Höchstberg

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Dieser Artikel behandelt die Ortsgemeinde Höchstberg in der Eifel. Für den Stadtteil Gundelsheim siehe Höchstberg (Gundelsheim)


Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Höchstberg
Höchstberg
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Höchstberg hervorgehoben
50.2430555555567.0066666666667516Koordinaten: 50° 15′ N, 7° 0′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Vulkaneifel
Verbandsgemeinde: Kelberg
Höhe: 516 m ü. NN
Fläche: 4,85 km²
Einwohner:

352 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 73 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56767
Vorwahl: 02657
Kfz-Kennzeichen: DAU
Gemeindeschlüssel: 07 2 33 215
Adresse der Verbandsverwaltung: Dauner Straße 22
53539 Kelberg
Webpräsenz: www.hoechstberg-eifel.de
Ortsbürgermeister: Wilhelm Leichsenring
Lage der Ortsgemeinde Höchstberg im Landkreis Vulkaneifel
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Über dieses Bild

Höchstberg ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kelberg an.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

[Bearbeiten] Klima

Niederschlagsdiagramm Höchstberg

Höchstberg ist deutschlandweit einer der Orte mit den geringsten jahreszeitlichen Schwankungen der Niederschlagsmenge. Der Unterschied zwischen dem trockensten Monat April und dem niederschlagsreichsten Monat November fällt mit einem Faktor von 1,4 außergewöhnlich gering aus. Der Jahresniederschlag beträgt 799mm; An 63% der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert (vgl. Niederschlagsdiagramm (Deutschland)).

[Bearbeiten] Geschichte

Hügelgräber und die Überreste eines römischen Bauernhofes lassen vermuten, dass sich bereits im 2. Jahrhundert n. Chr. Menschen in der Umgebung des Ortes niedergelassen haben. Die erste urkundliche Erwähnung ist allerdings erst auf das Jahr 1389 datiert. Inhalt der Urkunde ist ein schlichter Pachtvertrag: Tilgin von Daun verpachtet den in Husen bei Uersfeld gelegenen Hof an den Burgmann und Verwalter Peter von Nürburg.

Anlass für eine Erwähnung im Jahre 1620 ist ein spektakulärer Mordprozess: Ansässigen Bauern wird vorgeworfen durchreisende spanische Reiter gemeuchelt und ausgeraubt zu haben. Die Bauern sind später gehängt bzw. gerädert worden. Liest man heute die damaligen Akten und Urkunden genau, wird dagegen aber klar, dass die Bauern lediglich Opfer eines Schauprozesses wurden: Die aus damaliger Sicht wohl gerechtfertigte Tötung der Spanier stellte im Zusammenhang mit dem Dreißigjährigem Krieg einen politischen Skandal dar und die zum Tode Verurteilten waren sprichwörtliche Bauernopfer, um die politischen Intrigen und Ränke im Reich zu sichern.

Im Rahmen der französischen Revolution wurde das Rheinland zur Fränkischen Republik und im Raum Kelberg lagerte 1794 ein französisches Korps (ca. 10.000 Mann), für dessen Versorgung die umliegenden Gemeinden aufzukommen hatten. Höchstberg zählte zu dieser Zeit 69 Einwohner.

Der französische Einfluss wich 1815 mit dem Wiener Kongress: Das Rheinland wurde preußisch. Im Zusammenhang mit dem Bau der Eifelquerbahn von Mayen nach Gerolstein und dem Abbau von Schwerspat kam es Anfang des 20. Jahrhunderts zu einem wirtschaftlichen Aufschwung.

Im Jahre 1934 erhielt Höchstberg seinen heutigen Namen. Der ursprüngliche Name Hausen hätte zu Verwechslungen mit dem bei Mayen gelegenen Hausen führen können.[2]

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat in Höchstberg besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

[Bearbeiten] Wappen

Blasonierung: „Geteilt von Silber und Schwarz, oben ein durchgehendes schwarzes Balkenkreuz, unten rechts ein an Rücken und Kanten silbern, an den Ecken golden gefasstes Buch mit goldenem Kreuz auf rotem Buchdeckel, goldenem Schnitt und roten Rückenstreifen, links eine silberne Feder.“

Wappenerklärung: Das schwarze Balkenkreuz nimmt Bezug auf die einstige Zugehörigkeit zum Kurfürstentum Köln. Buch und Federkiel symbolisieren den Evangelisten Markus, der Kirchen- und Ortspatron von Höchstberg ist. Das Wappen von Höchstberg wurde 1988 eingeführt und genehmigt.

[Bearbeiten] Vereinsleben

Höchstberg hat ein reges Vereinsleben: Schützenverein, Junggesellenverein, Freizeitmannschaft (Fußball) und Freiwillige Feuerwehr Höchstberg. Ende August findet das alljährliche Dorffest statt.

[Bearbeiten] Literatur

Mayer, Alois und Mertes, Erich, Höchstberger Chronik, 1989, ISBN 3-926233-03-6

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
  2. Aus Hausen wird Höchstberg“ auf den Seiten von www.hoechstberg-eifel.de

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Höchstberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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