Bundesstraße 7

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Dieser Artikel beschreibt die Bundesstraße 7 in Deutschland. Zur gleichnamigen Straße in Österreich siehe Brünner Straße.

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Bundesstraße 7 in Deutschland
Bundesstraße 7
Karte
Verlauf der B 7
Basisdaten
Betreiber: Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Düsseldorf
(51° 14′ N, 6° 42′ O51.2348396.703208)
Straßenende: Rochlitz
(51° 3′ N, 12° 47′ O51.05708312.789469)
Gesamtlänge: 453 km

Bundesland:

Bundesstraße 7 in Wuppertal(Bundesallee mit Stadtsparkasseund Industrie- und Handelskammer)
Bundesstraße 7 in Wuppertal
(Bundesallee mit Stadtsparkasse
und Industrie- und Handelskammer)

Die Bundesstraße 7 (Abkürzung: B 7) führt von der Anschlussstelle Büderich an der Bundesautobahn 52 (A 52) bis nach Rochlitz in der Nähe von Chemnitz. Sie ist etwa 500 Kilometer lang. Ursprünglich war der westliche Streckenendpunkt Leuth-Schwanenhaus an der niederländischen Grenze bei Venlo.[1]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte[Bearbeiten]

Die ursprüngliche 1932 eingerichtete Fernverkehrsstraße 7, ab 1934 Reichsstraße 7, führte, abweichend von der heutigen Streckenführung, östlich von Schmölln weiter über Meerane, Glauchau, Chemnitz und Freiberg bis nach Dresden, wo sie in die Reichsstraße 6 mündete. Der historische Streckenverlauf zwischen Chemnitz und Dresden wurde Mitte der 1930er Jahre in die Reichs-, heute Bundesstraße 173 einbezogen.

Ursprünge[Bearbeiten]

Im Abschnitt SättelstädtGothaErfurt folgt die Bundesstraße 7 dem historischen Verlauf der Via Regia.

In Kurfürstentum Hessen wurde die 1831 als Hauptstraße erster Klasse eingeordnete Straße westlich von Kassel als Holländische Straße, zwischen Kassel und Helsa als Berliner Straße und östlich von Helsa als Gothasche Straße bezeichnet.[2]

Ausbau zur Chaussee im 18. und 19. Jahrhundert[Bearbeiten]

Der Streckenabschnitt zwischen Wuppertal und Hagen wurde bereits 1788 fertiggestellt und ist damit eine der ältesten Kunststraßen in Westdeutschland. Der Abschnitt zwischen Iserlohn und Menden (Sauerland) wurde zwischen 1816 und 1817 erbaut. Der mittlere Streckenabschnitt durch das obere Ruhrtal wurde zwischen 1808 und 1818 von den angrenzenden Gemeinden zur Chaussee ausgebaut und 1822 als Staatschaussee übernommen.

Aktuelle Entwicklung[Bearbeiten]

In einigen Bereichen wird die Bundesstraße 7 von Autobahnen ersetzt. So hat inzwischen der Streckenabschnitt zwischen Nettetal-Breyell und Büderich eine parallel verlaufende Autobahn. [3][4] Im weiteren Verlauf zum Beispiel die A 46 zwischen Hagen-Hohenlimburg und dem derzeitigen Autobahnende im östlichen Stadtgebiet von Iserlohn (Abfahrt Hemer /Iserlohn-Löbbeckenkopf) sowie zwischen Neheim-Hüsten und Bestwig.

Die sogen. alte B7 verbindet nach wie vor Nettetal-Kaldenkirchen mit dem Ortsteil Breyell, verläuft parallel zur A 61 in Richtung Viersen-Dülken, unterquert am Ortsausgang V.-Dülken die A 61, wird zur innerstädtischen Schnellstraße in Viersen, umrundet Viersen östlich, um dann am Zubringen Mönchengladbach-Nord auf die B 57 zu stoßen. Ab dem BAB Kreuz Neersen verläuft die B 7 nach wie vor entlang dem Alten Nordkanal von 1804 bis Kaarst und dann weiter bis Neuß.

An der A 44 von Kassel nach Dortmund wurde am 8. Dezember 2006 die Anschlussstelle Marsberg an der Landesgrenze zwischen Hessen und Nordrhein-Westfalen freigegeben. Sie verbindet die B 7 mit der A 44.

Das erste Teilstück bei Hessisch Lichtenau wurde im Oktober 2005 eröffnet. Es gibt aber auch Klagen von Umweltschützern gegen das Projekt, da die Autobahn durch den Naturpark Meißner-Kaufunger Wald verlaufen soll.


Seit dem 5. August 2005 ist ein ganztägiges Durchfahrtverbot für Transit-Lastwagen auf einer Streckenlänge von 157 km in Kraft. Diese Regelung gilt für ein Jahr zwischen Anschlussstelle Kassel-Ost (A 7) und Wehretal. Für Fahrzeuge, die im Kreisgebiet des Werra-Meißner-Kreises und des Landkreises Kassel oder in der Stadt Kassel be- oder entladen werden, gilt eine Ausnahmeregelung.

Zwischen Kassel und Eisenach-West führt die Straße durch den Ringgau, infolge der Deutschen Teilung ist dieser Abschnitt bis Ifta derzeit noch ein Nadelöhr (ohne Ortsumgehungen, teilweise nur zweistreifiger Ausbau).

Am 9. Januar 2010 wurde im Zuge der Verlegung der A4 der Verlauf der Bundesstraße 7 in Eisenach und im Wartburgkreis verändert. Die bisherige Trasse durch Eisenach, Wutha-Farnroda bis Sättelstädt wurde teilweise eingezogen oder zur Landesstraße L 3007 in Baulast des Freistaates Thüringen abgestuft. Die B 7 endet nunmehr an der Autobahnauffahrt Eisenach-West bei Krauthausen. Ab der neu errichteten BAB 4-Anschlussstelle Sättelstädt benutzt die Fernstraße einen kurzen Abschnitt der bisherigen Landesstraße L 2120, der nunmehr zur Bundesstraße 7 aufgestuft wurde, um ab der Einmündung Sättelstädt wieder auf ihre bisherigen Trasse zu treffen.[5]

Seit Sommer 2007 gibt es auf der B 7 auf dem Streckenabschnitt zwischen Kassel-Ost und Hessisch Lichtenau fünf stationäre Überwachungsanlagen („Blitzerkameras“), um die Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h zu kontrollieren. Dieser Schritt wurde unternommen, weil auf diesem Abschnitt vermehrt Menschen ums Leben kamen.

2019 soll die B 7 in Hagen aus der Wehringhauser Straße (ab Bodelschwinghplatz) und dem Graf-von-Galen-Ring verlegt werden und neu über die neue Bahnhofshinterfahrung Hagen von Bodelschwinghplatz hinter dem Bahnhof her bis zur Brücke über die DB an der Eckeyeser Straße geführt werden.[6]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bundesstraße 7 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eine Straße von West nach Ost Grenzlandkurier 22. Juli 2008 S. C3
  2. Annalen der Erd-, Völker- und Staatenkunde. Jg. 1830, S. 537.
  3. Amtsblatt für den Reg.Bez. Düsseldorf, 192. Jahrgang Nr. 1., 14. Januar 2010 (PDF; 3,6 MB)
  4. Rheinische Post vom 2. August Seite C1 (Grenzland-Kurier): Abschied von der B 7
  5. Allgemeinverfügung des Landesamtes für Bau und Verkehr… Thüringer Staatsanzeiger Nr. 2/2010, S. 34
  6. Bericht des Projekts auf der Seite der Stadt Hagen
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