Bibertal

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bibertal
Bibertal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bibertal hervorgehoben
48.38805555555610.200277777778511Koordinaten: 48° 23′ N, 10° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Günzburg
Höhe: 511 m ü. NN
Fläche: 27,31 km²
Einwohner:

4700 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 172 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89346
Vorwahl: 08226
Kfz-Kennzeichen: GZ
Gemeindeschlüssel: 09 7 74 119
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Bibertal
Kirchberg 3
89346 Bibertal
Webpräsenz: www.bibertal.de
Bürgermeister: Robert Strobel (CSU)
Lage der Gemeinde Bibertal im Landkreis Günzburg
Baden-Württemberg Landkreis Augsburg Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Neu-Ulm Landkreis Unterallgäu Winzerwald Ebershauser-Nattenhauser Wald Aichen Aletshausen Balzhausen Bibertal Breitenthal (Schwaben) Bubesheim Burgau Burtenbach Deisenhausen Dürrlauingen Ebershausen Ebershausen Ellzee Günzburg Gundremmingen Haldenwang (Schwaben) Ichenhausen Jettingen-Scheppach Kammeltal Kötz Krumbach (Schwaben) Landensberg Leipheim Münsterhausen Neuburg an der Kammel Offingen Rettenbach (Landkreis Günzburg) Röfingen Thannhausen (Schwaben) Ursberg Waldstetten (Günz) Waltenhausen Wiesenbach (Schwaben) Winterbach (Schwaben) ZiemetshausenKarte
Über dieses Bild
St. Leonhard in Echlishausen

Bibertal ist eine erst 1978 entstandene Gemeinde im schwäbischen Landkreis Günzburg. Verwaltungssitz ist die Ortschaft Bühl.

Inhaltsverzeichnis

Geografie [Bearbeiten]

Das Gebiet der Gemeinde umfasst die Täler der Biber, des Osterbaches und der Drill.

Bibertal liegt in der Region Donau-Iller. Naturräumlich gehört es zu den "Oberschwäbischen Hochebenen" Donau-Iller-Lech-Platte, welche Teil des Alpenvorlandes ist, eine der Naturräumlichen Haupteinheiten Deutschlands.

Es existieren folgende Gemarkungen: Anhofen, Bühl, Echlishausen, Ettlishofen, Kleinkissendorf, Großkissendorf, Schneckenhofen und Silheim.

Geschichte [Bearbeiten]

Das Gebiet von Bibertal gehörte zur vorderösterreichischen Markgrafschaft Burgau. Seit den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg 1805 gehört es zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818 mehrere selbstständige Gemeinden.

Gründung der Gemeinde [Bearbeiten]

Anlässlich der bayerischen Gebietsreform wurden am 1. Mai 1978 die selbständigen Gemeinden Anhofen (mit Emmenthal und Happach), Bühl, Echlishausen (mit Opferstetten), Ettlishofen (mit Hetschwang, der Weiler wurde am 4. November 1866 als Ortsteil von der Gemeinde Balmertshofen in die Gemeinde Ettlishofen umgegliedert), Kissendorf (am 1. April 1971 durch Fusion von Großkissendorf und Kleinkissendorf entstanden)[2], Schneckenhofen und Silheim zur Einheitsgemeinde Bibertal zusammengeschlossen.[3] Eine Klage von Ettlishofen dagegen war 1981 erfolglos.

Siehe auch: Burgstall Bühl

Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden folgende Einwohnerzahlen festgestellt:

  • 1961: 3289 Einwohner[3]
  • 1970: 3631 Einwohner[3]
  • 1987: 4021 Einwohner
  • 2000: 4709 Einwohner
  • 2003: 4808 Einwohner
  • 2004: 4802 Einwohner
  • 2005: 4803 Einwohner
  • 2006: 4725 Einwohner
  • 2007: 4717 Einwohner
  • 2008: 4725 Einwohner
  • 2009: 4716 Einwohner
  • 2010: 4710 Einwohner
  • 2011: 4700 Einwohner

Politik [Bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 16 Mitglieder. Seit der Kommunalwahl 2008 verteilen sich die Sitze auf folgende Listen:

Die nächsten Gemeinderatswahlen finden im Jahr 2014 statt.

Bürgermeister ist seit 2002 Robert Strobel (CSU). Er ist 2008 mit 96,4% der Stimmen im Amt bestätigt worden. Bisherige Bürgermeister seit der Gründung von Bibertal:

  • 1978-1996 Hans Joas (CSU)
  • 1996-2002 Wolfgang Beyer (SPD)

Die Gemeinde nahm im Jahr 2008 insgesamt 2.964.000 € an Steuern ein, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen 650.000 €.

Baudenkmäler [Bearbeiten]

Bodendenkmäler [Bearbeiten]

(27 bekannte Funde im Jahr 2012)

D-7-7527-0012 Straße der römischen Kaiserzeit. Im Jahr 2012 wurde die Römerstrasse unmittelbar an der Gemarkungsgrenze von Leipheim, ca. 10 m nördlich von Lohrs Wäldchen bei einem Wiesenumbruch wieder ein Stück weit aufgedeckt. Im weiteren Verlauf ist sie in den Wiesen Richtung Osten ca. 100m weit im Gelände deutlich erkennbar.

D-7-7527-0014 Grabhügel vorgeschichtlicher Zeitstellung.

D-7-7527-0015 Siedlung vor- und frühgeschichtlicher Zeitstellung.

D-7-7527-0016 Mittelalterlicher Burgstall.

D-7-7527-0017 Körpergrab vor- und frühgeschichtlicher Zeitstellung.

D-7-7527-0019 Grabhügel vorgeschichtlicher Zeitstellung.

D-7-7527-0054 Mittelalterlicher Turmhügel.

D-7-7527-0056 Gräber des frühen Mittelalters.

D-7-7527-0293 Mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Altort von Bühl.

D-7-7527-0294 Mittelalterliche Vorgängerbauten der Kath. Pfarrkirche St. Margaretha.

D-7-7527-0296 Mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Altort von Echlishausen.

D-7-7527-0297 Mittelalterliche und frühneuzeitliche Befunde im Bereich der Kath. Pfarrkirche St. Leonhard.

D-7-7527-0298 Mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Altort von Kleinkissendorf.

D-7-7527-0299 Mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Altort von Schneckenhofen.

D-7-7627-0001 Grabhügel vorgeschichtlicher Zeitstellung.

D-7-7627-0004 Mittelalterlicher Burgstall und Brandgräber vor- und frühgeschichtlicher Zeitstellung.

D-7-7627-0005 Grabhügel der Hallstattzeit.

D-7-7627-0011 Grabhügel der Hallstattzeit.

D-7-7627-0071 Siedlung und vermutlich Grabhügel vorgeschichtlicher Zeitstellung.

D-7-7627-0108 Mittelalterliche und frühneuzeitliche Befunde im Bereich der Kath. Expositurkirche St. Ulrich und Leonhard.

D-7-7627-0109 Mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Altort von Anhofen.

D-7-7627-0110 Mittelalterliche Vorgängerbauten der Kath. Pfarrkirche St. Maria Immaculata.

D-7-7627-0112 Mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Altort von Ettlishofen.

D-7-7627-0113 Mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Altort von Großkissendorf.

D-7-7627-0114 Mittelalterliche und frühneuzeitliche Befunde im Bereich der Kath. Pfarrkirche St. Mauritius.

D-7-7627-0115 Mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Altort von Silheim.

D-7-7627-0116 Mittelalterliche und frühneuzeitliche Befunde im Bereich der Kath. Kirche St. Apollonia.

Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]

Wirtschaft [Bearbeiten]

Es gab 2008 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 3, im produzierenden Gewerbe 278 und im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe 35 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 155 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1.897. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei Betriebe, im Bauhauptgewerbe sechs Betriebe.

2012 gab es insgesamt 24 gemeldete Gewerbebetriebe.

Zudem bestanden im Jahr 2007 72 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2.389 ha, davon waren 1.846 ha Ackerfläche und 542 ha Dauergrünfläche (2005).

Tourismus [Bearbeiten]

Durch die Nähe zu Legoland Deutschland entwickelte sich ein spürbarer Tourismus im Günzburger Land. In Bibertal sind seither 12 Übernachtungsanbieter zu den vorhandenen 5 Gastronomiebetrieben hinzugekommen. Die Gemeinde hat 4 eigene Wanderwege angelegt und ist Teil des Radwanderweges Wasserspuren.

Bildung [Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2008):

  • Kindergärten: 175 Kindergartenplätze für Kinder ab 18 Monate mit über 150 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 17 Lehrern und 220 Schülern
  • Volkshochschule
  • 2 katholische Volksbüchereien
  • Außenstelle der Volkshochschule Günzburg

Persönlichkeiten [Bearbeiten]

In Bibertal geboren [Bearbeiten]

  • 1881: Nikolaus Bernhard († 1957), Gewerkschaftsvorsitzender und Politiker, Reichstagsabgeordneter
  • 1952: Leonhard Keller aus Opferstetten, Präsident des schwäbischen Bauernverbandes von 1991 bis 2012, Kreisobmann in Günzburg 1991 bis 2012, im November 2012 zum Ehrenpräsidenten des schwäbischen Bauernverbandes ernannt

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 476.
  3. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 775.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Bibertal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien