New Orleans Saints

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New Orleans Saints
Gegründet 1967
Spielen in New Orleans, Louisiana
Helm der New Orleans Saints
Logo der New Orleans Saints
Helm Logo
Liga

National Football League (1967–heute)

  • Eastern Conference (1967–1969)
    • Capitol Division (1967; 1969)
    • Century Division (1968)
  • National Football Conference (1970– heute)
    • NFC West (1970–2001)
    • NFC South (2002– heute)
Aktuelle Uniformen
NFCS-Uniform-NO.PNG
Teamfarben Schwarz, Gold, Weiß
Maskottchen Gumbo the dog, Sir Saint
Personal
Besitzer Tom Benson und Rita Benson LeBlanc
General-Manager Mickey Loomis
Head Coach Sean Payton
Teamgeschichte
  • New Orleans Saints (1967–heute)


Erfolge
NFL-Gewinner (1)
Conference-Sieger (1)
  • NFC: 2009
Division-Sieger (4)
  • NFC West: 1991, 2000
  • NFC South: 2006, 2009
Play-off-Teilnahmen (10)
  • NFL: 1987, 1990, 1991, 1992, 2000, 2006, 2009, 2010, 2011, 2013
Stadien

Ausweichstadien 2005 aufgrund der Auswirkungen von Hurrikan Katrina:


Die New Orleans Saints sind ein in New Orleans im US-Bundesstaat Louisiana angesiedeltes Team der National Football League (NFL) und spielen dort in der National Football Conference (NFC) in der Southern Division. Durch einen 31:17 (6:10)-Erfolg gegen die Indianapolis Colts im Super Bowl XLIV sicherte sich die Mannschaft nach der Saison 2009 erstmals den Super Bowl.

Das Symbol der Saints ist eine goldene Fleur-de-Lis, die die historische und kulturelle Verbundenheit Louisianas zu Frankreich symbolisiert.

Geschichte[Bearbeiten]

Gründungsphase[Bearbeiten]

Am 1. November 1966 erhielt die Stadt New Orleans die Zusage, ein NFL-Team beheimaten zu dürfen. John W. Mecom, Jr. war der erste Besitzer und Präsident des Teams, im Dezember 1966 wurde Tom Fears zum ersten Trainer ernannt. Im Januar 1967 wurde das Team auf den Namen „Saints“ getauft. Hauptgrund hierfür war die Gründung des Teams am 1. November 1966, also Allerheiligen (All Saints-day) und der tief religiösen, hauptsächlich katholischen, Gemeinde von New Orleans. Zudem ist New Orleans die Hauptstadt des Jazz’ und der Song „When the Saints Go Marching In“ ist eines der beliebtesten Jazz-Lieder.

Die NFL platzierte die Saints in der ersten Spielzeit in der Capitol Division zusammen mit den Dallas Cowboys, Washington Redskins und Philadelphia Eagles (alle drei Teams spielen heute in der NFC East). Die erste Preseason verlief sehr erfolgreich mit fünf Siegen aus sechs Spielen. Das erste Regular-Season-Spiel in der Franchise-Geschichte begann ebenfalls verheißungsvoll mit einem 94 Yards-Kickoff-Return-Touchdown von John Gilliam im allerersten Spielzug. Dennoch verloren die Saints dieses erste Spiel gegen die Los Angeles Rams mit 13:27 im Tulane Stadium. Den ersten Sieg in der Vereinsgeschichte gab es am 5. November 1967 gegen die Philadelphia Eagles, die mit 31:24 besiegt wurden. Die erste Saison endete mit drei Siegen bei elf Niederlagen. 1968 spielten die Saints in der Century Division zusammen mit den Chicago Bears, St. Louis Cardinals und Pittsburgh Steelers. In dieser Saison gelangen vier Siege und ein Unentschieden bei neun Niederlagen. 1969 wurde man in die Capitol Division zurückgesetzt und beendete die Saison 5:9 (fünf Siege, neun Niederlagen, kein Unentschieden).

