Ennepetal

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Ennepetal
Ennepetal
Deutschlandkarte, Position der Stadt Ennepetal hervorgehoben
51.29757.3561111111111184Koordinaten: 51° 18′ N, 7° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Kreis: Ennepe-Ruhr-Kreis
Höhe: 184 m ü. NHN
Fläche: 57,43 km²
Einwohner: 29.825 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 519 Einwohner je km²
Postleitzahl: 58256
Vorwahlen: 02333
0202 (Heide)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: EN, WIT
Gemeindeschlüssel: 05 9 54 008
Adresse der
Stadtverwaltung:
Bismarckstr. 21
58256 Ennepetal
Webpräsenz: www.ennepetal.de
Bürgermeister: Wilhelm Wiggenhagen (parteilos, nominiert von der CDU)
Lage der Stadt Ennepetal im Ennepe-Ruhr-Kreis
Bochum Dortmund Essen Gelsenkirchen Hagen Herne Kreis Mettmann Kreis Unna Märkischer Kreis Oberbergischer Kreis Remscheid Wuppertal Breckerfeld Ennepetal Gevelsberg Hattingen Herdecke Schwelm Sprockhövel Wetter (Ruhr) WittenKarte
Über dieses Bild

Ennepetal ist eine Stadt mit knapp 30.000 Einwohnern am südlichen Rand des Ruhrgebiets in Nordrhein-Westfalen. Sie gehört zum Ennepe-Ruhr-Kreis und liegt am namensgebenden Fluss Ennepe. Seit dem 24. Juli 2012 trägt Ennepetal offiziell den Titel Stadt der Kluterthöhle.[2]

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die geographische Lage Ennepetals (Innenstadt) ist 7° 21' östliche Länge und 51° 18' nördliche Breite. Das Stadtgebiet umfasst eine Fläche von 57,43 km². Ennepetal liegt auf einer Höhe von 170 m ü. NN bis 390 m ü. NN. Mehr als 40 % des Stadtgebietes werden forstwirtschaftlich genutzt.[3]

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Stadtteil Milspe im Sommer 2007
Stadtteil Voerde im Sommer 2007

Ennepetal ist in neun Ortsteile gegliedert. Die Einwohnerzahl der Ortsteile ist auf dem Stand vom 2. April 2014:[4]

  • Altenvoerde (3705)
  • Bülbringen/Oberbauer (1497)
  • Büttenberg (3578)
  • Hasperbach (1310)
  • Königsfeld (1114)
  • Milspe (9747)
  • Oelkinghausen (573)
  • Rüggeberg (1507)
  • Voerde (7537)

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die direkten Nachbarstädte von Ennepetal sind im Nordosten die kreisfreie Stadt Hagen und – weiter im Uhrzeigersinn – die Städte Breckerfeld (Ennepe-Ruhr-Kreis), Radevormwald (Oberbergischer Kreis), Wuppertal (kreisfrei), Schwelm und Gevelsberg (beide Ennepe-Ruhr-Kreis).

Geschichte[Bearbeiten]

Brunnen mit stadthistorischen Motiven in Voerde

Die Stadt Ennepetal besteht erst seit dem 1. April 1949, als das Amt Milspe-Voerde aufgelöst wurde und die beiden selbstständigen Gemeinden Voerde und Milspe sich zusammenschlossen.[5]

Steinzeit bis Mittelalter[Bearbeiten]

Werkzeugfunde aus der Mittelsteinzeit belegen, dass bereits vor etwa 8000 bis 10.000 Jahren Menschen zumindest zeitweise auf dem Gebiet der heutigen Stadt Ennepetal gelebt haben.[6] Eine dauerhafte Besiedlung dürfte aber erst vor etwas mehr als tausend Jahren begonnen haben. Erstmals erwähnt werden die Namen der Ortsteile Voerde (fordi) und Willringhausen (wilgerinchuson) im 11. Jahrhundert in einem Urbar des Klosters Werden.[7]

Die früheste Eisenerzeugung ist durch Funde für das 11. bis 13. Jahrhundert belegt. Vermutet werden die Anfänge der Eisenerzeugung mit Hilfe von Rennöfen bereits im 9. bis 10. Jahrhundert.[8]

1324 kam das Gebiet der heutigen Stadt Ennepetal zur Grafschaft Mark. Im Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 sind für das heutige Gebiet der Stadt Ennepetal namentlich 112 Höfe angegeben.

Neuzeit[Bearbeiten]

Das Amt Voerde entstand am 1. Oktober 1868, als die Gemeinde Voerde aus dem Amt Enneperstraße ausschied. Am 1. April 1923 schlossen sich die Gemeinden Mühlinghausen, Oelkinghausen und Schweflinghausen zur Gemeinde Milspe zusammen.[9] Das aus den gleichen Gemeinden bestehende Amt Ennepe wurde in Amt Milspe umbenannt. Das Amt Milspe-Voerde wurde am 1. Juni 1937 durch den Zusammenschluss der jeweils aus einer Gemeinde bestehenden Ämter Milspe und Voerde gegründet. Am 1. April 1949 gaben die beiden amtsangehörigen Gemeinden Milspe und Voerde ihre Selbstständigkeit auf und schlossen sich zur Stadt Ennepetal zusammen.[9]

Entwicklung der Einwohnerzahl seit 1975

Politik[Bearbeiten]

Rat der Stadt Ennepetal[Bearbeiten]

Rathaus Ennepetal, denkmalgeschützter Altbau, darin auch der Sitzungssaal des Hauptausschusses
Sitzverteilung im Ennepetaler Rat[10]
Parteien u. Wählergemeinschaften Sitze
2014 2009 2004 1999
SPD 16 14 15 13
CDU 11 14 15 18
Bündnis 90/Die Grünen 4 4 4 3
FWE 1) 4 2 5 5
FDP 2 4 3 3
Die Linke 2 1 0 0
AfD 2 0 0 0
Piraten 1 0 0 0
NPD 0 1 0 0
1) Bezeichnung vor 2009: Ennepetaler Wählergemeinschaft (EWG)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Rathaus Ennepetal, Verwaltungstrakt, Neubau aus den 1990er Jahren

Bürgermeister im Rathaus Ennepetal ist seit 2009 Wilhelm Wiggenhagen.

Der erste Bürgermeister war von 1949 bis 1952 Fritz Textor (FDP), auf ihn folgten Walter Sondermann (SPD, 1952–1970), Ewald Rettberg (1970–1981), Harald Wolf (SPD, 1981–1984), Friedrich Döpp (CDU, 1984–1989), August Born (EWG/FWE, 1989–1994), Gerhard Dessel (1994–1998) und Michael Eckhardt (1998–2008).

Ab dem 2. Februar 2004 besaß Ennepetal ein Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa), welches kurze Zeit später seine Tätigkeit einstellte.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Ennepetal steht seit 1973 in offizieller Städtepartnerschaft mit der belgischen Stadt Vilvoorde, die nördlich von Brüssel liegt.

Wappen[Bearbeiten]

Die Entstehung des Ennepetaler Stadtwappens fand statt in enger Zusammenarbeit mit dem Hauptstaatsarchiv Münster als zuständiger, gutachtender Stelle in allen Fragen der Gestaltung von Wappen, Dienstsiegeln und Flaggen für den westfälischen Bereich. Diese Zusammenarbeit dauerte von 1949 bis 1952. Der Vorschlag für das Stadtwappen, ein Motiv aus der „Fuchsschwanzsage“ als Hinweis auf die Kluterthöhle, das größte Wahrzeichen Ennepetals, zu verwenden, oder die Einbeziehung des Siegels (Fisch und Stern) des Heyneke von Voerde, um 1423 bis 1450 Freigraf bzw. Femgraf des Femgerichtes von Volmarstein, fand ebenso keine Zustimmung der Ennepetaler Stadtvertreter wie die vom Hauptstaatsarchiv in Münster vorgeschlagene Einbeziehung einer oder mehrere Sensen in das Stadtwappen als Hinweis auf die bedeutende Kleineisenindustrie an der Ennepe.

Allseitige Zustimmung fand schließlich ein Entwurf des Ennepetaler Stadtbaurats Mende. Seinem Vorschlag verdankt das Stadtwappen im Wesentlichen die heutige Form- und Farbgebung. Am 16. Juni 1953 erfolgte durch den Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen die Rechtsverleihung zur Führung des nachfolgend beschriebenen Wappens.

  • Wappenbeschreibung: Unter einem in zwei Reihen siebenmal von Silber und Rot geschachteten Schildhaupt in goldenem Feld steht senkrecht ein blauer Wellenpfahl, der von einem roten Sparren überdeckt wird.
  • Wappenerklärung: Das Ennepetaler Stadtwappen vereint die Zeichnung des märkischen Schachbalkens – ein Hinweis auf die einstige Zugehörigkeit des Ennepetaler Stadtgebietes zur ehemaligen Grafschaft Mark, deren Wappen der Schachbalken war – mit dem blauen Wellenband der Ennepe, das zum Zeichen der Vereinigung der früher selbstständigen Ämter Milspe und Voerde mit einem roten Sparren überbrückt wird.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Haus Ennepetal und Kluterthöhle[Bearbeiten]

Eingang der Kluterthöhle

Kulturelles Zentrum von Ennepetal im Ortsteil Milspe ist das „Haus Ennepetal“, in dessen Kongress- und Tagungsräumen regelmäßig unter anderem verschiedene Konzerte und Musicals aufgeführt werden. Daneben findet hier jedes Jahr am ersten November-Wochenende die „Internationale Ennepe-Ruhr Edelstein- und Mineralbörse“ statt.[11]

Über den Innenhof von „Haus Ennepetal“ gelangt man über eine Brücke zur Kluterthöhle,[12] die mit rund 5,5 Kilometern Länge eine der längsten Schauhöhlen in Deutschland ist und als besonders interessante Sehenswürdigkeit für den Fremdenverkehr gilt. Aufgrund des gleichmäßig feuchtkühlen Klimas und einer konstanten Temperatur von +10 °C dient die Höhle zudem als „längstes Behandlungszimmer der Welt“ bei verschiedenen Atemwegserkrankungen wie Asthma, chronischer Bronchitis, Heuschnupfen und Keuchhusten mit über 140 Therapieplätzen auf sechs Stationen.[13] Seit dem 4. November 1954 ist die Stadt daher auch mit der Bezeichnung „Ennepetal mit Klimahöhle“ als Mitglied des Deutschen Heilbäderverbandes e.V. anerkannt.[14]

Museen und Denkmäler[Bearbeiten]

Tag und Nacht geöffnet ist das einmalige Straßenindustriemuseum Ennepetal mit Exponaten, die im gesamten Stadtgebiet aufgestellt sind. Auf dem Hinnenberg im Stadtteil Voerde befindet sich die Volkssternwarte Ennepetal, die regelmäßig öffentliche Himmelsbeobachtungen und astronomische Vorträge anbietet.

In der Stadt befinden sich mehrere denkmalgeschützte Bauten. Dazu gehören zum Beispiel das Gut Ahlhausen, die evangelische Kirche Milspe, der alte Friedhof Rüggeberg, der Heimhardtsbau, der Kornkasten Rüggeberg und das Empfangsgebäude des Bahnhofs Ennepetal (Gevelsberg), eines der ältesten seiner Art in Nordrhein-Westfalen.

Naherholung[Bearbeiten]

Das waldreiche Stadtgebiet bietet in allen Ortsteilen Möglichkeiten zur Naherholung. Insbesondere das Hülsenbecker Tal südlich von Altenvoerde, die Wege um die Heilenbecker Talsperre in der Nähe von Rüggeberg und das Spreeler Bachtal mit der Spreeler Mühle an der Stadtgrenze zu Radevormwald sind beliebte Ausflugsziele. Landschaftlich reizvolle Blicke ins Tal der Ennepe bietet die nahe Altenvoerde oberhalb eines Grauwacke-Felsabhangs gelegene Aussichtsplattform Hohenstein.

Musik[Bearbeiten]

Die Stadt Ennepetal betreibt eine eigene Musikschule, die an der Esbecker Straße über Unterrichtsräume und einen kleinen Konzertsaal verfügt.

Seit 1980 findet in Ennepetal jedes Jahr Anfang Dezember die Christmas Rock Night – ein Nischenfestival für christliche Rockmusik mit zuletzt rund 30 internationalen Bands und knapp 2000 Besuchern  – statt.

Sport[Bearbeiten]

Jedes Jahr findet im Bremenstadion das dreitägige Pfingstturnier, ein Fußball-Nachwuchsturnier, statt. Es heißt seit 2007 offiziell Spax Cup. Neben dem heimischen Verein TuS Ennepetal treten auch die A-Junioren-Mannschaften nationaler und internationaler Profivereine an. Schon die Mittelfeldregisseure von Manchester United Paul Scholes und David Beckham standen als Spieler, ebenso wie Jürgen Klinsmann, auf dem Rasen des Bremenstadions.

Infrastruktur und Wirtschaft[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Lindenstraße in Voerde
VER-Bus am Ennepetaler Busbahnhof

Durch das Gebiet von Ennepetal führen die Bundesstraße 7 und die Bundesstraße 483. Über die Anschlussstelle Gevelsberg der A 1 ist Ennepetal in etwa acht Kilometern zu erreichen.

Beim öffentlichen Personennahverkehr gehört das Ennepetaler Gebiet zum Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR); Übergangstarife bestehen in die Verkehrsgemeinschaft Ruhr-Lippe und den Verkehrsverbund Rhein-Sieg. Als regionales Nahverkehrsunternehmen betreibt die Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr (VER) mehrere Buslinien im Stadtgebiet. Sie hat ihren Hauptsitz in Ennepetal.

Mit dem Bahnhof in Voerde hatte die Stadt Ennepetal einen Anteil an der ehemaligen Kleinbahn Haspe-Voerde-Breckerfeld, die während des Betriebes als Straßenbahn als die schönste Strecke Deutschlands galt.

Heute wird Ennepetal im Stadtgebiet von drei Regional-Express-Linien am Bahnhof Ennepetal (Gevelsberg) angefahren. Der Bahnhof an der Bahnstrecke Wuppertal–Dortmund (der Stammstrecke der ehemaligen Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft) im Stadtteil Milspe wurde seit seiner Eröffnung im Jahre 1849 Milspe, wie der Stadtteil in dem er sich befindet, genannt. 1954 wurde der Bahnhof in Ennepetal-Milspe umbenannt. Im Jahre 1963 wurde der nur etwa drei Kilometer entfernte Bahnhof Gevelsberg auf der gleichen Strecke aufgegeben und später abgebrochen. Die Stadt Gevelsberg besaß seit dieser Zeit keinen Bahnhof mehr auf dieser wichtigen Strecke. Im Jahre 1968 wurde daher der Bahnhof in seinen heutigen Namen Bahnhof Ennepetal (Gevelsberg) umbenannt.

Auf dem Gebiet von Gevelsberg besteht außerdem noch eine Verbindung der S-Bahn Rhein-Ruhr, die hier die Trasse Bahnstrecke Düsseldorf-Derendorf–Dortmund Süd, der „Wuppertaler Nordbahn“ der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft, nutzt. Bis Ennepetal ist ein Bus zu nutzen.

Linie Linienbezeichnung Linienverlauf
RE 4 Wupper-Express AachenMönchengladbachDüsseldorfWuppertalEnnepetal (Gevelsberg)HagenDortmund
RE 7 Rhein-Münsterland-Express KrefeldNeussKölnSolingen – Wuppertal – Ennepetal (Gevelsberg) – Hagen – HammMünsterRheine
RE 13 Maas-Wupper-Express VenloViersen – Mönchengladbach – Düsseldorf – Wuppertal – Ennepetal (Gevelsberg) – Hagen – Hamm
S 8 S-Bahn Rhein-Ruhr Hagen – Gevelsberg – Wuppertal – Wuppertal-Vohwinkel – Düsseldorf – Neuss – Mönchengladbach

Bildung[Bearbeiten]

Haus der Begegnung mit Zweigstelle Voerde der Stadtbücherei

Das Schulsystem Ennepetals verfügt über mehrere Bildungseinrichtungen. In der Stadt existieren (Stand 2013) sieben Grundschulen, die bis auf eine alle als offene Ganztagsgrundschule betrieben werden.[15] Nicht konfessionell gebunden sind die GS Altenvoerde, die GS Büttenberg, die GS Voerde und die GS Wassermaus mit den beiden Teilstandorten GS Friedenstal und GS Rüggeberg (keine offene Ganztagsgrundschule). Hinzu kommt die katholische Grundschule („Harkortschule“, früher GS Scharpenberg).

Als weiterführende Schulen bestehen die Hauptschule Friedenshöhe, die Sekundarschule Ennepetal (ehemals Hauptschule Effey), die Städtische Realschule und das Reichenbach-Gymnasium (Ganztagsschule, benannt nach dem Voerder Pfarrer Johann Wilhelm Reichenbach). Mit der Albert-Schweitzer-Schule gibt es auch eine Förderschule (Klassen 1–10) in Ennepetal. Des Weiteren unterhält der Ennepe-Ruhr-Kreis in Ennepetal ein Berufskolleg mit gewerblich-technischem und kaufmännischem Angebot.

Die Stadt betreibt außerdem die Musikschule der Stadt Ennepetal und die Stadtbücherei Ennepetal (Hauptstelle im Haus Ennepetal, Zweigstellen im Haus der Begegnung in Voerde und im Reichenbach-Gymnasium).[16]

Unternehmen[Bearbeiten]

Denkmalgeschütztes Fabrikgebäude der Firma Brackelsberg in Milspe

Im Talraum der Ennepe und in anderen Bachtälern befanden sich früher zahlreiche Hammerwerke und Schleifkotten, von denen sich einige später zu Industrieunternehmen entwickelten. Heute sind viele Unternehmen außerdem im über 40 ha großen Gewerbegebiet Oelkinghausen an der Stadtgrenze zu Schwelm angesiedelt. Mit einem Wert von 109,6 lag im Jahre 2006 der Kaufkraftindex in Ennepetal leicht über dem Bundesdurchschnitt.[17]

Im Automobilsektor ist das auf Luxusmodelle spezialisierte Ennepetaler Unternehmen Bitter Automobile zu nennen. Weitere Unternehmen mit mehr als 100 Mio. € Jahresumsatz, die ihren Hauptsitz in der Stadt haben, sind:

ABC-Stammwerk in Milspe

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Die folgenden Personen wurden in oder auf dem Gebiet der heutigen Stadt Ennepetal geboren:

Personen, die mit Ennepetal in Verbindung stehen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Alfred Blum: Das 900jährige Kirchspiel Voerde und seine Umgebung. Ennepetal-Voerde 1968, DNB 750974834.
  • Heimatbund Ennepetal (Hrsg.): Ennepetal, Die lange Geschichte einer jungen Stadt. Ennepetal 1999, DNB 957827210.
  • Dieter Wiethege: Ennepetal in alten Ansichten. Zahltbommel (NL) 1994, ISBN 90-288-5838-5.
  • Hans Hermann Pöpsel: Archivbilder Ennepetal. Sutton-Verlag, Erfurt 2004, ISBN 3-89702-667-8.
  • Helma Fischer-Pöpsel, Hans Hermann Pöpsel: Zeitsprünge Ennepetal. Sutton-Verlag, Erfurt 2005, ISBN 3-89702-854-9.
  • Helma Fischer-Pöpsel, Hans Hermann Pöpsel: Bildergeschichten Ennepetal. Sutton-Verlag, Erfurt 2007, ISBN 978-3-86680-091-5.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ennepetal – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 3. September 2014. (Hilfe dazu)
  2. Erstes Ortseingangsschild symbolisch enthüllt. Meldung von H.-G. Adrian vom 5. Oktober 2012 auf der Website der Stadt Ennepetal
  3. Jürgen Taake: Unsere Nachbarn: Ennepetal. Schwelmer Heimatbrief, 1995, Nr. 72, 42 f.
  4. Einwohner Ennepetals nach Ortsteilen
  5. Heimatbund Ennepetal: Ennepetal. Die lange Geschichte einer jungen Stadt. Ennepetal 1999, S. 164ff.
  6. Heimatbund Ennepetal: Ennepetal. Die lange Geschichte einer jungen Stadt. Ennepetal 1999, S. 33.
  7. Rudolf Kötzschke (Hrsg.): Die Urbare der Abtei Werden a. d. Ruhr. Bonn 1906, Nachdruck Düsseldorf 1978, S. 286f.
  8. Manfred Sönnecken: Die mittelalterliche Rennfeuerverhüttung im märkischen Sauerland. Münster 1971, S. 60f.
  9. a b  Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 231 und 263.
  10. ennepetal.de
  11. Homepage der Edelstein- und Mineralbörse Ennepetal
  12. ennepetal.de - Milspe
  13. Deutscher Heilstollenverband: Ennepetal-Sauerland
  14. kluterthoehle.de - Gesundheit
  15. Grundschulen. Stadt Ennepetal, abgerufen am 4. Oktober 2013 (Übersicht mit Unterseiten).
  16. Stadtbücherei. Stadt Ennepetal, abgerufen am 4. Oktober 2013 (Übersicht mit Unterseiten).
  17. EN-Agentur (Hrsg.): Wirtschaftsstandort Ennepe-Ruhr. Mehlis, Nordhausen, 2006.