metronom Eisenbahngesellschaft

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metronom Eisenbahngesellschaft
Logo der metronom Eisenbahngesellschaft
Basisinformationen
Unternehmenssitz Uelzen
Webpräsenz www.der-metronom.de
Bezugsjahr 2008
Eigentümer 69,9 % NiedersachsenBahn GmbH
25,1 % BeNEX GmbH
5,0 % Bremer Straßenbahn AG
Geschäftsführung Jan Görnemann, Frank Höhler[1]
Verkehrsverbund HVV, GVH, VSN, VBN
Beschäftigte ca. 320
Umsatz 136,2 Mio. (2009)dep1
Linien
Spurweite 1435 mm (Normalspur)
Eisenbahn 6
Anzahl Fahrzeuge
Lokomotiven 34
Sonstige Fahrzeuge 195 Wagen
Statistik
Fahrgäste 26 Mio. pro Jahr
Fahrleistung 8,2 Mio. km pro Jahr
Haltestellen 56
Länge Liniennetz
Eisenbahnlinien 510 km
Sonstige Betriebseinrichtungen
Betriebshöfe 2

Die metronom Eisenbahngesellschaft mbH ist ein nichtbundeseigenes Eisenbahnverkehrsunternehmen mit Sitz in Uelzen, seit Dezember 2005 das größte Niedersachsens. Die Gesellschaft ist ausschließlich im Personenverkehr tätig und betreibt im Auftrag der öffentlichen Hand Nahverkehrszüge auf den Strecken Hamburg–Bremen, Hamburg–Uelzen–Hannover und Hannover–Göttingen, sowie Hamburg–Cuxhaven. Diese Züge tragen ebenfalls den Namen metronom bzw. metronom regional und werden offiziell mit ME bzw. MEr abgekürzt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Eisenbahngesellschaft metronom

metronom vor Einfahrt in den Hamburger Hauptbahnhof
metronom in Hamburg Hbf

Ende der 1990er Jahre einigten sich die drei beteiligten Bundesländer Niedersachsen, Hamburg und Bremen darauf, die Regional-Express-Leistungen auf den Strecken Hamburg–Bremen und Hamburg–Uelzen nicht mehr wie bisher bei DB Regio zu bestellen, sondern ein eigenes Eisenbahnverkehrsunternehmen zu gründen und dieses mit der Durchführung der Verkehre zu beauftragen. Der Betreiberwechsel sollte gleichzeitig für eine Angebotsverbesserung in Form von längeren Zügen und besserem Service genutzt werden.

Im Februar 2002 wurde das Unternehmen dann zunächst unter dem Namen MetroRail gegründet. Die Gesellschafterstruktur ist bis heute unverändert und besteht aus drei Unternehmen, die die einzelnen Bundesländer repräsentieren und die sich fast ausschließlich in öffentlichem Besitz befanden. Im Einzelnen sind dies die NiedersachsenBahn GmbH (69,9 %), die BeNEX GmbH (25,1 %) und die Bremer Straßenbahn AG (5,0 %). Die NiedersachsenBahn GmbH fungiert dabei als Betriebsgesellschaft und ist ein Zusammenschluss der Osthannoverschen Eisenbahnen AG (OHE) (60 %) mit Sitz in Celle und der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH (EVB) (40 %) aus Zeven. Im April 2007 wurde die Mehrheit der OHE vom Land Niedersachsen, der Bundesrepublik Deutschland und der DB Regio AG nach einem Bieterverfahren an die Arriva-Bachstein GmbH verkauft, an der die Arriva Deutschland GmbH mit 86 % beteiligt ist. Indirekt kontrolliert Arriva somit 30,7 % des Kapitals der metronom und ist damit ihr größter Anteilseigner. Im Herbst 2003 wurde die Gesellschaft nach einem Rechtsstreit mit der Metro AG in ihren heutigen Namen umbenannt und das Logo modifiziert.

Lok ME 146-01 bei der Durchfahrt durch Radbruch
metronom in Hamburg Hbf
OHE-Bahnbetriebswerk am Dannenberger Bogen

Zum 14. Dezember 2003 wurde der Betrieb auf den Linien Hamburg–Bremen und Hamburg–Uelzen aufgenommen.[2]

Die metronom Eisenbahngesellschaft besitzt weder eigene Fahrzeuge noch Wartungsressourcen. Alle Lokomotiven und Wagen sind von der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) gemietet und werden im Bahnbetriebswerk Uelzen der OHE durch Personal des Herstellers Bombardier und der OHE gewartet. Dieses Betriebswerk wurde eigens für die Wartung der metronom-Züge gebaut und befindet sich im Norden Uelzens, am so genannten Dannenberger Bogen. Die Wartung der Züge für die Niederelbebahn erfolgt in Bremervörde bei der EVB, dafür werden die Züge teilweise über die Strecke der ehemaligen Buxtehude-Harsefelder Eisenbahn und teilweise über das Teilstück Stade–Bremervörde der Moorexpressstrecke überführt, auf der letzteren auch drei komplette Einheiten zusammengekuppelt.

Mit der Überwachung und Disposition ihrer Züge hat die metronom Eisenbahngesellschaft ebenfalls die OHE beauftragt. Von Celle aus kontrollieren Mitarbeiter der OHE rund um die Uhr das gesamte Betriebsgeschehen und leiten bei Unregelmäßigkeiten (z. B. Verspätungen, Streckensperrungen, Personalausfälle, Fahrzeugstörungen) entsprechende Maßnahmen ein.

Seit Übernahme der RE/RB-Linie Uelzen-Hannover–Göttingen Ende 2005 ist die metronom-Gesellschaft mit 5,5 Millionen Zugkilometern und 15 Millionen Fahrgästen pro Jahr die größte nichtbundeseigene Eisenbahngesellschaft in Niedersachsen. Die Gesamtlänge der bedienten Strecken beläuft sich auf über 400 Kilometer. Durch die Übernahme der RE-Leistungen auf der Strecke Hamburg–Cuxhaven im Dezember 2007 wurde die metronom Eisenbahngesellschaft das größte nichtbundeseigene Eisenbahnverkehrsunternehmen im Schienenpersonennahverkehr in Deutschland nach Personenkilometern. Außerdem ist sie laut Kundenanalysen eines der beliebtesten Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU).

Die metronom Eisenbahngesellschaft ist Mitglied im Tarifverband der Bundeseigenen und Nichtbundeseigenen Eisenbahnen in Deutschland (TBNE).

[Bearbeiten] Aktueller Betrieb

Linie Zuglauf Takt Vertragslaufzeit
ME BremenRotenburgTostedtBuchholzHamburg Stundentakt Dezember 2010 – Dezember 2018
ME UelzenLüneburgWinsen – Hamburg Stundentakt Dezember 2010 – Dezember 2018
ME HannoverSarstedtElzeKreiensenNortheimGöttingen Stundentakt Dezember 2005 – Dezember 2013
ME Hannover – LangenhagenCelle – Uelzen Stundentakt Dezember 2005 – Dezember 2013
ME CuxhavenHimmelpfortenStadeBuxtehude – Hamburg Stundentakt Dezember 2007 – Dezember 2015
MEr Lüneburg – Winsen – StelleHamburg-Harburg Stundentakt Dezember 2007 – Dezember 2018
MEr Bremen – Rotenburg – Tostedt – Buchholz – Hamburg Stundentakt Dezember 2010 – Dezember 2018
Gesamtlänge: 510 km

[Bearbeiten] Linien

metronom-Liniennetz
(Stand: März 2012)

[Bearbeiten] Bremen–Hamburg und Uelzen–Hamburg („Hanse-Netz“)

Seit Dezember 2003 werden die Nahverkehrsstrecken Bremen–Hamburg (KBS 120) und Hamburg–Uelzen (Teil KBS 110) als schneller Regionalverkehr bedient. Grundlage ist ein siebenjähriger Verkehrsvertrag, der nach einer „freihändigen Vergabe“ abgeschlossen wurde. Bestandteil des Vertrages waren nur die schnellen RE-Leistungen, während die überall haltenden Regionalbahnen zunächst weiterhin von DB Regio betrieben wurden. metronom setzte auf diesen Strecken in der Regel Einheiten mit sechs oder acht Doppelstockwagen ein. Der Steuerwagen wird i. d. R. am nördlichen Zugende geführt. Seit Dezember 2010 werden auch die Regionalbahnen in Form von MetronomRegional-Verbindungen übernommen. Die LNVG bezeichnet diese Verbindungsrelationen gemeinsam als Hanse-Netz.

Die Zahl der Fahrgäste stieg in den ersten beiden Betriebsjahren (2004 und 2005) um mehr als 50 Prozent an. 2005 wurden 590 Millionen Personenkilometer zurückgelegt. Im Jahr 2003 (dem letzten Betriebsjahr von DB Regio auf den Linien) hatte die Verkehrsleistung bei 393 Millionen Personenkilometer gelegen.[3]

[Bearbeiten] Uelzen–Hannover–Göttingen

Am 11. Dezember 2005 nahm der metronom den Betrieb auf der Strecke Uelzen–Hannover–Göttingen (KBS 110/350) im Stundentakt auf. Dem auf acht Jahre angelegten Verkehrsvertrag zwischen der metronom Eisenbahngesellschaft und dem Land Niedersachsen sowie der Region Hannover liegt eine gewonnene europaweite Ausschreibung zugrunde. Der metronom ist auf dieser Strecke meist sechs Wagen lang. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2009 hält der metronom nicht mehr an den Bahnhöfen Hannover-Bismarckstraße, Hannover Messe/Laatzen (ausgenommen zu Messezeiten), Rethen (Leine) sowie Barnten, diese Stationen werden nun von der S-Bahn Hannover bedient.

Nach 100 Betriebstagen wurden auf der Linie etwa 12.000 Fahrgäste pro Tag befördert. Dies entspricht einer Zunahme von zehn Prozent. Die Pünktlichkeitsquote stieg von 92 auf 95 Prozent.[4]

Bis Dezember 2010 befuhren einzelne Züge durchgehend die Strecke Göttingen–Hannover–Uelzen–Hamburg. Dies wurde aufgegeben, da auf der Strecke Uelzen–Hamburg vorwiegend Züge mit acht Wagen verkehren, die zu lang für einige Bahnsteige auf dem südlichen Abschnitt sind.

[Bearbeiten] Cuxhaven–Hamburg

Im Oktober 2006 gewann das Unternehmen den Regionalverkehr ab Dezember 2007 zwischen Hamburg und Cuxhaven („Niederelbebahn“) mit einer jährlichen Verkehrsleistung von 1,4 Mio. Zug-km. Das Unternehmen war der einzige Bieter in der Ausschreibung, die den Einsatz des landeseigenen Fahrzeugpools vorsah.[5] Während des Lokführerstreiks 2011 musste teilweise wochenlang ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden, da das Unternehmen von den Streiks besonders betroffen war.

Die Strecke ist 115 Kilometer lang und zwischen Stade und Cuxhaven noch nicht elektrifiziert. Es werden die bekannten metronom-Doppelstockwagen zusammen mit neu entwickelten Dieselloks der Baureihe 246 eingesetzt.

[Bearbeiten] MetronomRegional Hamburg–Lüneburg und Hamburg–Bremen

Seit Ende 2007 wurden die Regionalbahnlinien Hamburg–Lüneburg und Hamburg–Tostedt (einzelne Fahrten auch darüber hinaus) unter dem Produktnamen „MetronomRegional“ (MEr) zunächst bis 2010 gefahren.[6] Beide Leistungen wurden auch im Rahmen einer Ausschreibung vergeben, zu der nur die metronom Eisenbahngesellschaft als einziges Unternehmen ein Angebot abgab. Ab Dezember 2010 wurde im Rahmen einer Neuausschreibung die bisherige MetronomRegional-Verbindung Hamburg–Tostedt bis Bremen durchgebunden. Dieses Projekt firmierte anfangs unter der Bezeichnung Metropolenbahn und hat jetzt die Bezeichnung Hanse-Netz. Im Rahmen dessen hat die metronom Eisenbahngesellschaft den Zuschlag auch für den Regionalverkehr zwischen Bremen Hbf und Rotenburg (Wümme) erhalten und übernimmt seit Dezember 2010 diesen Streckenabschnitt von der DB Regio.

[Bearbeiten] Sonderfahrten nach Berlin

metronom bietet jedes Jahr mehrere Sonderfahrten nach Berlin an. Die Fahrkarten wurden ursprünglich in den Zügen und seit 2008 im Internet verkauft. Die Sonderzüge starten von verschiedenen Stationen im Netz des metronoms, bedienen alle Halte der jeweiligen Teilstrecken (jedoch nicht die Großstädte wie Hamburg, Hannover oder Göttingen) und fahren dann direkt nach Berlin. Dort werden mehrere Stadtbahnhöfe angefahren.

[Bearbeiten] Kooperationstickets nach Helgoland und ins Watt

Seit 2008 gibt es in Zusammenarbeit mit der Reederei FRS Helgoline in der Zeit vom 1. Mai bis zum 30. September ein Kombiticket unter der Bezeichnung metronom Atlantis, das von Hamburg über die Niederelbebahn direkten Anschluss in Cuxhaven mit Bustransfer und Fähre nach Helgoland bietet. Ein weiteres Angebot metronom Regiomaris gilt jeweils bis zum 31. Oktober und ermöglicht Busrundfahrten im Cuxhavener Bereich („Cuxland“) sowie Wattwanderungen u. a. zur Hamburger Insel Neuwerk.

[Bearbeiten] Verbesserungen und wachsende Kundenzufriedenheit

Die Betriebsübernahme durch metronom auf den Strecken Hamburg–Bremen und Hamburg–Uelzen wurde gleichzeitig für die Umsetzung einer lange geplanten Angebotsverbesserung genutzt. Die DB-Züge waren bis dato meist aufgrund ihrer (zu) geringen Beförderungskapazität (eingesetzt wurden stets vier, in Einzelfällen sechs Doppelstockwagen) überfüllt und wegen der damit verbundenen längeren Fahrgastwechselzeiten öfter verspätet. Zudem kam es mitunter zu Fahrzeugstörungen, wobei wegen der Höchstgeschwindigkeit des eingesetzten Fahrzeugmaterials von 140 km/h die Möglichkeit, Verspätungen aufzuholen, begrenzt war.

Um diese Mängel zu beheben wurde der metronom mit einem fabrikneuen Fahrzeugpark ausgestattet und die Zuglänge auf sechs bis acht Doppelstockwagen erhöht. Erst seit Ende 2005 sind dort wieder vereinzelt Fünf-Wagen-Züge im Einsatz, allerdings nur zu nachfrageschwachen Zeiten. Die Wagen haben eine verbesserte Ausstattung (Leselampen, Snack- und Getränkeautomaten, Klimatisierung[7] sowie ein Reservierungssystem), zudem sind die Lokomotiven leistungsstärker und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Dies führte zusammen mit weiteren Serviceverbesserungen bereits nach dem ersten Betriebsjahr zu einer Zunahme der Fahrgastzahlen um über 30 Prozent bei einer erzielten Pünktlichkeitsrate von durchschnittlich 95 Prozent. Eine Verkehrserhebung nach dem zweiten Jahr ergab einen Fahrgastzuwachs von 50 Prozent gegenüber der Regional-Express-Verbindung der DB Regio. Mittlerweile kommt es insbesondere im Pendlerverkehr nach Hamburg wieder mehrfach zu überfüllten Zügen.

Nach dem ersten Betriebsjahr auf der Relation Uelzen–Hannover–Göttingen war bereits ein Fahrgastzuwachs von 20 Prozent zu verzeichnen. Im Unterschied zu den Relationen Hamburg–Bremen und Hamburg–Uelzen lösten die metronom-Doppelstockzüge hier sogar ältere einstöckige Silberling-Garnituren ab. Die Komfortsteigerung umfasst somit auch noch Luftfederung und Klimatisierung. Auf der Niederelbebahn wurden ebenfalls Silberling-Garnituren abgelöst, hier werden jetzt insgesamt bis zu 280 Zugfahrten pro Tag durchgeführt.

Die Züge sind komplette Nichtraucherzüge, zudem besteht seit dem 15. November 2009 ein Alkoholkonsumverbot.[8]

Die Züge haben kürzlich die magische Grenze von 50 Mio. Zugkilometern überschritten. Seit dem 6. Oktober 2011 trägt die Lok 146-18 folgende Sonderbeschriftung: „50.000.000 km sicher mit dem Zug durch Niedersachsen“.

