Dawid Kubacki

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Dawid Kubacki Skispringen
Dawid Kubacki 2015 in Hinzenbach

Dawid Kubacki 2015 in Hinzenbach

Nation PolenPolen Polen
Geburtstag 12. März 1990 (28 Jahre)
Geburtsort Nowy Targ, Polen
Größe 180 cm
Gewicht 63 kg
Beruf Student
Karriere
Verein TS Wisła Zakopane
Trainer Józef Jarząbek
Nationalkader seit 2004
Debüt im Weltcup 16. Januar 2009
Debüt im Continental Cup 18. März 2007
Pers. Bestweite 236,5 m (Planica 2018)
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
WM-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
SFWM-Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Nationale Medaillen 2 × Gold 3 × Silber 2 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Bronze0 2018 Pyeongchang Mannschaft
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften
0Bronze0 2013 Val di Fiemme Mannschaft
0Gold0 2017 Lahti Mannschaft
FIS Skiflug-Weltmeisterschaften
0Bronze0 2018 Oberstdorf Mannschaft
Logo des Polnischen Skiverbands Polnische Meisterschaften
0Bronze0 2010 Szczyrk Mannschaft
0Gold0 2011 Szczyrk Mannschaft
0Bronze0 2012 Zakopane Großschanze
0Silber0 2012 Zakopane Mannschaft
Platzierungen
 Weltcupsiege (Team) 03  (Details)
 Grand-Prix-Siege (Einzel) 07  (Details)
 Grand-Prix-Siege (Team) 05  (Details)
 Continental-Cup-Siege 04  (Details)
 Gesamtweltcup 09. (2017/18)
 Skiflug-Weltcup 16. (2017/18)
 Vierschanzentournee 06. (2017/18)
 Raw Air 08. (2018)
 Sommer-Grand-Prix 01. (2017)
 Continental Cup 07. (2015/16)
 Weltcup-/A-Klasse-Podium 1. 2. 3.
 Einzelspringen 0 1 2
 Teamspringen 3 7 2
 Grand-Prix-Podium 1. 2. 3.
 Einzelspringen 7 3 1
 Teamspringen 5 3 0
 Continental-Cup-Podium 1. 2. 3.
 Einzelspringen 4 4 9
letzte Änderung: 25. März 2018

Dawid Kubacki (* 12. März 1990 in Nowy Targ) ist ein polnischer Skispringer. Sein größter internationaler Erfolg ist die Goldmedaille mit der polnischen Mannschaft bei den Weltmeisterschaften 2017 in Lahti.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kubacki, der seit seinem sechsten Lebensjahr Ski springt, begann seine internationale Karriere 2004 bei FIS-Springen in seiner Heimat Zakopane. Dabei erreichte er anfangs nur mittelmäßige Ergebnisse. Bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2006 in Kranj erreichte er im Einzelspringen den 42. und mit dem Team den 7. Platz. Nach der Junioren-WM startete er im FIS-Cup. Am 18. März 2007 gab er sein Debüt im Skisprung-Continental-Cup und sprang bereits in seinem ersten Springen mit dem 26. Platz in die Punkteränge. Trotz dieser Leistung gehörte er danach nur unregelmäßig zum Continental-Cup-Kader und sprang vorrangig im FIS-Cup. Erst ab September 2008 gehörte er fest zum Kader im Continental Cup. Am 16. Januar 2009 debütierte er in Zakopane im Weltcup, verpasste dabei als 49. jedoch deutlich die Punkteränge. Bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2009 in Štrbské Pleso erreichte er im Einzelspringen den 33. Platz. Im Januar 2010 startete er in Sapporo erneut im Weltcup und verpasste mit dem 37. und dem 32. Platz die Punkteränge nur knapp. Bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2010 in Hinterzarten sprang er mit dem Team auf den 5. Platz und im Einzel auf den 31. Platz. Beim Skisprung-Grand-Prix 2010 in Hinterzarten gewann er nicht nur die Qualifikation, sondern katapultierte sich und sein Team auf den 1. Platz[1] und wurde Sechster im Einzel. Auch in Courchevel, Einsiedeln und Wisła sprang er immer unter die besten elf und erreichte in Hakuba bei den Einzelspringen am 28. und 29. August 2010 seine ersten Grand-Prix-Podestplatzierungen als jeweils Zweiter. In der Grand-Prix-Gesamtwertung belegte er mit 348 Punkten den fünften Rang.

Am 1. Dezember 2012 erreichte er beim Weltcupspringen im finnischen Kuusamo als 22. seine ersten neun Weltcuppunkte. Zwei Wochen später erreichte er als Neunter in Engelberg seine erste Top-Ten-Platzierung. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2013 in Val di Fiemme gewann er mit seinen Teamkollegen Piotr Żyła, Maciej Kot und Kamil Stoch hinter Österreich und Deutschland die Bronzemedaille im Mannschaftswettbewerb und damit die erste polnische Mannschaftsmedaille im Skispringen bei einer Weltmeisterschaft. In den Einzelwettbewerben wurde er 31. von der Normal- und 20. von der Großschanze.

Am 1. September 2013 sicherte sich Dawid Kubacki auf der Normalschanze in Szczyrk erstmals den polnischen Meistertitel.[2] Im Februar 2014 gehörte er zum polnischen Aufgebot für die Olympischen Winterspiele in Sotschi. Er wurde nur im Einzelspringen auf der Normalschanze eingesetzt und belegte dabei den 32. Platz.

Am 31. Januar 2015 gewann Kubacki in Zakopane sein erstes Continental-Cup-Springen. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2015 in Falun kam er nur im Einzelwettbewerb auf der Großschanze zum Einsatz, in dem er 29. wurde. Am 7. März 2015 folgte in Seefeld sein zweiter COC-Sieg. zum Auftakt in die Saison 2015/16 war Kubacki sehr erfolgreich. Er gewann zunächst die beiden COC-Springen in Kranj am 4. und 5. Juli 2015. Danach startete er im Sommer-Grand-Prix. Am 31. Juli siegte er in Wisła zunächst mit dem polnischen Team und erzielte am Folgetag seinen ersten Einzelsieg im Grand Prix. Ein Woche später gewann er in Hinterzarten direkt seinen zweiten Wettbewerb. Nach weiteren Top-Ten-Platzierungen im Grand Prix und im Continental Cup belegte er am Ende der Sommer-Saison den fünften Rang in der Grand-Prix-Gesamtwertung und den zweiten Rang in der Sommer-COC-Wertung. Bei der Skiflug-Weltmeisterschaft 2016 am Kulm belegte er den 15. Platz im Einzel und den fünften Rang mit der polnischen Mannschaft. Am 23. Februar 2016 erreichte er als Siebter in Kuopio seine bis dahin beste Einzel-Platzierung im Weltcup.

Am 3. Dezember 2016 gewann Kubacki zusammen mit Piotr Żyła, Kamil Stoch und Maciej Kot das Teamspringen in Klingenthal, was für ihn der erste Weltcupsieg seiner Karriere war. Zudem war es der erste Sieg einer polnischen Mannschaft in einem Weltcup-Teamwettbewerb.[3] Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2017 in Lahti belegte er in den beiden Einzelwettbewerben, von der Normal- und von der Großschanze, jeweils den achten Rang. Im Mannschaftsspringen von der Großschanze wurde er zusammen mit Piotr Żyła, Maciej Kot und Kamil Stoch Weltmeister vor Norwegen und Österreich.

Im Sommer 2017 war Kubacki der überragende Skispringer im Grand Prix. Zum Auftakt gewann er mit der polnischen Equipe das Teamspringen in Wisła. Er nahm an fünf Einzelspringen teil, die er alle für sich entschied (Wisła, Hinterzarten, Courchevel, Hinzenbach und Klingenthal). Er gewann dadurch die Grand-Prix-Gesamtwertung mit 500 Punkten. Seine ersten Podestplatzierungen in Einzel-Weltcupspringen erreichte er mit dem jeweils dritten Platz am 30. Dezember 2017 beim Auftaktspringen der Vierschanzentournee 2017/18 in Oberstdorf und bei dem ersten Springen der Willingen Five am 3. Februar 2018. Bei der Skiflug-Weltmeisterschaft 2018 in Oberstdorf belegte er den zehnten Platz im Einzel und gewann zusammen mit Piotr Żyła, Stefan Hula und Kamil Stoch die Bronzemedaille im Mannschaftswettbewerb. Kubacki gehörte zum polnischen Aufgebot für die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang und nahm dort in allen drei Wettbewerben teil. im Einzelwettbewerb auf der Normalschanze schied er überraschend als 35. nach dem ersten Durchgang aus. Im Einzelwettbewerb auf der Großschanze belegte er den zehnten Rang. Im Mannschaftswettbewerb auf der Großschanze holte er als Dritter zusammen mit Maciej Kot, Stefan Hula und Kamil Stoch die Bronzemedaille hinter den Mannschaften aus Norwegen und Deutschland. Seine beste Weltcup-Platzierung verbesserte er auf den zweiten Platz am 13. März 2018 beim Springen in Lillehammer im Rahmen der Raw Air. Im Gesamtweltcup der Saison 2017/18 belegte er mit 633 Punkten den neunten Rang und landete damit zum ersten Mal in den Top Ten.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupsiege im Team[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Typ
1. 3. Dezember 2016 DeutschlandDeutschland Klingenthal Großschanze
2. 28. Januar 2017 DeutschlandDeutschland Willingen Großschanze
3. 27. Januar 2018 PolenPolen Zakopane Großschanze

Grand-Prix-Siege im Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Typ
1. 1. August 2015 PolenPolen Wisła Großschanze
2. 8. August 2015 DeutschlandDeutschland Hinterzarten Normalschanze
3. 15. Juli 2017 PolenPolen Wisła Großschanze
4. 29. Juli 2017 DeutschlandDeutschland Hinterzarten Normalschanze
5. 12. August 2017 FrankreichFrankreich Courchevel Großschanze
6. 1. Oktober 2017 OsterreichÖsterreich Hinzenbach Normalschanze
7. 3. Oktober 2017 DeutschlandDeutschland Klingenthal Großschanze

Grand-Prix-Siege im Team[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Typ
1. 2. August 2010 DeutschlandDeutschland Hinterzarten Normalschanze
2. 2. August 2013 PolenPolen Wisła Großschanze
3. 25. Juli 2014 PolenPolen Wisła Großschanze
4. 31. Juli 2015 PolenPolen Wisła Großschanze
5. 14. Juli 2017 PolenPolen Wisła Großschanze

Continental-Cup-Siege im Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Typ
1. 31. Januar 2015 PolenPolen Zakopane Großschanze
2. 7. März 2015 OsterreichÖsterreich Seefeld Normalschanze
3. 4. Juli 2015 SlowenienSlowenien Kranj Normalschanze
4. 5. Juli 2015 SlowenienSlowenien Kranj Normalschanze

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcup-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2012/13 36. 142
2013/14 49. 087
2014/15 53. 035
2015/16 29. 182
2016/17 19. 345
2017/18 09. 633

Grand-Prix-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2009 68. 009
2010 05. 348
2011 46. 043
2012 08. 218
2013 24. 116
2014 43. 045
2015 05. 281
2016 13. 186
2017 01. 500

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dawid Kubacki – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Polen in grandioser Frühform. In: berkutschi.com. 7. August 2010, abgerufen am 3. Juni 2015 (englisch).
  2. Polen: Dawid Kubacki holt Meistertitel in Szczyrk. In: skispringen.com. 1. September 2013, abgerufen am 3. Juni 2015.
  3. Kerstin Kock: Polen feiert ersten Weltcup-Erfolg im Team. In: Skispringen-News.de. 3. Dezember 2016, abgerufen am 4. Mai 2018.