Bubesheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bubesheim
Bubesheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bubesheim hervorgehoben
48.43333333333310.25466Koordinaten: 48° 26′ N, 10° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Günzburg
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Kötz
Höhe: 466 m ü. NHN
Fläche: 7,76 km²
Einwohner: 1450 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 187 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89347
Vorwahl: 08221
Kfz-Kennzeichen: GZ, KRU
Gemeindeschlüssel: 09 7 74 118
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schloßplatz 1
89359 Kötz
Webpräsenz: www.vg-koetz.de
Bürgermeister: Walter Sauter (FW)
Lage der Gemeinde Bubesheim im Landkreis Günzburg
Baden-Württemberg Landkreis Augsburg Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Neu-Ulm Landkreis Unterallgäu Winzerwald Ebershauser-Nattenhauser Wald Aichen Aletshausen Balzhausen Bibertal Breitenthal (Schwaben) Bubesheim Burgau Burtenbach Deisenhausen Dürrlauingen Ebershausen Ebershausen Ellzee Günzburg Gundremmingen Haldenwang (Schwaben) Ichenhausen Jettingen-Scheppach Kammeltal Kötz Krumbach (Schwaben) Landensberg Leipheim Münsterhausen Neuburg an der Kammel Offingen Rettenbach (Landkreis Günzburg) Röfingen Thannhausen (Schwaben) Ursberg Waldstetten (Günz) Waltenhausen Wiesenbach (Schwaben) Winterbach (Schwaben) ZiemetshausenKarte
Über dieses Bild

Bubesheim ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Günzburg und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Kötz.

Geografie[Bearbeiten]

Bubesheim liegt in der Region Donau-Iller am nördlichsten Rand des Alpenvorlands, bevor dies zu den Tälern von Donau und Günz abfällt. Das Gemeindegebiet erstreckt sich hauptsächlich in Richtung des ebenen Südens, einschließlich des im Osten im Günztal gelegenen Günzriedweihers (im Volksmund auch Wasserburger See). Der Ort lässt sich in einen oberen und einen unteren Teil, der in der Senke des Bubesheimer Bachs liegt, unterteilen. Es existieren folgende Gemarkungen: Bubesheim.

Geschichte[Bearbeiten]

Bubesheim gehörte seit dem Mittelalter zur zu Österreich gehörenden Markgrafschaft Burgau. Durch Verpfändungen gelangte es zeitweise in die Hände schwäbischer Adelsfamilien wie der Freiherren von Hohenberg und der Freiherren von Rehlingen. Seit den Friedensverträgen von Brünn und Pressburg 1805 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.[2] Die komplette Geschichte Bubesheims, die teilweise bis in die Steinzeit zurückreicht, lässt sich in der Ortschronik nachlesen (Siehe auch: Literatur).

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 819, 1987 dann 1.149 und im Jahr 2000 1.406 Einwohner gezählt. Seither pendelt die Einwohnerzahl stabil um einen Wert von 1450.

Politik[Bearbeiten]

Bubesheim ist eine eigenständige Gemeinde, arbeitet jedoch mit Groß- und Kleinkötz in einer Verwaltungsgemeinschaft zusammen. Der Gemeinderat hat 12 Mitglieder.[3] Seit der Kommunalwahl 2014 verteilen sie sich auf folgende Listen:

  • CSU: 5 Sitze
  • Freie Wähler: 3 Sitze
  • Unabhängige Bürgerliste: 4 Sitze

Bürgermeister ist seit 2008 Walter Sauter (Freie Wähler).

Der Gesamthaushalt 2012 listet Einkommensteuereinnahmen in Höhe von 587.000 € und Gewerbesteuereinnahmen von 614.000 € auf, die Pro-Kopf-Verschuldung lag im selben Jahr bei 411 € pro Bubesheimer Bürger[4].

Wappen[Bearbeiten]

Im Jahr 1970 erhielt die Gemeinde ihr offizielles Wappen. Es zeigt einen schreitenden Löwen (Wappen der von Hohenberg) und zwei silberne Spitzen mit silbernen Rosen (Wappen der von Rehlingen)[5].

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Ab 1977 unterhält die Gemeinde eine formlose Partnerschaft mit der französischen Kleinstadt St. Fulgent. Seither finden immer wieder gegenseitige Besuchsfahrten statt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bubesheimer Kirche

Viele der derzeit 20 Vereine[6] veranstalten über das Jahr hinweg Feste und andere Aktivitäten, wie zum Beispiel Theaterauftritte oder auch Kinderprogramme in den Schulferien. Am bekanntesten sind das alljährliche Gartenfest der Freiwilligen Feuerwehr Bubesheim und die Auftritte der zwei Bubesheimer Theatervereine in der Vorweihnachtszeit.

In den Wäldern und Fluren, hauptsächlich südlich von Bubesheim, existieren viele archäologische Denkmäler. Neben einigen Grabhügelgruppen, teilweise aus der Hallsteinzeit, fand man auf dem ganzen Gemeindegebiet vorgeschichtliche und römische Siedlungsreste, wie Münzen, Ziegel und Keramikteile. Außerdem befinden sich leider nicht mehr sichtbare Überreste eines römischen Landguts (Villa rustica) auf Bubesheimer und Kötzer Flur.[7]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Bubesheim

Infrastruktur und Wirtschaft[Bearbeiten]

BAB 8 zwischen Bubesheim und Günzburg

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Bubesheim ist seit jeher landwirtschaftlich geprägt, die 440 ha Acker- und 116 ha Forstfläche (Stand 2012) im Gemeindegebiet werden jedoch zunehmend nur noch von einzelnen Betrieben bewirtschaftet. Während bis Anfang des 20. Jahrhunderts fast jede ortsansässige Familie einen Bauernhof unterhielt, existierten 2010 lediglich 13 landwirtschaftliche Betriebe mit dem Schwerpunkt des Marktfruchtbaus. Die ehemals große Zahl an Milchvieh lag 2007 bei nur mehr 83 Rindern, aktuell (2014) existiert noch ein Betrieb im Bereich der Milchviehhaltung. Den größten Arbeitgeber heutzutage stellt das produzierende Gewerbe mit 281 von insgesamt 359 Arbeitsplätzen im Ort dar. Der Bau des Legolands in unmittelbarer Nähe förderte zudem den Tourismus, 2006 wurden rund 3000 Übernachtungen gezählt. Weiter gab es 2012 im Bereich Handel und Verkehr 52 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 594.[8]

Zu den größten ortsansässigen Firmen gehören:

  • Kögl Fahrzeug- und Betriebseinrichtungen
  • Tripus Schaltelektronik
  • L+N Recycling
  • Oberauer Spenglerei

Verkehr[Bearbeiten]

Wie ein Riegel verläuft am Südrand des Dorfes die A8 in west-/östlicher Richtung die seit 2003 sechsstreifig ausgebaut ist. Im Ortskern treffen die St 2020 von Holzgünz nach Günzburg und die GZ 4 von Waldstetten nach Riedheim aufeinander. Im Norden des Ortes zweigt die GZ 18 von der Straße nach Günzburg in Richtung Denzingen ab. Auch ein kurzes Stück der Mittelschwabenbahn von Günzburg nach Mindelheim liegt auf dem Gemeindegebiet. Zu der von vornherein großen Verkehrsbelastung aufgrund der St 2020, die durch Schwerlastverkehr teilweise als mautfreie Abkürzung zwischen der A7 und der A8 benützt wird, kommt hinzu, dass die Bedarfsumleitung der A8 quer durch die Gemeinde verläuft. Die überörtliche Anbindung an den regionalen ÖPNV ist nicht stark ausgeprägt, jedoch ist Bubesheim seit 2012 Teil des staatlich geförderten Modellprojekts "FLEXIBUS Landkreis Günzburg", das eine Art Rufbus auf Landkreisebene darstellt[9].

Westlich und nordwestlich von Bubesheim liegt der ehemalige Fliegerhorst Leipheim. Bis zum Ende der militärischen Nutzung durch die Bundeswehr 2008 prägte er erheblich die Entwicklung des Dorfes. Ein Zweckverband hat die Liegenschaft unter dem Titel "Interkommunales Gewerbegebiet Landkreis Günzburg" vom Bund übernommen. An dem Verband sind die Stadt Leipheim, die Stadt Günzburg, die Gemeinde Bubesheim und der Landkreis Günzburg beteiligt.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2013):[10]

  • Kindertagesstätte: 12 Betreuungsplätze mit 9 Kindern
  • Kindergarten: 55 Kindergartenplätze mit 48 Kindern
  • Pfarrbücherei: im alten Pfarrhof

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Monsignore Kaspar Willibald Kaiser, Geistlicher Rat, päpstlicher Geheimkämmerer, Komtur des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem und einziger Ehrenbürger Bubesheims
  • Anton Edelmann, englischer Fernsehkoch
  • Paul Sauter, Fußballspieler und Talentsucher
  • Janine Berger, Turnerin

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Kaufmann: Ein Dorf im Spiegel der Geschichte - Bubesheim. REAL Satz+Druck, Bubesheim 2002
  • Bernt von Hagen, Angelika Wegener-Hüssen: Denkmäler in Bayern - Landkreis Günzburg. Karl M. Lipp Verlag, München 2004, ISBN 3-87490-589-6

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bubesheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Zitiert nach: Peter Kaufmann: Ein Dorf im Spiegel der Geschichte - Bubesheim (Siehe auch: Literatur)
  3. Liste der Gemeinderäte auf der Website der Gemeinde
  4. Datenblatt für Bubesheim, Bayerisches Landesamt für Statistik
  5. Die heraldische Wappenbezeichnung auf der Website der Gemeinde
  6. Vereinstafel (Stand 2014) auf der Gemeindewebsite
  7. Entnommen: Bernt von Hagen, Angelika Wegener-Hüssen: Denkmäler in Bayern - Landkreis Günzburg (Siehe auch: Literatur)
  8. Datenblatt für Bubesheim, Bayerisches Landesamt für Statistik
  9. Modellprojekt FLEXIBUS auf der Website der Gemeinde
  10. Datenblatt für Bubesheim, Bayerisches Landesamt für Statistik