Alstom Coradia Continental

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Alstom Coradia Continental
440 024 im Bahnhof Donauwörth
440 024 im Bahnhof Donauwörth
Nummerierung: Baureihe:
Endwagen: UIC-D 0440
Mittelwagen: UIC-D 0441
Fahrzeugnummern:
440 001–048 DB
440 101–108 agilis
440 201–206 DB
440 210–226 NWB
440 301–326 DB
440 330–347 NWB
440 401–418 agilis
Anzahl: 218 bestellt, Auslieferung läuft
Hersteller: Alstom
Baujahr(e): seit 2008
Achsformel: 0440.0: Bo'(Bo)(2)(Bo)Bo'
0440.1: Bo'(Bo)(2)(Bo)Bo'
0440.2: Bo'(Bo)(2)(2)(Bo)Bo'
0440.3: Bo'(2)(Bo)Bo'
0440.4: Bo'(Bo)(Bo)Bo'
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge: s. Tabelle unter Varianten
Höhe: 4.280 mm
Breite: 2.920 mm
Drehgestellachsstand: Enddrehgestelle: 2.440 mm; Mittendrehgestelle: 2.700 mm
Kleinster bef. Halbmesser: 100 m
Leermasse: 0440.0: 140,0 t
0440.1: 141 t
0440.3: 112,0 t
0440.4: 119 t
Dienstmasse: 0440.1: 176 t
0440.4: 144 t
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h
Stundenleistung: 0440.0, 0440.1, 0440.2, 0440.4: 2.880 kW,
440.3: 2.160 kW
Raddurchmesser: 850 mm / 780 mm
Stromsystem: 15 kV 16,7 Hz
Bremse: (D) KB C-pn-R-A-E
Sitzplätze: 440.0 (A): 240,
440.0 (PA): 233
440.1: 264 (1.Kl.: 16, 2.Kl.: 200, 2.Kl. Klappsitze: 48)
440.2: 293
440.4: 200 (1.Kl.: 16, 2.Kl.: 136, 2.Kl. Klappsitze: 48)
440.4 (Radl-Umbau): 188 (1.Kl.: 16, 2.Kl.: 124, 2.Kl. Klappsitze: 48)
Stehplätze: 440.1: 186
440.4: 146
Fußbodenhöhe: 730 mm (Fahrgastraum)
610 mm (Eingangsbereich)
Niederfluranteil: 89 %

Die Triebzüge Alstom Coradia Continental gehören zur Fahrzeugfamilie modularer, vollständig niederfluriger elektrischer Nahverkehrs-Gliedertriebzüge Alstom Coradia, des Herstellers Alstom Transport Deutschland, vormals Alstom LHB, Salzgitter.
Der Coradia Continental wird mit seiner ursprünglichen Kopfform umgangssprachlich „Mopsgesicht“ genannt.

Entwicklung[Bearbeiten]

Aus dem Konzept des auf radial einstellenden Einzelachsfahrwerken fahrende LIREX entstand durch Fortentwicklung eine Familie von vollständig niederflurigen Triebzügen mit konventionellen Enddrehgestellen und Jakobs-Drehgestellen zwischen den Mittelwagen. Dabei wurde zuerst die für den Betrieb in nordischen Ländern geeignete Unterfamilie Alstom Coradia Nordic entwickelt und später daraus die Unterfamilie Coradia Continental für den Betrieb in Mitteleuropa abgeleitet. Von den Coradia Nordic unterscheiden sich die Coradia Continental Fahrzeuge durch einen neuen, dem deutschen Umgrenzungsprofil angepassten Wagenkasten mit geraden Seitenwänden.

Technische Eigenschaften[Bearbeiten]

Die Züge der Fahrzeugfamilie werden aus einem Baukasten standardisierter Einzelfahrzeuge gebildet, die ihre technische Ausrüstung mit Ausnahme der Fahrmotoren auf dem Dach tragen. Die Endwagen gibt es in zwei Längen, die jeweils einen Haupttransformator, einen Antriebsumrichter und einen Nebenbetriebeumrichter tragen. Die Mittelwagen tragen die weiteren Ausrüstungen Stromabnehmer, Kompressor und Batteriekasten. Mittig auf jedem Fahrzeug ist das Klimagerät für den Fahrgastraum angeordnet. Bei den Fahrzeugen der Baureihe 0440 steht auf den Endwagen ein separater Motorkühler, bei den Fahrzeugen der Baureihe 1440 ist dieser mit dem Kühler des Haupttransformators zusammengefasst.