1970er-Jahre[Bearbeiten]

In der Saison 1970 zogen die Saints erneut in eine andere Division um, diesmal die NFC West, in der sie bis zur Saison 2002 verblieben. Die Gegner während des gesamten Zeitraumes waren die Atlanta Falcons, die Los Angeles (später St. Louis) Rams und die San Francisco 49ers. Während der Saison 1970 wurde Tom Fears gefeuert. In seiner Zeit mit den Saints gewann er 13 Spiele, verlor 34 und erlangte zwei Unentschieden. Das erste Spiel des zweiten Head Coaches in der Saints-Geschichte, J.D. Roberts, sorgte für Furore. Die Saints lagen zwei Sekunden vor Spielende mit 16-17 gegen die Detroit Lions zurück, als Kicker Tom Dempsey das Spiel aus 63 yards Entfernung mit einem Field Goal noch zum 19-17 Sieg drehte. Bis heute hat kein Spieler in der NFL-Geschichte diesen Rekord gebrochen. Besonders zu erwähnen ist, dass Tom Dempsey ohne Zehen an seinem rechten Fuß geboren wurde, mit dem er auch kickte. Er benutzte daher einen Spezialschuh mit einer flachen Platte an der Stelle, wo normalerweise die Zehen sind.

Auch dies änderte aber nichts an der weiterhin erfolglosen Geschichte der Saints. Die Saison endete 2:11:1. 1971 bekamen die Saints den 2. Pick in der NFL Draft, mit dem sie Quarterback Archie Manning von der University of Mississippi (Ole Miss) auswählten. Manning sollte in den Folgejahren das Gesicht der New Orleans Saints werden. Bis heute lebt er in New Orleans und ist eine der beliebtesten Persönlichkeiten der Region. Seine Söhne Peyton Manning und Eli Manning spielen ebenfalls Quarterback in der NFL und konnten mit ihren Teams den Super Bowl gewinnen. Während seiner Jahre bei den Saints enttäuschte Archie Manning selten, jedoch bekam er nie ein Team zur Seite gestellt, um seine große Karriere mit Erfolgen zu krönen. Die Saison 1971 endete 4:8:2.

1972 entließ die Mannschaft J.D. Roberts und ersetzte ihn durch John North, der in seinen ersten beiden Jahren jeweils eine 5:9-Bilanz verbuchen konnte. 1975 zogen die Saints in den Louisiana Superdome um, der im Jahr 2005 in den Fokus der Weltöffentlichkeit geriet als Notunterkunft für Flüchtlinge vor Hurrikan Katrina. Trotz neuer Heimstätte gab es eine weitere Saison des Misserfolges mit nur zwei Siegen und zwölf Niederlagen. Mitte der Saison wurde North entlassen, und Ernie Hefferle betreute das Team bis zum Saisonende als Interimscoach.

1976 wurde mit Hank Stram ein Coach verpflichtet, der bereits einige Erfolge verbuchen konnte. 1969 hatte er den Super Bowl mit den Kansas City Chiefs gewonnen. Allerdings konnte auch er das Ruder nicht herumreißen. Sein erstes Jahr beendete er mit einer 4:10 Bilanz, wobei Archie Manning die gesamte Saison verletzt ausfiel. Auch 1977 stellte sich der Erfolg nicht ein. Eine der elf Saisonniederlagen war besonders bitter, eine 14:33-Schlappe, die den ersten Sieg in der Geschichte der Tampa Bay Buccaneers darstellte. Dabei erzielten die Buccaneers drei Touchdowns aus Interception-Returns, bis heute ein NFL-Rekord, den nur die Bucs selbst in Super Bowl XXXVII einstellten.

Daher wurde auch Stram entlassen und 1978 übernahm Dick Nolan das Ruder und erstmals in der Vereins-Geschichte schien sich so etwas, wie Erfolg einzustellen. Manning spielte seine bis dahin beste Saison und die Saints erlangten eine 7:9-Bilanz, die beste, die sie bis dahin je erreicht hatten. Schon im Folgejahr wurde dieser Rekord jedoch verbessert, als die Saints erstmals am Ende der Saison nicht mehr Spiele verloren hatten, als gewonnen. Trotz der 8:8-Bilanz konnte man nicht wirklich zufrieden sein, weil die Saints scheinbar leichtfertig eine Play-off-Teilnahme in den letzten Spielen verschenkten.

Die 1980er-Jahre[Bearbeiten]

Die Saint verloren die ersten 14 Spiele der Saison 1979/80. Nach zwölf Niederlagen wurde Dick Nolan gefeuert und durch Dick Stanfel ersetzt. Der gewann zwar noch ein Spiel, dies änderte aber nichts an der historisch schlechtesten Leistung der Saints mit einer 1:15-Bilanz im Jahr 1980. Aus Protest wegen der indiskutablen Leistungen des Teams zog sich ein bekannter Journalist aus New Orleans eine braune Papier-Einkaufstüte über den Kopf, eine Geste die von Fans erfolgloser Teams noch heute in den USA kopiert wird. Auch der Spitzname „Aints“ entstand zu dieser Zeit, was soviel wie bedeutet wie: Sie können es einfach nicht.