[Bearbeiten] Fahrzeuge

Bei einer Pressekonferenz am 3. Juli 2003 wurde die erste der zehn Doppelstock-Wendezuggarnituren vorgestellt.[9]

[Bearbeiten] Ausstattung

Steuerwagen eines Metronom-Zuges in Radbruch
Im Metronom von Cuxhaven nach Hamburg 2. Klasse
Im Metronom von Cuxhaven nach Hamburg 1. Klasse

Der metronom war schon vor dem allgemeinen Rauchverbot in allen deutschen Zügen ein reiner Nichtraucherzug, bietet die Möglichkeit der kostenlosen Reservierung für Pendler („Stammplatz“, z.Zt. jedoch ausgesetzt), Rollstuhlfahrer und Fahrradgruppen sowie einen Bistrobereich mit Getränke- und Snackautomaten in jedem „metronom“-Zug, die „metronom regional“-Züge werden zurzeit nachgerüstet. Die Wagen sind vollklimatisiert und luftgefedert.

Mobilitätseingeschränkten Reisenden steht in jedem Steuerwagen ein Mehrzweckabteil mit barrierefreier Toilette zur Verfügung, welches über Rampen, die den Ein- und Ausstieg mit Rollstuhl ermöglichen, zu erreichen ist. Dennoch können Rollstuhlfahrer nicht überall problemlos ein- und aussteigen, da noch nicht alle angefahrenen Bahnhöfe barrierefrei sind.

Die Höchstgeschwindigkeit des metronoms liegt bei 160 km/h. Damit fährt er schneller als eine übliche Regionalbahn, die meistens maximal 140 km/h fahren kann, und spart (auch dank überarbeiteter Fahrpläne) auf der Linie Hannover–Uelzen etwa acht bis elf Minuten und auf Hannover–Göttingen sieben Minuten Reisezeit gegenüber den vorigen Angeboten ein. So werden erstmals alle ICE-Anschlüsse in Göttingen erreicht. Auf dem Bestandsstreckenabschnitt Hannover–Göttingen fährt der metronom mit gleicher Geschwindigkeit (max. 160 km/h) wie der InterCity der DB, der nur durch weniger Halte schneller sein kann. Die metronom-Verbindungen sind als Regional-Express-Strecken klassifiziert; dies entspricht der Produktklasse C der DB. Deren Nahverkehrstarife werden im Rahmen einer Kooperation beider Unternehmen auch im metronom angewandt.

Auf die große Nachfrage nach mehr Fahrradstellplätzen wurde seitens metronom reagiert. Im Juni 2005 wurde im Unterdeck einiger Mittelwagen eine komplette Sitzreihe entfernt und durch zusätzliche Stellplätze ersetzt. Somit standen bis Oktober 2005, zusätzlich zu den im Mehrzweckabteil der Steuerwagen vorhandenen, weitere Stellplätze zur Verfügung. Seit Frühjahr 2006 setzt metronom auf allen Strecken im Sommer Wagen mit unterschiedlich großen Fahrradabteilen ein. Diese Doppelstockwagen verfügen im Gegensatz zu den anderen Mittelwagen über einen Tiefeinstieg, der ein einfaches Ein- und Ausladen ermöglicht. Im Herbst werden die für die Fahrradstellflächen ausgebauten Sitze jeweils wieder eingebaut.

Im Mai 2006 waren 18 neue Fahrradwagen (Typ DBdpza) in Betrieb genommen worden, die bis zu 30 Fahrradplätze im Untergeschoss bieten.[10]

[Bearbeiten] Loks und Wagenmaterial

Die Flotte der metronom besteht aus 27 Elektrolokomotiven Bombardier TRAXX P160 AC („ME 146-01 bis -10“), Bombardier TRAXX P160 AC2 (ME 146-11 bis -18 und 146 531–539), 7 Diesellokomotiven Bombardier TRAXX P160 DE, Baureihe 246, die in nur 700 Tagen für die Strecke Hamburg–Cuxhaven entwickelt wurden, sowie über 200 Doppelstockwagen der dritten Generation (Bauart Görlitz), die ebenfalls von Bombardier gefertigt wurden. Das gesamte Rollmaterial stammt aus dem Landespool der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG). Es ist für die Dauer der jeweiligen Verkehrsleistung angemietet und in den von der LNVG vorgesehenen Farben blau, weiß und gelb lackiert. Dieses Farbschema findet sich sowohl außen als auch innen und unterscheidet die Züge damit deutlich von denen der Deutschen Bahn.

Im Rahmen der Betriebsaufnahme wurden einige Lokomotiven auf den Namen einer Stadt oder eines Ortes der Strecken getauft.

Rizzi-Lok

Am 20. Mai 2010 wurde in Zusammenarbeit mit den amerikanischen Künstler James Rizzi die Elektrolok 146 535 mit den bekannten Pop-Art-Motiven beklebt. Die Zusammenarbeit kam zustande aufgrund der in Bremen stattfindenden weltgrössten Rizzi-Ausstellung.[11]

[Bearbeiten] Kundenzeitschrift

Die unternehmenseigene Kundenzeitschrift heißt „momente“. Sie erscheint vierteljährlich und informiert in erster Linie über den metronom selbst sowie Änderungen im Fahrplan, bei der Wagenausstattung oder ähnlichem. Darüber hinaus wird Wissenswertes über die/den metronom, Reise- und Veranstaltungstipps, zu aktuellen Themen, sowie Allgemeines zur Jahreszeit oder Eisenbahn geboten.[12]

[Bearbeiten] Namen der metronom-Loks

Lokomotive ME 146-10 „Bad Bevensen“ in Bremen Hauptbahnhof
Baureihe 246 hinter einem Zug nach Cuxhaven

Quelle: metronom-Kundencenter E-Mail

Anmerkung: Das „ME“ steht für »metronom«; angeliefert wurden die Loks 01–08 zunächst mit „MR“ für MetroRail, heute sind alle auf „ME“ geändert. Bei den Dieselloks steht das „BTK“ für Bombardier Transportation Kassel. In Klammern stehen die LZB-Nummern der entsprechenden Loks. Bei 146 01 bis 13 steht in der Klammer die alte Bezeichnung, 146 514 bis 518 wurden ohne alte Nummer geliefert. Die Eigentümerbezeichnungen der Dieselloks wurden im August 2008 von „BTK“ (Bombardier Transportation) auf „ME“ (Metronom) geändert.

Die Lok

  • 92 80 1246 011-1 D-IGT (246 011-1) – für Sonderverkehre, Halter: IGT Bahn mbH
    Lokomotive 246 011-1

tragen zwar die Farben der LNVG, sind aber nicht planmäßig für den metronom unterwegs. Nur bei einem längerfristigen Ausfall der regulären Loks kommen sie beim metronom zum Einsatz. Die Lok 246 001-2 ist im Oktober am die Havelländischen Eisenbahn (HVLE) verkauft worden, ebenso die Lok 246 010-3.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Metronom – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Stefan Hennigfeld: Metronom: Neue Geschäftsführung nimmt die Arbeit auf. In: Eisenbahnjournal Zughalt.de. 5. Oktober 2011, abgerufen am 7. Oktober 2011.
  2. „metronom“ nimmt Fahrt auf. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 12/2003, ISSN 1421-2811, S. 561–563.
  3. Meldung Mehr Metronom-Fahrgäste. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 8–9/2006, ISSN 1421-2811, S. 383.
  4. Meldung Erfolgreicher Metronom. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 5/2006, ISSN 1421-2811, S. 218.
  5. Deutsche Bahn AG: Wettbewerbsbericht 2007 (PDF, 6,6 MB), S. 19 f.
  6. http://www.lnvg.de/uploads/media/2007-01-29.pdf
  7. Klimatisierung war auch schon bei den DB-Zügen vorhanden.
  8. http://www.metronom-alkoholfrei.de/public/faq#question8
  9. Neue elektrische Doppelstock-Wendezüge der Metrorail GmbH. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 8-9/2003, ISSN 1421-2811, S. 345.
  10. Meldung Metronom: neue Fahrradwagen. In: Eisenbahn-Revue International. Heft 7/2006, ISSN 1421-2811, S. 330.
  11. metronom stellt weltweit erste Rizzi-Lokomotive der Öffentlichkeit vor
  12. „momente“-Downloadseite
  13. seit 6. Oktober 2011
  14. getauft am 1. September 2007
  15. getauft am 25. August 2007
  16. getauft am 15. September 2007
  17. getauft am 12. Oktober 2007
  18. getauft am 11. Mai 2009
  19. getauft am 14. November 2007
  20. getauft am 5. September 2008
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