Der Fahrzeugkopf kann mit Crashverzehrelementen ausgeführt werden; bei den Fahrzeugen der Baureihe 0440 sind diese nicht installiert, um die Fahrzeuglänge zu verringern und Kosten zu sparen. Entsprechend den Kundenvorgaben sind auch die bei den Coradia Nordic vorhandenen seitlichen Führerstandstüren und ein zweiter PZB-Dateneinsteller entfallen. Bei agilis im E-Netz Regensburg, im E-Netz Augsburg und auf der Mainfrankenbahn sind die Züge mit ausfahrbaren Trittstufen ausgerüstet. Bevor sich die Türen öffnen, fahren diese unter dem Zug aus.

Die Fahrzeuge sind zu mindestens 95 % recyclebar.

Varianten[Bearbeiten]

Der Coradia Continental wird in unterschiedlichen Längen angeboten. Dazu wird die Anzahl der Mittelwagen (Baureihe 441.x: mit Antriebsachsen, 841.x: nicht angetrieben) variiert und zusätzlich werden die Endwagen (Baureihe 440.x) in zwei verschiedenen Längen geliefert.

Die Fahrzeuge der Baureihe 1440 (S-Bahn Rhein-Ruhr, Zweckverband Großraum Braunschweig und Verkehrsverbund Mittelsachsen) erhalten einen modifizierten Kopf nach Norm EN 15227. Folgende Konfigurationen wurden bisher verkauft:

Wagennummern Anzahl
Wagen
Betreiber (Netz) End-
wagen
Länge Fahr-
motoren
440.0 – 441.0 – 441.5 – 440.5 4 DB kurz 70.900 mm 8
440.1 – 441.1 – 441.6 – 440.6 4 agilis lang 74.200 mm 8
440.2 – 441.2 – 841.2 – 441.7 – 440.7 5 DB (Passau), NWB kurz 87.000 mm 8
440.3 – 441.3 – 440.8 3 DB (Würzburg), NWB kurz (DB),
lang (NWB)
54.500 mm/
57.800 mm
6
440.4 – 441.4 – 440.9 3 agilis lang 57.800 mm 8
1440.3 – 1441.3 – 1440.8 3 DB (S-Bahn Rhein-Ruhr) neuer Kopf 8
1440.1 – 1441.1 – 1441.6 – 1440.6 4 ZGB (ENNO) neuer Kopf 73.300 mm
3 VMS neuer Kopf 56.900 mm
5 VMS neuer Kopf 89.700 mm

Bestellungen und Betrieb[Bearbeiten]

Neben der DB Regio AG haben die NordWestBahn für die Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen, agilis für das E-Netz Regensburg Fahrzeuge und der Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) für das Elektro-Netz Niedersachsen Ost (ENNO) bestellt.

Übersicht[Bearbeiten]

Auftraggeber Einsatzgebiet Einsatzbeginn 440.0 440.1 440.2 440.3 440.4 1440.1 1440.3 Gesamt
DB Regio AG E-Netz Augsburg teilweise 12/2008 37 - - - - - - 37
DB Regio AG Würzburg Mitte 2010 5 - - 26 - - - 31
DB Regio AG Passau 06/2010 6 - 6 - - - - 12
DB Regio AG S-Bahn Rhein-Ruhr 12/2014 - - - - - - 28 28
NordWestBahn Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen 12/2010 - - 17 18 - - - 35
agilis E-Netz Regensburg Ende 2010 - 8 - - 18 - - 26
Zweckverband Großraum Braunschweig Elektro-Netz Niedersachsen Ost 12/2015 - - - - - 20 - 20
Verkehrsverbund Mittelsachsen Elektro-Netz Mittelsachsen II 6/2016 29
48 8 23 40 18 20 28 218

DB Regio AG[Bearbeiten]

Fünfteiliger Triebzug (440 201-2)

Die DB Regio AG hat seit dem Spätsommer 2006 bei Alstom LHB in Salzgitter 76 elektrische Triebzüge Alstom Coradia Continental bestellt. Diese teilen sich in vier Einzelaufträge für den Raum Augsburg, für den Raum Würzburg, für den Raum Nürnberg und für die Verbindung München–Passau auf. Die 80 Fahrzeuge teilen sich in 26 dreiteilige, 48 vierteilige und sechs fünfteilige Züge auf. Die Auslieferung war für den Zeitraum zwischen Mitte 2008 und Ende 2010 vorgesehen.

