht in Saarlouis erteilt hatten, die Unterrichtserlaubnis zum Schluss des Schulhalbjahres. Die Nonnen sollten durch weltliche Lehrerinnen ersetzt werden, um den Einfluss der Kirche auf die Erziehung der Kinder zu beenden. Die Saarlouiser Stadtverwaltung, die diese pädagogische Umbesetzung teurer zu stehen gekommen wäre, konnte die Abberufung der Ordensschwestern und die Abschaffung der katholischen Konfessionsschule durch mehrere Gesuche bis zum 1. April 1876 hinauszögern. Die verschiedenen Kulturkampfgesetze betrafen besonders die katholische Geistlichkeit. So wurden in der Umgebung von Saarlouis Pfarrer Gondorf in Ittersdorf und Kaplan Imand aus Dillingen verhaftet und schließlich aus dem Deutschen Reich ausgewiesen. Ebenso wurde der Trierer Bischof Matthias Eberhard im Jahr 1874 inhaftiert und anschließend zu einer Geldstrafe von 130.000 Goldmark sowie einer neunmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt.[146] Eberhard starb sechs Monate nach seiner Haftentlassung auf dem Höhepunkt des Kulturkampfes. Zum Zeitpunkt seines Todes waren 250 Priester vor Gericht gestellt worden und 230 Pfarreien seiner 731 Pfarreien umfassenden Diözese vakant.[147] In einer Ergebenheitsadresse richteten sich die Saarlouiser Katholiken an den inhaftierten Bischof:[148]

„Wir wollen der Lehre unserer heiligen Kirche gemäß mit unbegrenztem Vertrauen auf Gottes heiligen Ratschluß täglich in eifrigem Gebete das baldige Ende der über unsere hl. Mutter verhängten Prüfungen erflehen und mit christlicher Geduld die Zeit erwarten, in welcher es dem Allmächtigen gefallen wird, diese Prüfungen zu beenden. Nichts aber vermag uns abtrünnig zu machten von dem Glauben unserer Väter, von unserer hl. römisch-katholischen Kirche, unserem hl. Vater Papst Pius IX., von Ihnen, Hochwürdigster Herr Bischof, unserem rechtmäßigen Hirten und den mit Ihnen in Gemeinschaft verbleibenden Priestern. Mit unserer Trauer vereinigt sich der Jubel über die Ihnen von Gott zu Teil gewordene Gnade, für Ihn Gefangenschaft erleiden zu dürfen, und es ist unsere feste Zuversicht, daß der Allerhöchste Ihre Fesseln ebenso brechen wird, wie er selbst am heutigen Tage siegreich aus dem Grabe auferstanden ist. Es verharren im Gebet für Eure Bischöfliche Gnaden in tiefster Ehrfurcht

Saarlouis, am hl. Osterfest des Jahres 1874.

(Es folgen 410 Unterschriften)“

Um dem katholischen Protest publizistisch zusätzliches Gehör zu verschaffen, gründete man am 31. Mai 1872 in Saarlouis die "Aktiengesellschaft für katholische Interessen", die den Zweck hatte, ein katholisches Publikationsorgan herauszugeben. Am 1. Oktober 1872 erschien die von der Aktiengesellschaft herausgegebene "Saar-Zeitung" und wurde umgehend durch die königlich-preußische Polizei beschlagnahmt. Im Jahr 1873 verlangte die preußische Regierung in Trier, dass alle Pfarrer, die der Aktiengesellschaft angehörten, ihre Anteile zurückgeben müssten. Dies wurde allerdings einhellig abgelehnt.

Dem Saarlouiser Kaplan Stein wurde in den Jahren 1877 bis 1880 das Recht zur Erteilung von Religionsunterricht entzogen. Über Dechant Hecking hatte man aufgrund des sogenannten Brotkorbgesetzes in den Jahren von 1875 bis 1881 eine Gehaltsperre verhängt, um die Anerkennung der Kulturkampfgesetze zu erzwingen. Aus Protest gegen diese staatliche Maßnahme übernahmen die Pfarrangehörigen von St. Ludwig durch freiwillige Spenden die Besoldung des Pfarrers. Im Jahr 1876 verbot die preußische Regierung der Saarlouiser Stadtverwaltung die seit dem Jahr 1845 üblichen Zahlungen eines Gehaltszuschusses für die Kapläne an St. Ludwig. Gegen diese Verordnung klagte die Pfarrei vor dem Saarlouiser Friedensgericht. Das Gericht gab der Klage der Pfarrei statt. Daraufhin musste die staatliche Verfügung aufgehoben werden und die Stadt zahlte wieder an Pfarrer und Kapläne Zuschussgelder (472,50 Mark p. A.). Im Gegenzug überwies die Pfarrgemeinde jährlich 600 Mark aus der Kirchenkollekte an die kommunale Armenkasse. Erst im Jahr 1886 konnte die katholische Konfessionsschule im Gefolge der sogenannten "Friedensgesetzte" wieder eingeführt werden.[149]

Bau eines neogotischen Kirchenschiffes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carl Friedrich Müller (1833–1889), Kreisbaumeister des Landkreises Saarlouis, Architekt des neogotischen Kirchenschiffes von St. Ludwig, Aufnahme aus dem Jahr 1870

Da die Kirche wie die gesamte Festung auf wenig festem Grund errichtet wurde, traten im 19. Jahrhundert statische Mängel auf. Das schwere Eichengebälk der Decke drückte die Außenmauern des Kirchenschiffes auseinander, sodass zur Notsicherung zahlreiche Stützen eingesetzt werden mussten. Dechant Franz Hecking setzte sich mit einer Unterschriftenaktion Saarlouiser Bürger für einen totalen Neubau des Gebäudes inklusive Abriss der angebauten Wohnhäuser ein und argumentierte mit bautechnischen, architektonischen, künstlerischen und patriotischen Gründen, indem er den bisherigen Barockbau als "trauriges Wahrzeichen der Geschmacklosigkeit" und "schmähliches Denkmal" bezeichnete, konnte sich allerdings bei der königlich-preußischen Bezirksregierung nicht durchsetzten.[150] Die nicht gefährdete Turmfassade aus dem 17. Jahrhundert mit den angebauten Wohnhäusern musste aus Kostengründen erhalten bleiben. Die Stadt befürwortete ebenfalls den Beibehalt des Turmes, da sich die Stadtkasse durch die Errichtung einer Bürgerschule und die Installation von Gaslaternen in angespannter Lage befinde. So wurden ab dem 26. Mai 1864 nur das Langhaus und der Chor in Übereinkunft mit dem Saarlouiser Stadtrat abgebrochen. Beim Abbruch des Muttergottesaltares fand man eine Messingkapsel, die die Konsekrationsurkunde des Jahres 1687 enthielt. Zwei gleichlautende Urkundenausfertigungen fand man dann anschließend im Altarstein des marmornen Hochaltares und im Altarstein des Muttergottesaltares. Unter dem Hochaltar wurde die Bleiplatte gefunden, die die Grundsteinlegung beurkundete.[151] In den Jahren 1865 bis 1866 errichtete der Architekt Carl Friedrich Müller (1833–1889) nach Zustimmung der bischöflichen und königlich-preußischen Behörden auf den alten, barocken Fundamenten eine neogotische dreischiffige Stufenhalle mit schmäleren Seitenschiffen. Der Bau erweiterte sich um ein ausladendes, etwas niedrigeres Querschiff und endete außen in einem im Mittelschiff gerade abschließenden Langchor mit zweibahnigem Maßwerkfenster. Die Seitenschiffe schlossen in einem 45°-Winkel. Die Säulen und Strebepfeiler der Konstruktion sollten den Druck des Gewölbes besser verteilen und ein Auseinanderdriften der Außenwände verhindern.

Während der Bauzeit bis Mai 1866 fand der Gottesdienst zunächst in den Lazarettkellern der Kaserne IV statt, dann, nach Ausbruch des Deutsch-Deutschen Krieges in der Hospitalkapelle, da man den Lazarettkeller für Verwundete benötigte. Die Pläne des Müllerschen Neubaues existieren nicht mehr.[152]

Carl Friedrich Müller erbaute oder erweiterte in den Jahren 1861–1889 im Gebiet des heutigen Saarlandes 20 Kirchen[153][154] und war entschiedener Verfechter der Neogotik, die ihm von seinem Lehrer Georg Gottlob Ungewitter in den Jahren 1850 bis 1853 an der Höheren Gewerbeschule Kassel vermittelt worden war. Ungewitter hatte zu den prägenden Vertretern der Wiederbelebung gotischer Formen in Deutschland (Neugotik oder Neogotik) gehört und spielte damit eine wichtige Rolle in der historistischen Architektur, speziell im Kirchenbau. Müllers Sakralarchitektur Ungewitterscher Prägung ist durch klare, erhabene Formen geprägt. Aufgrund der finanziellen Verhältnisse seiner Gemeinden musste Müller hinsichtlich der Schiff- und Turmhöhe Abstriche seitens gotischer Idealdimensionen machen. Um eine bessere Einbeziehung der Gemeinde in das liturgische Geschehen zu gewährleisten, präferierte Müller bei seinen Kirchenbauten dreischiffige Stufenhallen mit Rundpfeilern, die innerhalb des Kirchenraumes die starre Schiffeinteilung mildern und ihn optisch weiten. Seine meist eingezogenen Apsiden weisen häufig Fünfachtelschlüsse auf. Die Außenwände gliedert er mithilfe von Strebepfeilern in Jochabschnitte. Die Joche schließen nach oben mit Kreuzrippengewölbe ab. Ab dem ersten Freigeschoss sind seine Kirchtürme im Grundriss oft eingezogen. Diesen Übergang kaschiert Müller meist mit Eckfialen. Die hölzernen, ins Oktogon übergehenden schlanken Turmhelme sind verschiefert. Sein Spitzbogenfenster sind meist zweibahnig. Die Fassaden sind streng symmetrisch gestaltet. Hinsichtlich der Formensprache der architektonischen Details orientiert sich Müller eher an der Frühgotik. Der Kirchenbau St. Ludwig in Saarlouis weist hinsichtlich der Chorgestaltung eine Sonderstellung im Müllerschen Œuvre auf. Die Apsis ist mit einem inneren Umgang ausgebildet, die Spitzbögen sind lanzettenförmig gedehnt, die Gewölbefelder sehr steil konzipiert. Diese Gestaltung der Spitzbögen weist im Bezug auf die Höhendehnung Ähnlichkeiten mit den Arkaden der spätgotischen Apsisgestaltung der Metzer Kathedrale auf, die an der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert vollendet wurde. Unterschiedlich sind jedoch die umgesetzten Gesamtkonzeptionen der Stufenhalle mit Umgang in Saarlouis und der basilikalen Struktur mit Arkadenzone, Triforium und Obergaden in Metz. Die eingestellten Säulen bilden im Altarbereich einen Fünfachtelschluss, der nach außen so nicht sichtbar wird.

Während man die erste Hl. Messe bereits am Ludwigsfest des Jahres 1866 gefeiert hatte, beging man die Konsekration des neuen Müllerschen Kirchenschiffes am 22. September 1867 mit einer feierlichen Außenillumination der Kirche auf Kosten der Stadt. Der die Konsekration vollziehende Trierer Bischof Matthias Eberhard unterschrieb folgende Weiheurkunde:[155]

„Anno Domni (sic!) MDCCCLXVII die vigesima secunda mensis septembris Ego Joannes Matthias Eberhard, Episcopus hucusque Paneadensis i. p. inf., nunc per Ssmum Patrem Pium P. S. IX translatus ad Sedem Treviren., consecravi Ecclesiam et altare hoc in honorem Sancti Ludovici, Confessoris et Regis, et Reliquias Sanctorum Martyrum Modesti, Catharinae et de societate Stae Ursulae in eo inclusi, et singulis Christifidelibus hodie unum annum et in die anniversario consecrationis hujusmodi ipsam visitantibus quadraginta dies de vera indulgentia in forma Ecclesiae consueta cocessi.

(Dt. Übersetzung: Im Jahre des Herrn 1867 am zweiundzwanzigsten Tag des Monats September habe ich, Matthias Eberhard, bisheriger Bischof von Banyas, nun durch den Heiligen Vater Pius IX. auf den Trierer Bischofsstuhl versetzt, diese Kirche und diesen Altar zur Ehre des heiligen Ludwig, des Bekenners und Königs, konsekriert, und ich habe in ihm Reliquien der heiligen Märtyrer Modestus, Katharina sowie der Gefolgschaft der heiligen Ursula eingeschlossen und jedem einzelnen Christgläubigen erteile ich heute ein Jahr wahrhaften Ablass und den Besuchern der Kirche am Jahrestag der Weihe erteile ich vierzig Tage wahrhaften Ablass auf die gewöhnliche Art der Kirche.“

Der Grundstein der Barockkirche und die Herzkapsel des Marquis de Choisy wurde am 11. Oktober 1866 in einer feierlichen Zeremonie im Beisein von Vertretern staatlicher und kirchlicher Behörden, des Kirchenrates und der Baukommission unter den Stufen des Hochaltares eingelassen. Darüber hinaus brachte man eine Metalltafel zur Erinnerung an das Ereignis an.

Das neue Kirchenschiff hatte an die 24.000 Taler gekostet. Der preußische König Wilhelm I. hatte unter der Bedingung, dass die katholischen Militärangehörigen der Festungsstadt das Gebäude als Garnisonskirche dauernd unentgeltlich benutzen dürften, ein sogenanntes Gnadengeschenk in Höhe von 4000 Talern in Aussicht gestellt. Da der Stadtrat aber nur ein bedingungsloses Gnadengeschenk des Königs annehmen wollte, verfiel die königliche Zusage. So wurde die Kirche als katholische Garnisonskirche vermietet. Im Jahr 1885 betrug die Jahresmiete zum Beispiel 500 Mark.[156]

Im Vergleich mit dem barocken Kirchenbau hatte man durch den Einbau von Säulen im neogotischen Kirchenraum Sitzplätze verloren. Alle barocken Ausstattungsgegenstände des Vorgängerbaues empfand man nun als nicht mehr stilecht und entfernte sie. Erhalten blieben nur die beiden Ölgemälde Ludwigs XIV. und die vergoldete Altarpredella, die man auf dem Dachboden des Pfarrhauses (heute Dechant-Unkel-Platz hinter der Kirche) provisorisch gelagert hatte. Die beiden steinernen Fassadenfiguren der Apostel Petrus und Paulus stellte man in den Vorgärten der Sakristeien auf.

Die neogotische Innenausstattung wurde von privaten und kommunalen Spendern ermöglicht. Besonders Prälat Subtil trieb diese Aufgabe mit großer Zielstrebigkeit voran. Im Jahr 1900 wurden die Rosenkranzgeheimnisse auf die Chorwände gemalt. Das linke Querhaus schmückte man mit Darstellungen des Todes des heiligen Josef. Die Darstellung der Vermählung Marias und Josefs wurde im rechten Querhaus angebracht.[157]

Bau einer neogotischen Turmfront[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Ludwig (Saarlouis), Brand des barocken Kirchturmes 1880, (Stadtarchiv Saarlouis)
St. Ludwig (Saarlouis), Barocker Kirchturm nach dem Brand von 1880, (Stadtarchiv Saarlouis)
St. Ludwig (Saarlouis), Marianische Inschrift in der Turmvorhalle
St. Ludwig (Saarlouis), Bau des neogotischen Turmes, (Stadtarchiv Saarlouis)
St. Ludwig (Saarlouis), Portalzone
Vincenz Statz (* 9. April 1819 in Köln; † 21. August 1898 ebenda), Architekt der neogotischen Turmfront von St. Ludwig
St. Ludwig (Saarlouis), Fassadenriss der neogotischen Turmfassade von Vincenz Statz

Die hölzernen und verschieferten Teile der barocken Turmfassade fingen am Abend des 7. August 1880 durch die nächtliche Illumination mit Kerzen oder durch Feuerwerkskörper[158] anlässlich des Festes zum 200-jährigen Jubiläum der Festungsgründung Feuer. Die verschieferte hölzerne Turmhaube brannte dabei völlig ab. Die Glocken schmolzen während des Brandes oder stürzten in den steinernen Turmschaft als die hölzerne Glockenstube in sich zusammenbrach, obwohl die Feuerwehren von Saarlouis, Dillingen und Fraulautern intensive Löscharbeiten unternahmen. Beim Brand wurden auch die beiden an die Kirchturmfront angebauten Häuser Mayer und Baltzer bis auf die Außenmauern vernichtet. Auch das Kirchendach des neogotischen Neubaues brannte, doch verhinderte das steinerne Gewölbe ein Übergreifen der Flammen ins Kirchenschiff.[159]

So entschied man sich angesichts der schweren Verwüstungen, auch aus Gründen der Stilreinheit, für den Totalabbruch der barocken Fassade und errichtete in den Jahren 1883 bis 1885 eine dem Stil des neogotischen Langhauses entsprechende neogotische Turmfassade durch den Kölner Architekten Vincenz Statz, einem einflussreichen Vertreter der Neogotik im Rheinland. Im Jahr 1841 war Statz in die Dombauhütte des Kölner Domes eingetreten, wo er ab 1845 als Werkmeister tätig wurde. Gleichzeitig mit Friedrich von Schmidt, dem späteren Erbauer des neogotischen Wiener Rathauses, wurde er vom Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner auch zur Bearbeitung der Pläne des Domweiterbaues herangezogen. Statz hatte sich bereits seit dem Jahr 1856 mit dem neogotischen Kirchenerweiterungsbau der alten Pfarrkirche St. Johannes und Paulus im Saarlouis nahe gelegenen Beckingen beschäftigt, wozu ihn der dortige Pfarrer Franz Xaver Leidinger (* 1810, † 1890) unter Vermittlung des Trierer Bischofs Wilhelm Arnoldi und des Kölner Generalvikars Johann Anton Friedrich Baudri beauftragt hatte. Nachdem man sich in Beckingen dann aber für den kompletten Neubau einer Pfarrkirche entschieden hatte und der Eisenbahnbauführer R. Vogdt die diesbezüglichen Baupläne (später von Carl Friedrich Müller weitergeführt) unentgeltlich erstellt hatte, wurde die Beauftragung von Statz fallengelassen.[160]

Als ausführenden Bauleiter der Statzschen Pläne in Saarlouis verpflichtete man den Bauunternehmer März aus Saarbrücken. Am 6. April 1884 wurde die feierliche Grundsteinlegung vollzogen. Die Baukosten betrugen etwa 160.000 Mark. Dazu zahlte die Versicherung 37.000 Mark, die Pfarreimitglieder spendeten 33.000 Mark. Durch Umlagen brachte man 90.000 Mark mit 30-jähriger Verzinsung und Amortisation auf. Die barocken Wohnhäuser, die bereits die ursprüngliche Turmfassade flankiert hatten, hatte man beim neogotischen Fassendenbau beibehalten und renoviert.

