Welcherath

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Welcherath
Welcherath
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Welcherath hervorgehoben
50.3199944444446.9655166666667505Koordinaten: 50° 19′ N, 6° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Vulkaneifel
Verbandsgemeinde: Kelberg
Höhe: 505 m ü. NHN
Fläche: 3,18 km²
Einwohner: 119 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 37 Einwohner je km²
Postleitzahl: 53539
Vorwahl: 02692
Kfz-Kennzeichen: DAU
Gemeindeschlüssel: 07 2 33 244
Adresse der Verbandsverwaltung: Dauner Straße 22
53539 Kelberg
Webpräsenz: www.vgv-kelberg.de
Ortsbürgermeister: Winfried Rech
Lage der Ortsgemeinde Welcherath im Landkreis Vulkaneifel
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Über dieses Bild

Welcherath ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kelberg an.

Geographie[Bearbeiten]

Der Ort liegt im Nordwesten des Naturparks Vulkaneifel sowie teilweise im Landschaftsschutzgebiet „Kelberg“. Im Nordwesten der Gemarkung liegt der Bränkekopf (622,5 m ü. NHN).

Geschichte[Bearbeiten]

Welcherath wurde erstmals unter dem Namen „Uuerikenroth“ in einer möglicherweise gefälschten Urkunde des Trierer Erzbischofs Ruotbert aus dem Jahre 943 erwähnt.[2] Auf Bitten eines gewissen Ratherus konsekrierte der Erzbischof die Kirche zu Welcherath und unterstellte sie als Filiale der Kirche zu Nachtsheim. Die Kirche zu Welcherath ist vor 1660 eine selbständige Pfarrkirche geworden.[3]

In einer Aufstellung der Besitztümer der Abtei Laach aus dem Jahre 1139 werden in Welcherath (Werchenrede) zwei Höfe genannt.[4]

Bei einer Visitation im Jahre 1785 wird bereits eine Schule erwähnt.[3]

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Welcherath landesherrlich zum Erzstift Köln (Amt Nürburg), kirchlich gehörte der Ort dagegen zum Erzbistum Trier.

In der sogenannten Franzosenzeit gehörte Welcherath 1798 bis 1814 zum Kanton Adenau im Rhein-Mosel-Département. Nach dem Wiener Kongress wurde die Region 1815 dem Königreich Preußen zugeordnet. Unter der preußischen Verwaltung wurde Welcherath der Bürgermeisterei Kelberg im 1816 neu gebildeten Kreis Adenau im Regierungsbezirk Koblenz zugeordnet,[5] der von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte.

Verwaltungsmäßig bleib Welcherath immer bei Kelberg. Die Bürgermeisterei Kelberg wurde 1927, so wie alle Bürgermeistereien in der Rheinprovinz in „Amt Kelberg“ umbenannt, nach der Auflösung des Kreises Adenau im Jahre 1932 kam Welcherath zusammen mit dem Amt Kelberg zum Landkreis Mayen, bei dem es bis 1970 blieb.

Im Zuge der kommunalen Neuordnung von Rheinland-Pfalz und der Neubildung der Verbandsgemeinde Kelberg, kam die Gemeinde Welcherath am 7. November 1970 vom gleichzeitig aufgelösten Landkreis Mayen zum Landkreis Daun (heute Landkreis Vulkaneifel).[6]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Welcherath, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[7]

Jahr Einwohner
1815 159
1835 140
1871 87
1905 91
1939 130
Jahr Einwohner
1950 146
1961 141
1970 146
1987 128
2005 133

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Welcherath besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[8]

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „In Silber zwei sich bei der Hand fassende Personen (männlich und weiblich) in roten Gewändern mit goldenem Besatz und goldenem Nimbus“.

Das Wappen geht auf ein Gerichtssiegel aus dem Jahre 1691 zurück und stellt das heilige Märtyrer-Ehepaar Chrysanthus und Daria dar; sie sind die Ortspatrone von Welcherath. Es wurde 1951 genehmigt.[9]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Welcherath – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Heinrich Beyer: Mittelrheinisches Urkundenbuch, Band I, Coblenz: Hölscher, 1860, Urkunde 178
  3. a b Philipp de Lorenzi: Beiträge zur Geschichte sämtlicher Pfarreien der Diöcese Trier, Trier: 1887; S. 137 Pfarrei Welcherath
  4. Heinrich Beyer: Mittelrheinisches Urkundenbuch, Band I, Coblenz: Hölscher, 1860, Urkunde 506
  5. Topographisch-statistische Übersicht des Regierungs-Bezirks Coblenz, Coblenz: Hölscher, 1843, S. 5 (Online-Ausgabe bei dilibri)
  6. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, S. 163 (PDF; 2,1 MB)
  7. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  8. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  9. Heimatjahrbuch 1989 Kreis Daun