Äquatorialguineische Fußballnationalmannschaft

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Dieser Artikel befasst sich mit der äquatorialguineischen Fußballnationalmannschaft der Herren. Für das Team der Frauen, siehe Äquatorialguineische Fußballnationalmannschaft der Frauen.
Äquatorialguinea
República de Guinea Ecuatorial
Logo
Spitzname(n) Nzalang Nacional
Verband Federación Ecuatoguineana
de Fútbol
Konföderation CAF
Technischer Sponsor Hummel
Trainer SpanienSpanien Andoni Goikoetxea
Kapitän Emilio Nsue
Rekordtorschütze Pedro Bangi (44)
Heimstadion Nuevo Estadio de Malabo
FIFA-Code EQG
FIFA-Rang 113. (270 Punkte)
(Stand: 14. August 2014)[1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Statistik
Erstes Länderspiel
China VolksrepublikChina Volksrepublik China 6:2 Äquatorialguinea Äquatorialguinea 1968Äquatorialguinea
(Peking, China; 23. Mai 1975)
Höchster Sieg
ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Äquatorialguinea 3:0 Rep. Zentralafrika Zentralafrikanische RepublikZentralafrikanische Republik
(Malabo, Äquatorialguinea; 7. September 2011)
Höchste Niederlage
Kongo Volksrepublik Volksrepublik Kongo VR Kongo 6:0 Äquatorialguinea ÄquatorialguineaÄquatorialguinea
(Banjul, Gambia; 13. Dezember 1990)
Erfolge bei Turnieren
Afrikameisterschaft
Endrundenteilnahmen 1 (Erste: 2012)
Beste Ergebnisse Viertelfinale 2012
(Stand: 4. Juni 2013)

Die äquatorialguineische Fußballnationalmannschaft wird kontrolliert von der Federación Ecuatoguineana de Fútbol, die 1984 gegründet wurde. Im Dezember desselben Jahres bestritt Äquatorialguinea sein erstes offizielles Länderspiel.

Zuvor hatte es schon 1975 ein inoffizielles Länderspiel gegen China gegeben, das China als Heimmannschaft mit 6:2 gewonnen hatte.

Seit 2002 nimmt das Land regelmäßig an den Qualifikationen zu Weltmeisterschaften teil, seit 2000 an der Afrika-Cup-Qualifikation. Äquatorial-Guinea hat sich sportlich noch für kein großes Turnier qualifizieren können. Das Team zählt zur sportlichen Mittelklasse der afrikanischen FIFA-Mitgliedsstaaten.

Äquatorial-Guinea richtet gemeinsam mit Gabun die Afrikameisterschaft 2012 aus, wodurch die Mannschaft als Gastgeber erstmals an einer Afrikameisterschaft teilnahm und das Viertelfinale erreichte, in dem sie der Elfenbeinküste mit 0:3 unterlag. In der FIFA-Weltrangliste stieg die Mannschaft durch den Viertelfinaleinzug um 41 Plätze auf Platz 110.[2]

Der bisher größte Erfolg der Äquatorialguineischen Nationalelf war der Sieg beim CEMAC-CUP (einem Fußballwettbewerb den die Teams aus Kamerun, Republik Kongo, Gabun, Äquatorialguinea, Zentralafrikanische Republik und Tschad austragen) 2006. Im Finale wurde Titelverteidiger Kamerun überraschend, nach 1:1 in der regulären Spielzeit, mit 4:2 im Elfmeterschießen bezwungen. Kamerun spielte allerdings mit einer lokalen Auswahl, deshalb wird das Spiel von der FIFA nicht als A-Länderspiel anerkannt.

Die Mannschaft belegt in der offiziellen FIFA-Weltrangliste mit dem 59. Rang derzeit ihre bisher beste Platzierung, wobei sich die Mannschaft gegenüber dem Vormonat um 45 Plätze verbessern konnte (Stand: April 2013).[3]

Turniere[Bearbeiten]

Weltmeisterschaft[Bearbeiten]

Hauptartikel: Fußball-Weltmeisterschaft

In der Qualifikation für die WM in Brasilien traf Äquatorialguinea zunächst in Hin- und Rückspiel auf Madagaskar. Nachdem das Hinspiel mit 2:0 gewonnen wurde, konnte trotz eines 1:2 im Rückspiel die 2. Runde erreicht werden. Dort waren die Kap Verden, Sierra Leone und Tunesien die Gegner. Durch ein 1:1 am 16. Juni 2013 gegen Tunesien verlor die Mannschaft die Chance auf die Qualifikation für die WM.

Afrikameisterschaft[Bearbeiten]

  • 1986: nicht teilgenommen
  • 1988: zurückgezogen
  • 1990: nicht qualifiziert
  • 1992: nicht teilgenommen
  • 1994: nicht teilgenommen
  • 1996: zurückgezogen
  • 1998: nicht teilgenommen
  • 2000: nicht teilgenommen
  • 2002 bis 2010: nicht qualifiziert
  • 2012: Viertelfinale (als Co-Gastgeber mit Gabun)
  • 2013: nicht qualifiziert

Afrikanische Nationenmeisterschaft[Bearbeiten]

  • 2009: nicht teilgenommen
  • 2011: in der Qualifikation zurückgezogen
  • 2014: nicht teilgenommen

CEMAC-Cup[Bearbeiten]

Hauptartikel: CEMAC Cup
  • 1984: Vorrunde
  • 1985: Vorrunde
  • 1986: Vorrunde
  • 1987: Vierter
  • 1988: Vorrunde
  • 1989: nicht teilgenommen
  • 1990: Vorrunde
  • 2003: nicht teilgenommen
  • 2005: Vorrunde
  • 2006: Meister
  • 2007: Vorrunde
  • 2008: Vorrunde
  • 2009: Zweiter
  • 2010: Vorrunde

COSAFA Senior Challenge[Bearbeiten]

Hauptartikel: COSAFA Senior Challenge

Nationaltrainer[Bearbeiten]

Jahre Name
2003 SpanienSpanien Óscar Engonga
2004–2006 BrasilienBrasilien Antônio Dumas
2006 SpanienSpanien Quique Setién
2007–2008 BrasilienBrasilien Jordan de Freitas
2008–2009 SpanienSpanien Vicente Engonga
2009–2010 ParaguayParaguay Carlos Diarte
2010 ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Casto Nopo
2011 FrankreichFrankreich Henri Michel
2011 ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Casto Nopo
2012 BrasilienBrasilien Gilson Paulo
seit 2013 SpanienSpanien Andoni Goikoetxea

Bekannte Spieler[Bearbeiten]

Aufgrund der äquatorialguineischen Amtssprache Spanisch spielen Europa-Legionäre zumeist in Spanien. Bei den bekannteren Namen handelt es sich aber häufig um Nachkommen ehemaliger Flüchtlinge, die während der Diktatur von Francisco Macías Nguema das Land Richtung Spanien verließen. Javier Balboa, ehemaliger Real Madrid Nachwuchsspieler, steht in der portugiesischen Primeira Liga bei SC Beira-Mar unter Vertrag. In der spanischen Segunda División spielen derzeit der in Spanien aufgewachsene Rodolfo Bodipo Díaz (Deportivo La Coruña), Iván Bolado (FC Cartagena), Stürmer Juvenal Edjogo-Owono Montalbán, genannt Juvenal (CE Sabadell), Raúl Fabiani (CD Alcoyano) und Iban Iyanga, genannt Randy, (UD Las Palmas).

Kader der Afrikameisterschaft 2012[Bearbeiten]

Nr. Name Verein vor Turnierbeginn Geburtstag
Torhüter
1 Danilo BrasilienBrasilien América FC 5. März 1982
22 Felipe Ovono ÄquatorialguineaÄquatorialguinea CD Elá Nguema 26. Juli 1993
21 Achille Pensy ÄquatorialguineaÄquatorialguinea The Panthers 5. Januar 1987
Abwehr
3 Kily SpanienSpanien UP Langreo 5. Februar 1984
16 Sipo SpanienSpanien CD Badajoz 21. April 1988
15 Lawrence Doe OmanOman Al-Shabab 23. Mai 1978
23 Colin ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Deportivo Mongomo 31. Dezember 1987
4 Rui SpanienSpanien UD Logroñés 28. Mai 1985
5 Fousseny Kamissoko OmanOman Al-Suwaiq 5. April 1983
2 Dani Evuy SpanienSpanien AD Villaviciosa de Odón 11. März 1985
Mittelfeld
14 Ben Konaté ÄquatorialguineaÄquatorialguinea The Panthers 27. Dezember 1986
7 Rolan de la Cruz KolumbienKolumbien Fortaleza FC 3. Oktober 1984
6 Juvenal SpanienSpanien CE Sabadell 3. April 1979
17 Narcisse Ekanga Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo Tout Puissant Mazembe 30. Juli 1981
13 Jean-Maxime Ndongo ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Deportivo Mongomo 8. November 1992
20 Daniel Ekedo SpanienSpanien CD San Roque de Lepe 19. September 1989
18 Viera Ellong ÄquatorialguineaÄquatorialguinea CD Elá Nguema 14. Juni 1987
Angriff
9 Rodolfo Bodipo SpanienSpanien Deportivo La Coruña 25. Oktober 1977
10 Iván Bolado BulgarienBulgarien ZSKA Sofia 3. Juli 1989
8 Randy SpanienSpanien UD Las Palmas 2. Juni 1987
12 Thierry Fidjeu vereinslos 13. Oktober 1982
19 Raúl Fabiani SpanienSpanien CD Alcoyano 23. Februar 1984
11 Javier Balboa PortugalPortugal SC Beira-Mar 13. Mai 1985

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com, August 2014. Abgerufen am 14. August 2014
  2. FIFA.com: Deutschland neu vor den Niederlanden
  3. fifa.com: Kroatien und Ecuador auf dem Vormarsch