Der im Jahr 1858 gegründete Gesangverein von Saarlouis konnte im Jahr 1885 durch den Erlös von Konzerten eine neue Glocke, die Josefsglocke, finanzieren. Das Geläute wurde durch weitere Spenden um die Ludwigs-, die Petrus- und die Marienglocke ergänzt. In einem Artikel der liberalen Kölnischen Zeitung vom 30. August 1885 wurde den Verantwortlichen der Pfarrgemeinde und der Stadtverwaltung im bezug auf die Glockenweihfeier vom 23. August 1885 antipreußische und profranzösische Tendenzen vorgeworfen, da die Stadt durch französischsprachige Aufrufe auch Spenden in Frankreich erbeten hatte. Darüber hinaus wurde in der Presse die These vertreten, Saarlouis sei als Stadt und Festung aus einer französischen Sträflingskolonie hervorgegangen, woraufhin sich der Stadtrat genötigt sah, in einer außerordentlichen Sitzung diesem Vorwurf vehement zu entgegenen.[161]

Das Geläute von 1885 fiel später der Einschmelzungsaktion am Ende des Ersten Weltkrieges zum Opfer. Erst im Jahr 1923 konnten neue Glocken angeschafft werden. Die Saarlouiser Schulkinder stifteten die Josefsglocke, die männlichen Pfarrangehörigen die Petrusglocke (13 Zentner), die Jungfrauenvereinigung die Marienglocke (19 Zentner) und Prälat Alexander Subtil die Ludwigsglocke (47 Zentner).[162]

Schon bald nach der Fertigstellung im Jahr 1885 zeigten sich an der Turmfassade Risse, sodass der Saarbrücker Baurat Neufang Restaurierungsmaßnahmen einleiten musste. Der Saarbrücker Bauunternehmer Mertz, der die Maurerarbeiten des Turmes ausgeführt hatte, goss daraufhin das Mauerwerk zum Zweck der Stabilisierung im Inneren mit Flüssigzement aus.[163]

Die zweigeschossig angelegte Fassade ist in eine Arkadenzone und eine Fensterzone gegliedert. Darüber erhebt sich der viergeschossige, sechseckige Kirchturm mit seinem krabbengeschmückten Helm bis zur Spitze der Kreuzblume in einer Höhe von 51 m.[164] Die beiden fassadenflankierenden Wohnhäuser wurden vom Vorgängerbau übernommen. Sie werden von zwei Treppentürmen mit quadratischem Grundriss überragt.

St. Ludwig (Saarlouis), Wimperggeschmücktes Turmportal mit dem apokalyptischen Lamm im Tympanon

Die Eingangshalle ist in drei große Abschnitte gegliedert. Der Turmeingang ist als mittiger, reich mit Maßwerk gegliederter, wimpergbekrönter Hauptzugang zur Kirche mit einem reliefierten weinrankengeschmücktem Tympanon geschmückt. Im Zentrum des Tympanons erscheint in einem stilisierten Wolkenkranz das triumphierende apokalyptische Lamm Gottes mit Siegesfahne auf dem Buch mit den sieben Siegeln (Offb 5,1 EU). Die Konstellation des Lammes mit den Weinranken bezieht sich auf das Jesuswort im Johannesevangelium (Joh 15,5 EU): "Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt reiche Frucht." Darüber hinaus kann die Konstellation des Lammes im Bogenfeld und des Portals in Verbindung mit einer weiteren Stelle im Johannesevangelium gebracht werden: "Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden" (Joh 10,9 EU).

St. Ludwig (Saarlouis), Seitenportale der Marktfront, neogotisches Kapitell mit Blattmasken

Flankiert wird der Turmeingang von Doppelspitzbögen auf zentralen Säulen mit Blattmasken-Kapitellen, die sich zu den ehemaligen neogotischen Seitenschiffen öffnen. Hinter dieser Vorhallenkonzeption tritt die Abschlusswand des Langhauses zurück. Die Vorhallenfront wird mit dem Langhaus durch die Schrägwände des sechseckigen, strebepfeilerumstandenen Turmes verbunden. Während das Turmuntergeschoss Teil der dreiteiligen Vorhalle ist, verbindet sich das erste Turmgeschoss in seiner Gestaltung mit der Langhausfassade. Die beiden zweibahnigen Spitzbogenfenster mit Vierpaß in der Spitze entsprechen im ersten Geschoss formal dem Turmfenster auf gleicher Ebene. Alle drei Fenster weisen die gleiche Höhe auf wie die Blendspitzbögen der Turmschrägwände. Die Langhausfassade wird im ersten Geschoss mit einer Maßwerkbrüstung abgeschlossen. Das zweite Turmgeschoss zeigt in der Mitte ein gerade abschließendes zweibahniges Fenster über dem die Turmuhr angebracht ist. Die Schrägwände sind wie im ersten Turmgeschoss mit Blendspitzbögen gegliedert. Über den neogotischen lanzettenartigen Schallöffnungen des Turmes steigt der sechseckige, krabbenbesetzte Spitzhelm hinter einer Maßwerkbrüstung steil auf.

Der steinerne Turmhelm von St. Ludwig weckt Assoziationen zum ebenfalls steinernen Turmhelm des architektonischen Hauptwerkes von Statz, dem Mariä-Empfängnis-Dom zu Linz. Die Maßwerkgalerie des Vierungsturmes und das Portaltympanon von St. Ludwig weisen Gestaltungsparallelen zur in den Jahren 1980/1981 durch einen Neubaues ersetzten Aachener Marienkirche, die Vinzenz Statz in den Jahren 1859 bis 1863 errichtet hatte.[165] Ebenso verwendet Statz das Motiv des Fassadenturmes auf polygonalem Grundriss mit Spitzhelm bei seinen Kirchen in Braunsrath und Bernshausen. Die Ausführung des Helmes in Stein, die innerhalb der neogotischen Architekturgeschichte des Saarlandes nahezu singulär ist,[166] könnte auf die negative Erfahrung mit dem Brand der ehemaligen verschieferten, hölzernen Barockturmhaube zurückzuführen sein.

Der regelmäßig hexagonale Grundriss des Saarlouiser Turmes ist im Kirchenbau des Architekten Vinzenz Statz unüblich. Sofern er Polygon-Türme entwarf, waren sie üblicherweise oktogonal angelegt. Diese Konzeption war in Saarlouis nicht möglich, da das Müllersche Kirchengebäude bereits vorhanden war und die Fluchtlinie zum Großen Markt hin beizubehalten war. Auf geringem Raum musste ein Turm von adäquater Höhe gebaut werden. Auf achteckigem Grundriss hätte man diesen übermäßig schlank emporführen müssen, was einer ausgewogenen Fassadengestaltung und einer Standsicherheit des Glockenstuhles abträglich gewesen wäre. Darüber hinaus ist hinsichtlich der hexagonalen Turmform von St. Ludwig auch eine Reminiszenz an die Hexagonalität des Vaubanschen Festungsgrundrisses von Saarlouis denkbar.

Die beiden Treppentürme von St. Ludwigs in Saarlouis stehen an der Stelle der früheren barocken Turmflankenhauben. Sie entwickeln sich im Obergeschoss vom Quadrat ins Achteck und schließen mit steinernen Helmen. Interessant ist eine Ähnlichkeit der Frontalsilhouetten von St. Ludwig und dem Kirchenensemble der Mariä-Empfängnis-Basilika (errichtet 1866–1871, Architekt Hippolyte Durand, 1801–1882) mit der vorgelagerten Rosenkranz-Basilika (errichtet 1883–1889, Architekt Leopold Hardy, 1829–1894) in Lourdes, das etwa zur gleichen Zeit wie die Saarlouiser Turmfront vollendet wurde. Eine weitere Parallele hinsichtlich der Dreierkonstellation von spitzem Mittelturm und begleitenden Treppentürmen bietet die Pariser Sainte-Chapelle Ludwigs IX., wobei hier allerdings der Mittelturm als Dachreiter ausgeformt ist.

Die mit Kehle und Wulst fein profilierten Bogengewände der Vorhalle von St. Ludwig, die reichen Maßwerkformen der Brüstungen, die Krabben am Wimperg und am zentralen Turmhelm sowie die Kreuzblumen der drei Turmhelme zitieren den hochgotischen Formenkanon.[167]

Die Turmhalle weist über dem Eingangsportal in einem Rundmedaillon ineinander verschlungene Buchstaben auf, die das Wort "Maria" ergeben. Darunter befindet sich eine Inschriftenbanderole mit den lateinischen Worten: "SANCTA MARIA DEI GENETRIX INVIOLATA IANUA COELI GLORIOSA AVE" (dt. Übersetzung: Sei gegrüßt heilige Maria, unversehrte Gottesgebärerin, glorreiche Himmelspforte). Einige Buchstaben der Inschrift sind farblich hervorgehoben und ergeben, als römische Zahlen gedeutet, die Jahreszahl 1883, das Jahr der Grundsteinlegung des neogotischen Turmes.

Aus Anlass des 300-jährigen Gründungsfestes der Stadt Saarlouis im Jahr 1980 wurden Schäden an der Turmfassade, die durch den US-Artilleriebeschuss des Zweiten Weltkrieges entstanden waren, behoben. Die gesamte Fassade wurde gereinigt, schadhafte Sandsteine wurden ausgetauscht.[168]

Planungen zum Bau einer Filialkirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1889 war der Festungsstatus von Saarlouis aufgegeben worden und die Stadt konnte sich nun auch ungehindert jenseits des früheren Festungsgürtels ausdehnen. Kurz darauf begannen die Planungen zum Bau einer neuen protestantischen Kirche in Saarlouis, der dann in den Jahren 1904 bis 1906 in den Formen der Neorenaissance verwirklicht werden konnte und mit seinen aus Eicheln der Wittenberger Luthereiche gezogenen Luthereichen ein deutliches Zeichen des Protestantismus preußischer Prägung im traditionell katholischen Saarlouis setzte.

Im Jahr 1897 kauft die Pfarrei St. Ludwig von der Stadt Saarlouis einen Hektar Baugrund an der Ludwigstraße bei den Gartenreihen. Man vermutete, dass sich die Stadt besonders in diesem Gebiet in den Folgejahren ausdehnen würde und der Bau einer zusätzlichen Pfarrkirche nötig werde. Falls es nicht an dieser Stelle zu dieser Entwicklung käme, wollte man den Bauplatz als Tauschobjekt für einen geeigneteren Baugrund einer zweiten katholischen Kirche verwenden.[169]

Zum Bau einer zusätzlichen katholischen Kirche in angedachten Areal kam es in der Folgezeit allerdings nicht.

Baumaßnahmen in der neogotischen Kirche im 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Ludwig (Saarlouis), Seitenaltarbild "Maria mit dem Jesuskind", Altarschrein verlustig, Bildhauerwerkstätte Marmon (Sigmaringen)
St. Ludwig (Saarlouis), Seitenaltarbild "Die heilige Familie", Altarschrein verlustig, Bildhauerwerkstätte Marmon (Sigmaringen)
St. Ludwig (Saarlouis), Altarflügel mit der Darstellung des Todes des heiligen Josef und der Verheiratung von Josef und Maria, Bildhauerwerkstätte Marmon (Sigmaringen)
St. Ludwig (Saarlouis), Altarflügel vom Seitenaltar der neogotischen Kirche mit der Verkündigungsszene und der Pietà, Bildhauerwerkstätte Marmon (Sigmaringen)

Im Jahr 1909 erhielt nach einem Wettbewerb um die Gestaltung eines neuen Hochaltares der Künstler Hans Steinlein aus Eltville den Auftrag. Darüber hinaus fertigte Steinlein noch weitere Figuren für die Saarlouiser Kirche. In den 1920er Jahren wurde von Carl Philipp Schilling und dessen Neffen Franz Schilling eine Neuausmalung des Kircheninneren durchgeführt. Das Atelier Schilling (Freiburg im Breisgau) erneuerte die Ausmalung der Kirche im Jahr 1937.[170] In der Amtszeit von Pfarrer Heinrich Unkel wurde im Jahr 1936 mit einer durchgreifenden Renovierung des neogotischen Sakralbaues begonnen. Eine Heizungsanlage wurde eingebaut und die neogotische Fensterverglasung gegen hellere Fenster der Trierer Firma Binsfeld ersetzt. Ebenso wurde die neogotische Ornamentalbemalung entfernt und das Kircheninnere erhielt einen helleren Farbanstrich.

Bei der Umgestaltungsaktion wurden die bisherigen Seitenaltäre entfernt und im Jahr 1937 durch neue kleine neogotische Altäre (Josefsaltar, Marienaltar) der Kunstwerkstätte Marmon in Sigmaringen ersetzt. Das Trierer Generalvikariat meinte hinsichtlich der Entwürfe:[171]

„Bezüglich der stilistischen Gestaltung der Seitenaltäre müssen wir den Versuch, in irgendeinem mittelalterlichen Stil zu arbeiten, als aussichtslos ablehnen.“

Trotz der ablehnenden Haltung aus Trier wurden die Altäre in Sigmaringen gefertigt und in Saarlouis aufgestellt. Die Einzelteile der Marmonschen Altäre sind noch in der Kirche vorhanden. Der Zusammenhang des Aufbaues ging aber durch die aktuelle Aufstellung verloren.

Die Teilbestuhlung der Kirche wurde von der Firma Mettler in Morbach komplett durch Kirchenbänke ersetzt. Die Kanzel, die bisher etwa in der Mitte des Kirchenschiffes an einem Pfeiler angebracht war, versetzte man an den dem Altar nächstgelegenen Pfeiler des Kirchenschiffes, um eine bessere Sichtbarkeit und Hörbarkeit des Predigers zu erlangen. Das Geläut wurde verändert. Durch die Trierer Orgelbaufirmen Sebaldt und Brand wurde die Orgel von 25 auf 44 Register erweitert. Die Renovierungsmaßnahme wurde im Jahr 1937 abgeschlossen.[172]

NS-Zeit und Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Ludwig (Saarlouis), Votiv-Christus, gestiftet aus Anlass der überstandenen ersten Evakuierung der Stadt Saarlouis im Zweiten Weltkrieg

Im August 1933 unternahm die Pfarrei St. Ludwig an zwei Terminen (2. und 9. August) eine Wallfahrt zur Ausstellung des Heiligen Rock (23. Juli bis zum 8. September 1933) nach Trier. Dazu musste jeweils ein eigener Sonderzug zwischen Saarlouis und Trier eingesetzt werden.[173] Insgesamt sahen damals über zwei Millionen Pilger die Reliquie.

Die kirchenfeindlichen Maßnahmen des NS-Regimes begannen unmittelbar nach der Volksabstimmung vom 13. Januar 1935 im Saargebiet. Von Seiten der neuen Machthaber wurde zunächst Protest laut gegen die in den neuen Kirchenfenstern und auf dem Hochaltar von Hans Steinlein neu angebrachten griechischen Christusmonogramme (), die als Konkurrenzzeichen zum allgegenwärtigen Hakenkreuz verstanden wurde. Schließlich wurden die Fenster durch NSDAP-Mitglieder mit Steinen eingeworfen. Nach längeren Verhandlungen mit Gauleiter Josef Bürckel wurden die Schäden auf Parteikosten behoben.[174]

Den Großen Markt vor der Kirche hatte man im Jahr 1937 durch die Baufirma Kronenberger aus Beaumarais komplett mit großformatigen Betonplatten belegen lassen. Am 18. Dezember 1936 hatte die Saarlouiser Stadtverordnetenversammlung einstimmig beschlossen, ihm den neuen Namen Adolf-Hitler-Platz gegeben. Bereits am 13. Januar 1936, dem ersten Jahrestag der Saarabstimmung von 1935, hatte man den Name der Stadt Saarlouis in Saarlautern abgeändert.[175]

Das katholische Vereinshaus wurde durch NSDAP-Organe beschlagnahmt und die katholischen Vereine unterdrückt.[176] Infolge der Abschaffung der katholischen Bekenntnisschulen durch die sogenannte „Deutsche Gemeinschaftsschule“ in den Jahren 1937/1938 wurden in St. Ludwig, wie überall im Bistum Trier, auf Anweisung des Trierer Bischofs Franz Rudolf Bornewasser an Ostersonntag 1938 die Glocken nicht geläutet. Dem Klerus von St. Ludwig wurde der Zutritt zu Schulgebäuden verweigert, sodass man seitens der Pfarrei Seelsorgestunden am Nachmittag für die Schuljugend anbot.

Die Volksmission im November 1937 durch drei Jesuitenpatres wurde durch die NSDAP gestört, indem man Schilder mit der Aufschrift "Maul- und Klauenseuche" an der Kirche anbrachte.[177]

Die Evakuierung der Kirchengemeinde St. Ludwig erfolgte mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges im September 1939. Bergungsorte waren verschiedene Städte und Gemeinden in Mitteldeutschland, so z. B. Meiningen im Süden Thüringens. Der Saarlouiser Pfarrklerus wurde nach Bad Langensalza, Mühlhausen/Thüringen und Dessau evakuiert. Dechant Heinrich Unkel brachte dabei das barocke vergoldete Abendmahlsrelief im Jahr 1939 aus Sicherheitsgründen nach Münstermaifeld in das Turmgewölbe der Stiftskirche Stiftskirche St. Martin und St. Severus.[178]

Erst im Jahr 1940 kehrten die Saarlouiser nach dem Ende des Frankreichfeldzug in die entvölkerte Stadt zurück. Das Pfarrhaus war zu Kriegsbeginn durch die meteorologische Station der Artillerie, danach durch den Bund Deutscher Mädel beschlagnahmt worden und wurde der Pfarrei erst nach zermürbenden Verhandlungen zurückgegeben.[179] Aus Anlass der glücklichen Heimkehr wurde im Jahr 1940 eine hölzerne Christusfigur als Votivgabe gestiftet und durch den in Koblenz tätigen Bildhauer Wilhelm Tophinke, der von seiner Ausbildung her der Wiedenbrücker Schule entstammte, geschaffen. Die Aufstellung der Figur erfolgte im Jahr 1941.

In der Folgezeit wurde der Kirchengemeinde verboten, die Glocken zu läuten, die Fronleichnamsprozessionen wurden behindert oder verboten, das Pfarrhaus durchsucht, Gottesdienste nach nächtlichem Fliegeralarm untersagt. Weitere Maßnahmen waren ein Verbot der kirchlichen Beflaggung sowie ein Verbot der Verlesung von Gefallenenlisten im Gottesdienst, welches mit Hetze gegen Pfarrer Unkel in der Presse unter dem Schlagwort des Versuches der Wehrkraftzersetzung begleitet wurde.

Der Artilleriebeschuss der Stadt begann in der Nacht zum 29. November 1944. Dabei wurden die Kirchenfenster zerstört und ein Seitenschiff von einer Granate getroffen. Während der Beschusszeit durch die US-Artillerie floh der Großteil der Bevölkerung aus der Stadt. Bei Kriegsende war das Kreuzgratgewölbe über der Empore eingestürzt. Dabei war die Orgel völlig zerstört worden. Der Hochaltar hatte erhebliche Beschädigungen erlitten und die Sakristei war nicht mehr zu gebrauchen.

Behebung der Kriegsschäden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitten in der Wiederaufbauphase überflutete ein verheerendes Hochwasser in den letzten Dezembertagen des Jahres 1947 die ohnehin schwer getroffene Stadt. Die zahlreichen Trümmer von Brücken, die in den letzten Kriegstagen von deutschen Truppen zur Behinderung der vorrückenden alliierten Truppen gesprengt worden waren, ließen die Flüsse in der ganzen Region mit Macht über die Ufer treten. In der Nacht zum 29. Dezember 1947 strömten die Wasser der Saar mit solcher Schnelligkeit in das Kircheninnere, dass trotz des beherzten Einsatzes von Pfarrangehörigen viele Ausstattungsgegenstände der Kirche nicht mehr geborgen werden konnten. Die Flut wich erst am Silvestermorgen und hinterließ eine dicke Schlammschicht in der Kirche, die durch den Einsatz von Feuerwehrspritzen aus der Kirche befördert werden musste.

Das Atelier Schilling (Freiburg im Breisgau), das bereits in den 1920er und 1930er Jahren die Kirche ausgemalt hatte, erneuerte die Ausmalung der Kirche ebenso am Ende der 1940er Jahre.[180]

Die beiden Ölgemäldes von Dupuy, die Ludwig XIV. der Pfarrei geschenkt hatte, waren im Zweiten Weltkrieg zerschnitten worden und wurden von Ernst Sonnet aus Güdingen wieder restauriert. Die goldene Altarpredella wurde als Antependium des neogotischen Hochaltares verwendet.[181]

Erst im Jahr 1957 konnte man eine neue Orgel mit 45 Registern in der renovierten Kirche einbauen. Durch Schenkung der Stadt wurde eine neue, nun elektrisch betriebene Turmuhr angeschafft, deren Wartung ab diesem Zeitpunkt der Pfarrgemeinde oblag. Vorher hatte sich die Kirchturmuhr im Besitz der Zivilgemeinde befunden und war von ihr auch gewartet worden.[182]

Im Jahr 1958 konnte man das im Zweiten Weltkrieg nach Münstermaifeld verbrachte barocke Abendmahlsrelief restaurieren. Es wurde im Rahmen einer Feierstunde am Vorabend des Fronleichnamsfestes wieder in der Kirche angebracht.[183]

Neubau des Kirchenschiffes durch Gottfried Böhm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauschäden und baupolizeiliche Schließung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch eine Absenkung des Grundwasserspiegels in der Saarlouiser Innenstadt wurde auch das zweite, neogotische Kirchenschiff instabil. Zur Verhinderung des Herunterfallens von Mauerwerksteilen musste die Kirche durch das Aufstellen von Gerüsten im Inneren gesichert werden. Dadurch war der Innenraum nur noch im linken Teil für den Gottesdienst benutzbar. Bei Grabungsarbeiten an den Fundamenten, die der Sicherung dienen sollten, fand man in einer Tiefe von einem halben Meter menschliche Gebeine. Allein in den Jahren zwischen 1685 und 1700 hatte man 149 Menschen im Boden des Kirchenschiffes zur letzten Ruhe gebettet. Bei weiteren Sicherungsarbeiten wurden immer größere Senkungsschäden konstatiert. Im Jahr 1963 musste die Kirche baupolizeilich geschlossen werden, sodass die heilige Messe ab diesem Zeitpunkt vorübergehend in der evangelischen Kirche von Saarlouis gefeiert wurde. Zur gleichen Zeit stellte die Stadt für die Errichtung einer Notkirche den Zeughausplatz zur Verfügung. Die Notkirche wurde am 17. Februar 1964 eingeweiht.

Abrissverfügung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 20. Januar 1964 teilte die Pfarrverwaltung der bestürzten Gemeinde St. Ludwig mit, dass die bisherige Kirche abgerissen werden müsse und an deren Stelle ein neues Sakralbauwerk erstellt werden sollte. Der amtierende Pfarrer an St. Ludwig, Dechant Walter Helmes (Amtszeit: 1963–1973), war ein überzeugte Verfechter einer radikal-modernen Baukonzeption. Eigentlich wollte man zunächst die ganze neogotische Kirche mitsamt der statisch vollkommen gesicherten Turmfront abbrechen, doch der saarländische Landeskonservator Reinhard Schindler legte in Zusammenarbeit mit Martin Klewitz dagegen sein Veto ein.[184] Am 6. Januar 1965 begannen die Abrissarbeiten am neogotischen Kirchenschiff durch die Beckinger Firma Maurer. Die Fassade von Vinzenz Statz sollte erhalten bleiben. Die Ausstattungsstücke und Gedenksteine waren vor dem Abriss weitgehend geborgen worden.

Die barocken Statuen der Apostelfürsten Petrus und Paulus, die ursprünglich in den Fassadennischen der ersten Pfarrkirche gestanden hatten, und nach dem Brand des Turmes am 7. August 1880 in den Pfarrgarten (heute Dechant-Unkel-Platz hinter der Kirche), dann unter Überdachungen an der Außenwand der neogotischen Apsis gestellt worden waren, wurden im Jahr 1965 wieder provisorisch in den Pfarrgarten verbracht. Sie entgingen nur durch das beherzte Eingreifen eines Pfarreimitgliedes der Zerstörung.[185]

Fund des Herzens des Thomas de Choisy[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Ludwig (Saarlouis), Herzurnengrab des Thomas de Choisy, moderne Platte mit der französischen Inschrift "Ici repose le Coeur du General Thomas de Choisy, premier Gouverneur de Sarrelouis 1679–1710", Übersetzung: Hier ruht das Herz des Generals Thomas de Choisy, erster Gouverneur von Saarlouis 1679–1710, Bildhauerarbeit in rötlichem Marmor des Ihner Künstlers Oswald Hiery
St. Ludwig (Saarlouis), Bleitafel über der Herzkapsel von Thomas de Choisy aus der neogotischen Kirche, wiedergefunden 1965 beim Abriss des Kirchenschiffes, Dt. Übertragung der lateinischen Inschrift: "Zu Ehren des heiligen Königs Ludwig und des heiligen Apostels Petrus. Im Jahre des Heiles 1866, im zwanzigsten Jahr des Pontifikates des Papstes Pius IX., unter dem Bischof von Trier Leopold, unter dem Pfarrer Hecking, Dechant und Ehrendomherr, und den Kirchenvorstandsmitgliedern Dimel, Hesse, Koch, Donnevert und Stein, unter dem erhabenen König Wilhelm I., unter dem Landrat Herrn von Selasinsky, unter dem Bürgermeister Trablé und dem Beigeordneten Leroy und Favier ist diese neue Kirche zum Heile der Pfarrangehörigen auf den Fundamenten der alten Kirche unter Beibehaltung des früheren Turmes wiedererrichtet worden. Die Leitung hatte der Architekt C. Müller. Unter diesem Stein ruht das Herz des Grafen Choisy, einst Stadt- und Festungskommandant, der damals den Grundstein der ersten Kirche legte. Alles zur größeren Ehre Gottes."

Bei den Abrissarbeiten kam Anfang Februar 1965 zu einem Skandal in der Stadt, als eine Baggerschaufel den Teil des Kirchenmauerwerkes einriss, in dem die herzförmige Bleikapsel mit dem Herz des ersten Saarlouiser Festungsgouverneurs[186] Thomas de Choisy eingelassen war, und dabei die bleierne Umhüllung beschädigte. Das Herz und seine übrigen Eingeweide waren am 26. Februar 1710 auf Choisys persönlichen Wunsch hin unmittelbar nach seinem Hinscheiden im Alter von 78 Jahren in der Pfarrkirche neben dem Muttergottesaltar eingemauert worden, um seine innere Verbundenheit mit seinem beruflichen Wirkungsort zu dokumentieren, während die übrigen sterblichen Überreste in die Familiengruft nach Moigneville überführt wurden. Beim neogotischen Neubau der Kirche hatte man die Kapsel unter dem Hochaltar wieder beigesetzt.[187] Stadtarchivar Anton Delges hatte bereits einige Zeit vor den Abrissarbeiten des Jahres 1965 im Dezember 1964 unter den Stufen des Hochaltares nach dem Begräbnisort des Herzens gesucht. Da er nicht fündig geworden war, hatte er die Abrissfirma dringend darauf hingewiesen, jeglichen historischen Fund unverzüglich zu melden.

Als der Bagger eine Woche später eine bleierne, in lateinischer Sprache verfasste Inschriftentafel zu Tage förderte und der Chef des Beckinger Abrissunternehmens Maurer diese in seinen persönlichen Besitz bringen wollte, indem er sie in seinem Privatwagen verstaute, war er dabei von aufmerksamen Saarlouiser Passanten beobacht und diesbezüglich zur Rede gestellt worden. Darüber kam es zu einem heftigen Streit zwischen den Kontrahenten, der von den aufgebrachten Passanten und Anwohnern umgehend dem Saarlouiser Oberbürgermeister Hubert Schreiner gemeldet wurde. Unterdessen gingen die Abrissarbeiten weiter und förderten als weiteren unvorhergesehenen Fund eine etwa 100 × 60 cm steinerne Inschriftentafel zu Tage und schließlich auch den Stein, der die bleierne Herzkapsel des Gouverneurs barg. Dabei zerbrach der Stein in zwei Hälften, die Bleikapsel wurde aufgeschlitzt und die Konservierungsflüssigkeit des Herzens lief aus. Dennoch verstaute der Beckinger Abrissunternehmer den Herzmuskel in seinem Auto. Auch auf die Aufforderung des zum Ort des Geschehens geeilten Vertreters des Oberbürgermeisters hin, wollte der Bauunternehmer das Herz nicht herausgeben und pochte auf das Recht, dass ihm jeglicher Abraum des abzubrechenden neogotischen Kirchenbaues eigentümlich gehöre. Daraufhin verfügte der Saarlouiser Oberbürgermeister Kraft seines Amtes, dass das Herz des Thomas des Choisy ohne Zeitverlust in das städtische Krankenhaus zu bringen sei und dort zusammen mit der Kapsel durch einen Arzt im Operationssaal in eine neue Konservierungsflüssigkeit zu legen sei. Bei der ärztlichen Begutachtung der in Mitleidenschaft gezogenen Bleikapsel kam man allerdings zu der Feststellung, dass das Herz Choisys selbst unversehrt geblieben war. Alle weiteren Abrissarbeiten wurden sofort per Amtserlass eingestellt und die Baustelle durch städtische Angestellte unter Bewachung gestellt, da man vermutete, dass noch weitere historische Funde durch den Bauunternehmer entwendet werden könnten. Die aufgerissene Bleikapsel mit dem Herzen wurde unter ärztlicher Aufsicht in eine neuangefertigte größeren Bleiumhüllung eingelassen, mit Präparierungsflüssigkeit aufgegossen, eingeschweißt und im Panzerschrank des Rathauses verwahrt. Die neue Bleihülle wurde durch einen Goldschmiedemeister mit der Inschrift versehen: "Herz des Comte Thomas de Choisy, Marquis des Moigeville, 1632–1710". Bis zur Einlassung in der neuerrichteten Kirche verblieb das Herz im städtischen Panzerschrank. Der Vorfall rief sowohl in der Pfarrgemeinde als auch in der Stadt Saarlouis starke Aufregung hervor, die auch im Zusammenhang mit den innerkirchlichen Umbrüchen nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil zu deuten ist.[188]

Ursprünglich hatte sich das Herz des Thomas de Choisy in der barocken Kirche unter einem steinernen Bildwerk des Gouverneurs in der Wand der Kirche befunden. Choisy war dabei in Militärtracht in knieender Gebetshaltung und mit gefalteten Händen dargestellt gewesen.[189] Das Bildrelief Choisys wurde vermutlich während der Französischen Revolution weggemeißelt.[190]

Bau der modernen Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf die aluminiumverkleidete Dachkonstruktion Gottfried Böhms
St. Ludwig (Saarlouis), Inneres mit Blick zur Apsis
St. Ludwig (Saarlouis), Blick ins Deckengewölbe

Zur Erlangung eines neuen Kirchengebäudes war ein Wettbewerb ausgeschrieben worden. Am 31. Januar 1965 hatten fünf Architekten ihre Zeichnungen und Modelle eingesandt. Den Vorsitz des Preisgerichtes hatte Heinrich Latz. Als Sieger aus diesem Wettbewerb ging am 9. Februar 1965 der Architekt Gottfried Böhm (Köln-Marienburg) hervor. Die weiteren Preisträger waren:[191]

  • 2. Preis: Albert Dietz (Saarbrücken)
  • 3. Preis: Konny Schmitz (Dillingen)
  • 4. Preis: Karl Peter Böhr (Trier)
  • 5. Preis: Karl Hanus (Saarlouis)

Gottfried Böhm erläuterte seinen Wettbewerbsbeitrag folgendermaßen:[192]

„Die neugotische Fassade mit dem Turm der Ludwigskirche in Saarlouis ist in ihrem Maßstab so gut und für den Marktplatz von solcher Wichtigkeit, daß sie ohne größere Änderungen erhalten bleiben sollte. Es ist jedoch nicht möglich, die Fassade allein bestehen zu lassen und den Baukörper der Kirche getrennt von ihr zu errichten. Vielmehr verlangt der Giebel eine räumliche Fortsetzung. Dadurch ergibt sich, dass die Ausmaße der Kirche in ähnlicher Größe wie bei der alten Kirche beibehalten werden. Abgesehen davon erscheint es auch notwendig, daß eine Stadt wie Saarlouis eine Stadtkirche behält, d. h. eine Kirche, die über das normale Maß einer Pfarrkirche hinausgeht und die auch für besondere Anlässe ein größeres Fassungsvermögen besitzt.

Um nun für den normalen Gebrauch die Kirche nicht übergroß erscheinen zu lassen und die Gemeinde um den Altar zusammenzuhalten, schlägt der Verfasser vor, eine Art Vorhalle dem Hauptraum vorzulagern, in der auch die Aufnahme in die Kirche durch die Taufe vollzogen wird.

Diese Vorhalle oder Taufhalle ist zum Hauptraum hin weit geöffnet und nur durch die Orgel- und Sängerempore sowie durch die Art der Wand- und Gewölbeführung von diesem getrennt. Der Blick aus dieser Vorhalle unter der Empore her und um die freistehende Orgel herum geht in den Hauptraum, der in Grund- und Aufriß reicher gegliedert ist. Entsprechend der Grundrissform des Hauptraumes ist auch dessen Aufriß reicher gegliedert und die Giebelform, die die Decke der Vorhalle bestimmt, wird dort umgesetzt in ein Faltwerk, das sich nach vorne steigert und über Hauptaltar, Sakramentsaltar und der Stelle der Wortverkündigung ausklingt. Die Sänger sollen auf der Empore seitlich der Orgel stehen, ziemlich mitten im Gesamtraum und ebenso gleichsam die Antwort für das gesamte Volk.“

Seit Juni 1967 war die niederländische Tiefbaufirma De Waal mit den Fundamentierungsarbeiten (Pfahlgründungen) zum neuen Kirchenbau Böhms beschäftigt. Dabei führte man 45 Stahlrohre mit einem Durchmesser von 32 bis 75 cm Durchmesser bis zu einer Tiefe von 10 m auf eine tragfähige Gesteinsschicht aus Saarkies herab, armierte sie und goss sie mit Beton aus. Die schmäleren Rohre sollten eine Tragfähigkeit von 35 Tonnen, die größeren Rohre eine Tragfähigkeit von 200 Tonnen haben. Auch der neogotische Turm wurde bei den Fundamentierungsarbeiten mit neuen Gründungen versehen. Die bisherigen hatten nur bis 4 m unter dem Bodenniveau gelegen.[193] Bei den Ausschachtungsarbeiten im Bereich des Kirchenschiffes stieß man auf zahlreiche Gebeine, die man wieder unter der neuen Kirche beisetzte. In den vorangegangenen Jahrhunderten hatte man die Verstorbenen der Stadt Saarlouis in Leinentücher gewickelt und in den Grablegen im Kircheninnenraum mit Kalk zugedeckt.

Am 24. Juli 1967 begannen die Arbeiten zum Neubau der Kirche durch das Fraulauterner Bauunternehmen Hans Hanus. Verantwortlicher für die Bauleitung und die Bauausschreibung war der Saarlouiser Architekt Klaus Hoffmann. Das Baubüro richtete man im alten Pfarrhaus hinter der Kirche (heute Dechant-Unkel-Platz) ein. Anfang Juli 1969 feierte man das Richtfest des neuen Kirchenbaues. Beim Richtfest meinte Bauherr Dechant Helmes affirmativ:[194]

„Wir hatten den Mut gehabt, eine solch große Kirche an dieser Stelle zu bauen. Ich meine, wir sollten uns selber zu diesem Mut beglückwünschen.“

Am 30. August 1969 wurde durch Regionaldekan Josef Goergen (1904–1995) der Grundstein der neuen Kirche gelegt. Beim Bau der Kirche war es zu keinem Unfall gekommen. Die feierliche Einweihungsfeier fand am 29. August 1970, 1m 700. Todesjahr des heiligen Ludwig statt.[195]

Oberbaurat Alois Peitz vom Diözesanbauamt des Bistums Trier nahm im Rahmen der kirchlichen Feier Stellung zur vehement geäußerten Kritik am Böhmschen Bauwerk und verteidigte die Kosten von ca. 2 Millionen DM:[196]

„Die Pfarrei hat allen Grund, sich über die neue Kirche zu freuen, die sich durch Vielfalt und Differenziertheit des Baukörpers, durch die Geschlossenheit ihres Innenraumes und die Vorkirche auszeichnet, die unmittelbar an den Großen Markt angrenzt und damit an die Welt das Angebot zur Einkehr richtet. (…) In einer pluralistischen Gesellschaft haben alle das gleiche Recht. Von allen Versammlungsräumen sind die Kirchenbauten die preisgünstigsten. Die Kongresshalle Saarbrücken hat mehr als das Sechsfache der neuen Ludwigskirche gekostet.“

Weiter erklärte Peitz in seiner Ansprache am 29. August 1970:[197]

„Wie ist diese Bauwerk nun zu verstehen, aufzufassen und zu erklären? Als Architekt bin ich nüchtern genug, um kein Programm, keine Idee in dieses Gebäude hinein zu interpretieren, denn ich weiß, so fängt Prof. Böhm nicht an. Ich will mich ganz einfach freuen mit Ihnen an dem gelungenen Werk und drei Erscheinungsformen besonders erwähnen, die mir auffällig sind und wesentlich erscheinen:

1) Die Vielfalt und Differenzierung des Baukörpers im Äußeren und des Raumes im Inneren. Anstelle strenger Geometrie ist hier das freie Spiel der Kräfte getreten, anstelle einer ablesbaren Statik und Dynamik, und dennoch zeigt sich uns ein einheitliches Ganzes ohne Chaos. Ist eine solche Architekturform nicht Dokumentation unserer Situation? Wir sind keine uniformierte gleichgerichtete und gleichartige Gesellschaft. Wir sind keine Pfarrgemeinde mehr, die in Reih und Glied hinter ihrem Pfarrer steht. Wir betonen die Persönlichkeit des Einzelnen, die Mündigkeit, die Eigenverantwortlichkeit – eine Einheit in der Vielfalt.

2) Die Geschlossenheit, fast zentrierende Wirkung des Gebäudes. Obwohl auf den Fundamenten einer längsgerichteten Anlage errichtet, konzentriert sich dieses Gebäude um den Altar, ist – so scheint es – aus ihm abgeleitet und führt zu ihm hin. Die äußere Hülle ist nichts anderes als der bergende Raum, als Stätte des Mysteriums der Menschwerdung Gottes. Der Raum schafft Voraussetzung zur Versammlung der Gemeinde um diesen Altar, wirkt hinführend und deutend zugleich.

3) Die Vorkirche mit Sakramentsbereich, unmittelbar am Marktplatz gelegen, als ständiges Angebot des Verweilens, des Luftholens. Die Betriebsamkeit, der zwingene Ablauf unseres Alltags, die technisierte Umwelt lassen oft genug eine Sehnsucht in uns wach werden nach einer Insel der Ruhe, nach einem "etwas ganz anderem". Oft genug möchten wir abspringen. Das Gammeln unserer Tage ist ein Zeichen für diese Flucht und Sehnsucht. Hier entsteht ein Vakuum, das für die Kirche eine Chance sein kann. Nutzen Sie mit diesem Bau und dieser Vorkirche diese Chance und geben Sie mit der ständig geöffneten Vorhalle, mit dem unmittelbar an der Straße und am Markt gelegenen Sakramentsbereich ein Angebot, ein Zeichen für die andern.“

Die eigentliche Konsekration feierte man allerdings erst 33 Jahre nach der Fertigstellung des Böhmschen Betonbaues am 24. August 2003. Die feierliche Weihe vollzog der Trierer Weihbischof Leo Schwarz. Dabei ließ man im Zelebrationsaltar eine Kreuzreliquie, Reliquien der Trierer Märtyrer der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian, des seligen Paters Peter Friedhofen sowie der seligen Schwester Blandine Merten ein.[198] Die Konsekration hatte man im Jahr 1970 unterlassen, da man im damaligen nachkonziliaren Geist die neuerbaute Kirche eher als Versammlungsort der Gemeinde und nicht als sakralen Kultraum verstanden wissen wollte. Die 300-Jahr-Feier der Pfarrei beging man im Jahr 1985.

Böhms Entwurf für Saarlouis, den er in den Jahren 1965 bis 1970 verwirklichen konnte, weist zahlreiche Ähnlichkeiten mit seinem Entwurf für die Wallfahrtskirche Maria, Königin des Friedens in Neviges auf, der im Jahr 1968 entwickelt worden war. Beide Kirchen, Saarlouis und Neviges, gehören in die Reihe der Faltwerkskonstruktionen Böhms, die wie monumentale kristalline Monolithen anmuten: (1956–1960: Pfarrkirche St. Maria (Fatima Friedenskirche) in Kassel-Bad Wilhelmshöhe, 1958–1966: Katholische Universitätsklinik-Kirche St. Johannes der Täufer in Köln-Lindenthal, 1960–1967: St. Gertrud (Köln) in Neustadt-Nord (Köln)), 1968–1970: Christi Auferstehung (Lindenthal) im Kölner Stadtteil Lindenthal, 1967-1969: Alfter-Impekoven, Kath. Kirche St. Mariä Heimsuchung.

In Saarlouis blieb die denkmalgeschützte neogotische Turmfassade von Vincenz Statz erhalten. Böhm schuf als neues Kirchenschiff eine große Skulptur in Beton, die in den Stadtraum hinein nur durch ihre sich auftürmende Dachlandschaft wirkt. Auf unregelmäßigem, winkligem Grundriss ragt ein kristallin gebrochener Baukörper von 46 m Länge und 26 m Breite auf. Das Kirchenschiff erreicht im Inneren eine maximale Höhe von 24,5 m. Der Rauminhalt entspricht 17.700 Kubikmetern. Die Kirche bietet Platz für 600 Personen.[199]

Der sich am Grundriss der Vorgängerbauten spielerisch anlehnende Innenraum mit seinen steil aufsteigenden, hochrechteckig segmentierten rohen Betonwänden, spiegelt die äußere Gestalt als Negativform wider. Decken und einzelne Wandflächen sind aus gestalterischen und akustischen Gründen durch eine Lochrasterung abgesetzt. In der Höhe formen sich, aus der Wand heraustretend, Winkeln und Kanten, kubenartige Austritte und Einschnitte. Die wuchtig hervortretenden Gewölbeansätze aus kubischem Faltwerk leiten gestalterisch zur flach schließenden lochgerasterten Raumdecke über. Wände und Decke bilden eine untrennbare, plastisch gestaltete Einheit. In seiner radikalen Vertikalität ist der Raum von hochgotischem Geist inspiriert und erweckt den Eindruck einer massiv abstrahierten, modernen Sainte-Chapelle in wuchtigen Betonformen. Der Kirchenraum wurde ursprünglich durch die in den Wänden lukenartig verteilten, klarverglasten Hochrechteckfenster in mystisch verschattete und hell erleuchtete Zonen unterteilt, die dem Kirchenraum etwas Geheimnisvolles gaben. Im Bereich des Kirchenraumes, wo sich früher die Querschiffe befanden, sind die Fenster in der unmittelbaren Augenzone des Betrachters zu Lichtzeilen gereiht. Die Fensternischen führen dem Kirchenbesucher die Mächtigkeit der Kirchenwände vor Augen. Diese von Böhm bewusst inszenierten Lichteffekte gingen durch die sukzessive figürliche Buntverglasung in glühenden Farben durch Ernst Alt ab den 1980er Jahren Stück für Stück verloren.

In einem Schreiben vom 12. Februar 2001[200] äußert sich Gottfried Böhm zur Verglasung durch Ernst Alt folgendermaßen:

„Die Fenster fand ich zunächst arg schwülstig, aber nach längerem Betrachten haben vielleicht auch diese etwas, was, wenn man es nicht so detailliert sieht, in den Raum paßt. (…) Ich hatte mir da natürlich etwas andere Fenster vorgestellt.“

Die geschlossene Rückwand der kolossalen Orgelempore steht frei im Raum und bildet quasi einen Lettner, der den Eingangsbereich vom Bereich des gottesdienstlichen Geschehens trennt. Der vom Großen Markt her Eintretende sieht im linken Bereich der Rückwand des Orgellettners eine Marienikone in metallener Rahmung angebracht, die von zahlreichen Votivkerzen mystisch umflackert wird, sodass im halbdunklen Dämmerlicht eine intime Wirkung erzielt wird, die Ruhe und Abstand vom hektischen Treiben des urbanen Geschehens vermittelt. Der vom Eingang aus betrachtet rechte Stützpfeiler des Orgellettners ist von einer verglasten Nische für das Totenbuch der Gemeinde durchbrochen. Ebenso existiert eine Nische für eine Totenleuchte.

Der Besucher schreitet entweder am Orgellettner vorbei oder bewegt sich durch zwei niedrige Durchgänge in den eigentlichen Sakralbereich mit gewaltiger, höhlenartiger Wirkung. So wird der Blick frei zur Chornische, die den in den 1980er Jahren wieder aufgestellten, prachtvollen neogotischen Hochaltar aus dem Vorgängerbau aufnimmt. Diesen Passage-Effekt mittelalterlicher Lettnerkirchen plante Böhm bewusst ein. Der Wegecharakter des Sakralraumes wurde durch Lampen, die Straßenlaternen mit jeweils drei Lampenschirmen an gebogenen Auslegern nachempfunden sind, zusätzlich betont. Sie sollten den profanen Stadtraum mit seinem Marktgeschehen und den sakralen Kirchenraum miteinander verbinden und gleich Leuchttürmen den Weg des Gläubigen zur Altarinsel als dem Zentrum des Gesamtbaues erhellen. Die "Straßenlaternen" wurden aufgrund von Materialermüdung später zu "Lichtrohrmasten" umgebaut und verändern jetzt den ursprünglichen Raumgedanken Gottfried Böhms. Der Grundgedanke des Umbaues des Beleuchtungskonzeptes war, dass man durch die Lichtrohrmasten sowohl nach oben die Gewölbe als auch nach unten den Bereich der Kirchenbesucher dimmbar bestrahlen kann. In seinem Schreiben vom 12. Februar 2001[201] äußert sich Gottfried Böhm zur neuen Beleuchtungskonzeption folgendermaßen:

„Gar nicht gut finde ich die neuen Beleuchtungskörper, da waren doch die alten sehr viel schöner. Ich weiß nicht, warum man die geändert hat. Vielleicht war der Grund dafür, daß es nicht genügend nach oben beleuchtet war, dies jedoch war eingentlich Absicht, weil ich meine, daß die künstliche Belichtung des Raumes eine ganz andere, eben nur nach unten gerichtete, sein sollte, und der Raum ruhig etwas im Dämmerlicht bleiben sollte.“

Auf der Altarinsel vor dem Hochaltar befindet sich der Zelebrationsaltar, um den sich die feiernde Gemeinde im Sinne der nachkonziliaren Idee der "Circumstantes" scharen sollte.[202] Im Altarraum wurde die Bleikapsel mit dem Herzen des Thomas de Choisy, dem ersten Gouverneur der Festungsstadt Saarlouis, die sich schon in den beiden früheren Kirche befunden hatte, am 19. März 1971 wieder beigesetzt.[203] Am 26. August 1973 stellte man in der Vorhalle der neuen Kirche links und rechts des Turmportals die beiden barocken Statuen der Apostelfürsten Petrus und Paulus aus den Fassadennischen der früheren barocken Kirche des 17. Jahrhunderts auf. Die Statuen aus dem Jahr 1685 stammten aus einer Trierer Werkstatt, die auch zahlreiche Skulpturen für die Trierer Klosterkirche der Reichsabtei St. Maximin gefertigt hatte.[204]

Im Gegensatz zu den rohen Betonwänden, die noch die technischen Spuren der Schalung und Schüttung dokumentieren, ist der Fußboden ganz mit quadratischen roten Tonplatten belegt, die dem Besucher ein Gefühl von ruraler Natürlichkeit und erdverbundener Wärme vermitteln wollen. Die Postamente und die Altarinsel mit dem Altarblock sind in derselben Art und Weise gestaltet und vermitteln den Eindruck, sie wüchsen geradezu aus dem Boden heraus.

Pfarrheim St. Ludwig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Relief "Die Flucht nach Ägypten" von Victor Fontaine am ehemaligen Pfarrheim St. Ludwig in Saarlouis

Der Maler und Bildhauer Victor Fontaine (* 1923 in Saarlouis-Fraulautern, † 1995 in Saarlouis)[205] schuf für die fensterlose Außenfassade des Pfarrheimes St.Ludwig in der Pavillonstraße 23/Ecke Kavalleriestraße ein großformatiges Wandbild mit dem Thema "Flucht nach Ägypten" (Sgraffitotechnik, 3,50 × 4,00 m). Die Flucht Josefs, Marias und des Jesuskindes vor dem kindermordenden König Herodes wird zu Beginn des Matthäusevangeliums (Mt 2,13 EU) beschrieben. Apokryphe Schriften wie das Pseudo-Matthäus-Evangelium und das Arabische Kindheitsevangelium berichten darüber hinaus von Wundertaten des jungen Jesus. Ähnliches erwähnt die Legenda aurea. Die Flucht wird auch zu den sogenannten Sieben Schmerzen Mariens gezählt. Im Bild des Künstlers Fontaine bringt sich die Heilige Familie vor dem Kindermord des Herodes in Bethlehem durch die Flucht nach Ägypten in Sicherheit. Der heilige Josef mit Wanderstab und Bündel geht Maria und Jesus voran, die von einem Esel getragen werden. Schützend hält Maria das Jesuskind in ihren Armen. Ihrer beider Wangen schmiegen sich aneinander. Dunkle Linien zeichnen, in der Art mehrfarbiger Holz- oder Linolschnitte, die Kontur sowie die binnenstrukturierenden Faltenwürfe der Figuren nach.[206] Die Gestaltung der Heiligen Familie von Victor Fontaine aus den 1960er Jahren orientiert sich an klassischen Vorbildern, wie etwa der Darstellung der Flucht nach Ägypten im Codex aureus Epternacensis, einem Werk der ottonischen Buchmalerei. Das Evangeliar wurde zwischen 1030 und 1050 in der Benediktinerabtei von Echternach geschaffen. Darüber hinaus ist ebenfalls eine populäre Buchillustration zum Thema "Flucht nach Ägypten" von Johannes Grüger aus dem Jahr 1954 als Inspirationsquelle Fontaines denkbar.[207] Vermutlich wurde das Thema der "Flucht nach Ägypten" gewählt, um einen Bezug zur Migration der italienischen Gastarbeiter herzustellen, die in dem Gebäude eine neue pastorale Heimstatt finden sollten.

Der Abriss des Saalbautraktes zu Gunsten des Neubaues eines Wohnhauses an gleicher Stelle und die damit verbundene Zerstörung des Wandbildes von Fontaine begann am 9. Mai 2016. Die Pfarrei hatte den gesamten Gebäudekomplex bereits im Jahr 2014 an einen Privatinvestor verkauft.[208] Das Pfarrheim bestand aus einem Komplex von zwei historischen Gebäuden aus der Barockzeit in der Friedensstraße und einem Saalbau in der Pavillonstraße (Ecke Kavalleriestraße), der zu Beginn des Jahres 1943 als Kinosaal des Saarlouiser "Capitol-Kinos" in einem bereits zuvor bestehenden Gebäude des katholischen Gesellenhauses eingerichtet worden war. In der Nacht vom 2. auf den 3. September 1942 war das im Jahr 1930 an der Ecke Wallstraße/Vaubanstraße (heute steht dort das Pieper-Parkhaus) eröffnete Saarlouiser "Capitol-Kino" einem Luftangriff der alliierten Streitkräfte auf Saarlouis zum Opfer gefallen. Das katholische Gesellenhaus diente danach von 1943 bis 1950 als provisorisches Kino. Am 2. Juni 1950 eröffnete das Kino in einem umgebauten preußischen Proviantmagazin am Stadteingang in der Deutschen Straße.[209] Die Baugenehmigung zum Umbau des nun leerstehenden provisorischen Kinosaales als Pfarrgemeindesaal wurde am 11. November 1963 durch die Untere Bauaufsichtsbehörde der Stadt Saarlouis erteilt.

Der für das Pfarrheim geschaffene Retabel-Altar von Ernst Alt konnte vor dem Abriss evakuiert werden und wird im Pfarrhaus aufbewahrt. Das Gemälde soll in der Pfarrkirche eine Aufhängung finden. Das Altarbild mit dem Titel "Sacra Conversazione" (205 × 189 cm, Ölfarbe, Tempera und Fettkreide auf Leinwand) malte der Saarbrücker Künstler Ernst Alt im Jahr 1975 für die Kapelle des Pfarrheimes, dem früheren "Centro Italiano".[210]

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neospätgotischer Hochaltar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Ludwig (Saarlouis), Neogotischer Flügelaltar von Hans Steinlein im geöffneten Zustand

Der neospätgotische Hochaltar von St. Ludwig wurde im Jahr 1910 anlässlich des 25-jährigen Pfarrjubiläums des Dechanten Alexander Subtil durch die Werkstatt des in Eltville am Rhein ansässigen Bildhauer Hans Steinlein (* 1872 in Trier, † 1958) geschaffen. Das sakrale Bildwerk thematisiert das Leben des Kirchenpatrons, des heiligen Ludwig IX. von Frankreich.

Hauptartikel: Ludwigsaltar (Saarlouis)

Gemälde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die beiden großformatigen Ölgemälde im Eingangsbereich der Kirche mit der Signatur "Dupuy" wurden wohl am Ende des 17. Jahrhunderts vom Metzer Künstler Nicolas Dupuy gefertigt und von König Ludwig XIV. der Pfarrkirche gestiftet. Dupuy stammte aus Pont-à-Mousson und war in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts bis zum Jahr 1706 als Hofmaler Herzog Leopolds I. von Lothringen beschäftigt.[211] Außer seinen Saarlouiser Bildern sind von Dupuy noch drei Gemälde in Nancy bekannt.[212]

Während der Wirren der Französischen Revolution wurde das Saarlouiser Gotteshaus im Januar 1794 verwüstet und geschändet. Die Gemälde konnten jedoch gerettet werden. Sie befinden sich heute im Vorraum der Kirche. Die beiden Ölgemälde wurden in den 1950er Jahren von dem Saarbrücker Maler und Restaurator Ernst Sonnet (1906-1978)[213][214] restauriert. Zum 300-jährigen Stadtgründungsjubiläums im Jahr 1980 wurden die beiden Gemälde nach sorgfältiger Restaurierung im Kircheninneren wieder aufgehängt.[215]

Die heilige Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicolas Dupuy: Die heilige Familie, 1687, Öl auf Leinwand, 133 × 178 cm

Das Ölgemälde (Öl auf Leinwand, 133 × 178 cm) mit der Darstellung der Heiligen Familie im Eingangsbereich der Kirche stammt noch aus der barocken Pfarrkirche und wurde im Jahr 1687 geschaffen. Das Bild wurde vermutlich im Jahr 1865 aus der abzubrechenden barocken Kirche entfernt und seitdem im Pfarrhaus aufgehängt. Erst nach 1970 kam es wieder in das Böhmsche Kirchengebäude. Das Gemälde zeigt einen Besuch der Familie Johannes des Täufers mit seinen Eltern bei der Heiligen Familie, eine in der Kunstgeschichte selten thematisierte Konstellation, die nicht in der Bibel erzählt wird. So wie die schwangere Jungfrau Maria ihrer Base Elisabeth vor der Geburt des Johannes einen Besuch abgestattet hatte (Lk 1,39-56 EU), so besucht jetzt Elisabeth mit ihrem Mann und dem Sohn der Familie die Verwandtschaft in Nazareth. Das Jesuskind sitzt auf dem Schoß der Jungfrau Maria und streckt seine Ärmchen aus, um den ihm zustrebenden kleinen Johannes begrüßend zu umarmen. Johannes’ Mutter Elisabeth, dargestellt als Frau im fortgeschrittenen Alter, unterstützt die dem Jesuskind zugewandte Bewegung ihres kleinen Sohnes. Während Zacharias, der Vater des Johannes, sich in ehrfürchtiger Haltung vor dem Jesuskind verbeugt, blickt Josef in nachdenklicher Haltung auf die Szene, indem er seinen Kopf mit der Hand stützt. Die Gottesmutter Maria mit dem Jesuskind ist als Helligkeitszentrum des Gemäldes gestaltet. Ein aufwirbelnder roter Vorhang am linken oberen Bildrand schließt die einträchtig-friedvolle Komposition ab und gibt den Blick auf eine Landschaftsszene frei. Im Jahr 1832 wurde das Ölgemälde restauriert und ist durch diese Behandlung in der Folgezeit stark nachgedunkelt. Vermutlich im Jahr 1890 war es aus der Kirche entfernt und danach im Pfarrhaus aufgehängt worden.[216]

Die Apotheose des heiligen Ludwig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicolas Dupuy: Die Apotheose des heiligen Ludwig, 1694, Öl auf Leinwand, 220 × 350 cm

Das Ölgemälde (Öl auf Leinwand, 220 × 350 cm) mit der Darstellung der Aufnahme des heiligen Ludwig in den Himmel im Eingangsbereich der Kirche stammt aus dem Jahr 1694 und gehört noch zur Ausstattung der barocken Pfarrkirche. Den Begriff der Apotheose griff das Zeitalter des Barock aus der griechisch-römischen Antike wieder auf. In deren mythologischer Vorstellung wurden heroische Menschen aufgrund ihrer sittlich hervorragenden Taten zu Göttern erhoben, woraufhin ihnen fürderhin mit göttlichen Ehrenbezeugungen gehuldigt werden sollte. Vermutlich diente das Saarlouiser Gemälde als Zentralbild des Hochaltares in der Apsis der barocken Kirche.[217] In der unteren rechten Hälfte des Bildes kniet der heilige Ludwig mit jugendlich-anmutigen Zügen und in demütiger Haltung im königlichen Hermelinornat während des Partikulargerichtes im Augenblick seines Dahinscheidens vor der göttlichen Majestät. Seine rechte Hand hat er auf sein Herz gelegt, während seine Linke auf die Krone Frankreichs und das Königs-Szepter verweist, die beide auf einem prunkvollen Quastenkissen zu Füßen Christi liegen. Der Gestus verdeutlicht, dass der Herrscher Frankreichs alle von Gott durch die Königssalbung empfangene weltliche Macht hinter sich gelassen hat und sie nun in Gottes Hände zurückgibt, um von ihm, wie in der Offenbarung des Johannes verheißen, die "ewige Krone" zu empfangen: "Sei getreu bis in den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben." (2,10 EU)

In der linken Hälfte des Bildes erscheint in der oberen Mitte auf den Wolken des Himmels zu Ludwig im Triumph herniedersteigend der auferstandene Christus mit dem Kreuz auf seiner Schulter. Das prächtige Krönungsornat des Königs und Christi einfacher Lendenschurz entsprechen sich antithetisch. Christi Rechte verweist den König in Richtung seines himmlischen Vaters, der an der Spitze des Bildes im Himmel thront und Ludwig mit erhobener Hand in Begleitung eines Engels, der die Kreuzigungsnägel Christi präsentiert, zu empfangen scheint. Die Figurenkonstellation bezieht sich auf das Jesuswort aus dem Johannesevangelium: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen.“ (14,6-7 EU)

Der äußerste rechte Rand des Bildes ist wie die Mitte von jeweils zwei Kinderengeln ausgefüllt: Zwei Putten, ähnlich denen der Sixtinischen Madonna Raffaels betrachten das Geschehen auf einer Wolkenbank, zwei kleine Engel halten die Schleppe des königlichen Hermelinmantels. Seitlich des Königs erhebt sich mit aufwirbelnden üppigen Gewändern und flatternden Haaren ein Engel, der auf einem weißen Tuch die Dornenkrone Jesu emporhält.

Die Figurenkonstellation des Bildes beschreibt eine Linienführung in der Form eines "X". Vom Kreuzesstamm über die linke Hand Ludwigs, die Christus die Insignien des französischen Königtums darbietet, bis zum von einem Engel getragenen Saum des Königsmantel lässt sich eine Linie ziehen. Ebenso lässt sich eine Verbindungslinie vom linken Flügel des dornenkronentragenden Engels über Kopf und rechtem Arm des Heiligen zum Kissen am Boden mit den Herrschaftszeichen denken. Die Dornenkrone auf dem schlichten Tuch in der Höhe und die Königskrone Frankreichs auf dem prunkvollen Kissen am Boden entsprechen sich als Gegensatzpaar. Die Überkreuzstellung der Gesamtkonstellation des Bildaufbaues kann als personale Gestaltwerdung des griechischen Buchstabens "Chi", des Anfangsbuchstabens des Wortes "Christos" (der Gesalbte), gedeutet werden. Ebenso entsteht hier ein gedanklicher Bezug zu Ludwig, der ebenfalls als mit dem heiligen Salböl in sein Amt Eingesetzter, von Gott Beauftragter, verstanden wurde. Das Bild visualisiert in seiner Aussage im Bezug auf die christuszentrierte Lebensführung des heiligen Ludwig insgesamt das Jesuswort aus dem Matthäusevangelium: "Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen. Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen? Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommen und jedem Menschen vergelten, wie es seine Taten verdienen." (16,24-27 EU)

Im Gemälde wird das überirdische unbegreifliche Geschehen des christlichen Glaubens vom Künstler in pralle, geradezu handgreifliche Realität umgesetzt, die den staunenden Betrachter ganz im Sinne eines barocken Theatrum sacrum in die Szenerie hineinzieht und vereinnahmt, sodass sich Immanenz und Transzendenz zu durchdringen beginnen.

Kreuzweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Ludwig (Saarlouis), Kreuzwegstationen des Malers Arthur Tholey

Der Kreuzweg wurde durch den Überherrner Maler Arthur Tholey (1921–1976) in den frühen 1970er Jahren gemalt. Tholey hatte an der Akademie der Bildenden Künste München seine Ausbildung begonnen, musste diese jedoch bereits nach einem halben Jahr aufgrund einer Einberufung zum Kriegsdienst abbrechen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges besuchte er für ein Jahr die Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken. Den Lebensunterhalt für sich und seine Familie musste sich Tholey durch eine berufliche Tätigkeit als Anstreicher verdienen. Seine Bilder stellte er erst mit dem Beginn der 1970er Jahre aus, nachdem er eine Krankheit überwunden hatte; zunächst in seiner Heimatgemeinde Überherrn, dann auch in Saarbrücken und den benachbarten Regionen.[218] Der Bilderzyklus wurde der Pfarrei von der Witwe des Künstlers nach dessen Tod angeboten und schließlich für St. Ludwig angekauft.

Skulpturen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Ludwig (Saarlouis), historistische Statue des heiligen Ludwig in Kreuzrittergewand und königlichem Hermelinmantel mit der Dornenkrone Christi

Die Kirche weist eine reiche Ausstattung historistischer Skulpturen auf, darunter eine Statue des hl. Ludwig als Kreuzritter sowie ein Kreuz mit Corpus, die beide aus dem neogotischen Müllerschen Kirchenbau herübergerettet wurden. Die Kreuzesdarstellung war ursprünglich frei schwebend über dem Altarraum aufgehängt. Der Corpus konnte gerettet werden. Die heutigen Kreuzbalken mit aufgemalter Reliefierung sind nur eine provisorische Rekonstruktion des verloren gegangenen Originals.[219] Aus dem Canisianum wurden ebenfalls Statuen übernommen.

Eine barocke vergoldete Abendmahlsreliefschnitzerei vom Anfang des 18. Jahrhunderts wurde im Böhmschen Betonbau an der Wand angebracht. Es ist unklar, ob das Relief als Predella oder als Antependium des Hochaltares verwendet wurde. In der bildlichen Wiedergabe des barocken Innenraumes aus dem Jahr 1834 taucht das Relief nicht auf. Es wurde vermutlich bei der Anschaffung des marmornen Hochaltares im Jahr 1829 entfernt und anschließend im Pfarrhaus auf dem Dachboden im Jahr 1936 durch Dechant Unkel wiedergefunden.[220] Eine Neuvergoldung des Reliefs erfolgte im Jahr 1989-1990 durch das Fraulauterner Atelier Fritzen.[221]

Die zwölf Apostel sind entsprechend der Schilderung der Bibel um den Abendmahlstisch herum versammelt (Mt 26,17–29 EU, Mk 14,12–26 EU, Lk 22,14–20 EU, Joh 13,2–4 EU, 1 Kor 11,23–26 EU). Im Zentrum des Geschehens befindet sich Jesus, dessen Haupt mit einem Strahlenkranz umgeben ist. Vor dem Tisch steht noch die Waschschüssel und die Wasserkanne der Fußwaschung, wie sie im Johannesevangelium berichtet wird (Joh 13,1-11 EU). Auf dem Tisch befindet sich im Zentrum das Paschalamm flankiert von zwei Brotschalen. Neben der Schale mit dem Lamm steht der Abendmahlskelch. Den Tisch flankieren Nischen mit Deckenleuchtern. In der rechten Nische ist die Eingangstür des Raumes angedeutet. In der linken Nische stehen auf einer großen Platte mit zwei großen Kannen. Die äußeren Partien des Reliefs zeigen rechts die beiden Gesetzestafeln mit den Zehn Geboten. Links schenkt eine Person an einer Speisenanrichte, die von einem Vorhang etwas verdeckt wird, Wein aus, während Brote auf einem Tellerstapel angerichtet sind.

Die Szene thematisiert den Austausch des blutigen Tieropfers (Lamm) durch das unblutige pflanzliche Opfer (Brot und Wein) sowie die Ablösung des alten Bundes am Sinai durch die Spendung des neuen Bundes durch den Kreuzestod und die Auferstehung Jesu.

Der Ambo, dessen Buchauflage von einem in Gold gefassten Pelikan getragen wird, wurde aus einem Eichenstamm des 200 Jahre alten Pfahlrostes des Barockturmes geschnitzt. Die Sedilien stammen ebenfalls noch aus der neogotischen Kirche. Ebenso zur neogotischen Ausstattung der Müllerschen Kirche gehört ein neogotischer Beichtstuhl, den der Saarlouiser Schreinermeister Johann Baptist Neibecker in seiner Werkstatt in der Bierstraße gefertigt hatte. Der Beichtstuhl war ein Votivgeschenk des Schreinermeisters, da sein zehntes Kind vom Dach gestützt war und trotz lebensbedrohlicher Kopfverletzungen wieder gesundete. Die Schnitzreliefs zeigen die Leidenswerkzeuge Jesu Christi sowie die Bourbonischen Lilien.[222]

Marienikone[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im hinteren Teil der Kirche an der Rückseite des Orgellettners befindet sich eine Marienikone. Kerzenständer bieten Platz für das Aufstellen von Votivkerzen. Das Marienbild in einem modernen Metallrahmen ist eine Kopie des Gnadenbildes Unserer Lieben Frau von der immerwährenden Hilfe. Das Original aus dem 14. Jahrhundert stammt vermutlich von der Insel Kreta (Kretische Schule). Nach wechselnden Standorten wurde das Original im Jahr 1867 von Papst Pius IX. dem Redemptoristenorden für seine römische Kirche Sant’ Alfonso anvertraut, wo es seither den Hochaltar schmückt. Die Redemptoristen trugen durch ihre Volksmissionen entscheidend zur Verbreitung des Bildes bei. Ein Missionskreuz an der Außenseite der Apsis der Saarlouiser Ludwigskirche erinnert an die in der Pfarrei abgehaltenen Volksmissionen.

Die Gottesmutter ist auf der Ikone üblicherweise vor einem Goldgrund dargestellt, der die himmlische Sphäre symbolisieren soll. In Saarlouis ist der Goldgrund vollkommen durch eine moderne Metallabdeckung mit 16 Pflanzenbündeln verborgen. Maria trägt ein rotes Obergewand mit aufgemalter Goldschraffur sowie goldenen Borten. Der Schleier der Madonna ist in Stirnhöhe mit einem goldenen Stern geschmückt, der sich auf die Anrufung Mariens als "Stella maris" (dt. Meerstern) des lateinischen Hymnus Ave maris stella oder als Morgenstern in der Lauretanischen Litanei bezieht. Das goldnimbusgeschmückte Haupt Mariens ist von griechischen Abkürzungen flankiert, die sie als „Mutter Gottes“ kennzeichnen. Auf dem linken Arm trägt Maria das in Grün und Rot-Gold gekleidete Jesuskind. Das Haupt des Kindes ist von einem Heiligenschein umgeben, rechts daneben steht in griechischen Buchstaben abgekürzt der Name „Jesus Christus“.

Das Gesäß des Jesuskindes wird von der linken Hand der Mutter gehalten und greift mit beiden Händen nach ihrer Rechten. Sein in die Halsbeuge Mariens geschmiegter Kopf ist jedoch von seiner Mutter abgewandt. Der Blick des kleinen Jesus wendet sich einem Kreuz zu, das der schwebende Erzengel Gabriel zum Zeichen der Ehrfurcht mit verhüllten Händen trägt. Wie durch eine Geste vorausahnenden Erschreckens hat sich von einem Fuß des Kindes die kleine Sandale gelöst und ist im Begriff, zu Boden zu fallen.

Auf der anderen Seite des Marienhauptes schwebt der Erzengel Michael, der ebenfalls mit verhüllten Händen Leidenswerkzeuge Christi emporhält. Griechische Buchstaben kennzeichnen die Namen der beiden dargestellten Erzengel, die nach den Regeln der Bedeutungsperspektive vom Ikonenmaler wesentlich kleiner als die Jungfrau mit dem Kind dargestellt sind.

Fensterzyklus von Ernst Alt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus Anlass des 300-jährigen Gründungsfestes der Stadt Saarlouis im Jahr 1980 wurde im Jahr 1979 durch den Saarbrücker Künstler Ernst Alt mit dem Pelikanfenster ein neuer Fensterzyklus in der Kirche begonnen,[223] der sukzessive bis zum Tod des Künstlers im Jahr 2013 weitergeführt wurde.[224] Die Fenster wurden von den Firmen Derix sowie „Die Kunstglaser“, beide in Rottweil, in Antikglas hergestellt.[225]

Die Themen der Fenster wurden so konzipiert, dass sie alle in gewisser Weise mit dem Lebensthema des heiligen Ludwig und dessen engem Bezug zur Dornenkrone Christi in Zusammenhang stehen.

Hauptartikel: Saarlouiser Ludwigsfenster

Vasa sacra und Paramente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche St. Ludwig verfügt über eine reiche Sammlung an Vasa sacra, Kreuzen, Monstranzen und Altarleuchtern aus der Zeit vom 18. Jahrhundert bis zum 20. Jahrhundert.[226]

Darüber hinaus haben sich zahlreiche Paramente mit reicher Nadelmalerei und Goldstickerei in Sprengtechnik aus verschiedenen Jahrhunderten erhalten. Die Ausstattungsgegenstände wurden durch das bischöfliche Konservatorenamt dokumentarisch erfasst. Sie werden teilweise in einer kleinen, im Jahr 1988 eröffneten, Ausstellung zur Pfarrgeschichte in den Räumen der Statzschen Turmfassade präsentiert. Hier findet sich auch ein Teil der Chorvertäfelung der barocken Kirche, der später in einem Café am Großen Markt eingebaut war, Teile der alten Kommunionbank, Kirchenbücher sowie Teile der neogotischen Emporenbrüstung von St. Ludwig, die Ausstellungsinitiator Dieter Zell in den Jahren 1999/2000 aus dem Schloss im lothringischen Les Étangs zurückerwerben konnte.[227] Die Schreinerarbeiten zum Einbau der neogotischen Brüstung an der Nahtstelle zwischen Statzschem Turmbau und Böhmschen Betonbau oblag der Schreiner- und Restauratorwerkstatt Kroll aus Fraulautern, die bereits die Schreinerarbeiten am neogotischen Hochaltar nach dem Bankrott des Saarwellinger Unternehmens Mettler vollendet hatte.[228]

Von der Empore hängen vier bestickte Fahnen herab, die vom Beginn des 20. Jahrhunderts stammen. Es sind die kirchlichen Vereinsfahnen des St. Bonifatius-Vereins, des St. Franziskus-Xaverius-Vereins, der Marianischen Kongregation der Jungfrauen und der Kongregation der Jünglinge.[229]

Weihnachtskrippe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weihnachtskrippe mit der Verkündigung der Geburt Jesu an die Hirten

Die Kirche verfügt über eine umfangreiche Weihnachtskrippe mit stoffbekleideten Figuren. Die Weisen aus dem Morgenland „ziehen“ bis zum 6. Januar durch den Kirchenraum hin zum Stall von Bethlehem.

Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Ludwig (Saarlouis), Blick zur Orgel

Historische Orgeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wer die erste Orgel im neuerrichteten Kirchenschiff installierte, ist bisher unbelegt.[230] Überliefert ist nur für das Jahr 1706 eine Reparaturrechnung des Orgelbaumeisters Jacob Bramer aus Kornelimünster in Höhe von 360 Franken. Vielleicht war Bramer auch der Erbauer der ersten Orgel. Eine weitere Reparatur in einer Höhe von 300 Franken ist für das Jahr 1766 durch den Orgelbauer Bartholomäus Chevreux aus Bouzonville belegt. Die nächste Reparatur der Orgel erfolgte im Jahr 1806 für 1100 Franken durch einen Orgelbaumeister Geiß.[231]

Aktuelle Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die aktuelle Orgel befindet sich auf der lettnerartigen Kirchenempore. Das Orgelgehäuse wurde nach Vorgaben von Gottfried Böhm konzipiert. Es ähnelt dem ebenfalls von Böhm entworfenen Prospekt der Orgel der Kölner Philharmonie. Die Orgelpfeifen fasste man zu hohen runden Zylindergruppen zusammen und passte sie in die rechteckigen Betonnischen Böhms ein. Das Instrument wurde 1980 von der Orgelbaufirma Hugo Mayer Orgelbau, Heusweiler erbaut. Es hat 45 Register, verteilt auf drei Manuale und Pedal, mechanische Schleifladen und elektrische Koppeln und Registertrakturen. Die Orgelweihe fand am 29. März 1980 statt.[232]

I Rückpositiv C–a3

1. Holzgedackt 8′
2. Quintade 8′
3. Principal 4′
4. Metallflöte 4′
5. Principal 2′
6. Nachthornterz 133
7. Larigot 113
8. Cymbel III-IV
9. Cromorne 8′
Tremulant
II Hauptwerk C–a3
10. Bourdon 16′
11. Principal 8′
12. Holzflöte 8′
13. Octave 4′
14. Rohrflöte 4′
15. Quinte 223
16. Superoctave 2′
17. Cornet V 8′
18. Mixtur V
19. Cymbel III
20. Trompete 8′
III Schwellwerk C–a3
21. Gedackt 16′
22. Principal 8′
23. Metallgedackt 8′
24. Salicional 8′
25. Vox Coelestis 8′
26. Principal 4′
27. Nachthorn 4′
28. Waldflöte 2′
29. Sesquialter II 223
30. Oktävlein 1′
31. Acuta III
32. Scharff IV 23
33. Fagott 16′
34. Hautbois 8′
35. Clairon 4′
Tremulant
Pedal C–g1
36. Principalbaß 16′
37. Subbaß 16′
38. Octave 8′
39. Pommer 8′
40. Principal 4′
41. Octave 2′
42. Hintersatz IV 223
43. Posaune 16′
44. Trompete 8′
45. Schalmey 4′

Glocken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten Glocken der neuerbauten barocken Kirche stammten aus der im Jahr 1688 zerstörten Stadtpfarrkirche von Wallerfangen. Zwei weitere Glocken mit einem Gewicht von 1500 Pfund und 1100 Pfund wurden im Jahr 1720 von Nicolas Cortois und François Ruvel in Champigneulles bei Nancy für den Preis von 108 Écu gegossen.[233] Die kleinste Glocke aus dem Jahr 1576 stammte aus der Abtei Fraulautern.

