Straßkirchen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Straßkirchen
Straßkirchen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Straßkirchen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 50′ N, 12° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-Bogen
Verwaltungs­gemeinschaft: Straßkirchen
Höhe: 324 m ü. NHN
Fläche: 38,39 km2
Einwohner: 3180 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 83 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94342
Vorwahl: 09424
Kfz-Kennzeichen: SR, BOG, MAL
Gemeindeschlüssel: 09 2 78 192
Gemeindegliederung: 15 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Lindenstr. 1
94342 Straßkirchen
Webpräsenz: www.strasskirchen.de
Bürgermeister: Christian Hirtreiter (CSU)
Lage der Gemeinde Straßkirchen im Landkreis Straubing-Bogen
Bogen (Stadt)WindbergWiesenfeldenStraßkirchenSteinach (Niederbayern)StallwangSchwarzach (Niederbayern)Sankt EnglmarSalchingRattiszellRattenberg (Niederbayern)Rain (Niederbayern)PerkamPerasdorfParkstettenOberschneidingNiederwinklingNeukirchen (Niederbayern)MitterfelsMariaposchingMallersdorf-PfaffenbergLoitzendorfLeiblfingLaberweintingKonzellKirchrothIrlbachHunderdorfHaselbach (Niederbayern)Haibach (Niederbayern)GeiselhöringFeldkirchen (Niederbayern)FalkenfelsAttingAschaAiterhofenAholfingStraubingLandkreis KelheimRegensburgLandkreis LandshutLandkreis RegenLandkreis Dingolfing-LandauLandkreis DeggendorfLandkreis ChamLandkreis ChamLandkreis RegensburgKarte
Über dieses Bild
Die Pfarrkirche St. Stephanus
Dorfbrunnen mit Postillonskulptur von Kasimir Boot

Straßkirchen ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Straßkirchen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßkirchen liegt in der Region Donau-Wald und im Gäuboden. Die Donau fließt in einer Entfernung von circa zwei Kilometern an Straßkirchen vorbei.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßkirchen hat 15 Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Grafling, Paitzkofen, Schambach und Straßkirchen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Straßkirchen im Jahr 1140. Straßkirchen gehörte zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Natternberg des Kurfürstentums Bayern. In Schambach, Paitzkofen und Stetten existierten Hofmarken. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Gebietsänderungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1949 wurden aus Niederharthausen die Gemeindeteile Haberkofen, Niederast und Oedhof eingegliedert,[3] was mit einem Flächenzuwachs von knapp 471 Hektar auf 1610,13 Hektar einherging.[4][5]

Im Rahmen der Gemeindegebietsreform in Bayern wurden am 1. Mai 1978 die bis dahin selbständigen Gemeinden Irlbach, Paitzkofen (amtlich bis 1870 Peitzkofen[6]) und Schambach sowie Gebietsteile der aufgelösten Gemeinden Amselfing (Entau, Sophienhof) und Grafling (Gänsdorf, Seehof, Thal) eingegliedert. Nach einem Urteil des Bayerischen Verfassungsgerichtshofes im Jahre 1983 wurde Irlbach wieder eigenständige Gemeinde, in die auch Entau und Sophienhof ausgegliedert wurden.[7]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1939: 2150 Einwohner
  • 1950: 3251 Einwohner
  • 1961: 2935 Einwohner
  • 1970: 2777 Einwohner
  • 1987: 2725 Einwohner
  • 1991: 2935 Einwohner
  • 1995: 3162 Einwohner
  • 2000: 3283 Einwohner
  • 2005: 3346 Einwohner
  • 2009: 3304 Einwohner
  • 2010: 3278 Einwohner
  • 2011: 3221 Einwohner
  • 2012: 3162 Einwohner
  • 2013: 3150 Einwohner
  • 2014: 3126 Einwohner
  • 2015: 3170 Einwohner
  • 2016: 3180 Einwohner

(Quelle: LfStat[8])

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Christian Hirtreiter (CSU). Er wurde 2014 mit 56,6 % in der Stichwahl gegen den Amtsinhaber der SPD gewählt.

Nach der Kommunalwahl 2014 hat der Gemeinderat 16 Mitglieder mit folgender Sitzverteilung:

  • CSU: 7 Sitze (2008: −1)
  • SPD: 5 Sitze (2008: ±0)
  • Freie Wählervereinigung Schambach (FWV): 2 Sitze (2008: +1)
  • Aktive Bürger Straßkirchen (ABS): 2 Sitze (2008: +2).

Der Haushaltsplan der Gemeinde umfasste im Jahr 2013 ein Gesamtvolumen von 10,37 Mio €, wobei auf den Verwaltungshaushalt 4.904.468 € und auf den Vermögenshaushalt 5.465.340 € entfielen. Die Gewerbesteuereinnahmen betrugen 1.800.000 €. Die Pro-Kopf-Verschuldung lag bei 73 Euro und die Gesamtschulden bei 237.618 Euro. (Stand 12/2013)

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wichtige Baudenkmäler in der der Gemeinde sind Kirche und Gasthof am Kirchplatz im Hauptort Straßkirchen sowie Schloss Schambach.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 17, im produzierenden Gewerbe 197 und im Bereich Handel und Verkehr 105 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 155 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1083. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei Betriebe, im Bauhauptgewerbe acht Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 80 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2781 ha, davon waren 2725 ha Ackerfläche und 56 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßkirchen liegt direkt an der B 8 und verfügt außerdem über einen Bahnhof, von dem aus tagsüber stündlich Nahverkehrszüge der Agilis sowohl in Richtung Straubing/Regensburg als auch nach Plattling/Passau fahren. Die Gemeinde gibt jedes Jahr über 200.000 Euro für die Straßenbeleuchtung und den Straßenunterhalt aus.

Orts- und Gemeindeverbindungsstraßen: Die Ortsstraßen haben eine Länge von 23,466 km, davon ausgebaut 21.025 km. Die Gemeindeverbindungsstraßen sind 37,363 km lang, davon ausgebaut 20.992 km. Die Feldwege im Gemeindegebiet insgesamt messen 128,806 km, davon in Straßkirchen 51,076 km, Schambach 41,280 km und in den Ortsteilen Paitzkofen, Thal, Gänsdorf, Seehof, Tiefenbrunn, Makofen und Stetten 36,450 km.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen:

  • zwei Kindergärten mit 125 Kindergartenplätze und 114 Kindern: St. Martin, St. Elisabeth (Stand: 2011)
  • Volksschule (Grund- und Mittelschule) mit 16 Lehrern und 274 Schülern (Stand: 2015/2016)[9][10]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josef Schlecht, Bürgermeister 1919–1923, verliehen am 22. März 1954[11][12]
  • Johann Altschäffl, Bürgermeister 1945–1972
  • Josef Schraml, Geistlicher Rat, verliehen am 22. Juni 1947
  • Edmund Krumbacher, Zollinspektor, verliehen am 29. September 1950

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Straßkirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Straßkirchen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek
  3. Die Gemeinden Bayerns nach dem Gebietsstand 25. Mai 1987. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns und die Änderungen im Besitzstand und Gebiet von 1840 bis 1987. In: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 451. München 1991, S. 72, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00070717-7 (Digitalisat – Fußnote 33).
  4. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 634 (Digitalisat – 1139,39 Hektar).
  5. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 603 (Digitalisat – 1610,13 Hektar).
  6. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 577.
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 632 f.
  8. Straßkirchen: Amtliche Statistik des LfStat
  9. Grundschule Straßkirchen  in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, abgerufen am 6. August 2017.
  10. Mittelschule Straßkirchen  in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, abgerufen am 6. August 2017.
  11. Ehrenbürger auf der Gemeinde-Homepage
  12. Ehrenbürger auf RegioWiki