Metronom Eisenbahngesellschaft

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metronom Eisenbahngesellschaft
Logo der metronom Eisenbahngesellschaft
Basisinformationen
Unternehmenssitz Uelzen
Webpräsenz www.der-metronom.de
Bezugsjahr 2012
Eigentümer 69,9 % NiedersachsenBahn
25,1 % BeNEX
5,0 % Bremer Straßenbahn AG (BSAG)
Geschäftsführung

Jan Görnemann,
Frank Höhler[2]

Verkehrsverbund HVV, GVH, VSN, VBN
Mitarbeiter ca. 350[1]
Umsatz 148 Mio. (2012)dep1
Linien
Spurweite 1435 mm (Normalspur)
Eisenbahn 5 Strecken
Anzahl Fahrzeuge
Lokomotiven 37
Sonstige Fahrzeuge 220 Wagen
Statistik
Fahrgäste 26 Mio. pro Jahr
Fahrleistung 9,2 Mio. km pro Jahr
Haltestellen 56
Länge Liniennetz
Eisenbahnlinien 510 km
Sonstige Betriebseinrichtungen
Betriebshöfe 2

Die Metronom Eisenbahngesellschaft mbH (Eigenschreibweise metronom) ist ein nichtbundeseigenes Eisenbahnverkehrsunternehmen mit Sitz in Uelzen und mit täglich über 100.000 Fahrgästen die mittlerweile größte Privatbahn Deutschlands. Die Gesellschaft ist im Personenverkehr tätig und betreibt ausschließlich moderne Doppelstockwagen-Züge von Bombardier auf den Strecken Hamburg–Cuxhaven, Hamburg–Bremen, Hamburg–Lüneburg–Uelzen, Hannover–Celle–Uelzen sowie Hannover–Northeim–Göttingen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Metronom vor Einfahrt in den Hamburger Hauptbahnhof (Nordseite)
Metronom in Hamburg Hbf

Ende der 1990er Jahre einigten sich die drei beteiligten Bundesländer Niedersachsen, Hamburg und Bremen darauf, die Regional-Express-Leistungen auf den Strecken Hamburg–Bremen und Hamburg–Uelzen nicht mehr wie bisher bei DB Regio zu bestellen, sondern ein eigenes Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) zu gründen und dieses mit der Durchführung der Verkehre zu beauftragen. Der Betreiberwechsel sollte gleichzeitig für eine Angebotsverbesserung in Form von längeren Zügen und besserem Service genutzt werden.

Im Februar 2002 wurde das Unternehmen zunächst unter dem Namen MetroRail gegründet. Im Herbst 2003 wurde die Gesellschaft nach einem Rechtsstreit mit der Metro AG in ihren heutigen Namen Metronom umbenannt und das Firmenlogo modifiziert. Die Gesellschafterstruktur ist bis heute unverändert und besteht aus drei Unternehmen, die die einzelnen Bundesländer repräsentieren. Im Einzelnen sind dies die NiedersachsenBahn GmbH (69,9 %), BeNEX GmbH (eine Tochter der Hamburger Hochbahn (HHA) 25,1 %) und die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) (5,0 %). Die NiedersachsenBahn GmbH fungiert dabei als Betriebsgesellschaft und ist ein Zusammenschluss der OHE (60 %) mit Sitz in Celle und der EVB (40 %) aus Zeven.

Im April 2007 wurde die Mehrheit der OHE vom Land Niedersachsen, der Bundesrepublik Deutschland und der DB Regio nach einem Bieterverfahren an die Arriva-Bachstein GmbH verkauft (seit dem 23. März 2011 Netinera Bachstein GmbH), an der Netinera (damals Arriva Deutschland) mit 86 % beteiligt ist. Indirekt kontrolliert Netinera somit 30,7 % des Kapitals des Metronom und ist damit ihr größter Anteilseigner.

Lok ME 146-01
bei der Durchfahrt durch Radbruch
Metronom in Hamburg Hbf
OHE-Bahnbetriebswerk Uelzen am
„Dannenberger Bogen“, ganz links im Bild

Zum 14. Dezember 2003 wurde der Betrieb auf den Relationen Hamburg–Bremen und Hamburg–Uelzen aufgenommen.[3]

Metronom besitzt keine eigenen Fahrzeuge; sie hat als Eisenbahnverkehrsunternehmen die Betreiberverantwortung inne, verantwortet also die Zuverlässigkeit und Sicherheit des gesamten Bahnbetriebs. Alle Lokomotiven und Wagen werden im Bahnbetriebswerk Uelzen durch Personal der OHE im Auftrag des Herstellers Bombardier gewartet. Dieses Bahnbetriebswerk wurde eigens für die Wartung der Metronom-Züge gebaut und befindet sich im Norden Uelzens, am so genannten „Dannenberger Bogen“.

Die Wartung der Züge für die Niederelbebahn erfolgt in Bremervörde bei der EVB, dafür werden die Züge über die Strecke StadeBremervörde überführt, es verkehren zum Betriebsbeginn/-schluss zwei Einheiten zusammen gekuppelt. Mit der Überwachung und Disposition ihrer Züge hat die Metronom ebenfalls OHE beauftragt. Von Celle aus kontrollieren Mitarbeiter der OHE das gesamte Betriebsgeschehen und leiten bei Unregelmäßigkeiten (z. B. Verspätungen, Streckensperrungen, Personalausfälle, Fahrzeugstörungen) entsprechende Maßnahmen ein.

Seit 2010 ist Metronom mit 9,3 Millionen Zugkilometern und über 100.000 Fahrgästen pro Tag die größte nichtbundeseigene Eisenbahn. Metronom ist Mitglied im TBNE und im VDV.

Aktueller Betrieb[Bearbeiten]

Zuglauf Takt Vertragslaufzeit
(Fahrplanwechsel im)
HamburgStadeCuxhaven mindestens stündlich, mit einzelnen Verstärkungen Dezember 2007 – Dezember 2017
HamburgRotenburgBremen mindestens zweimal stündlich, z. T. auch öfter Dezember 2010 – Dezember 2018
HamburgLüneburgUelzen mindestens stündlich, morgens bis zu 5 Züge/h Ri. Hamburg Dezember 2010 – Dezember 2018
HannoverCelleUelzen mindestens stündlich Dezember 2005 – Dezember 2015
HannoverNortheimGöttingen mindestens stündlich Dezember 2005 – Dezember 2015

Liniennetz[Bearbeiten]

Metronom-Liniennetz

Hamburg – Bremen (Metronom Weser-Takt) und Hamburg – Uelzen (Metronom Elbe-Takt)[Bearbeiten]

Seit Dezember 2003 werden die Nahverkehrsstrecken Hamburg–Bremen und Hamburg–Uelzen als schneller Regionalverkehr bedient. Grundlage ist ein siebenjähriger Verkehrsvertrag, der nach einer „freihändigen Vergabe“ abgeschlossen wurde. Bestandteil des Vertrages waren nur die schnellen RE-Leistungen, während die überall haltenden Regionalbahnen (RB) zunächst weiterhin von DB Regio betrieben wurden. Metronom setzt seitdem auf diesen Strecken in der Regel Einheiten mit sechs oder acht Doppelstockwagen ein, wobei der Steuerwagen am nördlichen Zugende geführt wird. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2010 wurden zusätzlich die Regionalbahnen in Form von MetronomRegional-Verbindungen (MEr) übernommen. Die LNVG bezeichnet diese Verbindungsrelationen intern als Hanse-Netz.

Die Zahl der Fahrgäste stieg in den ersten beiden Betriebsjahren (2004 und 2005) um mehr als 50 Prozent an. 2005 wurden 590 Millionen Personenkilometer zurückgelegt. Im Jahr 2003 (dem letzten Betriebsjahr von DB Regio auf den Linien) hatte die Verkehrsleistung bei 393 Millionen Personenkilometer gelegen.[4]

Hannover – Göttingen (Metronom Leinetal-Takt) und Hannover – Uelzen (Metronom Aller-Takt)[Bearbeiten]

Am 11. Dezember 2005 nahm der Metronom den Betrieb auf der Strecke Uelzen–Hannover–Göttingen (KBS 110/350) im Stundentakt auf. Dem auf acht Jahre angelegten Verkehrsvertrag zwischen der Metronom Eisenbahngesellschaft und dem Land Niedersachsen sowie der Region Hannover liegt eine gewonnene europaweite Ausschreibung zugrunde sowie eine Verlängerungsoption bis Dezember 2015. Der Metronom ist auf dieser Strecke meist sechs Wagen lang. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2009 hält der Metronom nicht mehr an den Bahnhöfen Hannover Bismarckstraße, Hannover Messe/Laatzen (ausgenommen zu Messezeiten), Rethen (Leine) sowie Barnten, wo er bis dahin zweistündlich gehalten hatte. Diese Stationen werden seitdem von der S-Bahn Hannover bedient.

Nach 100 Betriebstagen wurden auf der Linie etwa 12.000 Fahrgäste pro Tag befördert. Dies entspricht einer Zunahme von zehn Prozent. Die Pünktlichkeitsquote stieg von 92 auf 95 Prozent.[5] Bis Dezember 2010 und seit Dezember 2012 befahren einzelne Metronom-Züge die Strecke Göttingen–Hannover–Uelzen–Hamburg durchgehend.

Hamburg – Cuxhaven (Metronom Nordsee-Takt)[Bearbeiten]

Im Oktober 2006 gewann das Unternehmen den Regionalverkehr ab Dezember 2007 zwischen Hamburg und Cuxhaven („Niederelbebahn“) mit einer jährlichen Verkehrsleistung von 1,4 Mio. Zugkilometer. Das Unternehmen war der einzige Bieter in der Ausschreibung, die den Einsatz des landeseigenen Fahrzeugpools vorsah.[6]

Die Strecke ist 115 Kilometer lang und zwischen Stade und Cuxhaven nicht elektrifiziert. Es werden die bekannten metronom-Doppelstockwagen zusammen mit neu entwickelten Dieselloks der Baureihe 246 eingesetzt.

MetronomRegional Hamburg–Lüneburg und Hamburg–Bremen[Bearbeiten]

Seit Ende 2007 wurden die Regionalbahnlinien Hamburg–Lüneburg und Hamburg–Tostedt (einzelne Fahrten auch darüber hinaus) unter dem Produktnamen „MetronomRegional“ (MEr) (zunächst bis 2010) gefahren.[7] Beide Leistungen wurden im Rahmen einer Ausschreibung vergeben, zu der nur die metronom Eisenbahngesellschaft als einziges Unternehmen ein Angebot abgab.

Ab Dezember 2010 wurde im Rahmen einer Neuausschreibung die bisherige MetronomRegional-Verbindung Hamburg–Tostedt bis Bremen durchgebunden. Dieses Projekt firmierte anfangs unter der Bezeichnung Metropolenbahn und hatte dann die Bezeichnung Hanse-Netz. Im Rahmen dessen hat die metronom Eisenbahngesellschaft den Zuschlag auch für den Regionalverkehr zwischen Bremen Hbf und Rotenburg (Wümme) erhalten und übernahm im Dezember 2010 diesen Streckenabschnitt von der DB Regio.

Kooperationstickets nach Helgoland und ins Watt[Bearbeiten]

Seit 2008 gibt es in Zusammenarbeit mit der Reederei FRS Helgoline in der Zeit vom 1. Mai bis zum 30. September ein Kombiticket unter der Bezeichnung metronom Atlantis, das von Hamburg über die Niederelbebahn direkten Anschluss in Cuxhaven mit Bustransfer und Fähre nach Helgoland bietet. Ein weiteres Angebot metronom regioMaris gilt jeweils bis zum 31. Oktober und ermöglicht Busrundfahrten im Cuxhavener Bereich („Cuxland“) sowie geführte Wattwanderungen u. a. zur Hamburger Insel Neuwerk.

Verbesserungen[Bearbeiten]

Die Betriebsübernahme durch Metronom auf den Strecken Hamburg – Bremen und Hamburg – Lüneburg – Uelzen wurde gleichzeitig für die Umsetzung einer lange geplanten Angebotsverbesserung genutzt. Die DB Regio-Züge waren aufgrund ihrer zu geringen Beförderungskapazität (eingesetzt wurden stets vier, in Einzelfällen sechs Doppelstockwagen) oft überfüllt und wegen der damit verbundenen längeren Fahrgastwechselzeiten oft verspätet. Zudem kam es mitunter zu Fahrzeugstörungen, wobei wegen der Höchstgeschwindigkeit des eingesetzten Fahrzeugmaterials von 140 km/h die Möglichkeit, Verspätungen aufzuholen, begrenzt war.

Um diese Mängel zu beheben, wurde Metronom mit einem fabrikneuen Fahrzeugpark von Bombardier ausgestattet und die Zuglänge auf sechs bis acht Doppelstockwagen erhöht. Die Wagen haben eine verbesserte Ausstattung (Leselampen, Snack- und Getränkeautomaten[8]), zudem sind die Lokomotiven leistungsstärker und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Dies führte zusammen mit weiteren Serviceverbesserungen bereits nach dem ersten Betriebsjahr zu einer Zunahme der Fahrgastzahlen um über 30 Prozent bei einer erzielten Pünktlichkeitsrate von durchschnittlich 95 Prozent. Eine Verkehrserhebung nach dem zweiten Jahr ergab einen Fahrgastzuwachs von 50 Prozent gegenüber der Regional-Express-Verbindung von DB Regio. Mittlerweile kommt es insbesondere im Pendlerverkehr nach Hamburg wieder mehrfach zu überfüllten Zügen. Die Metronom Eisenbahngesellschaft versucht daher seit Dezember 2012 mit einer „Sardinenzug-Kampagne“ regelmäßige Pendler auf nicht ganz so stark nachgefragte Metronom-Züge zu lenken.

Nach dem ersten Betriebsjahr auf den Relationen Hannover – Uelzen und Hannover – Göttingen war bereits ein Fahrgastzuwachs von 20 Prozent zu verzeichnen. Im Unterschied zu den Relationen Hamburg – Bremen und Hamburg – Uelzen lösten die Metronom-Züge hier sogar noch ältere einstöckige n-Wagen-Garnituren ab. Die Komfortsteigerung umfasst somit auch noch Luftfederung und Klimatisierung. Auf der Niederelbebahn wurden ebenfalls n-Wagen-Garnituren abgelöst.

Die Metronom-Züge haben im September 2011 die Grenze von 50 Mio. Zugkilometern überschritten. Seit dem 6. Oktober 2011 tragen eine E-Lok (146-18) und eine Diesellok (246-004) folgende Sonderbeschriftung: „50.000.000 km sicher mit dem Zug durch Niedersachsen“.

Der „Zug der Ideen“ der Metronom Eisenbahngesellschaft fährt am Rande der Sieben Berge an dem Dorf Wettensen vorüber.

Ein weiterer Aspekt ist, dass Metronom externe Sicherheitsdienste (Securitas AB und SDS Uelzen) beauftragt, die abends alle Züge begleiten sowie nachts Vandalismus in den Abstellanlagen verhindern.

Fahrzeuge[Bearbeiten]

Bei einer Pressekonferenz am 3. Juli 2003 wurde die erste der zehn Doppelstock-Wendezuggarnituren vorgestellt.[9]

Ausstattung[Bearbeiten]

Steuerwagen eines metronom-Zuges in Radbruch
Metronom-Zug auf dem Weg nach Göttingen
Im metronom von Cuxhaven nach Hamburg (2. Klasse)
Im metronom von Cuxhaven nach Hamburg (1. Klasse)

Der Metronom war schon vor dem allgemeinen Rauchverbot in allen deutschen Personenzügen ein reiner Nichtraucherzug, bietet auf den Strecken Hannover – Göttingen und Hannover – Uelzen die Möglichkeit der kostenlosen Reservierung für Pendler („Stammplatz“), Rollstuhlfahrer und Fahrradgruppen sowie einen Bistrobereich mit Getränke- und Snackautomaten in jedem Metronom-Zug. Die Wagen sind vollklimatisiert und luftgefedert.

Mobilitätseingeschränkten Reisenden steht in jedem Steuerwagen ein Mehrzweckabteil mit barrierefreier Toilette zur Verfügung, welches über Rampen, die den Ein- und Ausstieg mit Rollstuhl ermöglichen, zu erreichen ist. Dennoch können Rollstuhlfahrer nicht überall problemlos ein- und aussteigen, da noch nicht alle angefahrenen Bahnhöfe barrierefrei sind.

Die Höchstgeschwindigkeit des Metronoms liegt bei 160 km/h. Damit fährt er schneller als eine übliche Regionalbahn, die meistens maximal 140 km/h fahren kann, und spart (auch dank überarbeiteter Fahrpläne) auf der Strecke Hannover – Uelzen etwa acht bis elf Minuten und auf der Strecke Hannover – Göttingen sieben Minuten Reisezeit gegenüber den vorigen Angeboten ein. So werden erstmals planmäßig alle ICE-Anschlüsse in Göttingen erreicht. Auf dem Bestandsstreckenabschnitt Hannover – Göttingen fährt der Metronom mit gleicher Geschwindigkeit (max. 160 km/h) wie der InterCity der DB. Die Metronom-Verbindungen sind als Regional-Express-Strecken klassifiziert; dies entspricht der Produktklasse C der DB. Deren Nahverkehrstarife werden im Rahmen einer Kooperation beider Unternehmen auch im Metronom angewandt.

Auf die große Nachfrage nach mehr Fahrradstellplätzen wurde seitens Metronom reagiert. Im Unterdeck einiger Mittelwagen wurden komplett alle Sitze entfernt und so zusätzliche Stellplätze geschaffen. Seit Frühjahr 2006 setzt Metronom auf allen Strecken im Sommer Wagen mit unterschiedlich großen Fahrradabteilen ein. Diese Doppelstockwagen verfügen im Gegensatz zu den anderen Mittelwagen über Tiefeinstiege, der ein einfaches Ein- und Ausladen ermöglicht. Jeweils im Herbst werden die für die Fahrradstellflächen ausgebauten Sitze wieder eingebaut.

Im Mai 2006 waren 18 neue Fahrradwagen (Typ DBdpza) in Betrieb genommen worden, die bis zu 30 Fahrradplätze im Untergeschoss bieten.[10]

Loks und Wagenmaterial[Bearbeiten]

Die Flotte der Metronom besteht aus 29 Elektrolokomotiven Bombardier „TRAXX P160 AC“ (ME 146-01 bis -10), Bombardier „TRAXX P160 AC2“ (ME 146-11 bis -18 und 146 531–539), 8 Diesellokomotiven Bombardier „TRAXX P160 DE“ – Baureihe 246, die in nur 700 Tagen speziell für die Strecke Hamburg–Cuxhaven entwickelt wurde – sowie über 220 Doppelstockwagen der dritten Generation (Bauart „Görlitz“), die ebenfalls von Bombardier gefertigt wurden. Das gesamte Rollmaterial stammt aus dem Landespool der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG). Es ist für die Dauer der jeweiligen Verkehrsleistung angemietet und in den von der LNVG vorgesehenen Farben blau, weiß und gelb lackiert. Dieses Farbschema findet sich sowohl außen als auch innen und unterscheidet die Züge damit deutlich von denen der Deutschen Bahn.

Im Rahmen der Betriebsaufnahme wurden einige Lokomotiven auf den Namen einer Stadt oder eines Ortes der Strecken getauft.

Namen der Metronom-Loks[Bearbeiten]

Lokomotive ME 146-10 „Bad Bevensen“ in Bremen Hbf
Baureihe 246 hinter einem Zug nach Cuxhaven
Die 50.000.000 km-Werbung auf der Metronom-Lokomotive ME146-18
  • 91 80 6146 501-2 D-ME (ME 146-01) – Scheeßel
  • 91 80 6146 502-0 D-ME (ME 146-02) – Hansestadt Lüneburg
  • 91 80 6146 503-8 D-ME (ME 146-03) – Bienenbüttel
  • 91 80 6146 504-6 D-ME (ME 146-04) – Buchholz in der Nordheide
  • 91 80 6146 505-3 D-ME (ME 146 05) – Rotenburg (Wümme)
  • 91 80 6146 506-1 D-ME (ME 146-06) – Winsen (Luhe)
  • 91 80 6146 507-9 D-ME (ME 146-07) – Lauenbrück
  • 91 80 6146 508-7 D-ME (ME 146-08) – Uelzen
  • 91 80 6146 509-5 D-ME (ME 146-09) – Tostedt
  • 91 80 6146 510-3 D-ME (ME 146-10) – Bad Bevensen
  • 91 80 6146 511-1 D-ME (ME 146-11) – Einbeck
  • 91 80 6146 512-9 D-ME (ME 146-12) – Northeim
  • 91 80 6146 513-7 D-ME (ME 146-13) – Alfeld (Leine)
  • 91 80 6146 514-5 D-ME (ME 146-14) – Sarstedt
  • 91 80 6146 515-2 D-ME (ME 146-15) – Elze
  • 91 80 6146 516-0 D-ME (ME 146-16) – Celle
  • 91 80 6146 517-8 D-ME (ME 146-17) – Langenhagen
  • 91 80 6146 518-6 D-ME (ME 146-18) – Burgwedel, 50.000.000 km Werbung[11] (inzwischen auf 60.000.000 km erweitert)
  • 91 80 6146 531-9 D-ME (146 531-9) – Seevetal-Maschen
  • 91 80 6146 532-7 D-ME (146 532-7) – Seevetal-Meckelfeld
  • 91 80 6146 533-5 D-ME (146 533-5) – Bardowick
  • 91 80 6146 534-3 D-ME (146 534-3) – Seevetal-Hittfeld
  • 91 80 6146 535-0 D-ME (146 535-0) – zeitweise als „Rizzi-Lok“[12]
  • 91 80 6146 536-8 D-ME (146 536-8) –
  • 91 80 6146 537-7 D-ME (146 537-7) – Stelle
  • 91 80 6146 538-4 D-ME (146 538-4) – Rosengarten-Klecken
  • 91 80 6146 539-2 D-ME (146 539-2) –
  • 91 80 6146 541-8 D-ME (146 541-8) –
  • 91 80 6146 542-6 D-ME (146 542-6) –

Quelle: metronom-Kundencenter E-Mail

Anmerkung: Das „ME“ steht für Metronom; angeliefert wurden die Loks 01–08 zunächst mit „MR“ für MetroRail, heute sind alle auf „ME“ geändert. Bei den Dieselloks steht das „BTK“ für Bombardier Transportation Kassel. In Klammern stehen die LZB-Nummern der entsprechenden Loks. Bei 146 01 bis 13 steht in der Klammer die alte Bezeichnung, 146 514 bis 518 wurden ohne alte Nummer geliefert. Die Eigentümerbezeichnungen der Dieselloks wurden im August 2008 von „BTK“ (Bombardier Transportation) auf „ME“ (Metronom) geändert.

Lokomotive 246 011-1

Die Lok 92 80 1246 011-1 D-IGT (246 011-1) trägt zwar die Farben der LNVG, ist aber nicht planmäßig für Metronom unterwegs. Nur bei einem längerfristigen Ausfall von regulären Loks kommt sie als Metronom zum Einsatz.

Die Lok 246 001 ist im Oktober an die Havelländische Eisenbahn (HVLE) verkauft worden, ebenso die Lok 246 010.

Kundenzeitschrift[Bearbeiten]

Die unternehmenseigene Kundenzeitschrift heißt „momente“. Sie erscheint vierteljährlich gedruckt und ist im Internet abrufbar. Sie informiert in erster Linie über Metronom selbst sowie Änderungen im Fahrplan, bei der Wagenausstattung oder ähnlichem. Darüber hinaus wird Wissenswertes über die/den metronom, Reise- und Veranstaltungstipps, zu aktuellen Themen sowie Allgemeines zur Jahreszeit oder Eisenbahn geboten.[19]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikivoyage: Thema:Metronom – Reiseführer
 Commons: Metronom – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Anzahl der Beschäftigten im Jahr 2013
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatStefan Hennigfeld: Metronom: Neue Geschäftsführung nimmt die Arbeit auf. In: Eisenbahnjournal Zughalt.de. 5. Oktober 2011, abgerufen am 7. Oktober 2011.
  3. Metronom nimmt Fahrt auf. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 12/2003, ISSN 1421-2811, S. 561–563.
  4. Meldung Mehr Metronom-Fahrgäste. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 8–9/2006, ISSN 1421-2811, S. 383.
  5. Meldung Erfolgreicher Metronom. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 5/2006, ISSN 1421-2811, S. 218.
  6. Deutsche Bahn AG: Wettbewerbsbericht 2007 (PDF, 6,6 MB), S. 19 f.
  7. http://www.lnvg.de/uploads/media/2007-01-29.pdf
  8. Klimatisierung war auch schon in den DB-Zügen vorhanden
  9. Neue elektrische Doppelstock-Wendezüge der Metrorail GmbH. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 8-9/2003, ISSN 1421-2811, S. 345.
  10. Meldung Metronom: neue Fahrradwagen. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 7/2006, ISSN 1421-2811, S. 330.
  11. seit 6. Oktober 2011
  12. Metronom stellt Rizzi-Lok vor bei www.bahnaktuell.net (zum Anlass einer Ausstellung des Künstlers James Rizzi in Bremen im Mai 2010)
  13. benannt am 1. September 2007
  14. benannt am 25. August 2007
  15. benannt am 12. Oktober 2007
  16. benannt am 11. Mai 2009
  17. benanntam 14. November 2007
  18. benanntam 5. September 2008
  19. „momente“-Downloadseite