In der Französischen Revolution mussten am 23. August 1793 von den vorhandenen fünf Glocken drei zu Rüstungszwecken abgegeben werden.[234] Die beiden noch vorhandenen Glocken dienten vermittels eines Schlagwerkes dem Stunden- und dem Viertelstundenschlag. In der Folgezeit erhielt St. Ludwig aus der Abtei Heiligste Dreifaltigkeit in Fraulautern eine weitere Glocke mit der Inschrift "SUSANNA HEISEN ICH IN GODES EREN LUDEN ICH BOES WEDDER VERTREIBEN ICH 1548."[235]

Glockengießer Johann Jakob Speck aus Kirrweiler in der Pfalz goss im Jahr 1735 eine weitere Glocke.[236]

Nach dem Kirchenreglement von 1692 wurde die Totenglocke im Falle des Todes eines männlichen Pfarrangehörigen dreimal geläutet, im Falle des Todes einer weiblichen Pfarrangehörigen nur zweimal, und für ein Kind wurde nur die kleine Totenglocke geläutet.[237]

Im Jahr 1836 wurden drei neue Glocken angeschafft, die von der wandernde Lothringer Gießerfamilie Perrin gegossen worden waren. Die Ludwigsglocke wog 2102, die Petrusglocke 1431 und die Marienglocke 1015 preußische Pfund. Die Glocken kosteten insgesamt 1179 Taler. Dabei wurde die alte Hauptglocke (1536 preußische Pfund) und die mittlere Glocke (1148 preußische Pfund) umgegossen. Die Petrusglocke und die Ludwigsglocke konnten wegen Rissen, die bereits im Jahr 1837 auftraten, nicht mehr geläutet werden und mussten im Folgejahr 1838 umgegossen werden. Da die Saarlouiser Stadtverwaltung die hauptsächlichen Kosten trug, lautete die Glockeninschrift: „Ex benevolentia magistratus urbis Saarae Ludovici“ (dt. Übersetzung: Ermöglicht durch die Stiftung der Stadtverwaltung von Saarlouis).[238]

Am 7. August 1880 schmolzen beim Brand des Kirchturmes während der 200-Jahr-Feier der Stadt Saarlouis zwei Glocken. Nach dem Fall der dritten und vierten Glocke brach die hölzerne und verschieferte barocke Glockenstube in sich zusammen. Zur Beschaffung eines neuen Geläutes stiftete der im Jahr 1858 gegründete Männergesangverein die Josefsglocke (a, 486 kg, Glockeninschrift in dt. Übersetzung: Joseph, Zier des Himmels und unsere sichere Hoffnung des Lebens, nimm auf unser Lob! Mich hat gießen lassen der Gesangverein von Saarlouis). Durch weitere Spenden konnten die Ludwigsglocke (c, 2.325 kg, Glockeninschrift in dt. Übersetzung: Hinsehend auf den Tod des heiligen Ludwig, gehet ein in das Haus Gottes, betet an in seinem heiligen Tempel und preiset seinen Namen!), die Petrusglocke (g, 695 kg, Glockeninschrift in dt. Übersetzung: Heiliger Hirte Petrus, nimm gütig die Stimme der Flehenden auf, löse durch Dein Wort die Bande der Sünde, da Dir die Gewalt gegeben ist, der Erde den Himmel zu öffnen und zu schließen!) sowie die Marienglocke (f, 925 kg, Glockeninschrift in dt. Übersetzung: Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.) angeschafft werden. Die neuen Glocken wurden am 23. August 1885 geweiht werden. Das erste Plenumgeläut erfolgte bei der Amtseinführung von Alexander Subtil am 4. Oktober 1885.[239] Diese Glocken wurden im Ersten Weltkrieg zu Kriegszwecken beschlagnahmt und am 2. Juli 1917 abgenommen.

Das am 22. Juli 1923 eingeweihte Nachkriegs-Geläut des neogotischen Turmes (c1, f1, g1, a1) wurde im Jahr 1936 durch eine d1-Glocke aus der Glockengießerei Otto in Hemelingen bei Bremen ergänzt. Die Marienglocke wog 952 kg, die Petrusglocke wog 643 kg, die Josefsglocke 480 kg. Die große Ludwigsglocke (2345 kg) widmete man Prälat Alexander Subtil zu seinem 50-jährigen Priesterjubiläum. Die Inschrift der Glocke lautete: "Resono laudem Altissimi, B. Ludovici honorem, memoriamque sacerdotii semisaeculi, quod A.D. 1920 peregit Rmus Dnus Alexander Subtil decanus, sedis Apost. camerarius secret., eccl. cathedr. Treviren. canon. hon., huius ecclesiae 38 iam annos pastor bonus, suorum filialem amorem aerea voce proclamo." (Dt. Übersetzung: "Ich ertöne zum Lob des Höchsten und zur Ehre des seligen Ludwig sowie zum 50-jährigen Priesterjubiläum, das im Jahr 1920 der ehrwürdige Herr und Dechant Alexander Subtil, Geheimkämmerer des apostolischen Stuhles, Ehrendomherr der Kathedralkirche zu Trier, seiner Pfarrkirche schon seit 38 Jahren ein guter Hirte, beging, und ich verkünde mit eiserner Stimme die kindliche Liebe der Seinen.")[240]

Im Jahr 1936 wurde durch die Glockengießerei Otto in Hemelingen bei Bremen die Marienglocke umgegossen und der Neuguss dem Erzengel Michael geweiht (Ton d als Ergänzung zu den bestehenden Tönen c,f,g,a). Die Glocke sollte fortan als Totenglocke dienen und an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges erinnern. Die Glockeninschrift lautete sich darauf beziehend:

„Wenn ich ertöne,
Denkt eurer Söhne,
Die Blut und Leben
Für uns gegeben.
St. Michael verlaß uns nicht,
Wenn sterbend uns das Auge bricht;
Dann führ´ die Müden
In Gottes Frieden!“

Gleichzeitig wurde eine neue Marienglocke gegossen. Die Glockenweihe feierte man am 24. Mai 1936. Zur Aufhängung der Glocken wurde ein neuer Glockenstuhl im Kirchturm montiert.[241]

Nach dem Erlass des Reichsinnenministeriums vom 3. Mai 1942 wurden diese Glocken am 15. Juni 1942 zu Kriegszwecken enteignet. Die Gemeinde durfte nur die a1-Glocke behalten.[242]

Durch die Spende der Stadtgemeinde Saarlouis (größte Glocke) und zahlreicher Pfarrangehöriger konnten nach dem Zweiten Weltkrieg neue Glocken in Auftrag gegeben werden. Sie wurden im Jahr 1953 von der Glockengießerei Otto in ihrer Filiale in Saarlouis-Fraulautern gegossen und waren deren erster dortiger Guss. Am 25. März 1953 wurden sie durch den Prälaten Weins aus Trier feierlich auf dem Großen Markt geweiht.[243]

Die Kirche St. Ludwig besitzt seither wieder fünf Bronzeglocken, welche sich alle im mittleren, größten Turm der Kirche befinden und elektronisch von der Sakristei aus geläutet werden können. Die Glocken befinden sich in einem Stahlglockenstuhl.

Nr. Name Nominal
(16tel)
Gewicht
(kg)
Durchmesser
(cm)
Inschrift
1 Ludwigsglocke c’ 2300 155 „Clange novo, campana, novam clangore per urbem. Corda Ludovici voce sublime voca.“ (Übersetzung: Durchtöne mit neuem Klang, Glocke, die neue Stadt. Rufe mit Ludwigs Stimme die Herzen himmelwärts.)
2 Michaelsglocke d’ 1650 137 „Exstinctos belli, incerta sorte detentos nomine, me Michael, plangere, scite satos.“ (Übersetzung: Wisset, dass ich, Michael, die Toten der Kriege sowie die ungewissen Schicksales Zurückgehaltenen überall namentlich laut betrauere.)
3 Marienglocke f’ 1000 120 „Orbi sola salus per te data, Virgo Maria. Urbem materno protege praesidio.“ (Übersetzung: Das Heil der Welt wurde uns allein durch Dich geschenkt, Jungfrau Maria. Nimm unsere Stadt unter Deinen mütterlichen Schutz.)
4 Josefsglocke g’ 700 104 „Publica res stat firma tuo munimine, Joseph. Urbs hinc nostra Joseph sit tibi cunque cliens.“ (Übersetzung: Das Heil aller steht sicher unter Deinem Schutz, Joseph. Unsere Stadt sei in allem Dir von nun an in alle Zeit anvertraut.)
5 Petrusglocke a’ 500 95 „Claviger, ecce tibi campana sacrata manebit. Nobis lassatis ostia pande, Petre.“ (Übersetzung: Schlüsselträger, siehe, Dir sei die Glocke allezeit geweiht. Öffne uns nach des Lebens Mühen die Tür zur Ewigkeit, Petrus.)

Kirchturmuhr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Kirchturmuhr wurde im Jahr 1704 durch den Trierer Uhrmachermeister Jean Becker mit Viertelstundenschlagwerk eingerichtet.[244] Bereits im Jahr 1727 erstellte Johann Loup/Wolf aus Forbach einen Kostenvoranschlag für einen Neubau zum Preis von 270 Franken zuzüglich des Materials der alten Uhr, das er mit 120 Franken veranschlagte. Im Folgejahr wurde schließlich aber eine neue Saarlouiser Kirchturmuhr von Francois de Thionville für die Summe von 600 Franken zuzüglich des Materials der alten Uhr, die jetzt mit 200 Franken veranschlagt wurde, erstellt.[245]

Seelsorger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Pfarrei St. Ludwig haben seit der Gründung folgende Seelsorger gewirkt:[246]

Rekollektensuperiore[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vincent Gargan / Synphorien Gaillon: 1683–1687
  • Remi de Laitre: 1687
  • André Vaillant: 1687–1689
  • Elisée de la Genière: 1689–1693
  • Hypolite Guéral: 1693–1696
  • Joseph Le Serre: 1696–1697
  • Joseph Barbier: 1697–1698
  • Philibert Pinceau: 1698–1701
  • Calixte Morot: 1702
  • Robert Nicolas: 1702–1704
  • Pierre Baptiste Vassot: 1704–1709
  • Théodore Loret: 1709–1711
  • Irène Dole: 1711–1714
  • Angélique Desplaques: 1714–1716
  • Jean-François Alexand(re): 1716–1719
  • Augustin Quartier: 1719–1726
  • Vincent Enguerrant: 1726–1730
  • Charles de St. Martin: 1730–1731
  • Célestin Cochot: 1731–1734
  • Bonaventura Bocquenheimer: 1734
  • Gabriel Aubert: 1734–1737
  • Polycarpe Motte (aus Saarlouis): 1737–1740
  • Nicolas Fournier: 1740–1742
  • Nicolas Henry: 1742
  • Jean-François Thiery: 1742–1745
  • Etzior Petitot: 1745–1746
  • Antoine Potier: 1746–1747
  • Romain Joseph: 1747–1757
  • Zénobe Gaillard: 1757–1758
  • Romain Joseph: 1759
  • Cajetan Paillard: 1759–1762
  • Patrice Müller (aus Saarlouis): 1762–1766
  • Justin Bichelberger (aus Saarlouis): 1766
  • Alexandre Pochet: 1766–1773
  • Nicolas Manceau: 1773–1783
  • Prosper Burtey: 1784–1788
  • Jean Capistran Kremer: 1788– 30. August 1792 (letzter Rekollektensuperior)

Weltpriester[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jean Guitienne: 1792–1794 (erster geschworener Stadtpfarrer)
  • 1794–1802 war die Pfarrkirche St. Ludwig ohne Seelsorger
  • François-Philippe Clemencé: 1802–1803
  • Peter Franz Jacoby: 1803–1823
  • Johann Baptist Perl: 1824–1834
  • Franz Hecking: 1834–1881
  • Pfarrverwaltung von 1881 bis 1885 durch Kaplan Stein
  • Alexander Subtil: 1885–1933
  • Heinrich Unkel: 1933–1963
  • Walter Helmes: 1963–1973
  • Anton Heidger: 1974–2007
  • Ralf Hiebert: 2007–2015
  • Frank Kleinjohann: 2016 ad multos annos

Religiöse Bruderschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen des Pfarrlebens bestanden in Saarlouis mehrere religiöse Bruderschaften, deren Aktivitäten in Bruderschaftsbüchern des Pfarrarchives von St. Ludwig (heute im Bistumsarchiv Trier) dokumentiert sind.

Hauptartikel: Saarlouiser Bruderschaften

Brauchtum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Umfeld der katholischen Saarlouiser Stadtpfarrkirche St. Ludwig entwickelte sich ein umfangreiches historisches Brauchtum, das teilweise bis zum heutigen Tag gepflegt bzw. ausgebaut wird.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985.
  • Jo Enzweiler u. a. (Hrsg.): Gottfried Böhm, Künstlerlexikon Saar, Künstlerblatt Architektur, Saarbrücken 2010, S. 9–12.
  • Katholisches Pfarramt St. Ludwig in Saarlouis (Hrsg.): St. Ludwig – Saarlouis. Erolzheim 1960.
  • Martin König: Ein Fensterzyklus von Ernst Alt. Die Tierfenster in der Pfarrkirche St. Ludwig in Saarlouis. In: Das Münster 42, 1989, S. 27–30.
  • Martin König: Inkarnationen: Pflanzen, Tier und Mensch, Die zwei Fensterzyklen in Neunkirchen/Nahe und in Saarlouis. In: Thomas Schwarz, Armin Schmitt (Hrsg.): Mnemosyne, Der Maler und Bildhauer Ernst Alt. Blieskastel 2002, S. 59–71, hier S. 65–71.
  • Kristine Marschall: Sakralbauwerke des Klassizismus und des Historismus im Saarland (Veröffentlichungen des Instituts für Landeskunde im Saarland, Bd. 40), Saarbrücken 2002. S. 328–329, 567.
  • Josef Mischo: „Denn sehet, ich bin mit euch alle Tage“, Die Pfarrkirche St. Ludwig – Saarlouis und ihre Glasfenster von Ernst Alt, Gedanken zu einem Kunstwerk unserer Zeit. Saarlouis-Lisdorf 1993.
  • Josef Mischo: Die Heilsgeschichte in Farbe. Der Fensterzyklus von Ernst Alt in der Pfarrkirche St. Ludwig Saarlouis. Dillingen/Merzig 2015.
  • Franz Ronig: Der Kirchenbau des 19. Jahrhunderts im Bistum Trier. In: Eduard Trier, Willy Weyres (Hrsg.): Kunst des 19. Jahrhunderts im Rheinland in fünf Bänden. Bd. 1, Architektur I (Kultusbauten), Düsseldorf 1980, S. 195–268, hier: S. 238–240.
  • Jörg Sonnet: 330 Jahre Pfarrkirche St. Ludwig Saarlouis (1685–2015). In: Unsere Heimat. Mitteilungsblatt des Landkreises Saarlouis für Kultur und Landschaft, 40. Jg. Heft 1, 2015, S. 28–34.
  • Alfons Thome: „Die ganze Schöpfung schreit nach Erlösung“, Gedanken zu den Kirchenfenstern von Ernst Alt in Saarlouis-St. Ludwig. In: Paulinus, 111. Jahrgang, 17. März 1985.
  • Dieter Zell: St. Ludwig, Wegweiser und Geschichte, hrsg. von der Pfarrgemeinde St. Ludwig, o. O. 1990.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: St. Ludwig (Saarlouis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. kirche-saarlouis.de abgerufen am 16. August 2015.
  2. Theodor Liebertz: Wallerfangen und seine Geschichte nach archivalischen Quellen bearbeitet. o. O. und o. J. (1953), S. 253–298; Markus Battard: Wallerfangen – Eine Zeitreise in Bildern. 2., überarbeitete Auflage. Dillingen/Saar 2012, S. 51; Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, S. 15.
  3. Josef Niessen: Zur Kirchengeschichte an der mittleren Saar, in: Saar-Atlas, im Auftrage der Saar-Forschungsgemeinschaft bearbeitet und herausgegeben von Hermann Overbeck und Georg Wilhelm Sante, in Verbindung mit Hermann Aubin, Otto Maull und Franz Steinbach, Gotha 1934, S. 49-54, hier S. 52.
  4. Roland Henz, Jo Enzweiler (Hrsg.): Saarlouis Stadt und Stern / Sarrelouis – Ville et Étoile. Text: Oranna Dimmig, Übertragung ins Französische: Anne-Marie Werner. Saarbrücken 2011, S. 67.
  5. Hans-Jörg Schu: Der Große Markt in Saarlouis. Saarbrücken 1986, S. 7–9.
  6. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung, Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979; Hans-Jörg Schu: Der Große Markt in Saarlouis. Saarbrücken 1986, S. 8.
  7. Hans-Jörg Schu: Der Große Markt in Saarlouis. Saarbrücken 1986, S. 62–66.
  8. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung, Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil 1, S. 114–115.
  9. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis, Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, S. 89–90, S. 98.
  10. Hans-Jörg Schu: Der Große Markt in Saarlouis. Saarbrücken 1986, S. 12–13.
  11. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung, Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil 1, S. 115; Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 19–20.
  12. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 12.
  13. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung, Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil 1, S. 112–113.
  14. Hans-Walter Herrmann: Die geopolitischen Rahmenbedingungen in der Frühzeit der Festungsstadt Saarlouis, in: Kurt Bohr und Benedikt Loew: Vauban – Baumeister, Offizier und Reformer – Festungen der Großregion als Erinnerungsorte, Erinnerungsorte – Ankerpunkte saarländischer Identität, Schriftenreihe der Saarländischen Gesellschaft für Kulturpolitik e. V., Saarbrücken 2001, S. 109–135.
  15. Benedikt Loew: Ex Nihilo – Die Gründung der Festungsstadt Sarre-Louis, in: Kurt Bohr und Benedikt Loew: Vauban – Baumeister, Offizier und Reformer – Festungen der Großregion als Erinnerungsorte, Erinnerungsorte – Ankerpunkte saarländischer Identität, Schriftenreihe der Saarländischen Gesellschaft für Kulturpolitik e. V., Saarbrücken 2001, S. 136–175.
  16. Michael Tritz: Geschichte der Abtei Wadgassen, Zugleich eine Kultur- und Kriegsgeschichte der Saargegend, unveränderter Nachdruck der Ausgabe Wadgassen 1901 mit einer Einleitung von Hans-Walter Herrmann und einem Register, Saarbrücken 1978, S. 288-291.
  17. Friedrich Fischer: Saarlouis – eine Synthese aus Natur und Geschichte, in: Herbert Liedtke, Karl-Heinz-Hepp, Christoph Jentsch: Das Saarland in Karte und Luftbild, Ein Beitrag zur Landeskunde, hrsg. vom Landesvermessungsamt des Saarlandes, Neumünster 1974, S. 60–61; Ludwig Karl Balzer: Saarlouis, Aktuelle und historische Berichte über die Stadt Saarlouis eingeschlossen alle sechs Stadtteile, Saarlouis 1964, S. 24–25.
  18. Enzyklika "Fulgens Corona", 8. September 1953, in: Heinrich Denzinger: Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen, verbessert, erweitert, ins Deutsche übertragen und unter Mitarbeit von Helmut Hoping herausgegeben von Peter Hünermann, 37. Auflage, Freiburg im Breisgau, Basel, Rom, Wien 1991, 3908-3910, S. 1103–1104.
  19. Bulle "Ineffabilis Deus", 8. Dezember 1854, in: Heinrich Denzinger: Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen, verbessert, erweitert, ins Deutsche übertragen und unter Mitarbeit von Helmut Hoping herausgegeben von Peter Hünermann, 37. Auflage, Freiburg im Breisgau, Basel, Rom, Wien 1991, 2800-2804, S. 774–776.
  20. Apostolische Konstitution "Munificentissimus Deus", 1. November 1950, in: Heinrich Denzinger: Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen, verbessert, erweitert, ins Deutsche übertragen und unter Mitarbeit von Helmut Hoping herausgegeben von Peter Hünermann, 37. Auflage, Freiburg im Breisgau, Basel, Rom, Wien 1991, 3900-3904, S. 1099–1101.
  21. Saarforschungsgemeinschaft (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler der Kreise Ottweiler und Saarlouis, bearbeitet von Walter Zimmermann. 2., unveränderte Auflage von 1934. Saarbrücken 1976, S. 295.
  22. Erste Erwähnung Wallerfangens als Stadt im Jahr 1334, Christoph Brouwer: Antiquitatum Et Annalivm Trevirensivm Libri XXV: Opus variis Antiquitatum monumentis aeri & ligno incisis adornatum Duobus Tomis Comprehensi; Quorum Ille Proparasceven, cum Libris XXII Annalium scripsit: Hic, praeter Additamenta Proparasceves & Historiae, III reliquos Annalium libros cum luculentis Indicibus, adjecit; Opus variis Antiquitatum monumentis aeri & ligno incisis adornatum; Band 2, S. 209, reader.digitale-sammlungen.de abgerufen am 18. Februar 2016; Theodor Liebertz: Wallerfangen und seine Geschichte nach archivalischen Quellen bearbeitet. Wallerfangen 1953, S. 59.
  23. Theodor Liebertz: Wallerfangen und seine Geschichte nach archivalischen Quellen bearbeitet. Wallerfangen 1953, S. 266.
  24. Dora Diemel: Geschichte der Kreisstadt Saarlouis, Band 2, Die Geschichte des Stadtteils Beaumarais, Saarlouis 1979, S. 67.
  25. Wolfgang Adler: Altes erkundet – Neues gebaut. Die Ausgrabungen beim Bau der Filiale Wallerfangen der Kreissparkasse Saarlouis 2011 und 2012, mit Beiträgen von B. Fecht, S. Klapdohr, J. Naumann und R. Schreiber (Ausstellungskatalog), Saarlouis 2013; Wolfgang Adler: Ausgrabungen im Zentrum der mittelalterlichen Stadt Wallerfangen In: Denkmalpflege im Saarland, Jahresbericht 2011 (2012), S. 78–80; Wolfgang Adler: König lässt Stadt abreißen, In: Archäologie in Deutschland 2012, Heft 2, S. 53f.; Wolfgang Adler: Zu den Wurzeln der mittelalterlichen Stadt Wallerfangen, Notgrabung Ecke Haupt- und Villeroystraße. In: Denkmalpflege im Saarland, Jahresbericht 2012 (2013), S. 72–74; Wolfgang Adler: Ein Opfer für Saarlouis. Bei Ausgrabungen in Wallerfangen stieß man auf Reste der Pfarrkirche und des alten Friedhofs. In: Saargeschichten, 4/2013, S. 25–29; Wolfgang Adler: Einblicke in das Zentrum der mittelalterlichen Stadt Walderfingen, Grabungen anlässlich des Neubaus der Sparkassenfiliale Wallerfangen 2001 und 2012. In: Archäologietage Otzenhausen, Band 1, Archäologie in der Großregion, Internationales Symposium zur Archäologie in der Großregion in der Europäischen Akademie Otzenhausen, 7.-9. März 2014, hrsg. Michael Koch, Nonnweiler 2015, S. 275–278; sol.de abgerufen am 21. Januar 2016.
  26. Theodor Liebertz: Wallerfangen und seine Geschichte nach archivalischen Quellen bearbeitet. o.O und o.J. (1953), S. 255–276; Markus Battard: Wallerfangen – Eine Zeitreise in Bildern, 2. überarbeitete Auflage, Dillingen/Saar 2012, S. 51–54 u. 75–87.
  27. Sohn von Jean Dumas und Gabriele Henry.
  28. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 11.
  29. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 12.
  30. Katholisches Pfarramt St. Ludwig in Saarlouis (Hrsg.): St. Ludwig – Saarlouis, Erolzheim 1960, S. 4; Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung, Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil 1, S. 111–112.
  31. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 13.
  32. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 15 gibt als Länge nur 103 Fuß an.
  33. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 6.
  34. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, s. 6–7.
  35. Roland Henz u. Jo Enzweiler (Hrsg.): Saarlouis Stadt und Stern / Sarrelouis – Ville et Étoile, Text: Oranna Dimmig, Übertragung ins Französische: Anne-Marie Werner, Saarbrücken 2011, S. 68.
  36. Ludwig Karl Balzer: Saarlouis, Das königliche Sechseck, Bau der Festungsstadt in der Zeit des Sonnenkönigs, Saarbrücken 2001, S. 343.
  37. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung, Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil 1, S. 112–113; Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 14.
  38. Ludwig Karl Balzer: Saarlouis, Das königliche Sechseck, Bau der Festungsstadt in der Zeit des Sonnenkönigs, Saarbrücken 2001, S. 343.
  39. Eine Grablege kostete damals 100 Livres.; Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 14.
  40. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung, Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil 1, S. 113.
  41. Ludwig Karl Balzer: Saarlouis, Das königliche Sechseck, Bau der Festungsstadt in der Zeit des Sonnenkönigs, Saarbrücken 2001, S. 343–344.
  42. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 14–15.
  43. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 9.
  44. Katholisches Pfarramt St. Ludwig in Saarlouis (Hrsg.): St. Ludwig – Saarlouis, Erolzheim 1960, S. 4–5.
  45. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung, Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil 1, S. 113–114; Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 20–21.
  46. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 45.
  47. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 47.
  48. Die Kunstdenkmäler der Kreise Ottweiler und Saarlouis, bearbeitet von Walter Zimmermann, 2. Auflage, Saarbrücken 1976, S. 259.
  49. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung, Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil 1, S. 116.
  50. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 17–18.
  51. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 48.
  52. Die Kunstdenkmäler der Kreise Ottweiler und Saarlouis, bearbeitet von Walter Zimmermann, 2. Auflage, Saarbrücken 1976, S. 259.
  53. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 51.
  54. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 51–52.
  55. Dekrete der französischen Nationalversammlung vom 15. Januar, 16. Februar, 26. Februar 1790.
  56. Jakob Marx: Geschichte des Erzstifts Trier als Kurfürstentum und als Erzdiözese von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1816, Band V, Trier 1858–1864, S. 252 ff., S. 43 ff., S. 439 ff.
  57. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 51.
  58. nach Delges: Stadtarchiv Saarlouis, II, 51003.
  59. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 54.
  60. Städtisches Niederschriftsbuch N, VI, S. 194/198.
  61. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 57–59.
  62. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 52–54.
  63. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 65–67.
  64. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 60.
  65. Johann Guitienne war von 1794 bis zu seinem Tode im Jahr 1814 Pfarrer in Fremersdorf an der Saar.
  66. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 59–60.
  67. Kalendergesetz vom 4. Frimaire II (24. November 1793):
  68. Deutsche Übersetzung aus dem Französischen nach: Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 61 nach den Beschlussbüchern der Stadtverwaltung Saarlouis 1790/92, S. 96.
  69. Die Rückbenennung in Saarlouis erfolgte schleichend und war etwa im Jahr 1810 vollzogen.
  70. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung, Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil 1, S. 116–117.
  71. Registre des séances de l’administration du département, L88, f° 53-55, et registre d’audiences du tribunal criminel, 1792-16 brumaire an IV, f° 110, (Arch.dép. des Deux-Sèvres); Antonin Proust, la Justice révolutionnaire à Niort, 2e édition; p. XIV, 29–31, 132, 156–157.
  72. Alfred Largeault, Revue de l’Ouest, n° du 4 avril 1893.- Vicomte de Lastic Saint-Jal, l’Église et la Révolution à Niort.
  73. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgegend, Trier 1865, S. 189;saarland-biografien.de abgerufen am 12. November 2015.
  74. Charles Mullié: Biographie des célébrités militaires des armées de terre et de mer de 1789 à 1850. Paris 1852; saarland-biografien.de abgerufen am 12. November 2015.
  75. >Dictionnaire Biographique des Généraux & Amiraux Francais de la Révolution et de l’Empire 1792–1814, Bd. 1. Paris 1934;saarland-biografien.de abgerufen am 12. November 2015.
  76. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 71; Katholisches Pfarramt St. Ludwig in Saarlouis (Hrsg.): St. Ludwig – Saarlouis. Erolzheim 1960, S. 8–9.
  77. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 71–72.
  78. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung. Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil 1, S. 118.
  79. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung. Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil 1, S. 116.
  80. Es ist unklar, ob das Kunstwerk in der Barockzeit als Predella oder Antependium diente. Seine Benutzung als Predella hätte evt. die Möglichkeit der Ausstellung eines Tabernakels auf dem Hochaltar behindert.
  81. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung. Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil I, S. 54.
  82. Katholisches Pfarramt St. Ludwig in Saarlouis (Hrsg.): St. Ludwig – Saarlouis. Erolzheim 1960, S. 8–9; Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung, Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil 1, S. 118.
  83. "Ich schwöre Hass dem Königtum und der Anarchie, Treue und Anhänglichkeit der Republik und der Verfassung des Jahres III."
  84. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 73.
  85. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 76.
  86. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung, Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil 1, S. 119.
  87. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 2; Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung, Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil 1, S. 119; Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 77.
  88. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 83.
  89. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 84.
  90. Landeshauptarchiv Koblenz 442 - 6346, Blatt 51.
  91. Domine, salvum fac regem et exaudi nos in die qua invocaverimus te. Gloria Patri et Filio, et Spiritui Sancto. Sicut erat in principio et nunc et semper et in saecula saeculorum. Amen. (Dt. Übersetzung: Herr, bereite dem König Heil und erhöre uns am Tag, an dem wir Dich anrufen. Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es am Anfang war und nun ist und in Ewigkeit sein wird. So sei es.)
  92. Landeshauptarchiv Koblenz 442 - 6346, Blatt 51.
  93. Saarkalender Jg. 5, 1827, S. 106; Intelligenzblatt Saarbrücken Nr. 1, 1815: Alois Prediger: Geschichte des Landkreises Saarlouis, Bd. 1, Französisches Erbe und preußische Formung (1815–1848), Saarbrücken 1997, S. 55–72.
  94. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 84.
  95. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, S. 85.
  96. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 2.
  97. Saarforschungsgemeinschaft (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler der Kreise Ottweiler und Saarlouis, bearbeitet von Walter Zimmermann, 2., unveränderte Auflage, Saarbrücken 1976, S. 259; Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 11.
  98. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, S. 85.
  99. Kristine Marschall: Sakralbauwerke des Klassizismus und des Historismus im Saarland (Veröffentlichungen des Instituts für Landeskunde im Saarland, Bd. 40), Saarbrücken 2002. S. 328–329, 567, hier S. 328; Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 1–10.
  100. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 8–9.
  101. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 150–153.
  102. Karl Marx: Herr Vogt. Kap.II: Die Buerstenheimer
  103. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis, Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 105.
  104. Karl Theodor Ferdinand Grün im Lexikon Westfälischer Autorinnen und Autoren
  105. Anzeiger für die Kreise Saarlouis, Merzig, Ottweiler, Saarburg und für Deutsch-Lothringen, Nr. 126, Saarlouis, Sonntag den 21. Oktober 1849.
  106. Katholisches Pfarramt St. Ludwig in Saarlouis (Hrsg.): St. Ludwig – Saarlouis, Erolzheim 1960, S. 6–7.
  107. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 22–28.
  108. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 28–29.
  109. Katholisches Pfarramt St. Ludwig in Saarlouis (Hrsg.): St. Ludwig – Saarlouis, Erolzheim 1960, S. 9–10.
  110. Katholisches Pfarramt St. Ludwig in Saarlouis (Hrsg.): St. Ludwig – Saarlouis, Erolzheim 1960, S. 9–10.
  111. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung, Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil 1, S. 113.
  112. Gernot Karge und Hans Jörg Schu: Der Alte Friedhof Saarlouis – Seine Bedeutung, seine Geschichte, seine Grabmäler, Saarlouis 2008.
  113. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung, Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil 1, S. 113; Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 18–19, S. 92–93.
  114. Katholisches Pfarramt St. Ludwig in Saarlouis (Hrsg.): St. Ludwig – Saarlouis, Erolzheim 1960, S. 6–7.
  115. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 37–41, S. 112–113.
  116. gemeint ist ein gesetzlicher Erbe eines Erblassers, der kein Testament hinterlassen hat
  117. Katholisches Pfarramt St. Ludwig in Saarlouis (Hrsg.): St. Ludwig – Saarlouis, Erolzheim 1960, S. 8; Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 37–41, S. 90–92, 112-113.
  118. Theodor Liebertz: Wallerfangen und seine Geschichte nach archivalischen Quellen bearbeitet. Wallerfangen 1953, S. 281–282.