1981 wurde der Texaner Bum Phillips Head Coach der Saints, dessen Markenzeichen der Cowboyhut war, den er ständig trug. Mit dem ersten Pick in der NFL Draft nahmen die Saints Runningback George Roberts, der zwar in seiner ersten Saison überzeugte und die meisten Yards in der NFL erlief, allerdings nur vier Jahre in New Orleans spielte. Die Saison 1981 endete mit einer 4:12-Bilanz. Die Saison 1982, die von einem Streik der Spieler überschattet wurde, war die letzte Saison von Archie Manning, nach zwei Saisonspielen wechselte er zu den Houston Oilers. Mit einer 4:5-Bilanz und einer 8:8-Bilanz 1983 verpasste das Team jeweils nur knapp die Play-offs. 1984 endete die Saison mit einer 7:9-Bilanz, wobei in diesem Jahr die sportlichen Belange eher im Hintergrund standen. Besitzer John Mecom kündigte an, das Team nach fast 20 Jahren verkaufen zu wollen. Spekulationen über einen möglichen Umzug des Teams kamen auf. Letztlich kaufte der Automobilhändler Tom Benson die Franchise. Da Benson ein gebürtiger New Orleanian ist, schien die Zukunft in der Stadt bis zum nächsten Verkauf gesichert. Somit wurde 1985 zu einem Jahr des Überganges, in dem Bum Phillips durch seinen Sohn Wade Phillips ersetzt wurde, die Saison endete 5:11.

1986 drückte Benson dann dem Team erstmals seinen Stempel auf, Jim Finks wurde zum Präsidenten und General Manager, Jim Mora zum Head Coach ernannt. Dies sollte einen Neuanfang darstellen, auch wenn in dieser Saison erneut keine positive Bilanz heraussprang mit 7:9. Dies geschah dann endlich 1987. Zwar gab es erneut einen Spielerstreik, dieses Mal wurde der Spielbetrieb mit Ersatzspielern jedoch weitergeführt, weswegen die Saison nur um einen Spieltag verkürzt wurde. Die Saints gewannen die letzten neun Saisonspiele (zuvor waren nie neun Siege in einer Saison gelungen) und beendeten die Regular Season mit einer 12:3-Bilanz. Damit waren sie zwar das zweitbeste Team in der National Football Conference (NFC), trotzdem mussten die Saints in die Wildcard-Runde um sich einen Platz in der Hauptrunde der Play-offs zu sichern, da das einzige Team, das in der NFC besser war ausgerechnet die 49ers, also Divisionkonkurrenten waren. So bestritten die Saints am 3. Januar 1988 endlich das erste Play-off-Spiel ihrer Geschichte. Aufgrund der tollen Saison und des Heimvorteils gingen die Saints als Favorit in das Spiel gegen die Minnesota Vikings, verloren aber mit 10:44. Dennoch wurden Jim Finks und Jim Mora zum Executive bzw. Coach of the Year gewählt und sechs Spieler der Mannschaft wurden in den Pro Bowl gewählt. In den beiden Folgejahren erlangten die Saints erneut positive Bilanzen (10:6 1988 und 9:7 1989). Da in der NFC in beiden Jahren jeweils mindestens fünf Teams besser abschlossen, reichten diese Leistungen jedoch nicht zur Play-off-Teilnahme.

Die 1990er-Jahre[Bearbeiten]

Zwar verschlechterte sich 1990 die Bilanz des Teams auf 8:8, diesmal reichte das jedoch aufgrund des neuen Play-off-Systems mit sechs Mannschaften pro Conference für eine Teilnahme an den Play-offs. Auch das zweite Postseason-Spiel der Vereinsgeschichte ging mit 6:16 gegen die Chicago Bears verloren. 1991 folgte der erste Divisions-Titel für die New Orleans Saints, als sie mit einer 11:5-Bilanz die Falcons und 49ers (beide 10:6) hinter sich ließen. Das dritte Play-off-Spiel der Vereinsgeschichte ging aber wiederum verloren, dieses Mal zu Hause gegen die Atlanta Falcons mit 20:27. 1992 wiederholte sich die Geschichte von 1987. Trotz einer hervorragenden 12:4-Saison belegte das Team erneut nur den zweiten Platz in der Division hinter den 49ers (14:2) und so folgte die nächste Pleite in der Wild-Card-Runde. In diesem Jahr schickten die Philadelphia Eagles die Saints nach Hause. Im Superdome setzte es eine 20:36 Niederlage. Damit war die „erfolgreiche“ Zeit der Saints auch erst einmal wieder beendet, 1993 endete die Saison mit einer 8:8-Bilanz, 1994 und 1995 verbuchten die Saints nach längerem wieder negative Jahre mit 7:9. Nach einem 2-6 Start in der 1994er Saison trat Jim Mora als Head Coach zurück. Seine Bilanz als Saints-Trainer beträgt 93-74. Rick Venturi konnte als Interimscoach eine 3:13-Saison nicht mehr verhindern.

Vor der Saison 1997 konnte Tom Benson den ehemals erfolgreichen Head Coach der Chicago Bears, Mike Ditka, verpflichten. In New Orleans sollte die kurze Ditka-Ära eine voller Tumulte werden. In seiner ersten Saison konnte Ditka eine respektable Defense etablieren, was aber dennoch nur zu einer 6:10-Bilanz reichte. Mit der gleichen Bilanz endete die chaotische, von Verletzungen geplagte, Saison 1998. Die folgende NFL Draft der Saints ging als eine der größten Dummheiten in die NFL-Geschichte ein. Die Saints gaben alle ihre Picks der Draft 1999, sowie den Erst- und Drittrunden-Pick der NFL Draft 2000 her, um sich die Rechte an Ricky Williams, Runningback der Texas Longhorns, zu sichern. Ditka war von Williams so überzeugt, dass er den Fans versprach, 1999 den Super Bowl zu erreichen. Tatsächlich entwickelte sich die Saison zum Desaster. Williams plagte sich mit Verletzungen herum, die Defense entwickelte sich zur schlechtesten der NFL und die Fans wandten sich von Ditka ab, da die Saison mit einer 3:13-Bilanz endete. Auch Besitzer Tom Benson hatte danach genug und feuerte einen Großteil der Mannschaft, Ditka und General Manager Bill Kuharich.

21. Jahrhundert[Bearbeiten]

Neuer General Manager wurde Randy Mueller, neuer Head Coach Jim Haslett. Die Mannschaft bekam ein vollkommen neues Gesicht. Unter anderen bauten sie Joe Horn, als Free Agent von den Kansas City Chiefs gekommen, ins Team ein. Horn entwickelte sich zum „Mental Leader“ der Saints und erlangte Bekanntheit über den Sport hinaus, als er sich 2005 öffentlich für die Opfer von Hurrikan Katrina einsetzte. In der Saison schien zunächst alles gegen die Saints zu laufen. Nach einem 1:3-Start verletzten sich Ricky Williams und Quarterback Jeff Blake im weiteren Verlauf der Saison, weswegen die Saints auf Ersatzspieler wie Aaron Brooks bauen mussten. Eben jener Brooks erfüllte seinen Job aber überraschend gut und führte die Saints in den letzten Saisonspielen zu einer 10:6-Bilanz und einer weiteren Play-off-Teilnahme.

Am 30. Dezember 2000, und damit im letzten Spiel des Jahrtausends, besiegten die Saints im Superdome die St. Louis Rams mit 31:28 im Wild-Card-Game und gewannen ihr erstes Play-off-Spiel in der Vereinsgeschichte. Trotz einer frühen Verletzung von Joe Horn gingen die Saints dank dreier Touchdown-Pässe von Aaron Brooks zu Ersatz-Wide-Receiver Willie Jackson klar in Führung. Zum Ende hin sah es aber mal wieder so aus, als sollten den Saints in letzter Sekunde die Nerven versagen, als die Rams drauf und dran waren, das Spiel noch zu drehen. Dann aber verlor der Wide Receiver der Rams, Az-Zahir Hakim, den Ball bei einem Punt-Return und Brian Milne konnte den Ball erobern. Damit war der Sieg perfekt. Trotz der deutlichen Niederlage gegen die Vikings eine Woche später, feierte New Orleans seine Mannschaft und ihren Trainerstab wie Helden. Haslett wurde zum Coach of the Year, Mueller zum Executive of the Year ernannt. Fünf Spieler vertraten die Saints im Pro Bowl.

2001 spiegelte sich wider, wie wenig Konstanz die Saints besaßen. Die Saison endete mit einer Bilanz von 7:9. Immerhin konnte im Draft mit Deuce McAllister ein Runningback gefunden werden, durch den die leidselige Geschichte des Ricky Williams in New Orleans beendet werden konnte. Er wurde nach der Saison zu den Miami Dolphins getauscht. 2002 wurde dann die neue NFC South gegründet. Die Divisionsrivalen der Saints lauten seitdem Atlanta Falcons, Carolina Panthers und Tampa Bay Buccaneers. Die Saison endete mit einer 9:7-Bilanz, wobei die Saints die Play-offs verpassten. In den letzten Spielen der Saison, in denen Aaron Brooks sehr schwach spielte, forderten die Fans lautstark die Einwechslung des zweiten Quarterbacks Jake Delhomme. Haslett ignorierte den Wunsch der Fans, woraufhin Delhomme nach der Saison zu den Carolina Panthers wechselte, die er in den Super Bowl XXXVIII führte. 2003 wurden die Saints im eigenen Stadion von Archie Mannings Sohn Peyton Manning vorgeführt, der für seine Indianapolis Colts sechs Touchdown-Pässe bei der 21:55-Niederlage der Saints warf. Am Ende reichte es aber erneut für eine ausgeglichene 8:8-Saison. 2004 schien bereits das letzte Jahr für den anfangs so erfolgreichen Jim Haslett zu werden, da die Saints nur mit 4:8 starteten. Dann aber gewannen sie die letzten vier Spiele und verpassten die Play-offs nur ganz knapp. Da die St. Louis Rams ihr letztes Spiel in der Verlängerung gegen die New York Jets noch gewannen, reichte es erneut nicht für die Play-offs, aber Haslett behielt vorerst seinen Job.

Die Saison 2005 stand ganz im Schatten von Hurrikan Katrina. Aufgrund der schlimmen Beschädigungen der Stadt und des Stadions konnten die Saints ihre Heimspiele nicht in New Orleans austragen. Stattdessen wich sie für die Heimspiele nach San Antonio (Texas), Baton Rouge (Louisiana) und für ein Spiel sogar nach New York aus. Das erste sehr emotionale Saisonspiel in Carolina konnten die Saints sogar gewinnen. Sie beendeten die Saison 3:13. Nach der Saison trennte sie sich von Head Coach Jim Haslett.

2006[Bearbeiten]

Am 17. Januar 2006 stellte das Team Sean Payton als neuen Head Coach vor. Am 14. März verpflichteten die Saints mit Drew Brees einen neuen Quarterback. Im Draft schlugen die Saints dann richtig zu. Da die Houston Texans mit dem ersten Pick Mario Williams wählten, fiel Reggie Bush, Runningback der University of Southern California (USC), den Saints in die Hände. Auch die weiteren gedrafteten Spieler stellten sich als echte Verstärkungen heraus: Safety Roman Harper (University of Alabama), Guard Jahri Evans (Bloomsburg University), Tackle Zach Strief (Northwestern University) und Wide Receiver Marques Colston (Hofstra University).

Sean Payton ist der erste Head Coach der Saints-Geschichte, der seine Amtszeit mit drei Siegen in Folge beginnen konnte. Am 25. September 2006 kehrten die Saints nach New Orleans zurück und besiegten die Atlanta Falcons im Monday-Night-Football-Spiel mit 23-3. Es war das wohl emotionalste Spiel in der Vereinsgeschichte, vor dem Spiel traten U2 und Green Day gemeinsam auf (das Lied „The Saints are coming“ wurde als Single auf den Markt gebracht) und der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten George Bush Sr. führte den Coin Toss (Münzwurf) aus. Die Saints beendeten die Regular Season mit einer Bilanz von zehn Siegen und sechs Niederlagen und gewannen damit überraschend erstmals die NFC South. Sean Payton wurde zum Coach of the Year ernannt, Drew Brees wurde Zweiter bei der Wahl zum Most Valuable Player (MVP) und Offensive Player of the Year (jeweils hinter LaDainian Tomlinson von den San Diego Chargers) und Marques Colston wurde Zweiter bei der Wahl zum Rookie of the Year (hinter Vince Young von den Tennessee Titans). Am 13. Januar 2007 fand dann das bis dato größte und wichtigste Spiel in der Teamgeschichte statt. Im Divisional-Play-off-Spiel (das die Mannschaft bisher nur im Jahr 2000 erreicht und verloren hatte) stand sie den Philadelphia Eagles gegenüber. Es war die größte Party, die New Orleans nach Katrina erlebt hat. In einem spannenden Spiel setzten sich die Saints dank eines großartigen Deuce McAllister mit 27:24 durch und erreichten damit das NFC Championship Game zum ersten Mal in ihrer Geschichte. Am 21. Januar 2007 reisten die Saints nach Chicago, um dort den NFC Champion mit den Bears auszuspielen. Im Soldier Field unterlagen sie den Bears am Ende zwar deutlich mit 14:39, waren jedoch im dritten Viertel beim Stande von 14:16 kurz davor in Führung zu gehen. Die Saints verpassten am Ende also knapp den Einzug in die Super Bowl.

