Drees

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Dieser Artikel befasst sich mit der Ortschaft Drees. Weiteres siehe: Drees (Begriffsklärung).


Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Drees
Drees
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Drees hervorgehoben
50.3411111111116.9961111111111500Koordinaten: 50° 20′ N, 7° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Vulkaneifel
Verbandsgemeinde: Kelberg
Höhe: 500 m ü. NHN
Fläche: 4,11 km²
Einwohner: 156 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km²
Postleitzahl: 53520
Vorwahl: 02691
Kfz-Kennzeichen: DAU
Gemeindeschlüssel: 07 2 33 210
Adresse der Verbandsverwaltung: Dauner Straße 22
53539 Kelberg
Webpräsenz: www.vgv-kelberg.de
Ortsbürgermeister: Josef Heimer
Lage der Ortsgemeinde Drees im Landkreis Vulkaneifel
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Drees ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kelberg an.

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort liegt in der Eifel. Er ist umgeben von den kleinen Ortschaften Balkhausen und Nürburg im Westen, Meuspath im Nordwesten, Döttingen im Norden, Herresbach, Baar und Mittelbaar im Nordosten, Niederbaar im Osten, Nitz im Südosten, Kirsbach im Süden und Welcherath im Südwesten. Zu Drees gehört auch der Wohnplatz Dreeser Mühle.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Drees wurde 1222 unter dem Namen „Dreyse“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Wort stammt von der keltischen Bezeichnung für sprudelnde Quelle. Dieses ist verwandt mit dem alten germanischen Wort „Thrais“ für Sprudel, sprudeln oder wirbeln. Die namensgebende durch vulkanische Aktivitäten sprudelne Mineralwasserquelle existiert nicht mehr.

Drees gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zum Schultheißenamt Welcherath des kurkölnischen Amtes Nürburg.

Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufer besetzt. Unter der französischen Administration gehörte Drees von 1798 bis 1814 zum Kanton Adenau im Rhein-Mosel-Departement. Aufgrund der 1815 auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen kam die Region zum Königreich Preußen. Unter preußischer Verwaltung war die Gemeinde Drees dem Kreis Adenau im Regierungsbezirk Koblenz zugeordnet und wurde von der Bürgermeisterei Kelberg verwaltet. Diese ging 1927 im Amt Kelberg und 1968 in der Verbandsgemeinde Kelberg auf. Nach dem Ersten Weltkrieg stand das Gebiet unter Französischer Militärverwaltung. Bei der Auflösung des Kreises Adenau im Jahr 1932 kam Drees zum Kreis Mayen. Seit 1946 ist die Region Teil des Landes Rheinland-Pfalz und gehörte bis 1949 bzw. 1955 zur Französischen Besatzungszone.

Im Zuge der kommunalen Neuordnung von Rheinland-Pfalz kam die Gemeinde am 7. November 1970 vom gleichzeitig aufgelösten Landkreis Mayen zum Landkreis Daun (heute Landkreis Vulkaneifel).[3]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Drees, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4]

Jahr Einwohner
1815 198
1835 211
1871 144
1905 143
1939 158
Jahr Einwohner
1950 162
1961 155
1970 175
1987 160
2005 161

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Drees besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[5]

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „Durch Zinnenschnitt geteilt von Blau und Silber. Oben ein silberner Brunnen mit geteiltem Wasserstrahl. Unten ein rotes Antoniuskreuz mit 2 Pilgerglöckchen“.

Der Zinnenschnitt weist auf die frühere Zugehörigkeit zum kurkölnischen Amt Nürburg hin, der Brunnen steht für das aus dem keltischen stammende Wort für eine sprudelnde Quelle, aus dem der Ortsname hergeleitet wird. Das Antoniuskreuz erinnert an den Ortspatron, den hl. Antonius.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

An Straßen führt die Kreisstraße 93 nach Norden Richtung Döttingen und zur Bundesstraße 258, nach Osten führt die Kreisstraße 93 über Nitz ebenfalls zur Bundesstraße 258 und nach Südwesten die Kreisstraße 92 nach Welcherath und zur Landesstraße 94.

Unternehmen[Bearbeiten]

Nördlich des Ortes, westlich der Straße nach Döttingen befindet sich in einem aufgelassenen Steinbruch eine Off Road-Strecke mit der Firmenbezeichnung Camp 4 Fun, in der Firmen und Privatleute Geländewagen zu Ausbildungs- und Freizeitzwecken in schwerem Gelände ausfahren können. Gelegentlich finden dort Sportveranstaltungen statt, so etwa 2007 die German Offroad Masters.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Drees – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 73 (PDF; 2,3 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, S. 163 (PDF; 2,1 MB)
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen