Äquatorialguineische Fußballnationalmannschaft

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Dieser Artikel befasst sich mit der äquatorialguineischen Fußballnationalmannschaft der Herren. Für das Team der Frauen, siehe Äquatorialguineische Fußballnationalmannschaft der Frauen.
Äquatorialguinea
República de Guinea Ecuatorial
Logo
Spitzname(n) Nzalang Nacional
Verband Federación Ecuatoguineana
de Fútbol
Konföderation CAF
Technischer Sponsor Hummel
Trainer ArgentinienArgentinien Esteban Becker
Kapitän Emilio Nsue
Rekordtorschütze Pedro Bangi (44)
Heimstadion Nuevo Estadio de Malabo
FIFA-Code EQG
FIFA-Rang 61. (549 Punkte)
(Stand: 9. April 2015)[1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Statistik
Erstes Länderspiel
China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 6:2 Äquatorialguinea Äquatorialguinea 1968Äquatorialguinea
(Peking, China; 23. Mai 1975)
Höchster Sieg
ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Äquatorialguinea 3:0 Rep. Zentralafrika Zentralafrikanische RepublikZentralafrikanische Republik
(Malabo, Äquatorialguinea; 7. September 2011)
Höchste Niederlage
Kongo Volksrepublik Volksrepublik Kongo VR Kongo 6:0 Äquatorialguinea ÄquatorialguineaÄquatorialguinea
(Banjul, Gambia; 13. Dezember 1990)
Erfolge bei Turnieren
Afrikameisterschaft
Endrundenteilnahmen 2 (Erste: 2012)
Beste Ergebnisse 4. Platz 2015
(Stand: 7. Februar 2015)

Die äquatorialguineische Fußballnationalmannschaft wird kontrolliert von der Federación Ecuatoguineana de Fútbol, die 1984 gegründet wurde. Im Dezember desselben Jahres bestritt Äquatorialguinea sein erstes offizielles Länderspiel.

Zuvor hatte es schon 1975 ein inoffizielles Länderspiel gegen China gegeben, das China als Heimmannschaft mit 6:2 gewonnen hatte.

Seit 2002 nimmt das Land regelmäßig an den Qualifikationen zu Weltmeisterschaften teil, seit 2000 an der Afrika-Cup-Qualifikation. Äquatorial-Guinea hat sich sportlich noch für kein großes Turnier qualifizieren können. Das Team zählt zur sportlichen Mittelklasse der afrikanischen FIFA-Mitgliedsstaaten.

Äquatorial-Guinea richtet gemeinsam mit Gabun die Afrikameisterschaft 2012 aus, wodurch die Mannschaft als Gastgeber erstmals an einer Afrikameisterschaft teilnahm und das Viertelfinale erreichte, in dem sie der Elfenbeinküste mit 0:3 unterlag. In der FIFA-Weltrangliste stieg die Mannschaft durch den Viertelfinaleinzug um 41 Plätze auf Platz 110.[2]

Der bisher größte Erfolg der Äquatorialguineischen Nationalelf war der Sieg beim CEMAC-CUP (einem Fußballwettbewerb den die Teams aus Kamerun, Republik Kongo, Gabun, Äquatorialguinea, Zentralafrikanische Republik und Tschad austragen) 2006. Im Finale wurde Titelverteidiger Kamerun überraschend, nach 1:1 in der regulären Spielzeit, mit 4:2 im Elfmeterschießen bezwungen. Kamerun spielte allerdings mit einer lokalen Auswahl, deshalb wird das Spiel von der FIFA nicht als A-Länderspiel anerkannt.

Die Mannschaft belegt in der offiziellen FIFA-Weltrangliste mit dem 59. Rang derzeit ihre bisher beste Platzierung, wobei sich die Mannschaft gegenüber dem Vormonat um 45 Plätze verbessern konnte (Stand: April 2013).[3]

Turniere[Bearbeiten]

Weltmeisterschaft[Bearbeiten]

Hauptartikel: Fußball-Weltmeisterschaft

In der Qualifikation für die WM in Brasilien traf Äquatorialguinea zunächst in Hin- und Rückspiel auf Madagaskar. Nachdem das Hinspiel mit 2:0 gewonnen wurde, konnte trotz eines 1:2 im Rückspiel die 2. Runde erreicht werden. Dort waren die Kap Verden, Sierra Leone und Tunesien die Gegner. Durch ein 1:1 am 16. Juni 2013 gegen Tunesien verlor die Mannschaft die Chance auf die Qualifikation für die WM.

Afrikameisterschaft[Bearbeiten]

  • 1986: nicht teilgenommen
  • 1988: zurückgezogen
  • 1990: nicht qualifiziert
  • 1992: nicht teilgenommen
  • 1994: nicht teilgenommen
  • 1996: zurückgezogen
  • 1998: nicht teilgenommen
  • 2000: nicht teilgenommen
  • 2002 bis 2010: nicht qualifiziert
  • 2012: Viertelfinale (als Co-Gastgeber mit Gabun)
  • 2013: nicht qualifiziert
  • 2015: 4. Platz

Afrikanische Nationenmeisterschaft[Bearbeiten]

  • 2009: nicht teilgenommen
  • 2011: in der Qualifikation zurückgezogen
  • 2014: nicht teilgenommen

CEMAC-Cup[Bearbeiten]

Hauptartikel: CEMAC Cup
  • 1984: Vorrunde
  • 1985: Vorrunde
  • 1986: Vorrunde
  • 1987: Vierter
  • 1988: Vorrunde
  • 1989: nicht teilgenommen
  • 1990: Vorrunde
  • 2003: nicht teilgenommen
  • 2005: Vorrunde
  • 2006: Meister
  • 2007: Vorrunde
  • 2008: Vorrunde
  • 2009: Zweiter
  • 2010: Vorrunde

COSAFA Senior Challenge[Bearbeiten]

Hauptartikel: COSAFA Senior Challenge
  • 2013: zurückgezogen

Nationaltrainer[Bearbeiten]

Jahre Name
2003 SpanienSpanien Óscar Engonga
2004–2006 BrasilienBrasilien Antônio Dumas
2006 SpanienSpanien Quique Setién
2007–2008 BrasilienBrasilien Jordan de Freitas
2008–2009 SpanienSpanien Vicente Engonga
2009–2010 ParaguayParaguay Carlos Diarte
2010 ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Casto Nopo
2011 FrankreichFrankreich Henri Michel
2011 ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Casto Nopo
2012 BrasilienBrasilien Gilson Paulo
2013–2014 SpanienSpanien Andoni Goikoetxea
2015– ArgentinienArgentinien Esteban Becker

Bekannte Spieler[Bearbeiten]

Aufgrund der äquatorialguineischen Amtssprache Spanisch spielen Europa-Legionäre zumeist in Spanien. Bei den bekannteren Namen handelt es sich aber häufig um Nachkommen ehemaliger Flüchtlinge, die während der Diktatur von Francisco Macías Nguema das Land Richtung Spanien verließen. Javier Balboa, ehemaliger Real Madrid Nachwuchsspieler, steht in der portugiesischen Primeira Liga bei SC Beira-Mar unter Vertrag. In der spanischen Segunda División spielen derzeit der in Spanien aufgewachsene Rodolfo Bodipo Díaz (Deportivo La Coruña), Iván Bolado (FC Cartagena), Stürmer Juvenal Edjogo-Owono Montalbán, genannt Juvenal (CE Sabadell), Raúl Fabiani (CD Alcoyano) und Iban Iyanga, genannt Randy, (UD Las Palmas).

Kader der Afrikameisterschaft 2015[Bearbeiten]

Nr. Name Verein vor Turnierbeginn Geburtstag
Torhüter
1 Felipe Ovono ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Deportivo Mongomo 16. Juli 1993
13 Aitor Embela SpanienSpanien FC Málaga
21 Carlos Mosibe ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Atlético Malabo
Abwehr
3 Daniel Vázquez Evuy ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Leones Vegetarianos
4 Rui Da Gracia MaltaMalta Hibernians Football Club
5 Diosdado Mbele ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Leones Vegetarianos 8. April 1997
16 Sipo Bohale Zypern RepublikRepublik Zypern AEK Larnaka 21. April 1988
17 Miguel Ángel ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Akonangui FC 8. Dezember 1995
19 Igor Engonga SpanienSpanien CD Tropezón
Mittelfeld
2 Rubén Belima SpanienSpanien Real Madrid Castilla 11. Februar 1996
6 Juvenal Edjogo-Owono AndorraAndorra FC Santa Coloma 3. April 1987
8 Iban Iyanga GriechenlandGriechenland Iraklis Psachna 2. Juni 1987
10 Emilio Nsue EnglandEngland FC Middlesbrough
11 Javier Balboa PortugalPortugal GD Estoril Praia 13. Mai 1985
14 Iván Zarandona HongkongHongkong Hong Kong Rangers FC
15 Carlos Martin Briones GibraltarGibraltar College Cosmos FC
18 Viera Ellong ÄquatorialguineaÄquatorialguinea The Panthers FC 14. Juni 1987
20 Pablo Ganet SpanienSpanien UD San Sebastián de los Reyes
Angriff
7 Iván Bolado IndienIndien FC Pune City
9 Raúl Fabiani SpanienSpanien CD Olímpic de Xàtiva
12 Kike Boula SpanienSpanien RCD Mallorca B
22 Ibán Salvador Edu SpanienSpanien FC Valencia Mestalla
23 Rubén Obama Nsue Ondo ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Leones Vegetarianos
Trainer
  ArgentinienArgentinien Esteban Becker   31. August 1964

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com, April 2015. Abgerufen am 9. April 2015
  2. FIFA.com: Deutschland neu vor den Niederlanden
  3. fifa.com: Kroatien und Ecuador auf dem Vormarsch