Hallschlag

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Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Hallschlag in Rheinland-Pfalz. Ein weiterer Ort mit diesen Namen ist der Stuttgarter Stadtteil Hallschlag im Stadtbezirk Bad Cannstatt.


Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Hallschlag
Hallschlag
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Hallschlag hervorgehoben
50.3536111111116.4383333333333480Koordinaten: 50° 21′ N, 6° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Vulkaneifel
Verbandsgemeinde: Obere Kyll
Höhe: 480 m ü. NN
Fläche: 12,74 km²
Einwohner:

518 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 41 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54611
Vorwahl: 06557
Kfz-Kennzeichen: DAU
Gemeindeschlüssel: 07 2 33 214
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausplatz 1
54584 Jünkerath
Webpräsenz: www.hallschlag.de
Ortsbürgermeister: Hans Jürgen Breuer
Lage der Ortsgemeinde Hallschlag im Landkreis Vulkaneifel
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Über dieses Bild

Hallschlag ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Obere Kyll an, deren Verwaltungssitz in Jünkerath ist.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographische Lage

Die Gemeinde liegt zwischen 490 m und 640 m über NN an der Grenze zwischen Rheinischem Schiefergebirge und der Vulkaneifel am Rande der Schnee-Eifel. Der Ort liegt in einer Talmulde und ist eingebettet in die reizvolle Landschaft der Mitteleifel. Hallschlag gehört zum Erholungsgebiet Oberes Kylltal. Drei Kilometer westlich befindet sich die belgische Grenze. Die Gemarkung grenzt im Westen, Norden und Osten an Nordrhein-Westfalen.

[Bearbeiten] Geschichte

Pfarrkirche

Der Ort wurde 1322 erstmals urkundlich erwähnt. Hallschlag gehörte damals zur Herrschaft Kronenburg. Im 15. Jahrhundert gelangte der Ort an die Grafen von Manderscheid-Schleiden. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts gehörte Hallschlag mit Kronenburg der Blankenheimer Linie der Grafschaft Manderscheid-Blankenheim. Der Ort wurde zu Anfang des 19. Jahrhunderts zur Pfarrei erhoben. Im Zweiten Weltkrieg wurde Hallschlag zu 80 % zerstört.

Im Rahmen der rheinland-pfälzischen Funktional- und Gebietsreform wurde Hallschlag zusammen mit 14 weiteren Gemeinden am 7. November 1970 vom gleichzeitig aufgelösten Landkreis Prüm in den Landkreis Daun (seit 2007 Landkreis Vulkaneifel) umgegliedert.[2]

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat in Hallschlag besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

[Bearbeiten] Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: „Unter rotem Schildhaupt mit drei goldenen Kugeln, in Silber ein blauer, schrägrechter Wellenbalken“.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

  • Pilgerkreuz der St. Matthias-Bruderschaft an der Straße nach Ormont ca. 100 m hinter der ehemaligen Bahnbrücke,
  • Reste und Relikte der ehemaligen Westwallanlagen westlich des Ortes.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Hallschlag

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

Durch den Ort führt die B 421.

[Bearbeiten] Ehemalige Munitionsfabrik Espagit

Auf der Gemarkung der Gemeinde Hallschlag bei Kehr ist das nach außen abgeschirmte Gelände der Giftgas- und Munitionsfabrik Espagit gelegen. Hier waren von 1915 bis 1920 rund zweitausend Menschen beschäftigt, bis die Fabrik schließlich im Mai 1920 explodierte. Das vormalige Betriebsgelände stellt bis heute eine immense Umweltgefahr dar, weil in dem Boden weiterhin noch unentdeckte Sprengkörper und Gasgranaten sowie andere Gifte vorhanden sind.[3]

Anfang der 90er Jahre entschied sich das für Munitionsräumung zuständige Innenministerium in Mainz für ein Konzept, den hoch kontaminierten ehemaligen Produktionsbereich der Munitionsfabrik mit rund 13 Hektar Fläche nur oberflächig zu entmunitionieren. Im Anschluss daran wurde das Gelände durch eine Erdabdeckung und einem Drahtgeflecht gesichert, wodurch langfristig der direkte Kontakt zwischen belastetem Boden und Menschen verhindert werden soll. Das kontaminierte Sickerwasser wird im Rigolensystem erfasst und dann in einer Wasserreinigungsanlage behandelt.[4]

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Hallschlag – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, S. 160, 161 (PDF)
  3. Franz Albert Heinen: Die Todesfabrik. Espagit - die geheime Granatenschmiede. Eine Dokumentation; Helios, Aachen 2000, 132 S., ISBN 3-933608-14-7
  4. (boß), Die Espagit wurde zum Millionengrab. Kölner Stadtanzeiger, 3. Juli 2008.
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