Piotr Żyła

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Piotr Żyła Skispringen
Piotr Żyła im Sommer 2014

Piotr Żyła im Sommer 2014

Nation PolenPolen Polen
Geburtstag 16. Januar 1987 (31 Jahre)
Geburtsort Cieszyn, Polen
Größe 176 cm
Gewicht 59 kg
Karriere
Verein KS Wisła Ustronianka
Trainer Krzysztof Sobański
Debüt im Weltcup 21. Januar 2006
Debüt im Continental Cup 26. Dezember 2004
Pers. Bestweite 245,5 m (Vikersund 2017)
Status aktiv
Medaillenspiegel
WM-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 3 × Bronze
SFWM-Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
JWM-Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Nationale Medaillen 0 × Gold 3 × Silber 4 × Bronze
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften
0Bronze0 2013 Val di Fiemme Mannschaft
0Bronze0 2015 Falun Mannschaft
0Bronze0 2017 Lahti Großschanze
0Gold0 2017 Lahti Mannschaft
FIS Skiflug-Weltmeisterschaften
0Bronze0 2018 Oberstdorf Mannschaft
FIS Nordische Junioren-Ski-WM
0Silber0 2005 Rovaniemi Mannschaft
Logo des Polnischen Skiverbands Polnische Meisterschaften
0Bronze0 2009 Wisla Großschanze
0Silber0 2010 Szczyrk Mannschaft
0Silber0 2011 Szczyrk Mannschaft
0Bronze0 2011 Zakopane Großschanze
0Silber0 2011 Wisla Großschanze
0Bronze0 2012 Zakopane Mannschaft
0Bronze0 2013 Wisła Großschanze
Platzierungen
 Weltcupsiege (Einzel) 01  (Details)
 Weltcupsiege (Team) 02  (Details)
 Grand-Prix-Siege (Team) 03  (Details)
 Continental-Cup-Siege 04  (Details)
 Gesamtweltcup 11. (2016/17)
 Skiflug-Weltcup 08. (2012/13)
 Vierschanzentournee 02. (2016/17)
 Raw Air 14. (2017)
 Nordic Tournament 30. (2007)
 Sommer-Grand-Prix 05. (2011, 2014)
 Continental Cup 21. (2005/06)
 Weltcup-/A-Klasse-Podium 1. 2. 3.
 Einzelspringen 1 0 2
 Skifliegen 0 0 1
 Teamspringen 2 7 5
 Grand-Prix-Podium 1. 2. 3.
 Einzelspringen 0 6 1
 Teamspringen 3 3 0
 Continental-Cup-Podium 1. 2. 3.
 Einzelspringen 4 1 1
letzte Änderung: 17. März 2018

Piotr Żyła (* 16. Januar 1987 in Cieszyn) ist ein polnischer Skispringer, der für den KS Wisła Ustronianka startet. Sein größter internationaler Erfolg ist der Gewinn der Bronzemedaille von der Großschanze bei den Weltmeisterschaften 2017 in Lahti.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Żyła fing im Alter von acht Jahren an zu springen und startet für den Verein KS Wisła Ustronianka. Er bestritt seine ersten internationalen Wettkämpfe im Jahr 2003. In der Saison 2004/05 kam er bei mehreren Continental Cups zum Einsatz. Bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2005 in Rovaniemi konnte er mit dem polnischen Team eine Silbermedaille gewinnen. Im folgenden Sommer 2005 startete er bei einigen Springen des Sommer-Grand-Prix, konnte aber die Punkteränge nie erreichen. Zu beginn der folgenden Wintersaison 2005/06 erreichte er im Continental Cup mittelmäßige Platzierungen, bekam aber trotzdem Ende Januar 2006 einen Einsatz beim Weltcup in Sapporo. Mit einem 19. Platz konnte er auf Anhieb Weltcuppunkte erringen. Am 4. Februar 2006 konnte er das Continental-Cup-Springen in Villach gewinnen. Bis auf einen vierten Platz in Iron Mountain konnte er in der verbleibenden Continental-Cup-Saison aber nur Platzierungen im Mittelfeld erreichen. In der folgenden Saison 2006/07 pendelte er zwischen Welt- und Continental Cup hin und her. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2007 in Sapporo wurde er ebenfalls eingesetzt. Obwohl er in beiden Einzelspringen den zweiten Durchgang verpasste, konnte er im Teamwettbewerb mit der polnischen Mannschaft einen fünften Platz erreichen. Im Sommer 2007 nahm er abermals am Sommer-Grand-Prix teil und konnte mit einem 7. Platz in Hakuba sein erstes Ergebnis unter den Top 10 in einem erstklassigen Wettbewerb erringen. In der Wintersaison 2007/08 wechselte er wieder zwischen Welt- und Continental Cup hin und her, bekam aber einen Einsatz bei der Skiflug-Weltmeisterschaft 2008 in Oberstdorf, wo er einen zehnten Platz im Einzelwettbewerb belegen konnte. Im Sommer 2008 startete er vor allem im Continental Cup. Bei den polnischen Meisterschaften von der Großschanze am 14. Februar 2009 sprang er als Dritter erstmals auf einen Medaillenrang.[1]

Seine beiden ersten Podestplatzierungen ersprang er im ersten Halbjahr 2011 mit der polnischen Mannschaft bei den Teamwettbewerben in Willingen und in Lahti. Am 9. Januar 2013 konnte er im heimischen Wisła mit Platz sechs von der Großschanze sein bis dato bestes Einzelergebnis im Weltcup erspringen.[2]

Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2013 gewann er mit seinen Teamkollegen Maciej Kot, Dawid Kubacki und Kamil Stoch hinter Österreich und Deutschland die Bronzemedaille im Mannschaftswettbewerb und damit die erste polnische Mannschaftsmedaille im Skispringen bei einer Weltmeisterschaft.[3] In Trondheim entschied Żyła die Qualifikation für sich.[4] Wenige Tage später, am 17. März 2013 konnte er dann seinen ersten Weltcupsieg feiern, als er gemeinsam mit dem Österreicher Gregor Schlierenzauer am Holmenkollen in Oslo triumphierte.[5] Am 22. März sprang er als Dritter beim Skifliegen in Planica zum zweiten Mal auf das Podest.

Żyła gehörte zum polnischen Aufgebot der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi und wurde dort bei zwei von drei Wettbewerben eingesetzt. Im Einzel auf der Großschanze belegte er den 34. Rang und mit der polnischen Mannschaft wurde er Vierter. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2015 in Falun belegte er in den Einzelwettbewerben den 33. Rang auf der Normalschanze und den neunten Rang auf der Großschanze. Im Mannschaftsspringen holte er zusammen mit Klemens Murańka, Jan Ziobro und Kamil Stoch die Bronzemedaille.

Am 3. Dezember 2016 gewann Żyła zusammen mit Kamil Stoch, Dawid Kubacki und Maciej Kot den Teamwettbewerb in Klingenthal. Dies war der erste Sieg einer polnischen Mannschaft in einem Weltcup-Teamwettbewerb.[6] Am 6. Januar 2017 konnte er beim Dreikönigsspringen in Bischofshofen als Dritter zum dritten Mal in seiner Karriere auf das Podest springen. Zudem sicherte er sich mit dieser Platzierung den zweiten Rang in der Gesamtwertung der Vierschanzentournee 2016/17 hinter Kamil Stoch. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2017 in Lahti belegte er im Einzel auf der Normalschanze den 19. Platz. Im Einzelspringen auf der Großschanze holte er als Dritter hinter Stefan Kraft und Andreas Wellinger die Bronzemedaille. Im Mannschaftswettbewerb wurde er zusammen mit Dawid Kubacki, Maciej Kot und Kamil Stoch Weltmeister vor Norwegen und Österreich. Im März 2017 stellte er am Vikersundbakken mit 245,5 Metern Weite einen neuen polnischen Landesrekord im Skifliegen auf, der noch im selben Monat von Kamil Stoch in Planica übertroffen wurde. Er beendete die Weltcup-Saison 2016/17 mit 634 Punkten als Elfter im Gesamtweltcup und erreichte damit sein bis dahin bestes Ergebnis.

Bei der Skiflug-Weltmeisterschaft 2018 in Oberstdorf belegte er im Einzel den 17. Platz und gewann im Mannschaftswettbewerb zusammen mit Stefan Hula, Dawid Kubacki und Kamil Stoch die Bronzemedaille. Am 4. Februar 2018 erzielte er beim Weltcup-Springen in Willingen als Dritter den vierten Einzel-Podestplatz seiner Karriere. Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang gehörte er zum fünfköpfigen polnischen Aufgebot. Er wurde jedoch in keinem der drei Wettbewerbe eingesetzt.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupsiege im Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Typ
1. 17. März 2013 NorwegenNorwegen Oslo Großschanze

Weltcupsiege im Team[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Typ
1. 3. Dezember 2016 DeutschlandDeutschland Klingenthal Großschanze
2. 28. Januar 2017 DeutschlandDeutschland Willingen Großschanze

Grand-Prix-Siege im Team[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Typ
1. 25. Juli 2014 PolenPolen Wisła Großschanze
2. 31. Juli 2015 PolenPolen Wisła Großschanze
3. 14. Juli 2017 PolenPolen Wisła Großschanze

Continental-Cup-Siege im Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Typ
1. 4. Februar 2006 OsterreichÖsterreich Villach Normalschanze
2. 24. September 2011 DeutschlandDeutschland Klingenthal Großschanze
3. 25. September 2011 DeutschlandDeutschland Klingenthal Großschanze
4. 2. August 2014 PolenPolen Wisła Großschanze

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcup-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2005/06 51. 023
2006/07 55. 034
2008/09 81. 004
2010/11 54. 037
2011/12 19. 267
2012/13 15. 485
2013/14 20. 343
2014/15 19. 474
2015/16 35. 089
2016/17 11. 634
2017/18 16. 403

Grand-Prix-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2007 35. 056
2011 05. 298
2012 26. 084
2013 44. 053
2014 05. 224
2015 09. 232
2016 44. 055
2017 08. 200

Schanzenrekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ort Land Weite aufgestellt am Rekord bis
Planica SlowenienSlowenien Slowenien 141,0 m
(HS: 140 m)
22. März 2014 23. März 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Piotr Żyła – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ergebnis bei www.berkutschi.com, abgerufen am 14. Dezember 1011.
  2. „Erster Saisonsieg für Anders Bardal“ bei ww.berkutschi.com, abgerufen am 11. Januar 2013.
  3. „Titel an das Team aus Österreich“ bei www.berkutschi.com, abgerufen am 2. März 2013.
  4. Zyla gewinnt Quali, Stoch im Training bärenstark bei skispringen.com am 14. März 2013
  5. Zweifachsieg: Schlierenzauer und Zyla siegen in Oslo bei skispringen.com am 17. März 2013
  6. Kerstin Kock: Polen feiert ersten Weltcup-Erfolg im Team. In: Skispringen-News.de. 3. Dezember 2016, abgerufen am 1. Mai 2018.