Die vierteiligen Fahrzeuge der Baureihe 440.0 bieten bei ca. 70 m Gesamtlänge 240 Sitzplätze (davon 12 in der 1. Klasse und 28 Klappsitze) und damit mehr als die gleich langen Fahrzeuge der Baureihen 420 bis 425. Die Sitzplätze sind sowohl vis-à-vis als auch in Reihen angeordnet. Dabei beträgt der Sitzabstand in der Reihe 750 mm und im vis-à-vis-Bereich 1700 mm. Die Einstiegshöhe liegt bei 600 mm.

Nach anfänglichen Problemen mit der Zulassung stellten sich im Betrieb erhebliche technische Probleme unter anderem bei Kupplungen, Klimaanlagen und Toiletten ein, die zu einer mangelnden Verfügbarkeit der Triebzüge führten.[1]

Anfang 2011 wurden die Züge mit Schiebetritten nachgerüstet.[2] Der Einbau weiterer Gepäckablagen ist ebenfalls vorgesehen.[3]

E-Netz Augsburg[Bearbeiten]

Fahrgastraum DB 2. Klasse
Fahrgastraum DB 1.Klasse

Der erste Auftrag umfasste 37 vierteilige Fahrzeuge im Gesamtwert von etwa 160 Millionen Euro für den Verkehr im Raum Augsburg. Eingesetzt werden sollten diese Züge bereits ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2008 auf den Strecken München–Augsburg–Ulm (Bahnstrecke München–Augsburg, Bahnstrecke Augsburg–Ulm) und München–Augsburg–Donauwörth–Treuchtlingen (Bahnstrecke Nürnberg–Augsburg), wobei die Züge in Augsburg geflügelt werden. Die Züge verkehren unter dem Namen „Fugger-Express“. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2009 wurde auch die Strecke (München–Augsburg–) Donauwörth–Aalen (Riesbahn) in den „Fugger-Express“ mit aufgenommen.

Anfang März 2008 wurde erstmals ein fertiger Triebzug dieses Typs präsentiert.[4]

Am 18. Juli 2008 wurde 440 007 im Augsburger Hauptbahnhof der Presse vorgestellt und am 8. August 2008 wurde die Baureihe 440 ebenda der Öffentlichkeit präsentiert.[5]

Ab Ende 2008 waren erste Züge auf Personalschulungsfahrten unterwegs. Mit Vorkenntnissen zu den Baureihen 423 bis 426 dauert die Ausbildung fünf Tage, mit Vorkenntnissen anderer Elektroschienenfahrzeuge sechs Tage.

440 007 auf Personalschulungsfahrt im Bahnhof Donauwörth

Die Augsburger Allgemeine Zeitung schrieb am 24. Oktober 2008 die Zulassung durch das Eisenbahnbundesamt verzögere sich wegen „massiver Probleme in der Steuerungstechnik“.[6]

Die ersten Triebzüge sollten zum Fahrplanwechsel im Dezember 2008 im Raum Augsburg zum Einsatz kommen;[7] die vorgesehenen Verkehre wurde aber wie vorher mit lokbespannten Zügen (Baureihe 111 mit Doppelstockwagen oder Baureihe 110 oder 111 mit n-Wagen), die auch teilweise mit zwei Lokomotiven bespannt waren („Sandwich“), oder auch mit Triebwagen der Baureihe 425 durchgeführt. Des Weiteren musste immer (mit Ausnahme des Heckeneilzugpaares RE 4198/4199) in Augsburg Hauptbahnhof umgestiegen werden, und jeder zweite Zug hielt nicht in München-Pasing.

Zum kleinen Fahrplanwechsel im Juni 2009 war ursprünglich geplant, den vollständigen Betrieb mit den Triebwagen und damit auch das Flügelungskonzept aufzunehmen. Da aber nur 25 von 37 Fahrzeugen ausgeliefert und noch nicht alle zugelassen sowie die Softwarekomponenten für das Flügeln und Vereinigen der Züge in Augsburg noch nicht freigegeben waren, wurde weiterhin im Ersatzfahrplan gefahren; in Augsburg musste also nach wie vor umgestiegen werden. Allerdings wurden auf den einzelnen Abschnitten unter der Woche 125 Zugleistungen mit den bereits zugelassenen Triebwagen erbracht.[8]

Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2009 kommt fast ausschließlich die Baureihe 440 zum Einsatz und die Züge können in Augsburg getrennt und vereinigt werden.[9]

Seit Januar 2010 sind alle 37 Züge im Fahrgasteinsatz. 440 004 war Test- und Erprobungszug, welcher für Messfahrten verwendet wurde. Bei 440 002 brannte 2009 im Augsburger Bahnhof eine Dachkomponente. Wegen „technischer Gründe“ war die Fahrzeugverfügbarkeit zu Beginn nicht ausreichend, so dass einige Züge verkürzt gefahren wurden, manche Pendelzüge von Augsburg nach Meitingen wurden ersatzweise mit einer Doppeltraktion der Baureihe 642 gefahren.

Durch Vergrößerung des Sitzabstandes und Einbau zusätzlicher Gepäckablagen ab Herbst 2013 soll der Komfort in den Zügen verbessert werden.[10] In den engsten Sitzreihen wird dazu der Sitzabstand von bislang 75 auf 83 cm erhöht. Die Sitzabstände betragen zukünftig 77,5 bis 83 cm. Dazu müssen vier Einzelsitze weichen. Daneben erhalten weitere 112 Sitzplätze eine Gepäckablage. Die Kosten von rund 20.000 Euro pro Garnitur teilen sich DB Regio und die Bayerische Eisenbahngesellschaft.[11]

Würzburg „Mainfrankenbahn“[Bearbeiten]

Der zweite Auftrag umfasste 31 Züge (fünf vierteilige und 26 dreiteilige) für den Betrieb im Raum Würzburg als „Mainfrankenbahn“.[12] Zunächst wurden acht Einheiten für die Strecke Würzburg–Nürnberg geliefert, die ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2009 hätten zur Verfügung stehen müssen. Ihre Zulassung erfolgte jedoch erst im März 2010. Die übrigen 23 Fahrzeuge wurden bis Dezember 2010 ausgeliefert und nach und nach in Dienst gestellt.

Heute sind alle 31 Triebwagen in Würzburg beheimatet und werden auf folgenden Linien eingesetzt:

Passau „Donau-Isar-Express“ (DIX)[Bearbeiten]

Donau-Isar-Express in Vilshofen an der Donau

Der dritte Auftrag umfasste zwölf Züge für den Donau-Isar-Express, eine Regional-Express-Linie auf der Strecke Passau–München. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2009 sollten ebenfalls Coradia Continental im Stundentakt eingesetzt werden. Dafür wurden sechs fünfteilige Züge (440 201 – 440 206) mit 87 m Länge und 290 Sitzplätzen (davon 24 in der 1. Klasse) sowie sechs vierteilige Züge (440 043 – 440 048) mit 233 Sitzplätzen (davon 12 in der 1. Klasse) beschafft. In der morgendlichen und nachmittäglichen Hauptverkehrszeit müssen dabei zwischen Landshut und München bis zu drei Züge gekoppelt werden, um den im Zulauf nach München auftretenden großen Fahrgastandrang bewältigen zu können. Nach Verzögerungen wegen Zulassungsproblemen wurde zunächst ein Ersatzverkehr mit E-Loks der Baureihe 111 und n-Wagen bzw. Doppelstockwagen (Baujahr 1993) gefahren. Der Betrieb mit der Baureihe 440 konnte fast vollständig im Juni 2010 aufgenommen werden. Es verkehrt auf Weisung der BEG allerdings weiterhin montags bis freitags zur Hauptverkehrszeit ein Zugpaar mit sechs Doppelstockwagen (Baujahr 1993) und an jedem Ende eine Lok der Baureihe 111 statt der Kombination 440.0+440.2+440.2, die als Betriebsreserve in Landshut vorgehalten werden.[13]

Zugnamen

Jeder der zwölf Züge des DIX soll mit einem Namen der bedienten Halte benannt werden. Bislang hat der Zug 440 203 den Namen „Passau - Leben an drei Flüssen“ erhalten, der Zug 440 044 den Namen „Plattling – Nibelungenstadt“. Weitere Fahrzeuge wurden inzwischen auf die Namen „Wallersdorf“ (440 048), „Landau a.d. Isar“ (440 206), „Moosburg a.d. Isar“ (440 202) und „Landshut“ (440 204) getauft.

S-Bahn Rhein-Ruhr[Bearbeiten]

1440 302 und weiterer 1440.3 der DB als einsetzende S68 in Düsseldorf Hbf, Gleis 10

Am 3. April 2012 gaben die Deutsche Bahn und Alstom die Bestellung von 28 dreiteiligen Zügen für den Einsatz auf den Linien S5 und S8 der S-Bahn Rhein-Ruhr bekannt.[14][15] Die Fahrzeuge werden mit einem modifizierten Kopf nach Norm EN 15227 mit den neuesten Crashverzehrelementen ausgestattet. Sie sind für eine Bahnsteighöhe von 76 cm ausgelegt. Viele Bahnsteige an den Linie S5 und S8 besitzen derzeit eine Bahnsteighöhe von 96 cm. Langfristig ist deshalb der Umbau aller Bahnsteige auf eine Höhe von 76 cm vorgesehen.[16] Die Züge verfügen über 170 Sitz- und 173 Stehplätze. Die Betriebsaufnahme erfolgte zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014.

Am 30. September 2014 erteilte das Eisenbahnbundesamt die Zulassung.[17] Seit Oktober 2014 waren die ersten Fahrzeuge im planmäßigen Verkehr auf der Linie S68 eingesetzt, bevor sie zum Fahrplanwechsel 2014/15 auf die Linie S5/S8 kamen.[18]

NordWestBahn[Bearbeiten]

Coradia Continental der NWB in Oldenburg

Für die Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen wurden von der NordWestBahn 18 drei- und 17 fünfteilige Coradia Continental im Gesamtwert von rund 150 Mio. Euro bestellt.[19]

Der planmäßige Betrieb wurde zum Fahrplanwechsel im Dezember 2010 aufgenommen.

Die Triebzüge werden auf folgenden Linien eingesetzt:

agilis[Bearbeiten]

Coradia Continental der agilis in Plattling

E-Netz Regensburg

18 dreiteilige (440.4) und 8 vierteilige Triebzüge verkehren im Rahmen des Regensburger Sterns auf den von agilis betriebenen Strecken von Plattling über Regensburg nach Neumarkt in der Oberpfalz und von Landshut über Regensburg nach Ingolstadt (seit Dezember 2011 weiter bis Ulm).

Ein Zug wurde auf der InnoTrans 2010 in Berlin gezeigt. Der planmäßige Betrieb wurde zum Fahrplanwechsel im Dezember 2010 aufgenommen.

Es wurden inzwischen acht Triebwagen benannt: 440 401 auf den Namen „Straubing“, 440 104 auf den Namen „Regensburg“, 440 403 auf den Namen „Abensberg“, 440 108 auf den Namen „Ulm“, sowie 440 106 auf den Namen „Günzburg“. Weitere Züge tragen die Namen „Albertus-Magnus-Stadt Lauingen“ (440 408), „Saal a.d. Donau“ (440 402) und „Gundelfingen a.d. Donau“ (440 415). Zwei Fahrzeuge sind seit Mitte 2014 mit einer auffälligen großflächigen Beklebung unterwegs: 440 412 bewirbt als Tourismuszug „Ausflügler“ Ausflugsziele an der Strecke und 440 414 trägt Werbung für das Einkaufszentrum Regensburg Arcaden.

Zur Verbesserung der Kapazitäten für die Mitnahme von Fahrrädern im Sommer wurden Anfang 2014 bei zwölf 440.4 im ersten Wagenteil zusätzlich 12 Sitzplätze ausgebaut. Ähnliche Umbauten gab es auch schon in den Jahren 2011 und 2013.

Zweckverband Großraum Braunschweig GmbH (ZGB)[Bearbeiten]

ENNO-Triebzug auf der InnoTrans 2014 in Berlin

Elektro-Netz Niedersachsen-Ost (ENNO)

Am 18. Dezember 2012 gab Alstom die Bestellung von 20 vierteiligen Coradia Continental durch den Zweckverband Großraum Braunschweig bekannt.[20] Es besteht eine Option auf weitere 13 Fahrzeuge. Ab Dezember 2015 wird Metronom mit diesen Fahrzeugen den Betrieb des Elektronetzes Niedersachsen-Ost für zehn Jahre übernehmen.[21]

Verkehrsverbund Mittelsachsen GmbH (VMS)[Bearbeiten]

Elektro-Netz Mittelsachsen II

Am 2. April 2014 gab Alstom die Bestellung von 13 drei- und 16 fünfteiligen Zügen durch den Verkehrsverbund Mittelsachsen bekannt.[22] Der Auftrag beinhaltet Kaufoptionen für bis zu 23 weitere Züge und hat einen Wert von 150 Millionen Euro. Die Fahrzeuge sollen ab dem kleinen Fahrplanwechsel im Juni 2016 auf dem Elektro-Netz Mittelsachsen II zum Einsatz kommen. Die 13 drei- und 16 fünfteiligen Züge erreichen im Einsatz Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h. Sie verfügen je Triebzug über eine Kapazität von 520 Personen mit 240 Sitzplätzen im Fünfteiler und über eine Kapazität von 320 Personen mit 150 Sitzplätzen im Dreiteiler. Die Züge werden über einen komplett niveaugleichen Einstieg (600 mm) zu den Bahnsteigen verfügen.

Aktueller Einsatz[Bearbeiten]

Für folgende Regionen liegt aktuell (2014) eine Einsatzübersicht vor:

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alstom Coradia Continental – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. eisenbahn-magazin 11/2010, S. 15
  2. eisenbahn-magazin 3/2011, S. 19
  3. eurailpress.de - Deutsche Bahn: Coradia Continental 440 bekommen Gepäckablagen 29. November 2011
  4. Eurailpress.de, 6. März 2008: Alstom präsentiert Coradia Lirex
  5. Fugger-Express - Fahrzeuginformationen. DB Regio Allgäu-Schwaben. Abgerufen am 21. Mai 2014.
  6. Neue Züge auf dem Abstellgleis
  7. Nagelneue Triebzüge mit großem Sitzplatz-Angebot. In: DB Welt, Ausgabe März 2008, S. 14
  8. Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.bahn.de[3]
  9. Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[4] [5] Vorlage:Toter Link/www.bahn.de[6]
  10. eisenbahn-magazin 9/2013, S. 21
  11.  Berichte Deutschland. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 10, 2014, ISSN 1421-2811, S. 486.
  12. Nachricht Eurailpress vom 26. Juli 2007: DB bestellt weitere 39 Coradia Lirex
  13. BEG und DB Regio wollen Engpässe bei Donau-Isar-Express und Mainfrankenbahn beheben
  14. Presseinformation Deutsche Bahn, 3. April 2012: Deutsche Bahn investiert 215 Millionen Euro in neue elektrische Triebzüge für den Regionalverkehr
  15. Alstom Pressemitteilung, 3. April 2012: Alstom liefert 28 Züge für die DB Regio in Nordrhein-Westfalen
  16. Selbstverpflichtung im Bereich des SPNV. VRR, 4. Februar 2014, abgerufen am 4. Februar 2014 (PDF).
  17. Eisenbahn-Bundesamt: Coradia Continental der DB AG mit Zulassung. EurailPress, 20. Oktober 2014, abgerufen am 20. Oktober 2014.
  18. VRR Pressemeldung vom 10. Oktober 2014: Neue Triebfahrzeuge in Wetter beim Praxistest
  19. Pressemitteilung Alstom vom 2. Oktober 2008: Veolia Verkehr bestellt bei Alstom 36 Coradia Continental-Regionalzüge im Wert von rund 150 Mio. Euro (Englisch)
  20. Alstom-Pressemitteilung, 18. Dezember 2012: Alstom to supply 20 Coradia Continental regional trains to ZGB in Germany
  21. Pressemeldung der LNVG vom 6. August 2014 http://www.lnvg.de/uploads/media/2014-08-06.pdf
  22. Alstom-Pressemitteilung, 2. April 2014: Alstom liefert 29 Coradia Continental Regionalzüge an den Verkehrsverbund Mittelsachsen