  119. Die Kunstdenkmäler der Kreise Ottweiler und Saarlouis, bearbeitet von Walter Zimmermann, 2. Auflage, Saarbrücken 1976, S. 236; Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 134–138.
  120. Konventsgründung 1306, Kirchenbau 1309, siehe: Saarforschungsgemeinschaft (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler der Kreise Ottweiler und Saarlouis, bearbeitet von Walter Zimmermann, 2., unveränderte Auflage, Saarbrücken 1976, S. 295.
  121. Theodor Liebertz: Wallerfangen und seine Geschichte nach archivalischen Quellen bearbeitet. Wallerfangen 1953, S. 277–280; Heiner Bonnaire: Zur Geschichte des Staatlichen Gymnasiums Saarlouis, in: 300 Jahre Gymnasium Saarlouis am Stadtgarten, Saarlouis 1991, S. 16–61.
  122. Roland Henz u. Jo Enzweiler (Hrsg.): Saarlouis Stadt und Stern / Sarrelouis – Ville et Étoile, Text: Oranna Dimmig, Übertragung ins Französische: Anne-Marie Werner, Saarbrücken 2011, S. 69 und 118; Katholisches Pfarramt St. Ludwig in Saarlouis (Hrsg.): St. Ludwig – Saarlouis, Erolzheim 1960, S. 11; Jörg Schmitz: Leben und Werk des Architekten Wilhelm Peter Schmitz (1864–1944), Dombaumeister, Denkmalpfleger, Kunstschriftsteller und Lothringischer Konservator. Ein Rheinischer Architekt des Späthistorismus (Aachen, Köln, Trier, Metz), Band 1: Biographie und Abbildungsteil, Band 2: Werkverzeichnis, Tönning u. a. 2005; Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 124–134.
  123. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 149; Hans Jörg Schu: Geschichte des Canisianums, in: Informationsblatt der Priesterbruderschaft St. Petrus, Juni 2012, S. 7.
  124. Saarländisches Gesetz über das Friedhofs-, Bestattungs- und Leichenwesen, § 2.
  125. Johannes Werres: Ein Gotteshaus für die letzte Ruhe, In: Saarbrücker Zeitung, 8. November 2010.
  126. Saarländisches Gesetz über das Friedhofs-, Bestattungs- und Leichenwesen, § 4; Johannes Werres: Macht Vielfalt Friedhöfe teurer? In: Saarbrücker Zeitung, 21. Mai 2011; Johannes Werres: Tägliche Messen im alten Ritus. In: Saarbrücker Zeitung, 4. Mai 2012.
  127. Informationsblatt der Priesterbruderschaft St. Petrus Juni 2012, S. 4–6.
  128. petrusbruderschaft.de abgerufen am 15. März 2016.
  129. Pater André Hahn (FSSP): Wir renovieren. In: Informationsblatt der Priesterbruderschaft St. Petrus, April 2016, S. 3; schriftliche Mitteilung durch Pater André Hahn FSSP vom 15. März 2016.
  130. drk-kliniken-saar.de abgerufen am 19. März 2016.
  131. Oranna Elisabeth Dimmig: Saarlouis Stadt und Stern / Sarrelouis – Ville et Étoile, Übertragung ins Französische: Anne-Marie Werner, hrsg. v. Roland Henz und Jo Enzweiler Saarbrücken 2011, S. 118.
  132. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 139–141, Teil 2, S. 7–8.
  133. drk-kliniken-saar.de abgerufen am 19. März 2016.
  134. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 147–148; lokalesbuendnis.saarlouis.de abgerufen am 20. März 2016; saarland-biografien.de abgerufen am 20. März 2016; Wallraffsche Kartei, Band XLIV, Mi-Mo, Archiv des Landkreises Saarlouis.
  135. Katholisches Pfarramt St. Ludwig in Saarlouis (Hrsg.): St. Ludwig – Saarlouis, Erolzheim 1960, S. 11–12; Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 141–147; marienhaus-klinikum-saar.de abgerufen am 19. März 2016.
  136. josefsschwestern-trier.de abgerufen am 28. September 2015.
  137. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 148–149.
  138. josefsschwestern-trier.de abgerufen am 28. September 2015; adolfbender.de abgerufen am 28. September 2015.
  139. Ordensarchivs der Josefsschwestern zum Gertrudenstift
  140. c-flasche.de abgerufen am 28. September 2015.
  141. Oranna Dimmig: Saarlouis Stadt und Stern / Sarrelouis – Ville et Étoile, hrsg. von Roland Henz u. Jo Enzweiler, Übertragung ins Französische: Anne-Marie Werner, Saarbrücken 2011, S. 54–55.
  142. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis, Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 105; Anzeiger für die Kreise Saarlouis, Merzig, Ottweiler, Saarburg und Deutsch-Lothringen, 1849, abgedruckt in: Alois Prediger: Geschichte des Landkreises Saarlouis, Bd. 2, Im Zeitalter von Liberalisierung und Industrialisierung (1848–1890), Saarbrücken 2005, S. 77–78.
  143. Anzeiger für die Kreise Saarlouis, Merzig, Ottweiler, Saarburg und Deutsch-Lothringen, 18. Oktober 1849 und 21. Oktober 1949.
  144. Alois Prediger: Geschichte des Landkreises Saarlouis, Bd. 2, Im Zeitalter von Liberalisierung und Industrialisierung (1848–1890), Saarbrücken 2005, S. 78–83.
  145. Landeshauptarchiv Koblenz, 442-6425, S. 20, nach: Alois Prediger: Geschichte des Landkreises Saarlouis, Bd. 2, Im Zeitalter von Liberalisierung und Industrialisierung (1848–1890), Saarbrücken 2005, S. 81.
  146. David Blackbourn: Marpingen – Das deutsche Lourdes in der Bismarkzeit, Historische Beiträge des Landesarchivs Saarbrücken, Band 6, Saarbrücken 2007, S. 128.
  147. David Blackbourn: Marpingen – Das deutsche Lourdes in der Bismarkzeit, Historische Beiträge des Landesarchivs Saarbrücken, Band 6, Saarbrücken 2007, S. 129.
  148. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 2, S. 100–101.
  149. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 2, S. 99–103.
  150. Saarlouiser Journal, Nr. 187 (1864); Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 2–3; Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 95–96.
  151. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 96–97.
  152. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980; 3.
    • Püttlingen, kath. Pfarrkirche St. Sebastian, Entwurf unausgeführt 1860er Jahre
    • Beckingen, kath. Pfarrkirche St. Johannes und Paulus, 1861–1863
    • Heusweiler, kath. Pfarrkirche Mariae Heimsuchung, 1862–1863
    • Quierschied, kath. Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt, 1863–1866
    • Merzig, ev. Pfarrkirche, 1863–1865
    • Eidenborn, kath. Filialkirche Maria und Petrus, 1866
    • Schiffweiler, kath. Pfarrkirche St. Martin, 1867–1869
    • Dudweiler, kath. Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt, 1864–1866
    • Saarlouis, kath. Pfarrkirche St. Ludwig, 1865–1866
    • Burbach, kath. Pfarrkirche St. Eligius, 1869–1873
    • Friedrichsthal, kath. Pfarrkirche St. Michael, 1870–1873
    • Saarbrücken, kath. Pfarrkirche St. Jakob, Bau unvollendet, 1870
    • Mechern, kath. Filialkirche St. Quiriakus, Erweiterung 1871
    • Niedaltdorf, kath. Pfarrkirche St. Rufus, Bauleitung, 1871–1873
    • Hilbringen, kath. Pfarrkirche St. Petrus in Ketten, unausgeführter Entwurf 1873
    • Spiesen, kath. Pfarrkirche St. Ludwig, 1875–1877 und 1884–1887
    • Eppelborn, kath. Pfarrkirche St. Sebastian, Erweiterung 1879–1880
    • Rilchingen-Hanweiler, kath. Pfarrkirche St. Walfried, 1884
    • Lebach, kath. Pfarrkirche Allerheiligste Dreifaltigkeit, 1881–1883
    • Düren, kath. Filialkirche Mariae Erscheinung in Lourdes, 1884
    • Reisbach (Reisweiler), kath. Pfarrkirche Mariae Opferung, 1885–1886
    • Altenkessel-Neudorf, ev. Pfarrkirche Lutherkirche, 1886–1887
    • Elversberg, ev. Pfarrkirche, Planung 1888–1889
  153. Kristine Marschall: Sakralbauwerke des Klassizismus und des Historismus im Saarland, (Veröffentlichungen des Instituts für Landeskunde im Saarland, Bd. 40), Saarbrücken 2002, S. 389; Franz Ronig: Der Kirchenbau des 19. Jahrhunderts im Bistum Trier, in: Kunst des 19. Jahrhunderts im Rheinland in fünf Bänden, hrsg. von Eduard Trier und Willy Weyres, Bd. 1, Architektur I (Kultusbauten), Düsseldorf 1980, S. 195–268, hier: S. 238–240; Rudolf Saam: Beitrag zur Baugeschichte neugotischer Kirchen an der Saar. Zum Leben und Werk des Baumeisters Carl Friedrich Müller, in: Saarbrücker Hefte, Heft 48, Saarbrücken 1978, S. 17–51; Rudolf Saam: Beitrag zur Baugeschichte neugotischer Kirchen an der Saar, Zum Leben und Werk des Baumeisters Carl Friedrich Müller, in: Saarbrücker Hefte, Heft 48, Saarbrücken 1978, S. 17–52; Rudolf Saam: Der Baumeister Carl Friedrich Müller und seine Tätigkeit im Landkreis Saarlouis, in: Heimatkundliches Jahrbuch des Landkreises Saarlouis, Saarlouis 1981, S. 23–25.
  154. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, S. 98–99.
  155. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 97–98.
  156. Katholisches Pfarramt St. Ludwig in Saarlouis (Hrsg.): St. Ludwig – Saarlouis, Erolzheim 1960, S. 5–6; Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, S. 96; Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 3.
  157. Rosemarie Haine-Maas: Saarlouis einst und heute, Ein Streifzug durch Saarlouis und seine Geschichte, Dillingen 1992, S. 166.
  158. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 3.
  159. Roman Fixemer: Zur Geschichte der neuen gotischen Kirche in Beckingen, Eine Aufarbeitung der handschriftlichen Aufzeichnungen der Pfarrer Franz Xaver Leidinger und Matthias Flesch über die Baugeschichte der katholischen Pfarrkirche Beckingen St. Johannes und Paulus von 1855 bis 1924, kommentiert, ergänzt und fortgeführt bis zum Jahre 2007, hrsg. von der Katholischen Kirchengemeinde Beckingen St. Johannes und Paulus, Merzig 2008, S. 27ff.
  160. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 107–108.
  161. Katholisches Pfarramt St. Ludwig in Saarlouis (Hrsg.): St. Ludwig – Saarlouis, Erolzheim 1960, S. 5–6.
  162. Rudolf Saam: Der Baumeister Carl Friedrich Müller und seine Tätigkeit im Landkreis Saarlouis, in: Heimatkundliches Jahrbuch des Landkreises Saarlouis, Saarlouis 1981, S. 23–25, hier S. 24.
  163. Josef Mischo: „Denn sehet, ich bin mit euch alle Tage“, Die Pfarrkirche St. Ludwig – Saarlouis und ihre Glasfenster von Ernst Alt, Gedanken zu einem Kunstwerk unserer Zeit. Saarlouis-Lisdorf 1993, S. 20.
  164. franziska-aachen.de abgerufen am 25. August 2015.
  165. Ausnahme z. B. Stummsche Kapelle in Neunkirchen (Saar)
  166. Kristine Marschall: Sakralbauwerke des Klassizismus und des Historismus im Saarland (Veröffentlichungen des Instituts für Landeskunde im Saarland, Bd. 40), Saarbrücken 2002. S. 328–329, 567, hier S. 328.
  167. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 3, S. 27.
  168. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 113.
  169. Paulinus Nr. 48 (1937); Katholisches Pfarramt St. Ludwig in Saarlouis (Hrsg.): St. Ludwig – Saarlouis, Erolzheim 1960, S. 5–6; Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, S. 96; Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 3.
  170. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 19.
  171. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 2, S. 4–16; Katholisches Pfarramt St. Ludwig in Saarlouis (Hrsg.): St. Ludwig – Saarlouis, Erolzheim 1960, S. 14–15.
  172. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 2, S. 1–2.
  173. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 2, S. 6.
  174. Hans-Jörg Schu: Der Große Markt in Saarlouis. Saarbrücken 1986, S. 20–21, S. 30–31.
  175. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 2, S. 3.
  176. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 2, S. 6.
  177. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 11.
  178. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 2, S. 7–8.
  179. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 4.
  180. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 4.
  181. Katholisches Pfarramt St. Ludwig in Saarlouis (Hrsg.): St. Ludwig – Saarlouis, Erolzheim 1960, S. 14–29; Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 2, S. 12–16.
  182. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 11.
  183. Hans-Jörg Schu: Chronik der Stadt Saarlouis 1679–2005. Ein chronologischer Bericht über die Entwicklung der Festungsstadt, Saarlouis 2010, S. 161–162.
  184. Ludwig Karl Balzer: Saarlouis, Das königliche Sechseck, Bau der Festungsstadt in der Zeit des Sonnenkönigs, Saarbrücken 2001, S. 347.
  185. Hans Peter Klauck, Benedikt Loew, Guy Thewes (Hrsg.): Thomas des Choisy, Ingenieur und Festungsgouverneur unter Ludwig XIV., Vereinigung für die Heimatkunde im Landkreis Saarlouis e. V., Sonderband 16, Saarlouis 2011.
  186. Benedikt Loew: Saarlouis – Eine Lebensaufgabe für Thomas des Choisy, in: Hans Peter Klauck, Benedikt Loew, Guy Thewes (Hrsg.): Thomas des Choisy, Ingenieur und Festungsgouverneur unter Ludwig XIV., Vereinigung für die Heimatkunde im Landkreis Saarlouis e. V., Sonderband 16, Saarlouis 2011, S. 147–173.
  187. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 3, S. 12–18.
  188. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung, Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, S. 117.
  189. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 16.
  190. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 3, S. 15–18.
  191. zitiert nach: Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 4–5.
  192. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 4.
  193. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 4.
  194. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 3, S. 19–23.
  195. Hans-Jörg Schu: Chronik der Stadt Saarlouis 1679–2005. Ein chronologischer Bericht über die Entwicklung der Festungsstadt, Saarlouis 2010, S. 171.
  196. zitiert nach: Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 5.
  197. Hans-Jörg Schu: Chronik der Stadt Saarlouis 1679–2005. Ein chronologischer Bericht über die Entwicklung der Festungsstadt, Saarlouis 2010, S. 253.
  198. Josef Mischo: „Denn sehet, ich bin mit euch alle Tage“, Die Pfarrkirche St. Ludwig – Saarlouis und ihre Glasfenster von Ernst Alt, Gedanken zu einem Kunstwerk unserer Zeit. Saarlouis-Lisdorf 1993, S. 15.
  199. Archiv des Institutes für aktuelle Kunst im Saarland, Schreiben 12.02.2001B/Bei,jaeckl12.
  200. Archiv des Institutes für aktuelle Kunst im Saarland, Schreiben 12.02.2001B/Bei,jaeckl12.
  201. Marlen Dittmann: Gottfried Böhm, Bauten und Projekte im Saarland, in: Gottfried Böhm, Künstlerlexikon Saar, Künstlerblatt Architektur, hrsg. v. Jo Enzweiler u. a., Saarbrücken 2010, S. 4–17, hier S. 9–12.
  202. http://www.saarlouis.de/freizeit_tourismus/1087.php (Memento vom 8. Januar 2011 im Internet Archive)
  203. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 3, S. 23–24.
  204. http://www.kuenstlerlexikonsaar.de/personen-a-z/artikel/-/fontaine-victor-1/, abgerufen am 12. Mai 2016.
  205. Oranna Elisabeth Dimmig: Bestandsaufnahme Kunst im öffentlichen Raum, in: Kunst im öffentlichen Raum, Saarland, Band 3, Landkreis Saarlouis nach 1945, Aufsätze und Bestandsaufnahme, hrsg. v. Jo Enzweiler, S. 177-383, hier S. 284.
  206. Josef Quadflieg: Das Buch von den heiligen Namenspatronen, Düsseldorf 1954, S. 86.
  207. Oliver Morguet: Pfarrheim weicht Wohnungen, In: Saarbrücker Zeitung, Dillinger Zeitung, Mittwoch, 18. Mai 2016, Nr. 114, S. C 3.
  208. Artikel "Großes Kino mit langer Historie", in: Saarlouiser Stadtmagazin XVI-Vierzehn, hrsg. von der Stadt Saarlouis, Ausgabe 1/2017, S. 38-39.
  209. Josef Mischo: Die Heilsgeschichte in Farbe. Der Fensterzyklus von Ernst Alt in der Pfarrkirche St. Ludwig Saarlouis. Dillingen/Merzig 2015, S. 150-159.
  210. Josef Mischo: „Denn sehet, ich bin mit euch alle Tage“, Die Pfarrkirche St. Ludwig – Saarlouis und ihre Glasfenster von Ernst Alt, Gedanken zu einem Kunstwerk unserer Zeit. Saarlouis-Lisdorf 1993, S. 9–12; Signatur des Bildes der Apotheose des hl. Ludwig: "Dupuy fecit 1694"; Signatur des Bildes der Hl. Familie: "Dupuy fecit Metis 1687".
  211. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 13.
  212. Jörg Sonnet: Spuren des Künstlers Ernst Sonnet, in: Unsere Heimat, Mitteilungsblatt des Landkreises Saarlouis für Kultur und Landschaft, 41. Jahrgang, Heft 3, 2016. S. 129-133.
  213. Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Saarlouis, Bestand: Sonnet, Ernst, Dossier 1528.
  214. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 3, S. 28.
  215. Josef Mischo: „Denn sehet, ich bin mit euch alle Tage“, Die Pfarrkirche St. Ludwig – Saarlouis und ihre Glasfenster von Ernst Alt, Gedanken zu einem Kunstwerk unserer Zeit. Saarlouis-Lisdorf 1993, S. 9; Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 13.
  216. Josef Mischo: „Denn sehet, ich bin mit euch alle Tage“, Die Pfarrkirche St. Ludwig – Saarlouis und ihre Glasfenster von Ernst Alt, Gedanken zu einem Kunstwerk unserer Zeit. Saarlouis-Lisdorf 1993, S. 9; Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 2, S. 12.
  217. Ein echtes Spätwerk. In: Saarbrücker Zeitung, Lokalteil Saarlouis, 19. Februar 1997; Archiv des Institutes für aktuelle Kunst im Saarland.
  218. Dieter Zell: St. Ludwig, Wegweiser und Geschichte, hrsg. von der Pfarrgemeinde St. Ludwig, Saarlouis 1990, S. 3-4.
  219. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 11.
  220. Dieter Zell: St. Ludwig, Wegweiser und Geschichte, hrsg. von der Pfarrgemeinde St. Ludwig, Saarlouis 1990, S. 10.
  221. Dieter Zell: St. Ludwig, Wegweiser und Geschichte, hrsg. von der Pfarrgemeinde St. Ludwig, o. O. 1990, S. 10-11.
  222. Alfons Thome: „Die ganze Schöpfung schreit nach Erlösung“, Gedanken zu den Kirchenfenstern von Ernst Alt in Saarlouis-St. Ludwig. In: Paulinus, 111. Jahrgang, 17. März 1985; Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 3, S. 27; Josef Mischo: „Denn sehet, ich bin mit euch alle Tage“, Die Pfarrkirche St. Ludwig – Saarlouis und ihre Glasfenster von Ernst Alt, Gedanken zu einem Kunstwerk unserer Zeit. Saarlouis-Lisdorf 1993; Josef Mischo: Die Heilsgeschichte in Farbe, Der Fensterzyklus von Ernst Alt in der Pfarrkirche St. Ludwig Saarlouis, Dillingen/Merzig 2015; Martin König: Inkarnationen: Pflanzen, Tier und Mensch, Die zwei Fensterzyklen in Neunkirchen/Nahe und in Saarlouis. In: Thomas Schwarz, Armin Schmitt (Hrsg.): Mnemosyne, Der Maler und Bildhauer Ernst Alt. Blieskastel 2002, S. 59–71, hier S. 65–71.
  223. Bilderansicht: ernst-alt.info abgerufen am 21. April 2016.
  224. Josef Mischo: Die Heilsgeschichte in Farbe, Der Fensterzyklus von Ernst Alt in der Pfarrkirche St. Ludwig Saarlouis. Dillingen/Merzig 2015, 14-15 und S. 143–148.
  225. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 15–17.
  226. Schreiben vom 21. Januar 2000 von Dieter Zell an Pfarrer Heidger.
  227. Information nach Auskunft des Museumsinitiators Dieter Zell vom 28. August 2015.
  228. Dieter Zell: St. Ludwig, Wegweiser und Geschichte, hrsg. von der Pfarrgemeinde St. Ludwig, Saarlouis 1990, S. 3-4.
  229. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 16–17.
  230. Herkunftsort Frankenthals oder Zweibrücken nach: Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 16–17; Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung. Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil 1, S. 115–116.
  231. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 3, S. 26; Armin Lamar: Kirchenmusik in St. Ludwig Saarlouis. Die Mayer-Orgel. Abgerufen am 1. Dezember 2010.
  232. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 17 nennt als Glockengießer Nicolas Cochois und François Buret.
  233. Rosemarie Haine-Maas: Saarlouis einst und heute. Ein Streifzug durch Saarlouis und seine Geschichte. Dillingen 1992, S. 175.
  234. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung. Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil I, S. 114.
  235. Die Kunstdenkmäler der Kreise Ottweiler und Saarlouis, bearbeitet von Walter Zimmermann. 2. Auflage. Saarbrücken 1976, S. 260.
  236. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 35.
  237. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, S. 89.
  238. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 107–108.
  239. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 121–122.
  240. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 2, S. 4.
  241. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 2, S. 9.
  242. Katholisches Pfarramt St. Ludwig in Saarlouis (Hrsg.): St. Ludwig – Saarlouis, Erolzheim 1960, S. 15–25; Rosemarie Haine-Maas: Saarlouis einst und heute. Ein Streifzug durch Saarlouis und seine Geschichte, Dillingen 1992, S. 175.
  243. Vertragsabschluss am 17. Mai 1704, nach: Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 16.
  244. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung, Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil 1, S. 115.
  245. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Teil 1, S. 159–161; Teil II, S. 1; Teil 3, S. 29.

Koordinaten: 49° 18′ 57,8″ N, 6° 45′ 5,4″ O