Daniel Bahr

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Daniel Bahr (2008)

Daniel Bahr (* 4. November 1976 in Lahnstein) ist ein deutscher Politiker (FDP). Seit dem 12. Mai 2011 ist er Bundesminister für Gesundheit. Zuvor war er seit 2009 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Gesundheit.

Er ist Mitglied des Deutschen Bundestages und Mitglied des FDP-Bundesvorstands. Von 1999 bis 2004 war er Bundesvorsitzender der Jungen Liberalen. Seit November 2010 ist er Landesvorsitzender der FDP in Nordrhein-Westfalen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Ausbildung und Beruf

Nach dem Abitur 1996 am Immanuel-Kant-Gymnasium in Münster absolvierte Bahr eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Dresdner Bank in Schwerin und Hamburg. Ab Ende 1998 studierte er Volkswirtschaftslehre an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) in Münster und schloss mit einem Bachelor of Science in Economics ab. Ein anschließendes Business-Management-Studium (Schwerpunkt: International Health Care and Hospital Management), ebenfalls an der WWU, schloss er neben seiner politischen Arbeit im Jahr 2008 als Master of Business Administration ab.

[Bearbeiten] Partei

Bahr trat 1990 als 14-jähriger Schüler den Jungen Liberalen (JuLis) bei. 1992 wurde er Mitglied der FDP. 1994 wurde Bahr Vorsitzender des JuLi-Bezirksverbandes Münsterland und hatte dieses Amt bis 1996 inne. Ab 1996 gehörte er dem Bundesvorstand der Jungen Liberalen an. Zunächst war er bis zum Bundeskongress 1998 in Mainz Beisitzer, ehe er zum Stellvertretenden Bundesvorsitzenden mit dem Geschäftsbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gewählt wurde. Auf dem Bundeskongress 1999 in Dresden wurde Bahr zum Bundesvorsitzenden der Jungen Liberalen gewählt; dieses Amt übte er bis 2004 aus.

Seit 2001 ist er zudem Mitglied im FDP-Bundesvorstand, zunächst als Vertreter der Jungen Liberalen und seit 2001 als gewähltes Mitglied. 2003 wurde er zum Vorsitzenden des Zukunftsforums Frauen, kinderfreundliches Deutschland, Generationengerechtigkeit beim FDP-Bundesvorstand bestellt. Bahr setzt sich u. a. dafür ein, dass Akademikerinnen bessere Rahmenbedingungen geboten werden, einen Kinderwunsch zu verwirklichen. Er ist Kreisvorsitzender der FDP Münster und wurde 2006 FDP Bezirksvorsitzender des Münsterlandes.

Am 27. November 2010 wurde er auf dem Landesparteitag der nordrhein-westfälischen FDP zum Landesvorsitzenden gewählt.

[Bearbeiten] Abgeordneter

Bahr ist seit 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier war er von 2002 bis 2005 Sprecher für demographische Entwicklung, Behindertenpolitik und Pflege der FDP-Bundestagsfraktion. Von 2005 bis 2009 war er gesundheitspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion.

Daniel Bahr ist stets über die Landesliste Nordrhein-Westfalen in den Deutschen Bundestag eingezogen.

[Bearbeiten] Öffentliche Ämter

Bahr war vom 29. Oktober 2009 bis zum 11. Mai 2011 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Gesundheit.

2010 geriet er in die Schlagzeilen, als er beim Streit um die Vorschläge von Philipp Rösler zur Einführung einer Gesundheitsprämie dem Koalitionspartner CSU vorwarf, sie sei „als Wildsau aufgetreten“ und habe sich „nur destruktiv gezeigt“.[1][2]

Am 12. Mai 2011 wurde Bahr vom Bundespräsidenten zum Nachfolger des neuen Bundeswirtschaftsministers und Vizekanzlers Philipp Rösler als Bundesgesundheitsminister ernannt. Am gleichen Tag erfolgte seine Vereidigung vor dem Deutschen Bundestag.

[Bearbeiten] Familie

Sein Vater war Dozent an der Polizeihochschule Münster.

Sein Bruder Thomas ist zehn Jahre älter, Mediziner und Geschäftsführer des Unternehmen Gesundheit Oberpfalz Mitte (UGOM) in Amberg, weshalb die Minister-Initiative für Praxisnetze dem Vorwurf eines Gefälligkeitsdienstes ausgesetzt wurde.[3][4]

Bahr ist seit 2008 verheiratet.

[Bearbeiten] Tätigkeiten neben seinem Mandat

Er war bis September 2009 bei der ERGO Versicherungsgruppe AG in Düsseldorf Mitglied des Beirates sowie ebenfalls Mitglied des Beirates beim DUK Versorgungswerk e. V. in Berlin.

Seit Januar 2011 ist er Schirmherr für das Aktionsbündnis „Schmerzfreie Stadt Münster“.[5]

[Bearbeiten] Weblinks

Wikinews Wikinews: Daniel Bahr – in den Nachrichten

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. in der Passauer Neuen Presse, via Gesundheit: Liberale werfen CSU „Wildsau“-Politik vor in Spiegel Online
  2. FDP versus CSU: Seehofer macht Wildsau-Eklat zur Chefsache in Spiegel Online
  3. Jürgen Kandziora: Die Bahrs: Zwei Brüder und die Gesundheit.
  4. HEIKE HAARHOFF: Enge Maschen im Ärztenetz. In: taz. (Der FDP-Gesundheitsminister fördert Unternehmensmodelle, von denen sein Bruder finanziell profitieren würde. Es sieht nach einer Gefälligkeit aus, doch Bahr bestreitet das).
  5. Westfälische Nachrichten: Schmerzfreie Stadt: Bahr wird Schirmherr
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