Tami Kiuru

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Tami Kiuru Skispringen
Tami Kiuru am Holmenkollen 2006

Tami Kiuru am Holmenkollen 2006

Nation FinnlandFinnland Finnland
Geburtstag 13. September 1976
Geburtsort VantaaFinnland
Größe 183 cm
Gewicht 60 kg
Karriere
Verein Lahden Hiihtoseura
Debüt im Weltcup 28. März 1993
Pers. Bestweite 221,5 m (Planica 2004)
Status zurückgetreten
Karriereende 2009
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
SFWM-Medaillen 0 × Gold 2 × Silber 1 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Silber 2006 Turin Mannschaft
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften
Gold 2003 Val di Fiemme Mannschaft
Großschanze
Silber 2005 Oberstdorf Mannschaft
Großschanze
FIS Skiflug-Weltmeisterschaften
Silber 2004 Planica Mannschaft
Bronze 2004 Planica Einzel
Silber 2006 Bad Mitterndorf Mannschaft
Platzierungen
 Weltcupsiege (Einzel) 01  (Details)
 Weltcupsiege (Team) 03  (Details)
 Gesamtweltcup 16. (2003/04)
 Skiflug-Weltcup 13. (2000/01)
 Sprung-Weltcup 36. (1999/00)
 Vierschanzentournee 22. (2003/04)
 Nordic Tournament 03. (2003)
 Sommer-Grand-Prix 09. (2003)
 Weltcup-/A-Klasse-Podium 1. 2. 3.
 Einzelspringen 1 1 1
 Teamspringen 3 5 1
 

Tami Petri Antero Kiuru (* 13. September 1976 in Vantaa) ist ein ehemaliger finnischer Skispringer. Er startete für den Skiverein der Stadt Lahti, den Lahden Hiihtoseura.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Finne begann im Alter von sieben Jahren mit dem Skispringen. Er debütierte am 28. März 1993 im slowenischen Planica im Weltcup. Dann dauerte es jedoch bis zur Saison 1998/1999, bis der Finne wieder in Erscheinung trat. Dies war auch einem schweren Trainingssturz im Dezember 1995 in Lahti geschuldet, bei dem er sich einen Schlüsselbeinbruch und einen Riss in einem Lungenflügel zuzog.

Dieser Sturz und die schwere Verletzung warfen Kiuru von der Saison 1996/1997 bis 1998/1999 in den Continental Cup zurück. Am 7. Februar 1999 gab er im tschechischen Harrachov mit einem achten Platz sein Comeback im Weltcup. Durch dieses Ergebnis holte er seine ersten Weltcuppunkte.

In den folgenden Jahren wurde er konstant im Weltcupteam eingesetzt. Seinen ersten Podestplatz erreichte er im Mannschaftswettbewerb beim Skifliegen in Planica am 17. März 2001, seinen ersten Podestplatz im Einzel, einen dritten Platz, belegte er fast genau zwei Jahre später, am 15. März 2003, auf seiner Heimschanze in Lahti. Am 14. Dezember 2003 errang er seinen ersten und bisher einzigen Sieg in einer Einzelkonkurrenz, als er den aufgrund schwieriger Bedingungen nach dem ersten Durchgang abgebrochenen Weltcup auf der Hochfirstschanze in Titisee-Neustadt gewann.

Am 23. Februar 2003 wurde Tami Kiuru bei den Nordischen Ski-WM 2003 Weltmeister mit dem Team von der Großschanze, ein Jahr später gewann er Silber mit der Mannschaft bei der Skiflug-Weltmeisterschaft in Planica und erreichte im Einzel die Bronzemedaille, nachdem er nach dem dritten von vier Wertungsdurchgängen sogar in Führung gelegen hatte.

Seit der Saison 2004/2005 ist der groß gewachsene und von Natur aus zierliche Springer einer der Leidtragenden der Anpassung der Skilänge an den Body-Mass-Index. Durch seine leichte Figur muss er nun mit kürzeren Skiern springen als zuvor und als andere, schwerer gebaute Athleten seiner Größe. Trotzdem erreicht er bei der Nordischen Ski-WM 2005 in Oberstdorf ebenso wie bei der Skiflug-Weltmeisterschaft am Kulm 2006 Silber mit der Mannschaft. Dies gelang ihm auch 2006 bei den Olympischen Winterspielen in Turin.

Auch bei den internen Finnischen Meisterschaften sammelte Kiuru diverse Einzelmedaillen, wurde einmal finnischer Meister, zweimal Vizemeister und belegte viermal den Bronzerang, darunter einmal während seiner Juniorenzeit. Hinzu kommen diverse Teammedaillen mit dem Team des Lahden Hiihtoseura.

Im März 2007 verletzte sich Kiuru in Planica bei einem Sturz nach der Landung schwer am linken Knie und musste operiert werden, da er sich das vordere Kreuzband komplett gerissen, das hintere sowie beide Menisken und ein Seitenband eingerissen hatte. Nachdem er zunächst im November 2007 nach einer achtmonatigen Pause wieder mit dem Springen begonnen hatte, stellte sich heraus, dass zwei weitere Operationen nötig waren. Mit den Folgen der Verletzungen hat er auch momentan noch zu kämpfen. Nach der Saison 2008/09 beendete Kiuru seine Laufbahn als aktiver Leistungssportler[1].

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupsiege im Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Typ
1. 14. Dezember 2003 DeutschlandDeutschland Titisee-Neustadt Großschanze

Weltcupsiege im Team[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Typ
1. 17. März 2001 SlowenienSlowenien Planica Flugschanze
2. 21. März 2003 SlowenienSlowenien Planica Flugschanze
3. 5. Februar 2006 DeutschlandDeutschland Willingen Großschanze

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcup-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Platz Punkte
1998/99 47. 048
1999/00 37. 093
2000/01 38. 099
2001/02 37. 101
2002/03 21. 380
2003/04 16. 411
2004/05 33. 108
2005/06 20. 265
2006/07 40. 074
2008/09 64 011

Grand-Prix-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Platz Punkte
1995 81. 037
2003 09. 117
2004 51. 006
2005 50. 014
2006 29. 091

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Skispringen arbeitet Tami Kiuru für die finnische Telekommunikationsfirma Nordic LAN & WAN Communication Oy. Er ist seit April 2004 verheiratet, seine Hobbys sind Ski Alpin, Telemarken, Golf und Fotografie.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tami Kiuru – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kiuru beendet Karriere