Kötz

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Dieser Artikel befasst sich mit der Gemeinde Kötz; für den durch diese Gemeinde fließenden Bach namens Kötz siehe Kötz (Günz). Für weitere Begriffe siehe Kötz (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kötz
Kötz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kötz hervorgehoben
48.40694444444410.276388888889475Koordinaten: 48° 24′ N, 10° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Günzburg
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Kötz
Höhe: 475 m ü. NHN
Fläche: 20,55 km²
Einwohner: 3219 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 157 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89359
Vorwahl: 08221
Kfz-Kennzeichen: GZ, KRU
Gemeindeschlüssel: 09 7 74 148
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Kötz
Schloßplatz 1
89359 Kötz
Webpräsenz: www.vg-koetz.de
Bürgermeister: Ernst Walter (parteilos)
Lage der Gemeinde Kötz im Landkreis Günzburg
Baden-Württemberg Landkreis Augsburg Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Neu-Ulm Landkreis Unterallgäu Winzerwald Ebershauser-Nattenhauser Wald Aichen Aletshausen Balzhausen Bibertal Breitenthal (Schwaben) Bubesheim Burgau Burtenbach Deisenhausen Dürrlauingen Ebershausen Ebershausen Ellzee Günzburg Gundremmingen Haldenwang (Schwaben) Ichenhausen Jettingen-Scheppach Kammeltal Kötz Krumbach (Schwaben) Landensberg Leipheim Münsterhausen Neuburg an der Kammel Offingen Rettenbach (Landkreis Günzburg) Röfingen Thannhausen (Schwaben) Ursberg Waldstetten (Günz) Waltenhausen Wiesenbach (Schwaben) Winterbach (Schwaben) ZiemetshausenKarte
Über dieses Bild

Kötz ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Günzburg und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Kötz.

Geografie[Bearbeiten]

Kötz liegt in der Region Donau-Iller.

Es existieren folgende Gemarkungen: Ebersbach, Großkötz, Kleinkötz.

Geschichte[Bearbeiten]

Großkötz gehörte zur österreichischen Markgrafschaft Burgau, Grund- und Gerichtsherr war von 1408 bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts die Ulmer Patrizierfamilie Ehinger. Seit den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg 1805 gehört der Ort zu Bayern. In Kleinkötz herrschten dagegen bis 1806 die Patrizier Holzapfel von Herxheim, wobei sie sich das Gassengericht mit dem Reichsstift Wettenhausen teilten. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinden Großkötz und Kleinkötz.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die Gemeinde Kötz entstand am 1. Juli 1972 durch den freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Großkötz und Kleinkötz.[2] Die Gemeinde Ebersbach wurde am 1. Mai 1978 im Zuge der Gebietsreform eingemeindet.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 2175 Einwohner[3]
  • 1970: 2414 Einwohner[3]
  • 1987: 2960 Einwohner
  • 2000: 3233 Einwohner
  • 2011: 3178 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 16 Mitglieder. Seit der Kommunalwahl 2014 verteilen sie sich auf folgende Listen:

  • CSU: 7 Sitze
  • Freie Wählergemeinschaft: 7 Sitze
  • SPD: 2 Sitze

Bürgermeister ist seit 2008 Ernst Walter (parteilos).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2011 umgerechnet 2494 T€, davon entfallen auf Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 708 T€. Die Pro-Kopf-Verschuldung betrug im selben Jahr 375 €.[4]


Partnergemeinde[Bearbeiten]

Partnergemeinde ist Obdach in Österreich.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 34, im produzierenden Gewerbe 601 und im Bereich Handel und Verkehr 93 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 279 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1255. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 1 Betrieb, im Bauhauptgewerbe 5 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 55 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1337 ha, davon waren 1076 ha Ackerfläche und 232 ha Dauergrünfläche.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

  • AL-KO Unternehmensgruppe
  • Merkle Schweißanlagen-Technik GmbH
  • Klotz Spezialmaschinen
  • Raiffeisenbank Bibertal-Kötz eG
  • Ingenieurbüro Kranawetter GmbH

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 125 Kindergartenplätze mit 118 Kindern
  • Alois-Kober-Grundschule 155 Schüler (Stand: Schuljahr 2008/09)
  • Grundschule Wasserburg
  • Mittelschule Wasserburg
  • Außenstelle Volkshochschule Günzburg

Verkehr[Bearbeiten]

  • Kötz liegt an der Bahnstrecke Mittelschwabenbahn, die zwischen den beiden Teilorten verläuft; der Bahnhof heißt Kleinkötz.
  • Kötz liegt an der nördlich vorbeiführenden A 8 (Ausfahrt Günzburg) und an der B 16, die durch Kleinkötz führt.


Sportangebot & Freizeitangebot[Bearbeiten]

In Kötz gibt es ein breit gefächertes Sportangebot. Der VfL Großkötz bietet Fußball, Volleyball, Gymnastik und Radfahren an, die SpVgg Kleinkötz Fußball und Gymnastik. Daneben gibt es noch einen Tennis Club, einen Schachverein und fürs Angeln einen Fischereiverein.

Vereine[Bearbeiten]

VfL Großkötz 1924 e.V.[Bearbeiten]

Der VfL Großkötz 1924 e.V. ist ein ortsansässiger Sportverein. Gegründet wurde der Verein im April 1924. Derzeit besitzt der Verein ca. 800 aktive und passive Mitglieder. Die Fußballmannschaft spielt derzeit in der Kreisklasse West 1 in Schwaben. Die Volleyballmannschaft ist die erfolgreichste ihrer Art im Landkreis und spielt in der Landesliga.

Blasorchester Kötz e.V.[Bearbeiten]

Das Blasorchester Kötz wurde im Jahr 2003 aus den beiden Kötzer Traditionskapellen Musikverein und Kolpingkapelle gegründet. Das Blasorchester besteht aus der Stammkapelle mit ca. 60 aktiven Musikerinnen und Musikern.

Kötzer Narren Club 1976 e.V.[Bearbeiten]

Der Kötzer Narren Club 1976 e.V. ist ein Faschingsverein in Kötz, der gerade in der Faschingszeit den Brauchtum in Schwaben pflegt und diverse Veranstaltungen dazu veranstaltet. Der Verein wurde im Jahre 1976 gegründet und ist weit über den Landkreis bekannt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kötz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 476.
  3. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 775.
  4. https://www.statistik.bayern.de/statistikkommunal/09774148.pdf