BAP

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter BAP (Begriffsklärung) aufgeführt.
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BAP-Konzert (2005)
BAP-Konzert (2005)
Allgemeine Informationen
Genre(s) Rock
Gründung 1976
Website www.bap.de
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre
Wolfgang Niedecken (seit 1976)
Werner Kopal (seit 1996)
Michael Nass (seit 1999)
Ehemalige Mitglieder
Gitarre
Hans „Honçe“ Heres (1976–1980)
Gitarre
Klaus „Major“ Heuser (1980–1999)
Gitarre
Helmut Krumminga (1999-2014)
Bass
Klaus Hogrefe (1976–1978)
Bass
Wolfgang „Gröön“ Klever (1978–1980)
Bass
Steve Borg (Stefan Kriegeskorte) (1980–1995)
„Afro“ Bauermann (1976–1977)
Perkussion
Manfred „Schmal“ Boecker (1976–1995)
Perkussion
Mario Argandoña (1996–1997)
Perkussion
Sheryl Hackett † (1999–2003)
Schlagzeug
Wolfgang „Wolli“ Boecker (1976–1983)
Schlagzeug
Jan Dix (1983–1985)
Schlagzeug
Pete King(1986)
Jürgen Zöller (1987-2014)
Keyboard
Bernd Odenthal (1978–1980)
Keyboard
Alexander (Axel) „Effendi“ Büchel (1981–1999)
Rainer „Saxello“ Gulich (1976−1977)
Saxophon
Fritz Kullmann (1980)
Saxophon, Gitarre
Jens Streifling (1996–2002)
Hans „Fonz“ Wollrath (1980–1999)

BAP ist eine Kölschrockband um den Frontmann Wolfgang Niedecken und eine der erfolgreichsten deutschsprachigen Rockbands. Von den 23 BAP-Alben erreichten 19 die Top 10, zehn wurden Nummer 1 der Charts.

Gründung und Bandname[Bearbeiten]

Die Gruppe um Sänger und Songschreiber Wolfgang Niedecken besteht seit 1976. Die Band traf sich zu Beginn in wechselnder Besetzung, um „einen Kasten Bier leerzuproben“.[1] Der erste Auftritt fand im Juli 1977 im Mariensaal in Köln-Nippes mit zwei akustischen Gitarren (Wolfgang Niedecken, Hans Heres) und Perkussion (Afro Bauermann) statt. Das erste Album, Wolfgang Niedecken's BAP rockt andere kölsche Leeder, erschien im November 1979. Die Band bestand zu dieser Zeit aus Wolfgang Niedecken, Hans „Honçe“ Heres, Wolfgang „Gröön“ Klever, Manfred „Schmal“ Boecker, Wolfgang „Wolli“ Boecker und Bernd Odenthal. Die zweite LP Affjetaut folgte 1980, wie die Debüt-Platte noch unter der Bezeichnung „Wolfgang Niedeckens BAP“, da Niedecken sich bereits als Solo-Künstler mit Gitarre und Mundharmonika als „Bob Dylan der Südstadt“ und als Maler einen Namen gemacht hatte; beide Platten wurden beim Kölner Independent-Label Eigelstein Musikproduktion veröffentlicht.

Der Bandname BAP entstand aus dem Spitznamen Niedeckens, der ursprünglich seinen Vater so nannte. Diese Aussprache von Papa kommt aus dem Dialekt Unkeler Platt, woher die Familie Niedecken stammt.[2] Weil sie vom kölschen „Pap“ abwich, wurde „Bap“ zu Wolfgang Niedeckens Spitznamen.[3] Als der erste Auftritt geplant wurde, für den mit einem Plakat geworben werden sollte, musste ein Bandname gefunden werden. Hans Heres schlug dem Veranstalter vor, „BAPP“ zu nehmen.[4] Da sich die Bandmitglieder aber einig waren, dass „BAPP“ – mit zwei „P“ geschrieben – auf der Bassdrum nicht gut ausgesehen hätte, wurde einfach ein „P“ gestrichen.[5]

Stil[Bearbeiten]

Der musikalische und inhaltliche Stil der BAP-Songs wird wesentlich von Bob Dylan, den Kinks und den Rolling Stones geprägt. Auch Bruce Springsteen, mit dem Sänger Wolfgang Niedecken eine persönliche Freundschaft verbindet, gilt als wichtiger Orientierungspunkt für BAP. Verschiedene BAP-Lieder, vor allem melancholische (z. B. Helfe kann dir keiner, Paar Daach fröher) zeigen in den Arrangements und der Stimmung deutliche Ähnlichkeiten mit Stücken von Wolfgang Ambros, etwa von dessen Album 19 Class A Numbers. Die Texte beschäftigen sich oft mit gesellschaftlichen oder persönlichen Problemen.

Tourneen[Bearbeiten]

BAP in Aachen, 1980
Konzert der „Radio Pandora“-Tour (26. Dez. 2008 in Köln)
BAP-Unplugged-Konzert in Bad Hersfeld (2009)

1979 fanden, noch unter dem anfänglichen Bandnamen „Wolfgang Niedeckens BAP“, erste Auftritte außerhalb von Köln und der näheren Umgebung statt.

Im Mai 1982 machte BAP die erste professionell organisierte Deutschlandtournee. Im Mittelpunkt standen Songs des Albums Für Usszeschnigge, das 1981 das erste Album beim neuen Major-Label EMI-Electrola war. Für den Wechsel von Eigelstein zur EMI mussten BAP in der lokalen Kultur-Szene viel Kritik einstecken. Für Usszeschnigge erreichte Platz 1 in den deutschen Album-Charts.

Im Sommer 1982 folgten verschiedene Auftritte im Rahmen von Großveranstaltungen und Fernsehproduktionen: Rockpop In Concert für das ZDF in der Dortmunder Westfalenhalle 1, Demonstration gegen die Nachrüstung der NATO am 10. Juni 1982 (Zehnter Juni) auf den Bonner Rheinwiesen, Vorprogramm der Rolling Stones am 4. und 5. Juli 1982 im Müngersdorfer Stadion in Köln und als erste deutsche Band bei einem Festival des WDR-Rockpalast am 28. August 1982 auf der Loreley-Freilichtbühne.

Nach Erscheinen des vierten Albums Vun drinne noh drusse war die Band zwischen Oktober 1982 und Oktober 1983 sieben Monate lang unterwegs. Neben Deutschland standen Konzerte in Österreich, der Schweiz und den Benelux-Ländern auf dem Programm. Insgesamt wurden etwa 130 Auftritte gespielt. Die Tournee endete mit einem Konzert im Kölner „Stollwerck“. Das vom Abriss bedrohte Bürgerhaus Stollwerck erhielt die Einnahmen dieses Konzerts zur Finanzierung seiner weiteren Arbeit. Am 28. Mai 1983 spielte BAP auf einem Festival im niedersächsischen Schüttorf im Vorprogramm von Rod Stewart und am 22. Oktober 1983 auf einer weiteren Großdemonstration gegen die NATO-Nachrüstung im Bonner Hofgarten.

Für den Januar 1984 war – nach langen Verhandlungen mit der staatlichen Künstleragentur – eine Tournee mit 14 Konzerten in 13 Städten in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) geplant. Im Vorfeld der Tour zeichnete das DDR-Fernsehen ein Interview mit Wolfgang Niedecken inklusive zweier Unplugged-Versionen von BAP-Liedern auf. Die Sendung wurde sinnentstellend verkürzt gesendet. So entschloss sich Niedecken, einige politische Statements, die der Band wichtig waren, in einem eigenen Lied darzustellen. Es wurde als Deshalv spill’ mer he betitelt und erstmals auf dem letzten „West-Konzert“ vor der geplanten DDR-Tour in Wolfsburg gespielt. Als die Band bereits in Berlin im Hotel Unter den Linden war, gab es am Vorabend des im Rahmen der Veranstaltung Rock für den Frieden geplanten ersten Konzerts heftige Auseinandersetzungen mit der DDR-Seite über dieses Lied. Als die Band sich weigerte, es von der Setlist zu nehmen, kam es zum Eklat. Die Tournee wurde abgebrochen, bevor das erste Konzert auf dem Boden der DDR gespielt werden konnte. In der Übertragung des DDR-Fernsehens von der Veranstaltung „Rock für den Frieden“ im Berliner Palast der Republik, zu dem BAP geladen war, gab der Moderator als Begründung ihrer Absage an, dass die Band „nicht unter dem Symbol der weißen Taube auf blauem Grund auftreten“ wolle.[6]

Die Tournee zum Album Zwesche Salzjebäck un Bier begann am 15. und 16. Juni 1984 mit zwei Konzerten im Archäologischen Park in Xanten. Sie wurden vom ZDF aufgezeichnet und später in einer Zusammenfassung gesendet. Die Tour dauerte bis zum Februar 1985 und übertraf, gemessen am Publikumserfolg, die Tournee von 1982/83.

Am 2. März 1986 begann in Lohmar bei Köln die Tournee Ahl Männer, aalglatt. BAP spielte zunächst einige Konzerte im ländlichen Raum, bevor die Band am 15. März 1986 in der Essener Grugahalle bei der 17. und letzten Rocknacht des WDR-Rockpalast auftrat.

Von April bis Juli 1986 folgten zahlreiche weitere Konzerte. Die „Heimspiele“ der Kölner Band fanden erstmals in der bis zu 8000 Zuschauer fassenden Kölner Sporthalle statt, der damals größten Veranstaltungshalle der Domstadt. Christian Schneider gab sein Debüt. Den letzten Auftritt der Tour absolvierte die Band am 26. Juli 1986.

Nach dem Ende der Tournee legte BAP eine kreative Pause ein (u. a. bedingt durch bandinterne und künstlerische Meinungsverschiedenheiten). Wolfgang Niedecken nutzte die Auszeit zur Veröffentlichung seines Albums Schlagzeiten und zu einigen Solo-Konzerten. BAP stand erst im September 1987 bei zwei Festivals wieder auf der Bühne, um sich auf eine Tournee durch China vorzubereiten. Diese Tournee ist im Buch BAP övver China dokumentiert.

Im September 1988 trat BAP im Rahmen des Werner-Rennens auf dem schleswig-holsteinischen Flugplatz Hartenholm auf.

Das Album Da Capo wurde von Oktober bis Dezember 1988 im Rahmen einer ausgedehnten Hallentournee präsentiert. Im Januar 1991 spielte die Band in Ostdeutschland. Anschließend ging BAP in Westdeutschland auf Club-Tour und absolvierte eine Reihe von Auftritten in beschaulichem Rahmen, zumeist in kleinen Hallen. Das Konzert im Kölner E-Werk wurde aufgezeichnet und später auf dem Album Live – Affrocke veröffentlicht.

Im Mai und Juni 1991 folgte eine Tournee ausschließlich durch die größten deutschen Konzerthallen und bei verschiedenen Open-Air-Festivals. Im Vorprogramm gastierte Julian Dawson. Nach wie vor war die Nachfrage in der BAP-Hochburg Köln groß, in einigen anderen Städten blieben die Zuschauerzahlen etwas hinter den Erwartungen zurück. Die Tournee zum Album Amerika begann im November 1996. Der Tourneestart in Koblenz wurde für die Fernsehsendung WDR-Rockpalast aufgezeichnet.

Mit dem Ausstieg von Bassist Steve Borg und Percussionist Manfred „Schmal“ Boecker, einem Gründungsmitglied, verließen zwei Musiker die Band, die BAP über viele Jahre mitgeprägt haben. 1999 trennten sich Gitarrist Klaus „Major“ Heuser und Tastenspieler Alexander „Effendi“ Büchel von der Band.

Zu den Gründen für den Ausstieg von Klaus Heuser sagte Wolfgang Niedecken rückblickend im März 2011:

„Der Major ist ein toller Gitarrist. Aber er wollte, dass BAP international ausgerichteten Radio-Pop spielt. Ich wollte beim Kölsch-Rock bleiben. Beide Positionen waren nicht vereinbar. Ich bin ihm dankbar, dass er selbst gegangen ist. Ich hätte ihn nämlich nie rausgeschmissen.“[7]

Als Neuzugang an den Keyboards stieg Michael Nass bei BAP ein, der zuvor in den 1980er Jahren in der DDR-Musikszene musikalisch sehr aktiv war, u. a. bei P 16 und später in Liselotte Rezniceks Frauenband Mona Lise. Von 1992 bis 1998 spielte er in Gundermanns „Seilschaft“. Gitarrist wurde Helmut Krumminga. Im Sommer 2001 gab BAP vor der eigentlichen Aff un zo-Tour ab Herbst 2001 zwei Vorabkonzerte, darunter das „Konzert an der toten Brücke“ (Soda-Brücke) in Euskirchen, das auch vom WDR aufgezeichnet und wenige Tage später in der Sendung Rockpalast gesendet wurde. Das Album selbst stieg wie der Vorgänger Tonfilm auf Platz 1 in die deutschen Charts ein.

Im Januar 2006 war die Kölnarena zwar anlässlich des Starts der Jubiläumskonzerte zum 30-jährigen Bestehen der Band mit 25.000 Zuschauern an zwei aufeinander folgenden Tagen fast ausverkauft. Bei anderen Auftritten hatte man sich von vornherein durch die Wahl kleinerer Konzertorte angepasst.

Auch das im Mai 2008 erschienene Album Radio Pandora stieg auf Platz 1 in die deutschen Charts ein. Im Winter 2008 startete die Tournee dazu, am 2. Weihnachtstag gab es das Heimspiel in der Köln-Arena (Lanxess-Arena); sie dauerte (mit Unterbrechungen) bis zum Sommer 2009, wobei die Band von Anne de Wolff (Violine, Bratsche, Gesang) und teilweise von Rhani Krija (Percussion) begleitet wurde.

Für November 2011 war der Start einer Tournee geplant, der aufgrund einer schweren Erkrankung Wolfgang Niedeckens auf Anfang Mai 2012 verschoben wurde.[8][9]

Im Sommer 2013 fand die BAP Extratour mit Auftritten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien statt.[10]

Am 12. März 2014 startete die BAP-„Zieht-den-Stecker“-Tour. Bis September 2014 wird diese durch über 50 Städte führen.[10] Nachdem Helmut Krumminga die Teilnahme im Vorfeld absagte und während der Tournee bekannt wurde, dass Ersatzgittarist Ulrich Rode auch über die Tour hinaus mit der Band arbeiten werde, gab Schlagzeuger Jürgen Zöller am 2. September 2014 bekannt, nach 27 Jahren aus der Band auszusteigen.[11][12]

Auslandsauftritte[Bearbeiten]

BAP ist im Laufe der bisher 35-jährigen Bandgeschichte in vielen Ländern der Welt aufgetreten. Nachdem sich die Bandmitglieder anfangs kaum vorstellen konnten, dass ihre kölschen Texte außerhalb des Rheinlandes verstanden würden, durften sie erleben, dass ihre Platten weit darüber hinaus gekauft wurden. Tourneen waren dadurch auch im Ausland möglich.

Die ersten Auftritte außerhalb der Bundesrepublik waren im Dezember 1982 in der Schweiz (Basel und St.Gallen)[13] und bis Mitte der 1980er Jahre in Österreich, Luxemburg, Belgien und Dänemark (Roskilde-Festival). Seitdem gehören Auftritte in diesen Nachbarländern zum Bestandteil jeder Tournee.

Spätere Fernreisen wurden zumeist als Begleitung zu künstlerischen oder politischen Themen organisiert; häufig war nicht die komplette Gruppe unterwegs; manchmal auch nur Wolfgang Niedecken alleine oder in Begleitung von Musikern seiner Solo-Projekte:

  • In ähnlicher Zusammensetzung spielten Wolfgang Niedecken & Complizen 1988 in Mosambik eine kleine Tour.
  • Die politischen Veränderungen in der Sowjetunion unter Gorbatschow machten es möglich, dass BAP im Mai 1989 je drei Konzerte in Moskau und Wolgograd gab.[15] Dort kamen die Musiker auch mit Fans aus der DDR ins Gespräch. Nachdem die BAP-Tour durch Ostdeutschland 1984 abgesagt wurde, war der Umweg über die UdSSR die einzige Möglichkeit, als DDR-Bürger mit der Band zu sprechen.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Zu den Utensilien, die bei jedem Auftritt von BAP dabei sind, gehört eine Art Klappaltar. Im ausgeklappten Zustand ist erkennbar, dass die drei Innenseiten – einem Triptychon ähnlich – mit Fotos, Postkarten, kleinen Gemälden, Saiten, Plektrons, Reisesouvenirs und Figuren, Ansteckern, Aufklebern, Schlüsselanhängern und ähnlichem Tand ausnehmend bunt gestaltet sind. Zentrales Objekt ist ein Foto, das Ron Wood, Bob Dylan und Keith Richards beim gemeinsamen Gitarrenspiel zeigt. Es entstand während der Sessions anlässlich des Live Aid-Konzerts 1985 und ist inzwischen ob der Menge der Objekte kaum noch zu erkennen. Bei jedem BAP-Konzert verharren alle Bandmitglieder im Backstage-Bereich kurz vor dem Betreten der Bühne am beleuchteten „Altar“, trinken gemeinsam je ein kleines Glas Grappa und huldigen damit ihren „Heiligen Drei Königen des Rock ’n’ Roll“, auf dass sie dafür sorgen mögen, dass der Auftritt gut wird.[16]
  • Der BAP-Titel Für ne Moment aus dem 99er Album Comics & Pin-Ups wurde bereits dreimal von Wolfgang Niedecken zu Ehren des 1. FC Köln in FC jeff Jas umgedichtet. Im Original erschien dieser Titel im Jahr 1998 anlässlich der 50-Jahr-Feier des 1. FC Köln auf CD, gesungen von Wolfgang Niedecken, Guildo Horn und Stefan Raab. Im Jahr 2000 erschien dann eine spezielle Aufstiegsversion, um den Aufstieg des 1. FC Köln im gleichen Jahr zu feiern; 2003 erschien nochmals eine abgeänderte Version auf CD.
  • 2002 drehte der mit Wolfgang Niedecken befreundete Regisseur Wim Wenders den Kinofilm Viel passiert – Der BAP Film, eine Dokumentation über die Band und ihr Selbstverständnis.
  • Eine in der Musikszene ungewöhnliche Besonderheit ist der Umstand, dass der langjährige Toningenieur der Band, Hans „Fonz“ Wollrath, der für den Sound bei Konzerten zuständig war, bis zu seinem Ausscheiden 1999 stets als vollwertiges Bandmitglied geführt wurde, obwohl er kein Instrument spielte und nicht auf der Bühne stand.
  • Am 27. November 2006 wurde die BAP-KVB-Stadtbahn eingeweiht, die seitdem durch Köln fährt. Auf ihr zu sehen ist das Cover der Dreimal-zehn-Jahre-CD, also die Wandlung von den jungen zu den älteren Bandmitgliedern.[17]

Bandmitglieder[Bearbeiten]

BAP Historie 08.svg

Gastmusiker[Bearbeiten]

Auf den ersten beiden Alben wirkte der Multi-Instrumentalist Büdi Siebert mit: Auf Wolfgang Niedecken's BAP rockt andere kölsche Leeder spielt er Querflöte und Saxophon, auf Affjetaut Saxophon. Bei den Aufnahmen zum ersten Album wirkte darüber hinaus Wolfgang Hamm an der Violine mit. Der Deutsch-Brasilianer Fred Dressel spielte 1980/81 im Wechsel mit dem aus beruflichen Gründen eigentlich ausgestiegenen Bernd Odenthal die Keyboards, bis mit „Effendi“ Büchel ein Nachfolger gefunden wurde; auf dem Album Affjetaut hilft Matthias Keul an den Tasten aus. Auf der Tournee zum Album Zwesche Salzjebäck un Bier vertritt Axel „Fisch“ Risch, der Gitarrenroadie der Band, den mit gebrochenem Finger ausfallenden Steve Borg am Bass. In den 80er Jahren wird die Band auf Konzerten, vor allem während der Tour zum Album Ahl Männer, aalglatt, oftmals von ihrem anfänglichen Roadie Christian „Kalau“ Keul als Instrumentalist (Trompete, Gitarre, Saxophon, Percussion) und Backgroundsänger unterstützt. Curt Cress ersetzte Jan Dix während der Aufnahmen zu Ahl Männer, aalglatt als Studio-Schlagzeuger, Christian Schneider spielte auf der Tour zu diesem Album Saxophon und Keyboard. Während der China-Tour spielt Saxophonist Richard Wester aus der Band von Ulla Meinecke mit BAP. Auf der LP X für 'e U sowie auf der zugehörigen Tour musizierte Julian Dawson als Gitarrist und an der Mundharmonika. Almut Ritter unterstützte die Band auf der Tonfilm-Tour an der Violine.

Anne de Wolff begleitet die Band seit 2006 bei nahezu allen Auftritten an der Geige/Viola und als Backgroundsängerin. Seit 2008 unterstützt der Percussionist Rhani Krija BAP als Studiomusiker sowie bei einzelnen Konzerten; er spielt auch die Akustik-Tournee BAP zieht den Stecker (2014) mit der Band. Auf dem Album Radio Pandora (2008) wirkte Jo Steinebach an der Pedal-Steel-Gitarre mit.[18] Bei der Tournee BAP zieht den Stecker (2014) wird Helmut Krumminga, der aus privaten Gründen nicht an der Tour teilnimmt, von Ulrich Rode vertreten.[19]

Als Chorsängerinnen fungierten unter anderem Claudia Hess (1987), Karen Schweitzer-Faust (1987–1991) und Renate Otta (1990–1991). Auf dem Titel Weihnachtnaach (1996), einem Pogues-Cover, fungiert Nina Hagen als Duettpartnerin Niedeckens.

Das 2005 produzierte Doppel-Album Dreimal zehn Jahre zum 30-jährigen Band-Jubiläum wurde mit vielen Gästen eingespielt. Verschiedenste befreundete Musiker erhielten die Einladung, ihre Version von BAP-Liedern zu gestalten. Es musizierten mit: Thomas D., Laith Al-Deen, Culcha Candela, Nino Skrotzki (Virginia Jetzt!), Xavier Naidoo, Meret Becker, Henning Wehland (H-Blockx), Hubert von Goisern, Marta Jandová (Die Happy) und Ray Davies (The Kinks).

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten]

Hauptartikel: BAP/Diskografie

Filme[Bearbeiten]

  • WAAhnsinn – Der Wackersdorf-Film (1986)
  • BAP - Pik Sibbe - Mit offenen Karten, VHS (1993)
  • BAP - Övverall, DVD (2002)
  • Viel passiert – Der BAP-Film, DVD (2003) (Regie Wim Wenders)
  • BAP - Sonx, DVD (2004)
  • BAP - Dreimal zehn Jahre, DVD (2005)
  • BAP - Rockpalast: Loreley, 28.08.1982, DVD (2008)
  • BAP - Rockpalast: Grugahalle, 15.03.1986, DVD (2008)
  • BAP - Rockpalast: Koblenz, 18.11.1996, DVD (2008)
  • BAP - Rockpalast: Hamburg, 28.11.1981, DVD (2009)
  • BAP - Rockpalast: Musical Dome, 22.11.1999, 2 DVDs (2009)
  • BAP - Rockpalast: Euskirchen, 15.06.2001, DVD (2009)
  • BAP - Rockpalast: Kölnarena 14./15.01.2006, 2 DVDs (2009)

Literatur[Bearbeiten]

  • Balou Temme (Mitverf.): BAP övver BAP. Lamuv-Verlag, Bornheim-Merten 1983, ISBN 3-921521-99-8.
  • Klaus Dewes: BAP für metzenemme. Gustav Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach 1984, ISBN 3-404-60112-2.
  • Klaus Dewes: BAP op Tour. Wilhelm Heyne-Verlag, München 1985, ISBN 3-453-35058-8.
  • Peter Bursch, Klaus Heuser: BAP für Gitarre. Edition Melodia Hans Gerig, Bergisch Gladbach 1984/1999, ISBN 3-87252-154-3.
  • Gerhard Hirschfeld,, Jesko Sander: BAP övver China. Vorwärts Verlag, Bonn 1989, ISBN 3-87579-029-4.
  • Wolfgang Niedecken: Auskunft. Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 1990, ISBN 3-462-02072-2.
  • Wolfgang Niedecken: Verdamp lang her. Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 1999, ISBN 3-462-02805-7.
  • Bruno Zimmermann: BAP für nohzespille. Verlag Hans Gerig, Bergisch Gladbach 1999, ISBN 3-87252-304-X.
  • Wolfgang Niedecken: Immer weiter/BAP-Logbücher 2000-2004. Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 2004, ISBN 3-462-03560-6.
  • Oliver Kobold (Hrsg.): BAP Die Songs 1976–2006 (Textsammlung), Verlag Hoffmann und Campe, Hamburg 2006, ISBN 3-455-09551-8.
  • Oliver Kobold (Hrsg.): BAP Neue Songs 2007–2011 (Textsammlung), Verlag Hoffmann und Campe, Hamburg 2011, ISBN 978-3-455-40351-0.
  • Wolfgang Niedecken, Oliver Kobold: Für 'ne Moment. Autobiographie. Hoffmann & Campe, Hamburg 2011, ISBN 978-3-455-30699-6.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wolfgang Niedecken, Oliver Kobold: Für ’ne Moment. Verlag Hoffmann und Campe, Hamburg 2011, S. 208.
  2. Unkeler Platt, rhein-zeitung.de, abgerufen 21. Oktober 2013
  3. Radiointerview am 20. März 2011
  4. Niedeckens Aussage in der TV-Sendung "Vorfahren gesucht"; WDR, 20. Januar 2012
  5.  Wolfgang Niedecken: Auskunft. Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 1990, ISBN 3-462-02072-2, S. 106,107.
  6. DDR-Moderator sagt BAP-Auftritt ab. Abgerufen am 19. Januar 2011 (MP3-Datei; 1,2 MB).
  7. Hans-Peter Fuß: BAP-Sänger Wolfgang Niedecken: Halb so wild; Wochenend-Beilage des Bonner General-Anzeigers.
  8. Wolfgang Niedecken: BAP-Sänger schwer erkrankt. In: Spiegel Online. 3. November 2011.
  9. Nach Niedeckens Erkrankung: BAP ab 3. Mai wieder auf der Bühne. Express.de, 24. November 2011.
  10. a b Terminseite auf www.bap.de abgerufen am 16. März 2014
  11. [1] abgerufen am 02. September 2014
  12. [2] abgerufen am 02. September 2014
  13. BAP övver BAP. Lamuv Verlag Bornheim-Merten, 1983
  14. BAP övver China. Vorwärts Verlag Bonn, 1989
  15. Wie BAP 1989 in Russland die DDR-Tour „nachholte“. monstersandcritics.de, 28. Mai 1989.
  16. Quelle (u.a.): DVD „Dreimal zehn Jahre“, DVD „Viel passiert“
  17. Chrischi's BAP-Homepage. Abgerufen am 19. Januar 2011.
  18. Interview mit Wolfgang Niedecken in der Kölnischen Rundschau vom 20. März 2009
  19. musikmachen.de: BAP zieht den Stecker Tour 2014 mit Ulrich Rode und Breedlove (14.02.2014)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: BAP – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien