Anže Lanišek

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Anže Lanišek
Anže Lanišek (2017)

Anže Lanišek (2017)

Nation Slowenien Slowenien
Geburtstag 20. April 1996 (26 Jahre)
Geburtsort Ljubljana, Slowenien
Größe 175 cm
Gewicht 59 kg
Karriere
Verein SSK Mengeš
Nationalkader seit 2010
Pers. Bestweite 244,5 m (Planica 2022)
Status aktiv
Medaillenspiegel
WM-Medaillen 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
SFWM-Medaillen 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Jugend-Olympia-Medaillen 1 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
EYOF-Medaillen 1 × Goldmedaille 2 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Nationale Medaillen 2 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Nordische Skiweltmeisterschaften
Bronze 2021 Oberstdorf Normalschanze
 Skiflug-Weltmeisterschaften
Gold 2022 Vikersund Team
 Olympische Jugend-Winterspiele
Gold 2012 Innsbruck Normalschanze
Silber 2012 Innsbruck Team
 Europäisches Olympisches Jugendfestival
Gold 2013 Râșnov Team
Silber 2013 Râșnov Einzel
Silber 2013 Râșnov Mixed
 Slowenische Meisterschaften
Gold 2019 Planica Einzel
Gold 2020 Planica Einzel
Skisprung-Weltcup / A-Klasse-Springen
 Debüt im Weltcup 21. März 2014
 Weltcupsiege (Einzel) 02  (Details)
 Weltcupsiege (Team) 03  (Details)
 Gesamtweltcup 07. (2021/22)
 Skiflug-Weltcup 05. (2021/22)
 Vierschanzentournee 16. (2021/22)
 Raw Air 11. (2022)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Einzelspringen 2 9 3
 Skifliegen 0 0 1
 Teamspringen 2 2 3
 Mixed-Teamspringen 1 0 0
Skisprung-Grand-Prix
 Debüt im Grand Prix 04. Oktober 2014
 Grand-Prix-Siege (Einzel) 03  (Details)
 Gesamtwertung Grand Prix 02. (2017)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Einzelspringen 3 1 2
 Teamspringen 0 1 0
 Mixed-Teamspringen 0 0 1
Skisprung-Continental-Cup (COC)
 Debüt im COC 02. Juli 2011
 COC-Siege (Einzel) 10  (Details)
 Gesamtwertung COC 03. (2014/15)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Einzelspringen 10 9 6
letzte Änderung: 26. November 2022

Anže Lanišek (* 20. April 1996 in Ljubljana) ist ein slowenischer Skispringer.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anže Lanišek, der für den SSK Mengeš startet, trat nach einem siebten Platz mit der Mannschaft bei den slowenischen Meisterschaften im Skispringen 2010 bei Nachwuchswettbewerben der Fédération Internationale de Ski in Eisenerz im März 2010 zum ersten Mal international in Erscheinung. Ab Juli 2010 startete er im FIS Cup, ab September 2010 auch im Skisprung-Alpencup. Im Juli 2011 gab er sein Debüt im Skisprung-Continental-Cup. In Kranj erreichte er dabei am 3. Juli 2011 bei seinem zweiten Wettkampf in dieser Serie mit dem 30. Platz den ersten Punktgewinn. Nach weiteren Springen im Alpencup nahm er an den Olympischen Jugend-Winterspielen 2012 in Innsbruck teil, bei denen er die Goldmedaille im Einzel sowie die Silbermedaille im Mixed-Team gemeinsam mit Urša Bogataj und Luka Pintarič gewinnen konnte. Beide Wettkämpfe wurden von einer Schanze mittlerer Größe ausgetragen.

Eine Woche nach den Jugend-Winterspielen erreichte der zu diesem Zeitpunkt 15-jährige Lanišek einen fünften Platz beim Continental-Cup-Springen Saison 2011/12 in Bischofshofen. Im zweiten Springen auf der Paul-Außerleitner-Schanze am darauffolgenden Tag, dem 29. Januar 2012, erlangte er seinen ersten Sieg im Continental Cup. Dennoch sprang er anschließend zunächst wieder vorwiegend im FIS Cup beziehungsweise Alpencup, wobei er in diesen beiden Wettbewerbsserien im weiteren Verlauf dieses Winters noch jeweils zwei Springen in Kranj sowie in Chaux-Neuve gewinnen konnte. Bei den Nordischen Junioren-Skiweltmeisterschaften 2012 in Erzurum verpasste er im Teamspringen mit Rok Justin, Jaka Hvala und Nejc Dežman auf dem vierten Platz nur knapp einen Medaillengewinn. Zuvor hatte er im Einzelspringen beim Titelgewinn Nejc Dežmans den neunten Platz erreicht.

Nach dem 28. Platz im Gesamt-Continental-Cup der Saison 2011/12 startete Lanišek im Sommer 2012 gelegentlich im Alpencup. Mit einem vierten Platz als bis dahin bestem Resultat in der Continental-Cup-Saison 2012/13, wiederum erzielt in Bischofshofen, reiste er zum Europäischen Olympischen Winter-Jugendfestival 2013 in Râșnov, bei denen er hinter Cene Prevc und vor Thomas Hofer die Silbermedaille im Einzel gewann. Gemeinsam mit Nejc Seretinek, Cene Prevc und Florjan Jelovčan gewann er die Goldmedaille im Teamspringen. Mit dem Mixed-Team, zu dem außer Cene Prevc und ihm selbst auch Anja Javoršek und Julija Sršen gehörten, erlangte er mit einer weiteren silbernen seine dritte Medaille bei diesem Jugendfestival. Im Continental Cup, in dem der vierte Platz in Bischofshofen sein bestes Saisonergebnis bleiben sollte, belegte er den 102. Rang in der Gesamtwertung.

Bei den Nordischen Junioren-Skiweltmeisterschaften 2014 im italienischen Predazzo belegte er im Einzelwettbewerb den zwölften Platz und wurde mit der slowenischen Mannschaft an der Seite von Cene Prevc, Tomaž Verbajs und Andraž Modic. Im Rahmen der Saison 2013/14 gewann er am 8. Februar 2014 im US-amerikanischen Iron Mountain zum zweiten Mal ein Continental-Cup-Springen. Im Gesamt-Continental-Cup wurde er in diesem Jahr Siebter. Am Ende der Weltcup-Saison 2013/14 gab er am 21. beziehungsweise am 23. März 2014 bei zwei Wettbewerben in Planica als Teil der nationalen Gruppe sein Debüt im Skisprung-Weltcup, blieb dabei mit den Plätzen 34 und 40 allerdings noch ohne Punkte.

Im Sommer-Continental-Cup 2014 gelangen Lanišek zwei Siege in Klingenthal und Trondheim. Zum Auftakt der Weltcup-Saison 2014/15 in Klingenthal sprang er auf den 21. Platz und erhielt somit seine ersten Weltcuppunkte. Bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2015 in Almaty konnte er sich im Vergleich zum Vorjahr in beiden Wettbewerben um einen Platz verbessern und wurde im Einzelspringen Elfter und mit der Mannschaft, die neben ihm aus Cene Prevc, Domen Prevc und Andraž Modic bestand, Fünfter. Zuvor hatte er in Planica ein weiteres Continental-Cup-Springen gewonnen, was er kurz danach in Lahti wiederholen konnte. Den Continental Cup 2014/15 beendete er als Dritter der Gesamtwertung.

Am 21. November 2015 war Lanišek neben Domen Prevc, Jurij Tepeš und Peter Prevc Teil der slowenischen Mannschaft, die beim Weltcup in Klingenthal auf den zweiten Platz im Team sprang, was seine erste Podiumsplatzierung im Weltcup bedeutete. In der Saison 2015/16 kam er regelmäßig im Weltcup zum Einsatz, wobei er am 13. Dezember 2015 mit Platz vier in Nischni Tagil seine bis dahin beste Weltcupplatzierung erreichte. Am 18. Dezember 2015 gewann er die Qualifikation für den ersten Wettkampf in Engelberg. Bei der Vierschanzentournee 2015/16 belegte er den 22. Rang in der Gesamtwertung, mit einem 16. Platz in Oberstdorf als bestem Resultat bei den vier Springen der Tournee.

Im Januar wurde er für die Skiflug-Weltmeisterschaft 2016 in Bad Mitterndorf nominiert und erreichte dort den zwölften Platz im Einzel und mit Robert Kranjec, Jurij Tepeš und Peter Prevc Rang vier im Teamfliegen. Zum Abschluss seiner Junioren-Laufbahn belegte er bei den Junioren-Skiweltmeisterschaften 2016 in Râșnov im Einzel Rang 16 und wurde mit der slowenischen Mannschaft im Teamwettbewerb an der Seite von Tilen Bartol, Bor Pavlovčič und Domen Prevc wie im Vorjahr Fünfter. Den Gesamtweltcup der Saison 2015/16 schloss er mit 232 Punkten auf dem 25. Platz ab. Damit übertraf er das Gesamtergebnis aus der Vorsaison, als er mit 23 Punkten den 62. Rang erreicht hatte.

Zu Beginn der Saison 2016/17 konnte er nicht an diese Leistungen anknüpfen und startete nach dem Jahreswechsel zunächst wieder im Continental Cup. In diesem gewann er auf Anhieb sein erstes Springen in Garmisch-Partenkirchen am 14. Januar 2017. Nach weiteren Podiumsplatzierungen im zweiten Springen von Garmisch-Partenkirchen und bei den Wettbewerben in Sapporo rückte er ab den Springen in Willingen wieder in das slowenische Weltcupteam auf und gewann mit dem 21. Platz beim Skifliegen in Oberstdorf am 4. Februar 2017 seine ersten Weltcuppunkte in dieser Saison. Zwei Wochen später stellte er am 15. Februar 2017 in Pyeongchang mit dem vierten Platz sein Bestresultat im Weltcup ein.

Lanišek beim Grand Prix in Klingenthal (2017)

Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2017 im finnischen Lahti wurde er 36. im Einzelspringen von der Großschanze und verpasste in den Teamwettbewerben als Vierter im Mixed-Team-Wettbewerb mit Nika Križnar, Ema Klinec und Peter Prevc und als Fünfter im Teamwettbewerb der Männer mit Jurij Tepeš, Jernej Damjan und Peter Prevc jeweils knapp die Medaillenränge. Er wurde 33. im Gesamtweltcup. Am 27. August 2017 konnte er beim Grand-Prix-Springen in Hakuba als Dritter erstmals eine Podiumsplatzierung auf höchster Ebene erringen. Nachdem er die beiden folgenden Springen in Tschaikowski gewonnen hatte, beendete er den Grand Prix 2017 als Zweiter der Gesamtwertung.

Nachdem er im Winter 2017/18 zuvor noch ohne Weltcuppunkte geblieben war, startete Lanišek ab der Zeit um den Jahreswechsel wie im Vorjahr im Continental Cup, wo er im Saisonverlauf drei Springen in Erzurum und Planica gewann und Achter der Gesamtwertung 2017/18 wurde. Er blieb in dieser Saison ohne Weltcuppunkte. Im Gesamtweltcup der Saison 2018/19 belegte er den 30. Platz. Bei den Skiweltmeisterschaften 2019 in Seefeld in Tirol wurde er im Einzelwettbewerb auf der Großschanze 35. und belegte mit der slowenischen Mannschaft, die neben ihm noch aus Peter Prevc, Žiga Jelar und Timi Zajc bestand, den sechsten Rang im Teamwettkampf der Männer.

Zu Beginn der Weltcup-Saison 2019/20 sprang er in Wisła als Zweiter sowie in Kuusamo als Dritter zweimal auf das Podium. Es waren seine ersten beiden Podiumsplatzierungen im Skisprung-Weltcup. Bei den slowenischen Meisterschaften 2019 in Planica gewann Lanišek den Meistertitel im Einzel.[1] Im Gesamtweltcup 2019/20 lag er am Saisonende auf Platz 15. Im Winter 2020/21 erreicht er vier Podiumsplatzierungen und den neunten Platz im Gesamtweltcup. Darüber hinaus wurde er erneut slowenischer Meister,[2] bei der Skiflug-Weltmeisterschaft 2020 in Planica Zwölfter im Einzel sowie mit Domen Prevc, Peter Prevc und Bor Pavlovčič Vierter im Team.

Zudem nahm er an den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2021 in Oberstdorf teil. Dort gewann er am 27. Februar 2021 im Einzelspringen von der Normalschanze die Bronzemedaille. Einen Medaillengewinn im Mixed-Team-Springen verpasste er gemeinsam mit Nika Križnar, Bor Pavlovčič und Ema Klinec auf dem vierten Platz nur knapp. Im Einzelspringen von der Großschanze wurde er ebenso im Teamspringen der Männer, in diesem als Schlussspringer der Slowenen zusammen mit den drei Prevc-Brüdern Cene, Peter und Domen, Fünfter.

Im olympischen Winter 2021/22 konnte Anže Lanišek am 28. November 2021 auf der Rukatunturi-Schanze in Kuusamo nach zuvor sieben Podiumsplatzierungen als Zweiter oder Dritter sein erstes Weltcupspringen gewinnen. Am 15. Januar 2022 war er in Zakopane an der Seite von Lovro Kos, Peter Prevc und Timi Zajc auch erstmals in einem Teamwettbewerb im Weltcup siegreich. Er wurde als einer von fünf männlichen Skispringern für das slowenische Team bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Zhangjiakou nominiert.[3] Im Einzelwettbewerb von der Normalschanze, seinem einzigen Einsatz, sprang er auf den 13. Rang. Bei der Skiflug-Weltmeisterschaft 2022 in Vikersund flog er im Einzel auf Rang fünf und wurde am 13. März 2022 gemeinsam mit Domen Prevc, Peter Prevc und Timi Zajc Weltmeister im Teamfliegen. Am Saisonende erreichte er mit dem siebten Rang im Gesamtweltcup und Platz fünf in der Skiflugwertung seine bisher besten Saisonergebnisse.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupsiege im Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Typ
01. 28. November 2021 Finnland Kuusamo Großschanze
02. 26. November 2022 Finnland Kuusamo Großschanze

Weltcupsiege im Team[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Typ
01. 15. Januar 2022 Polen Zakopane Großschanze
02. 28. Januar 2022 Deutschland Willingen Großschanze Mixed
03. 26. März 2022 Slowenien Planica Flugschanze

Grand-Prix-Siege im Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Typ
01. 9. September 2017 Russland Tschaikowski Großschanze
02. 10. September 2017 Russland Tschaikowski Großschanze
03. 5. Oktober 2019 Deutschland Klingenthal Großschanze

Continental-Cup-Siege im Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Typ
01. 29. Januar 2012 Osterreich Bischofshofen Großschanze
02. 8. Februar 2014 Vereinigte Staaten Iron Mountain Großschanze
03. 13. September 2014 Deutschland Klingenthal Großschanze
04. 27. September 2014 Norwegen Trondheim Großschanze
05. 24. Januar 2015 Slowenien Planica Großschanze
06. 15. Februar 2015 Finnland Lahti Großschanze
07. 14. Januar 2017 Deutschland Garmisch-Partenkirchen Großschanze
08. 20. Januar 2018 Turkei Erzurum Großschanze
09. 3. Februar 2018 Slowenien Planica Großschanze
10. 4. Februar 2018 Slowenien Planica Großschanze

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcup-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2014/15 62. 023
2015/16 25. 232
2016/17 33. 098
2018/19 30. 177
2019/20 15. 543
2020/21 09. 775
2021/22 07. 936

Grand-Prix-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2015 32. 092
2016 52. 032
2017 02. 353
2018 37. 048
2019 16. 129
2020 16. 032
2021 05. 208
2022 15. 080

Continental-Cup-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2011/12 028. 227
2012/13 102. 066
2013/14 007. 623
2014/15 003. 809
2015/16 035. 335
2016/17 029. 372
2017/18 008. 795
2018/19 051. 163
2019/20 104. 040
2020/21 042. 100
2021/22 062. 130

Schanzenrekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schanze (Hillsize) Ort Land Weite aufgestellt am Rekord bis
Rukatunturi-Schanze (HS142) Ruka Finnland Finnland 149,0 m 26. November 2022 27. November 2022

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Anže Lanišek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rezultati tekme – Slowenische Meisterschaften im Skispringen 2019. Spletni Smusko, 17. Dezember 2019, abgerufen am 4. Februar 2022 (slowenisch).
  2. Anze Lanisek gewinnt slowenische Meisterschaften: Tournee-Team steht. Skispringen-News.de, 25. Dezember 2020, abgerufen am 4. Februar 2022.
  3. Horst Nilgen: Olympiateilnehmer im Skispringen 2022 in Peking. Berkutschi Skijumping, 25. Januar 2022, abgerufen am 4. Februar 2022.