2007[Bearbeiten]

Die folgende Saison verlief dagegen eher enttäuschend. Mit großen Hoffnungen gestartet, setzte es gleich zu Beginn vier Niederlagen in Folge. Auch wenn sich das Team in der Folge fangen konnte und sieben der restlichen zwölf Spiele gewinnen konnte, reichte dies im Endeffekt nur zu einer 7:9-Bilanz. Zwar hatte man bis zum letzten Spieltag die Möglichkeit in die Play-offs einzuziehen, vergab diese Chance jedoch mit zwei Niederlagen an den letzten beiden Spieltagen.

Die Hauptprobleme der Saints in diesem Jahr lagen in der frühen Verletzung von Deuce McAllister, der sich in der dritten Woche, wie schon im Jahr 2005, am Knie verletzte und den Rest der Saison ausfiel, und den letztlich enttäuschenden Neuzugängen. Die Saints stellten die schlechteste Passverteidigung der Liga und die Offense zeigte sich bei weitem nicht so explosiv wie 2006. Die Niederlagen am Ende der Saison führten immerhin dazu, dass die Saints in der NFL Draft 2008 bereits an 10. Stelle einen Spieler auswählen durften.

2008[Bearbeiten]

Die Saison 2008 begann für die New Orleans Saints am 7. September 2008 mit einem Heimspiel gegen die Tampa Bay Buccaneers. Highlight für alle europäischen Anhänger war das Heimspiel am 26. Oktober 2008 gegen die San Diego Chargers, das im Londoner Wembley-Stadium stattfand und erfolgreich für die Saints endete.

Die prominentesten Neuzugänge waren Linebacker Jonathan Vilma, der von den New York Jets kam, Cornerback Randall Gay vom Super-Bowl-Teilnehmer New England Patriots und Defensive End Bobby McCray von den Jacksonville Jaguars. Das Hauptaugenmerk dieser Offseason auf lag auf der Verstärkung der Defense. Im Draft konnten die Saints dann von der 10. Stelle auf die 7. hochtauschen und Sedrick Ellis, Defensive Tackle der University of Southern California (USC), der gleichen Uni, von der auch Reggie Bush kam, verpflichten. Am 21. Juli 2008 wurde Tight End Jeremy Shockey von den New York Giants im Tausch gegen einen Zweit- und Fünftrunden-Pick in der NFL Draft 2009 verpflichtet.

Die Saints beendeten die Saison 2008 ausgeglichen mit 8-8, wobei sechs Spiele mit maximal fünf Punkten Unterschied, oftmals sogar nur zwei oder drei Punkten Unterschied verloren gingen. Highlight und höchster Sieg mit 51:29 war das Spiel am 24. November 2008 gegen die Green Bay Packers vor eigenem Publikum.

2009[Bearbeiten]

Nach den beiden eher durchschnittlichen Spielzeiten zuvor, entließen die Saints ihren Defensive Coordinator Gary Gibbs und ersetzten ihn durch den ehemaligen Head Coach der Buffalo Bills, Gregg Williams, der für ein äußerst aggressives Spielschema mit vielen Blitz-Spielzügen bekannt war. In der Free Agency konnten zudem mit Cornerback Jabari Greer und Safety Darren Sharper zwei wichtige Spieler für die Defense verpflichtet werden. Da die Saints auf insgesamt nur vier Draft-Picks zurückgreifen konnten, entsprach die Mannschaft größtenteils der des Vorjahres. Unerwartet legten die Saints ihren besten Saisonstart der Teamgeschichte hin und gewannen die ersten 13 Saisonspiele. Die Offensive konnte in diesem Jahr nicht ausschließlich nur durch ihr Passspiel überzeugen, sondern auch das Laufspiel funktionierte. Nachdem die Saints auch die beiden bis dahin ungeschlagenen New York Giants und New York Jets besiegt hatten, gerieten sie immer mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit. In der Folge gewannen die Saints zwar weiterhin, konnten dabei aber teilweise nur über eine Halbzeit überzeugen. Zudem wurden das Team durch einige verletzungsbedingte Ausfälle geschwächt In Woche 15 verloren die Saints gegen die Dallas Cowboys ihr erstes Spiel. Im vorletzten Saisonspiel gegen die Divisionsrivalen Tampa Bay Buccaneers hatten die Saints die Möglichkeit mit einem Sieg den Homefield Advantage zu erreichen und somit in den Play-Offs Heimrecht zu erhalten. Das Spiel wurde jedoch knapp verloren. Da die Minnesota Vikings am gleichen Tag ebenfalls verloren, war den Saints der Homefield Advantage dennoch sicher, so dass sie im letzten Saisonspiel gegen die Carolina Panthers Drew Brees und einige andere Starter pausieren lassen konnten.

Die Saints hatten nach ihrer 13-3-Saison in der ersten Play-off-Runde spielfrei. In der Divisional-Play-off-Runde trafen sie auf die Arizona Cardinals. Nachdem Arizona mit dem ersten Offensivspielzug in Führung gegangen war, dominierten die Saints den Rest des Spiels und gewannen überlegen mit 45:14. Die Saints hatten damit erst zum zweiten Mal in ihrer Geschichte das NFC Championship Game erreicht. Gegner waren hier die Minnesota Vikings mit ihrem Quarterback Brett Favre, die in der Saison die zweitbeste Bilanz in der NFC hinter den Saints errungen hatten. Beim Spielstand von 28:28 vor Ende der regulären Spielzeit warf Favre eine Interception, wodurch das Spiel in die Verlängerung ging. Die Saints gewannen den Münzwurf und durch ein Field Goal im ersten Drive auch das Spiel. Das Team hatte somit zum ersten Mal in seiner Geschichte den Super Bowl erreicht.

Im Super Bowl XLIV trafen die Saints auf die Indianapolis Colts. Das Spiel fand am 7. Februar 2010 im Dolphins Stadium in Miami statt. Angeführt wurden die Colts von Quarterback Peyton Manning. Die Super-Bowl-unerfahrenen Saints begannen nervös und mussten bei ihren ersten beiden Ballbesitzen punten. Peyton Manning hingegen führte sein Team beim ersten Ballbesitz zu einem erfolgreichen Field Goal und beim zweiten Ballbesitz zum ersten Touchdown der Partie. Im zweiten Viertel fand die Offense der Saints jedoch immer besser ins Spiel. Zur Halbzeit stand es dennoch 10:6 für die Colts. Zur Eröffnung der zweiten Hälfte des Spiels führte Punter Thomas Morstead einen Onside-Kick aus, den die Saints zurückerobern konnten. Im Anschluss gingen die Saints durch einen Touchdown-Pass von Drew Brees mit 10:13 erstmals in Führung. Bei einem Rückstand von 17:24 für die Colts und etwa fünf Minuten restlicher Spielzeit warf Manning eine Interception, die Cornerback Tracy Porter für die Saints unbehindert in die Endzone der Colts tragen konnte. Dieser einzige Turnover des gesamten Spiels führte zum Endstand von 17:31 und zum somit ersten Super-Bowl-Gewinn der New Orleans Saints. Quarterback Drew Brees wurde zum Super Bowl MVP gewählt. Am nächsten Tag wurden die Saints am Flughafen in New Orleans von 70.000 begeisterten Fans empfangen. Die Siegesparade durch die Stadt am Folgetag verfolgten etwa 800.000 Menschen.

Spieler[Bearbeiten]

Aktueller Kader[Bearbeiten]

Kader der New Orleans Saints

Quarterbacks

Runningbacks

Wide Receiver

Tight Ends

Offensive Linemen

Defensive Linemen

Linebackers

Defensive Backs

Special Teams

Reserve/Verletzte

  • derzeit unbesetzt

Unrestricted FAs

Rookies in kursiver Schrift
Roster Stand: 18. April 2014
Depth ChartTransaktionen

88 Aktive, 0 Inaktive, 1 FA, 1 Unsigned

Nicht mehr vergebene Rückennummern[Bearbeiten]

Trainer (Head Coaches)[Bearbeiten]

Payton nach dem Super Bowl-Gewinn am 7. Februar 2010
# Name Zeitspanne Regular Season Playoffs Erfolge/Auszeichnungen Referenz
Sp. S. N. UE. Win% Sp. S. N.
New Orleans Saints
1 Tom Fears* 1967–1970 49 13 34 2 .277 0 0 0 [1]
2 J.D. Roberts* 1970–1972 35 7 25 3 .219 0 0 0 [2]
3 John North* 1973–1975 34 11 23 0 .324 0 0 0 [3]
4 Ernie Hefferle* 1975 8 1 7 0 .125 0 0 0 [4]
5 Hank Stram 1976–1977 28 7 21 0 .250 0 0 0 [5]
6 Dick Nolan 1978–1980 44 15 29 0 .341 0 0 0 [6]
7 Dick Stanfel* 1978–1980 4 1 3 0 .250 0 0 0 [7]
8 Bum Phillips 1981–1985 69 27 42 0 .391 0 0 0 [8]
9 Wade Phillips 1985 4 1 3 0 .250 0 0 0 [9]
10 Jim Mora Sr. 1986–1996 167 93 74 0 .557 4 0 4 AP NFL Trainer des Jahres (1987)
UPI NFL Trainer des Jahres (1987)
[10]
11 Rick Venturi 1996 8 1 7 0 .125 0 0 0 [11]
12 Mike Ditka 1997–1999 48 15 33 0 .313 0 0 0 [12]
13 Jim Haslett 2000–2005 96 45 51 0 .469 2 1 1 AP NFL Trainer des Jahres (2000) [13]
14 Sean Payton* 2006–2011, 2013– 115 74 41 0 .643 10 6 4 AP NFL Trainer des Jahres (2006) [14]
15 Aaron Kromer* 2012 6 2 4 0 .333 0 0 0 [15]
16 Joe Vitt 2012 10 5 5 0 .500 0 0 0 [16]
# Reihenfolge der Trainer
Sp. Spiele als Trainer
S. Siege
N. Niederlagen
UE. Unentschieden
Win% Siegquote
* Ausschließlich bei den Saints als Head Coach aktiv

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: New Orleans Saints – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tom Fears Record, Statistics, and Category Ranks. In: Pro-football-reference.com. Sports Reference LLC. Abgerufen am 27. September 2014.
  2. John David Roberts Record, Statistics, and Category Ranks. In: Pro-football-reference.com. Sports Reference LLC. Abgerufen am 27. September 2014.
  3. John North Record, Statistics, and Category Ranks. In: Pro-football-reference.com. Sports Reference LLC. Abgerufen am 27. September 2014.
  4. Ernie Hefferle Record, Statistics, and Category Ranks. In: Pro-football-reference.com. Sports Reference LLC. Abgerufen am 27. September 2014.
  5. Hank Stram Record, Statistics, and Category Ranks. In: Pro-football-reference.com. Sports Reference LLC. Abgerufen am 27. September 2014.
  6. Dick Nolan Record, Statistics, and Category Ranks. In: Pro-football-reference.com. Sports Reference LLC. Abgerufen am 27. September 2014.
  7. Dick Stanfel Record, Statistics, and Category Ranks. In: Pro-football-reference.com. Sports Reference LLC. Abgerufen am 27. September 2014.
  8. Bum Phillips Record, Statistics, and Category Ranks. In: Pro-football-reference.com. Sports Reference LLC. Abgerufen am 27. September 2014.
  9. Wade Phillips Record, Statistics, and Category Ranks. In: Pro-football-reference.com. Sports Reference LLC. Abgerufen am 27. September 2014.
  10. Jim Mora Record, Statistics, and Category Ranks. In: Pro-football-reference.com. Sports Reference LLC. Abgerufen am 27. September 2014.
  11. Rick Venturi Record, Statistics, and Category Ranks. In: Pro-football-reference.com. Sports Reference LLC. Abgerufen am 27. September 2014.
  12. Mike Ditka Record, Statistics, and Category Ranks. In: Pro-football-reference.com. Sports Reference LLC. Abgerufen am 27. September 2014.
  13. Jim Haslett Record, Statistics, and Category Ranks. In: Pro-football-reference.com. Sports Reference LLC. Abgerufen am 27. September 2014.
  14. Sean Payton Record, Statistics, and Category Ranks. In: Pro-football-reference.com. Sports Reference LLC. Abgerufen am 27. September 2014.
  15. Aaron Kromer Record, Statistics, and Category Ranks. In: Pro-football-reference.com. Sports Reference LLC. Abgerufen am 27. September 2014.
  16. Joe Witt Record, Statistics, and Category Ranks. In: Pro-football-reference.com. Sports Reference LLC. Abgerufen am 27. September 2014.