Studen BE

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BE ist das Kürzel für den Kanton Bern in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Studenf zu vermeiden.
Studen
Wappen von Studen
Wappen von Studen
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Bern Bern (BE)
Verwaltungskreis: Seelandw
BFS-Nr.: 0749i1f3f4
Postleitzahl: 2557
UN/LOCODE: CH STU
Koordinaten: 589782 / 217898Koordinaten: 47° 6′ 43″ N, 7° 18′ 14″ O; CH1903: 589782 / 217898
Höhe: 437 m ü. M.
Höhenbereich: 431–592 m ü. M.[1]
Fläche: 2,73 km²[2]
Einwohner: 3463 (31. Dezember 2022)[3]
Einwohnerdichte: 1268 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
26,5 %
(31. Dezember 2022)[4]
Gemeindepräsident: Heinz Lanz
Website: www.studen.ch
Lage der Gemeinde
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Karte von Studen
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Studen ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Seeland des Kantons Bern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt an Aegerten, Büetigen, Jens BE, Lyss, Schwadernau und Worben.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der Einwohnergemeinde gibt es in Studen eine Burgergemeinde. Die Legislative wird von der Gemeindeversammlung gebildet. Der Gemeinderat ist die Exekutive und umfasst sieben Mitglieder. Gemeindepräsident Heinz Lanz (parteilos) ist seit 1. Januar 2024 im Amt.

In Studen sind Sektionen der SVP, der SP und der FDP aktiv. Das Freie Bündnis Studen (FBS) betreibt Gemeindepolitik.

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahl 2019 betrugen: SVP 37,6 %, BDP 13,2 %, SP 12,0 %, FDP 8,3 %, glp 8,2 %, GPS 8,0 %, EVP 4,5 %, CVP 1,7 %, SD 1,4 %.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Uf Guld e Wyde mit rotem Stamm, wo ne grüeni Tanne druususe wachset.[6]

Das für Studen stehende Gemeindewappen zeigt eine kleine Tanne, welche aus dem Stamm einer mächtigen Weide heraus wächst. Dies ist keine Fabelpflanze, sondern beruht auf einer realen Begebenheit: Um die Jahrhundertwende 1900 stand auf dem heutigen Wydenplatz eine knorrige Weide. Mitten aus deren hohlem Stock spross durch Zufall eine Tanne, welche sich recht gut entwickelte. Dieses «Naturphänomen» wurde zur Gestaltung des Gemeindewappens herangezogen. 1945 wurde das Wappen vom Regierungsrat offiziell anerkannt.[7]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grundlage der Fondation Saner Studen[8] bildet die langjährige Sammlungstätigkeit von Gerhard Saner. In den letzten Jahrzehnten kam eine umfangreiche Sammlung zusammen, die die wichtigsten Exponenten der Schweizer Kunst des 20. Jahrhunderts umfasst. In ihrem Zentrum stehen die Zürcher Konkreten.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studen liegt an der Bahnlinie Biel–Bern und besitzt seit 1999 einen eigenen Bahnhof. Ferner führt eine Busverbindung von Biel nach Lyss über Studen. Für den Privatverkehr gibt es einen Autostrassenanschluss an die T6 von Biel nach Bern.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Versorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wasser

Studen ist eine Verbandsgemeinde der Seeländischen Wasserversorgung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Römerzeit hiess Studen Petinesca. Zuerst als keltische Befestigung, danach als römische Kleinstadt bildete Petinesca vom 2. Jahrhundert v. Chr. bis zum 4. Jahrhundert n. Chr. das Zentrum der Region und lag an der wichtigen Verbindungsstrasse von Aventicum über Salodurum nach Augusta Raurica. Zudem zweigte dort auch die Strasse durch den Jura ab.

Zu Petinesca gehörte eine ummauerte Tempelanlage mit drei Toren. Sie umfasste zwei Gruppen von je drei gallo-römischen Umgangstempeln sowie drei Kapellen und ein Priesterhaus aus dem 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. Die Wallanlagen, von denen der westlich gelegene Keltenwall am besten erhalten ist, stammen noch aus vorrömischer Zeit.

In einer Urkunde vom 12. November 1257 wird Petinesca erstmals mit dem heutigen Namen Studen erwähnt. Viele der Ausgrabungsfunde sind im Museum Schwab in Biel zu besichtigen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Studen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Generalisierte Grenzen 2023. Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 7. September 2023.
  2. Generalisierte Grenzen 2023. Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 7. September 2023.
  3. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2022. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2022 zusammengefasst. Abruf am 5. September 2023
  4. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2022. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2022 zusammengefasst. Abruf am 5. September 2023
  5. Nationalratswahl 2019. Resultate der Gemeinde Studen (Memento vom 9. Dezember 2022 im Internet Archive). Staatskanzlei des Kantons Bern, 20. Oktober 2019.
  6. Gemeindepräsident Karl Häberli: Dorfwappegschicht vo Stude. 1951.
  7. Wappenbeschreibung auf der Website der Gemeinde Studen, abgerufen am 21. September 2022.
  8. Fondation Saner Studen. Stiftung für Schweizer Kunst. Website der Fondation Saner Studen, abgerufen am 2. November 2009.
  9. Tier- & Erlebnispark, Restaurant, Erlebnisbar. Website des Tier- & Erlebnisparks Studen, abgerufen am 2. November 2009.