Vicovaro

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Vicovaro
Wappen
Vicovaro (Italien)
Vicovaro
Staat Italien
Region Latium
Metropolitanstadt Rom (RM)
Koordinaten 42° 1′ N, 12° 54′ OKoordinaten: 42° 0′ 56″ N, 12° 53′ 34″ O
Höhe 300 m s.l.m.
Fläche 36 km²
Einwohner 3.994 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte 111 Einw./km²
Postleitzahl 00029
Vorwahl 0774
ISTAT-Nummer 058112
Volksbezeichnung Vicovaresi
Schutzpatron Sant'Antonio abate
Website Vicovaro

Vicovaro ist eine Gemeinde in der Metropolitanstadt Rom in der italienischen Region Latium mit 3994 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016). Der Ort liegt 46 km nordöstlich von Rom.

Vicovaro, San Pietro

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vicovaro liegt am Rande der Monti Lucretili im Tal des Aniene. Es ist Mitglied der Comunità Montana Valle dell’Aniene.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort war ein Vorposten der Aequer, der schon früh unter die Herrschaft der Römer kam. Er lag an der Via Varia, von der er seinen Namen hat, Vicus Variae (Dorf an der Varia).[2] Um 500 wurde das Kloster SS. Cosma e Damiano (heute San Cosimato) gegründet, in dem der heilige Benedikt für eine Zeit Abt war, bevor er sein eigenes Kloster in Subiaco gründete. Im 12. Jahrhundert kam Vicovaro an die Familie Orsini. Diese verkauften es 1672 an die Bolognetti. Ein Jahrhundert später kam es an die Cenci.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1881 1901 1921 1936 1951 1971 1991 2001
Einwohner 1.583 1.986 2.490 3.084 3.464 3.607 3.819 3.714

Quelle: ISTAT

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Giovanni Sirini (Bürgerliste Sviluppo Futuro per Vicovaro) wurde im Juni 2009 zum Bürgermeister gewählt. Er löste Thomas Christian Cedric (Mitte-links-Bündnis) (seit 2004) ab, der nicht mehr kandidierte.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vicovaro, San Giacomo
  • Zwei Kilometer vor dem Ort liegt das Kloster San Cosimato, das bis ins 5. Jahrhundert zurückgeht.
  • Ab 1693 baute Sebastiano Cipriano die mittelalterliche Burg der Orsini zum Palazzo Cenci-Bolognetti um.
  • Die Pfarrkirche San Pietro wurde ab 1743 von Girolamo Theodoli im Auftrag des Kardinal Mario Bolognetti erbaut.
  • Die oktogonale Kapelle San Giacomo Maggiore, 1454 bis 1465 von Domenico di Capodistria und Giovanni Dalmata erbaut, zeigt eine eigentümliche Mischung von gotischen und Renaissance-Stilelementen. Vor allem das Portal mit seinem reichen Figurenschmuck ist bemerkenswert. Dargestellt sind Heilige, aber auch Mitglieder der Familie Orsini.
  • Um die ehemalige Kirche San Sabino ist ein mittelalterliches Quartier besonders gut erhalten.

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September findet die Sagra della Pagnotta Vicovarese, Fest des Brotes, statt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christoph Henning: Latium. Das Land um Rom. Mit Spaziergängen in der Ewigen Stadt (= DuMont Kunst-Reiseführer). 3., aktualisierte Auflage. DuMont, Köln 2006, ISBN 3-7701-6031-2.
  • Anton Henze, Kunibert Bering, Gerhard Wiedmann: Kunstführer Rom. 5., neu bearbeitete Auflage. Philipp Reclam GmbH, Stuttgart 1994, ISBN 3-15-010402-5.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2016.
  2. Filippo Coarelli: Lazio (= Guide archeologiche Laterza. Bd. 5). Laterza & Figli Spa, Rom u. a. 1984, ISBN 88-420-2033-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vicovaro – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien